Was geschah im Dezember 1939

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1.12.1939, Freitag

Im Reichsgau Posen beginnt die Umsiedlung der rund 150 000 Polen in das Generalgouvernement.

Die Berliner Automobilverkehrs- und Übungsstraße (AVUS) geht an das Unternehmen Reichsautobahn über.

In Finnland bildet Risto Heikki Ryti ein Kabinett. Es vereint erstmals Sozialdemokraten und die konservative Nationale Sammlungspartei.

In Stockholm wird ein Freiwilligen-Rekrutierungsbüro für Finnland eröffnet.

Um den Seehandel neutraler Staaten mit dem Deutschen Reich zu unterbinden und Kontrollen auf See zu erleichtern, führt Großbritannien sog. Navicerts ein. Diese Passierscheine werden von britischen Agenten nach Kontrolle der Ladung auf Bannware im jeweiligen Ausgangshafen ausgestellt.

2.12.1939, Samstag

Die Sowjetregierung und die von ihr unter Otto Wilhelm Kuusinen eingesetzte finnische Gegenregierung unterzeichnen einen Freundschafts- und Bündnisvertrag.

In der Zeitschrift “Musik-Woche” polemisiert Rudolf Bauer gegen atonale Musik, die der deutsche Mensch weder innerlich begreifen noch ihr äußerlich folgen könne und die deshalb der “gefühlsmäßigen Ablehnung” anheimfalle.

3.12.1939, Sonntag

Britische Bomber greifen erfolglos deutsche Kriegsschiffe bei Helgoland an.

Der Deutschlandsender informiert wie am 30. November über das richtige Verhalten der Zivilbevölkerung gegenüber Kriegsgefangenen. Vor allem aus dem östlichen Grenzgebiet kommen Meldungen über Verbrüderungsszenen zwischen Deutschen und Polen.

In den katholischen Gemeinden Schlesiens, in denen die Bekenntnisschule zugunsten der Gemeinschaftsschule aufgehoben wurde, wird ein Protestschreiben des Erzbischofs von Breslau verlesen.

In der Schweiz wird bei einer Volksabstimmung mit 481 035 gegen 290 238 Stimmen die Vorlage über die Änderung des Dienstverhältnisses und der Versicherung des Bundespersonals verworfen.

Der am 17. September wegen Linksabweichung aus der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz ausgeschlossene Léon Nicole (Genf) gründet in Renens die Fédération Socialiste Suisse, der sich ein großer Teil der Sozialdemokraten aus den französischsprachigen Kantonen Genf und Waadt anschließt.

In Chemnitz (Karl-Marx-Stadt) besiegt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die Auswahl der Slowakei 3:1 (0:1).

4.12.1939, Montag

Das britische Schlachtschiff “Nelson” wird bei Loch Ewe durch eine deutsche Magnetmine schwer beschädigt.

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ernennt die Mitglieder des Besonderen Strafsenats beim Reichsgericht.

Auf Verfügung von Heinrich Himmler, Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, wird die bisherige Hilfspolizei in Anerkennung ihrer Verdienste im Polenfeldzug in “Polizeireserve” umbenannt.

Frankreich und Großbritannien unterzeichnen in Paris ein Wirtschafts- und Währungsabkommen.

5.12.1939, Dienstag

Die UdSSR lehnt die Einladung des Völkerbundes ab, zu einer Debatte über den sowjetisch-finnischen Krieg nach Genf zu kommen.

Zwischen dem Deutschen Reich und Tschungking wird eine Flugverbindung eingerichtet. Die Maschinen der deutsch-chinesischen Luftfahrtgesellschaft Eurasia haben Anschluss an die sowjetisch-chinesische Luftfahrtgesellschaft.

Im rumänischen Erdölgebiet kommt es zum fünften Großbrand innerhalb weniger Tage. Die deutsche Presse macht britische Geheimagenten verantwortlich.

