Was geschah im Februar 1963

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1.2.1963, Freitag

Im Studio der Akademie der Künste in Berlin (West) wird die Deutsche Kinemathek e. V. eröffnet. Die Bestände umfassen Filme, Plakate, Werbe- und Standfotos, Drehbücher und andere Unterlagen in denen sich die künstlerische Entwicklung des Kinofilms spiegelt.

Über Ankara ereignet sich ein folgenschweres Flugzeugunglück. Zwei Flugzeuge stoßen über der Stadt zusammen und stürzen brennend in eine belebte Geschäftsstraße. Es sterben 80 Menschen.

In einem Stichkampf gegen Hermann Schridde auf Franca gewinnt Alwin Schockemöhle auf Freiherr den Preis von Deutschland im Springen in der Westberliner Deutschlandhalle.

2.2.1963, Samstag

Das Landesschiedsgericht der CSU erteilt dem CSU-Bundestagsabgeordneten Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg eine Rüge, da er angeblich ohne Absprache Koalitionsgespräche mit den Sozialdemokraten geführt hat.

Die USA, Großbritannien, Kanada und Australien erklären sich offiziell bereit, Indien gegen jeden eventuellen Luftangriff aus China zu verteidigen.

3.2.1963, Sonntag

Mit getrennten Gottesdiensten in Berlin (West) und Berlin (Ost) beginnt die erste Tagung der Provinzialsynode von Berlin/Brandenburg (bis 5. 2.).

Der britische Premierminister Harold Macmillan beendet einen zweitägigen Besuch in Rom, wo er mit dem italienischen Ministerpräsidenten Amintore Fanfani konferierte.

Bei den Präsidentschaftswahlen in Nicaragua siegt der Kandidat der Liberalen Partei René Schick Gutierrez, der am 1. Mai die Präsidentschaft übernimmt.

Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard (CDU) entschließt sich in Bonn, ein Allgemeines Deutsches Warentest-Institut als rechtskräftige Stiftung ins Leben zurufen.

Als erster Stabhochspringer der Welt überspringt der Finne Pentti Nikula die 5-m-Grenze. Seine 5,10 m werden jedoch nicht als offizieller Rekord gewertet, da der Wettkampf in der Halle stattfindet.

4.2.1963, Montag

In Bonn wird der interministerielle Bericht über die sogenannten Randerscheinungen der Aktion gegen das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” im Oktober 1962 veröffentlicht.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung berät in Düsseldorf über kurzfristige Maßnahmen, die künftig bei Smog-Gefahr ergriffen werden können; u.a. sind größere Betriebseinschränkungen vorgesehen.

Im Genfer Völkerbundspalast beginnt die Weltkonferenz für Entwicklungshilfe. Sie dauert bis 20. Februar.

5.2.1963, Dienstag

In Straßburg tritt die Beratende Versammlung des Europarats zusammen, um über das Scheitern der EWG-Beitrittsverhandlungen mit Großbritannien zu beraten.

Bundespräsident Heinrich Lübke (CDU) eröffnet im Kölner Wallraf-Richartz-Museum die Ausstellung “Schätze aus Thailand”, eine erste geschlossene Schau thailändischer Kunst in Europa.

Das Bundeshaus in Bonn bestätigt, dass Akten, die im Fibag-Untersuchungsausschuss 1962 eine Rolle gespielt hatten, auf dem Postweg nach Nürnberg verlorengegangen sind.

In einem Interview in der “Süddeutschen Zeitung” äußert sich Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard (CDU) ablehnend gegenüber der französischen Europapolitik und hofft durch Gespräche mit den USA, die “bürokratische Verkrustung Europas” wieder aufzubrechen.

6.2.1963, Mittwoch

In den Mittelpunkt seiner Regierungserklärung vor dem Bonner Bundestag setzt Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) das Bekenntnis zur “engen Zusammenarbeit zwischen dem freien Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika”.

In Lausanne beschließen die Vertreter der Nationalen Olympischen Komitees aus der Bundesrepublik und der DDR, zu den Olympischen Spielen im Jahr 1964 eine gemeinsame, gesamtdeutsche Mannschaft aufzustellen.

