Was geschah im Februar 1941

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1.2.1941, Samstag

In Kattowitz (Katowice) wird ein Reichspropaganda-Amt eingerichtet.

Generalmajor Hans Freiherr von Funck, der von einer Inspektionsreise aus Libyen zurückgekehrt ist, schildert Adolf Hitler in Berlin die ernste Lage in Nordafrika.

Lisl Weber aus Bayreuth stellt in ihrer Heimatstadt einen deutschen Rekord im Rückenschwimmen der Frauen über 100 m auf mit einer Zeit von 1:15,7 min.

Im italienischen Cortina d’Ampezzo werden bis zum 10. Februar Ski-Weltmeisterschaften ausgetragen; das Deutsche Reich stellt dabei die erfolgreichste Mannschaft.

In der Sowjetunion wird eine Fluglinie eröffnet, die Moskau mit dem Bering-Meer verbindet, das zwischen Nordost-Sibirien, Alaska und den Aleuten liegt.

Die Werften und Rüstungsbetriebe der Marine im Deutschen Reich melden einen Fehlbedarf von rund 33 000 Arbeitskräften.

Bei einem Festakt im Berliner Haus der Forschung wird das erste Blatt eines Kartenwerkes über Zentralasien der Öffentlichkeit übergeben; das Werk beruht auf Aufzeichnungen des schwedischen Asienforschers Sven Hedin.

2.2.1941, Sonntag

Die schwedische Handelsflotte hat nach amtlichen Mitteilungen aus Stockholm seit Beginn des Krieges 111 Schiffe verloren; 587 schwedische Seeleute fanden bislang bei den Angriffen, vor allem von deutscher Seite, den Tod.

Am Dessauer Theater wird Nikolai Gogols Komödie “Der Revisor” als Operette in der Bearbeitung von Antonilo Lega und Amileare Zanella uraufgeführt.

3.2.1941, Montag

Bei einer Regierungsumbildung in der Sowjetunion wird aus dem Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten ein neu gegründetes Volkskommissariat für Staatssicherheit unter Wséwolod N. Merkúlow ausgegliedert.

Der britische Vormarsch in Eritrea wird von italienischen Einheiten bei Keren gestoppt.

Der Sicherheitsdienst der SS meldet in seinem Lagebericht aus dem Deutschen Reich, dass vor allem im Süden des Landes viele Kinder wegen fehlenden Schuhwerks die Schule nicht regelmäßig besuchen und ihren Dienst in der Hitlerjugend nicht versehen können.

Die Berliner Philharmoniker führen unter der Leitung von Dirigent Wilhelm Furtwängler erstmals das Violinkonzert op. 92 von Hermann Zilcher auf.

4.2.1941, Dienstag

Adolf Hitler ordnet an, dass die Gebiete von Eupen, Malmedy und Moresnet, die im seit Mai 1940 von deutschen Truppen besetzten Belgien liegen, Abgeordnete in den Deutschen Reichstag zu entsenden haben. Die ehemals preußischen Gebiete waren 1920 an Belgien angeschlossen worden.

In Zürich beginnt der sog. Dakred-Prozess gegen die Gründer der Darlehens- und Kreditgenossenschaft Ernst Keller und Joseph Peterhans, die Gelder in Millionenhöhe veruntreut haben.

Die Schlachtschiffe “Scharnhorst” und “Gneisenau” durchbrechen von der britischen Marine unbemerkt die sog. Dänemarkstraße zwischen Grönland und Island und stoßen zum Handelskrieg in den Atlantik vor.

5.2.1941, Mittwoch

Britische Flugzeuge greifen Düsseldorf an, wo 35 Menschen im Bombenhagel umkommen.

In Zürich verkehrt ein holzgasbetriebener Autobus der Städtischen Straßenbahngesellschaft, der auf einer Strecke von 100 km rund 150 kg Holz verbraucht.

In Luxemburg werden der luxemburgische und der belgische Franc außer Kurs gesetzt, als neue Währung wird die Reichsmark (RM) eingeführt.

Reichsluftfahrtminister Hermann Göring erlässt Richtlinien zur Durchführung des Luftschutzes in Schulen. Vorgesehen sind Einschränkungen im Unterrichtsbetrieb, falls keine ausreichenden Luftschutzeinrichtungen vorhanden sind.

