Was geschah im Februar 1973

  • < 1972
  • 2.1973
  • 1974 >

1.2.1973, Donnerstag

Die japanische Fluggesellschaft Japan Air Lines storniert ihre Bestellungen des Überschallverkehrsflugzeugs Concorde bei den britisch-französischen Herstellern.

In Wien endet die dreitägige Konferenz der österreichisch-sowjetischen Kommission für wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit. Ergebnis des Treffens ist ein Vertrag, der den Industrieanlagenbau in beiden Ländern sowie auf Drittmärkten fördern soll. Hierfür soll der Austausch von Lizenzen, Patenten und technischen Erfahrungen im Maschinen- und Anlagenbau verstärkt werden. Die UdSSR hat sich ferner in dem Abkommen verpflichtet, ihre Erdgaslieferungen an Österreich auf 4 Mrd. m jährlich zu verdreifachen.

Der Direktor des Frankfurter Zoos, Bernhard Grzimek, tritt von seinem Amt als Naturschutzbeauftragter zurück. Er hätte während seiner zweijährigen Amtszeit seine Ziele bezüglich des Naturschutzes innerhalb der Bundesregierung nicht durchsetzen können, begründet Grzimek seine Entscheidung.

2.2.1973, Freitag

Der Deutsche Bundesrat lehnt mit der Mehrheit der CDU/CSU-regierten Länder den Vorschlag der Ratifizierung des Grundlagenvertrags zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland mit 21 gegen 20 Stimmen ab.

Papst Paul VI. ernennt 30 neue Kardinäle, darunter Hermann Volk, bisher Bischof von Mainz. Das Kardinalskollegium umfasst jetzt 145 Mitglieder, von denen 30 bereits älter als 80 Jahre sind.

Die DDR tritt der Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen bei. Die Vereinbarung vom 18. April 1916 regelt die durch das Völkerrecht gewährte Befugnis, Gesandte zu entsenden und zu empfangen.

Die Bonner Bundesregierung beschränkt den freien Kapitalverkehr. Sie will die Flut ausländischer Gelder in die Bundesrepublik verringern, die durch den starken Verfall des US-Dollarkurses ausgelöst wird. Zur Stützung des US-Dollar musste die Deutsche Bundesbank bereits in den vergangenen zwei Tagen 1 Mio. US-Dollar aufkaufen.

3.2.1973, Samstag

In Uganda wurden die Terrormaßnahmen gegen “Staatsfeinde” verschärft. Staatschef Idi Amin Dada lässt diese nun öffentlich hinrichten.

Der sowjetische Landwirtschaftsminister Wladimir W. Matskewitsch wird seines Amtes enthoben.

Erstmals wird “Das aktuelle Sportstudio” im Zweiten Programm von einer Frau moderiert. Die Journalistin Carmen Thomas dringt damit in ein bislang nur von Männern besetztes Fernsehressort vor.

4.2.1973, Sonntag

Das vom ägyptischen Staatspräsidenten Muhammad Anwar As Sadat gegründete Disziplinarkomitee nimmt seine Arbeit auf. Es startet eine Kampagne gegen mehrere hundert linksintellektuelle Dichter, Dramatiker, Journalisten, Schauspieler und Produzenten. Sie werden aus der Staatspartei Arabische Sozialistische Union (ASU) ausgeschlossen und verlieren ihre Arbeitsplätze durch den gleichzeitigen Ausschluss aus den Berufsverbänden. Der Staatspräsident will hiermit seinen prowestlichen politischen Kurs unterstreichen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) überträgt die XII. Olympischen Winterspiele 1976 der Stadt Innsbruck. Der ursprüngliche Bewerber für das sportliche Ereignis, Denver im US-Bundesstaat Colorado, konnte die Durchführung der Spiele aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht mehr gewährleisten.

5.2.1973, Montag

Irlands Staatspräsident Eamon de Valera erhält von Ministerpräsident John M. Lynch den Auftrag, das Parlament der Republik Irland aufzulösen. Durch Neuwahlen am 28. Februar sollen klare Mehrheitsverhältnisse geschaffen werden.

6.2.1973, Dienstag

Der Rat der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) bewilligt auf seiner Tagung in Brüssel ein auf drei Jahre befristetes Forschungsbudget in Höhe von 732 Mio. DM.

