Was geschah im Februar 1988

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1.2.1988, Montag

Die sowjetische Parteizeitung “Prawda” eröffnet eine publizistische Kampagne gegen religiöse, nationalistische und antikommunistische Gruppierungen in der UdSSR, die aufgrund der Liberalisierungspolitik von Parteichef Michail Gorbatschow ihre Aktivitäten verstärken. Die Angriffe der “Prawda” richten sich vor allem gegen die Gruppe Pamjat, in der Nationalisten und reformunwillige Kommunisten zusammenarbeiten. Nach offiziellen Angaben aus Moskau sind 1988 in der UdSSR rund 30 000 staatsunabhängige Gruppierungen aktiv.

In Polen treten drastische Preiserhöhungen in Kraft. Grundnahrungsmittel werden dabei um durchschnittlich 40% teurer. Es kommt zu zahlreichen Protesten der Bevölkerung.

In Cumberton (US-Bundesstaat North Carolina) nehmen zwei Indianer in einem Pressehaus 17 Personen als Geiseln. Mit dieser Aktion, die am darauffolgenden Tag von der Polizei unblutig beendet werden kann, wollen die beiden Täter gegen die nach ihrer Meinung fortbestehende Rassendiskriminierung in den Vereinigten Staaten protestieren.

2.2.1988, Dienstag

In einem internen Bericht des DDR-Staatssicherheitsdienstes wird die Zahl der rechtsradikalen Skinheads in der DDR mit rund 800 beziffert. Offiziell wurde die Existenz von Neo-Nazis in der DDR bis vor wenigen Monaten geleugnet.

Der US-amerikanische Präsident Ronald Reagan erteilt die Erlaubnis zum Bau einer als “Bombe Bigeye” bezeichneten chemischen Bombe, mit deren Produktion 1990 begonnen werden soll.

In Chile einigen sich 13 Oppositionsparteien darauf, die Bevölkerung des Landes zur Teilnahme an der für Oktober 1988 geplanten Volksabstimmung aufzurufen, bei der sie gegen den Staatspräsidenten Augusto Pinochet Ugarte stimmen soll. Pinochet hatte 1973 den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende Gossens durch einen blutigen Putsch gestürzt und eine Militärdiktatur errichtet.

In Genf (Schweiz) beginnt eine sechswöchige Konferenz der UN-Menschenrechtskommission. Auf den Sitzungen werden besonders schwere Menschenrechtsverletzungen u.a. auf Haiti, im Iran, in El Salvador, Kuba und Nordkorea angeprangert.

Das Bundeskabinett billigt den von Landwirtschaftsminister Ignaz Kiechle (CSU) vorgelegten Agrarbericht 1988, in dem u.a. eine Einkommenseinbuße für Landwirte um durchschnittlich 7% für unvermeidlich gehalten wird. Der Bauernverband wirft der Bundesregierung vor, durch eine verfehlte Agrarpolitik den wirtschaftlichen Ruin von Tausenden von landwirtschaftlichen Betrieben mitzuverursachen.

3.2.1988, Mittwoch

In Kiel legt der parlamentarische Untersuchungsausschuss seinen Abschlussbericht zur Affäre um den verstorbenen früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel (CDU) vor. Darin werden schwere Verfehlungen Barschels im Wahlkampf gegen den SPD-Kandidaten Björn Engholm festgestellt.

Das US-Repräsentantenhaus in Washington, in dem die Demokraten über die Mehrheit verfügen, verweigert Präsident Ronald Reagan die Bewilligung von Hilfsgeldern für die rechtsgerichteten nicaraguanischen Contra-Rebellen in Höhe von 36 Mio. US-Dollar (65,5 Mio. DM).

In der libyschen Hauptstadt Tripolis endet nach viertägiger Dauer die erste Internationale Indianer-Konferenz, die unter der Schirmherrschaft des libyschen Revolutionsführers Muammar al Gaddafi stand. In einer Resolution fordern die Delegierten politische und soziale Gleichberechtigung für die Ureinwohner in ganz Amerika und richten scharfe Angriffe gegen die Politik der Vereinigten Staaten.

4.2.1988, Donnerstag

In einer Rede vor der in Genf tagenden UN-Abrüstungskonferenz fordert Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) ein weltweites Verbot chemischer Waffen. Im Golfkrieg gegen den Iran hat der Irak in mehreren Fällen chemische Kampfstoffe eingesetzt.

