Was geschah im Februar 1949

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1.2.1949, Dienstag

Die jugoslawische Regierung protestiert dagegen, dass sie nicht zu Besprechungen über die Gründung des osteuropäischen Wirtschaftsrates COMECON eingeladen wurde.

Ein britisches Militärgericht in Düsseldorf verurteilt den Vorsitzenden der westdeutschen KPD, Max Reimann, zu drei Monaten Gefängnis, weil er deutsche Politiker bedroht habe.

Das Westberliner Stadtparlament billigt einstimmig das kommunalpolitische Programm von Oberbürgermeister Ernst Reuter. Es fordert u.a. den Einschluss Berlins in eine westdeutsche Bundesrepublik, die Verstärkung der Luftbrücke sowie die Einführung der DM als alleiniges Zahlungsmittel in Berlin (West).

Die Alliierte Kommandantur genehmigt die Umbenennung der Westberliner LPD in FDP, um diese gegen die Ostberliner LPD abzugrenzen.

In Großbritannien wird die Bewirtschaftung von Kleidung aufgehoben.

In Ungarn wird die Nationale Unabhängige Front, eine Koalition verschiedener Parteien unter Führung der Ungarischen Arbeiterpartei, zu einer Unabhängigen Volksfront erweitert. Ihr Vorsitzender wird der stellvertretende Ministerpräsident Mátyás Rákosi.

Die Militärverwaltung von Jerusalem wird aufgehoben, die Verwaltung untersteht nun den Zivilbehörden und der israelischen Regierung in Tel Aviv.

2.2.1949, Mittwoch

Der Militärgouverneur in der britischen Besatzungszone Deutschlands, Sir Brian Robertson, erklärt, die britische Politik in Deutschland lasse sich nicht durch die Tatsache beeinflussen, dass der deutsche Wettbewerb für britische Firmen immer spürbarer werde. Damit die deutsche Wirtschaft sich selbst tragen könne, müsse der Export in den nächsten vier Jahren weitestgehend entwickelt werden.

Der sowjetische Staats- und Parteichef Josef W. Stalin lehnt eine Einladung von US-Präsident Harry S. Truman aus gesundheitlichen Gründen ab. Stalin lädt Truman jedoch in die UdSSR ein.

3.2.1949, Donnerstag

Im Bürgerkrieg in Birma geben die Regierungstruppen die Rückeroberung der Stadt Insein, 16 km nördlich der Hauptstadt Rangun, bekannt. In Mittelbirma besetzen die Aufständischen die Stadt Penwegon.

In Udine schließen Jugoslawien und Italien ein Grenzabkommen daraufhin werden die Grenzen erstmals seit 1947 wieder geöffnet.

Der Fünferausschuss des Parlamentarischen Rates in Bonn beschließt, Berlin (West) neben den elf Ländern der Westzone in die Präambel des Grundgesetzes als zwölftes Bundesland aufzunehmen.

Der SED-Vorsitzende Wilhelm Pieck erklärt in einem Interview, als Folge der jetzt einsetzenden Aufklärungsarbeit der KPD in den Westzonen und seines Aufrufs zum Protest und Widerstand seien Streiks in den Westzonen zu erwarten.

4.2.1949, Freitag

Der Schah von Iran, Mohammed Resa Pahlawi, wird bei einem Attentat leicht verletzt.

Die polnische Regierung gibt bekannt, dass die Geheimpolizei zahlreiche ehemalige Mitglieder der Untergrundarmee des Zweiten Weltkriegs verhaftet hat.

Der Rundfunk der Aufständischen in Griechenland gibt bekannt, dass der Führer der Kommunisten, Markos Wafiadis (“General Markos”), wegen Krankheit seiner sämtlichen politischen Verpflichtungen enthoben sei. In Athen spricht das Parlament der am 20. Januar gebildeten Regierung unter Themistokles Sofulis das Vertrauen aus und vertagt sich auf den 1. Juni.

Mit Zustimmung der westlichen Besatzungsmächte wird das Kammergericht in Berlin aus dem sowjetischen in den britischen Sektor der Stadt verlegt.

