Was geschah im Dezember 1958

  • < 1957
  • 12.1958
  • 1959 >

1.12.1958, Montag

In Ludwigsburg wird die Zentralstelle zur Verfolgung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen eingerichtet.

Das am 25. April 1957 nach inneren Unruhen in Jordanien verhängte Kriegsrecht wird aufgehoben.

Beim Brand der Lady-of-the-Angels-Schule in Chicago kommen 89 Kinder und drei Nonnen ums Leben. Ursache des Unglücks ist vermutlich in Brand geratenes Altpapier im Keller des Gebäudes.

Das Kuratorium Unteilbares Deutschland veröffentlicht einen Appell, in dem die DDR u.a. mit der Parole “Macht das Tor auf!” zur Öffnung ihrer Grenzen aufgefordert wird.

2.12.1958, Dienstag

Bundeskanzler Konrad Adenauer bezeichnet das Chruschtschow-Ultimatum vom 27. November als gegen die Einheit des Westens gerichtet. Der sowjetische Ministerpräsident wolle den Westen dahin bringen, sein Bündnis mit der Bundesrepublik zu lockern.

Der ehemalige US-Präsident Harry S. Truman erklärt in einem Interview mit der bundesdeutschen Tageszeitung “Die Welt”, eine Preisgabe Berlins würde zugleich die Preisgabe Europas an die Sowjetunion bedeuten.

In Genf kommen die “anderen Sechs” – nicht der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft angehörende Mitgliedsländer des Europäischen Wirtschaftsrats – zu Besprechungen über die europäische Freihandelszone zusammen.

Das als modernstes Hotel Europas geltende “Hilton”-Hotel Berlin an der Budapester Straße wird seiner Bestimmung übergeben.

3.12.1958, Mittwoch

Auf ihrer konstituierenden Sitzung wählt die DDR-Volkskammer Johannes Dieckmann erneut zu ihrem Präsidenten. – Am 8. Dezember wird auch die Regierung unter Ministerpräsident Otto Grotewohl in ihrem Amt bestätigt.

Das indonesische Parlament erlässt ein Gesetz, das die Verstaatlichung aller niederländischen Betriebe in dem südostasiatischen Land ermöglicht.

4.12.1958, Donnerstag

Es kommt zu weiteren Reaktionen auf das sowjetische Berlin-Ultimatum vom 27. November: Der britische Außenminister Selwyn Lloyd nennt die Vorschläge rechtlich und moralisch unannehmbar. Als Insel innerhalb der kommunistischen Herrschaft habe Berlin nicht die geringste Chance, frei zu bleiben. – US-Außenminister John Foster Dulles nennt die Stationierung US-amerikanischer Truppen in der Bundesrepublik und Berlin (West) für die Sicherheit des Landes notwendig.

Die seit dem 29. August amtierende finnische Regierung unter dem Sozialisten Karl-August Fagerholm tritt zurück. In den folgenden Wochen scheitern zwei Versuche, eine neue Regierung zu bilden.

Die Verhängung des Belagerungszustands verkündet der kolumbianische Präsident Alberto Lleras Camargo, nachdem ein Umsturzversuch gescheitert ist.

Nur teilweise wird der Aufruf des Internationalen Transportarbeiterverbands zu einem viertägigen Boykott der unter sog. billiger Flagge fahrenden Schiffe befolgt.

5.12.1958, Freitag

Bundeskanzler Konrad Adenauer und Außenminister Heinrich von Brentano nehmen an einer Sondersitzung des Westberliner Abgeordnetenhauses zur Beratung der Berlin-Frage teil. Der Kanzler vertritt dabei die Auffassung, dass auf keinen Fall unter dem Druck des sowjetischen Ultimatums vom 27. November über die gesamtdeutsche Frage verhandelt werden sollte.

Das Frankfurter Schöffengericht verurteilt einen 31-Jährigen Hilfsarbeiter aus Wanne-Eickel zu zwei Jahren Haft wegen Unzucht mit Männern und Diebstahl. Der Verurteilte gibt sich seit Jahren als jüngster Sohn des deutschen Kaisers Wilhelm II. aus und nennt sich Prinz Otto Wilhelm von Hohenzollern-Reuß.

