Was geschah im Februar 1928

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Wetterstationen Februar 1928

1.2.1928, Mittwoch

Die faschistische Miliz in Italien feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Der italienische Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini kündigt aus diesem Anlass eine Vereinigung der “Schwarzhemden” mit dem regulären Heer an.

In Paris wird ein deutsch-französisches Abkommen über die 26%ige Reparationsabgabe, die bei deutschen Exporten nach Frankreich zu zahlen ist, paraphiert. Durch die neuen Bestimmungen werden deutsche Ausfuhren erleichtert.

Im Berliner Tauentzienpalast wird der Film “Schinderhannes – Der Rebell vom Rhein” nach dem Drama des Schriftstellers Carl Zuckmayer uraufgeführt (Regie: Kurt Bernhardt).

2.2.1928, Donnerstag

Der französische Außenminister Aristide Briand bekennt sich in einer Rede vor dem Senat, der zweiten Kammer des französischen Parlaments, zur Verständigungspolitik mit dem Deutschen Reich und kündigt für 1928 einschneidende Veränderungen in der Reparationsfrage an.

Der französische Ministerpräsident Raymond Poincaré spricht sich gegen eine Abwertung des Franc zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus.

3.2.1928, Freitag

Die britische Verfassungskommission unter Leitung von John Simon trifft in Indien ein, um sich über die Situation in der britischen Kolonie zu informieren und Vorschläge für eine neue Verfassung auszuarbeiten.

Bei der Hamburger Werft Blohm und Voss läuft der Dampfer “Watussi”, der auf der Afrikalinie eingesetzt werden soll, vom Stapel. Beim Stapellauf wird keine Flagge in den Reichsfarben Schwarz-Rot-Gold gehißt, da die Werft systematisch die Reichsflagge boykottiert.

4.2.1928, Samstag

Der Deutsche Studentenverband, ein Zusammenschluss demokratisch-republikanischer Studierender, wird als Gegengewicht zur völkisch eingestellten Deutschen Studentenschaft gegründet.

Die Wiener Nationalsozialisten fordern ein Auftrittsverbot für die Tänzerin Josephine Baker.

Der Leiter des Bauhauses in Dessau, der Architekt Walter Gropius, bittet um eine vorzeitige Entlassung aus dem Amt. Gropius begründet seinen Rücktritt damit, dass er sich künftig stärker eigenen Bauvorhaben widmen wolle.

Das Schauspiel “Der Turm” von Hugo von Hofmannsthal wird am Münchner Prinzregententheater in zweiter Fassung uraufgeführt. Am gleichen Tag wird das Stück am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und am Würzburger Stadttheater erstmals gespielt.

Am Staatlichen Schauspielhaus in Berlin hat das Drama “Die Weber” von Gerhart Hauptmann in der Inszenierung des Intendanten, Leopold Jessner, Premiere. Die Kritik an Jessner, die sich gegen das Übergewicht klassischer Stücke im Spielplan des Staatstheaters richtet, verstummt nach der Aufführung.

5.2.1928, Sonntag

Bei Mariazell in der Steiermark wird die Seilschwebebahn auf die Bürgeralpe ihrer Bestimmung übergeben.

6.2.1928, Montag

In Washington wird der französisch-US-amerikanische Schiedsvertrag unterzeichnet, in dem sich beide Nationen auf ein Schiedsgerichtsverfahren bei Streitigkeiten verpflichten.

7.2.1928, Dienstag

Der in Westpreußen geborene Reichspräsident Paul von Hindenburg spricht sich bei einem gemeinsamen Kabinettsrat der Reichsregierung und der preußischen Staatsregierung dafür aus, den Landwirten in Ostpreußen besondere Unterstützungsmaßnahmen zu gewähren.

Der Film “Circus” von und mit Charlie Chaplin wird in Berlin in deutscher Erstaufführung gezeigt.

Der australische Ingenieur Bert Hinkler startet von London aus zu einem Alleinflug nach Australien.

