Was geschah im Dezember 1941

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1.12.1941, Montag

In der französischen Stadt Saint-Florentin findet ein Treffen zwischen Marschall Philippe Pétain, Staatschef des unbesetzten Teils Frankreichs, und dem deutschen Reichsmarschall Hermann Göring statt, die über die zukünftige Zusammenarbeit ihrer Länder beraten.

Der finnische Reichstag in Helsinki beschließt die Wiedervereinigung der Gebiete mit Finnland, die von der UdSSR seit Kriegsausbruch zurückerobert wurden. Gleichzeitig beschließt er die Annullierung der entsprechenden Bestimmungen des Moskauer Friedens vom März 1940 nach dem sowjetischen Angriff auf Finnland.

In der Schweiz wird eine Volkszählung durchgeführt; danach hat das Land 4 265 703 Einwohner, was einem Bevölkerungszuwachs von 4% gegenüber 1930 entspricht.

In Chicago erscheint die erste Ausgabe der neuen Tageszeitung “The Chicago Sun”; das britenfreundliche Blatt tritt in Konkurrenz zur Traditionszeitung “Chicago Tribune”, die ein Organ isolationistischer Kreise ist.

Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen regelmäßigen Meldungen aus dem Deutschen Reich über Unzufriedenheit in der Bevölkerung wegen der hohen Eintrittspreise für Kulturveranstaltungen der NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude (KdF).

Die Gebühr von 5 Reichspfennig auf Briefe von Postscheckteilnehmern an das Postscheckamt entfällt in Zukunft, falls die eigens dafür vorgesehenen gelben Briefumschläge verwendet werden.

Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Mitte in der Sowjetunion, Generalfeldmarschall Fedor von Bock, meldet dem Oberkommando des Heeres, dass seine Truppen an der Ostfront nahezu erschöpft sind.

2.12.1941, Dienstag

In der Weisung Nr. 38 ordnet Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Verlegung “der im Osten freigewordenen Verbände der deutschen Luftwaffe” nach Süditalien und Nordafrika an.

Verbände der deutschen Wehrmacht dringen in die Vororte der sowjetischen Hauptstadt Moskau ein, werden am weiteren Vordringen jedoch von starken Verteidigungskräften gehindert.

Der dänische Gesandte in London, Graf Reventlow, teilt der dänischen Regierung mit, dass er nach deren Beitritt zum Antikominternpakt am 25. November ihren Weisungen nicht mehr Folge leisten kann; die dänischen Interessen in Großbritannien vertritt er ab sofort nach eigenem Dafürhalten.

In Danzig (Gdansk) findet die Premiere des Films “Kadetten” von Regisseur Karl Ritter statt;, die Hauptdarsteller in dem historischen Drama sind Mathias Wieman, Andrews Engelmann, Carsta Löck und Theo Shall.

3.12.1941, Mittwoch

Im Reichserziehungsministerium finden Beratungen zur Einführung einer reichseinheitlichen Wirtschaftsoberschule statt, deren Ausbildung mit einem Wirtschaftsabitur beendet wird.

In der New Yorker Central Needle Trades High School hat das Stück “The Circle of Chalk” (Der Kreidekreis) von Klabund (Alfred Henschke) in der Inszenierung des deutschen Regisseurs Erwin Piscator Premiere.

4.12.1941, Donnerstag

Für die dem Deutschen Reich eingegliederten Ostgebiete tritt ein Sonderstrafrecht für Polen und Juden in Kraft, das u.a. die Möglichkeit einer Standgerichtsbarkeit beinhaltet.

Im ersten Bericht der jugoslawischen Armee, die gegen die deutschen Besatzungstruppen im ehemals jugoslawischen Staatsgebiet kämpft, werden schwere Kämpfe in Bosnien und Montenegro gemeldet.

Finnische Truppen besetzen Hangö in Südfinnland, nachdem die Stadt und der Hafen von der sowjetischen Ostseeflotte geräumt wurden.

Die britische Regierung entlässt Mitglieder der indischen Unabhängigkeitsbewegung vorzeitig aus der Haft, die im Herbst wegen Aktionen des zivilen Ungehorsams gegen die Kolonialbehörden in Indien festgesetzt wurden.