6.12.1939, Mittwoch

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler gratuliert dem preußischen Generalfeldmarschall August von Mackensen auf dessen Alterssitz Erbhof Brüssow bei Prenzlau zum 90. Geburtstag.

Philippe Hériat erhält den Prix Goncourt, den bedeutendsten französischen Literaturpreis, für “Les enfants gâtés”.

7.12.1939, Donnerstag

Die Reichsgruppe Industrie wird im Deutschen Reich mit der Leitung des Werkluftschutzes beauftragt.

Bei einem Gefecht mit den deutschen Zerstörern “Hans Lody” und “Erich Giese” vor der britischen Ostküste wird der Zerstörer “Jersey” schwer beschädigt.

8.12.1939, Freitag

Die deutsche Presse veröffentlicht eine offizielle Darstellung über “Deutschland und die finnische Frage”. Sie bezeichnet eine Unterstützung Finnlands als “naiv und sentimental”, weil die nordischen Staaten seit 1918 immer mehr ins Fahrwasser der britischen Politik geraten seien.

Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers, eröffnet in Gleiwitz den 41 km langen Adolf-Hitler-Kanal.

Mit der Ankunft einer von der Volksdeutschen Mittelstelle zusammengestellten Umsiedlungskommission in Przemysl beginnt die Übersiedlung von rund 120 000 Volksdeutschen aus Wolynien und Galizien ins Deutsche Reich. Die Umsiedlungsaktion soll bis zum 1. März 1940 abgeschlossen sein.

Trotz der Anordnung, dass am katholischen Feiertag Maria Empfängnis in kriegswichtigen Betrieben gearbeitet werden soll, kommt es in vielen katholischen Gebieten des Deutschen Reiches zu Arbeitsniederlegungen.

Vor dem Großen Rat des Faschismus in Rom bekräftigt Italiens Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini die enge Verbindung zum Deutschen Reich.

9.12.1939, Samstag

In der deutschen Presse erscheinen von deutschen Flugzeugen aufgenommene Luftbilder britischer Hafenstädte.

In Paris konstituieren Vertreter der bisherigen polnischen Opposition einen Nationalrat (Rada Narodowa) unter Vorsitz von Jan Ignacy Paderewski.

Das sowjetische Außenkommissariat informiert die in Moskau akkreditierten Botschafter über die Verhängung einer Blockade über die finnische Küste und die Erklärung der Region zum Kriegsgebiet.

10.12.1939, Sonntag

In Stockholm werden die Nobelpreise vergeben. Geehrt werden die Physiker Ernest Orlando Lawrence (USA), der Schriftsteller Frans Eemil Sillanpää (Finnland), die Chemiker Leopold Ružicka (Tschechoslowakei) und Adolf Butenandt sowie der Mediziner Gerhard Domagk (beide Deutsches Reich).

Im Deutschen Reich sind am ersten von zwei Sonntagen vor Weihnachten die Geschäfte von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Viele Läden bleiben jedoch wegen Warenmangel geschlossen. Aus vielen Städten werden Angstkäufe gemeldet, wobei offenbar aus Furcht vor einer Inflation in großem Umfang hochwertige Einrichtungsgegenstände angeschafft werden.

Reichsjugendführer Baldur von Schirach wendet sich zur Eröffnung der Aktion “Jugend und Buch” in Kattowitz über den deutschen Rundfunk an die Jugend.

Nach einer kriminalpolizeilichen Übersicht für die Zeit vom 1. bis 10. Dezember häufen sich im Deutschen Reich Schaufenstereinbrüche und Raubüberfälle.

11.12.1939, Montag

Die in Berlin und der Mark Brandenburg beheimateten Kaiser-Wilhelm-Institute (mit Ausnahme des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie) werden zu wehrwichtigen Betrieben erklärt.

Das Reichsfinanzministerium kündigt die Herausgabe von 50-Reichspfennigstücken aus Aluminium an.

In einem Gespräch mit Reichspropagandaminister Joseph Goebbels fordert Führer und Reichskanzler Adolf Hitler verstärkt Filme zur “Volksmobilisierung”.