Die Kommunistische Partei der Sowjetunion (KPdSU) fordert den Komponisten der “Internationale”, Pierre Degeter, der in Saint Denis in ärmlichen Verhältnissen lebt, dazu auf, nach Moskau überzusiedeln. Es wird ihm eine Unterkunft im Haus der “Veteranen der Revolution” und darüber hinaus eine staatliche Pension in Aussicht gestellt.

In Rudolstadt (Thüringen) demonstrieren 30 000 Landwirte gegen die Agrarpolitik der Reichsregierung; zu der Protestkundgebung hat der thüringische Landbund – eine Bauernorganisation – aufgerufen.

8.2.1928, Mittwoch

Der Faschistische Großrat Italiens bekräftigt seine Absicht, den Status eines verfassungsmäßigen Staatsorgans zu erlangen.

Nach nur zwei Wochen Amtszeit wird die norwegische Arbeiterregierung unter Ministerpräsident Christopher Hornsrud durch ein Misstrauensvotum im Storting, dem norwegischen Parlament, gestürzt.

Dem schottischen Techniker John Logie Baird gelingt die erste internationale Fernsehübertragung. TV-Bilder werden über Kurzwelle von London nach New York übertragen.

9.2.1928, Donnerstag

Im Ufa-Palast am Zoo in Berlin wird der zweite Teil des Films “Der Weltkrieg” mit Dokumentaraufnahmen aus dem Kriegsgeschehen uraufgeführt (Premiere des ersten Teils am 14. 10. 1927).

Reichspräsident Paul von Hindenburg richtet an Reichskanzler Wilhelm Marx (Zentrum) einen Brief, in dem er diesen auffordert, alles zu tun, um einen Bruch der Regierungskoalition wegen des Reichsschulgesetzes zu vermeiden. Eine Einigung in dieser Frage solle zurückgestellt werden.

Der Reichstag in Berlin verabschiedet in dritter Lesung eine Novelle des Mieterschutzgesetzes, die den Kündigungsschutz einschränkt.

10.2.1928, Freitag

Im Reichstag in Berlin wird eine Lockerung des Reichsmietengesetzes für größere Wohnungen und Geschäftsräume beschlossen.

Zwischen dem Deutschen Reich und den USA wird der drahtlose Fernsprechverkehr aufgenommen.

Der Physiker Franz Hoefft erläutert in einem Vortrag in Wien seine Zukunftsvisionen zur Raumfahrt.

11.2.1928, Samstag

In Berlin werden deutsch-sowjetische Wirtschaftsbesprechungen aufgenommen.

In Sankt Moritz (Schweiz) werden die II. Olympischen Winterspiele mit Teilnehmern aus 25 Ländern eröffnet. Erstmals seit dem Weltkrieg nimmt wieder eine deutsche Mannschaft teil.

12.2.1928, Sonntag

Der Centralverband deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens veranstaltet eine Kundgebung in Berlin, auf der sich verschiedene Redner dazu bekennen, am Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Deutschland mitwirken zu wollen.

13.2.1928, Montag

Die Diskussion um eine Verlegung des Völkerbundes von Genf nach Wien erhält durch eine Presseveröffentlichung des ehemaligen österreichischen Botschafters in der Schweiz, Stephan Haupt-Buchenrode, neue Nahrung.

In Spanien wird eine Verfügung erlassen, wonach die Pferde bei Stierkämpfen Schutzpanzer tragen müssen.

An den ungarischen Hochschulen finden Studentenstreiks statt, die sich gegen die geplante Lockerung des Numerus clausus für Juden richten.

Der österreichische Bundeskanzler Ignaz Seipel (christlich-sozial) trifft zu einem dreitägigen Besuch der Tschechoslowakei in Prag ein.

Vor dem Landgericht in München beginnt der Prozess, den die Witwe des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner gegen die bayerische Staatsregierung angestrengt hat. Sie klagt auf Zahlung einer Jahresrente von 6000 Reichsmark. Eisner (USPD), der Begründer der Münchener Räterepublik, war am 21. Februar 1919 ermordet worden.