5.12.1941, Freitag

An der “Kalininfront” eröffnet die Rote Armee eine Offensive gegen die deutschen Truppen in der UdSSR, deren Vormarsch nach dem Wintereinbruch ins Stocken geraten ist.

Im nationalsozialistischen Vernichtungslager Chelmno (Culm) bei Bromberg, wo LKW mit Vergasungsanlagen stationiert sind, beginnen die SS-Mannschaften mit Massenmorden an Juden.

Der sowjetische Parteichef Josef W. Stalin und der Ministerpräsident der polnischen Exilregierung in London, Wladyslaw Eugeniusz Sikorski, unterzeichnen in Moskau ein Freundschafts- und Hilfsabkommen, in dem gegenseitige Zusammenarbeit auch nach dem Ende des Krieges vereinbart wird.

Die US-amerikanische aeronautische Handelskammer gibt bekannt, dass 1941 in den Vereinigten Staaten 20 000 Militärflugzeuge produziert wurden, für die beiden folgenden Jahre wird eine Produktionssteigerung auf insgesamt 100 000 Maschinen angestrebt.

6.12.1941, Samstag

Der US-amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt wendet sich in einem Schreiben an den japanischen Kaiser Hirohito; er bittet den Kaiser, seinen persönlichen Einfluss zur Erhaltung des Friedens geltend zu machen.

In der Zeit bis zum 24. Dezember werden Feldpostpäckchen gar nicht mehr und Feldpostbriefe nur noch bis 50 g Gewicht transportiert, da Reichspost und Reichsbahn Transportschwierigkeiten haben.

In München wird im Rahmen eines Festaktes das Institut für die Technik des Staates eröffnet, eine politikwissenschaftliche Forschungseinrichtung der nationalsozialistischen Führung.

Die britische Regierung erklärt auf sowjetisches Drängen Finnland, Ungarn und Rumänien den Krieg.

7.12.1941, Sonntag

Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Wilhelm Keitel, unterzeichnet den “Nacht- und Nebel-Erlaß” für die von deutschen Truppen besetzten Länder; danach sind Verhaftete so abzuführen, dass Angehörige nichts über deren Verbleib erfahren.

Der Befehlshaber des Deutschen Afrika-Korps, Generalleutnant Erwin Rommel, lässt den Kampf um die von britischen Einheiten gehaltene Stadt Tobruk abbrechen, als italienische Unterstützung für seine Truppen ausbleibt.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft besiegt in Breslau die Auswahl der Slowakei 4:0.

Mit dem japanischen Angriff auf den US-amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii eröffnet Japan den Krieg gegen die USA und ihre Verbündeten.

8.12.1941, Montag

Der Führer und Reichskanzler befiehlt in seiner Weisung Nr. 39 den Rückzug der deutschen Truppen an der Front in der Sowjetunion in kräftesparende Stellungen.

Japan erklärt den Vereinigten Staaten Großbritannien, Kanada und Australien den Krieg.

Die USA erklären Japan nach Abstimmungen in beiden Parlamentskammern den Krieg.

Japanische Truppenverbände landen auf Luzon, der Hauptinsel der Philippinen.

Ein thailändisch-japanisches Abkommen gestattet den Truppen Japans den Durchmarsch durch Thailand; japanische Streitkräfte hatten bereits zwei Tage vor Abschluss des Vertrags die Grenze Thailands überschritten.

9.12.1941, Dienstag

Deutsche Luftwaffeneinheiten bombardieren die nordenglische Stadt Newcastle upon Tyne.

Der Großmufti von Jerusalem, Muhammad Amin Al Husaini, der von britischen Invasionstruppen vorübergehend gefangengehalten worden war, wird von Adolf Hitler zu Gesprächen über die Situation im Nahen Osten in Berlin empfangen.

10.12.1941, Mittwoch

Die britische Armee in Nordafrika stellt die Verbindung zu ihren Truppen in der Festung Tobruk her, die von deutschen Wehrmachtsverbänden belagert wurde.