Durch ein Misstrauensvotum wird die konservative Minderheitsregierung Kanadas unter John George Diefenbaker gestürzt. Anlass ist die ablehnende Haltung Diefenbakers gegenüber einer Ausrüstung der kanadischen Luftwaffe mit Atomsprengköpfen.

7.2.1963, Donnerstag

Bei einem Großfeuer in dem Großauheimer Zweigwerk einer Elektrofirma bei Hanau entsteht ein Sachschaden von etwa 20 Millionen DM. Das Feuer brach in der Werkshalle für Kühlschränke aus.

In einer Pressekonferenz in Washington bezeichnet es US-Präsident John F. Kennedy als unheilvoll, wenn die USA und Westeuropa wegen der Nuklearfrage und dem Scheitern des Beitritts Großbritanniens in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) getrennt würden.

Der Herausgeber des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel”, Rudolf Augstein, wird aus der Untersuchungshaft entlassen, da z. Zt. keine Verdunklungsgefahr bestehe. Augstein war am 27. Oktober 1962 festgenommen worden.

Staatssekretär Karl Carstens (CDU) vom Auswärtigen Amt in Bonn kehrt von einem zwei Tage währenden Besuch in Washington zurück. Dort berichtete er der US-amerikanischen Regierung über die Auswirkungen des deutsch-französischen Vertrages und versicherte, der Pakt hätte keinerlei negative Folgen für die deutsch-amerikanischen Beziehungen.

8.2.1963, Freitag

Nach viereinhalbjähriger Herrschaft wird der irakische Präsident Abd Al Karim Kasim von jungen Offizieren gestürzt. Die Militärs vertreten eine proägyptische Politik.

Das US-amerikanische Amt für Auslandshilfe suspendiert jede wirtschaftliche und technische Unterstützung für Ceylon (Sri Lanka). Die dortige Regierung weigert sich, für die Enteignung US-amerikanischer Ölfirmen eine entsprechende Entschädigung zu zahlen.

Auf Anraten von Premierminister Harold Macmillan sagt die britische Prinzessin Margaret einen am 9. März in Paris vorgesehenen Besuch wegen der Haltung von Charles de Gaulle gegenüber Großbritannien ab. Die Entscheidung wird von der britischen Presse heftig kritisiert.

In Bonn wird der Grüne Plan, der Investitionen für die Landwirtschaft vorsieht, veröffentlicht. Ernährungsminister Werner Schwarz (CDU) erläutert den Plan vor dem Parlament.

Die Ehefrau eines 36-Jährigen Würzburger Nervenarztes wird verhaftet, da sie sich weigert, 231,- DM Gerichtskosten zu zahlen. Ihr Mann hatte in den letzten Monaten mehrere Anzeigen gegen führende Persönlichkeiten der Würzburger Justiz wegen ihrer politischen Vergangenheit erstattet.

Bundespostminister Richard Stücklen (CSU) stellt den Pressevertretern in Bonn einen in zweijähriger Arbeit entwickelten neuen Fernsprechapparat vor. Für Hörer und Gehäuse wurde ein lichtgrauer Farbton gewählt.

9.2.1963, Samstag

In Las Vegas (USA) heiraten der 37-Jährige Hollywood-Star Tony Curtis und die 18-Jährige deutsche Schauspielerin Christine Kaufmann.

Auf der Insel Mallorca sitzen deutsche Urlauber fest, da die spanische Regierung einer Luftchartergesellschaft aus der Bundesrepublik überraschend die Landeerlaubnis in Spanien entzog. Spanien möchte so die Einschaltung eigener Fluggesellschaften erzwingen.

Franz Josef Strauß (CSU) zieht die im Jahr 1962 gestellten Strafanträge wegen Beleidigung und übler Nachrede gegen den “Spiegel”-Herausgeber Rudolf Augstein sowie andere Zeugen der Fibag-Affäre zurück.

10.2.1963, Sonntag

In Moshi in Tanganjika (Tansania) geht die am 4. Februar begonnene vierte afroasiatische Solidaritätskonferenz zu Ende, an der Delegationen aus insgesamt 60 Staaten teilnahmen.

