Was geschah im Februar 1936

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1.2.1936, Samstag

Gleichzeitig in Aachen und Münster wird die preußische Biedermeierkomödie “Der alte Wrangel” von Otto Brües uraufgeführt.

Der dritte Reichsberufswettkampf der Hitlerjugend (HJ), ein Leistungswettbewerb der in der HJ organisierten Berufsschüler, wird im Berliner Sportpalast von Reichsjugendführer Baldur von Schirach eröffnet.

Die deutsche, nur aus Soldaten bestehende, Springreitermannschaft gewinnt in der Berliner Deutschlandhalle den Großen Preis von Deutschland vor Polen und Italien.

2.2.1936, Sonntag

Die Grüne Woche in Berlin, die am 25. Januar eröffnet wurde, geht zu Ende. 285 000 Menschen besuchten die größte deutsche Landwirtschaftsausstellung, 40 000 mehr als im Vorjahr 1935.

In Paris wird unter dem Vorsitz von Heinrich Mann ein “Komitee zur Vorbereitung der deutschen Volksfront” von Vertretern der KPD, der SPD, der Sozialistischen Arbeiterpartei und der Revolutionären Sozialisten Deutschlands gebildet.

Ein neuer, elektrischer Blutdruckschreiber wird bei der Verbrechensbekämpfung und der psychiatrischen Diagnose verwendet.

Beim Skispringen der Nationen in Garmisch-Partenkirchen gewinnt der Schwede Sven Ivan Eriksson (80 m, 81 m, Note 229,3) vor dem Norweger Birger Ruud (74 m, 76 m, Note 222,6) und dem US-Amerikaner Roy Mickelsen (76 m, 78 m, Note 216,5).

In mehreren deutschen Filmtheatern erlebt der US-amerikanische Spielfilm “Anna Karenina” seine deutsche Uraufführung. Der Film wurde 1935 bei der internationalen Filmkunstausstellung in Venedig zum besten Film des Jahres gekürt. Unter der Regie von Clarence Brown spielt Greta Garbo die Hauptrolle.

3.2.1936, Montag

In Borkenberge/Westfalen wird die erste deutsche Reichssegelflugschule eröffnet. In ihr sollen interessierte Jugendliche auf eine Ausbildung im Flugwesen und in der Luftwaffe vorbereitet werden.

Der deutsche Schriftsteller Thomas Mann nimmt in einem Brief an die “Neue Zürcher Zeitung” die deutschen Emigranten und deren Literatur in Schutz.

Die Leitung der deutschen Wirtschaftsgruppe Gaststätten und Beherbergungsgewerbe teilt mit, dass für den Eintopfsonntag am 9. Februar der zugunsten des Winterhilfswerks durchgeführt wird, drei Eintopfgerichte für die deutschen Gaststätten vorgeschrieben sind.

Das erste “Filmmuseum der Welt” wird von der UFA in Neubabelsberg bei Potsdam seiner Bestimmung übergeben.

4.2.1936, Dienstag

Lucie Englisch und Elisabeth Flickenschildt sind in dem bayerischen Lustspielfilm “Der ahnungslose Engel” zu sehen, der in München uraufgeführt wird. Regie führte Franz Seitz.

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler stiftet “für Verdienste um die Deutschland übertragenen Olympischen Spiele” ein deutsches Olympia-Ehrenzeichen.

Der Leiter der NSDAP-Landesgruppe Schweiz, Wilhelm Gustloff, wird in seiner Wohnung in Davos von dem Jugoslawen David Frankfurter ermordet.

5.2.1936, Mittwoch

Der deutsche Reichspropagandaminister, Joseph Goebbels, verbietet sämtliche Veranstaltungen des Reichsverbandes jüdischer Kulturbünde.

Otto Habsburg-Lothringen erklärt in Paris, dass eine Wiederaufrichtung des Habsburger Thrones in Österreich durchaus denkbar sei.

