Was geschah im Dezember 1923

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Wetterstationen Dezember 1923

1.12.1923, Samstag

In Treptow kommt es zu einem gewaltsamen Zusammenstoß zwischen Arbeitslosen und Schutzpolizei, bei dem jedoch niemand verletzt wird.

Faschisten stürmen in Neapel das Haus des ehemaligen Ministerpräsidenten Francesco Saverio Nitti, der zu den scharfen Gegnern des Faschismus gehört. Nitti geht 1924 ins Exil.

Der italienische Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini befürwortet die Anerkennung der Sowjetunion. Zugleich spricht er sich für einen italienisch-sowjetischen Handelsvertrag aus.

Infolge starker Regenfälle und des Hochwassers bricht der Damm des Stausees Gleno (Provinz Bergamo/Italien). Von den ungefähr 600 Todesopfern sind bisher 137 geborgen. Die Überschwemmung hat einen ungeheuren Sachschaden angerichtet.

Derzeit werden im Deutschen Reich (ohne besetzte Gebiete) 1,47 Millionen Vollerwerbslose unterstützt. Hinzu kommen die fast zwei Millionen unterstützten Arbeiter im Rhein- und Ruhrgebiet.

Der Religionsphilosoph Martin Buber erhält einen Lehrauftrag für jüdische Religionswissenschaft und Ethik an der Universität Frankfurt am Main.

Reichsverkehrsminister Rudolf Oeser schließt mit der französisch-belgischen Eisenbahnregie das erste Mainzer Abkommen (das zweite am 16. 12.), das die Grundlage für die Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs zwischen dem besetzten Rhein- und Ruhrgebiet und dem unbesetzten Deutschen Reich bildet.

2.12.1923, Sonntag

Vorübergehend wird die deutsche Auswanderung in den USA bis zum Juni 1924 unterbunden. Wegen der hohen Auswanderung im Krisenjahr 1923 haben die Deutschen ihre Quote erschöpft. Nur ein festgelegter Prozentsatz der schon ansässigen Angehörigen einer Nation darf neu einwandern.

Die französische Tageszeitung “L’Humanité” veröffentlicht Einzelheiten über die französische Unterstützung der deutschen Separatisten. In Landau (Pfalz) z. B. seien diese zu 75% mit französischen Gewehren bewaffnet gewesen.

3.12.1923, Montag

Nachdem drei an den Krakauer Unruhen (6. 11.-8. 11.) beteiligte Parlamentsabgeordnete der Polnischen Sozialistischen Partei verhaftet wurden, suchen die Sozialisten die Zusammenarbeit mit den nationalen Minderheiten.

4.12.1923, Dienstag

Der britische Wahlkampf befindet sich auf seinem Höhepunkt (Parlamentswahlen am 6. 12.). Täglich werden ungefähr 15 000 Wahlveranstaltungen abgehalten. Die Parteien haben Flugzeuge gemietet, um ihre Spitzenkandidaten schneller zu den Wahlversammlungen transportieren zu können.

Robert Musils Komödie “Vinzenz oder die Freundin bedeutender Männer” wird im Lustspielhaus Berlin uraufgeführt. Für diese Komödie wird dem Österreicher Musil der Kleistpreis 1923 verliehen.

Anlässlich der Kongresseröffnung in Washington sagt US-Präsident Calvin Coolidge, die Vereinigten Staaten hätten ein direktes Interesse an der wirtschaftlichen Erholung Europas.

In seiner Regierungserklärung vor dem Reichstag begründet Reichskanzler Wilhelm Marx die Forderung nach einem Ermächtigungsgesetz mit der katastrophalen wirtschaftlichen Lage des Deutschen Reichs.

5.12.1923, Mittwoch

Während der Debatte im ständigen Ausschuss des bayerischen Landtags über den Hitlerputsch am 8./9. November wird die unklare Haltung des bayerischen Generalstaatskommissars Gustav Ritter von Kahr während des Putsches besonders von den Sozialdemokraten heftig kritisiert.