Mit dem Sieg der Deutschen Meister im Paarlauf, Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler, gehen die seit dem 5. Februar in der ungarischen Hauptstadt Budapest stattfindenden Europameisterschaften im Eiskunstlauf zu Ende.

11.2.1963, Montag

Die Bundesrepublik, Großbritannien und die USA sowie die Sowjetunion und die DDR erkennen die neue irakische Regierung an.

Vor dem britischen Unterhaus in London erklärt Premierminister Harold Macmillan zum Abbruch der EWG-Beitrittsverhandlungen, es gäbe keine bessere Alternative und Großbritannien werde deshalb weiterhin an der Schaffung eines vereinten Europa arbeiten.

In Oslo erklärt die norwegische Regierung, dass ihr Aufnahmegesuch in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) nach dem Scheitern der britischen Beitrittsverhandlungen hinfällig sei. Die Zusammenarbeit der Länder der Kleinen Freihandelszone (EFTA) müsse verstärkt werden.

Auf einer Außenministerkonferenz in der marokkanischen Stadt Rabat (11.-13. Februar) beschließen Tunesien, Algerien und Marokko regelmäßige Zusammenkünfte, um Entwicklungs- und Handelspläne ihrer drei nordafrikanischen Länder zu koordinieren.

12.2.1963, Dienstag

Nach achtwöchiger Pause nehmen die Vertreter aus 18 Ländern die Abrüstungsverhandlungen in der schweizerischen Stadt Genf wieder auf.

Der Berliner Senator für Inneres, Heinrich Albertz, (SPD), protestiert gegen eine Mauer-Mode-Story in der Zeitschrift “Vogue”, die Mannequins vor der Mauer in Berlin zeigt.

Rund 4000 Schweizer holen das Johannes-Bildnis aus der Kirche Hagnau am deutschen Ufer des Bodensees über den zugefrorenen See zurück nach Münsterlingen. Die Aktion geht auf einen 400 Jahre alten Brauch zurück.

13.2.1963, Mittwoch

Die Oberstaatsanwaltschaft in Karlsruhe bestätigt die Aufnahme eines Ermittlungsverfahrens gegen den ehemaligen Generalbundesanwalt Wolfgang Fränkel wegen seiner juristischen Tätigkeit während der NS-Zeit.

Anlässlich des 80. Todestages von Richard Wagner legen in Bayreuth Delegationen aus der DDR und der Bundesrepublik getrennt am Grab des Komponisten im Park der Villa Wahnfried Kränze und Blumen nieder.

14.2.1963, Donnerstag

In Paris werden drei hohe Offiziere und eine Sprachlehrerin unter dem dringenden Verdacht verhaftet, ein Attentat auf den französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle geplant zu haben. Es ist das zehnte gescheiterte Attentat auf den Staatspräsidenten.

Vom US-amerikanischen Raketenstützpunkt Cape Canaveral wird ein neuartiger stationärer Nachrichtensatellit des Typs “Syncom” gestartet.

Zum Nachfolger des verstorbenen Führers der britischen Labour-Party, Hugh Gaitskell, wird in London der bisherige außenpolitische Sprecher der Opposition, Harold Wilson, gewählt.

15.2.1963, Freitag

Aufgrund einer Urabstimmung aller Studenten an der Freien Universität in Berlin (West), wird der am 6. Februar vom Konvent gewählte neue Vorsitzende des Allgemeinen Studentenausschusses, Eberhard Diepgen, sein Amt nicht antreten. Diepgens Wahl stieß auf heftigen Protest, da er Mitglied einer schlagenden Verbindung ist.

Der größte Teil der gegenwärtig in der bulgarischen Hauptstadt Sofia lebenden afrikanischen Studenten verlässt aus Protest gegen das Verbot einer afrikanischen Studentenvereinigung das Gastland.

Der Bürgermeister von Duschanbe, der Hauptstadt der sowjetischen Republik Tadschikistan, wird wegen passiver Bestechung zum Tode durch Erschießen verurteilt.

