Was geschah im Dezember 1936

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1.12.1936, Dienstag

US-Präsident Franklin Delano Roosevelt eröffnet die von 21 Staaten beschickte panamerikanische Konferenz in Buenos Aires, bei der über die wirksamsten Friedenssicherungsmaßnahmen zwischen den amerikanischen Staaten beraten wird.

Das Gesetz gegen Wirtschaftssabotage bedroht Deutsche, die sich Devisenvergehen schuldig machen, mit der Todesstrafe.

Dem Reichspropagandaministerium wird die Leitung des Winterhilfswerkes übertragen.

Der Blumen- und Aktmaler Adolf Ziegler wird zum Präsidenten der Reichskammer der Bildenden Künste ernannt.

In Berlin wird der Liebesfilm “Die Julika” von Geza von Bolvary uraufgeführt. Die Hauptrollen spielen Paula Wessely, Attila Hörbiger, Gina Falckenberg und Fred Hennings.

Mit dem “Gesetz über die Hitler-Jugend” ist der Prozess der völligen Erfassung der Jugend durch Staat und Partei abgeschlossen. Als einzige anerkannte Jugendorganisation gilt fortan die Hitlerjugend.

2.12.1936, Mittwoch

Die deutsche Presse weist auf die schlechten Berufsaussichten für Akademiker hin. Für 4664 angehende Mediziner z. B. stehen nur 1400 Bedarfsstellen zur Verfügung. Noch schlechter seien die Aussichten für Juristen.

Dem Schriftsteller Thomas Mann wird die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt.

US-Präsident Franklin Delano Roosevelt verbietet im Hinblick auf die gespannte Weltlage Mitgliedern des amerikanischen diplomatischen Korps die Eheschließung mit Ausländern.

3.12.1936, Donnerstag

Die II. Sozialistische Internationale und der Internationale Gewerkschaftsbund fordern zur Unterstützung der spanischen Republik auf.

4.12.1936, Freitag

Die sowjetische Regierung erhöht als Folge der Abwertung des französischen Franc den Tauschwert eines Rubels von bisher 3 auf 4,25 Franc.

Um eine gerechte Verteilung der Speisefette an die Verbraucher zu gewährleisten, werden bei den Händlern Kundenlisten aufgestellt.

Das Reichserziehungsministerium verkündet die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre ab Ostern 1937.

5.12.1936, Samstag

Im ganzen Deutschen Reich sammeln bekannte Persönlichkeiten am “Tag der nationalen Solidarität” für das Winterhilfswerk.

Der seit dem 25. November in Moskau tagende Rätekongress der UdSSR verabschiedet eine neue sowjetische Verfassung.

In letzter Instanz gewinnen deutsche Schallplattenfirmen einen Prozess gegen die Reichsrundfunkgesellschaft.

Das Staatliche Schauspielhaus am Gendarmenmarkt in Berlin feiert sein 150-Jähriges Jubiläum.

6.12.1936, Sonntag

Die nationalsozialistischen Gauleiter im Deutschen Reich werden angewiesen, zur Verbesserung der deutschen Rohstoffgrundlage Altmaterialiensammlungen zu organisieren.

In Hamburg wird die Oper “Schwarzer Peter” von Norbert Schultze uraufgeführt.

7.12.1936, Montag

Durch einen Rund-Erlass des Reichsinnenministeriums wird den in rassischer Mischehe lebenden Deutschen das Hissen der Reichs- und Nationalflaggen untersagt.

Die mexikanische Regierung erklärt sich bereit, dem ausgewiesenen sowjetischen Politiker Leo Trotzki, der sich gegenwärtig in Norwegen aufhält, politisches Asyl zu gewähren.

Das erst vor wenigen Tagen fertiggestellte größte Landflugzeug der Welt, die Boeing-Bomber-Maschine, stürzt in Seattle/USA ab und wird schwer beschädigt.