Für ihre Forschungen zur Immunschwächekrankheit Aids erhalten die beiden Mediziner Luc Montagnier (Frankreich) und Robert Gallo (USA) in Tokio zusammen mit drei anderen Wissenschaftlern den mit 674 000 US-Dollar (rd. 1,2 Mio. DM) dotierten Japan-Preis.

Streikende Bühnenarbeiter verhindern an der Mailänder Scala die Aufführung der Oper “Fetonte” von Niccolò Jommelli. Mit dieser ungewöhnlichen Aktion wollen die Angestellten bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen.

5.2.1988, Freitag

Mehrere DDR-Oppositionelle, darunter das Ehepaar Templin und Ralph Hirsch, werden aus der Haft entlassen und gegen ihren Willen in die Bundesrepublik Deutschland abgeschoben.

6.2.1988, Samstag

Vor der Küste Floridas explodiert eine zu Versuchszwecken abgefeuerte US-Atomrakete vom Typ “Trident 1” wenige Sekunden nach dem Start.

7.2.1988, Sonntag

Auf der alljährlich in München abgehaltenen Wehrkundetagung bekräftigt US-Verteidigungsminister Frank Carlucci die nukleare Verteidigungsgarantie der USA für Westeuropa.

8.2.1988, Montag

Beim Absturz einer Passagiermaschine bei Mülheim/Ruhr kommen alle 21 Insassen ums Leben.

Eine von der österreichischen Regierung eingesetzte Historikerkommission übergibt in Wien ihren Abschlussbericht über das Verhalten des umstrittenen österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim während des Zweiten Weltkriegs. Waldheim wird darin vom Verdacht freigesprochen, direkt an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen zu sein. Der Bericht stellt allerdings fest, Waldheim sei als Offizier der deutschen Wehrmacht auf dem Balkan “Mitwisser” von “Unrechtshandlungen” gewesen.

9.2.1988, Dienstag

In einer gemeinsamen Erklärung sprechen sich die evangelische und die katholische Kirche gegen eine Ausweitung der Sonntagsarbeit aus, wie sie u.a. von Managern der Elektro-Industrie ins Gespräch gebracht wurde. Nach Überzeugung der Kirchen solle der Sonntag als Grundwert “nicht eingetauscht werden in Geld oder Freizeit anderer Art”.

Nach langjährigem Streit gibt eine Mehrheit des britischen Unterhauses ihre Zustimmung zur Fernsehübertragung von Parlamentsdebatten. Gegner von TV-Übertragungen, unter ihnen die konservative Premierministerin Margaret Thatcher, befürchten einen Autoritätsverlust des Unterhauses in der Bevölkerung.

10.2.1988, Mittwoch

Die Koalitionsregierung von CDU/CSU und FDP beschließt in Bonn einen Gesetzentwurf zur Einschränkung medizinischer Forschung an Embryonen. Der Entwurf ist u.a. gegen jede Form von “Ersatzmutterschaft” und die gezielte Erzeugung menschlicher Embryonen gerichtet.

Das US-Außenministerium veröffentlicht in Washington einen Bericht über die Menschenrechtssituation in verschiedenen Staaten. Darin wird u.a. festgestellt, dass sich in der Sowjetunion unter Michail Gorbatschow die Lage der Menschenrechte deutlich verbessert habe.

In dem südafrikanischen “Homeland” Bophuthatswana wird ein Militärputsch von Truppenverbänden der Republik Südafrika niedergeschlagen.

11.2.1988, Donnerstag

Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) trifft in Berlin (Ost) mit dem DDR-Partei- und Staatschef Erich Honecker zusammen. Bei der Unterredung werden u.a. Reiseerleichterungen für West-Berliner vereinbart.

In einer Reihe von Experimenten weisen Physiker der Universität Köln erstmals nach, dass in winzigen Metallteilchen der elektrische Widerstand zunimmt. Damit sind der Elektronikindustrie Grenzen bei der Entwicklung immer kleinerer Bausteine gesetzt.

An der Freien Volksbühne in Berlin (West) findet die deutschsprachige Erstaufführung von Tankred Dorsts Stück “Der verbotene Garten” statt. Das Publikum reagiert auf die Aufführung überwiegend negativ.

12.2.1988, Freitag

Vor der Küste der Halbinsel Krim werden zwei US-Kriegsschiffe von sowjetischen Fregatten gerammt. Nach Angaben sowjetischer Militärs befanden sich die US-Schiffe innerhalb der von der UdSSR beanspruchten Zwölf-Meilen-Zone.