Der kanadische Premierminister William Lyon Mackenzie King gibt eine Verlängerung der bisherigen Militärdienstzeit von 30 Tagen auf vier Monate bekannt; darüber hinaus kündigt er verstärkte Rüstungsmaßnahmen Kanadas an, das sich seit September 1939 im Krieg mit dem Deutschen Reich befindet.

6.2.1941, Donnerstag

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnet in der Weisung Nr. 23 an, dass der Schwerpunkt der zukünftigen Kriegführung gegen Großbritannien auf den Handelskrieg gelegt werden soll.

Das Oberkommando der Wehrmacht erlässt eine Weisung an Heer und Luftwaffe, Truppenkontingente für einen Einsatz in Nordafrika unter dem Kommando von Generalleutnant Erwin Rommel aufzustellen.

Die britische Armee in Nordafrika nimmt Bengasi ein, die Hauptstadt der Cyrenaika; seit dem 9. Dezember 1940 sind insgesamt 140 000 italienische Soldaten während der Auseinandersetzungen in Nordafrika in britische Gefangenschaft geraten.

Die am 27. Januar begonnene La-Plata-Konferenz über die wirtschaftliche Zusammenarbeit der südamerikanischen Staaten geht zu Ende.

Das Reichspropagandaministerium veröffentlicht einen Erlaß, die Antiqua-Schrift als Normalschrift zu bezeichnen und künftig alle Druckerzeugnisse auf diese Schrift umzustellen.

7.2.1941, Freitag

Der bisherige Gau Koblenz-Trier wird auf Anordnung des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler in Gau Moselland umbenannt. In diesen Gau wird Luxemburg eingegliedert, das seit Mai 1940 von deutschen Truppen besetzt ist.

8.2.1941, Samstag

Griechenland und Großbritannien nehmen Verhandlungen über die Entsendung britischer Truppen in den Ägäisstaat auf, der am 28. Oktober 1940 von italienischen Truppen angegriffen wurde und sich bislang erfolgreich verteidigt hat.

Mit einer Aufführung des Chorwerkes “Requiem” von Giuseppe Verdi geht die Münchner Verdi-Woche zu Ende.

In Barcelona wird eine 14-tägige deutsche Buchausstellung eröffnet, die rund 3000 Neuerscheinungen der letzten Jahre zeigt; am gleichen Tag wird in Madrid eine deutsche Ausstellung für Segelflug und Flugzeugmodellbau für die Öffentlichkeit freigegeben.

9.2.1941, Sonntag

Bei einer gemeinsamen Großaktion deutscher See- und Luftstreitkräfte gegen britische Schiffe im Atlantik werden bis zum 12. Februar insgesamt 16 Schiffe mit 48 024 Bruttoregistertonnen versenkt.

Das britische Gibraltar-Geschwader beschießt die italienischen Städte Genua und Livorno.

Die Polizei des unbesetzten Vichy-Frankreich übergibt der deutschen Geheimen Staatspolizei (Gestapo) die sozialdemokratischen Politiker Rudolf Hilferding und Rudolf Breitscheid, die seit der nationalsozialistischen Machtübernahme im französischen Exil gelebt haben.

Der französische Admiral François Darlan tritt als Vizepräsident in die Regierung von Marschall Philippe Pétain ein.

Die französische Regierung im unbesetzten Frankreich führt für alle männlichen Franzosen eine achtmonatige Arbeitsdienstpflicht ein.

Der österreichische Maler, Karikaturist und Graphiker Eduard Thöny wird aus Anlass seines 75. Geburtstages mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet.

10.2.1941, Montag

In einem Kompetenzstreit zwischen dem Propagandaministerium und dem Oberkommando der Wehrmacht erhält letzteres durch eine Grundsatzentscheidung von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Zuständigkeit in allen Fragen der militärischen Zensur, Propaganda und Wehrmachtsvertretung in der Öffentlichkeit.

Großbritannien bricht die diplomatischen Beziehungen zu Rumänien ab, das enge Kontakte zum Deutschen Reich unterhält.

11.2.1941, Dienstag

In Wien findet die Uraufführung des Films “Am Abend auf der Heide” mit Magda Schneider und Heinz Engelmann in den Hauptrollen statt.

