Was geschah im Februar 1980

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1.2.1980, Freitag

Das italienische Parlament billigt ein Antiterrorgesetz, das u.a. für die Ermordung eines Polizisten oder eines Richters lebenslange Haftstrafen obligatorisch vorschreibt und die Rechte der Polizei bei der Fahndung nach mutmaßlichen Terroristen erweitert.

39 Menschen sterben, als die Polizei die am Vortag besetzte spanische Botschaft in Guatemala stürmt. 33 indianische Bauern aus dem Norden des Landes hatten das Gebäude besetzt, um gegen die Politik von Präsident Romeo Lucas Garcia zu protestieren und die Freilassung politischer Gefangener zu fordern.

2.2.1980, Samstag

Der afghanische Staatschef Babrak Karmal wird in der einheimischen Presse erstmals seit seinem Amtsantritt im Dezember 1979 kritisiert, weil seine Regierung nicht über eine ausreichende Basis verfüge.

3.2.1980, Sonntag

Eine Meuterei von über 1000 Häftlingen im Staatsgefängnis Santa Fé (US-Bundesstaat New Mexico) fordert 33 Menschenleben. Die meisten der Opfer sterben durch Angriffe ihrer Mithäftlinge.

In Las Vegas verteidigt der US-Amerikaner Larry Holmes seinen (WBC-) Weltmeistertitel im Schwergewicht zum fünften Mal erfolgreich. Er schlägt den Italiener Lorenzo Zanon durch K. o. in der sechsten Runde.

Einen dreifachen Schweizer Erfolg gibt es bei den Viererbob-Europameisterschaften in Sankt Moritz. Es siegt das Team von Erich Schärer vor den Mannschaften von Peter Schärer und Hans Hiltebrand.

4.2.1980, Montag

Die internationale Gefangenenhilfsorganisation Amnesty International legt in London einen Bericht über die Misshandlung politischer Gefangener in Argentinien seit dem Militärputsch von 1976 vor. Danach sind Folterungen in eigens angelegten Konzentrationslagern an der Tagesordnung.

Der Schweizer Bundesrat veröffentlicht seine Richtlinien für die Legislaturperiode bis 1983. Vorrangiges Ziel ist die Haushaltssanierung, die u.a. durch die Einführung einer Schwerverkehrsabgabe erreicht werden soll.

5.2.1980, Dienstag

Linksgerichtete Guerillas besetzen die spanische Botschaft in San Salvador und nehmen 14 Geiseln. Zuvor ist bereits das Erziehungsministerium des Landes besetzt worden. Ziel der Organisation “Volksliga des 28. Februar” ist es, von der Militärjunta die Freilassung von politischen Gefangenen zu erpressen. Die Regierung gibt den Forderungen am 10. Februar teilweise nach; daraufhin wird am 13. Februar die Botschaft geräumt, gleichzeitig besetzt jedoch eine andere Gruppe die Vertretung Panamas.

Zum Abschluss eines dreitägigen deutsch-französischen Gipfeltreffens in Paris unterzeichnen die Verteidigungsminister beider Länder ein Protokoll über den gemeinsamen Bau eines Kampfpanzers.

Zum ersten Mal nach dreijähriger Pause kommen die Außenminister der EG-Staaten und der Türkei in Brüssel wieder zu einem formellen Treffen zusammen. Dabei geht es in erster Linie um den Zeitpunkt für einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Gemeinschaft.

An der Küste der japanischen Insel Hokaido wird der bislang größte Atommeiler der Welt, Fukushima I, mit einer Leistung von 1100 Megawatt in Betrieb genommen.

6.2.1980, Mittwoch

Syrien erklärt, dass es seine Truppen aus Beirut abziehen werde, die seit 1976 einen Puffer zwischen palästinensischen Partisanen und libanesischen Milizen gebildet hatten. Die Ankündigung führt zu neuen Unruhen in der libanesischen Hauptstadt.

Der iranische Staatspräsident Abol Hassan Banisadr kritisiert in einem Zeitungsinterview die Geiselnehmer in der US-Botschaft in Teheran. Diese hätten als “Diktatoren” eine Regierung in der Regierung gebildet und seien sich nicht darüber im klaren, dass sie damit den Weg zur Gesetzlosigkeit ebneten.