Das Amtsgericht Tegernsee verurteilt den Schnapsfabrikanten Carl Underberg zu einer Geldstrafe von 10 000 DM. Er hatte am 17. Juni 1962 vier Spaziergänger von einem über seinen Besitz führenden Fußweg mit Waffendrohung vertrieben.

16.2.1963, Samstag

In Rom trifft der seit 1945 in Sibirien inhaftierte Metropolit der Ukrainisch-Katholischen Kirche, Erzbischof Jozyf Slipy, ein. Slipy hatte sich 1945 gegen eine von der Regierung geforderte Trennung seiner Kirche von Rom gewehrt.

In der Nähe des Grenzüberganges Helmstedt/Marienborn finden drei junge Männer im Kugelhagel der DDR-Grenzpolizei den Tod, als sie in die Bundesrepublik flüchten wollen.

17.2.1963, Sonntag

Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus in Berlin (West) erhalten die Sozialdemokraten 61,9% der abgegebenen Stimmen, die CDU 28,8% und die FDP 7,9%.

In Frankfurt am Main findet bis zum 21. Februar die Internationale Frühjahrsmesse statt.

18.2.1963, Montag

Der italienische Staatspräsident Antonio Segni löst das italienische Parlament auf und legt das Datum der Neuwahlen auf den 28. April des Jahres 1963 fest.

In Oberhausen beginnen die IX. Westdeutschen Kurzfilmtage (bis 23. 2.). Über 700 deutsche und 200 ausländische Regisseure, Produzenten, Filmverleiher und Journalisten haben sich angemeldet.

19.2.1963, Dienstag

Trotz scharfer Proteste der Bundesregierung und des Berliner Senats teilen die drei westalliierten Botschaften mit, dass die drei Berlin (West) anfliegenden Fluggesellschaften ab 1. April die Flugpreise im Berlin-Verkehr erhöhen.

Nach zweitätigen Verhandlungen in Genf beschließt der Ministerrat der Länder der Kleinen Freihandelszone (EFTA) unter der Führung von Großbritannien die Ausarbeitung eines Aktionsprogrammes. Es hat das Ziel, bis Ende 1966 sämtliche Zollschranken zwischen den sieben Mitgliedstaaten der EFTA abzubauen.

Im Bonner Auswärtigen Amt werden dem italienischen Botschafter fünf seit 1944 verschollene Gemälde übergeben. Die Bilder, die den Uffizien und dem Palazzo Pitti in Florenz gehören, haben einen Wert von acht Millionen DM. Die Münchener Kriminalpolizei fand sie in dem Schrank eines ehemaligen Soldaten der deutschen Wehrmacht.

20.2.1963, Mittwoch

In der in Moskau erscheinenden Zeitschrift “Sowjetskaja Rossija” wird von fünf zum Tode verurteilten Wirtschaftsfunktionären berichtet.

In der Freien Volksbühne am Kurfürstendamm in Berlin (West) wird das Theaterstück “Der Stellvertreter” von Rolf Hochhuth uraufgeführt.

21.2.1963, Donnerstag

Mit etwa 7000 Gästen wird der Opernball in Wien wieder zu einem glanzvollen gesellschaftlichen Ereignis in der Walzerstadt an der Donau.

Auf der 100. Vollsitzung der Abrüstungskonferenz in Genf legt die sowjetische Delegation einen Entwurf eines Nichtangriffspaktes zwischen dem Nordatlantikpakt (NATO) und den Warschauer-Pakt-Staaten vor.

Das Bundeskabinett in Bonn beschließt, den Bundesrichter Ludwig Martin zum neuen Generalbundesanwalt in Karlsruhe zu ernennen.

22.2.1963, Freitag

Anlässlich der 20. Wiederkehr des Tages der Hinrichtung der Geschwister Sophie und Hans Scholl sowie ihres Freundes Christoph Probst findet an der Münchener Universität eine Gedächtnisveranstaltung statt.

Der griechische Reeder Aristoteles Onassis bietet dem Fürsten Rainier III. von Monaco die Aktienmehrheit des Spielkasinos von Monte Carlo an.

23.2.1963, Samstag

Die Militärregierung in Birma verstaatlicht alle in- und ausländischen Banken. Die Zinsgewinne sollen nun unmittelbar dem Volke zugutekommen.