21 Menschen kommen beim Brand des Pariser Gymnasiums Edouard Pailleron ums Leben. Das Feuer wurde von zwei Schülern gelegt, die sich an ihren Lehrern für Bestrafungen rächen wollten.

Europas größter Hochofen wird in Duisburg auf der August-Thyssen-Hütte in Betrieb genommen.

7.2.1973, Mittwoch

Der US-amerikanische Senat beschließt, eine siebenköpfige Untersuchungskommission zu bilden, die sich mit dem Einbruch in das Watergate-Gebäude, der Zentrale der Demokratischen Partei, vom 17. Juni 1972 beschäftigen soll.

Der Leiter des Pasteur-Instituts in Paris und Nobelpreisträger für Medizin Jacques Monod, veröffentlicht die Entdeckung eines Generalimpfstoffes gegen alle zu erwartenden und bereits existierenden Grippeviren.

8.2.1973, Donnerstag

In Nikosia, der Hauptstadt Zyperns, wird Erzbischof Makarios III. für weitere fünf Jahre in seinem Amt als Staatspräsident bestätigt. Rauf R. Denktas wird zu seinem Stellvertreter gewählt. Makarios stellte sich ohne Gegenkandidat zur Wahl.

Im australischen Melbourne wird der bis zum 25. Februar andauernde Eucharistische Kongress eröffnet.

9.2.1973, Freitag

An der Hamburger Staatsoper kommt das Lichtspiel “Kyldex I” von Nicolas Schöffer zur Uraufführung.

Großbritannien und Frankreich nehmen diplomatische Beziehungen zur DDR auf.

Die zweitägige Konferenz von 17 Gewerkschaftsverbänden aus 15 westeuropäischen Staaten, darunter auch der Deutsche Gewerkschaftsbund, geht in Brüssel zu Ende. Die Verbände haben sich zu einem Europäischen Gewerkschaftsverbund zusammengeschlossen.

10.2.1973, Samstag

Der 75. Geburtstag des Schriftstellers und Regisseurs Bertolt Brecht, der am 14. August 1956 in Berlin (Ost) starb, wird mit zahlreichen Veranstaltungen in der DDR und der Bundesrepublik Deutschland gefeiert.

Durch die Explosion eines entleerten Erdgastanks sterben auf Staten Island bei New York 43 Arbeiter, die bei Isolierungsarbeiten im Innern des Tanks von der Explosion überrascht wurden.

In Köln enden die Eiskunstlauf-Europameisterschaften. Irina Rodnina und Alexandr Zaitsew gewinnen Gold im Paarlauf.

11.2.1973, Sonntag

Der bisherige Staatspräsident von Paraguay, General Alfredo Stroessner, wird mit großer Mehrheit für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.

In einer Volksabstimmung in Liechtenstein sprechen sich die Stimmberechtigten gegen die Einführung des Frauenwahlrechts aus.

Die Australierin Shane Gould stellt in Adelaide einen Weltrekord über 1500-m-Freistilschwimmen in 16:56,9 sec. auf. Damit liegt der Weltrekord erstmals unter 17 min.

Die bundesdeutschen Sportler Wolfgang Zimmerer und Peter Utzschneider erringen in Lake Placid den Weltmeistertitel im Zweierbob.

12.2.1973, Montag

Als erste bundesdeutsche Bank eröffnet die Dresdner Bank eine Filiale in Moskau.

Nach Absprache mit den europäischen Handelspartnern wertet die US-amerikanische Regierung den Dollar um 10% ab. Damit beträgt der neue Dollarkurs umgerechnet 2,90 DM.

13.2.1973, Dienstag

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Bonn folgt einer Empfehlung ihres Fraktionsvorstandes. Sie beschließt durch Abstimmung, keine Klage gegen den Grundlagenvertrag mit der DDR beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zu erheben. Die CDU/CSU wertete den Grundlagenvertrag als einen Verstoß gegen das im Grundgesetz verankerte Vereinigungsgebot Deutschlands.