Etwa 150 Prominente, die in einem “Überlebensmarsch für Kambodscha” von Thailand aus Hilfsgüter nach Kambodscha bringen wollten, werden an der Grenze von vietnamesischen Soldaten gestoppt und zurückgewiesen.

Ägypten hebt seinen Wirtschaftsboykott gegenüber Israel auf.

Zwei Mitglieder des Moskauer Bolschoi-Balletts setzen sich auf einer Tournee durch Japan von ihrer Truppe ab und beantragen in den USA politisches Asyl.

In einem Urteil über eine Verfassungsbeschwerde zum Genehmigungsverfahren für das Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich erklärt das Bundesverfassungsgericht die friedliche Nutzung der Kernenergie für grundgesetzkonform. Mit den Vorschriften für die Genehmigung der Atomanlagen komme der Staat seiner Pflicht nach, das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit zu schützen.

Im Norden der Bundesrepublik Deutschland gibt es schwere Überschwemmungen. Auf fast allen Flüssen muss der Schiffsverkehr wegen Hochwasser eingestellt werden.

7.2.1980, Donnerstag

Die Uraufführung der Rockoper “The Wall” von Pink Floyd ist in Los Angeles zu sehen.

Moskau droht den Europäern mit einem Wiederaufleben des kalten Krieges, falls diese die von den USA wegen des Einmarsches in Afghanistan gegen die Sowjetunion verhängten Boykottmaßnahmen unterstützten.

In Kiel unterzeichnen die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Ernst Albrecht und Gerhard Stoltenberg, einen neuen Staatsvertrag für den Norddeutschen Rundfunk.

8.2.1980, Freitag

Kubas Staatspräsident Fidel Castro beziffert in einer Rede vor der Nationalversammlung in Havanna die Unterstützung der UdSSR für sein Land auf 10 Mio. US-Dollar (ca. 19,6 Mio. DM) täglich. Er sagt außerdem, dass in Angola 36 000 und in Äthiopien 12 000 kubanische Soldaten im Einsatz seien.

In London protestieren Hunderte von Frauen gegen die Pläne der Regierung das relativ liberale Abtreibungsgesetz von 1967 zu verschärfen.

9.2.1980, Samstag

In Neu-Delhi endet die dritte Konferenz der UN-Organisation für industrielle Entwicklung (UNIDO) im Streit um politische und wirtschaftliche Forderungen der Entwicklungsländer.

Im Stuttgarter Staatstheater wird Mauricio Kagels Musiktheaterstück “Die Erschöpfung der Welt – Szenische Illusionen in einem Aufzug” uraufgeführt.

Das erste Institut für Gerontologie in der Bundesrepublik Deutschland wird in Nürnberg eingeweiht.

10.2.1980, Sonntag

Robert Mugabe, der Führer der Patriotischen Front in Simbabwe-Rhodesien, entgeht zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage einem Mordanschlag.

11.2.1980, Montag

Vor einem Kölner Gericht wird im Prozess gegen ehemalige Angehörige der SS und des Sicherheitsdienstes, die im besetzten Frankreich an der Deportierung von Juden beteiligt waren, das Urteil gesprochen.

Fußballstar Kevin Keegan (Hamburger SV) kehrt im Juli nach drei Jahren Bundesliga nach England zurück. Für eine Ablösesumme von 1,7 Mio. DM unterschreibt er einen Zweijahresvertrag beim FC Southampton.

12.2.1980, Dienstag

Die USA verlegen 1800 Mann der als “Ledernacken” bekannten Marineeinheiten in den Indischen Ozean. Dies ist die erste militärische Reaktion auf den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verurteilt alle Bestrebungen, die auf einen Boykott der Olympischen Sommerspiele in Moskau hinauslaufen. Die USA wollen einen solchen Boykott wegen des sowjetischen Einmarsches in Afghanistan durchsetzen.

