Was geschah im Februar 1979

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1.2.1979, Donnerstag

US-Präsident James E. “Jimmy” Carter begnadigt die im Jahr 1976 wegen Bankraubs zu sieben Jahren Haft verurteilte Millionärstochter Patricia Hearst.

Der iranische Schiitenführer Ajatollah Ruhollah Khomeini kehrt nach 15 Jahren Exil aus Paris in den Iran zurück.

2.2.1979, Freitag

Die parlamentarische Versammlung des Europarates spricht sich in Straßburg mit großer Mehrheit gegen eine Verjährung von Kriegsverbrechen aus. Dieses Votum bezieht sich vor allem auch auf die Ende 1979 in der Bundesrepublik nach geltendem Strafrecht einsetzende Verjährung für NS-Morde.

In Großbritannien werden die umstrittenen gynäkologischen Jungfräulichkeitstests bei Einwanderinnen aus Pakistan, Indien und Bangladesch abgeschafft.

Der britische Punk-Rocker Sid Vicious, früherer Bassist der Gruppe “Sex Pistols”, stirbt im Alter von 21 Jahren in New York an einer Überdosis Heroin. Er stand unter der Anklage, Ende Oktober 1978 seine Freundin getötet zu haben.

3.2.1979, Samstag

Auf ihrem Europa-Parteitag in Aachen wählen die Freidemokraten Martin Bangemann, den FDP-Landesvorsitzenden von Baden-Württemberg, zu ihrem Spitzenkandidaten für die Wahl zum Europaparlament.

Die US-Rockgruppe “Blondie” mit Lead-Sängerin Deborah Harry erobert mit ihrem Song “Heart of Glass” Platz 1 der britischen Hitliste und behauptet vier Wochen diesen Rang. Eine weitere Hit-Single landet die Gruppe am 26. Mai in Großbritannien mit “Sunday Girl”, die drei Wochen Platz 1 hält.

4.2.1979, Sonntag

In Brüssel wird eine Sekretärin bei der NATO-Vertretung der Bundesrepublik Deutschland unter Spionageverdacht festgenommen.

Während eines Aufenthalts des jugoslawischen Staatspräsidenten Josip Tito in Kuwait werden Gerüchte über eine Scheidung des 86-Jährigen Tito von seiner dritten Frau Jovanka und eine Eheschließung mit der 35 Jahre alten Operettensängerin Gertrude Minutic bestätigt. Dies wird jedoch bald darauf vom jugoslawischen Außenministerium dementiert.

5.2.1979, Montag

Der schiitische Religionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini ernennt in Teheran seinen Vertrauten Mehdi Basargan zum Chef einer provisorischen Regierung. Das iranische Parlament billigt am selben Tag in Teheran ein Gesetz über die Auflösung des Geheimdienstes SAVAK und die Aufhebung der Immunität korruptionsverdächtiger ehemaliger Minister und Abgeordneter.

Mit der Hinterlegung der Beitrittsurkunde wird für die Bundesrepublik der Arktisvertrag von 1959 wirksam, der die friedliche Nutzung des Südpolargebiets regelt. Der Bundesrepublik wird dadurch ein Anteil an der wissenschaftlichen Erforschung und wirtschaftlichen Nutzung des Südpolargebiets zuerkannt.

Zu chaotischen Verkehrsverhältnissen kommt es in Washington, als über 3000 Farmer mit ihren landwirtschaftlichen Fahrzeugen für höhere Erzeugerpreise demonstrieren.

In seinem Büro in Zürich wird der Fluchthelfer Hans-Ulrich Lenzlinger tot aufgefunden.

6.2.1979, Dienstag

Chinas stellvertretender Ministerpräsident Deng Xiaoping trifft auf der Rückreise aus den USA zu einem dreitägigen inoffiziellen Besuch in Japan ein.

14 Tote und elf Verletzte fordert ein Brand in der Rolandmühle in Bremen, der aus unbekannter Ursache im Keller ausbrach und eine Mehlstaubexplosion auslöste. Das Unglück verursacht einen Sachschaden von über 70 Mio. DM.

