Was geschah im Februar 1983

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1.2.1983, Dienstag

Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher trifft zu zweitägigen Konsultationen in der CSSR ein. Im Mittelpunkt seiner Gespräche stehen bilaterale Fragen, Abrüstungsverhandlungen und Probleme des grenzüberschreitenden Umweltschutzes.

Die Partei der Grünen reicht beim Bundesverfassungsgericht eine Klage gegen die staatliche Mittelzuweisung an parteinahe Stiftungen ein.

Ein Orkan über West- und Nordeuropa fordert 18 Todesopfer und richtet Schäden in Millionenhöhe an.

Die Sowjetunion ergänzt ihren Vertragsentwurf bei den Genfer Mittelstreckenwaffenverhandlungen (INF). Sie schlägt eine Aufrechnung ihrer SS-20-Raketen gegen britische und französische Waffen vor.

2.2.1983, Mittwoch

Die Bundesregierung spricht sich für den Weiterbau des umstrittenen Rhein-Main-Donau-Kanals aus.

Rund sechs Wochen nach der Bürgerschaftswahl vom 19. Dezember 1982 bestätigt die Hamburger Bürgerschaft den von Bürgermeister Klaus von Dohnanyi vorgeschlagenen neuen Senat. Ihm gehören 14 statt bisher 13 Senatoren an. Zwei davon sind parteilos.

Der Abschlussbericht der Bundestags-Enquetekommission “Jugendprotest im demokratischen Staat” wird Bundestagspräsident Richard Stücklen übergeben.

Nach zweimonatiger Pause werden in Genf die amerikanisch-sowjetischen Gespräche zur Verringerung der strategischen Rüstung (START) wiederaufgenommen.

Papst Johannes Paul II. erhebt 18 katholische Bischöfe, darunter den Berliner Bischof Joachim Meisner, in den Kardinalsrang.

3.2.1983, Donnerstag

Nach Gesprächen mit Bundeskanzler Helmut Kohl erklären Repräsentanten der deutschen Wirtschaft, dass sie zusätzliche Lehrstellen zur Verfügung stellen wollen, so dass 1983 jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz bekommen könne.

Die US-amerikanische Gulf Oil zieht sich aus Europa zurück. Nach dem Verkauf ihrer schweizerischen Interessen an die Royal Dutch/Shell veräußert sie ihre Benelux-Beteiligungen an die Kuwait Petroleum Corporation.

Bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Dortmund wird Norbert Schramm (Bundesrepublik) zum zweitenmal Europameister. Bei den Damen gewinnt Katarina Witt (DDR). Claudia Leistner (Bundesrepublik) wird dritte.

4.2.1983, Freitag

Der Bundesrat stimmt der Einführung fälschungssicherer Personalausweise zum November 1984 und der Neuregelung der Kriegsdienstverweigerung und des Zivildienstes zu. Ab 1984 soll der Zivildienst von 18 auf 20 Monate ausgedehnt werden. Das Land Bremen kündigt eine Klage beim Bundesverfassungsgericht an.

Eine Sinfonie, die Wolfgang Amadeus Mozart vermutlich als Neunjähriger geschrieben hat, wird in Odense (Dänemark) entdeckt.

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer einigen sich auf die Einführung von Bildschirmtext.

Der portugiesische Staatspräsident António dos Santos Ramalho Eanes löst das Parlament auf und ruft Neuwahlen für den 25. April aus.

Der als Kriegsverbrecher gesuchte ehemalige Gestapo-Chef von Lyon, Klaus Barbie, wird aus Bolivien ausgewiesen und am 5. Februar den französischen Behörden übergeben.

5.2.1983, Samstag

Auf ihrem “kleinen Parteitag” in München eröffnet die CSU die heiße Phase des Wahlkampfes. Das gemeinsame Wahlprogramm von CDU und CSU wird einstimmig verabschiedet.

6.2.1983, Sonntag

Im Golfkrieg leitet der Iran seine erste Großoffensive des Jahres gegen den Irak ein.

Mit 90% der Stimmen wird die rechtsgerichtete Militärregierung Paraguays unter General Stroessner für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Stroessner ist seit 1954 ununterbrochen Regierungschef und Staatsoberhaupt.

