Was geschah im Februar 1939

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1.2.1939, Mittwoch

Die Luftwaffe wird neu gegliedert: Chefs der Luftflotten Ost, Nord und West werden die Generäle Albert Kesselring, Helmut Felmy und Hugo Sperrle.

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler unterzeichnet einen Erlass über die Festigung der östlichen Grenzgebiete. Ziel ist u.a. die zahlenmäßige Stärkung des deutschen Volkstums im Grenzraum.

In der Münchner Zentrale der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) treffen beunruhigende Berichte des Sicherheitsdienstes (SD) über die Stimmung im ehemaligen Österreich (Ostmark) ein.

Nach drei Tagen geht in Draveil bei Paris die “Berner Konferenz” der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) zu Ende. Die KPD propagiert die Volksfront gegen die Hitler-Diktatur.

Wegen der Ankündigung Ungarns, dem Antikominternpakt beizutreten, löst die UdSSR ihre Botschaft in Budapest auf.

Auf Weisung von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wird die Schack-Galerie in München errichtet.

Alle jüdischen Emigranten müssen die Tschechoslowakei auf Beschluss der Prager Regierung innerhalb von sechs Monaten verlassen haben.

In der Mailänder Scala erlebt die Oper “La dama boba” (Das dumme Mädchen) von Ermanno Wolf-Ferrari nach Lope Félix de Vega Carpio ihre Uraufführung.

Mit der Uraufführung der Operettenrevue “Das Schiff der schönen Frauen” (Musik: Walter Kollo) wird in Köln das Apollo-Theater eröffnet.

2.2.1939, Donnerstag

Belgiens Ministerpräsident Paul Henri Spaak wird in Brüssel tätlich angegriffen. Anlass ist der Sprachenstreit zwischen Flamen und Wallonen.

Das Amt für soziale Selbstverwaltung der Deutschen Arbeitsfront (DAF) erklärt: “Bei der heutigen … Arbeitseinsatzlage, wo die Schaffenden oft 12 oder 14 Stunden … täglich unterwegs sind kommt der betrieblichen Ernährung besondere Bedeutung zu.”

In der Wiener Staatsoper hat als erste Uraufführung seit dem “Anschluss” Österreichs im März 1938 die Oper “Königsballade” von Rudolf Wille Premiere.

In der Sowjetunion wird der Film “Die Wyborger Seite” (Wyborgskaja storona) von Michail Romm über die ersten Jahre nach der Revolution uraufgeführt.

3.2.1939, Freitag

Führer-Stellvertreter Rudolf Heß vollzieht in Dortmund den ersten Spatenstich zum Bau einer Gemeinschaftssiedlung für 20 000 Menschen.

US-Präsident Franklin Delano Roosevelt erklärt, man sei gegen jede Art von Bündnissen, sympathisiere aber mit der Wahrung der Unabhängigkeit aller Staaten.

Die Schweizer Bundesversammlung erteilt in einer Sondersitzung dem Bundesrat Vollmacht für außerordentliche Truppenaufgebote im Jahr 1939.

Der Kabarettist Werner Finck und vier andere Unterhaltungskünstler werden aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen und dürfen nicht mehr öffentlich auftreten.

In Hollywood werden die Academy Awards (“Oscars”) für das Jahr 1938 vergeben. Als bester Film wird Frank Capras “Lebenskünstler” (You can’t take it with you) mit James Stewart und Jean Arthur in den Hauptrollen ausgezeichnet. Bester Schauspieler ist wie im vergangenen Jahr Spencer Tracy; die Auszeichnung für die beste weibliche Hauptrolle geht zum zweiten Mal an Bette Davis.

4.2.1939, Samstag

In seiner ersten Kundgebung als Gauleiter von Wien wendet sich Josef Bürckel gegen Korruption, Denunziantentum und Gerüchtemacherei.

Im Deutschen Reich werden zwei zusätzliche Scheinwerfer (Nebellampen, Kurvenlampen, Breitstrahler u. ä.) an Kraftfahrzeugen zugelassen.