7.2.1979, Mittwoch

Die deutsche Bundesregierung verabschiedet eine Stellungnahme zu dem bereits 1975 vorgelegten Bericht über die Lage der Psychiatrie. Mit zusätzlich 70 Mio. DM wird der Bund künftig neue Modelle zur Behandlung seelisch Kranker fördern.

Ein Großfeuer vernichtet das Warenhaus Gerngroß in Wien. Die Ursache des Unglücks sind nächtliche Schweißarbeiten an einer Rolltreppe im Erdgeschoss des Gebäudes.

Das Westberliner Bundeskartellamt teilt mit, dass es wegen verbotener Preis- und Rabattabsprachen für Programmzeitschriften gegen drei deutsche Großverlage Bußgelder in Höhe von insgesamt 26,6 Mio. DM verhängt hat.

In Hamburg endet eine vom ZDF veranstaltete Partie zwischen dem schottischen Schachspieler David Levy und dem in Minneapolis stationierten Schachcomputer “Chess 4.8” nach 89 Zügen mit einem Remis.

8.2.1979, Donnerstag

Die Volksrepublik China und Portugal nehmen diplomatische Beziehungen zueinander auf. Der Status der portugiesischen Kolonie Macau bleibt davon unbeeinflusst.

Der Goldkurs erreicht mit einem Stand von 254 US-Dollar (464,82 DM) pro Unze seinen bisherigen Höchststand. Zugleich sinkt der Kurs des US-Dollar an den deutschen Devisenbörsen auf umgerechnet 1,83 DM.

US-Präsident James E. “Jimmy” Carter gibt den Abbruch der militärischen Hilfe und die Reduzierung der wirtschaftlichen Unterstützung für Nicaragua bekannt. Er will damit den Präsidenten des Landes, Anastasio Somoza Debayle, zum Friedensschluss mit den oppositionellen Sandinisten zwingen.

Oberst Bin Dschadid Schadli wird zum algerischen Staatspräsidenten gewählt. Er ist Nachfolger des im Dezember 1978 verstorbenen Houari Boumedienne.

9.2.1979, Freitag

In Bonn wird eine Verwaltungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik und dem Land Niedersachsen über den Bau eines nuklearen Entsorgungszentrums in Gorleben unterzeichnet. Der Bund will sich an dem Bau mit 200 Mio. DM beteiligen.

Eine Virus-Epidemie in Neapel, deren Ursachen unbekannt sind, fordert bereits das 60. Todesopfer. Die meisten Toten sind Kinder.

Das Präsidium des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) für Deutschland beschließt in Essen, dass die vom NOK zu olympischen Wettkämpfen entsandten Sportler als “Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland” und nicht mehr als “Mannschaft Deutschlands” auftreten. Eine solche Bezeichnung entspricht den 1977 geänderten Regelungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

10.2.1979, Samstag

In Hannover gründen 118 liberale und sozialdemokratische Rechtsanwälte den Republikanischen Anwaltverein. Er tritt in Konkurrenz zum Deutschen Anwaltverein, dem rund 22 000 der insgesamt 35 000 westdeutschen Anwälte angehören.

Der DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker bekräftigt auf einer Parteiversammlung der SED in Berlin (Ost) seinen Willen zum weiteren Ausbau der DDR-Hauptstadt. Die östliche Hälfte Berlins sei ein “Symbol für den Siegeszug des Sozialismus auf deutschem Boden”.

General Mohammad Ziaul Haq, der Staatschef von Pakistan, erklärt das islamische Recht zur Richtschnur für die Rechtsprechung in seinem Land.

Das Metropolitan Museum of Art in New York beklagt den ersten größeren Diebstahl in seiner 110-Jährigen Geschichte. Eine griechische Kopfbüste im Wert von rund 150 000 US-Dollar (etwa 259 000 DM) wurde entwendet.

11.2.1979, Sonntag

Nach zweitägigen bürgerkriegsähnlichen Unruhen in Teheran, die über 200 Todesopfer gefordert haben, tritt der noch vom Schah eingesetzte Ministerpräsident Schahpur Bachtiar zurück.