7.2.1983, Montag

Der radioaktive Teil des sowjetischen Beobachtungssatelliten Kosmos 1402 verglüht beim Eintritt in die Erdatmosphäre über dem Südatlantik.

Vertreter der tschechoslowakischen Bürgerrechtsbewegung “Charta 77” bitten Staatspräsident Gustav Husák um Haftverschonung für den erkrankten Schriftsteller und Oppositionellen Václav Havel. Bis zu seiner Gesundung wird Havel aus dem Gefängnis entlassen und in ein Krankenhaus eingeliefert.

8.2.1983, Dienstag

Eine israelische Untersuchungskommission bestätigt die Mitschuld der Regierung an den Massakern in den Flüchtlingslagern Sabra und Schatila.

Die Vollversammlung des Deutschen Industrie und Handelstages (DIHT) wählt den Kölner Unternehmer Otto Wolff von Amerongen für ein weiteres Jahr zum Präsidenten der Dachorganisation der Industrie und Handelskammern. Wolff bekleidet dieses Amt seit 1969.

9.2.1983, Mittwoch

Nach Absprache mit den Innenministerien der Länder verbietet Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann den als linksextremistisch geltenden türkischen Ausländerverein “Devrimici Sol” (Revolutionäre Linke) und dessen Teilorganisation “Halk Der” (Volksvereine).

Das Rennpferd “Shergar” des indischen Fürsten Prinz Aga Khan IV. wird in der Nähe von Dublin entführt. Die Erpresser fordern 5 Mio. sfr (6,25 Mio. DM) für die Rückgabe des Pferdes.

10.2.1983, Donnerstag

Die Synode der Kirche von England fordert den weltweiten Verzicht auf den Ersteinsatz von Atomwaffen.

Ein deutsches Geologenteam aus Göttingen entdeckt 285 Mio. Jahre alte kohleführende Schichten in der Antarktis. Sie liegen in den Kraulbergen im westlichen Neuschwabenland – einem Randgebiet der Ost-Antarktis.

Das Bundeskabinett beschließt ein Forschungsprogramm für die Jahre 1983 bis 1986, das die Möglichkeiten zur Früherkennung, Verhütung und Heilung von Volkserkrankungen untersuchen soll. Vor allem Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie rheumatische und psychische Krankheiten sollen bekämpft werden.

11.2.1983, Freitag

Der Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen, Rainer Barzel (CDU), veranlasst die Bonner Staatsanwaltschaft, den Verbleib von 5,6 Mio. DM aus dem Etat seines Ministeriums zu untersuchen.

Auf dem Wiener Opernball werfen Rechtsradikale bei der Eröffnungspolonaise Flugblätter mit der Parole “Ausländer raus” auf die Tanzfläche.

12.2.1983, Samstag

Japan und die EG einigen sich nach langwierigen Verhandlungen in Tokio auf eine dreijährige Beschränkung der japanischen Ausfuhr in die Europäische Gemeinschaft. Danach will Japan den Export von Videorecordern, Farbbildröhren und acht weiteren Produkten freiwillig begrenzen.

Der bundesdeutsche Leichtathlet Ralf Lübke stellt einen Hallen-Weltrekord über 200 m auf. Er läuft die Strecke in 20,77 sec.

Zum ersten Mal wird eine deutsche Mannschaft Eisspeedway-Weltmeister. In Berlin gewinnen die beiden Bayern Max Niedermayer und Helmut Weber den Titel vor Schweden und dem vierfachen Weltmeister UdSSR.

Mit einem norwegischen Erfolg endet die Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft in Oslo. Beim Großen Vierkampf stand der Norweger Rolf Falk-Larssen bereits vor dem abschließenden 10 000-m-Lauf als Sieger fest.

Die irakische Luftwaffe bombardiert den iranischen Erdölterminal Kharg. Nach irakischen Angaben sind bei der jüngsten Offensive des Iran bereits 15 000 iranische Soldaten getötet worden.