Das Bundesamt für zivilen Bevölkerungsschutz mit Sitz in Bad Godesberg bei Bonn wird eingerichtet.

6.12.1958, Samstag

Italiens Ministerpräsident Amintore Fanfani gewinnt knapp eine Vertrauensabstimmung im Parlament. Er stellte die Vertrauensfrage, nachdem er zuvor für zwei Gesetzesvorlagen nicht die Mehrheit erhalten hatte.

Den ersten Nikolauswein seit Menschengedenken bringt das Weingut Koch in Wiltingen (Kreis Saarburg) ein.

Im Deutschen Fernsehen ist die letzte Sendung des Quiz “Hart auf hart” mit Guido Baumann zu sehen. Die Serie wird abgebrochen, weil sie nicht nur von der Kritik als “gähnend langweilig” eingestuft wurde.

7.12.1958, Sonntag

Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus in Berlin (West) – die Wahlbeteiligung liegt bei 93,7% – erhält die SPD mit 52,6% der Stimmen die absolute Mehrheit. Die CDU erreicht 37,7%, alle anderen Parteien scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde.

Bei den Präsidentschaftswahlen in Venezuela wird der Kandidat der Demokratischen Aktion, Romulo Betancourt, mit 47,5% der Stimmen gewählt; der vom 25. Januar bis 13. November als Chef einer Militärjunta amtierende Präsident Wolfgang Larrazabal erhält 29,9% der Wählerstimmen.

In einer Volksabstimmung billigen die Schweizer den Spielbankartikel in der Verfassung sowie den Spölvertrag für den Bau eines Wasserkraftwerks im Engadin in Zusammenarbeit mit Italien.

8.12.1958, Montag

Nach Angaben des Ministerpräsidenten Abd Al Karim Kasim wurde im Irak eine Verschwörung aufgedeckt, an der auch ausländische Kräfte beteiligt waren.

Das erste 100 km lange Teilstück der Autostrada del Sole von Mailand nach Parma wird in Anwesenheit des italienischen Ministerpräsidenten Amintore Fanfani feierlich dem Verkehr übergeben. Die Autobahn soll weiter über Florenz und Rom bis nach Neapel führen.

In einem persönlichen Brief an Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) sichert der US-amerikanische Außenminister John Foster Dulles die Unterstützung und Hilfe der Vereinigten Staaten für die Stadt Berlin (West) zu.

In einem Bericht über seine Europareise, in deren Verlauf er auch mit dem sowjetischen Parteichef und Ministerpräsidenten Nikita Chruschtschow zusammentraf, erklärt der US-amerikanische Senator Hubert Humphrey, er sei überzeugt, dass die Sowjets für die nächste Zeit nicht an Krieg dächten.

9.12.1958, Dienstag

In Paris konstituiert sich die am 30. November gewählte französische Nationalversammlung; zu ihrem Präsidenten wählen die Abgeordneten Jacques Chaban-Delmas.

Nach den Landtagswahlen in Bayern vom 23. November bildet der bisherige Ministerpräsident Hanns Seidel (CSU) eine Koalitionsregierung aus CSU, FDP und GB/BHE.

Im Abendprogramm teilt das Deutsche Fernsehen mit, dass die Zahl der in der Bundesrepublik Deutschland angemeldeten TV-Geräte die Zweimillionen-Marke überschritten hat.

10.12.1958, Mittwoch

Wegen grundsätzlicher Meinungsverschiedenheiten auf dem Gebiet der Sozialpolitik löst sich die seit 1954 amtierende Koalitionsregierung aus Sozialdemokraten und Christlich-Sozialen in Luxemburg auf. Am 18. Dezember wird das Parlament vorzeitig aufgelöst, Neuwahlen werden ausgeschrieben.

König Gustav VI. Adolf überreicht in Stockholm die diesjährigen Nobelpreise. In Oslo erhält der belgische Dominikanerpater Georges Pire den Friedensnobelpreis.

11.12.1958, Donnerstag

Bundesrat Paul Chaudet wird für das Jahr 1959 zum Bundespräsidenten der Schweiz gewählt.

Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD einigen sich darauf, Generalleutnant a.D. Helmuth von Grolman für das Amt des Wehrbeauftragten des Bundestages vorzuschlagen.

Die Eisenhower-Doktrin von 1957 sei eine einseitige Erklärung gewesen und jetzt überholt; dies erklärt der libanesische Ministerpräsident Raschid Karami auf einer Pressekonferenz in Beirut. Sein Land fühle sich nicht mehr daran gebunden und bemühe sich nun, eine strikt neutrale Politik zu verfolgen.

Georg August Zinn (SPD) wird vom am 23. November gewählten hessischen Landtag in seinem Amt als Ministerpräsident bestätigt.

12.12.1958, Freitag

Der niederländische Ministerpräsident Willem Drees und die sozialistischen Regierungsmitglieder erklären ihren Rücktritt, nachdem es in der Koalition Unstimmigkeiten in der Steuerpolitik gab. Am 22. Dezember bildet Louis J. M. Beel (Katholische Volkspartei) eine neue Regierung gemeinsam mit den beiden protestantischen Parteien.

Der französische Generalbevollmächtigte für Algerien, General Raoul Salan, wird zum Generalinspekteur der Armee in Paris ernannt. Paul Delouvrier, dem die Zivilverwaltung untersteht, wird am 19. Dezember sein Nachfolger, der militärische Oberbefehl wird an General Maurice Challe übertragen.

Der Bundestag in Bonn beschließt die Erhöhung der Renten um 6,1% zum 1. Januar 1959.

13.12.1958, Samstag

In der letzten Sitzung der 13. Vollversammlung der Vereinten Nationen scheitert eine Algerienresolution knapp mit einer Stimme unter der erforderlichen Zweidrittelmehrheit.

Bundesinnenminister Gerhard Schröder teilt dem Deutschen Beamtenbund und dem Deutschen Gewerkschaftsbund in einem Brief mit, dass Bundesbeamte kein Weihnachtsgeld erhalten werden. Die gegenwärtige Lage lasse derartige Zuwendungen nicht zu, außerdem seien im Haushalt keine Mittel dafür vorgesehen.

14.12.1958, Sonntag

Der Springreiter Fritz Thiedemann aus Elmshorn wird zum Sportler des Jahres gewählt. Mannschaft des Jahres wird die deutsche Leichtathletikauswahl.

In Berlin (West) schließen sich der Bund der Vertriebenen Deutschen und der Verband der Landsmannschaften zum Bund der Vertriebenen – Vereinigte Landsmannschaften und Landesverbände zusammen. Präsident des Gesamtverbands wird Hans Krüger.

Auf ihrer Außenministerkonferenz in Paris bekunden die drei Westmächte und die Bundesrepublik ihre Entschlossenheit, ihre Rechte in Berlin zu wahren und lehnen die sowjetischen Forderungen vom 27. November ab.

In Accra/Ghana geht eine sechstägige Konferenz der afrikanischen Völker mit 200 Delegierten aus 25 Ländern Afrikas zu Ende. Die Konferenz bezeichnet die Bildung eines Commonwealth freier afrikanischer Staaten als ihr Ziel.

15.12.1958, Montag

Eine Volksabstimmung über den künftigen Status Berlins befürwortet der Regierende Bürgermeister Willy Brandt. Diese müsse unter Kontrolle der Vereinten Nationen oder der vier Siegermächte in beiden Teilen der Stadt durchgeführt werden.

16.12.1958, Dienstag

Mao Zedong kandidiert nicht mehr für das Amt des Präsidenten der Volksrepublik China, er bleibt jedoch Präsident des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei.

Bei einem Kaufhausbrand in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá kommen 82 Menschen ums Leben, etwa 200 Personen werden verletzt.

17.12.1958, Mittwoch

Kurt Georg Kiesinger (CDU) wird Nachfolger des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Gebhard Müller, der am 14. November zum Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe gewählt wurde.

Die am 31. Oktober in Genf begonnene Konferenz über die Einstellung von Kernwaffenversuchen vertagt sich auf den 5. Januar 1959, nachdem in mehreren Punkten Einigkeit erzielt werden konnte.

