Was geschah im Dezember 1977

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1.12.1977, Donnerstag

Zum Abschluss seines Italien-Besuches wird der polnische Parteichef Edward Gierek im Vatikan von Papst Paul VI. in Privataudienz empfangen.

In Genf endet vorzeitig eine Konferenz der Staaten der sog. Dritten Welt über die Einrichtung eines gemeinsamen Rohstoff-Fonds. Die Teilnehmer konnten sich nicht über die Modalitäten einer solchen Einrichtung einigen.

Zwischen den Fußballvereinen Bayern München (Dettmar Cramer) und Eintracht Frankfurt (Gyula Lorant) findet ein spektakulärer Trainertausch statt.

Die Regierung der DDR bestellt beim Wolfsburger Volkswagenwerk 10 000 Pkw vom Typ VW-Golf. Die Wagen sollen in der DDR in den freien Verkauf gelangen.

Der oberste Gerichtshof des US-Bundesstaates Pennsylvania beschließt in Pittsburgh die Abschaffung der Todesstrafe. 25 zum Tode Verurteilte werden zu lebenslänglichen Haftstrafen begnadigt.

2.12.1977, Freitag

In Tripolis eröffnet der libysche Staatschef Muammar al Gaddafi eine Konferenz, an der Vertreter Algeriens, des Irak, Südjemens, Syriens und der PLO teilnehmen. Die Konferenzteilnehmer verurteilen scharf die Friedensinitiative des ägyptischen Präsidenten Muhammad Anwar As Sadat.

Die weiße Minderheitsregierung von Rhodesien nimmt in Salisbury erste Gespräche mit Führern der schwarzen Bevölkerungsmehrheit über das Ende der Rassentrennungspolitik auf.

Eine bulgarische Chartermaschine mit libyschen Mekkapilgern an Bord stürzt bei Bengasi (Libyen) ab. 59 Menschen kommen bei dem Unglück ums Leben.

3.12.1977, Samstag

Mitglieder der tschechoslowakischen Menschenrechtsbewegung “Charta 77” legen den CSSR-Behörden in Prag eine Denkschrift über künstlerische Freiheit vor.

Aus den Präsidentschaftswahlen in Zaïre geht Staatschef Sésé Séko Mobutu mit 69% der Stimmen als Sieger hervor.

Der deutsche Trabrennfahrer Heinz Wewering gewinnt sein 385. Rennen in diesem Jahr und verbessert damit den seit 13 Jahren bestehenden Weltrekord.

4.12.1977, Sonntag

Eine malaysische Verkehrsmaschine, die von japanischen Terroristen entführt worden war, stürzt mit 100 Menschen an Bord bei Singapur ins Meer.

In Sydney gewinnt Australien das Finale im Tennis-Daviscup durch einen 3:1-Sieg über Italien.

In der Zentralafrikanischen Republik, seit einem Jahr Kaiserreich, wird Staatschef Jean Bedel Bokassa zum Kaiser gekrönt.

5.12.1977, Montag

Die ägyptische Regierung bricht die Beziehungen zu mehreren arabischen Staaten ab. Damit reagiert die Führung in Kairo auf die scharfe Kritik aus den arabischen Staaten an der von Präsident Muhammad Anwar As Sadat betriebenen ägyptisch-israelischen Aussöhnung.

In weiten Teilen der Bundesrepublik kommt es nach einem Eisregen zu einem Verkehrschaos. Allein in der Bundeshauptstadt Bonn werden innerhalb einer Stunde mehr als 70 Unfälle registriert.

6.12.1977, Dienstag

In Brüssel treffen die Außenminister der im westlichen Verteidigungsbündnis der NATO vertretenen Staaten zu einer Konferenz zusammen. Zum Abschluss der Tagung äußern sich die Teilnehmer besorgt über die steigende militärische Stärke des Warschauer Paktes. Besonders hervorgehoben wird die in den letzten Jahren stark gewachsene Flotte der UdSSR.