Die britische Luftwaffe greift mit 189 Bombern Hannover an, bei einem gleichzeitigen Angriff auf Rotterdam setzen die Briten erstmals viermotorige Bomber vom Typ “Short Stirling” ein.

12.2.1941, Mittwoch

Generalleutnant Erwin Rommel trifft einen Tag nach den ersten Wehrmachtsverbänden in Libyen ein und übernimmt das Kommando der deutschen Truppen in Nordafrika.

Der italienische Duce und Ministerpräsident Benito Mussolini trifft zu zweitägigen Besprechungen mit dem spanischen Staatspräsidenten Francisco Franco Bahamonde im italienischen Seebad Bordighera zusammen.

Die Bremer Focke-Wulf-Werke sind Ziel eines Angriffs von 86 britischen Bombern.

Santiago de Chile, Hauptstadt des südamerikanischen Staates Chile, feiert das 400-Jährige Bestehen; die Stadt war im Zuge der spanischen Eroberungen von Pedro de Valdivia am Ufer des Flusses Malpocho gegründet worden.

13.2.1941, Donnerstag

In Berlin wird der Film “Unser kleiner Junge” von Regisseur Boleslav Barlog uraufgeführt, in dem Hermann Spellmans, Hilde Jansen und Ernst von Klipstein die Hauptrollen spielen.

14.2.1941, Freitag

Auf dem Berchtesgadener Berghof empfängt Adolf Hitler den jugoslawischen Ministerpräsidenten Dragiša Cvetkovic. Er versucht vergeblich, Cvetkovic zu bewegen, einem Beitritt Jugoslawiens zum Dreimächtepakt zwischen dem Deutschen Reich, Italien und Japan zuzustimmen.

Südafrikanische Truppen erobern Kismayu, die Hauptstadt des Dschuba-Landes (Somaliland).

Heli Finkenzeller, Geraldine Katt und Hans Fidesser sind die Hauptdarsteller des in Berlin uraufgeführten Films “Hochzeitsnacht” von Carl Boese.

15.2.1941, Samstag

Über der Iberischen Halbinsel tobt ein verheerender Wirbelsturm, der über 100 Menschenleben fordert und Sachschäden von umgerechnet mehreren hundert Millionen Reichsmark verursacht.

Die Abteilung Presse und Funkspruch des schweizerischen Armeestabes verbietet für die Dauer von drei Monaten die Presseorgane “Front” und “Grenzbote”, da diese gegen das in der Schweiz gültige Neutralitätsgebot verstoßen haben.

Deutsche Kampfflugzeuge greifen zunehmend in die Kämpfe in Nordafrika ein, um die in Bedrängnis geratenen Italiener zu unterstützen.

16.2.1941, Sonntag

Reichspropagandaminister Joseph Goebbels sagt in einer Rede während der Reichsfilmtagung in Berlin, dass der Film sich als wichtiges Führungsmittel des Volkes bewährt habe.

17.2.1941, Montag

Die deutsche Führung unternimmt einen Versuch, im Konflikt zwischen Griechenland und Italien zu vermitteln, mit dem Ziel, ein deutsches Eingreifen auf dem Balkan zu vermeiden. Die griechische Regierung lehnt das Vermittlungsangebot jedoch ab.

Bulgarien und die Türkei schließen einen Freundschafts- und Nichtangriffspakt.

Mein Leben in Irland”, ein Film aus der Zeit der irischen Freiheitskämpfe gegen die Vorherrschaft des englischen Königshauses, wird in Berlin uraufgeführt; Anna Damman, Werner Hinz und Will Quadflieg spielen unter der Regie von Max Kimmich die Hauptrollen.

In Philadelphia besiegt der Schwergewichtsweltmeister im Boxen, Joe Louis Gus Dorazio durch K. o. in der zweiten Runde.

Adolf Hitler gibt in einer Besprechung mit dem Wehrmachtsführungsstab die Anweisung, einen Aufmarsch in Afghanistan für die Zeit nach einem erfolgreichen Ende des Russlandfeldzuges “studienmäßig” vorzubereiten.

18.2.1941, Dienstag

Die deutschen Truppenverbände, die in Nordafrika kämpfen erhalten offiziell die Bezeichnung Deutsches Afrika-Korps.