8.12.1936, Dienstag

Dem jüdischen pazifistischen Schriftsteller Carl von Ossietzky wird ein Ausreiseverbot erteilt, so dass er den ihm verliehenen Friedensnobelpreis nicht persönlich am 10. Dezember in Oslo in Empfang nehmen kann.

In Berlin endet eine von der Polizei angeordnete Rattenbekämpfungsaktion (Beginn 21. 11.).

In München wird die unter der Regie von Veit Harlan gedrehte Filmkomödie “Alles für Veronika” uraufgeführt. Thekla Ahrens, Willy Eichberger, Hans Moser, Theo Lingen, Grethe Weiser und Gretl Theiner spielen die Hauptrollen.

Das deutsche Winterhilfswerk betreut künftig keine Juden mehr.

In Anwesenheit des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler läuft in Kiel das Schlachtschiff “Gneisenau” vom Stapel. Die Tonnage – angegeben mit 26 000 Bruttoregistertonnen – wird insgeheim auf 31 800 BRT vergrößert.

Ein neuer Bundesbeschluss des Schweizer Bundesrats soll die “Sicherheit und Ordnung des Staates vor Angriffen kommunistischer und anderer antidemokratischer Organisationen gewährleisten”.

9.12.1936, Mittwoch

In der Sitzung des Nichteinmischungsausschusses in London beschuldigt Botschafter Joachim von Ribbentrop die Sowjetunion, der spanischen Volksfront-Regierung 35 000 Mann und umfangreiche Geldmittel zur Verfügung gestellt zu haben, dazu kämen noch 25 000 Franzosen. Die Sowjetunion wirft der deutschen Regierung vor, zur Unterstützung der nationalspanischen Gegenregierung 6000 Mann entsandt zu haben.

Vor dem höchsten Strafgericht des Kantons Graubünden in Chur beginnt der Prozess gegen David Frankfurter, der am 4. Februar in Davos den Landesgruppenleiter Schweiz der NSDAP, Wilhelm Gustloff, ermordet hat.

Der deutsche Geschäftsträger bei der von General Francisco Franco geführten spanischen Gegenregierung, Wilhelm Faupel, tritt in einem Telegramm an die Reichsregierung für die sofortige Entsendung starker deutscher Truppenverbände nach Spanien ein.

Reichsjugendführer Baldur von Schirach wendet sich in einer groß angekündigten Rundfunkansprache an alle Eltern, um sich gegen Vorwürfe “mancher verirrten Geistlichen” zu wehren, ein Feind der religiösen Erziehung zu sein. Er habe niemals einen Gottlosen in der Hitlerjugend geduldet.

Im großen Saal des Stockholmer Konzerthauses werden die Nobelpreise übergeben.

11.12.1936, Freitag

Das britische Parlament verabschiedet ein Abdankungsgesetz, das den Rücktritt des bisherigen Königs, Eduard VIII., regelt.

Der deutschen Hausfrau werden neue Richtlinien für die Beköstigung der Familie vorgeschlagen, “um die Ernährung des Volkes aus seinem eigenen Boden sicherzustellen”.

12.12.1936, Samstag

Im Londoner St.-James-Palast wird Herzog Albert von York vom Thronrat zum König Georg VI. von Großbritannien ausgerufen.

Die Regierung des Freistaates Irland unter Ministerpräsident Eamon de Valera nimmt die Abdankung König Eduards VIII. zum Anlass, eine Verfassungsänderung einzuleiten, die darauf hinausläuft, dem irischen Freistaat eine republikanische Regierungsform zu geben.

Chinas Regierungschef Marschall Chiang Kai-shek wird in der Hauptstadt der Provinz Schensi, Xian, gefangengenommen.

Die Lufthansa beendet den 200. planmäßigen Postflug über den Südatlantik. Bisher wurden von ihr rund zehn Millionen Luftpostbriefe befördert.