In den Londoner U-Bahn-Stationen Tottenham Court Road und Leicester Square explodieren Bomben der Irisch-Republikanischen Armee (IRA). Sie richten erheblichen Sachschaden an.

In Sankt Moritz stirbt im Alter von 72 Jahren der niederländische Ölindustrielle Sir Henri Deterding, der Begründer des Royal Dutch/Shell-Konzerns.

Am Staatstheater Stuttgart wird die Operette “Die ungarische Hochzeit” mit Vorspiel und drei Akten von Nico Dostal uraufgeführt. Das Libretto schrieb Hermann Hermecke nach einer Novelle von Kálmán Mikszáth.

5.2.1939, Sonntag

Der Präsident der Spanischen Republik, Manuel Azaña y Díaz, und der katalanische Staatspräsident Luis Companys y Jover fliehen über die französische Grenze ins Exil.

Dragi Cvetkovic wird anstelle von Milan Stojadinovic Ministerpräsident von Jugoslawien. Das alte Kabinett war über die Kroatenfrage gestürzt.

Die deutsche Antarktische Expedition beendet ihre Arbeit. Das erkundete Gebiet von rund 600 000 km² erhält den Namen Neu-Schwabenland. An dem Unternehmen waren auch zwei Dornier “Wal”-Flugzeuge der Deutschen Lufthansa AG beteiligt.

In München wird “Der Mond, ein kleines Welttheater” nach dem Märchen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm von Carl Orff: uraufgeführt (Musikalische Leitung Clemens Krauss).

6.2.1939, Montag

Die Reichsmusikkammer teilt ihren Mitgliedern die korrekte Spielweise der Lieder der Nation mit: Während das Horst-Wessel-Lied als “revolutionäres Kampflied” schnell gespielt werden müsse, sei das Deutschlandlied als “Weihelied” langsam zu spielen (Zeitmaß = M 80).

Vor dem britischen Unterhaus erläutert Premierminister Arthur Neville Chamberlain die auf einer “Solidarität der Interessen” beruhenden Grundlagen des britisch-französischen Beistandspaktes.

US-Präsident Franklin Delano Roosevelt kündigt auf einer Pressekonferenz eine Untersuchung der Tätigkeit der Kommunistischen Partei der USA und des Deutsch-Amerikanischen Bundes an.

Die französische Presse meldet, dass bis zum Vortag rund 100 000 Soldaten und Zivilisten aus der Republik Spanien nach Frankreich geflohen sind.

7.2.1939, Dienstag

NS-Reichsleiter Alfred Rosenberg informiert die Auslandspresse in Berlin über Pläne, die Juden in ein Territorium abzuschieben, das etwa 15 Millionen Menschen aufnehmen kann.

In London beginnt eine Konferenz zur Lösung der Palästinafrage. An der Tagung nehmen sowohl jüdische als auch arabische Delegierte teil.

8.2.1939, Mittwoch

Frankreich fordert in einer Verbalnote die deutsche Reichsregierung auf, zu der im Münchner Abkommen von 1938 vereinbarten Grenzgarantie des Deutschen Reiches für die Tschechoslowakei Stellung zu nehmen.

Auf der Autobahn Dessau- Bitterfeld stellt Rudolf Caracciola auf Mercedes-Benz mit 175,097 km/h bzw. 204,577 km/h über den Kilometer und die Meile mit stehendem Start Klassenrekorde auf.

9.2.1939, Donnerstag

Die spanischen nationalistischen Truppen erreichen die spanisch-französische Grenze bei Le Perthus. Die noch von den Republikanern gehaltene Insel Menorca kapituliert nach britischer Vermittlung.

In Leipzig endet nach einwöchiger Dauer das 5. Reichsmusikschulungslager der Hitlerjugend (HJ).

Auf der Londoner Palästina-Konferenz fordern die Araber den Stop der jüdischen Einwanderung und einen Araberstaat in Palästina.

In Berlin wird der Terra-Film “Der Schritt vom Wege” nach Theodor Fontanes “Effi Briest” uraufgeführt.