Der Konstrukteur und Luftfahrtpionier August von Parseval feiert seinen 75. Geburtstag. Er baute 1890- 1892 das erste deutsche Flugzeug und konstruierte 1897 die für militärische Zwecke genutzten “Drachenballons” (Fesselballon).

In den USA wird der Stummfilm “Modern Times” von Charlie Chaplin uraufgeführt.

Innerhalb von zwei Tagen ist die Temperatur in Sibirien von 40 Grad Kälte auf 5 Grad Wärme gestiegen.

6.2.1936, Donnerstag

Der deutsche Zugverkehr durch Polen nach Ostpreußen wird von den polnischen Behörden wegen der deutschen Zahlungsrückstände im Finanzierungsausgleich eingeschränkt. Aufgrund des reduzierten Eisenbahnverkehrs nach Ostpreußen ordnet der deutsche Reichsverkehrsminister, Paul Freiherr Eltz von Rübenach, an, dass eine für das Deutsche Reich beschlossene Transportkostenerhöhung von 5% für diese Strecken zurückgestellt wird.

Die französische Regierung erklärt sich bereit, Rumänien eine Anleihe in Höhe von mehreren Milliarden Francs zu gewähren. Außerdem wollen die Franzosen Waffen an Rumänien und Jugoslawien liefern.

In Garmisch-Partenkirchen werden die IV. Olympischen Winterspiele vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler eröffnet. Den olympischen Eid leistet der deutsche Skimeister Willy Bogner.

7.2.1936, Freitag

Das Innenministerium und das Finanzministerium Preußens verfügen eine Beschränkung der Gemeindeausgaben zugunsten des Aufbaus der deutschen Wehrmacht.

Aus dem Berliner Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie werden neue Erfolge in der Zwillingsforschung gemeldet.

8.2.1936, Samstag

Jawaharlal Nehru wird als Nachfolger Mahatma Gandhis Vorsitzender der national-indischen Kongresspartei.

Das Danziger Landgericht lehnt eine Klage der sozialdemokratischen Gewerkschaftsorganisation “Allgemeiner Arbeiterverband” gegen die am 17. Dezember 1935 verfügte Auflösung des Verbandes ab. Die Gewerkschaft war verboten worden, weil sie sich kritisch zur Politik der nationalsozialistischen Regierung von Danzig geäußert hatte.

9.2.1936, Sonntag

Der deutsche Reichserziehungsminister, Bernhard Rust, veröffentlicht Richtlinien für die “gesundheitliche” Auslese zum Hochschulstudium, wonach u.a. untauglich ist, wer “dauernde Scheu und Mangel an Willen zu Leibesübungen, körperlicher Härte und Einsatzbereitschaft” an den Tag legt.

In Ägypten wird das Wehrpflichtalter von 19 auf 18 Jahre herabgesetzt und auf im Land ansässige Beduinen und Sudanesen ausgedehnt. Das Heer wird um 6000 Mann auf 18 000 Mann verstärkt. Gründe für diese Maßnahmen sind der Einfall Italiens in Abessinien (Äthiopien) und die Lösung Ägyptens vom militärischen “Schutz” Großbritanniens.

Der seit vier Wochen andauernde Generalstreik in Teilen Syriens, der sich gegen die französische Kolonialbesatzung richtet, weitet sich auf das ganze Land aus.

In der Londoner Filmstadt Elstree richtet die bislang größte Brandkatastrophe der britischen Filmindustrie einen Schaden von umgerechnet etwa sechs Millionen Reichsmark (RM) an.

10.2.1936, Montag

Der sowjetische Volkskommissar und Vertraute von Regierungschef Josef W. Stalin, Lasar M. Kaganowitsch, sagt bei einem Besuch in Wladiwostok, die Sowjetunion sei gerüstet, um eine Offensive der Japaner abzuwehren.

In Essen hält der Archäologe Hans Spethmann einen Vortrag über Ausgrabungen nahe der Stadt Xanten.

