Was geschah im Dezember 1952

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1.12.1952, Montag

Bundesfinanzminister Fritz Schäffer (CSU) legt den Bundeshaushalt 1953/54 vor, der mit 26,5 Mrd. DM ein um 14% größeres Volumen hat als die Ausgaben im laufenden Finanzjahr.

Der finnische Ministerpräsident Urho K. Kekkonen gibt den Rücktritt von zwei Ministern bekannt. Die des Missbrauchs von Staatsgeldern beschuldigten Sozialdemokraten müssen auf Druck ihrer Partei demissionieren.

Das Theaterstück “L’Engrenage” (“Im Räderwerk”) des französischen Schriftstellers Jean-Paul Sartre wird in Zürich uraufgeführt.

2.12.1952, Dienstag

Der neugewählte US-Präsident Dwight D. Eisenhower trifft in Korea ein, um sich ein Bild von der Lage an der Front zu machen und die festgefahrenen Waffenstillstandsverhandlungen zu beleben.

In Wien konstituiert sich die Wahlgemeinschaft “Österreichische Volksopposition”. Sie strebt außenpolitische Unabhängigkeit durch Neutralität und Demokratie im Innern an.

Eine Statistik der gewerblichen Bauberufsgenossenschaften besagt, dass im Bundesgebiet pro Tag elf Arbeitnehmer tödlich verunglücken.

Die Kirchen in der DDR müssen die Kirchensteuer künftig selbst einziehen, da sie nicht mehr durch die Finanzämter automatisch mit der Lohnsteuer einbehalten wird.

3.12.1952, Mittwoch

Elf ehemals führende tschechoslowakische Kommunisten werden in Prag durch den Strang hingerichtet.

Nach Angaben des britischen Außenministeriums leistet die DDR an den Osten schon jetzt den Wehrbeitrag, den die Bundesrepublik Deutschland in der EVG aufbringen soll.

DDR-Volkspolizei beschlagnahmt in Ostberlin alle Fahrzeuge mit westdeutschen Kennzeichen. Die Maßnahme wird mit dem Verdacht begründet, dass Westberliner trotz Verbots in Geschäften der staatlichen Handelsorganisationen einkaufen.

In Stuttgart wird die “Arbeitsgemeinschaft neue Rechtschreibung” gegründet. Diese setzt sich u.a. für die Kleinschreibung ein.

Laut Bericht des “Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft” müssen mehr als 75% der 100 000 bundesdeutschen Studenten mit weniger als 100 DM im Monat auskommen.

4.12.1952, Donnerstag

Bei der Diskussion um ein neues Wahlgesetz kommt es im italienischen Parlament zu einer Saalschlacht, bei der mehrere Abgeordnete verletzt werden.

Auch Bundesbürger können jetzt CARE-Pakete, die bislang nur gegen US-Dollar abgegeben wurden, kaufen und verschicken.

Der britische Premierminister Winston Churchill gibt die durch finanzielle und wirtschaftliche Probleme bedingte Kürzung der Verteidigungsproduktion für 1953 um 17% auf 600 Mio. Pfund (7,2 Mrd. DM) bekannt.

Die Polizei treibt einige hundert Demonstranten auseinander, die vor dem Bonner Bundeshaus gegen die Ratifizierung des Deutschland- und EVG-Vertrags protestieren.

5.12.1952, Freitag

In Tunis wird der Generalsekretär des tunesischen Gewerkschaftsverbandes, Fehret Hached, erschossen. Als französische Behörden nach Demonstrationen gegen die französische Präsenz in Tunesien zehn Gewerkschaftsführer verhaften, ruft der Gewerkschaftsverband zum Generalstreik auf.

Die Vorsitzenden Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften (LPG) in der DDR verabschieden mit Regierungsvertretern und dem SED-Zentralkomitee Musterstatuten für die verschiedenen LPG-Typen.

Die Justizminister der Länder beschließen, Zentralstellen gegen unzüchtiges Schrifttum zu errichten.

6.12.1952, Samstag

Der Deutsche Bundestag ratifiziert in zweiter Lesung den Deutschlandvertrag und den Beitritt der Bundesrepublik zur Europäischen Verteidigungsgemeinschaft.