Auf der Autobahn Dessau- Bitterfeld stellt Rudolf Caracciola auf dem neuen 3 l-Mercedes-Benz mit 398,230 bzw. 399,560 km/h über den Kilometer und die Meile mit fliegendem Start Klassenrekorde auf (Klasse D bis 3000 cm

Japanische Truppen besetzen die chinesische Insel Hainan.

11.2.1939, Samstag

In Leipzig wird die komische Oper “Die pfiffige Magd” von Julius Weismann uraufgeführt.

12.2.1939, Sonntag

Im Ehrenhof der Reichskanzlei in Berlin nimmt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler mit 1400 Parteimitgliedern an einem Eintopfessen teil.

Bei den ersten Landtagswahlen in der Karpato-Ukraine stimmen 92,4% der Bevölkerung für die Regierungsliste.

Bei der am 3. Februar begonnenen Eishockey-Weltmeisterschaft in Basel und Zürich siegt Kanada durch ein 4:0 (0:0, 1:0, 3:0) über die USA.

In Lissabon gewinnt die Fußball-Nationalmannschaft der Schweiz gegen Gastgeber Portugal 4:2 (2:1).

In Prag wird die Britin Megan Taylor Eiskunstlauf-Weltmeisterin.

13.2.1939, Montag

Hermann Göring, der Beauftragte für den Vierjahresplan, erlässt eine neue Arbeitseinsatzverordnung. Sie macht u.a. die Lösung von Arbeitsverhältnissen genehmigungspflichtig.

Das im Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar eingerichtete Barackenlager für die nach dem Pariser Attentat auf den deutschen Botschaftssekretär Ernst Eduard von Rath am 7. November 1938 festgenommenen Juden wird aufgelöst. Über 600 Juden waren dort gestorben. Etwa 250 Überlebende werden in das eigentliche KZ überstellt.

In der Princeton University hält der deutsche Schriftsteller Thomas Mann eine öffentliche Vorlesung über den Psychologen Sigmund Freud.

14.2.1939, Dienstag

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hält in Hamburg die Taufrede beim Stapellauf des Schlachtschiffs “Bismarck” (35 000 t) der Kriegsmarine.

Der Schweizer Bundesrat erkennt die spanische Regierung von Francisco Franco Bahamonde als rechtmäßige Regierung Spaniens an.

Reichswirtschaftsminister Walther Funk untersagt deutschen Devisenberatern die Vertretung von Juden.

15.2.1939, Mittwoch

Ein Erlass des Reichswirtschaftsministeriums über den Einsatz jüdischen Vermögens sieht u.a. bei ungerechtfertigten Gewinnen aus Enteignungen jüdischer Bürger eine Ausgleichsabgabe vor.

Ungarns Ministerpräsident Béla Imrédy reicht wegen seiner nichtarischen Vorfahren seinen Rücktritt ein.

Im New Yorker National Theatre wird das Stück in drei Akten “Die kleinen Füchse” (The little Foxes) der US-Amerikanerin Lilian Hellman uraufgeführt.

16.2.1939, Donnerstag

Durch die Revision des Gesetzes über das Reichskriegsgericht können Dienstvorgesetzte bei besonders schweren Delikten eine direkte Verurteilung durch das Reichskriegsgericht beantragen.

Als Nachfolger des am Vortag zurückgetretenen Béla Imrédy wird Pál Graf Teleki Ministerpräsident von Ungarn.

Der Große Faschistische Rat beschließt die Verbindung der Bildungseinrichtungen Italiens mit der faschistischen Jugend und die Zwangsmitgliedschaft für alle Schüler und Studenten.

17.2.1939, Freitag

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler eröffnet in Berlin die Internationale Automobil- und Motorradausstellung. Die Schau dauert bis zum 5. März.

Im Deutschen Reich wird das Einkommensteuergesetz geändert. Einige Vergünstigungen wie Pauschbeträge für Sonderausgaben und Werbungskosten fallen durch die Revision fort.