Das traditionsreiche Café “Kranzler” in Berlin (West) eröffnet seine neuen Räume am Kurfürstendamm/Ecke Joachimsthaler Straße, die Platz für 600 Gäste bieten.

18.12.1958, Donnerstag

In Paris endet eine dreitägige Sitzung des Rats des Nordatlantikpakts (NATO), bei der u.a. eine Erklärung zur Berlin-Frage veröffentlicht wird. Darin wird noch einmal die Auffassung der Westmächte unterstrichen, die Sowjetunion dürfe nicht einseitig bestehende Verträge aufkündigen.

Die am 10. Oktober begonnene Genfer Expertenkonferenz zur Verhinderung von Überraschungsangriffen wird ohne Ergebnis auf unbestimmte Zeit vertagt.

Zu einer Erörterung des Zypernproblems treffen in Paris die Außenminister von Großbritannien, Griechenland und der Türkei zusammen.

In Rom empfangen Julius Döpfner, Bischof von Berlin, und Franz König, Erzbischof von Wien, gemeinsam mit 21 weiteren Geistlichen von Papst Johannes XXIII. die Insignien der Kardinalswürde.

19.12.1958, Freitag

In Cape Canaveral wird erfolgreich der US-amerikanische Satellit “Score” gestartet, der als Relaisstation für Funkübertragungen zwischen zwei Erdstationen dient.

Die Starsopranistin Maria Callas gibt in Paris zugunsten des Hilfswerks der französischen Ehrenlegion ein Wohltätigkeitskonzert, das per Eurovision auch im Deutschen Fernsehen übertragen wird.

20.12.1958, Samstag

Auf der Tagung der Westeuropäischen Union (WEU) in Paris fordert der Oberbefehlshaber des Nordatlantikpakts (NATO) in Europa, General Lauris Norstad, für die Truppen der Mitgliedsstaaten eine Mindestdienstzeit von 18 bis 20 Monaten. Zugleich erklärt er, der Westen werde einen sowjetischen Angriff mit Atomwaffen beantworten.

21.12.1958, Sonntag

Mit 77,5% der Stimmen eines Wahlmännergremiums wird der französische Ministerpräsident Charles de Gaulle zum Staatspräsidenten gewählt.

In Augsburg besiegt die bundesdeutsche Nationalmannschaft in einem Fußball-Länderspiel Bulgarien 3:0. Zwei Tore schießt der Hamburger Uwe Seeler.

22.12.1958, Montag

Die Bundesregierung billigt den Kartellvertrag zwischen dem Ruhrbergbau und den konzerngebundenen Ölgesellschaften, der verschiedene Maßnahmen zur Behebung der Absatzkrise im bundesdeutschen Steinkohlebergbau vorsieht.

Der Verband der Heimkehrer ruft die Bundesbürger dazu auf, am Heiligabend um 19 Uhr zum Zeichen der unverbrüchlichen Treue zu Berlin Kerzen ins Fenster zu stellen.

23.12.1958, Dienstag

Beim Einsturz einer alten Kalkgrube bei dem belgischen Dorf Zichen-Zussen-Bolder kommen 23 Menschen ums Leben.

Die Große Hilfsstrafkammer am Koblenzer Landgericht verurteilt im sog. Lottoprozess 14 der 19 Angeklagten zu Gefängnisstrafen zwischen vier Monaten und dreieinhalb Jahren wegen Betrugs und Urkundenfälschung. Sie haben durch Manipulationen nachträglich die richtigen Gewinnzahlen in Totoscheine eingetragen und so rund 2,3 Millionen DM ergaunert.

Bundeskanzler Konrad Adenauer stellt in seiner Weihnachtsbotschaft fest, das deutsche Volk verbringe Weihnachten unter dem Druck des schärfsten Angriffs, den der Osten in den letzten Jahren gegen die Freiheit gerichtet habe. Dennoch erwarte er keine ernsthafte Störung des Friedens.