12.12.1939, Dienstag

Das deutsche Auswärtige Amt veröffentlicht unter dem Titel “Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges” ein Weißbuch über die Jahre 1919 bis 1939.

Durch eine Verordnung über den Arbeitsschutz wird der Zwölfstundentag dann gestattet, wenn dabei auch Arbeitsbereitschaft geleistet wird. Bei mehr als zehnstündiger täglicher Arbeitszeit sind Überstundenzuschläge fällig.

Durch Sonderzuteilung wird Frauen im Deutschen Reich auf dem Sonderabschnitt I der Reichskleiderkarte der Bezug von Strümpfen und Männern der Kauf einer Krawatte ermöglicht.

13.12.1939, Mittwoch

Im Gefecht mit den britischen Kreuzern “Exeter”, “Ajax” und “Achilles” wird das deutsche Panzerschiff “Admiral Graf Spee” beschädigt und steuert zu Reparaturarbeiten den Hafen von Montevideo an.

Die deutschen Leichten Kreuzer “Leipzig” und “Nürnberg” werden in der Nordsee vom britischen U-Boot “Salmon” durch Torpedos schwer beschädigt.

Der Schnelldampfer “Bremen” des Norddeutschen Lloyd macht aus New York über Murmansk kommend wieder in Bremerhaven fest.

Die Vereinigte Bundesversammlung in Bern bestätigt die Bundesräte Johannes Baumann (132 Stimmen), Philipp Etter (144), Rudolf Minger (130), Giuseppe Motta (140), Hermann Obrecht (166) Marcel Pilet-Golaz (145) und Ernst Wetter (152). Pilet-Golaz wird zum Bundespräsidenten der Schweiz für das Jahr 1940 gewählt.

14.12.1939, Donnerstag

Nach einem Gespräch in Berlin mit Vidkun Abraham Lauritz Quisling, früherer norwegischer Kriegsminister und Präsident der rechtsgerichteten Nasjonal Samling, ordnet Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Ausarbeitung einer “Studie Nord” über eine mögliche Invasion Norwegens an.

Bei einem Angriff auf Wilhelmshaven verliert die britische Luftwaffe sechs Vikkers-Wellington-Bomber.

Der Völkerbundrat in Genf schließt die UdSSR wegen ihres Angriffs auf Finnland aus dem Völkerbund aus.

15.12.1939, Freitag

Für das Generalgouvernement ergeht eine Verordnung über die Beschlagnahme von Radiogeräten. Vor Kriegsausbruch besaßen in ganz Polen rund 1,2 Millionen Haushalte Rundfunkgeräte.

Das Sondergericht Düsseldorf verurteilt Johann Dorbert aus Leverkusen-Rheindorf wegen Abhörens feindlicher Sender zu einem Jahr Zuchthaus.

In Atlanta hat der Film “Vom Winde verweht” (Gone with the Wind) nach dem gleichnamigen Roman von Margaret Mitchell Premiere.

16.12.1939, Samstag

Generalgouverneur Hans Frank ordnet die Erfassung der polnischen Kunst- und Kulturschätze an.

Die deutsche Presse wird von Propagandaminister Joseph Goebbels angewiesen, den britischen Premierminister Arthur Neville Chamberlain als “rachsüchtigen Greis” zu karikieren.

Winston Churchill, der Erste Lord der Admiralität, regt wie am 19. September im britischen Kriegskabinett eine Landung in Norwegen an.

In Stans (Nidwalden/Schweiz) werden die Pilatus-Flugzeugwerke gegründet.

Zur “Wiedereröffnung des deutschen Kulturlebens” gastieren in Krakau die Wiener Philharmoniker unter Leitung von Hans Knappertsbusch.

17.12.1939, Sonntag

Das Panzerschiff “Admiral Graf Spee” versenkt sich außerhalb der Dreimeilenzone vor der Küste Uruguays.

Die ersten kanadischen Truppen treffen in Großbritannien ein.