Ein Erlass von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler beauftragt die für die Städte Augsburg, Bayreuth, Breslau, Dresden, Graz, Hamburg und Würzburg zuständigen Gauleiter der Partei mit der Durchführung städtebaulicher Maßnahmen.

Ein Besoldungsgesetz für deutsche Hochschullehrer legt für Professoren jährliche Bezüge von 7550 bis 13 600 Reichsmark (RM) und für Dozenten und Assistenten von 3400 bis 7500 RM fest.

Die Kurverwaltung von Karlsbad bietet 56 Kurhäuser und Hotels zum Verkauf an. Sie gehörten Juden, die im Oktober 1938 vor den Deutschen geflohen waren.

Bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Budapest erringen Maxie Herber und Ernst Baier ihren vierten Titel im Paarlaufen.

18.2.1939, Samstag

Im Deutschen Reich tritt das am Vortag erlassene Heilpraktikergesetz in Kraft. Alle nicht ärztlich ausgebildeten Heilkundler bedürfen nun einer Erlaubnis.

In 36 Stunden und elf Minuten bringt der “Seefalke”, eine viermotorige Dornier Do 26 der Deutschen Lufthansa AG, insgesamt 567 kg Medikamente für die Erdbebenopfer in Chile nach Rio de Janeiro.

In Berlin erhalten 66 Pioniere des Kraftfahrzeugsports, darunter Manfred von Brauchitsch, Hans Stuck und Rudolf Caracciola, das erstmals verliehene Deutsche Motorsportabzeichen in Gold.

19.2.1939, Sonntag

Nach einer in der “Deutschen Bergwerkszeitung” veröffentlichten Mitteilung des Reichsarbeitsministeriums kommen in Berlin auf einen arbeitssuchenden Maurer 1360 und auf einen arbeitssuchenden Hilfsarbeiter 500 offene Stellen.

Nach acht Tagen enden in Zakopane die Ski-Weltmeisterschaften.

In Budapest wird der Brite Graham Sharp Weltmeister im Eiskunstlaufen.

20.2.1939, Montag

Das Reichsjustizministerium verpflichtet seine Beamten, über die Altersgrenze von 65 Jahren hinaus im Amt zu bleiben. Eine ähnliche Regelung gilt für den Bereich des Reichsinnenministeriums.

Der Chef der Polizeiabteilung im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement, Heinrich Rothmund, nennt für die Schweiz rund 12 000 Flüchtlinge. Für etwa 3000 mittellose Juden bringen Schweizer Juden monatlich rund 250 000 Franken (etwa 141 000 Reichsmark) auf.

Die Karnevalsmetropolen stehen im Zeichen des Rosenmontags.

21.2.1939, Dienstag

Alle deutschen Juden werden aufgefordert, ihnen gehörende Gegenstände aus Gold, Platin oder Silber sowie Edelsteine und Perlen innerhalb von zwei Wochen gegen Entschädigung abzuliefern.

In Newcastle läuft das Schlachtschiff “King George V.” vom Stapel.

Für den am 9. Februar zurückgetretenen Sozialisten Paul Henri Spaak wird der Katholik Hubert Graf Pierlot Ministerpräsident von Belgien.

Im New Yorker Madison Square Garden hält der amerikadeutsche Volksbund eine Kundgebung für “Amerika den arischen Amerikanern” ab.

In Berlin hat der Film “Bel Ami” Premiere. Regisseur ist Willi Forst, die Musik schrieb Theo Mackeben.

Im Nationaltheater Weimar wird die heitere Oper “Die Schweinewette” von Haap Krol uraufgeführt.

22.2.1939, Mittwoch

Durch die Verordnung über die Durchführung des Vierjahresplans auf dem Gebiet des Handwerks können unrentable Betriebe geschlossen werden.

Eine Konferenz der kantonalen Polizeidirektoren bekräftigt die frühere Haltung, dass die Schweiz nur Durchgangsland für Emigranten sein könne. Es wird ferner verlangt, dass die Erlaubnis zur Einreise nur noch erteilt wird, wenn die Weiterwanderung tatsächlich gesichert ist.