Die australische Regierung hebt ein im Januar verkündetes Embargo für den Verkauf bestimmter Rohstoffe an die Sowjetunion wieder auf. Begründet wird der Schritt damit, dass die UdSSR diese Stoffe nur zu industriellen und nicht zu militärischen Zwecken nutze und sich außerdem leicht aus anderen Quellen versorgen könne.

In New York übergibt der SPD-Vorsitzende und ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt UN-Generalsekretär Kurt Waldheim den Abschlussbericht der Nord-Süd-Kommission.

13.2.1980, Mittwoch

Der philippinische Staatschef Ferdinando E. Marcos unterzeichnet ein Gesetz, das Drogenhändler mit der Todesstrafe bedroht.

Der Popmusiker Udo Lindenberg ist Star einer Veranstaltung in Hamburg, die sich gegen die Kanzlerkandidatur des CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß richtet.

In Lake Placid im US-Bundesstaat New York werden die XI. Olympischen Winterspiele feierlich eröffnet.

14.2.1980, Donnerstag

Die Angehörigen der weißen Minderheit in Simbabwe-Rhodesien, die künftig 20 der 100 Sitze im Parlament von Salisbury besetzen dürfen, wählen mehrheitlich die Rhodesische Front des früheren Premierministers Ian Smith.

Die türkische Armee stürmt eine von streikenden Arbeitern besetzte Fabrik in Izmir. Mehrere Menschen werden getötet bzw. verletzt.

Das Stück “Juristen” von Rolf Hochhuth wird zeitgleich in Göttingen, Hamburg und Heidelberg uraufgeführt.

15.2.1980, Freitag

Auf dem 8. Kongress der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei tritt Regierungschef Piotr Jaroszewicz zurück, nachdem er nicht mehr in das Politbüro gewählt worden ist. Nachfolger wird am 18. Februar Edward Babiuch, der in seiner Regierungserklärung die bestehenden Missstände in Staat und Wirtschaft anprangert und drastische Sparmaßnahmen ankündigt.

16.2.1980, Samstag

In Berlin (West) wird eine Ausstellung mit den Grabbeigaben des ägyptischen Pharaos Tutanchamun eröffnet.

Nach 20-Jähriger Bauzeit wird in Rom die U-Bahn eingeweiht, die unter dem historischen Stadtzentrum hindurchführt.

In Bielefeld wird ein Oberst der britischen Armee ermordet. Die Verantwortung für den Anschlag übernimmt die illegale Irisch-Republikanische Armee (IRA); sie begründet die Tat mit der früheren Arbeit des Opfers in Nordirland.

17.2.1980, Sonntag

Bei den Parlamentswahlen in Kanada erringen die Liberalen unter Führung des früheren Premierministers Pierre Elliott Trudeau 146 der 281 Sitze. Die Konservativen erhalten 103, die Neudemokraten 32 Mandate. Am 3. März löst Trudeau den Konservativen Charles Joe Clark im Amt des Regierungschefs ab.

UN-Generalsekretär Kurt Waldheim setzt eine vierköpfige internationale Juristenkommission ein, welche die Beschuldigungen gegen den abgesetzten iranischen Herrscher, Schah Mohammed Resa Pahlawi, überprüfen soll. Eine solche Untersuchung hat die iranische Regierung als Voraussetzung für die Freilassung der als Geiseln festgehaltenen US-Bürger verlangt.

Eis-Königin Irina Rodnina (UdSSR) wird in Lake Placid erneut Paarlauf-Olympiasiegerin.

18.2.1980, Montag

Die indische Premierministerin Indira Gandhi setzt in neun der insgesamt 22 Bundesstaaten die Regierungen ab. Sie begründet ihr Vorgehen damit, dass die Regionalregierungen durch die Parlamentswahlen das Mandat des Volkes verloren hätten. Bis zu Neuwahlen nehmen von Neu-Delhi eingesetzte Gouverneure die Regierungsgeschäfte wahr.

Israel eröffnet eine Botschaft in Kairo. Es ist die erste Vertretung des jüdischen Staates in einem arabischen Land.

Am Rosenmontag erreicht das närrische Treiben in den Karnevals- und Faschingshochburgen seinen Höhepunkt.