Der frühere Staatssekretär im Bundeskanzleramt (von 1953 bis 1963), Hans Globke, stirbt im Alter von 75 Jahren in Bonn. Als Ministerialrat im Reichsinnenministerium unter den Nationalsozialisten war er an der Kommentierung der Nürnberger Rassengesetze zur Verfolgung der Juden im Deutschen Reich beteiligt.

14.2.1973, Mittwoch

Einstimmig beschließt der Schweizer Nationalrat, die Volljährigkeit von 21 auf 19 Jahre herabzusetzen. Das Gesetz tritt am 1. Juli in Kraft.

Der kubanische Arbeitsminister Jorge Risquet gibt bekannt, dass seit Inkrafttreten des Gesetzes gegen Faulheit im April 1971 50 019 Kubaner verurteilt worden seien. Das Gesetz sieht als Strafe für das Delikt Zwangsarbeit bis zu zwei Jahren vor.

Kuba schließt mit Kanada und den USA ein Abkommen gegen Luft- und Seepiraterie. Immer häufiger hatten in jüngster Zeit Flugzeugentführer Kuba als Flugziel angegeben. Sie hofften, auf diese Weise scharfen Strafen entgehen zu können.

Der sowjetische Außenminister Andrei A. Gromyko bestätigt in einem Schreiben an den Generaldirektor der UNESCO, René Maheu, den Beitritt der UdSSR zum Welturheberrechtsabkommen (WUA). Damit wird der rechtlose Zustand aufgehoben, infolgedessen westliche Autoren jahrzehntelang keinerlei Ansprüche auf Tantiemen für sowjetische Übersetzungen ihrer Werke erheben konnten.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft unterliegt in München dem Team Argentiniens 2:3.

15.2.1973, Donnerstag

Im Deutschen Bundestag in Bonn wird die Debatte über den Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR aufgenommen.

Der österreichische Nationalrat beschließt in Wien die Fusionierung der staatlichen Eisen- und Stahlwerke zu einem Großkonzern. Das mit 77 000 Beschäftigten geführte Unternehmen ist der größte Betrieb dieser Branche in der westlichen Welt.

16.2.1973, Freitag

Die CDU/CSU-Fraktion im Bonner Bundestag stimmt dem Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zu den Vereinten Nationen (UN) zu.

In der ostafrikanischen Republik Ruanda beginnen blutige Auseinandersetzungen zwischen den Hutu und den Tussis, der aristokratischen Oberschicht des Landes. Die Hutu kämpfen gegen den immer noch starken Einfluss der Tussis, obwohl deren Monarchie 1959 von ihnen gestürzt wurde und die Republik seit 1962 von den Hutu geführt wird. Die Gründung von Revolutionskomitees und Boykottaufrufe gegen Tussi-Geschäfte begleiten die Unruhen.

Die Außenminister Frankreichs und Spaniens, Michel Debré und Gregorio Lopez Bravo de Castro, unterzeichnen in Paris ein Abkommen über die Zusammenarbeit beim Ausbau der spanischen Marine. Frankreich will vor allem technische Hilfe leisten.

17.2.1973, Samstag

Die Bundesregierung in Bonn beschließt den Entwurf des Bundeshaushalts 1973 in Höhe von 120,39 Mio. DM. Ferner werden eine Anhebung der Mineralölsteuer um fünf Pfennig je Liter und der Abbau von Steuervergünstigungen ab Jahresmitte wirksam, um die überhitzte Wirtschaftskonjunktur wieder zu stabilisieren.

18.2.1973, Sonntag

Frankreich bietet Regierungsvertretern Australiens und Neuseelands an, die Sicherheitsmaßnahmen für den im April geplanten Start von Atombombentests im Pazifik zu überprüfen.

Spanien und die UdSSR schließen in Madrid ein Luftfahrtabkommen. Künftig ist es Chartermaschinen möglich, zwischen Moskau und den Kanarischen Inseln zu verkehren.

19.2.1973, Montag

Anlässlich des 500. Geburtstages des Astronomen, Mediziners und Juristen Nikolaus Kopernikus (* 19. 2. 1473 Thorn, 24. 5. 1543 Frauenburg) wird eine seit dem 17. Jahrhundert geführte Gelehrtenfehde beigelegt. Strittiger Punkt unter deutschen und polnischen Wissenschaftlern war die Nationalität von Kopernikus. Einigkeit herrscht jetzt unter den Forschern, dass der berühmte Astronom ein Pole war.