In Dresden wird eine geheime Druckerei der Kommunisten (die KPD ist seit 23. 11. verboten) von der Polizei ausgehoben, der Redakteur verhaftet und die Handdruckpresse beschlagnahmt.

Der Bund der Reichsdeutschen in Österreich führt eine Hilfsaktion für die hungernde Bevölkerung im Deutschen Reich durch. Bisher sind über 50 000 Lebensmittelpakete an deutsche Familien geschickt worden.

Ludwig Bergers Verfilmung des Aschenputtelmärchens “Der verlorene Schuh” wird im Ufa-Palast am Zoo (Berlin) uraufgeführt. Der Film findet den einhelligen Beifall des Publikums wie auch der Kritik.

6.12.1923, Donnerstag

Bei den Parlamentswahlen in Großbritannien gewinnen die Oppositionsparteien (Liberale Partei und Labour Party) auf Kosten der regierenden Konservativen eine erhebliche Anzahl von Mandaten.

Über 70 000 Goldmark haben die in Brasilien lebenden Deutschen bisher für Notleidende im Deutschen Reich gespendet.

Beim Rowohlt-Verlag (Berlin) erscheint der Roman “Anton und Gerda” von Hans Fallada.

7.12.1923, Freitag

Das Minderheitskabinett unter August Frölich (SPD) in Thüringen erklärt seinen Rücktritt.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf ruft die Rotkreuzgesellschaften in aller Welt auf, Hilfsmaßnahmen für die deutsche Bevölkerung durchzuführen.

Der schweizerische Nationalrat verlängert die seit dem 18. Februar 1921 gültigen Einfuhrbeschränkungen bis zum März 1925.

Mit der Ersten Steuernotverordnung erlässt Reichspräsident Friedrich Ebert eine Übergangsregelung für die Zahlung der Umsatzsteuer und der Rhein-Ruhr-Abgabe in neuer Währung (Rentenmark).

8.12.1923, Samstag

Durch die Unterstützung der oppositionellen Sozialdemokraten kommt im Reichstag eine Mehrheit für das von der Reichsregierung geforderte Ermächtigungsgesetz zustande, das eine feste Laufzeit bis zum 15. Februar 1924 hat. Aufgrund dieses Gesetzes kann die Reichsregierung alle für die Behebung der “Not von Volk und Reich” erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Der Reichstag löst sich auf unbestimmte Zeit auf.

Rund die Hälfte der Duisburger Bevölkerung erhält Arbeitslosenunterstützung. Da die Stadt deshalb die vorgeschriebenen Sätze überschreitet, werden die Zahlungen von der Reichsregierung gesperrt.

Bertolt Brechts Drama “Baal”, das dank der Experimentierfreude seines Direktors Alwin Kronacher im Alten Theater in Leipzig uraufgeführt wird, provoziert heftige Kritik. Das Stück muss auf Anordnung des Oberbürgermeisters sofort abgesetzt werden.

9.12.1923, Sonntag

Die Rheinlandkommission hebt die meisten der von ihr verfügten Beschränkungen des Eisenbahn-, Auto- und Straßenbahnverkehrs auf.

10.12.1923, Montag

Die Franzosen beginnen mit der allmählichen Lockerung ihres Besatzungsregimes im Ruhrgebiet, indem sie die Truppen reduzieren, Ausweisungen aufheben und Verurteilte entlassen.

In Stockholm werden die diesjährigen Nobelpreise für Medizin, für Chemie, für Physik und Literatur verliehen. Die Entscheidung des Nobelpreiskomitees für die Sparte Medizin stößt auf allgemeines Unverständnis und erregt heftige Kritik.

Von der Hungersnot im Deutschen Reich sind einem US-amerikanischen Memorandum zufolge am stärksten die Arbeiter in den Städten und die Pensionäre betroffen. Das Memorandum geht von 20 Millionen akut Hilfsbedürftigen aus und empfiehlt dem Repräsentantenhaus in Washington, dem Deutschen Reich Handelskredite für den Ankauf von Getreide zu gewähren.