Der iranische Staatspräsident Abol Hassan Banisadr wird als Nachfolger von Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini Oberbefehlshaber der Streitkräfte seines Landes.

Der US-Außenminister Cyrus Vance kommt nach Bonn, um sein “Gesamtkonzept” des Westens gegenüber der Sowjetunion nach der Besetzung Afghanistans zu erläutern. Die Vereinigten Staaten verfolgen einen Konfrontationskurs mit harten politischen und wirtschaftlichen Strafmaßnahmen gegenüber Moskau.

20.2.1980, Mittwoch

Der Präsident von Sierra Leone, Siaka Probyn Stevens, weist das Angebot einer US-amerikanischen Firma zurück, die gegen Zahlung von 25 Mio. US-Dollar (rund 49 Mio. DM) mehrere Mio. t giftigen Chemiemüll in dem afrikanischen Land lagern wollte.

US-amerikanische Behörden finden in Tomaten, die aus Mexiko importiert worden sind, Spuren von Pestiziden die aus der Bundesrepublik Deutschland stammen, in den Vereinigten Staaten aber verboten sind. Während der Wintermonate kommen mehr als 85% des an der Westküste der USA verkauften Gemüses aus Mexiko.

Wenige Tage vor ihrer geplanten Schließung wird die SPD-eigene “Hamburger Morgenpost” an zwei Schweizer Verleger verkauft.

Die von US-Präsident Jimmy Carter gesetzte Frist für den Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan läuft ab. Carters Beschluss, die Olympischen Spiele in Moskau zu boykottieren, tritt damit in Kraft.

21.2.1980, Donnerstag

Die Regierung in Kabul ruft als Reaktion auf den von großen Teilen der Bevölkerung eingehaltenen Generalstreik das Kriegsrecht aus.

Der Parteitag der italienischen Christdemokraten lehnt ein Regierungsbündnis mit der Kommunistischen Partei mit knapper Mehrheit ab.

Der deutsche Schriftsteller Alfred Andersch stirbt 66jährig in Berzona bei Locarno. Andersch, Gründungsmitglied der “Gruppe 47”, wurde international bekannt durch seine Romane “Die Kirschen der Freiheit” (1952), “Sansibar oder der letzte Grund” (1957) “Die Rote” (1960) u.a.

In Los Angeles-Hollywood werden die 60 Jahre alten Goldwyn-Studios, in denen u.a. Mary Pickford und Charlie Chaplin ihre Filme drehten, geschlossen.

22.2.1980, Freitag

Griechenland und die Türkei geben den Luftraum über der Ägäis wieder für den zivilen Flugverkehr frei. Er war 1974 gesperrt worden, nachdem die Türkei in Reaktion auf einen Putschversuch griechischer Offiziere auf Zypern einen Teil der Insel besetzt hatte.

Mit dem Großen österreichischen Staatspreis 1980 wird der Maler und Schriftsteller Friedensreich Hundertwasser ausgezeichnet.

Das israelische Parlament beschließt die Umbenennung der Währung von Pfund in Schekel, die Bezeichnung eines Silbergewichts in biblischer Zeit. Experten vermuten, dass die Maßnahme auch dazu dienen soll, das wahre Ausmaß der Inflation in Israel zu verschleiern.

Der österreichische Maler Oskar Kokoschka stirbt 93jährig in Villeneuve am Genfer See.

23.2.1980, Samstag

In der iranischen Hauptstadt Teheran gilt ein dreitägiges Fahrverbot für Privatwagen. Die Behörden hoffen, mit dieser Maßnahme das Verkehrschaos bewältigen zu können.

24.2.1980, Sonntag

In der UdSSR finden Wahlen zu den Obersten Sowjets der 15 Unions- und 20 Autonomen Republiken sowie zu den örtlichen Volksvertretungen statt. Die Wahlbeteiligung liegt bei 99,99%.

25.2.1980, Montag

Die Europäische Gemeinschaft und Jugoslawien schließen einen Rahmenvertrag zur wirtschaftlichen Kooperation. Er ermöglicht dem Balkanstaat umfangreichere Exporte in die EG.

Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas beschließt wichtige personelle und organisatorische Veränderungen in der Führungsspitze. Sie bedeuten eine Stärkung für den pragmatischen, auf Wirtschaftswachstum ausgerichteten Kurs des stellvertretenden Parteivorsitzenden Deng Xiaoping.

Durch einen Militärputsch wird der Premierminister von Surinam, Henck A. E. Arron, gestürzt, der das Land seit Erlangen der Unabhängigkeit im Jahr 1975 regiert hatte. Die neuen Machthaber, ein achtköpfiger Militärrat, werfen Arron vor, er habe Surinam ins Chaos gestürzt. Viele Probleme des lateinamerikanischen Landes resultieren aus Spannungen zwischen unterschiedlichen ethnischen Gruppen.

26.2.1980, Dienstag

Nach Angaben aus Kirchenkreisen ist die katholische Zölibatspraxis seit dem Amtsantritt von Papst Johannes Paul II. 1978 verschärft worden. Keiner der 6000 Priester, die seither um die Entbindung von ihrem Gelöbnis gebeten haben, wurde in den Laienstand zurückversetzt.

Die niederländische Regierung beschließt Maßnahmen, durch die der Kohleverbrauch in den nächsten 20 Jahren von 1,5 auf 26 Mio. t jährlich gesteigert werden soll. Alle Elektrizitätswerke des Landes sollen auf Kohle umgestellt werden.

Elf Monate nach Unterzeichnung des Friedensvertrages tauschen Israel und Ägypten Botschafter aus.

27.2.1980, Mittwoch

Die Stadtguerilla “Bewegung 19. April” bringt bei einem Überfall auf die Botschaft der Dominikanischen Republik in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá 57 Menschen, darunter 15 Botschafter in ihre Gewalt. Die Geiselnehmer verlangen die Freilassung von 300 politischen Gefangenen, freies Geleit und ein Lösegeld.

Bei den Wahlen der schwarzen Bevölkerungsmehrheit zum Parlament von Simbabwe-Rhodesien (27.-29.2.) siegt überraschend die Nationale Union (ZANU) unter der Führung von Robert Mugabe. Sie entsendet 57 der 100 Abgeordneten, 20 Sitze fallen an die Afrikanische Volksunion (ZAPU) von Joshua Nkomo, drei weitere an den Vereinigten Afrikanischen Nationalrat (UANC) des früheren Premiers Abel Tendekayi Muzorewa. 20 Mandate werden von Vertretern der weißen Minderheit besetzt.

In einem Qualifikationsspiel zur Fußball-Europameisterschaft besiegt die Bundesrepublik Deutschland in Bremen Malta 8:0.

28.2.1980, Donnerstag

Um die Nachfrage nach Krediten zu dämpfen, setzt die Bundesbank den Diskontsatz von 6 auf 7%, den Lombardsatz von 7 auf 8,5% herauf.

Das Bundesverfassungsgericht erkennt die Kernpunkte des Scheidungsgesetzes von 1977 – das Zerrüttungsprinzip und den Versorgungsausgleich bei Renten und Pensionen – als verfassungskonform an. Allerdings wird der Gesetzgeber verpflichtet, eine Neuregelung für Härtefälle zu schaffen.

Zum Abschluss der 30. Internationalen Filmfestspiele in Berlin (West) werden “Heartland” von Richard Pearce (USA) und “Palermo oder Wolfsburg” von Werner Schröter mit je einem “Goldenen Bären” ausgezeichnet.

29.2.1980, Freitag

Die Nationalversammlung in Ankara verabschiedet ein Gesetz, das im Ausland lebenden Türken erlaubt, sich mit einer Summe von etwa 12 500 DM vom Militärdienst freizukaufen.

Zweieinhalb Jahre, nachdem er durch einen Putsch die Macht ergriffen hat, tritt Thailands Ministerpräsident Kriangsak Chamanand wegen der gravierenden Wirtschaftsprobleme zurück. Neuer Regierungschef wird am 3. März der bisherige Verteidigungsminister, General Prem Tinsulanond.