11.2.1936, Dienstag

In einem Interview mit dem “Daily Telegraph” äußert sich der österreichische Vizekanzler, Ernst Rüdiger Starhemberg, positiv über eine Habsburger Thronbesteigung in Österreich, sieht für die nächste Zukunft jedoch keine Realisierungsmöglichkeiten in dieser Richtung.

12.2.1936, Mittwoch

Nach einem Bericht der US-amerikanischen Regierung ist die Zahl der Lynchmorde in den USA von 15 im Jahr 1934 auf 20 im Jahr 1935 gestiegen.

In Mailand wird die Oper “Il Campiello” von Ermanno Wolf-Ferrari uraufgeführt.

In Schwerin findet die Trauerfeier für den ermordeten Landesgruppenleiter Schweiz der NSDAP, Wilhelm Gustloff, statt.

13.2.1936, Donnerstag

Die französische Regierung ordnet die Auflösung der rechtsradikalen Organisation “Action Française” an.

Der britische Außenminister, Anthony Eden, betont im Unterhaus die Souveränitätsrechte Großbritanniens über die Falklandinseln. Er weist darauf hin, dass es unzulässig sei, wenn Argentinien auf seinen Briefmarken die Falklandinseln als eigenes Territorium darstelle.

In einer Anweisung des deutschen Propagandaministeriums an die deutsche Presse wird Reklame für Charlie Chaplin als “absolut unerwünscht” bezeichnet.

Der von Carl Lamac gedrehte Spielfilm “Der schüchterne Casanova” mit Fita Benkhoff und Adele Sandrock wird in Berlin uraufgeführt.

14.2.1936, Freitag

Der Führer und Reichskanzler, Adolf Hitler, spricht mit dem deutschen Botschafter in Rom, Ulrich von Hassell, über die von Italien erhoffte politische Rückendeckung bei der geplanten militärischen Besetzung des Rheinlandes.

Nach Aussage des Befehlshabers der deutschen Polizei, SS-Gruppenführer Kurt Daluege, sind fast alle maßgebenden Stellen bei der Polizei mit NS-Parteigenossen besetzt.

Nach einem Zwischenfall an der mandschurisch-mongolischen Grenze verschlechtern sich die Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Japan weiter.

15.2.1936, Samstag

In Berlin wird die Internationale Automobil- und Motorrad-Ausstellung vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler eröffnet.

In Abessinien (Äthiopien) gewinnen die italienischen Invasionstruppen nach fünftägigen Kämpfen die “Schlacht von Enderta” und zwingen die Abessinier zur Aufgabe der stark befestigten Stellungen am Bergmassiv Ambar Aradam.

Zwischen dem Deutschen Reich und den USA wird ein Abkommen unterzeichnet, das Versuchsflüge über den Atlantik vorsieht, um eine regelmäßige Luftlinie über den Ozean einzurichten.

16.2.1936, Sonntag

Bei den Parlamentswahlen in Spanien siegt die Volksfront der Linksparteien.

In Paris findet eine Protestkundgebung gegen den Überfall auf den französischen Sozialistenführer, Leon Blum, statt. An der Veranstaltung, zu der die Volksfrontparteien (Kommunisten, Sozialisten und Liberale) aufgerufen haben, nehmen nach Polizeiberichten 200 000 Menschen teil.

In New York kommt es zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und 12 000 Arbeitslosen. Die Arbeitslosen wollten einen Protestmarsch durchführen, der allerdings “wegen des verschneiten Zustandes der Straßen” verboten wurde. 100 Personen werden verletzt, 13 Führer des Umzuges wegen “unordentlichen Betragens” vorübergehend von der Polizei festgenommen.

Mit der Schlussfeier in Garmisch-Partenkirchen werden die IV. Olympischen Winterspiele 1936 beendet.

In Berlin hat der Spielfilm “Der Kurier des Zaren” mit Adolf Wohlbrück und Theo Lingen Uraufführung, Regie führte Richard Eichberg.

17.2.1936, Montag

Der Völkerbund begrenzt die legale Jahresproduktion an Rauschgiften auf 35 t.