13.12.1936, Sonntag

Aus Anlass des 100. Geburtstages des deutschen Malers Franz von Lenbach findet im Münchener Künstlerhaus ein Festakt statt.

Die Athletikkommission des Staates New York setzt den 3. Juni 1937 als Termin für den Weltmeisterschaftskampf im Schwergewicht der Profiboxer zwischen dem Titelverteidiger James J. Braddock aus den USA und dem deutschen Herausforderer Max Schmeling fest.

14.12.1936, Montag

Heinrich Mann hält in Paris einen Vortrag “Freiheit für Ossietzky”.

Der Publizist Carl von Ossietzky wird aus dem KZ Papenburg-Esterwegen ins Krankenhaus Nordend in Berlin eingeliefert, wo er am 4. Mai 1938 stirbt.

Der Mörder des NSDAP-Politikers Wilhelm Gustloff, David Frankfurter, wird in Chur u.a. zu 18 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Der Schweizer Bundesrat beschließt neben dem üblichen Halbweiß- oder Weißbrot ab 1. Januar 1937 ein dunkleres Vollbrot einzuführen.

15.12.1936, Dienstag

13 Staaten, die an die USA noch Kriegsschulden (aus dem Weltkrieg) zu zahlen haben, werden von der US-Regierung an die am 15. Dezember fällige Rate erinnert. Außer Finnland erklären sich alle Staaten angesichts der gespannten wirtschaftlichen Situation außerstande, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die Reichsregierung erlässt ein Amnestiegesetz für Devisenvergehen, das all jenen Straffreiheit zusichert, die ihre bisher nicht deklarierten Vermögenswerte im In- und Ausland bis zum 31. Januar 1937 der Reichsbank übertragen.

Anlässlich eines Empfangs der “Anglo German Fellowship” in London spricht der deutsche Botschafter Joachim von Ribbentrop über die deutsch-britischen Beziehungen. Der Krieg zwischen den Ländern sei ein “tragischer Fehler” gewesen und dürfe sich nicht wiederholen.

16.12.1936, Mittwoch

Auf Vermittlung des Internationalen Roten Kreuzes stimmen die beiden spanischen Bürgerkriegsparteien einem Gefangenenaustausch zu. Danach sollen alle Gefangenen unter 18 und über 60 Jahre ausgetauscht werden, insgesamt etwa 4000 Mann.

Der preußische Ministerpräsident Hermann Göring ordnet an, den Schriftsteller Carl von Ossietzky niemals ausreisen zu lassen und “ständig unter geschickter Bewachung” zu halten.

Dem französischen Schriftsteller Maxence van der Meersch wird in Paris für die Erzählung “Sein Vermächtnis” der Prix Goncourt, der bedeutendste französische Literaturpreis verliehen.

17.12.1936, Donnerstag

Der Beauftragte für die Rohstoff- und Devisenfragen, Hermann Göring, verlangt von der Großindustrie die verstärkte Bereitstellung von Rohstoffen und Devisen und verspricht ihr reichliche Entschädigung im “siegreichen Krieg”.

Bundesrat Giuseppe Motta (Katholisch-Konservative Partei) wird von der Schweizer Bundesversammlung zum neuen Bundespräsidenten gewählt.

Im Deutschen Reich werden neue Ein-, Zwei-, Fünf- und Zehn-Reichspfennig-Stücke eingeführt. Mit dem Entwurf und der Produktion der neuen Geldstücke ist die Preußische Staatsmünze betraut.

18.12.1936, Freitag

In Paris wird das Schauspiel “Cesar” von Marcel Pagnol uraufgeführt.

Von den Berliner Borsig-Lokomotiv-Werken wird mit der schwersten bisher im Deutschen Reich gebauten Tenderlokomotive eine erste Probefahrt unternommen; sie hat ein Gewicht von 140 t und bringt eine Leistung von 2500 PS.