Die bundesdeutschen Drucker treten für höhere Löhne in den Streik. An den folgenden Tagen können viele Zeitungen nur als Notausgaben erscheinen.

Die “shopping-center” gewinnen in den USA immer mehr an Bedeutung. Dies sind große Geschäftszentren am Stadtrand mit umfassendem Warenangebot und genügend Parkplätzen.

In Großbritannien darf nur eine gekürzte Fassung des Films “Don Camillo und Peppone” gezeigt werden, weil Christus-Darstellungen auf der Leinwand dort verboten sind.

7.12.1952, Sonntag

Bundesweit dürfen Geschäfte an den drei Sonntagen vor Weihnachten von 10.30 bis 17 Uhr öffnen.

Aufgrund der hohen Steuerbelastung melden nach Erkenntnissen des Kraftfahrt-Bundesamts in Flensburg rd. 20% der Kraftfahrer ihr Auto in den Wintermonaten ab.

8.12.1952, Montag

Die Knesset, das israelische Parlament, wählt Isaac Ben Zwi zum Nachfolger des am 9. November verstorbenen Staatspräsidenten Chaim Weizmann.

Die Lübecker Zollfahndung enttarnt einen Schmugglerring, der etwa 400 000 Paar Nylonstrümpfe illegal in den bundesdeutschen Handel gebracht hat.

DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl muss akute Versorgungsmängel eingestehen, die zum Teil sogar Grundnahrungsmittel betreffen. Der Minister für Handel und Versorgung, Karl Hamann, sowie ein Staatssekretär werden deshalb entlassen.

Die Forderung nach Autonomie führt in der marokkanischen Stadt Casablanca zu Unruhen, in deren Verlauf über 50 Menschen ums Leben kommen. Am 11. Dezember verbietet Frankreich, unter dessen Protektorat Marokko steht, zwei linke Parteien und lässt 38 Politiker festnehmen.

9.12.1952, Dienstag

Die North Atlantic Treaty Organization (NATO) legt die Militärstrategie der “massiven Vergeltung” fest.

Bundespräsident Theodor Heuss zieht den beim Bundesverfassungsgericht gestellten Antrag auf ein Rechtsgutachten zurück, die Verfassungsmäßigkeit eines bundesdeutschen Wehrbeitrags zu prüfen. Heuss fürchtet, das Gutachten könne die Entscheidung über den Antrag der Bundesregierung vorwegnehmen. Diese will durch Gerichtsbeschluss feststellen lassen, ob Deutschland- und EVG-Vertrag mit einfacher Mehrheit verabschiedet werden können, was die Opposition verneint.

Österreich meldet rd. 4,5 Mio. Ausländerübernachtungen in der abgelaufenen Saison, 8,3% mehr als im Vorjahr. Erheblichen Anteil haben hieran bundesdeutsche Urlauber, deren Zahl gegenüber 1951 um 87,5% steigt und etwa 25% der Gesamtgästezahl ausmacht.

Weite Teile Großbritanniens liegen seit fünf Tagen unter einer dichten Nebeldecke. An den Folgen der Smogkatastrophe sterben in den folgenden 14 Tagen 4000 Menschen.

10.12.1952, Mittwoch

Nach der Tschechoslowakei erklärt auch Polen den israelischen Gesandten Arieh Kubovi zur persona non grata (unerwünschten Person), da er Spionageverbindungen zu Rudolf Slánský unterhalten habe.

In Stockholm findet die feierliche Übergabe der Nobelpreise statt.

Eine neue Technik für das sichere Überholen von Lastwagen wird in Bonn vorgestellt: Betätigt der Überholende den Blinker, summt ein Empfangsgerät im langsameren Fahrzeug.

11.12.1952, Donnerstag

Der Deutsche Bundestag hebt die Höchstgeschwindigkeiten im Straßenverkehr auf. Statt dessen muss jeder Fahrer sein Tempo an die jeweilige Verkehrslage anpassen.

Spanien wird neues Mitglied der UNESCO, der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur. Polen erklärt seinen Austritt, weil die UNO ein Werkzeug des kalten Kriegs und des amerikanischen Imperialismus sei.