Die Neufassung von Werner Egks “Zaubergeige” wird in der Berliner Staatsoper uraufgeführt. Die Inszenierung übernahm Rudolf Hartmann.

18.2.1936, Dienstag

Die Regierung in Paraguay wird durch einen Militärputsch unter Führung des Oberst Rafael Franco gestürzt. Franco nennt als Grund für die Machtübernahme die Unzufriedenheit des Heeres mit den Bedingungen des Friedensprotokolls mit Bolivien vom 12. Juni 1935.

Der deutsche Spielfilm “Der Raub der Sabinerinnen” (Regie: Robert Adolf Stemmle) mit Grethe Weiser hat in Leipzig Uraufführung.

In Düsseldorf werden Verkehrssünder erstmals mit versteckten Kameras fotografiert.

Im Zug der polnischen Agrarreform sollen 7450 ha polnischer und 8744 ha deutscher Grundbesitz enteignet und auf landwirtschaftliche Kleinbetriebe aufgeteilt werden, um deren Existenz zu sichern.

Der Schweizer Bundesrat verbietet die Landesleitung und die Kreisleitungen der NSDAP in der Schweiz.

Auf Anordnung des deutschen Propagandaministers, Joseph Goebbels, müssen nun auch kirchenamtliche Blätter einen Schriftleiter benennen, sofern sie politische Stellungnahmen veröffentlichen. Bislang waren kirchliche Zeitungen von dieser Verpflichtung entbunden.

19.2.1936, Mittwoch

In Spanien wird der Führer der Republikanischen Linken, Manuel Azaña mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt.

Zum neuen Flüchtlingskommissar des Völkerbunds nach dem Rücktritt von James MacDonald (31. 12. 1935) wird der britische Generalmajor Neill Malcolm ernannt.

20.2.1936, Donnerstag

Das deutsche Propagandaministerium fordert in einem Rund-Erlass alle Reichsministerien, Berufsorganisationen, Sportverbände und Wirtschaftsunternehmen auf, Einladungen an die Presse nur nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen im Propagandaministerium ergehen zu lassen.

Im Rheinland und in Westfalen verhaftet die Geheime Staatspolizei (Gestapo) zahlreiche Geistliche und Laienführer des Katholischen Jungmännerverbandes, die angeblich zusammen mit kommunistischen Organisationen “hochverräterische Unternehmen” geplant haben sollen.

21.2.1936, Freitag

Der Dirigent Karl Böhm, bislang in Hamburg tätig, übernimmt die Leitung der Dresdener Oper.

In der Sowjetunion wird der zweite Fünfjahresplan verabschiedet. Im Jahr 1936 soll die Produktion von Gebrauchsgütern wie Grammophonen, Fahrrädern und Radioapparaten erhöht werden.

Unter der Leitung des Reichsleiters der Deutschen Arbeitsfront, Robert Ley, werden in Köln die ersten 30 von insgesamt 500 jungen Männern ausgewählt, die an den Schulungskursen in den neuen NSDAP-Ordensburgen teilnehmen sollen. Neben körperlicher Gesundheit und rassischer Reinheit müssen die Anwärter aktive Mitarbeit in der NSDAP nachweisen können.

Die Verzögerung der Amnestie für alle politischen Gefangenen in Spanien, die von der neuen Regierung versprochen wurde, führt in vielen Teilen des Landes zu Ausschreitungen und Gewalttaten. In einigen Städten, so in Alicante und Murcia, wird das Kriegsrecht verhängt.

22.2.1936, Samstag

In Bad Oeynhausen endet die vierte Reichsbekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche (17. 2.- 22. 2.)

Der deutsche Reichsärzteführer, Gerhard Wagner, verfügt Einschränkungen für die Tätigkeit jüdischer Ärzte. Danach dürfen Patienten nicht von arischen zu jüdischen Ärzten überwiesen werden.

Das spanische Parlament verabschiedet die Amnestieverordnung für alle politischen und sozialen Häftlinge. Damit wird die Freilassung der seit 1934 eingesperrten Arbeiter ermöglicht, die an dem Aufstand in Asturien gegen die damalige Regierung beteiligt gewesen sind.