Das deutsche Luftwaffengeschwader 4 wirft Minen in den Suezkanal, der daraufhin für mehrere Tage gesperrt werden mus; der Kanal ist für die britische Kriegs- und Handelsschifffahrt im Mittelmeer von großer Bedeutung.

Australische Truppen werden zur Verstärkung der britischen Besatzung in Singapur eingesetzt. Die britische Kronkolonie ist von großer strategischer Bedeutung für einen Krieg in Ostasien.

Bei einem Großbrand in der spanischen Stadt Santander werden über 35 000 Menschen obdachlos.

19.2.1941, Mittwoch

In der Heilanstalt Bethel bei Bielefeld beginnt eine Euthanasie-Kommission gegen den Widerstand des Anstaltsleiters, Pastor Friedrich von Bodelschwingh, mit der Aussonderung von Kranken für die Ermordung in “Euthanasie-Anstalten”.

125 deutsche Flugzeuge fliegen einen Angriff auf die britische Stadt Swansea, bei dem sie 112 t Sprengbomben und 1901 Brandschüttkästen abwerfen.

20.2.1941, Donnerstag

Unter dem Vorsitz des Deutschen Reiches beginnt in Wien die erste Tagung der neuen Donaukommission, der auch die Länder Italien, UdSSR, Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien und die Slowakei angehören; die Kommission regelt u.a. Grenzfragen der Donauanlieger und die Schifffahrt auf dem Fluss.

Der Sicherheitsdienst der SS meldet in einem geheimen Lagebericht, dass im Deutschen Reich ein zunehmender Missbrauch von Kopfschmerzmitteln festzustellen ist.

Alle Hersteller von Salz sowie die bestehenden Verbände der deutschen Salzwirtschaft werden aus Gründen der Marktregulierung im Deutschen Salzverband zusammengeschlossen.

Griechenland lehnt ein deutsches Vermittlungsangebot zur Beendigung des Krieges mit Italien ab.

21.2.1941, Freitag

Die britische Luftwaffe fliegt einen schweren Angriff auf Wilhelmshaven.

In Musgrave Harbour/Neufundland stirbt der kanadische Mediziner Sir Frederick Grant Banting; der Entdecker des Insulin hatte 1923 den Nobelpreis für Medizin erhalten.

22.2.1941, Samstag

Die Schlachtschiffe “Scharnhorst” und “Gneisenau” melden aus dem Atlantik die Versenkung von fünf Handelsschiffen mit Fracht für Großbritannien mit insgesamt 25 784 Bruttoregistertonnen.

In mehreren Städten Bulgariens kommt es zu Unruhen und Demonstrationen der Bevölkerung gegen die Anwesenheit deutscher Offiziere in dem Balkanland. Von deutscher Seite werden die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Bulgarien bei künftigen Militäraktionen sondiert.

In Athen finden unter Beteiligung des britischen Außenministers Anthony Eden und führender Vertreter der britischen Armee Beratungen über eine militärische Unterstützung Griechenlands im Krieg mit Italien statt.

Jeder Pole, der außerhalb des jüdischen Ghettos in Warschau Lebensmittel an Juden verkauft, wird zu drei Monaten harter Zwangsarbeit verurteilt.

Der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, fordert in einem Aufruf an die deutsche Bevölkerung höhere Geburtenziffern. Die NS-Führung stellt die Zeugung von Kindern immer häufiger als “nationale Pflicht” dar.

23.2.1941, Sonntag

Der Neue Brockhaus, das “Allbuch” in vier Bänden und einem Atlas, erscheint in der ersten Auflage.

Schweden gewinnt in Garmisch-Partenkirchen ein Eishockey-Länderspiel gegen die deutsche Mannschaft 9:0.

24.2.1941, Montag

Bei einer Feier im Münchner Hofbräuhaus aus Anlass des Jahrestages der Verkündung des NSDAP-Programms kündigt Adolf Hitler eine Verschärfung des U-Boot-Krieges an.

In Moskau wird eine Vereinbarung zwischen der Sowjetunion und der Schweiz über den gegenseitigen Warenverkehr getroffen. Der Vertrag sieht den Austausch von Gütern im Wert von insgesamt 112,4 Millionen Schweizer Franken vor.