Die südafrikanische Regierung entlässt Bophuthatswana als zweites sog. Homeland in die Unabhängigkeit. Wie bereits 1976 die Transkei wird auch Bophuthatswana international völkerrechtlich nicht anerkannt.

Bundeskanzler Helmut Schmidt wird in München für sein entschlossenes Vorgehen während der Geiselnahme in Mogadischu mit dem Theodor-Heuss-Preis ausgezeichnet.

In der schweizerischen Stadt Genf treten rund 1800 Angestellte der Vereinten Nationen in den Streik. Die Weltorganisation hatte den Betroffenen zum 1. Januar 1978 wegen der angespannten Finanzlage eine Gehaltskürzung von 17% angekündigt.

Der britische Fußballverein FC Liverpool gewinnt auf heimischem Platz durch einen 6:0-Sieg über den Hamburger SV den “Supercup”. Im Hinspiel in Hamburg hatten sich die beiden Klubs 1:1 getrennt.

7.12.1977, Mittwoch

Bundesrat Willi Ritschard wird in Bern zum schweizerischen Bundespräsidenten für das Jahr 1978 gewählt.

In Lissabon spricht das portugiesische Parlament dem sozialistischen Ministerpräsidenten Mario Soares das Misstrauen aus.

8.12.1977, Donnerstag

In Jakarta demonstrieren linksgerichtete Studenten gegen Staatspräsident Kemusu Suharto.

Die südafrikanischen Arbeitgeberverbände sprechen sich in Johannesburg für die schrittweise Beseitigung der Rassendiskriminierung im Arbeitsleben aus.

US-amerikanischen Wissenschaftlern gelingt in New York die Herstellung eines neuartigen, mit reinen Metallpartikeln versehenen Magnetbandes. Das sog. Metallband weist ein deutlich geringeres Grundrauschen als herkömmliches Tonbandmaterial auf.

9.12.1977, Freitag

Bei Bonn konstituiert sich die sog. Nord-Süd-Kommission. Zum Vorsitzenden des Gremiums, das Vorschläge für einen Ausgleich zwischen den Industrienationen und den Staaten der “Dritten Welt” ausarbeiten soll, wird der SPD-Vorsitzende Willy Brandt gewählt.

Auf Vorschlag von UN-Generalsekretär Kurt Waldheim wird der frühere dänische Ministerpräsident Poul Hartling neuer UN-Hochkommissar für das Flüchtlingswesen.

In Indonesien führt die Verunreinigung von Speiseeis mit unsauberem Wasser zu einer Cholera-Epidemie. 69 Menschen kommen dabei ums Leben.

10.12.1977, Samstag

Aus den Parlamentswahlen in Australien geht die bürgerliche Koalition unter Premierminister Malcolm Fraser als Siegerin hervor.

In Stockholm und Oslo werden die Nobelpreise verliehen. Den Friedensnobelpreis erhält die Menschenrechtsorganisation Amnesty International.

11.12.1977, Sonntag

Das Zentralinstitut für Sprachwissenschaften der DDR veröffentlicht in Berlin (Ost) ein sechsbändiges “Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache”, das insbesondere die Abgrenzung zum Sprachgebrauch der Bundesrepublik festschreibt.

Vor der kalifornischen Küste nimmt eine Seetangfarm zur Gewinnung von Biogas den Betrieb auf. Die Pflanzen werden durch spezielle Bakterien zersetzt und produzieren während des Gärungsprozesses nutzbares Gas.

Das am Vortag ins Weltall gestartete sowjetische Raumschiff “Sojus 26” dockt erfolgreich an die Raumstation “Saljut 6” an.

12.12.1977, Montag

In Bonn wird eine Chefsekretärin im Bundesverteidigungsministerium festgenommen. Sie steht unter dem Verdacht, jahrelang für den DDR-Staatssicherheitsdienst spioniert zu haben.

Auf ihrem ersten Kongress seit der Machtübernahme im Jahre 1976 verabschiedet die marxistische angolanische Befreiungsorganisation MPLA in Luanda ein Parteiprogramm und bestätigt Präsident Antonio Agostinho Neto in seinem Amt.