An die Stelle von Nachwahlen tritt im Deutschen Bundestag beim Tod oder Ausscheiden eines Abgeordneten das Nachrückverfahren über Parteilisten.

12.12.1952, Freitag

Der Rat der französischen Republik fordert von der Regierung, gegen wiederauflebende nationalsozialistische Tendenzen in der Bundesrepublik einzuschreiten.

Die Sportverbände der Bundesrepublik und der DDR beschließen die Wiederaufnahme der bilateralen Sportbeziehungen. Diese wurden vom Deutschen Sportbund (DSB) am 21. September unterbrochen, nachdem es zu gezielten Diskriminierungen Westberliner Sportler gekommen war.

13.12.1952, Samstag

Österreichs Bundespräsident Theodor Körner eröffnet im Wiener Museum für Kunst und Industrie die Ausstellung “Soziale Wohnkultur”.

Die DDR erlässt Rentnern und Blinden die Rundfunkgebühren.

14.12.1952, Sonntag

Nach einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” sind im Koreakrieg bislang 2 129 310 Menschen umgekommen, davon etwa 1,75 Mio. Nordkoreaner.

Großbritannien, Australien und Neuseeland geben ein Abkommen über die gemeinsame Verteidigung des Pazifik und Südostasiens bekannt.

15.12.1952, Montag

Das UNO-Kommando für Kriegsgefangene gibt bekannt, dass bei einer Meuterei im UNO-Kriegsgefangenenlager auf der koreanischen Insel Pongam 82 kommunistische Zivilinternierte getötet wurden.

Zur “Sozialisierung des Privatlebens” beschränkt die DDR die Reisefreiheit von Einzelpersonen auf einen Umkreis von 100 km. Weitere Fahrten sind nur mit einer Sondergenehmigung erlaubt.

Das Bundespostministerium gibt in Bonn bekannt, dass bundesweit die Notrufnummern 110 für Polizei und 112 für Feuerwehr eingeführt werden. In Fernsprechzellen sollen diese Nummern ohne Münzeinwurf wählbar sein.

16.12.1952, Dienstag

Die Führer der im November zur Niederschlagung des Volksaufstands gegen britischen Einfluss im Irak errichteten Militärdiktatur stimmen einem Gesetz zu, das direkte Wahlen vorsieht.

Der schwedische Film “Eva” des Regisseurs Gustav Molander hat in Berlin (West) Premiere. Das Drehbuch schrieb Ingmar Bergman.

17.12.1952, Mittwoch

Jugoslawien bricht die diplomatischen Beziehungen mit dem Vatikan ab und begründet dies mit der Ernennung von Erzbischof Alojzije Stepinac zum Kardinal. Stepinac wurde in Jugoslawien wegen angeblicher Kollaboration mit der deutschen Besatzungsmacht im Zweiten Weltkrieg verurteilt.

Durch eine Änderung des Landeswahlgesetzes schafft Bayern Nachwahlen ab. Wie im Deutschen Bundestag tritt das Nachrückverfahren über Parteilisten an deren Stelle.

18.12.1952, Donnerstag

Nach einer heftigen Debatte stimmt der bayerische Landtag einer 20%igen Gehaltserhöhung für Kabinettsmitglieder zu. Das Jahreseinkommen eines Ministers beträgt jetzt 31 800 DM.

Die USA streichen die seit 1917 von allen Ausländern erhobene Einreisesteuer; sie betrug zuletzt 8 US-Dollar (39,20 DM).

19.12.1952, Freitag

Indien fasst die zehn Bezirke des Bundesstaates Madras, in denen Telegu gesprochen wird, zum Bundesstaat Andhra zusammen. In der Vorwoche forderten Telegus in gewalttätigen Unruhen ihre Unabhängigkeit.

Hans Lukaschek (CDU), Bundesminister für Vertriebene, gibt in einer Zwischenbilanz Ergebnisse der bisher durchgeführten Umsiedlungsprogramme bekannt.

Die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (KPC) gleicht ihre Statuten denen der sowjetischen KPdSU an.