23.2.1939, Donnerstag

Durch Erlass des Reichsverkehrsministers Julius Dorpmüller wird Juden die Benutzung von Schlaf- und Speisewagen auf deutschen Eisenbahnstrecken verboten. Die Anordnung wird den Juden über ihre Organisationen bekanntgemacht.

Die Basler “National-Zeitung” gibt ihren Lesern einen Überblick über das deutsche Steuersystem und kommt auf 21 Reichssteuern, zwölf Besitz- und neun Verkehrssteuern sowie verschiedene Gemeindesteuern und zahlreiche Abgaben. Das Blatt kommentiert: “Die Demokratie sichert uns nicht nur unsere Freiheit, sie schützt uns auch vor dem Schicksal, dass wir mehrere Monate des Jahres allein für den Steuerdrachen arbeiten müssen.”

In den Londoner Kinos Tatler und Marble Arch Pavillon wird der Boxkampf um die britische Leichtgewichtsmeisterschaft zwischen Erik Boone und Arthur Danahar live per Fernsehen übertragen. Erstmals arbeitet die Rundfunkanstalt BBC dabei mit der Filmindustrie zusammen.

Die Statuten der neugegründeten reichsdeutschen Stiftung Sportdank werden veröffentlicht. Sie soll Sportler im Falle eines die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden Sportunfalls sowie die Angehörigen von verstorbenen Sportlern finanziell unterstützen.

Am 19. Jahrestag der Gründung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) spricht Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in München vor den alten Parteimitgliedern.

Die Mitglieder der Reichsfilmkammer werden über Aufführungsverbote von Filmen mit verfemten Künstlern und Beschäftigungsverbote für Komponisten und andere Filmschaffende informiert.

25.2.1939, Samstag

Auf Anordnung des Chefs der Sicherheitspolizei, SS-Gruppenführer Reinhard Heydrich, wird ein Sonderfonds zur Unterstützung ausreisewilliger Juden bei der im Aufbau befindlichen Reichsvereinigung der Juden im Deutschen Reich geschaffen. Die Mittel sollen vermögende Juden durch Abgaben aufbringen.

Durch Führer-Erlass wird als Datum für den Heldengedenktag der 16. März bzw. der diesem Tag vorhergehende Sonntag als der Jahrestag der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht festgesetzt. Der 9. November gilt fortan als Gedenktag für die Gefallenen der nationalsozialistischen Bewegung.

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler beauftragt Reichsverkehrsminister Julius Dorpmüller mit der Erweiterung des Kaiser-Wilhelm-Kanals.

In Danzig-Langfuhr dringen Angehörige der Sturmabteilung (SA) und nationalsozialistische Studenten in das Haus der polnischen Akademiker ein und verprügeln polnische Studenten.

Frankreich und Nationalspanien vereinbaren in Burgos in einem nach dem französischen Verhandlungsführer Senator Léon Bérard benannten Abkommen die Aufnahme staatlicher Beziehungen.

In Leipzig wird die Ausstellung “Deutsches Wohnen 1939” eröffnet.

26.2.1939, Sonntag

Im Rahmen der Sonntagsgottesdienste lässt Bischof Clemens August Graf von Galen im Bistum Münster mit Handzeichen über die katholische Bekenntnisschule abstimmen.

Die jüdischen Vertreter auf der Londoner Palästina-Konferenz lehnen die britischen Vorschläge zur Lösung des Palästina-Problems ab.

In Berlin gewinnt die “großdeutsche” Fußball-Nationalmannschaft vor 70 000 Zuschauern im Olympia-Stadion gegen Jugoslawien 3:2 (1:2).

Bei den “großdeutschen” alpinen Skimeisterschaften in Kitzbühel siegt Cristl Cranz (Freiburg) im Slalom und in der Kombination. Bei den Herren siegen Rudi Cranz (Freiburg) im Slalom und Willi Walch (Arlberg) in der Kombination.