Großbritannien, Neuseeland, Australien und Kanada vereinbaren in Ottawa ein gemeinsames Training für Flieger.

18.12.1939, Montag

Bei einer Luftschlacht über der Deutschen Bucht verliert die britische Royal Air Force zwölf von 24 Vickers-Wellington-Bombern.

Heinrich Himmler, Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, regelt die Tätigkeit der Höheren SS- und Polizeiführer. Sie vertreten Himmler in ihrem Aufgabenbereich und leiten gemeinsame Einsätze von Polizei, Schutzstaffel (SS), Waffen-SS und Sicherheitsdienst (SD).

Auf Anweisung des Reichsfinanzministeriums werden Einkünfte aus Überstunden, Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit bei der Bemessung des Kriegszuschlags der Einkommensteuer künftig nicht mehr berücksichtigt.

19.12.1939, Dienstag

Der deutsche Luxus-Schnelldampfer “Columbus” versenkt sich im Nordatlantik, nachdem ihn der britische Zerstörer “Hyperion” gestellt hat.

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler empfängt die neuen Gesandten Saburo Kurusu (Japan) und Rudolf Möllerson (Estland) zu ihren Antrittsbesuchen.

In Paris tritt erneut der oberste Alliierte Kriegsrat zusammen.

In Krakau werden die Richtlinien für den Schulunterricht im Generalgouvernement festgelegt.

20.12.1939, Mittwoch

Die ersten Transporte mit deutschen Umsiedlern aus Ostgalizien und Wolynien treffen an der Reichsgrenze ein.

Nach Angaben der deutschen amtlichen Statistik sind seit dem 1. September 224 alliierte und neutrale Handelsschiffe mit 849 137 Bruttoregistertonnen (BRT) auf See verlorengegangen. Im gleichen Zeitraum sind 18 deutsche Schiffe mit 128 689 BRT versenkt worden.

Auf Beschluss des Generalrats für den Vierjahresplan sollen 1940 1,5 Millionen Polen im Deutschen Reich arbeiten.

Durch Verordnung des Ministerrats für Reichsverteidigung dauert der Arbeitsdienst im Krieg sechs Monate. Alle Arbeiten erfolgen für die Landesverteidigung.

Reichspropagandaminister Joseph Goebbels befiehlt der deutschen Presse, in der Auseinandersetzung mit Großbritannien das “Revolutionäre” des Krieges gegenüber der britischen “Plutokratie” herauszustellen.

Der Schweizer Bundesrat führt durch Vollmachtenbeschluss eine Lohnausfallentschädigung für Arbeitnehmer im Militärdienst ein. Ab 1. Februar 1940 führen Arbeitgeber und Arbeitnehmer von jeder Lohnzahlung jeweils 2% in einen Ausgleichsfond ab, weitere 4% kommen aus Mitteln der öffentlichen Hand.

In München hat der Bavaria-Film “Befreite Hände” von Hans Schweikart mit Brigitte Horney, Olga Tschechowa und Ewald Balser Premiere.

Die deutsche Presse meldet aus Genua die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 1942 durch den Fußball-Weltverband FIFA an das Deutsche Reich.

21.12.1939, Donnerstag

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler gratuliert dem sowjetischen Parteichef Josef W. Stalin zu dessen 60. Geburtstag. Hitler spricht u.a. seine besten Wünsche für eine “glückliche Zukunft der befreundeten Völker der Sowjetunion” aus.

Heinrich Himmler, Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, unterzeichnet in Rom ein Abkommen über die Umsiedlung deutschsprachiger Bewohner der Region Alto Adige (Oberetsch) ins Reichsgebiet.

König Viktor Emanuel III. von Italien stattet Papst Pius XII. im Vatikan einen Besuch ab. Am 28. Dezember erfolgt der Gegenbesuch im Palazzo del Quirinale.

22.12.1939, Freitag

Ein fünftägiger Großangriff sowjetischer Truppen auf die finnische Mannerheim-Linie bei Summa bleibt erfolglos.