Ein Defekt am Höhenruder ist die Ursache für den Absturz einer Tupolew 154 der sowjetischen Fluggesellschaft Aeroflot beim Landeanflug auf den Prager Flughafen Ruzyne. Von den 100 Flugzeuginsassen überleben nur 34.

Die Polizeipräfektur von Paris verbietet die Durchführung einer schon geplanten Konferenz US-amerikanischer Kriegsdienstverweigerer und Deserteure des Vietnamkriegs. Als Begründung nennen die Verantwortlichen dieser Maßnahme, eine solche Konferenz könne die Stimmung für die bevorstehende Friedenskonferenz in Vietnam beeinträchtigen.

Henry Kissinger, Sonderberater des US-Präsidenten Richard M. Nixon, vereinbart während eines Aufenthalts in Peking mit der chinesischen Führung die Einrichtung von gegenseitigen Verbindungsbüros.

In der Türkei gründet sich die Republikanische Vertrauenspartei, die der politischen Mitte angehört. Sie ist ein Zusammenschluss aus Mitgliedern der Vertrauenspartei, der Republikanischen Partei und einer Gruppe von Unabhängigen. Alle Parteien sind Splittergruppen der großen Republikanischen Volkspartei, die als zu linkslastig eingestuft wird.

20.2.1973, Dienstag

Die UdSSR und die DDR schließen erstmals ein zeitlich unbefristetes Abkommen über eine jährliche Erdöllieferung in Höhe von 12,9 Mio. t ab.

21.2.1973, Mittwoch

In Laos kommt es nach 14 Jahren Krieg zum Abschluss eines Friedensvertrags zwischen der Regierung unter Prinz Suvanna Phuma und der kommunistisch orientierten Pathet-Lao-Bewegung.

Eine libysche Passagiermaschine vom Typ Boeing 727 wird über der Halbinsel Sinai von israelischen Phantomjägern abgeschossen.

40 000 griechische Studenten besetzen im Rahmen einer Protestdemonstration die juristische Fakultät in Athen. Die seit Januar anhaltende Studentenrevolte richtet sich gegen die Wahl der Studentenräte im November 1972. Hierbei wurden die der Regierung unter Ministerpräsident Georgios Papadopoulos nicht genehmen Kandidaten in Untersuchungshaft überführt und stattdessen regimetreue zur Wahl gestellt.

Das Düsseldorfer Arbeitsgericht hebt die 1972 eingebrachte fristlose Entlassung des Professors für Plastik, Joseph Beuys, auf.

Die DDR erlässt eine neue Verordnung über die Tätigkeit von Auslandskorrespondenten. Sie dürfen jetzt ausländische Presseerzeugnisse für ihren dienstlichen oder privaten Gebrauch in die DDR einführen.

22.2.1973, Donnerstag

Nach Protesten der CDU/CSU und des Berliner Senats beschließt die Bundesregierung in Bonn, Visagebühren für DDR-Besucher aus Berlin (West), nicht jedoch für die Bundesbürger, weiter zu erstatten.

23.2.1973, Freitag

In Syrien kommt es zu gewalttätigen Protesten bei der Verkündung der neuen Verfassung durch die sozialistische Baath-Regierung.

Die beiden größten staatlichen Fluggesellschaften Großbritanniens, British European Airways und British Overseas Airways Corporation, schließen sich zu British Airways zusammen.

Die DDR wird Mitglied der UNO-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD). Gleichzeitig tritt das sozialistische Land dem Institut für Vereinheitlichung des Privatrechts (UNIDROIT) bei.

Der Iran tätigt in den USA Waffenkäufe in Höhe von 3 Mrd. US-Dollar (8,82 Mrd. DM). Schah Mohammed Resa Pahlawi legte bereits nach Abzug der britischen Truppen aus der Golfregion 1971 einen Fünfjahresplan zur Modernisierung der iranischen Rüstung fest. Der jetzt erfolgte Waffenkauf umfasst Hubschrauber, Überschallabfangjäger, Kampfbomber, Laserbomben und Transportflugzeuge.