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen stellen die österreichischen Post- und Telegrafenangestellten den Dienst ein (bis 13. 12.). Nur die Krankenhäuser, Ärzte und Feuerwehr erhalten telefonische Verbindung.

11.12.1923, Dienstag

Das Bestreben des türkischen Präsidenten Mustafa Kemal Pascha (später Atatürk), den türkischen Staat zu säkularisieren, führt zu heftiger Unruhe unter der islamischen Geistlichkeit auch außerhalb der Türkei, besonders in Britisch-Indien.

Das Reichspostministerium in Berlin und die Obertelegrafendirektion in Bern testen eine Chiffriermaschine hinsichtlich ihrer Eignung für die Geheimhaltung drahtloser Nachrichtenübermittlung. Der Austausch chiffrierter Telegramme verläuft erfolgreich.

12.12.1923, Mittwoch

US-Präsident Calvin Coolidge erklärt, dass sich nichtamtliche US-amerikanische Finanzexperten an den von der Reparationskommission zu berufenen Sachverständigenausschüssen zur Untersuchung der Finanzlage des Deutschen Reichs beteiligen würden. Bisher hat sich die US-Regierung gegen jede Beteiligung an den Reparationsverhandlungen gesträubt.

Für die Bergarbeiter im Ruhrgebiet wird der Teuerungszuschlag von bisher 25% auf 10% reduziert.

Einer üblen Hetze der Rechtsradikalen ist Kardinal Michael von Faulhaber, Erzbischof von München, ausgesetzt. Faulhaber hatte öffentlich zugunsten der Juden Stellung genommen, weil er im Zusammenhang mit dem Hitlerputsch auf die Gefahr eines Pogroms aufmerksam gemacht worden war.

13.12.1923, Donnerstag

Der Reichsrat befürwortet gegen die bayerischen Stimmen den größtmöglichen Beamtenabbau in den Ländern und Gemeinden, um die öffentlichen Budgets zu entlasten.

Von der schweizerischen Bundesversammlung wird Ernest Louis Chuard zum Bundespräsidenten für das Jahr 1924 gewählt.

Mary Wigman führt mit ihrer Truppe in Berlin eine neue Vision ihres “Tanzdramas” auf.

14.12.1923, Freitag

Nachdem die Deutsche Demokratische Partei ihr das Vertrauen entzogen hat, ist in Sachsen mit dem baldigen Rücktritt der SPD-Minderheitsregierung unter Karl Fellisch zu rechnen.

In der “Illustrierten Radiozeitung” wird die Notwendigkeit eines Radiogesetzes diskutiert.

Unstimmigkeiten innerhalb der regierenden Bauernpartei bezüglich der Agrarreform führen zum Rücktritt der polnischen Regierung unter Wincenty Witos.

Zur “Erziehung” der Autofahrer werden in den USA an unfallträchtigen Kreuzungen Tafeln mit der täglichen Unfallstatistik aufgestellt.

15.12.1923, Samstag

Den Vorschlag des deutschen Geschäftsträgers in Paris, Leopold von Hoesch, die deutsche und französische Regierung sollten in einen direkten Meinungsaustausch über die Zustände in den besetzten Gebieten an Rhein und Ruhr eintreten, beantwortet der französische Ministerpräsident Raymond Poincaré am folgenden Tag zustimmend.

Die satirische Komödie “Dr. Knock oder Der Triumph der Medizin” von Jules Romain wird in der Comédie de Champs-Elysées uraufgeführt.

Josef W. Stalin, Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Russlands (später KPdSU) eröffnet in der “Prawda” die Kampagne gegen den sog. Trotzkismus, womit er auf Leo D. Trotzkis Kritik an der sich verselbständigenden Bürokratie und der Unterdrückung der parteiinternen Demokratie reagiert.