Zwei Tage nach einem 1:1-Unentschieden an gleicher Stelle unterliegt die Auswahlmannschaft der DDR in einem Fußball-Freundschaftsspiel dem Irak in Bagdad 1:2.

12.2.1979, Montag

Die iranische Regierung fordert die Schweiz auf, illegale Fluchtgelder des gestürzten Schahs und anderer Personen zu beschlagnahmen und dem Land zurückzugeben. Die Schweiz verweigert dies.

Nach einem 2:4 und einem 5:4 gewinnt die sowjetische Eishockeynationalmannschaft das dritte Spiel gegen eine Auswahl der nordamerikanischen Profiliga in New York 6.0.

In der Westberliner Schaubühne am Halleschen Ufer erlebt das Stück “Death, Destruction and Detroit” des US-Amerikaners Robert Wilson seine deutsche Erstaufführung.

In Genf beginnt die erste auf Initiative von mehreren UN-Organisationen durchgeführte Welt-Klima-Konferenz. Im Zentrum der bis zum 23. Februar dauernden Tagung steht die Beeinflussung des Klimas durch die menschliche Zivilisation.

13.2.1979, Dienstag

Als erstes Bundesland übernimmt Hamburg die von der Bundesregierung am 17. Januar geänderten Prüfungsgrundsätze für Verfassungstreue im öffentlichen Dienst.

Während seiner Kanadareise lehnt der französische Premierminister Raymond Barre das vom Ministerpräsidenten der französischsprachigen Provinz Quebec, René Levesque, erbetene öffentliche Bekenntnis für die Schaffung eines unabhängigen Staates Quebec ab.

Norddeutschland wird zum zweitenmal seit Beginn des Jahres von Schneemassen und orkanartigen Stürmen heimgesucht.

14.2.1979, Mittwoch

In der afghanischen Hauptstadt Kabul entführen und ermorden vermutlich schiitische Extremisten den US-amerikanischen Botschafter Adolphe Dubs.

Die US-Botschaft in Teheran wird von bewaffneten Zivilisten gestürmt. Sie halten Botschafter William Sullivan und über 100 Botschaftsangehörige in ihrer Gewalt. Die Aktion wird nach zwei Stunden von Khomeini-treuen Bewaffneten beendet.

15.2.1979, Donnerstag

Im Deutschen Bundestag kritisiert die CDU/CSU-Opposition heftig die von der Bundesregierung geänderten Richtlinien zur Prüfung der Verfassungstreue im öffentlichen Dienst. Widerspruch legt die Union auch gegen die Äußerungen von SPD-Fraktionschef Herbert Wehner über den angeblichen Defensivcharakter der sowjetischen Politik ein.

In Teheran werden vier iranische Generale hingerichtet, die in einem Schnellverfahren wegen Tötung und Folterung von Schah-Gegnern zum Tode verurteilt wurden.

Das Militärobergericht der DDR verurteilt in Berlin (Ost) eine Hamburger Bürgerin aufgrund angeblicher Spionage zu lebenslanger Haft.

Der DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker besucht an der Spitze einer Regierungsdelegation die afrikanischen Staaten Libyen (15.-17.2.), Angola (17.-20.2.), Sambia (20.-22.2.) und Moçambique (22.-24.2.). Mit Angola und Moçambique werden Verträge über Freundschaft und Zusammenarbeit unterzeichnet.

16.2.1979, Freitag

US-Präsident James E. “Jimmy” Carter verlässt nach einem zweitägigen Besuch Mexiko-City, ohne die erhoffte Abmachung über Erdgasimporte erreicht zu haben.

Das Landgericht Stuttgart verurteilt den früheren Rechtsanwalt Klaus Croissant wegen Unterstützung von Angehörigen der sog. Rote Armee Fraktion zu zweieinhalb Jahren Haft ohne Bewährung und vierjährigem Berufsverbot.

17.2.1979, Samstag

Chinesische Truppen beginnen eine sog. Strafaktion gegen die Volksrepublik Vietnam und dringen bis zu 40 km ins Landesinnere vor.