Japanische Truppen erobern die US-amerikanische Insel Guam im Pazifischen Ozean.

Japanische Luftwaffenverbände versenken östlich von Britisch-Malaya (Malaysia) die Schlachtschiffe “Prince of Wales” und “Repulse” der britischen Ostasienflotte.

Die Schweizer Bundesversammlung in Bern wählt mit 152 gegen 17 Stimmen Philipp Etter zum Bundespräsidenten für 1942; Vizepräsident wird Enrico Celio.

11.12.1941, Donnerstag

Vor dem deutschen Reichstag in der Berliner Krolloper verkündet der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die deutsche Kriegserklärung an die USA.

Deutsche, japanische und italienische Regierungsvertreter unterzeichnen ein Abkommen, das den unterzeichnenden Regierungen separate Waffenstillstands- oder Friedensverhandlungen mit Großbritannien und den USA verbietet.

Die US-amerikanischen Streitkräfte auf Wake Island im Pazifik schlagen einen japanischen Landungsversuch erfolgreich zurück.

12.12.1941, Freitag

Aus Anlass der Gründung eines Institutes zur Erforschung des internationalen Pressewesens sagt der Reichspressechef der NSDAP, Otto Dietrich, dass die Pressefreiheit “verheerend” auf die Völker der Welt gewirkt habe.

In einem Schreiben an den Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust, ordnet Adolf Hitler an, das Schauspiel “Wilhelm Tell” von Friedrich von Schiller künftig nicht mehr im Schulunterricht zu behandeln.

Zahlreiche Staaten, darunter Guatemala und Honduras, erklären dem Deutschen Reich und Italien den Krieg; Ungarn, Rumänien und Bulgarien erklären den USA den Krieg.

Im Deutschen Reich dürfen Juden öffentliche Telefone nicht mehr benutzen.

13.12.1941, Samstag

Die US-amerikanische Regierung in Washington gibt bekannt, dass künftig französische Schiffe in Häfen der Vereinigten Staaten ebenso beschlagnahmt werden wie Schiffe der Achsenmächte Italien und Deutsches Reich.

14.12.1941, Sonntag

Die 9. deutsche Armee an der Front in der UdSSR muss die Stadt Kalinin aufgeben und sich vor den vorrückenden Einheiten der Roten Armee nach Westen zurückziehen.

In Nicaragua, das am 12. Dezember dem Deutschen Reich den Krieg erklärt hat, wird die allgemeine Wehrpflicht mit einer Dauer von sechs Monaten eingeführt; die Regierung von Anastasio Somoza García nutzt den Kriegszustand, um ihre Macht im Land auszubauen.

In Zürich besiegt die schweizerische Eishockeynationalmannschaft die deutsche Auswahl 3:1.

15.12.1941, Montag

Die Schweiz übernimmt die Vertretung der deutschen Interessen in den Vereinigten Staaten und vertritt gleichzeitig britische und US-amerikanische Anliegen im Deutschen Reich.

Die Einzelhandelspreise im Deutschen Reich betragen für 1 kg Brot 0,35 Reichsmark (RM), 1 kg Zucker 0,74 RM, 5 kg Kartoffeln 1,49 RM, 1 l Milch 0,26 RM, 1 kg Schweinefleisch 1,60 RM und 50 kg Steinkohle 2,08 RM.

Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der nationalsozialistischen Partei in den Niederlanden (NSB) unter Führung von Anton Adriaan Mussert werden alle anderen politischen Vereinigungen in den Niederlanden aufgelöst.

16.12.1941, Dienstag

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler fordert die deutschen Truppen an der Ostfront zu “fanatischem Widerstand” auf und verbietet jedes Zurückweichen im Raum um Moskau.

In Hamburg wird der Heinz Rühmann-Film “Quax, der Bruchpilot” uraufgeführt; unter der Regie von Kurt Hoffmann spielen neben Rühmann, Karin Himboldt, Lothar Firmans, Harry Liedtke und Hilde Sessak weitere Hauptrollen.

17.12.1941, Mittwoch

Zwischen Riga und Tilsit (Sowetsk) wird erstmals eine Autobuslinie eingerichtet die Postbusse legen die 300 km lange Strecke in sieben Stunden zurück.