Die britische und die US-amerikanische Militärregierung sperren die Straßen der Bizone für den Transitverkehr zwischen den benachbarten europäischen Ländern und der sowjetischen Zone.

5.2.1949, Samstag

In Österreich wird als neue Partei der Verband der Unabhängigen (VdU), ein Sammelbecken des ehemaligen “nationalen Lagers” unter Einschluss früherer Nationalsozialisten, gegründet.

Die ägyptische Regierung richtet Protestnoten an diejenigen Länder, die Israel anerkannt haben.

6.2.1949, Sonntag

Helga Dudzinski bei den Damen und Horst Faber bei den Herren sind die Sieger bei den Deutschen Eiskunstlaufmeisterschaften, die seit dem 4. Februar im Garmischer Winterland-Eisstadion ausgetragen wurden. Meister im Paarlauf werden Ria Baran und Paul Falk.

Der nationalchinesische Ministerpräsident Sun Fo erklärt auf einer Pressekonferenz in Kanton, eher werde der Bürgerkrieg fortgesetzt, als dass seine Regierung die Forderung der chinesischen Kommunisten nach Auslieferung der von ihnen als Kriegsverbrecher bezeichneten nationalchinesischen Politiker und Militärs erfülle.

30 Tote und 37 Schwerverletzte fordert ein Busunglück bei Donaueschingen. Der mit Skiausflüglern besetzte Bus ist bei Glatteis von der Straße abgekommen und dann einen 20 m tiefen Hang hinuntergestürzt.

7.2.1949, Montag

In seinem fünften Bericht an den UN-Sicherheitsrat über die Verwaltung von Triest befürwortet der Befehlshaber der britischen und US-amerikanischen Zone, General Terence Airey die Rückgabe der 1947 zum Freistaat erklärten Stadt an Italien.

Ein erster geschlossener Trupp sog. Antifa-Männer trifft im Durchgangslager Friedland ein.

In einer Feierstunde werden dem Betriebsschutz des Elektrizitätswerkes in Leipzig von der Volkspolizei Waffen übergeben, damit schreitet die Remilitarisierung in der sowjetischen Zone weiter fort.

In Kuba erklärt der Chef des Armeestabes, General Genovevo Perez, die Loyalität der Armee zu Präsident Carlos Prio Socarrás und zur Verfassung. Der Präsident ist von seinem Vorgänger, Ramón Grau San Martin, heftig kritisiert worden.

8.2.1949, Dienstag

Der Stadtpräsident von Mainz gibt die Verlegung der rheinland-pfälzischen Hauptstadt von Koblenz nach Mainz bekannt.

Der Ostberliner Magistrat beschließt die Enteignung des Besitzes von Kriegsverbrechern und ehemaligen aktiven Nationalsozialisten.

Der sowjetische UN-Delegierte Jakow A. Malik unterbreitet dem Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf, in dem u.a. ein Rüstungsabbau der fünf Großmächte zum 1. März 1950 sowie ein Verbot der Verwendung von Atombomben gefordert werden.

Wegen Konspiration gegen die Republik, Hochverrat und Schwarzhandel mit ausländischen Währungen wird der Primas der katholischen Kirche von Ungarn, Kardinal József Mindszenty, zu lebenslanger Haft verurteilt.

9.2.1949, Mittwoch

In London beginnt eine neue Verhandlungsrunde der vier Siegermächte über einen Staatsvertrag für Österreich.

10.2.1949, Donnerstag

In New York wird Arthur Millers Schauspiel “Der Tod des Handlungsreisenden” uraufgeführt.

Das Internationale Noternährungskomitee der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) beschließt, die internationale Bewirtschaftung von Ölen und Fetten einzustellen. Weiterhin der Bewirtschaftung unterliegen dagegen u.a. Weizen, Reis, Kakao und Stickstoffdünger.

Ein indisches Gericht befindet den Hindu Nathuram Vinayak Godse für schuldig, am 30. Januar 1948 den indischen Politiker Mohandas Karamchand (“Mahatma”) Gandhi ermordet zu haben, und verurteilt ihn zum Tode.

Indonesien erhebt beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York Beschwerde über das Andauern der niederländischen Militäraktionen in dem südostasiatischen Land.