13.2.1983, Sonntag

Bei der Präsidentenwahl im griechischen Teil Zyperns erringt der bisherige Präsident Spiros Kiprianu mit Unterstützung der Kommunisten 56,5% der Stimmen und bleibt für weitere fünf Jahre im Amt.

Ein Kinobrand in Turin fordert 64 Todesopfer.

Bei einem Seilbahnunglück im norditalienischen Aostatal sterben zehn Menschen.

Der Nordosten der Vereinigten Staaten wird von dem schwersten Schneesturm seit 40 Jahren heimgesucht. Er kostet mindestens 71 Menschen das Leben, darunter 33 Besatzungsmitglieder eines vor der Küste gesunkenen Kohlefrachters. Allein im Raum von Atlantic City in New Jersey sind 40 000 Haushalte ohne Strom.

In München wird anlässlich des 100. Todestages des Komponisten Richard Wagner seine Jugendoper “Liebesverbot” erstmals aufgeführt.

14.2.1983, Montag

Israels Verteidigungsminister Ariel Scharon tritt aufgrund der Vorwürfe zurück, er sei für das Massaker in zwei Beiruter Palästinenserlagern im September 1982 mitverantwortlich. Scharon gehört dem Kabinett aber weiter als Minister ohne Geschäftsbereich an. Sein Nachfolger als Verteidigungsminister wird Mosche Arens.

Zur “Demokratisierung” der Gesellschaft fordern die Grünen in Niedersachsen eine direkte Beteiligung der Bürger am Rundfunk. Dafür sollen unabhängige lokale Hörfunksender zugelassen werden. In der Form von Stiftungen oder Genossenschaften sollen diese sich nicht aus Werbeeinnahmen, sondern ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge oder Spenden finanzieren.

Als Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sprechen sich der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Josef Stingl, und der Vorsitzende der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG), Hermann Brandt, für eine Verkürzung der Arbeitszeit aus. Stingl plädiert insbesondere für eine flexiblere Handhabung der Lebensarbeitszeit.

15.2.1983, Dienstag

In Frankfurt am Main werden drei Mitglieder einer rechtsextremistischen Gruppe festgenommen, die in mehreren US-Wohnsiedlungen Terroranschläge verübt haben soll. Am 18. Februar werden in Großbritannien zwei weitere Mitglieder dieser Gruppe verhaftet.

Die beiden größten Autohersteller der Welt, General Motors (USA) und Toyota (Japan), einigen sich auf die gemeinsame Herstellung von jährlich mindestens 200 000 Wagen des Toyota-Erfolgsmodells “Corolla” im GM-Werk Fremont in Kalifornien.

Japanische Forscher brechen den Rekord bei der Herstellung der tiefsten Temperatur. Sie nähern sich dem absoluten Nullpunkt von minus 273,15 bis auf 0,00003 Den bisherigen Rekord hielten Physiker der Kernforschungsanlage Jülich.

16.2.1983, Mittwoch

Vier Organklagen von Abgeordneten gegen die vorzeitige Auflösung des Bundestages werden vom Verfassungsgericht in Karlsruhe abgelehnt; damit ist der Weg zu Neuwahlen am 6. März frei. Bereits im Januar hatte das Gericht eine Verfassungsbeschwerde und zwei Anträge auf einstweilige Verfügungen zurückgewiesen.

Die britische Königin Elisabeth II. übergibt in Kingston auf Jamaika das vorläufige Hauptquartier der Internationalen Meeresbodenbehörde seiner Bestimmung. Die von den Vereinten Nationen getragene Behörde hat die Aufgabe, allen Ländern gleichen Zugang zu den Meeresbodenschätzen zu gewährleisten.

17.2.1983, Donnerstag

Bei den Wiener Verhandlungen über einen ausgewogenen Truppenabbau in Europa (MBFR) schlägt Moskau eine 5%ige sofortige Reduktion der Truppen von NATO und Warschauer Pakt vor. Der neue Vorschlag soll eine Verminderung der Truppenstärke beider Militärbündnisse auf jeweils 900 000 Mann ermöglichen. Die UdSSR bietet einen Abbau um 20 000 Mann innerhalb von zwölf Monaten an, wenn die USA 13 000 Mann abziehen.