Das Bundesfinanzministerium lockert die Devisenbestimmungen für den Reiseverkehr. Dadurch dürfen höhere DM- und Devisenbeträge ein- und ausgeführt werden.

20.12.1952, Samstag

Wochenende der Katastrophen: Beim bislang schwersten Unglück der Luftfahrtgeschichte sterben an der amerikanischen Pazifikküste 86 Soldaten. Fünf Skiläufer und 23 Businsassen kommen bei Lawinenunglücken auf der Zugspitze und am Arlberg ums Leben. Eisenbahnzusammenstöße in der DDR und Braunschweig fordern acht Tote und 160 Verletzte.

Die UNO-Vollversammlung nimmt eine Resolution an, in der die Großmächte aufgefordert werden, Österreichs Souveränität wiederherzustellen.

Das SED-Zentralkomitee billigt den Prager Schauprozess gegen Rudolf Slánský und bezichtigt weitere ehemalige SED-Führer, als Agenten für den Westen tätig zu sein. Der Kaderleiter der KPD und SED, Franz Dahlem, der bislang höchste Parteifunktionen ausübte, verliert wegen der gleichen Anschuldigung an Einfluss.

Der neuntägige Kongress des Weltfriedensrates mit 1875 Delegierten aus 85 Ländern endet in Wien mit dem Appell an die Großmächte, einen Friedenspakt zu schließen.

Der Internationale Verfassungsausschuss legt die Grundzüge für eine politische Behörde vor. Diese soll als Vorläufer einer Regierung der Vereinigten Staaten von Europa Leitgedanken für eine übernationale politische Zusammenarbeit entwickeln.

21.12.1952, Sonntag

Zur Säuberung des Beamtenapparats lässt die ägyptische Regierung die Aufhebung der Immunität von Ministern, Abgeordneten und hohen Beamten unter bestimmten Bedingungen zu. Dadurch sollen Fälle von Korruption Bestechung und Amtsmissbrauch während der Regentschaft König Faruks I. aufgedeckt werden.

Die antijüdische Kampagne in Osteuropa bekommt auch der Dichter Arnold Zweig zu spüren, der sein Amt als Präsident der DDR-Literaturakademie an Johannes R. Becher abtreten muss.

Bürgerlich-kapitalistische” Berufsbezeichnungen wie “Sekretärin” werden in den volkseigenen Betrieben der DDR durch den Begriff “Produktionshilfsarbeiterinnen” ersetzt.

Durch einen 3:2-Sieg über Jugoslawien in Ludwigshafen gelingt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft eine Revanche für die 1:3-Niederlage bei den Olympischen Spielen in Helsinki.

22.12.1952, Montag

Die Kommission zur Erarbeitung der Grundprinzipien einer neuen pakistanischen Verfassung schlägt eine Föderation der Provinzen vor. Karatschi soll die Hauptstadt des Bundesstaates werden. Das Staatsoberhaupt soll weitreichende Kompetenzen erhalten.

Der bislang leistungsstärkste europäische Atommeiler wird in Saclay bei Paris in Betrieb genommen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden leben im Bundesgebiet 446 000 Ausländer. Das sind 100 000 weniger als 1950 und gegenüber 1951 ein Rückgang um 40 000. Mit jeweils etwa 76 000 stellen Polen und Niederländer die größten Volksgruppen.

Die deutsche Sportpresse wählt den Rennfahrer Karl Kling, den Sieger der Carrera Panamericana, zum Sportler des Jahres.

23.12.1952, Dienstag

Die Knesset, das israelische Parlament, spricht der neuen Koalitionsregierung unter David Ben Gurion das Vertrauen aus. Die Arbeiterpartei besetzt neun der vierzehn Ministerposten.

Aufgrund der desolaten Wirtschaftslage Frankreichs tritt Ministerpräsident und Finanzminister Antoine Pinay zurück. Danach scheitern mehrere Versuche der Regierungsneubildung.

Der neue saarländische Landtag bestätigt Johannes Hoffmann (Christliche Volkspartei, CVP) als Ministerpräsident. Er bildet. mit der Sozialistischen Partei Saar (SPS) eine Koalitionsregierung.