Der französische Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing trifft in London zu Konsultationen mit dem britischen Premierminister James Callaghan ein. Im Mittelpunkt der Gespräche steht die Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

Vertreter von 40 Staaten unterzeichnen in Bern (Schweiz) zwei Zusatzprotokolle zu den sog. Genfer Rot-Kreuz-Abkommen. Kernpunkt der Protokolle ist die Verpflichtung im Falle eines Krieges die Zivilbevölkerung zu schonen. So sind u.a. Flächenbombardements untersagt.

13.12.1977, Dienstag

In Washington wird George Meany zum zwölftenmal in Folge zum Präsidenten des US-amerikanischen Gewerkschaftsbundes AFL/CIO gewählt.

Die Sowjetunion verstärkt ihre Luftbrücke nach Äthiopien, über die pausenlos Kriegsmaterial für den Grenzkrieg mit Somalia geliefert wird.

Der Bergsteiger, Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler Luis Trenker wird in München für sein Lebenswerk mit dem Karl-Valentin-Orden ausgezeichnet.

Beim Absturz einer DC-3 bei Evansville (US-Bundesstaat Indiana) kommen 31 Menschen ums Leben.

14.12.1977, Mittwoch

Die Fußballnationalmannschaften der Bundesrepublik und von Wales trennen sich in Dortmund 1:1.

In London lehnt das Unterhaus die Anwendung des Verhältniswahlrechts bei den für 1978 geplanten Wahlen zum Europäischen Parlament ab. Statt dessen sollen die Wahlen mit dem in Großbritannien üblichen Mehrheitswahlrecht durchgeführt werden. Durch diese Entscheidung ist es nicht möglich die Wahlen zum vorgesehenen Zeitpunkt abzuhalten.

Die Bundesregierung legt in Bonn die Überarbeitung des Energieprogramms von 1973 vor. Der Bau von Kernkraftwerken soll zwar nicht gestoppt, aber stark eingeschränkt werden.

Der israelische Ministerpräsident Menachem Begin reist in die USA zu Gesprächen über eine Friedenslösung für den Nahen Osten.

15.12.1977, Donnerstag

Das Bundeskanzleramt gibt in Bonn die Einrichtung eines sog. ständigen Krisenzentrums bekannt. Dadurch soll der Regierung im Falle von Krisensituationen ein eingespielter Stab von Spezialisten zur Verfügung stehen.

In Essen demonstrieren 15 000 Jugendliche gegen die in den letzten Monaten in der Bundesrepublik drastisch gestiegene Jugendarbeitslosigkeit.

Die britische Armeeführung erklärt in London, dass die in Nordirland von Terroristen eingesetzten Handgranaten aus der UdSSR stammen.

Die jüdische Gemeinde in Berlin (Ost) eröffnet eine Bibliothek mit rund 1000 Büchern, die aus Restbeständen der von den Nationalsozialisten zerstörten Gemeindebibliothek stammen.

In Amsterdam wird der niederländische Kunsthändler und Millionär Pieter Menten wegen 1941 begangener Kriegsverbrechen zu 15 Jahren Haft verurteilt. Menten war Ende des Jahres 1976 von der Schweiz an die niederländischen Behörden ausgeliefert worden.

Die beiden Leichtathletinnen Rosemarie Ackermann und Eva Wilms sowie der Radsportler Dietrich Thurau werden von bundesdeutschen Sportjournalisten zu den “Sportlern des Jahres” gewählt.

16.12.1977, Freitag

Delegierte aus 24 in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vertretenen Staaten treffen in Paris zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche steht die Jugendarbeitslosigkeit.

Zum Abschluss seiner viertägigen Tagung in Sydney appelliert der internationale Schriftstellerverband PEN an die Regierungen Argentiniens, Südafrikas und Vietnams, die Verfolgung und Unterdrückung von Schriftstellern einzustellen.