16.12.1923, Sonntag

Reichsverkehrsminister Rudolf Oeser schließt in Mainz mit den Besatzungsmächten im Ruhr- und Rheingebiet ein Abkommen, das zur Normalisierung des Eisenbahnverkehrs führt.

In Berlin werden 300 Personen, die zu einem Kommunisten-Kongress aus dem ganzen Deutschen Reich in die Hauptstadt gekommen waren, von der Polizei festgenommen. Der Kongress war verboten worden.

17.12.1923, Montag

Den deutschen Reichsbeamten und -angestellten wird wegen der finanziellen Notlage vorerst nur die Hälfte ihrer Bezüge für die zweite Monatshälfte ausgezahlt. Am 21. Dezember sollen sie den Rest erhalten.

Aufgrund der Wahlergebnisse vom Vortag fordert die griechische Regierung unter Ministerpräsident Stilianos Gonatas König Georg II. auf, das Land zu einer “Urlaubsreise” zu verlassen. Die einzuberufene Nationalversammlung soll entscheiden, ob Griechenland Monarchie bleibt oder Republik wird. Am 19. Dezember reist der König ins rumänische Exil.

18.12.1923, Dienstag

Mit der Unterzeichnung eines Abkommens werden die seit dem 27. Oktober in Paris zwischen Frankreich, Großbritannien und Spanien geführten Verhandlungen über Tanger beendet. Seit 1912 unterstehen die Stadt und ihr Umland der Souveränität der drei Länder.

Unter Vorsitz von Reichsernährungsminister Gerhard Graf Kanitz tagen die Ernährungsminister der Länder in Berlin, um gegen die Notlage zu treffende Maßnahmen zu beraten.

19.12.1923, Mittwoch

Das von der bayerischen Regierung eingebrachte Ermächtigungsgesetz erhält nicht die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit des Landtags, weil der an der Regierungskoalition beteiligte Bayerische Bauernbund die Vorlage ablehnt.

Mit der Zweiten Steuernotverordnung des Reichspräsidenten Friedrich Ebert werden die großen Reichs- und Landessteuern (Einkommens- und Körperschaftssteuer, Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Umsatzsteuer usw.) den veränderten Währungs- und Wirtschaftsverhältnissen angepaßt.

In zwei Stufen werden die Kohlenpreise um durchschnittlich 10 bis 15% gesenkt.

Wladimir Kosma Zwarykin, US-amerikanischer Physiker russischer Herkunft, meldet in den Vereinigten Staaten die erste vollelektronische Bildröhre (“Kineskop”) zum Patent an.

Wegen der heftigen Stürme in der vergangenen Nacht ist der Fernsprechverkehr an verschiedenen Orten des Deutschen Reiches beeinträchtigt.

20.12.1923, Donnerstag

Die Rheinhausener Kruppwerke entlassen die Arbeiter, die sich weigern, in der Zehn-Stunden-Schicht zu arbeiten. Daraufhin müssen die Betriebe schließen.

21.12.1923, Freitag

In Dresden wird die “Tanzsuite nach Couperin” von Richard Strauss uraufgeführt (Dirigent Fritz Busch).

Reichsarbeitsminister Heinrich Brauns erlässt die Verordnung über die Arbeitszeit. Zwar wird der 1918/19 eingeführte Achtstundentag noch als gesetzliche Regelarbeitszeit anerkannt, aber durch Ausnahmebestimmungen selbst zur Ausnahme gemacht.

Reichsaußenminister Gustav Stresemann erörtert mit dem französischen Botschafter in Berlin, François Marie Pierre de Margerie, die Zustände in der Pfalz, wo seit dem 12. November ein von der französischen Besatzungsmacht unterstütztes Separatistenregime (Pfälzische Republik) existiert. Stresemann überbringt dem Botschafter die deutschen Proteste.

Mehrere Bundesstaaten Mexikos (San Luis, Potosi, Chihuahua, Michoacan und Tamaulipas) erklären ihre Autonomie und bestreiten die Autorität der Bundesregierung. Präsident Alvaro Obregón bekämpft den Aufstand erfolgreich mit Bundestruppen.