23.2.1936, Sonntag

Die ägyptische Regierung stellt hunderttausend ägyptische Pfund für Verteidigungsanlagen an der ägyptisch-libyschen Grenze bereit, um das Land gegen den italienischen Expansionsdrang abzusichern.

In einem Fußballländerspiel in Barcelona gewinnt die deutsche Nationalmannschaft gegen Spanien 2:1. Der Wormser Josef Fath schießt beide Tore für die deutsche Elf.

24.2.1936, Montag

Der britische Außenminister, Anthony Eden, widerspricht der verbreiteten Ansicht, dass die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Italien wirkungslos seien, und weist auf den Kaufkraftverlust Italiens hin, der es Italien bald unmöglich machen werde, Einkäufe im Ausland zu tätigen.

Bei den diesjährigen Rosenmontagszügen im Deutschen Reich genießt die Kleidung des “Negus”, Kaiser Haile Selassie I. von Abessinien (Äthiopien), als Faschingskostüm besondere Beliebtheit.

25.2.1936, Dienstag

Die Reichsleitung des deutschen Arbeitsdienstes gibt die von der Einberufung zum Reichsarbeitsdienst am 1. April 1936 betroffenen Personengruppen bekannt.

Die deutschen Brauereien, die Bier in Leihflaschen absetzen, müssen ab sofort einen Flaschenpfand von mindestens zehn Reichspfennig erheben, um einen Anreiz für die Flaschenrückgabe zu schaffen.

26.2.1936, Mittwoch

In Tokio verüben junge Offiziere nach dem Wahlsieg der Liberalen einen Militärputsch.

27.2.1936, Donnerstag

Mit 353 gegen 164 Stimmen nimmt die französische Nationalversammlung das Beistandsabkommen mit der Sowjetunion an.

Das deutsche Verkehrsluftschiff LZ 129 wird auf der Friedrichshafener Werft der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die deutsche Nationalmannschaft gewinnt ein Fußballländerspiel gegen Portugal in Lissabon 3:1.

28.2.1936, Freitag

Der deutsche Reichserziehungsminister, Bernhard Rust, bemängelt in Berlin bei einer Rede vor Gruppenleitern des Reichsleistungskampfes der Studierenden, dass “die Hochschule noch kein geschlossenes Bild der nationalsozialistischen Bewegung zeigt, während die Arbeiterschaft im gläubigen Vertrauen dem Führer folgt”.

Die Zahl der Arbeitslosen im Deutschen Reich beträgt im Februar 2 516 000.

In Madrid werden auf Anordnung der Regierung sämtliche Parteilokale der faschistischen Falange von der Polizei geschlossen.

Die Abordnung Italiens bei der Londoner Flottenkonferenz gibt bekannt, dass Italien nicht bereit sei, ein Abrüstungsabkommen zu unterzeichnen, solange die Sanktionen gegen Italien (wegen des Abessinienkrieges) aufrechterhalten würden.

29.2.1936, Samstag

Der US-amerikanische Kongress verabschiedet das zweite Neutralitätsgesetz. Das erste Neutralitätsgesetz aus dem Jahr 1935 wird damit bis zum Mai 1937 verlängert. Danach dürfen u.a. keine Kredite oder Anleihen an kriegführende Staaten gegeben werden.

Der tschechoslowakische Staatspräsident, Eduard Bene enthebt Ministerpräsident Milan Hodža seines Amtes als Außenminister. Nachfolger wird der Geschichtsprofessor Kamill Krofta.

Aus Österreich wird ein Anstieg des Kraftfahrzeugbestandes gemeldet. Am 1. Februar 1936 waren 94 800 Fahrzeuge in Österreich angemeldet gegenüber 78 500 im gleichen Monat des Jahres 1935. Das entspricht einer Zunahme von 20,7%.

In Italien müssen dem Benzin zukünftig 20% Alkohol beigemischt werden, um die Abhängigkeit von Treibstoffeinfuhren zu vermindern.