Das Preußische Staatsministerium begnadigt vier Angehörige der Schwarzen Reichswehr (Erich Klapproth, Fritz Fuhrmann, Peter Umhofer und Paul Schulz) die am 26. März 1927 wegen gemeinschaftlichen Fememordes bzw. wegen Anstiftung zum Mord zum Tode verurteilt worden waren, zu lebenslänglicher bzw. 15-Jähriger Haft.

14.2.1928, Dienstag

In Hessen wird Bernhard Adelung (SPD) als neuer Staatspräsident vereidigt. Er steht an der Spitze einer Koalition aus Sozialdemokraten, Demokraten (DDP) und Zentrum.

Der preußische Innenminister Albert Grzesinski (SPD) spricht sich auf der Preußentagung seiner Partei in Berlin gegen die Zerschlagung Preußens zugunsten eines deutschen Einheitsstaates aus.

Der Schriftsteller und Arzt Alfred Döblin spricht sich auf einer Veranstaltung der Gesellschaft für Sexualreform in Berlin gegen den Abtreibungsparagraphen 218 des Strafgesetzbuches aus.

Am Staatstheater Dresden wird das Antikriegsstück “Toboggan” von Gerhard Menzel uraufgeführt.

15.2.1928, Mittwoch

Die Verhandlungen der Regierungsparteien über einen Gesetzentwurf zur Schulreform werden ergebnislos abgebrochen. Die Reichsregierung ist damit gescheitert.

Johann Ludwig Mowinckel von der Fraktion der Demokraten wird nach dem Sturz der Arbeiterregierung unter Christopher Hornsrud als neuer norwegischer Ministerpräsident vor dem Parlament vereidigt.

In der Sowjetunion wird durch einen Artikel in der Zeitung “Prawda” die Kampagne gegen das mangelhafte Versorgungssystem, mit der die Kollektivierung der Landwirtschaft eingeleitet werden soll, gestartet.

16.2.1928, Donnerstag

Die Republik Litauen existiert zehn Jahre. In einem Aufruf aus diesem Anlass fordert Diktator Antanas Smetona die Bevölkerung dazu auf, die zu Polen gehörende Stadt Wilna, auf die Litauen Anspruch erhebt, zurückzugewinnen. Wegen Wilna war es im November 1927 zu einer Krise zwischen Polen und Litauen gekommen.

In Berlin wird der in katholischen Kreisen heftig umstrittene Film “Luther” uraufgeführt (Regie: Hans Kyser).

17.2.1928, Freitag

In einer Debatte im Nationalrat, dem österreichischen Parlament, wirft der christlichsoziale österreichische Bundeskanzler Ignaz Seipel der italienischen Regierung vor, ihre Verpflichtung zu einer liberalen Politik gegenüber den in Südtirol lebenden Deutschen nicht einzuhalten.

18.2.1928, Samstag

Die Reichsregierung erklärt, dass sie Reichspräsident Paul von Hindenburg um Neuwahlen bitten will, da sich die Regierungsparteien Zentrum, DVP, DNVP und BVP am 15. Februar nicht auf einen gemeinsamen Entwurf für ein Schulgesetz haben verständigen können.

Die bayerische Staatsregierung setzt eine Kommission ein, die Vorschläge zur Vereinfachung der Landesverwaltung erarbeiten soll.

Der neue rumänische Botschafter in Berlin, Petresco Comnèn, überreicht Reichspräsident Paul von Hindenburg sein Beglaubigungsschreiben.

Das indische Parlament in Delhi nimmt mit 68 gegen 62 Stimmen den Antrag der Opposition an, die britische Verfassungskommission unter John Simon zu boykottieren.

Die Uraufführung der Oper “Der Zar lässt sich photographieren” von Kurt Weill findet in Leipzig statt.

19.2.1928, Sonntag

Aus den Bürgerschaftswahlen in Hamburg gehen die Sozialdemokraten trotz Verlustes von drei Sitzen mit 60 der 160 Mandate als stärkste Partei hervor. Zweitstärkste Kraft im Parlament sind die Kommunisten, die ihr Ergebnis (27 Sitze) halten können.