22.12.1923, Samstag

Reichswährungskommissar Hjalmar Schacht wird zum Nachfolger des am 20. November verstorbenen Reichsbankpräsidenten Rudolf Havenstein ernannt. Schacht bleibt weiterhin Währungskommissar.

Der Theaterregisseur Erich Engel hat sein Wirkungsfeld von München nach Berlin verlegt, wo er im Deutschen Theater mit Christian Dietrich Grabbes Stück “Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung” debütiert.

23.12.1923, Sonntag

Mit 329 gegen 211 Stimmen billigt die französische Kammer eine Teuerungszulage für Beamte, nachdem Ministerpräsident Raymond Poincaré die Abstimmung mit der Vertrauensfrage verbunden hat.

24.12.1923, Montag

Leopold von Hoesch, deutscher Geschäftsträger in Paris, überreicht dem französischen Ministerpräsidenten Raymond Poincaré eine Note der Reichsregierung über Wirtschafts- und Verwaltungsfragen in den besetzten Gebieten.

Im Neuen Schauspielhaus Königsberg wird das Stück “Utopia” von Hanna Rademacher uraufgeführt.

25.12.1923, Dienstag

Reichskanzler Wilhelm Marx richtet in der Radiostunde (erster offizieller Sender in Berlin) einen Weihnachtsgruß an das deutsche Volk.

In dem Berliner Kino Alhambra wird der Film “Das Geheimnis von Brinkenhof” mit Henny Porten und Paul Henckels uraufgeführt.

26.12.1923, Mittwoch

Nachdem es am Vortag heftig schneite, herrscht in Berlin nun klares, aber kaltes Wetter (-15 Sogar der Wannsee ist zugefroren, was viele Schlittschuhläufer zu nutzen wissen. Allgemein freut man sich über die seit Jahren erste weiße Weihnacht.

Wie am 30. November beschlossen, beruft die Reparationskommission zwei internationale Sachverständigenausschüsse zur Untersuchung der deutschen Finanzverhältnisse. Vorsitzender des Komitees I ist der US-Amerikaner Charles Gates Dawes, während das Komitee II von dem Briten Reginald McKenna geleitet wird. In beiden Ausschüssen sitzen US-amerikanische, britische, französische, italienische und belgische Finanzexperten.

27.12.1923, Donnerstag

Auf den japanischen Prinzregenten Hirohito verübt ein Kommunist ein erfolgloses Attentat.

Ein für den 28. Dezember geplanter kommunistischer Aufstand in Spanien wird durch die Verhaftung der Anführer in Madrid und einigen Provinzen vereitelt.

28.12.1923, Freitag

Gestützt auf das Ermächtigungsgesetz vom 8. Dezember, erlässt die Reichsregierung die Verordnung über Goldbilanzen, die den Unternehmen die Aufstellung von Goldmarkbilanzen (ab 1. 1. 1924) vorschreibt.

Im Garrick Theatre (New York) wird “Die heilige Johanna” von George Bernard Shaw uraufgeführt.

29.12.1923, Samstag

Die Bayerische Volkspartei beschließt, ein Volksbegehren zur Einführung des Amtes eines Staatspräsidenten in Bayern einzuleiten.

30.12.1923, Sonntag

In Aachen werden mehrere Deutsche vom belgischen Kriegsgericht wegen Sabotage zu lebenslänglichem Zuchthaus bzw. hohen Freiheitsstrafen verurteilt.

31.12.1923, Montag

Als Protest gegen die hohen US-Einfuhrzölle schließt Kanada die Häfen für Fischerboote aus den USA.

Der britische Biologe Sir Julian Sorell Huxley unterstreicht in “The Daily Herald” die Bedeutung des von der Firma Bayer entwickelten neuen Mittels gegen die tropische Schlafkrankheit (Bayer 205).

Während des Inflationsjahrs sind im Deutschen Reich 100 neue Briefmarken herausgegeben worden.