18.2.1983, Freitag

Bundeskanzler Helmut Kohl lehnt in einem Brief an den DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker den schwedischen Vorschlag für eine atomwaffenfreie Zone in Mitteleuropa, den Honecker aufgegriffen hatte, ab. Er spricht sich jedoch für ein Treffen der Sicherheitsbeauftragten der beiden Staaten aus.

Der Sudan gibt bekannt, dass er einen von Libyen unterstützten Putschversuch vereitelt hat. Die USA hatten vorübergehend vier AWACS-Flugzeuge und einen Flugzeugträger in die Region entsandt, um das Eingreifen Libyens zu verhindern.

Ein neues Gesetz der Athener Regierung unter Ministerpräsident Andreas Papandreu erklärt die griechischen Frauen offiziell für gleichberechtigt mit den Männern. Zugleich wird das Scheidungsrecht liberalisiert.

Bei den Buschfeuern, die seit dem 15. Februar große Gebiete im Süden und Südosten Australiens verheeren, sind nach Angaben der Behörden 69 Personen ums Leben gekommen. Weitere 100 Personen liegen mit schweren Brandverletzungen im Krankenhaus. Der Sachschaden beläuft sich allein bei Privathaushalten auf 600 Mio. DM.

Großbritannien und Norwegen senken den Preis für ihr Nordseeöl auf 30,50 US-Dollar (82,96 DM) je Barrel. Damit liegen sie drei US-Dollar unter dem OPEC-Richtpreis.

19.2.1983, Samstag

Abweichend vom bisherigen Verfahren geringer Abwertungen, wertet Brasilien den Cruzeiro um 30% ab. Ein US-Dollar kostet jetzt 381,44 Cruzeiro (bisher 293,41 Cruzeiro).

20.2.1983, Sonntag

Zwei Libyer entführen auf einem Inlandsflug eine libysche Boeing 727 mit 160 Passagieren an Bord. Erst am 23. Februar werden die Insassen freigelassen. Die Entführer, die eigentlich nach Marokko fliegen wollten, geben nach einem 65stündigen Nervenkrieg auf. Zuvor hatte man ihnen zugesichert, sie nicht nach Libyen auszuliefern.

Die Wahlen im indischen Bundesstaat Assam gehen mit dem dritten Wahlgang zu Ende. Sie waren von blutigen Zusammenstößen zwischen Einheimischen und Einwanderern aus Bangladesch begleitet. Die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Unruhen Anfang Februar Getöteten beläuft sich nach offiziellen Angaben auf mehr als 3500.

Das Bundesjustizministerium gibt bekannt, dass sämtliche Urteile des NS-Volksgerichtshofes und der NS-Sondergerichte im Bundeszentralregister getilgt worden sind.

Zum Abschluss seiner Laufbahn gewinnt Klaus-Peter Thaler bei der Querfeldein-Weltmeisterschaft der Radprofis in Birmingham die Bronzemedaille hinter dem Belgier Roland Liboton und dem Schweizer Albert Zweifel.

21.2.1983, Montag

Der sowjetische Ministerpräsident Nikolai S. Tichonow trifft zu einem viertägigen offiziellen Besuch in Athen ein. Es ist der erste Griechenland-Besuch eines sowjetischen Regierungschefs seit Gründung der UdSSR. Tichonow vereinbart eine wirtschaftliche und wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit.

22.2.1983, Dienstag

Die Fernsehserie “Ein Stück Himmel” von Franz Peter Wirth nach dem gleichnamigen Roman von Janina David wird mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

Der sowjetische Schwimmer Wladimir Salnikow stellt mit 14:54,76 min einen neuen Weltrekord über 1500 m Freistil auf.

23.2.1983, Mittwoch

Der Palästinensische Nationalrat, das Exilparlament der PLO, beendet in Algier seine 16. Tagung mit Beschlüssen, die PLO-Chef Jasir Arafat Spielraum für weitere Verhandlungen über die Bildung eines Palästinenser-Staates lassen. Arafat will in Kürze König Husain II. von Jordanien besuchen, um Gespräche über einen Staatenbund Jordaniens mit einem unabhängigen Palästinenser-Staat im israelisch besetzten Westjordanien zu führen.