Der britische Automobilrennfahrer Malcolm Campbell erzielt in Daytona Beach (Florida) mit 333,061 km/h einen Geschwindigkeitsweltrekord.

Bei den II. Olympischen Winterspielen, die in Sankt Moritz (Schweiz) zu Ende gehen, dominieren die skandinavischen Sportler.

In Kassel wird die Oper “Armer Columbus”, das Erstlingswerk des Komponisten Erwin Dressel, uraufgeführt.

20.2.1928, Montag

Zwischen Großbritannien und dem britischen Mandatsgebiet Transjordanien wird ein Vertrag geschlossen, mit dem die Briten die beschränkte Souveränität Transjordaniens anerkennen.

In Köln findet der zweite Rosenmontagsumzug seit dem Weltkrieg statt, auch in Mainz gibt es einen Rosenmontagszug.

In Berlin geht der Sensationsprozess um die “Steglitzer Schülertragödie” zu Ende. Der wegen Mordes angeklagte Primaner Paul Krantz wird freigesprochen.

Die Reichsbahn nimmt den Betrieb elektrischer Schnellzüge auf.

An der Tagung des Sicherheitskomitees der Vorbereitenden Abrüstungskommission, die in Genf eröffnet wird (bis 7. 3.), nimmt der Sowjetbürger Boris Stein als Beobachter teil. Er erläutert die Abrüstungsvorschläge, die der stellvertretende sowjetische Volkskommissar des Äußeren, Maxim M. Litwmow, im November 1927 in Genf vorgelegt hat.

In den Niederlanden wird die Einrichtung eines Landesverteidigungsministeriums anstelle der bisherigen getrennten Ministerien für Krieg und Marine beschlossen.

Erstmals in der Geschichte Japans werden Parlamentswahlen nach dem allgemeinen Wahlrecht abgehalten. Die Seiyukai-Partei von Ministerpräsident Gi-ichi Tanaka verliert zwar die absolute Mehrheit der Mandate, Tanaka bleibt aber dennoch im Amt.

21.2.1928, Dienstag

In Mecklenburg-Strelitz tritt Ministerpräsident Karl Schwabe (DNVP) mit seinem Kabinett zurück. Als Übergangskabinett wird zunächst ein Beamtenministerium eingesetzt.

Reichsaußenminister Gustav Stresemann konferiert an seinem Urlaubsort, in Cap Martin an der französischen Riviera, mit seinem rumänischen Amtskollegen Nikolaus Titulescu.

22.2.1928, Mittwoch

In Berlin wird der Film “Du sollst nicht ehebrechen/Thérèse Raquin” von Jacques Feyder nach dem Roman von Emile Zola uraufgeführt.

Die Regierung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (später Jugoslawien) unter Ministerpräsident Welja Vukicevi c, die am 1. Februar 1928 zurückgetreten ist, wird in geringfügig veränderter Zusammensetzung erneut vereidigt. Versuche zur Bildung einer Regierung unter Einschluss der Kroaten sind gescheitert.

Der niederländische Frauenarzt und Sexualforscher Theodor Hendrik van de Velde hält in Berlin einen Vortrag zu seinem kürzlich erschienenen Buch “Die Abneigung in der Ehe”.

Die albanische Regierung richtet einen Hilferuf an das Generalsekretariat des Völkerbundes in Genf. Sie bittet um Unterstützung bei der Bekämpfung der Hungersnot, die infolge schlechter Ernten in einigen Teilen des Landes herrscht.

Als erstes gekröntes Haupt seit Bestehen der Weimarer Republik stattet König Aman Ullah von Afghanistan dem Deutschen Reich einen Staatsbesuch ab (bis 28. 2.).

Der Australier Bert Hinkler landet nach einem 16-tägigen Flug wohlbehalten in Port Darwin (Australien). Er ist am 7. Februar von London aus zum ersten Alleinflug von Europa nach Australien gestartet.