In Bonn schliest der Hauptausschuss des Parlamentarischen Rates die dritte Lesung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik ab.

11.2.1949, Freitag

Bei den Parlamentswahlen in Nordirland erringen die Unionisten 35, die unabhängigen Unionisten zwei, die Nationalisten neun Sitze, die unabhängigen und die republikanischen Sozialisten erhalten je ein Mandat.

Auf der Zentralvorstandssitzung der Deutschen Partei (DP) in Hannover wird die Hauptsatzung der 1947 gegründeten Partei angenommen, in deren Präambel als Ziel u.a. die “Erneuerung des Deutschen Reiches als Bund deutscher Länder und als Mitglied einer europäischen Föderation” angegeben wird.

Der Magistrat von Berlin (Ost) beschließt, 465 bislang unter treuhänderischer Verwaltung stehende Betriebe in Volkseigentum zu überführen.

12.2.1949, Samstag

In Kairo fällt der Führer der verbotenen extrem nationalistischen Moslem-Brüderschaft, Scheich Hassan el Banna, einem Attentat zum Opfer. Die ägyptische Regierung verhängt daraufhin wegen drohender Unruhen den Ausnahmezustand über das Land.

Auf dem Jahreskongress der französischen Sammlungsbewegung RPF in Lille erklärt deren Führer Charles de Gaulle, Frankreich sei das letzte Bollwerk gegen den Bolschewismus.

13.2.1949, Sonntag

Bei den Präsidentschaftswahlen in Portugal wird António Oscar de Fragoso Carmona mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Sein Gegenkandidat, der Oppositionsführer Luis Norton des Matos, zog seine Kandidatur vorzeitig zurück, weil ihm nicht dieselben Rechte eingeräumt worden seien wie dem Kandidaten der Regierungspartei.

14.2.1949, Montag

Die britische Militärregierung in Deutschland billigt das Gesetz über Landabgaben und Enteignungen zur Durchführung der Agrarreform in Schleswig-Holstein. Das Land kann als erstes der britischen Zone die Bodenreform in Angriff nehmen.

Die Marshallplan-Verwaltung der Vereinigten Staaten erklärt, dass nur die Auswanderung von 2,5 Millionen Arbeitern das Arbeitslosenproblem in Italien, Griechenland und Westdeutschland lösen könne.

In Rom hält Papst Pius XII. ein außerordentliches geheimes Konsistorium des Kardinalskollegiums im Vatikan ab, das die Verurteilung des ungarischen Fürstprimas József Mindszenty am 8. Februar zum Thema hat.

Chaim Weizmann eröffnet in Jerusalem die erste Verfassunggebende Versammlung des Staates Israel.

Die Zahl der Rundfunkteilnehmer in Deutschland liegt bei 9,8 Millionen. Davon entfallen 3,6 Millionen auf die britische, 2,5 Millionen auf die sowjetische, 2,4 Millionen auf die US-amerikanische und 0,6 Millionen Hörer auf die französische Zone. In Berlin gibt es 700 000 Rundfunkteilnehmer.

16.2.1949, Mittwoch

Im Theater von St. Gallen wird die Oper “Die schwarze Spinne” von Heinrich Sutermeister uraufgeführt.

In München wird die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gegründet. Sie sei notwendig geworden, nachdem ca. 600 000 ha Wald – dies entspricht etwa einem Viertel des Bestands – vor allem seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs durch Kahlschlag verlorengegangen seien.

Nach ihrem Wahlsieg vom 23. Januar bilden die Liberalen und die Demokraten in Japan eine konservative Regierungskoalition, an deren Spitze Ministerpräsident und Außenminister Shigeru Yoshida steht.

Der kommissarische Leiter des württemberg-badischen Befreiungsministeriums erklärt den von der Zentralberufungskammer Ludwigsburg gegen Hjalmar Schacht verhängten Spruch für rechtskräftig. Der ehemalige Wirtschaftsminister und Reichsbankpräsident in der Zeit des Nationalsozialismus ist als Hauptschuldiger zu acht Jahren Arbeitslager und Einzug seines Vermögens bis auf 10 000 DM verurteilt.