Die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft unterliegt in einem Länderspiel in Lissabon Portugal 0:1.

Der erste Patient, dem in der Bundesrepublik in einer Operation Herz und Lunge transplantiert wurden, stirbt im Münchner Großklinikum Großhadern. Als Ursache wird Versagen von Nieren und Leber angegeben.

Die spanische Regierung verstaatlicht den größten Privatkonzern des Landes, die Holding Rumasa, mit 60 000 Beschäftigten, 18 Banken und 400 Firmen.

Das Bundeskartellamt genehmigt die Übernahme des W. Girardet Fachzeitschriften Verlags GmbH (Essen) durch den Hamburger Heinrich Bauer Verlag.

Die 2400 Bewohner der durch Dioxin verseuchten Kleinstadt Tirnes Beach im US-Bundesstaat Missouri werden umgesiedelt. Die Regierung kauft die Grundstücke und Häuser für 33 Mio. Dollar (89,76 Mio. DM) auf. In Times Beach wie auch in anderen US-Städten war Anfang der 70er Jahre das damals noch als unverdächtig geltende Dioxin mit Altöl vermischt zum Abdecken nichtasphaltierter Straßen verwendet worden.

Das Bundeskabinett verabschiedet die 13. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes, mit der die Schadstoffabgabe von Kraftwerken herabgesetzt werden soll.

24.2.1983, Donnerstag

Die 12. Große Strafkammer des Landgerichts Düsseldorf stellt fest, dass der frühere iranische Vize-Präsident Sadegh Tabatabai keine diplomatische Immunität genieße und sich daher wegen Rauschgiftschmuggels vor Gericht verantworten müsse.

US-Präsident Ronald Reagan erklärt, die von den USA vorgeschlagene Null-Lösung bei den Genfer Verhandlungen über atomare Mittelstreckenwaffen in Europa sei kein “Ultimatum”.

25.2.1983, Freitag

Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann teilt der Landesregierung von Schleswig-Holstein mit, aus seiner Sicht bestünden keine Bedenken gegen den Betrieb des Kernkraftwerkes Krümmel.

Im Westen Simbabwes werden von bewaffneten Banditen über 1000 Menschen umgebracht.

Eine Kältewelle im Libanon kostet 195 Menschen das Leben – darunter 135 syrische Soldaten.

Der US-amerikanische Dramatiker und Pulitzer-Preisträger Tennessee Williams wird tot in seinem New Yorker Hotelzimmer aufgefunden. Er starb im Alter von 71 Jahren.

26.2.1983, Samstag

In Frankfurt am Main eröffnet Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff die 70. Internationale Messe mit 3924 Ausstellern aus 57 Ländern.

Eine Ausstellung ausgewählter Kunstwerke aus den Vatikanischen Museen beginnt im New Yorker Metropolitan Museum.

Die erste WM-Silbermedaille für bundesdeutsche Biathlon-Sportler holt Peter Angerer aus Hammer über 10 km bei der Weltmeisterschaft in Antholz hinter Eirik Kvalfoss aus Norwegen.

27.2.1983, Sonntag

Das Oberverwaltungsgericht Münster verbietet auf Antrag der SPD die Ausstrahlung eines CSU-Werbespots außerhalb Bayerns. Das Bundesverfassungsgericht hebt diese Entscheidung auf Antrag der CSU durch eine einstweilige Verfügung kurz danach wieder auf, so dass der Spot gesendet werden kann.

Im ersten rein deutschen Finale bei einem internationalen Tennis-Turnier besiegt die in Florida lebende Bettina Bunge die Neu-Berlinerin Sylvia Hanke in Oakland. Das Doppel-Finale gewannen Claudia Kohde und Eva Pfaff.

28.2.1983, Montag

Nach Angaben der iranischen Oppositionsgruppe “Volks-Mudschaheddin” sind allein an diesem Tag 100 politische Gefangene im Teheraner Ewin-Gefängnis hingerichtet worden.

Die “Arianespace”-Gesellschaft gibt in Paris bekannt, dass die Europarakete “Ariane” bis Ende 1986 insgesamt 29 Flüge absolvieren soll.