24.2.1973, Samstag

An den Feierlichkeiten anlässlich des 25. Jahrestages der Machtübernahme durch die Kommunistische Partei in der Tschechoslowakei nimmt der Generalsekretär des Zentralkomitees (ZK) der Kommunistischen Partei in der Sowjetunion (KPdSU), Leonid I. Breschnew, teil. Der tschechoslowakische Präsident Ludvík Svoboda erlässt aufgrund des Jubiläums eine Gefangenenamnestie für Personen, die sich bestimmter politischer Vergehen schuldig gemacht haben.

Der Kölner Radsportler Klaus-Peter Thaler wird in London Weltmeister im Querfeldeinfahren.

25.2.1973, Sonntag

Vor den Präsidentschaftswahlen am 13. März erlässt die türkische Regierung eine Pressezensur. Sie soll verhindern, dass kommunistisches Gedankengut veröffentlicht wird. Ferner dürfen weder Informationen noch Erläuterungen bezüglich der Wahl veröffentlicht werden.

Der amtierende Präsident von Gabun, Bernard Albert Bongo, wird für weitere sieben Jahre in seinem Amt bestätigt.

26.2.1973, Montag

Der erste Strafsenat des Berliner Kammergerichts verurteilt den 37-Jährigen Juristen Horst Mahler zu zwölf Jahren Freiheitsentzug bei Anrechnung von 21 Monaten Untersuchungshaft.

Durch Reparaturarbeiten am Dach entsteht ein Großbrand im Westberliner Europa-Center.

27.2.1973, Dienstag

Bei den Parlamentswahlen in Südkorea erhält die bisherige Regierungspartei, die Demokratisch Republikanische Partei, die Mehrheit.

In Preßburg beginnt die Weltmeisterschaft im Eiskunstlauf und Eistanz. 120 Sportler aus 22 Ländern beteiligen sich an den bis zum 3. März dauernden Titelkämpfen.

Der Vorsitzende des Direktoriums der Daimler-Benz AG, Joachim Zahn, schließt in Moskau ein Abkommen mit dem Vorsitzenden des Ministerrats für Wissenschaft und Technologie in der UdSSR über den gegenseitigen Erfahrungsaustausch im Automobilbau.

Die UN-Menschenrechtskommission verurteilt in einem Schreiben an die israelische Regierung den Abschuss einer libyschen Verkehrsmaschine am 21. Februar.

200 Mitglieder des American Indian Movement, einer militanten US-amerikanischen Bewegung zur Durchsetzung indianischer Rechtsansprüche, besetzen die Ortschaft Wounded Knee in South Dakota.

28.2.1973, Mittwoch

Bei den Parlamentswahlen in der Republik Irland gewinnen die Koalitionsparteien Fine Gael und Labour Party die Mehrheit gegenüber der bisherigen Regierungspartei Fianna Fail. Lian T. Cosgrave, Führer der Fine Gael, löst den bisherigen Premierminister Jack Lynch in seinem Amt ab.

Der Irak schließt einen Vertrag mit der Iraq Petroleum Company (IPC) zur Regelung der 1972 erfolgten Verstaatlichung des Unternehmens. In dem Abkommen verpflichtet sich Irak, der IPC 15 Mio. t Erdöl zur Abgeltung aller ihrer Entschädigungsansprüche zu liefern.

Der Bundesminister für besondere Aufgaben, Egon Bahr, und DDR-Staatssekretär Michael Kohl kommen in Bonn zu Gesprächen zusammen. Hauptthema ist die Regelung der Akkreditierung von Journalisten der Bundesrepublik Deutschland als ständige Korrespondenten in Berlin (Ost). Weiterhin stehen ein Luftverkehrsabkommen und die Arbeit der beiderseitigen Grenzkommission zur Diskussion.

Bei einem Flugzeugunglück in der Nähe von Stettin kommen außer sieben polnischen und vier tschechoslowakischen Funktionären der Sicherheitsdienste beider Länder auch der polnische Innenminister Wieslaw Ociepka und der Innenminister der CSSR, Radko Kaska, ums Leben. Die Absturzursache beim Landeanflug auf den Stettiner Flughafen ist unbekannt.

Der Fußball-Bundesligist Eintracht Braunschweig beginnt mit der Trikotwerbung im bundesdeutschen Profifußball.