24.12.1952, Mittwoch

Nur wenige Bundesbürger kommen in den Genuss “weißer” Weihnachten. Viele alliierte Soldaten begehen das Fest in deutschen Familien.

Der bereits 1942 uraufgeführte Michael-Curtiz-Film “Casablanca” mit Ingrid Bergman und Humphrey Bogart in den Hauptrollen wird in gekürzter Fassung in Berlin (West) als deutsche Erstaufführung gezeigt.

25.12.1952, Donnerstag

Die Abgeordnetenkammer und der Senat Mexikos billigen den von Staatspräsident Adolfo Ruiz Cortines eingebrachten Gesetzentwurf, der den Frauen das aktive und passive Wahlrecht zubilligt.

Bei einem Zwischenfall an der französischen Sektorengrenze in Berlin (West) kommt der West-Berliner Wachtmeister Herbert Bauer ums Leben.

Mit einem zweistündigen Weihnachtsprogramm nimmt das Deutsche Fernsehen den regelmäßigen Sendebetrieb auf.

26.12.1952, Freitag

In seiner Weihnachtsansprache erklärt der tschechoslowakische Ministerpräsident Antonín Zápotocky, man brauche den Stern von Bethlehem nicht mehr, denn heute führe der Sowjetstern die Menschheit einer besseren Zukunft entgegen.

Bei Unfällen während der Weihnachtstage sterben in den USA 715 Menschen.

Der Franzose Gilbert Bozon stellt mit 1:03,3 min einen Weltrekord über 100-m-Rückenschwimmen auf.

27.12.1952, Samstag

Jugoslawien nimmt mit den neuen NATO-Mitgliedern Griechenland und Türkei Gespräche über eine militärische Zusammenarbeit auf.

Der 1948 wegen Kriegsverbrechen zu lebenslänglicher Haft verurteilte ehemalige Generalfeldmarschall Wilhelm List wird aus Gesundheitsgründen aus dem Gefängnis Landsberg entlassen.

28.12.1952, Sonntag

Großbritannien vergibt den Auftrag für den ersten Düsenbomber mit sichelförmigen Tragflächen an eine heimische Firma.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trennt sich in Madrid vom Team Spaniens 2:2.

Nach Angaben des “Zweckverbands für Kanalisationsförderung” hat nur jede fünfte Wohnung in der Bundesrepublik Deutschland eine Badewanne. Zentralbeheizt sind lediglich 7%.

29.12.1952, Montag

Japan schließt mit Großbritannien ein Luftverkehrsabkommen. Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs können japanische Fluglinien dadurch einen regelmäßigen Flugdienst Richtung Westen einrichten.

Nach Auffassung von zwei Drittel aller Briten ist die Prügelstrafe die beste Möglichkeit, um Gewaltverbrechen zu verhindern.

30.12.1952, Dienstag

Durch eine Neuordnung des Flick-Konzerns werden dessen Vermögenswerte aus der alliierten Kontrolle entlassen. Friedrich Flick muss dafür Produktionsanlagen und Anteile im Kohle- und Stahlbereich verkaufen.

Vor dem Berliner Rathaus Schöneberg versammeln sich mehr als 80 000 Menschen zur Trauerfeier für den am 25. Dezember in Frohnau erschossenen Polizisten Herbert Bauer.

In einer Enzyklika verurteilt Papst Pius XII. die Verfolgung der Nationalkirchen in Osteuropa.

Das US-amerikanische Magazin “Time” wählt die am 6. Februar zur britischen Königin proklamierte Elisabeth II. zur “Frau des Jahres 1952”.

31.12.1952, Mittwoch

In seinem Neujahrsaufruf betont Bundeskanzlers Konrad Adenauer die Bedeutung der bundesdeutschen Westbindung und eines vereinigten Europa für die angestrebte Wiedervereinigung.

Mit einem Überschuss von 700 Mio. DM verzeichnet die bundesdeutsche Außenhandelsbilanz erstmals ein positives Ergebnis.

Die Jahresbilanz der Deutschen Bundesbahn schließt mit einem Minus von 200 Mio. DM.