25.2.1941, Dienstag

In den Niederlanden, die seit dem 15. Mai 1940 von deutschen Truppen besetzt sind, kommt es zu einem Generalstreik aus Protest gegen die Verfolgung und Deportation dort lebender Juden.

Im unbesetzten Teil Frankreichs übernimmt François Darlan nach einer Umbildung der Regierung das Außen-, das Innen- und das Marineministerium. Darlan, Stellvertreter von Marschall Philippe Pétain und dessen designierter Nachfolger, ist damit einer der mächtigsten Männer in Vichy-Frankreich.

Britische Truppen unternehmen einen Landungsversuch auf der Insel Kastellorison östlich von Rhodos. Italienischen Seestreitkräften gelingt es, den Angriff in zwei Tagen zurückzuschlagen.

Britische und südafrikanische Einheiten erobern Mogadischu, die Hauptstadt von Italienisch-Somaliland.

Die sowjetische Armeeführung beschließt, die Luftstreitkräfte der Roten Armee zu reorganisieren und zu verstärken; der Wiederaufbau der sowjetischen Luftwaffe war zugunsten des Heeres seit Jahren vernachlässigt worden.

26.2.1941, Mittwoch

Das Ensemble der Dresdner Staatsoper unter Karl Böhm gastiert mit den Opern “Fidelio” von Ludwig van Beethoven und “Der Rosenkavalier” von Richard Strauss in Belgien.

Der IG-Farben-Direktor Carl Krauch erwirkt beim Reichsführer SS, Heinrich Himmler, die Anordnung zum Bau eines Buna-Werkes in Auschwitz durch KZ-Häftlinge.

In Rom werden deutsch-italienische Wirtschaftsverhandlungen abgeschlossen, die den Warenverkehr zwischen beiden Ländern für das Jahr 1941 regeln; zur Sicherung der unbeschränkten Zusammenarbeit wird vereinbart, “dass jede kriegswichtige Lieferung unabhängig vom Stand des Verrechnungsverkehrs vor sich gehen soll”.

Adolf Hitler setzt den 2. März als Tag für den Einmarsch der deutschen Armee in Bulgarien fest.

27.2.1941, Donnerstag

Dem britischen Premierminister Winston Churchill wird bei einer Abstimmung im britischen Unterhaus einmütig das Vertrauen ausgesprochen. Das Parlament billigt damit die unnachgiebige Politik Churchills im Krieg gegen das Deutsche Reich.

Der bisherige Oberbefehlshaber der italienischen Streitkräfte in Nordafrika, Marschall Rodolfo Graziani, tritt wegen der Fehlschläge seiner Einheiten im Krieg mit den Briten zurück.

Die Filmkomödie “So gefällst Du mir” von Regisseur Hans Thimig wird in Berlin uraufgeführt, die Hauptrollen spielen Gusti Huber, Wolf Albach-Retty, Oskar Sima und Josef Eichheim.

28.2.1941, Freitag

Bei Giurgiu beginnt um 7.00 Uhr der Brückenschlag über die Donau als Vorbereitung für den Einmarsch deutscher Truppen nach Bulgarien.

Im Krieg mit Großbritannien versenkten deutsche U-Boote im Verlauf des Monats Februar 42 alliierte Handelsschiffe im Atlantischen Ozean.

Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) erhält von Adolf Hitler den Auftrag zum Bau eines Volks-Trecker-Werkes in Waldbröhl/Rheinland, wo ein von Ferdinand Porsche entwickelter Traktor gebaut werden soll.

Der Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete, Arthur Seyß-Inquart, führt in den Niederlanden den Zwangsarbeitsdienst ein.

In seinem römischen Exil stirbt der frühere spanische König Alfons XIII. im Alter von 54 Jahren.

Die private Wiener Telefon-Automaten-Gesellschaft mbH wird aufgelöst, alle ihre Einrichtungen werden der Deutschen Reichspost übertragen.

In Berlin wird der Kriegsfilm “Kampfgeschwader Lützow” uraufgeführt, der unter der Regie von Hans Bertram in Zusammenarbeit mit deutschen Armee-Einheiten gedreht wurde.

Das Deutsche Theater in Lille wird mit dem Schauspiel “Prinz Friedrich von Homburg” von Heinrich von Kleist feierlich eröffnet.

Chroniknet