Das US-amerikanische Repräsentantenhaus erteilt dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt außerordentliche Vollmachten für die Dauer des Krieges; Roosevelt kann u.a. ohne Rücksprache mit den beiden Parlamentskammern Zensurmaßnahmen verhängen.

18.12.1941, Donnerstag

Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Mitte, Generalfeldmarschall Fedor von Bock, wird abgelöst und durch Generalfeldmarschall Hans Günther von Kluge ersetzt; Hintergrund dieser Umbesetzung ist mangelnder Erfolg der deutschen Wehrmachtseinheiten an der Ostfront.

In München wird der Film “Der Meineidbauer” uraufgeführt; unter der Regie von Leopold Hainisch spielen Eduard Köck und O(tto) W(ilhelm) Fischer die Hauptrollen.

19.12.1941, Freitag

Der Führer und Reichskanzler entlässt aus Unzufriedenheit über die deutsche Heeresleitung Generalfeldmarschall Walter von Brauchitsch, den Oberbefehlshaber des Heeres, und übernimmt selbst den Oberbefehl.

Italienische Torpedoreiter versenken die britischen Schlachtschiffe “Vailant” und “Queen Elizabeth” im Hafen von Alexandria; beide Schiffe werden von der britischen Marine wieder gehoben und in Dienst gestellt.

Vier neue Filme werden im Deutschen Reich uraufgeführt; in Lübeck findet die Premiere von “Menschen im Sturm” von Fritz Peter Buch mit Olga Tschechowa und Siegfried Breuer statt; in Wien wird “Tanz mit dem Kaiser” von Georg Jacoby mit Marika Rökk, Wolf Albach-Retty und Axel von Ambesser erstmals gezeigt; darüber hinaus werden die Filme “Sonntagskinder” in Hamburg und “Sein Sohn” in Kattowitz (Katowice) in den Kinos uraufgeführt.

20.12.1941, Samstag

In Moskau gehen sowjetisch-britische Beratungen zu Ende, in deren Verlauf der sowjetische Parteichef Josef W. Stalin seine Kriegsziele bekanntgibt; u.a. fordert er die Anerkennung der sowjetischen Grenzen vom 22. Juni 1941, eine Aufteilung des Deutschen Reiches und die Wiederherstellung Österreichs.

Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und Reichspropagandaminister Joseph Goebbels rufen die deutsche Bevölkerung zur Spende von warmer Winterkleidung für die Truppen an der Front in der Sowjetunion auf.

Unter starken Angriffen der Roten Armee ziehen sich die 2. deutsche Armee und die 2. Panzergruppe auf die Linie Tim- Mzensk südlich von Bjelew zurück.

21.12.1941, Sonntag

Erich Zeller (Rot-Weiß Berlin) wird bei den III. Kriegsmeisterschaften im Eiskunstlaufen der Männer im Berliner Sportpalast Deutscher Meister für die Saison 1942 vor Erich Rada aus Wien und Ulrich Kuhn aus Berlin.

Die nach Sizilien verlegten deutschen Luftwaffeneinheiten beginnen mit Angriffen auf die Mittelmeerinsel Malta, die eine wichtige Versorgungsbasis für die britischen Streitkräfte in Nordafrika ist.

In Bangkok unterzeichnen japanische und thailändische Regierungsverteter ein Militärbündnis, das die gegenseitige Respektierung und die Unterstützung bei Angriffen dritter Staaten auf einen der unterzeichnenden Vertragspartner vorsieht.

22.12.1941, Montag

Der britische Premierminister Winston Churchill und US-Präsident Franklin Delano Roosevelt schaffen bei der sog. Arcadia-Konferenz in Washington die Grundlagen für den “Pakt der Vereinten Nationen”. Sie bilden außerdem einen gemeinsamen Kriegsrat beider Staaten das Combined Chiefs of Staff Committee (CCSC).

Der Film “Alarmstufe V” von Regisseur Alois Lippl wird in Dresden uraufgeführt; die Hauptrollen spielen Heli Finkenzeller, Ernst von Klipstein, Bruno Hübner und Liesl Karlstadt.