In Anwesenheit des Bundespräsidenten Heinrich Lübke (CDU) und seiner Ehefrau Wilhelmine läuft in Hamburg das größte Schiff, das je auf einer deutschen Werft gebaut wurde, vom Stapel.

Infolge des strengen Winters in Europa kommt es zu starken Verkehrsbehinderungen.

Heinz Huth aus Hamburg kann mit seinem letzten Wettbewerbsflug bei der Segelflieger-Weltmeisterschaft in Argentinien den Meistertitel in der Standardklasse erfolgreich verteidigen.

24.2.1963, Sonntag

Die seit Monaten laufenden Verhandlungen zwischen der österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der Sozialistischen Partei (SPÖ) über eine neue Koalitionsregierung sind gescheitert.

25.2.1963, Montag

In einem Pariser Sondergerichtsprozess gegen die Attentäter von Petit-Clamart, die im August 1962 auf das Auto von Staatspräsident Charles de Gaulle geschossen hatten, beantragt der Anklagevertreter gegen sieben Beteiligte die Todesstrafe.

Der kongolesische Ministerpräsident Cyrille Adoula trifft zu einem viertägigen Besuch in Brüssel ein. u.a. möchte er die belgische Regierung um die Entsendung weiterer technischer Sachverständiger für den Aufbau seines Landes bitten.

26.2.1963, Dienstag

Gegen den Regierungskriminalrat Theo Sävecke, der die Exekutivmaßnahmen in der “Spiegel”-Affäre 1962 geleitet hatte, werden Vorwürfe von der Vereinigung italienischer Widerstandskämpfer erhoben. Sävecke soll vor 1945 bei Geiselerschießungen in Norditalien aktiv beteiligt gewesen sein.

Das Bundesgesundheitsamt in Berlin (West) teilt mit, dass sich seit dem Beginn der Schluckimpfung gegen Poliomyelitis 1962 rund 22 Millionen Menschen im Alter bis zu 40 Jahren freiwillig der Impfung unterzogen haben. Die Erkrankungen in der Bundesrepublik seien merklich zurückgegangen.

In Paris wird ein ehemaliger Führer der rechtsradikalen Organisation OAS, Oberst Antoine Argoud, verhaftet. Aufgrund eines anonymen Telefonanrufs fand man ihn gefesselt in einem Lieferwagen in der Nähe des Polizeireviers und der Kathedrale Notre-Dame.

27.2.1963, Mittwoch

Bundesverteidigungsminister Kai Uwe von Hassel betont während eines Aufenthaltes in Washington die enge Zugehörigkeit der Bundesrepublik zum Nordatlantikpakt (NATO).

Die Pekinger “Volkszeitung” veröffentlicht einen Artikel, in dem grundlegende Kritik an der Politik der Sowjetunion geübt wird.

Der vor 60 Jahren errichtete “Kehrwiederturm” an der Kaiserspitze im Hamburger Freihafen wird gesprengt. An seiner Stelle soll ein neues Lagerhaus entstehen.

28.2.1963, Donnerstag

Der erste Prozess gegen einen Münchener Polizisten im Zusammenhang mit den Schwabinger Krawallen vom Juni 1962 endet mit der Verurteilung eines 23-Jährigen Polizeiwachtmeisters. Er erhält sechs Wochen Gefängnis, da er einen Studenten mit einem Stoß zu Boden geschleudert und dabei erheblich verletzt hatte.

Entsprechend dem Vorschlag vom 21. November 1962 hat die Volksrepublik China den angekündigten Truppenrückzug an der indisch-chinesischen Grenze vollständig durchgeführt.

Der DDR-Schriftsteller Peter Hacks ist aus dem Amt des Chefdramaturgen am Deutschen Theater in Berlin (Ost) entlassen worden. Hacks war insbesondere wegen seines Stückes “Sorgen und die Macht” angegriffen worden.

Bei den Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf in Cortina d’Ampezzo (18. 2.-2. 3.) holen sich Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler aus der Bundesrepublik den Titel im Paarlauf.