23.2.1928, Donnerstag

In der Sowjetunion wird der zehnte Jahrestag der Gründung der Roten Armee festlich begangen.

Das deutsch-französische Abkommen über den Handel mit dem Saarland, das in Paris paraphiert wird, sieht Zollermäßigungen im Warenaustausch zwischen dem Saargebiet, das nach den Bestimmungen des Versailler Friedensvertrags zollmäßig Frankreich zugeordnet ist, und dem Deutschen Reich vor.

Der Kunstflieger Ernst Udet landet mit einem 20-PS-Flugzeug auf der Zugspitze.

Alexander Zoubkow, der 28-Jährige Ehemann der 61-Jährigen Prinzessin Viktoria zu Schaumburg-Lippe, einer Schwester von Ex-Kaiser Wilhelm II., schlägt bei einer Rauferei in Berlin einen Hotelpagen nieder. Zoubkow wird von einem Schnellgericht zu 500 Reichsmark Geldstrafe verurteilt.

24.2.1928, Freitag

Der US-amerikanische Politiker Parker Gilbert, der als Reparationsagent von Berlin aus die Reparationszahlungen des Deutschen Reiches überwacht, spricht seine Besorgnis über die zunehmende Auslandsverschuldung der öffentlichen Hände im Deutschen Reich aus.

Die Republik Estland feiert ihr zehnjähriges Bestehen.

Die mitteldeutschen Metallarbeiter nehmen nach der Zwangsschlichtung von Reichsarbeitsminister Heinrich Brauns (Zentrum), die eine Lohnerhöhung um fünf Pfennig pro Stunde beinhaltet, die Arbeit wieder auf.

25.2.1928, Samstag

In der Berliner Krolloper wird unter der musikalischen Leitung von Otto Klemperer die oratorische Oper “König Ödipus” von Igor Strawinsky (Libretto: Jean Cocteau) in der szenischen Fassung uraufgeführt. Die Uraufführung der konzertanten Fassung fand bereits am 30. Mai 1927 in Paris statt.

26.2.1928, Sonntag

Reichsaußenminister Gustav Stresemann analysiert vor seiner Partei, der rechtsliberalen Deutschen Volkspartei (DVP), die Situation des Parlamentarismus im Deutschen Reich.

Im Berliner Capitol-Theater findet die erste öffentliche Versammlung des Volksverbandes für Filmkunst, der sich die Förderung des fortschrittlichen Films zum Ziel gesetzt hat, statt.

Das ehemals deutsche Luftschiff “Los Angeles” (bis 1924: “LZ 126”) startet zu einem Nonstop-Flug von New York zum Panamakanal.

Die Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf der Herren in Berlin (seit 25. 2.) gewinnt – wie in allen Titelkämpfen seit 1925 – der Österreicher Willi Böckl, der bei den Olympischen Winterspielen hinter dem Schweden Gillis Grafström Zweiter geworden ist. Grafström tritt in Berlin nicht an.

27.2.1928, Montag

Die Reichsregierung beschließt ihr Arbeitsprogramm bis zum Ende der Legislaturperiode. Kernpunkt ist ein Notprogramm für die Landwirtschaft.

Nach einer Intervention der deutschen Botschaft im London wird im britischen Unterhaus über den Film “Dawn” debattiert. Er schildert das Leben der britischen Krankenschwester Edith Cavell, die während des Weltkriegs von einem deutschen Militärgericht als Spionin zum Tode verurteilt worden ist.

Bei einem Kinobrand in Mariago bei Treviso sterben 40 Menschen.

28.2.1928, Dienstag

Der US-amerikanische Senat in Washington verabschiedet den Gesetzentwurf über die Freigabe des deutschen Eigentums in den USA, das nach Kriegsende beschlagnahmt worden ist. Am 29. Februar erteilt auch das Repräsentantenhaus seine Zustimmung.

29.2.1928, Mittwoch

Reichsernährungsminister Martin Schiele (DNVP) erläutert in der Reichstagsdebatte in Berlin das Notprogramm für die Landwirtschaft.