Fast alle iranischen Ölarbeiter folgen einem Aufruf von Ajatollah Ruhollah Khomeini, ihren im Dezember begonnenen Generalstreik zu beenden. Allerdings wird zunächst nur die für den Inlandsbedarf notwendige Ölmenge gefördert.

Die USA beginnen mit der Evakuierung der rund 5000 im Iran lebenden US-Bürger.

Im Münchner Haus der Kunst beginnt eine umfassende Ausstellung mit Werken des Malers Max Ernst. Die bis zum 29. April geöffnete Schau hat einen Versicherungswert von 140 Mio. DM.

18.2.1979, Sonntag

König Hasan II. von Marokko lehnt die vom Iran geforderte Auslieferung des abgesetzten Schah von Iran, Mohammed Resa Pahlawi ab, der am 22. Januar nach Marokko emigrierte.

In Phnom Penh wird ein Freundschaftsvertrag zwischen den verbündeten Staaten Kambodscha und Vietnam unterzeichnet.

Bei den Parlamentswahlen in Bangladesch, den ersten seit dem Militärputsch im August 1975, erringt die von Staatspräsident Ziaur Rahman gegründete Nationalpartei 207 der 300 Abgeordnetensitze.

Der Iran bricht die diplomatischen Beziehungen zu Israel ab. Im Gebäude der früheren Israel-Vertretung eröffnet Palästinenserführer Jasir Arafat anlässlich eines Besuchs in Teheran ein Büro der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO.

Die Schweizer Stimmbürger billigen in einem Referendum die Vorlage über den Bau von Fuß- und Wanderwegen; verworfen werden hingegen die Vorlagen über strengere Auflagen für Kernkraftwerke, die Senkung des Stimm- und Wahlrechts von 21 auf 18 Jahre und die sog. Guttempler-Initiative über das Verbot der Werbung für Tabak und alkoholische Getränke.

Das sowjetische Parteiorgan “Prawda” weist Spekulationen in der bundesdeutschen Presse zurück, die UdSSR strebe die Wiedervereinigung Deutschlands mit seiner gleichzeitigen Neutralisierung an.

19.2.1979, Montag

Der deutsche Bundespräsident Walter Scheel stattet Österreich einen Staatsbesuch ab. Bei der bis zum 23. Februar dauernden Visite wird vor allem das gutnachbarliche Verhältnis zwischen den beiden Staaten betont.

In Bulgarien wird Privatpersonen die weitgehend freie wirtschaftliche Betätigung im Gast- und Beherbergungsgewerbe erlaubt.

20.2.1979, Dienstag

Ein Landtagsabgeordneter der bayerischen Sozialdemokraten, der am 30. Januar unter dem Vorwurf der Spionage für die DDR festgenommen worden war, wird auf Beschluss des Bundesgerichtshofes gegen Kaution aus der Haft entlassen.

21.2.1979, Mittwoch

In Genf beginnt eine bis zum 11. April dauernde erneute Verhandlungsrunde über das Verbot chemischer Waffen. Es kommt allerdings zu keinen konkreten Ergebnissen.

Das japanische Parlament fordert von der UdSSR in einer Resolution die Rückgabe der seit 1945 besetzten Kurilen-Inseln sowie die Räumung der sowjetischen Militärstützpunkte auf diesen Inseln.

Vor dem Landgericht Düsseldorf erringt der Chirurg Julius Hackethal einen juristischen Erfolg: Das dort ergangene Urteil untersagt einem Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums die Behauptung zu wiederholen, Hackethals Kritik am Krebsvorsorgeprogramm sei unseriös.

In der französischen Region Lothringen führen drohende Massenentlassungen in der Stahlindustrie zu massiven Unruhen.

22.2.1979, Donnerstag

In Den Haag diskutiert der CDU-Vorsitzende Helmut Kohl in der ZDF-Sendung “Bürger fragen – Politiker antworten” mit niederländischen Bürgern. Kohl sieht sich heftiger Kritik ausgesetzt.

Die britische Kolonie St. Lucia in der Karibik erhält unter der Bezeichnung Commonwealth von St. Lucia die Unabhängigkeit.