Auf Island bilden die Sozialdemokraten, die nur acht der 52 Parlamentssitze innehaben, unter Emil Jonsson eine Minderheitsregierung. Die frühere Regierung unter Hermann Jonasson (Progressisten-Partei) trat am 5. Dezember wegen innenpolitischer Differenzen zurück.

In seiner Weihnachtsansprache erklärt Papst Johannes XXIII., in einigen Staaten sei die Sklaverei für den einzelnen wie für die Masse, für das Denken wie für das Handeln, unleugbar.

24.12.1958, Mittwoch

Die südkoreanische Nationalversammlung genehmigt ein Staatssicherheitsgesetz, das u.a. die Pressefreiheit einschränkt. Vor der Abstimmung wurde die Opposition aus dem Sitzungssaal ausgesperrt.

In den höher gelegenen Landstrichen Bayerns setzt am Heiligabend Schneefall ein, im übrigen Deutschland bleibt die “weiße Weihnacht” aus.

25.12.1958, Donnerstag

Zum Abschluss seiner viertägigen Sitzung in Moskau verabschiedet der Oberste Sowjet den Haushalt für das Jahr 1959; etwa ein Siebtel des Etats entfällt auf Militärausgaben.

Die sowjetische Regierung gibt bekannt, dass sie künftig Noten zurückweisen werde, in denen die DDR als “sowjetische Zone” bezeichnet wird.

26.12.1958, Freitag

Einer alten Tradition entsprechend, die jedoch vor etwa 80 Jahren ausgesetzt wurde, besucht Papst Johannes XXIII. Häftlinge des römischen Gefängnisses Regina Coeli.

In Stuttgart gibt der Moskauer Staatszirkus seine erste Vorstellung zu Beginn einer Deutschland-Tournee, die ihn auch nach Frankfurt am Main, Dortmund, Essen, Hamburg, Kiel und Wiesbaden führt.

Die erste Hörfunksendung in Stereo in Deutschland wird vom Sender Freies Berlin (SFB) ausgestrahlt.

27.12.1958, Samstag

Die französische Regierung kündigt eine Abwertung des Franc um 17,55% und die Wiederaufnahme der Einfuhrliberalisierung an. Zugleich soll eine neue Währungseinheit für 100 bisherige Francs geschaffen werden.

In Kairo wird zwischen der Vereinigten Arabischen Republik (VAR) und der Sowjetunion ein Abkommen über die Baufinanzierung des geplanten Assuan-Staudamms unterzeichnet.

Die Bundesrepublik, Großbritannien, Frankreich, Italien, die skandinavischen Staaten, die Benelux-Länder und die Schweiz erklären die Konvertibilität ihrer Währungen und kündigen das Abkommen über die Europäische Zahlungsunion. Damit tritt das Europäische Währungsabkommen (EWA) vom 5. August 1955 in Kraft.

28.12.1958, Sonntag

Obwohl sie bei den Wahlen am 7. Dezember die absolute Mehrheit im Abgeordnetenhaus erreicht hat, spricht sich die SPD in Berlin (West) für eine Fortsetzung der großen Koalition mit der CDU aus.

1:2 unterliegt die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft in Kairo der ägyptischen Elf.

29.12.1958, Montag

Das US-amerikanische Magazin “Time” erklärt den französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle zum Mann des Jahres.

Die freie Konvertibilität des Peso und die Aufhebung aller Einfuhrbeschränkungen verkündet die argentinische Regierung in Buenos Aires.

30.12.1958, Dienstag

Der Regierende Bürgermeister von Berlin (West), Willy Brandt, äußert die Überzeugung, dass es keinen Krieg um Berlin geben werde, jedoch könne noch manche kritische Situation entstehen.

31.12.1958, Mittwoch

In gleichlautenden Noten an die sowjetische Regierung lehnen die USA, Frankreich und Großbritannien die Forderungen der UdSSR mit Bezug auf Berlin vom 27. November ab.

1958 gab es erstmals mehr Flugzeug- als Schiffspassagiere über den Atlantik.

In Brisbane/Australien erreicht die US-amerikanische Mannschaft im Finale um den Tennis-Daviscup einen 3:2-Erfolg über den australischen Titelverteidiger.