Mit der Verhängung einer Geldstrafe von 9900 DM wegen Meineids gegen einen Schalker Spieler ist die Skandalakte der Fußball-Bundesliga endgültig geschlossen. 1971 war der Ausgang eines Spieles zwischen Arminia Bielefeld und dem FC Schalke 04 manipuliert worden.

17.12.1977, Samstag

Ein schweizerisches Verkehrsflugzeug stürzt beim Landeanflug auf Madeira ins Meer. Dabei kommen 36 Menschen ums Leben.

18.12.1977, Sonntag

In einer Volksabstimmung wird der philippinische Präsident Ferdinando E. Marcos mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt.

In Wien werden die Skifahrerin Annemarie Moser und der Automobilrennfahrer Niki Lauda von österreichischen Journalisten zu den “Sportlern des Jahres” gewählt.

19.12.1977, Montag

In den Niederlanden wird eine Koalitionsregierung von Christdemokraten und Rechtsliberalen unter Antonius Maria van Agt vereidigt.

Die spanische Regierung erlässt in Madrid ein Gesetz, das erstmals Verkauf und Verwendung von Empfängnisverhütungsmitteln legalisiert.

Jörg Eipel, Box-Europameister im Weltergewicht, liegt nach einer K. o.-Niederlage gegen Alain Marion im Koma.

20.12.1977, Dienstag

Nach einem Feuergefecht verhaftet die schweizerische Polizei bei Delsberg mutmaßliche deutsche Terroristen.

21.12.1977, Mittwoch

In Frankfurt am Main wird der “Bombenbauer” der Baader-Meinhof-Gruppe zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und acht Monaten verurteilt.

Den Preis der US-amerikanischen Filmkritiker erhält in New York Woody Allen (USA) für seinen Film “Annie Hall” (“Der Stadtneurotiker”). Ein Sonderpreis wird dem deutschen Regisseur Werner Herzog für seinen Streifen “Aguirre – Der Zorn Gottes” zugesprochen.

22.12.1977, Donnerstag

Die Knesset, das israelische Parlament, billigt in Tel Aviv einen vom israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin vorgelegten Friedensplan, der u.a. die Räumung der Sinai-Halbinsel und die Selbstverwaltung der besetzten jordanischen Gebiete vorsieht.

Ein Erdbeben in der mitteliranischen Provinz Kerman fordert mehr als 600 Todesopfer und 1000 Verletzte.

Bei einer Razzia in Wales beschlagnahmt die britische Polizei rund 13 Mio. LSD-Tabletten. Das Rauschgift hat einen Marktwert von rund 450 Mio. DM.

23.12.1977, Freitag

Der Vorstandsvorsitzende der landeseigenen Westdeutschen Landesbank Ludwig Poullain, tritt nach Bekanntwerden seiner Beratertätigkeit für ein anderes Unternehmen von seinem Amt zurück. Die Affäre um Poullain hatte in der Öffentlichkeit erhebliches Aufsehen erregt.

In Washington legt US-Präsident Jimmy Carter das Verteidigungsbudget für 1979 vor. Es sieht Ausgaben in Höhe von rund 126 Mrd. US-Dollar (292 Mrd. DM) vor. Das ist gegenüber dem Budget für 1978 eine Steigerung um mehr als 6 Mrd. US Dollar (13,9 Mrd. DM).

Der ehemalige CDU-Abgeordnete Julius Steiner wird wegen Meineids zu einer Geldstrafe von 1500 DM verurteilt. Steiner hatte behauptet, 1972 von den Sozialdemokraten 50 000 DM Bestechungsgeld vor der Abstimmung über das Misstrauensvotum gegen den damaligen Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) erhalten zu haben.

24.12.1977, Samstag

Anlässlich des Weihnachtsfestes werden auf den Philippinen 858 politische Gefangene amnestiert. Die argentinische Staatsführung entlässt 432 Häftlinge.

25.12.1977, Sonntag

Der israelische Ministerpräsident Menachem Begin und der ägyptische Präsident Muhammad Anwar As Sadat treffen in Kairo zu Vorgesprächen für die für 1978 geplanten Friedensverhandlungen zusammen.