Die sozialistischen Staaten verlassen unter Protest die am 20. Februar eröffneten 29. Internationalen Filmfestspiele (“Berlinale”) in Berlin (West).

23.2.1979, Freitag

Zum Abschluss des 33. deutsch-französischen Gipfeltreffens in Paris betonen der französische Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing und der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt, das zwischen beiden Ländern umstrittene Problem des Agrar-Grenzausgleichs im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft lösen zu wollen.

In Irans Hauptstadt Teheran demonstrieren rund 50 000 Anhänger der linksextremen Gruppierung Fedayin e Khalq (Kreuzfahrer des Volkes) für eine Beteiligung linker Kräfte an jeder künftigen iranischen Regierung.

24.2.1979, Samstag

An der Grenze zwischen dem prowestlichen Nordjemen und dem marxistischen Südjemen brechen heftige Gefechte aus. Südjemeniten dringen in das Nachbarland ein. Nach Beendigung der Kämpfe Mitte März vereinbaren die beiden Präsidenten Verhandlungen über einen baldigen staatlichen Zusammenschluss ihrer Länder.

In der Pariser Opéra wird die von Friedrich Cerha komplettierte dreiaktige Fassung von Alban Bergs Oper “Lulu” uraufgeführt. Die musikalische Leitung hat Pierre Boulez.

25.2.1979, Sonntag

Bei den Viererbob-Weltmeisterschaften in Königssee gewinnt der von Stefan Gaisreiter (Ohlstadt) gesteuerte Bob “Deutschland 1” den Titel mit 1/100 sec Vorsprung vor der DDR.

In einem Qualifikationsspiel zur Fußball-Europameisterschaft 1980 in Italien spielt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Valletta gegen Gastgeber Malta 0:0.

26.2.1979, Montag

Der schiitische Religionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini gibt bekannt, dass der frühere Ministerpräsident des Iran, Schahpur Bachtiar, das Land fluchtartig verlassen hat. Frankreich hat sich einverstanden erklärt, Bachtiar aufzunehmen.

Angesichts des Stopps der iranischen Ölexporte und der am selben Tag von Kuwait und Venezuela angekündigten Preiserhöhung für Rohöl um 9,35% ersucht Präsident James E. “Jimmy” Carter den US-Kongress um Zustimmung zu einem Energieprogramm. Carter will u.a. den Benzinverbrauch limitieren und Tankstellen an Wochenenden schließen lassen.

Die politisch einander eher konträr gegenüberstehenden Regierungen von Südafrika und Moçambique unterzeichnen in Johannesburg einen Vertrag über die künftige Zusammenarbeit der Eisenbahngesellschaften beider Staaten.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilt den Spieler des Hamburger Sport-Vereins Felix Magath im ersten “Fernseh-Urteil” wegen einer Tätlichkeit zu einer Sperre von sechs Wochen.

27.2.1979, Dienstag

Zu einem viertägigen Besuch der Volksrepublik Ungarn trifft der SPD-Fraktionsvorsitzende Herbert Wehner in Budapest ein. Gegenüber der Presse übt er Kritik an der geplanten Aufstellung von neuen NATO-Raketen in der Bundesrepublik.

Im US-amerikanischen Bundesstaat Süd-Dakota wird bei Mord und anderen schweren Verbrechen die Todesstrafe durch den elektrischen Stuhl wieder eingeführt.

28.2.1979, Mittwoch

Der Iran kündigt für den 5. März die Wiederaufnahme der Ölexporte an. Der Vertrieb erfolgt allerdings nicht mehr wie zu Zeiten des Schah-Regimes über ein internationales Konsortium. Die iranische Führung erklärt sich aber bereit, mit allen betreffenden Firmen über die Abnahme von Rohöl zu verhandeln.

Der iranische Ministerpräsident Mehdi Basargan verurteilt in einer Rundfunkansprache die unkontrollierte Tätigkeit der für ihre bewaffneten Übergriffe bekannten sog. Hilfskomitees, die vom schiitischen Religionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini ins Leben gerufen wurden.

In Burgas verliert die Fußball-Auswahlmannschaft der DDR gegen die Nationalmannschaft von Gastgeber Bulgarien 0:1.