Der Schweizer Bundesrat beschließt mit Wirkung vom Januar 1938 an, drei Armeekorps aufzustellen.

19.12.1936, Samstag

Die Philosophische Fakultät der Universität zu Bonn erkennt dem Schriftsteller Thomas Mann wegen seiner Ausbürgerung die Ehrendoktorwürde ab.

Im Zürcher Schauspielhaus hat das Schauspiel “Arthur Aronymus und seine Väter” von Else Lasker-Schüler in der Regie von Leopold Lindberg Premiere mit Leonard Steckel in der Hauptrolle.

In Paris wird eine Buchmesse deutscher Exil-Schriftsteller eröffnet.

21.12.1936, Montag

Im Exil lebende deutsche Politiker und Schriftsteller rufen zur Bildung einer “Deutschen Volksfront” auf, da nur dadurch die “braune Tyrannei” gebrochen werden könne. Zu den Unterzeichnern des Aufrufes zählen die Politiker Walter Ulbricht, Herbert Wehner, Willy Brandt und Max Braun sowie die Schriftsteller Thomas Mann, Ernst Bloch und Arnold Zweig.

In London und Paris gründet eine bürgerlich-demokratische Emigrantengruppe die “Deutsche Freiheitspartei”, ihre Führer sind Otto Klepper und Carl Spieker.

Das bayerische Unterrichtsministerium verbietet den hebräischen Sprachunterricht in den altsprachlichen Gymnasien.

In Dessau startet die Ju 88 V 1 der Junkers-Flugzeugwerke zu ihrem Jungfernflug.

Das Geburtszimmer des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler im österreichischen Braunau am Inn darf infolge behördlicher Anordnung nur noch von Reichsdeutschen besucht werden.

22.12.1936, Dienstag

Ein Erlass des Reichsinnenministeriums verfügt, dass ein Reisepassmit Geltung für das Ausland an Wehrpflichtige (Männer vom 18. bis zum 45. Lebensjahr) nur mehr mit Zustimmung des zuständigen Wehrbezirkskommandos oder Wehrmeldeamtes ausgestellt werden darf.

In Berlin wird die Filmkomödie “Donner, Blitz und Sonnenschein” von Erich Engels uraufgeführt. In den Hauptrollen sind Karl Valentin und Liesl Karlstadt zu sehen.

23.12.1936, Mittwoch

Die Panamerikanische Friedenskonferenz in Buenos Aires (1.- 23. 12. 1936) geht zu Ende.

Papst Pius XI. nimmt in seiner Weihnachtsbotschaft gegen die Greuel des Hasses und der Morde im Spanischen Bürgerkrieg Stellung und wendet sich auch gegen jene, die sich “im Kampf gegen den gottlosen Kommunismus in der Wahl ihrer Mittel und der Einschätzung ihrer Gegner von falschen und verhängnisvollen Grundsätzen leiten lassen”.

In Berlin wird von der Ufa der Abenteuer- und Sensationsfilm “Unter heißem Himmel” uraufgeführt. In dem unter der Regie von Gustav Ucicky gedrehten Film spielen Hans Albers, Lotte Lang, Aribert Wäscher und René Deltgen die Hauptrollen.

24.12.1936, Donnerstag

In ihrem Hirtenbrief erklären es die deutschen katholischen Bischöfe zu ihrer Pflicht, “das Oberhaupt des Deutschen Reiches mit allen Mitteln” im Kampf gegen den Bolschewismus zu unterstützen.

Deutsche Kommunisten und Sozialdemokraten veröffentlichen ein Programm für die Bildung einer “Deutschen Volksfront”.

Die Schweizer Fußballschiedsrichter-Kommission fasst den Beschluss, ab Januar 1937 für Foulspiele den Platzverweis auf Zeit probeweise auszusprechen.

25.12.1936, Freitag

Im Hamburger Schauspielhaus hat das Lustspiel “Das Horoskop seiner Lordschaft”, frei nach Oscar Wilde, Premiere.