Die Militärgouverneure in den drei Westzonen Deutschlands beschließen, ein einheitliches Zollsystem und eine einheitliche Kontrolle des Handelsverkehrs an den Grenzen des westdeutschen Besatzungsgebietes einzuführen.

Die britischen Kolonien Südrhodesien, Nordrhodesien und Njassaland kommen überein, eine zentralafrikanische Föderation mit dem Anspruch auf den Status eines Dominions zu gründen.

17.2.1949, Donnerstag

Der Westberliner Oberbürgermeister Ernst Reuter wendet sich in einer Erklärung gegen jegliche Remilitarisierungsabsichten für Westdeutschland.

In der Ostzone werden von der Wirtschaftskommission (DWK) Gerüchte dementiert, dass eine neue Währungsreform bevorstünde.

Chaim Weizmann wird von der Verfassunggebenden Versammlung mit 83 gegen 15 Stimmen zum ersten Präsidenten des Staates Israel gewählt.

18.2.1949, Freitag

Bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Paris sichern sich die Europameister Andrea Kékessy/Ede Király aus Ungarn den Paarlauftitel. Bei den Herren siegt Richard Button (USA), bei den Damen Alena Vrzanova (CSR).

Die Überführung des Mittellandkanals über die Weser bei Minden wird dem Verkehr übergeben. Das 150 m lange Teilstück wurde am 4. April 1945 von deutschen Truppen gesprengt; seither mussten alle Schiffe in die Weser hinabgeschleust werden.

Die einmillionste Tonne Güter trifft über die Luftbrücke in Berlin (West) ein. Die Westalliierten versorgen die Stadt seit der Blockade der Zufahrtswege durch die sowjetische Zone am 24. Juni 1948 auf dem Luftweg.

19.2.1949, Samstag

In El Salvador tritt Präsident Oscar Osorio nach dem Militärputsch vom Dezember 1948 sein Amt an.

In Durban (Südafrikanische Union) kommt es zu schweren Zusammenstößen zwischen schwarzen und indischstämmigen Einwohnern.

20.2.1949, Sonntag

Mit 5:3 setzt sich der EV Füssen in Garmisch-Partenkirchen gegen den SC Rießersee durch und wird damit Deutscher Eishockeymeister.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft in Stockholm gewinnt die Mannschaft der Tschechoslowakei durch 3:0 im entscheidenden Spiel gegen den bisherigen Titelträger Schweden.

Mehr als 10 000 Sikhs protestieren in Neu-Delhi gegen die Verhaftung ihres Führers, Master Tara Singh, am Vortag.

Auf ihrer zweitägigen Sitzung in Berlin (Ost) beschließt die Bauernkonferenz der SED den weiteren Ausbau der Volkseigenen Güter.

21.2.1949, Montag

In Bolivien tritt die Regierung zurück; nachdem am Tag zuvor ein Komplott gegen Staatspräsident Enrique Hertzog aufgedeckt worden ist und zahlreiche Personen verhaftet wurden.

Roland Petit präsentiert in Paris sein Ballett “Carmen”, das sich am Text der Oper von Georges Bizet orientiert. Die Titelrolle tanzt Zizi Jeanmaire.

Die Schweizer Felix Hendrich/Fritz Waller, Olympiasieger von 1948, werden in Lake Placid (USA) Weltmeister im Zweierbob. Den Titel im Viererbob gewinnt das Team USA II mit Steuermann Stanley Benham. Die Weltmeisterschaften auf der Van-Hoevenberg-Bahn werden durch einen Unfall mit zwei Schwerverletzten überschattet.

22.2.1949, Dienstag

Die Aufständischen in Birma nehmen beim Vorrücken auf die Provinzhauptstadt Mandalay (Zentralbirma) Myingyan und Maymyo ein.

Die chinesische Volksregierung verlegt ihren Sitz nach Peking.

Albanien tritt dem am 25. Januar gebildeten osteuropäischen Wirtschaftsbündnis COMECON bei.

Der Generalsekretär der französischen Kommunistischen Partei, Maurice Thorez, erklärt, seine Parteifreunde würden sich im Kriegsfalle bei einem Einmarsch der Roten Armee in Frankreich auf die Seite der Sowjetunion stellen.