23.12.1941, Dienstag

Das Deutsche Afrika-Korps räumt die nordafrikanische Stadt Bengasi, die am 26. Dezember von britischen Streitkräften besetzt wird.

Japanische Truppen erobern das von US-amerikanischen Streitkräften bislang erfolgreich verteidigte Pazifik-Atoll Wake Island.

24.12.1941, Mittwoch

Die britische Kronkolonie Hongkong kapituliert vor der Übermacht der japanischen Truppen.

Freifranzösische Truppen von General Charles de Gaulle erobern die Inselgruppe Saint-Pierre-et-Miquelon vor der Küste Neufundlands, die zum französischen Kolonialbesitz gehört.

Adolf Hitler ordnet eine bessere Behandlung sowjetischer Kriegsgefangener an, damit eine möglichst große Zahl zum Arbeitseinsatz ins Deutsche Reich gebracht werden kann.

Reichspropagandaminister Joseph Goebbels verspricht in seiner Weihnachtsansprache, das Deutsche Reich werde “größer, schöner und erhabener aus diesem Krieg hervorgehen”.

Der Schriftsteller Thomas Mann wünscht seinen deutschen Landsleuten in einer Radioansprache der British Broadcasting Corporation (BBC), dass sie Scham und Verzweiflung spüren mögen angesichts des Unheils, das sie in ganz Europa anrichten.

25.12.1941, Donnerstag

In Berlin empfängt der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop den früheren irakischen Ministerpräsidenten Raschid Al Gailani zu Beratungen über die Lage im Nahen Osten; die deutsche Reichsregierung unterstützt anti-britische Gruppierungen in dieser Region.

Nach internen Auseinandersetzungen in der deutschen Heeresleitung wird Generaloberst Heinz Guderian durch Generaloberst Rudolf Schmidt ersetzt.

26.12.1941, Freitag

Einheiten der Roten Armee landen auf der Krim; deutsche Wehrmachtseinheiten halten die Halbinsel bis auf die Festung Sewastopol seit dem 16. November besetzt.

Nach dem Aufruf zum Spenden von Winterkleidung für die Ostfront-Soldaten am 20. Dezember ergeht ein erneuter Aufruf der deutschen Regierung zur Abgabe von Skiern; ab dem 30. Dezember wird der Transport von Skiern in Eisenbahnen, Automobilen und Straßenbahnen für Zivilisten verboten.

Die Operation “Archery” der britischen Marine gegen deutsche Anlagen auf den norwegischen Lofotinseln wird mit der Versenkung von insgesamt sieben Schiffen erfolgreich abgeschlossen.

28.12.1941, Sonntag

Adolf Hitler befiehlt dem deutschen Heer in der UdSSR die Verteidigung der deutschen Stellungen bis zum letzten Einsatz.

Einheiten der japanischen Armee landen auf Sumatra.

29.12.1941, Montag

Truppen der Roten Armee erobern die Stadt Kertsch auf der Halbinsel Krim von deutschen Einheiten zurück und durchbrechen im Bereich der Heeresgruppe Mitte die deutschen Linien.

30.12.1941, Dienstag

Der Liebesfilm “Illusion” von Regisseur Viktor von Tourjansky wird in den Berliner Kinos uraufgeführt; Hauptdarsteller in diesem Streifen sind Johannes Heesters und Brigitte Horney.

In der Reichshauptstadt Berlin findet im Staatlichen Schauspielhaus am Gendarmenmarkt die Premiere der Gustaf-Gründgens-Inszenierung von William Shakespeares Komödie “Die Lustigen Weiber von Windsor” statt.

Der 51-Jährige sowjetische Maler und Graphiker El Lissitzky stirbt in Moskau.

31.12.1941, Mittwoch

Die 11. deutsche Armee, die seit dem 17. Dezember erstmals systematisch versucht, die sowjetische Festung Sewastopol zu erobern, muss ihre Operationen wegen der Landung starker Einheiten der Roten Armee auf der Krim aufgeben.

Seit Jahresbeginn sind im Deutschen Reich 11 405 Linksoppositionelle verhaftet worden.