In seiner Weihnachtsbotschaft erteilt Papst Paul VI. den Friedensbemühungen im Nahen Osten seinen Segen.

In der schweizerischen Ortschaft Vevey stirbt der britische Schauspieler, Produzent, Regisseur und Autor Charles Spencer (“Charlie”) Chaplin.

26.12.1977, Montag

In Paris werden von linksgerichteten Terroristen drei Sprengstoffanschläge verübt. Menschen kommen dabei nicht zu Schaden.

Bei ihren Gesprächen im ägyptischen Ismailia können sich Präsident Sadat und Israels Ministerpräsident Begin nicht über die Palästinenserfrage einigen. Die Gespräche sollen auf Ministerebene weitergeführt werden.

27.12.1977, Dienstag

Bundeskanzler Helmut Schmidt trifft in Kairo zu einem zehntägigen Staatsbesuch Ägyptens ein, wo er von Präsident Sadat über die Friedensverhandlungen mit Israel informiert wird.

Nach Angaben des Senates von Berlin (West) sind in der Stadt 1977 84 Menschen an den Folgen des Rauschgiftkonsums gestorben. Damit hat Berlin die höchste Zahl an Rauschgifttoten aller deutschen Städte.

28.12.1977, Mittwoch

In Murmansk (UdSSR) wird der atomgetriebene Eisbrecher “Sibir” in Dienst gestellt. Mit einer Länge von 140 m und einer Breite von 30 m ist das Schiff das über eine Antriebsleistung von rund 75 000 PS verfügt, das weltweit größte seiner Art.

Der chinesische Staatsverlag druckt erstmals seit der Kulturrevolution wieder Werke westlicher Schriftsteller. In Peking werden die ersten Bücher mit Werken von William Shakespeare herausgegeben.

29.12.1977, Donnerstag

Im Hafen von New York beschlagnahmt die Polizei auf zwei Frachtschiffen rund 90 Tonnen Marihuana. Das Rauschgift hat einen Schwarzmarktwert von rund 54 Mio. US-Dollar (125 Mio. DM).

30.12.1977, Freitag

Das Hamburger Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” veröffentlicht ein Manifest hochrangiger DDR-Funktionäre, in dem die Politik der Ost-Berliner Staats- und Parteiführung scharf kritisiert wird.

In Rio de Janeiro verabschiedet die brasilianische Regierung ein Gesetz das die Ehescheidung ermöglicht. Als Scheidungsgrund wird u.a. eine fünfjährige Trennung der Ehepartner akzeptiert.

Die britische Regierung untersagt mit sofortiger Wirkung Stahlimporte aus der UdSSR. Nach Angaben des Handelsministeriums hatte sich die Sowjetunion geweigert, angesichts der Stahlkrise in Großbritannien ihre Exporte freiwillig zu verringern.

Der DDR-Sportler Mathias Busse gewinnt in Oberstdorf das erste Springen der traditionsreichen deutsch-österreichischen Vierschanzentournee.

31.12.1977, Samstag

Die kambodschanische Regierung erklärt in Phnom Penh den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Vietnam. Das 1976 wiedervereinigte Vietnam war seit der Machtübernahme der Roten Khmer im Jahre 1975 neben der Volksrepublik China der engste Verbündete des Pol-Pot-Regimes.

Die spanische Regierung gewährt dem Baskenland entsprechend den Forderungen der “gemäßigten Separatisten” die “vorläufige Autonomie”.

Nachfolger des verstorbenen Emirs von Kuwait, Scheich Sabah as-Salim as-Sabah wird Kronprinz Scheich Jaber al-Ahmed as-Sabah.

Am Münchener Nationaltheater ist der Schauspieler Heinz Rühmann als Frosch in der Operette “Die Fledermaus” zu sehen. Die Inszenierung besorgte der spanische Sänger Placido Domingo.

In Davos wird die Eishockeymannschaft SKA Leningrad (UdSSR) durch einen Sieg über Dukla Iglau (CSSR) Gewinner des Spengler-Cups.