Eine Bestandsaufnahme über Zerstörung und Wiederaufbau westdeutscher Großstädte wird in der “Süddeutschen Zeitung” veröffentlicht.

Der Staatspräsident von Baden, Leonhard Wohleb (CDU), wird vom Landtag mit einer Stimme Mehrheit in seinem Amt bestätigt.

23.2.1949, Mittwoch

Wegen der Unruhen nach dem Verbot der Tudehpartei am 5. Februar verhängt die iranische Regierung den Ausnahmezustand über das Land.

In Siam (Thailand) verhängt die Regierung den Ausnahmezustand. Begründet wird die Maßnahme mit der angeblichen Gefahr kommunistischer Unruhen in Verbindung mit dem Grenzübertritt malaiischer Banden.

Mit einer Stimme Mehrheit gewinnt der finnische Ministerpräsident Karl-August Fagerholm im dritten Durchgang eine Vertrauensabstimmung im Parlament über seine Agrarpolitik.

Die SED lässt dem Parlamentarischen Rat in Bonn einen Vorschlag zur Lösung des deutschen Problems vortragen, der u.a. den Abzug aller ausländischen Truppen, von den USA und der UdSSR überwachte freie Wahlen sowie die Einsetzung einer Zentralregierung für ganz Deutschland vorsieht.

24.2.1949, Donnerstag

Auf der Insel Rhodos unterzeichnen die Vertreter Ägyptens und Israels ein Waffenstillstandsabkommen.

In Bayern wird der einwöchige Streik in der Metallindustrie beendet, in dessen Verlauf sich bis zu 15 000 Arbeiter im Ausstand befanden.

In der Plenarsitzung des Parlamentarischen Rates in Bonn wird das Gesetz für die Wahl zum ersten Bundesparlament in allen drei Lesungen angenommen.

25.2.1949, Freitag

In Frankreich werden mehrere Mitglieder der Kommunistischen Partei wegen Spionageverdachts festgenommen.

In Washington wird der Rat der Freien Tschechoslowakei gegründet, der sich überwiegend aus früheren Regierungsmitgliedern zusammensetzt.

26.2.1949, Samstag

Die britisch-US-amerikanische Kohlekontrollgruppe in Essen wird durch die Aufnahme eines französischen Vertreters auf Dreimächte-Basis umgestellt.

Der seit dem 30. Januar amtierende Präsident von Paraguay, Raimundo Rolón, wird gestürzt und verhaftet. Sein Nachfolger ist der Erziehungsminister und Führer der Colorado-Partei, Felipe Molas López.

Regierungstruppen in Siam (Thailand) gelingt es nach 36 Stunden, eine von Teilen der Marine und Zivilpersonen angezettelte Revolte niederzuschlagen.

Im Pariser Théâtre des Mathurins hat das Drama “Haute surveillance” (“Strenge Bewachung”, in deutscher Übersetzung 1957: “Unter:Aufsicht”) von Jean Genet Premiere.

27.2.1949, Sonntag

500 zwischen sechs und zehn Jahren alte Kinder aus der britischen Zone fahren mit einem Sammeltransport der Schweizer Rotkreuz-Kinderhilfe zu einem dreimonatigen Erholungsaufenthalt in die Schweiz. Es ist der vorläufig letzte der nach Kriegsende aufgenommenen Transporte der Schweizer Kinderhilfe.

Bei den Wahlen in San Marino kann sich die Regierungskoalition aus Sozialisten und Kommunisten behaupten.

28.2.1949, Montag

Durch Dekret werden im rumänischen Siebenbürgen 16 römisch-katholische Frauen- und Jugendorganisationen aufgelöst. Ihr Besitz verfällt dem Staat.

Ein erster Transport mit 600 jüdischen Auswanderern nach Israel verlässt das Lager Bergen-Belsen. Bis Ende September sollen 7000 Juden folgen.

Bei der Explosion einer von den Vietminh gelegten Mine werden bei Saigon sieben französische Offiziere getötet.

In München verfolgen trotz Schnee und kaltem Wind 300 000 Zuschauer den Faschingszug. In Köln säumen beim ersten Rosenmontag seit Kriegsende 800 000 Menschen die Straßen.