Die Kollision zweier D-Züge in Genthin fordert 132 Tote.

23.12.1939, Samstag

Bei der Beantwortung eines Briefes einer werdenden Mutter, deren Verlobter gefallen ist, erläutert Führer-Stellvertreter Rudolf Heß die Einstellung des Staates zu unehelichen Kriegerwitwen.

Angehörige der illegalen Irisch-Republikanischen Armee (IRA) stürmen im Dubliner Phoenix-Park ein Munitionsdepot der irischen Armee und erbeuten 1 804 099 Schuss Munition, von denen der größte Teil wieder aufgefunden wird.

US-Präsident Franklin Delano Roosevelt bittet Papst Pius XII. sowie die evangelischen Kirchen und den Großrabbiner der USA um Hilfe bei der Schaffung des Friedens und ernennt Myron Taylor, früher Präsident von United States Steel, zum persönlichen Vertreter im Vatikan.

Die Panamerikanische Konferenz protestiert gegen die Verletzung der amerikanischen Sicherheitszone durch das britisch-deutsche Seegefecht am 13. Dezember vor dem Rio de la Plata.

24.12.1939, Sonntag

Der deutsche Rundfunk stellt sein Festprogramm unter das Motto “Soldatenweihnacht – Volksweihnacht”. Um 19.30 Uhr richtet Heeresoberbefehlshaber Walter von Brauchitsch einen Aufruf an die Soldaten, um 21 Uhr spricht Führer-Stellvertreter Rudolf Heß.

Vor dem Kardinalskollegium im Vatikan ruft Papst Pius XII. zum Frieden auf.

25.12.1939, Montag

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler beendet mit der Visite eines Feldflugplatzes und des Infanterie-Regiments “List” einen dreitägigen Aufenthalt an der Westfront im Raum Saarbrücken.

26.12.1939, Dienstag

In Tschita (Sibirien) endet eine am 7. Dezember begonnene japanisch-sowjetische Konferenz über Grenzfragen.

27.12.1939, Mittwoch

Das Deutsche Reich und die Slowakei unterzeichnen einen Vertrag über die Anwendbarkeit der reichsdeutschen bzw. slowakischen Staatsbürgerschaft.

An der Front der sowjetischen 8. Armee nördlich des Ladogasees beginnt eine erfolgreiche finnische Gegenoffensive.

Indische Einheiten verstärken das britische Expeditionskorps in Frankreich.

Die Deutsche Lufthansa AG und die sowjetische Aeroflot vereinbaren die Aufnahme des regelmäßigen Flugverkehrs Berlin- Moskau zum 21. Januar 1940.

Ein schweres Erdbeben in Anatolien fordert über 20 000 Tote.

28.12.1939, Donnerstag

Bei Suomussalmi wird die sowjetische 163. Schützendivision nach 17-tägigen Kämpfen aufgerieben.

Das britische Schlachtschiff “Barham” wird durch Torpedos von U 30 (Kapitänleutnant Fritz Lemp) schwer beschädigt.

Wegen Gefährdung der Schweiz verbietet die Abteilung Presse und Funkspruch der Schweizer Armee die kommunistische Zeitung “Freiheit” und die rechtsextreme “Neue Basler Zeitung”.

In Großbritannien wird die Lebensmittelrationierung eingeführt.

29.12.1939, Freitag

Eine Dokumentation des Auswärtigen Amtes über “Die polnischen Greueltaten an den Volksdeutschen in Polen” beziffert die Zahl der in Polen im September ermordeten Volksdeutschen mit 5437.

Heeres-Oberbefehlshaber Walter von Brauchitsch gibt die Stiftung des Infanterie-Sturmabzeichens und des Panzerkampfwagen-Abzeichens bekannt.

Der Schweizer Bundesrat veröffentlicht eine Botschaft über die Einführung eines obligatorischen militärischen Vorunterrichts für 16- bis 19-Jährige.