26.12.1936, Samstag

Der deutsche Reichsschutzbund fordert die Bevölkerung zur Mitarbeit bei der Verbesserung des Schutzes vor feindlichen Fliegerangriffen auf.

Pläne, eine große Goldwaschanlage mit Maschinenbetrieb am Rhein aufzubauen, werden wegen der zu geringen Wirtschaftlichkeit zurückgestellt. Die beste Sorte Rheinsand ergebe nur durchschnittlich einen Goldgehalt von 0,5 g pro t Sand.

27.12.1936, Sonntag

Das musikalische Lustspiel “Der Campiello” von Ermanno Wolf-Ferrari, wird am Staatstheater München in deutscher Fassung uraufgeführt.

Dem Italiener Giusto Cervasutti gelingt als erstem Alpinisten eine Winterbesteigung des Matterhorn, des 4478 m hohen Gipfels der Walliser Alpen (Schweiz), im Alleingang.

Nach zwei Jahren völligen Schweigens hält Mahatma Gandhi eine politische Rede.

28.12.1936, Montag

Propagandaminister Joseph Goebbels beauftragt die NS-Volkswohlfahrt, unverzüglich ein Hilfswerk für deutsche bildende Kunst aufzubauen, das die Aufgabe übernehmen soll, durch Ausstellungen aller Art zusätzliche Verkaufsmöglichkeiten für “gute Kunstwerke” zu schaffen.

Reichserziehungsminister Bernhard Rust ordnet eine Vereinheitlichung der höheren Schulen an, nach der die “Hauptform”, die höhere Schule mit Englisch als erster Fremdsprache, den Vorrang hat vor der “Nebenform”, dem herkömmlichen Gymnasium mit Griechisch und Latein.

29.12.1936, Dienstag

Die Schriftstellerin und Kabarettistin Erika Mann eröffnet gemeinsam mit ihrem Bruder, dem Schriftsteller Klaus Mann, in einem New Yorker Hochhaus das politisch-satirische Kabarett “Peppermill” (in München als “Die Pfeffermühle” gegründet). Dort treten u.a. Therese Giehse, Magnus Henning, Sybille Schloss und Lotte Goslar auf.

Im Reich wird des zehnten Todestages des Dichters Rainer Maria Rilke gedacht.

Zum 100. Todestag des deutschen Afrikaforschers Georg Schweinfurth wird in Frankfurt am Main eine Georg-Schweinfurth-Gesellschaft gegründet, die ihre Aufgabe in der Unterstützung praktischer kolonialer Forschungsarbeit erblickt.

30.12.1936, Mittwoch

Der italienische Außenminister Caleazzo Graf Ciano berät in Rom mit dem deutschen Botschafter Ulrich von Hassel über die britisch-französischen Vorschläge zur Nichteinmischung in den Spanischen Bürgerkrieg.

Die deutsche Geheime Staatspolizei (Gestapo) löst den Ring, den Bund jüdischer Jugend, auf.

31.12.1936, Donnerstag

Die deutsche Reichsregierung protestiert in Den Haag gegen antideutsche Aktionen in niederländischen Städten. Von Deutschen gehisste Hakenkreuzfahnen zur bevorstehenden Hochzeit von Kronprinzessin Juliana mit Prinz Bernhard von Lippe-Biesterfeld waren der Anlass zu den Zwischenfällen.

1936 wurden im Deutschen Reich 1374 Sozialdemokraten und 11 687 Kommunisten verhaftet.

Im Haus des Zürcher Verlegers Emil Oprecht wird der Antwortbrief von Thomas Mann an die Bonner Universität wegen der Aberkennung der Ehrendoktorwürde erstmals verlesen. Unter dem Titel “Ein Briefwechsel” wird er im Januar 1937 in der “Neuen Zürcher Zeitung” und als Broschüre bei Oprecht veröffentlicht.