In der belgischen Hauptstadt Brüssel einigen sich die zwölf Staats- bzw. Regierungschefs der EG-Länder auf einen Kompromiss über eine Reform der europäischen Agrarpolitik. Durch die Reform soll u.a. die Überproduktion der Landwirtschaft reduziert sowie eine gerechtere Verteilung der Finanzlasten erzielt werden.

13.2.1988, Samstag

Der Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa, US-General John Galvin, fordert in einem Zeitungsinterview die unverzügliche Modernisierung nuklearer Trägersysteme mit einer Reichweite von weniger als 500 km. Andernfalls könne nach dem im INF-Vertrag vereinbarten Abbau der Mittelstreckenraketen die Sicherheit Westeuropas nicht mehr gewährleistet werden.

14.2.1988, Sonntag

In der Berliner Tageszeitung “Morgenpost” wird berichtet, dass aus dem unter US-amerikanischer Aufsicht stehenden Berlin Document Center über Jahre hinweg rund 80 000 NS-Akten verschwunden sind. Zahlreiche Akten wurden von Militaria-Händlern zum Kauf angeboten. Im Januar 1989 werden ein deutscher Mitarbeiter des Document Centers und drei Militaria-Händler zu Haft- bzw. Geldstrafen verurteilt.

Bei offenkundig manipulierten Wahlen wird Alfredo Stroessner, der diktatorisch regierende Staatspräsident von Paraguay, mit offiziell rund 89% der Stimmen wiedergewählt.

15.2.1988, Montag

Nach massiven Protesten der Bevölkerung verfügt die Regierung der UdSSR in Moskau einen Baustopp gegen das geplante Kernkraftwerk bei Krasnodar im Nordkaukasus. Zur Begründung erklärt das zuständige Büro für Energiewirtschaft, dass der vorgesehene Standort in einem Gebiet mit hoher Erdbebengefährdung liegt. Es ist das erste Mal, dass in der Sowjetunion der Bau eines Kernkraftwerks gestoppt wird.

In der finnischen Hauptstadt Helsinki verständigen sich die Umweltminister der sieben Ostsee-Anrainerstaaten auf eine Empfehlung, die Schadstoffeinleitung in die stark belastete Ostsee bis zum Jahr 1995 zu halbieren.

Der Sozialdemokrat Mauno Koivisto wird in einer Stichwahl von einem Wahlmännergremium für sechs Jahre in seinem Amt als finnischer Staatspräsident bestätigt.

16.2.1988, Dienstag

Japanische Wissenschaftler entdecken eine neue supraleitende Verbindung, bestehend aus Wismut, Calcium, Strontium, Kupfer und Sauerstoff, bei welcher der elektrische Widerstand bereits bei einer Temperatur von etwa minus 153 schwindet. Supraleiter haben für den möglichst verlustarmen Transport von Strom eine große Bedeutung.

Ein Moskauer Gericht verurteilt sechs Russen und einen afrikanischen Studenten wegen Schmuggels von Antiquitäten und wertvollen Ikonen zu Haftstrafen zwischen vier und acht Jahren. Die Männer hatten mit Hilfe afrikanischer Diplomaten Kunstgegenstände im Wert von umgerechnet über 12 Mio. DM in den Westen geschmuggelt und dort mit großem Gewinn verkauft.

17.2.1988, Mittwoch

Thailand und Laos vereinbaren einen Waffenstillstand, um auf dem Verhandlungswege den im November 1987 ausgebrochenen Grenzstreit beilegen zu können.

Nach zehn Tagen endet ein Streik von rund 32 000 britischen Automobilarbeitern, der die Produktion der Ford-Werke, des größten Autoherstellers in Großbritannien, lahmgelegt hatte. Der neue Tarifvertrag beinhaltet Lohnerhöhungen um 7%.

Japanische Wissenschaftler entwickeln in Tokio mittels eines supraleitenden Schaltelements den schnellsten Chip der Welt mit einer Zugriffszeit von 570 Billionstel Sekunden.

18.2.1988, Donnerstag

Vor dem in Moskau tagenden ZK-Plenum der KPdSU fordert Parteichef Michail Gorbatschow eine Intensivierung der Perestroika. Er prangert u.a. Widerstände gegen die Erneuerungspolitik im bürokratischen Apparat an und warnt vor den Folgen eines Scheiterns der Perestroika-Politik.

In Karlsruhe bestätigt das Bundesverfassungsgericht das von einer unteren Instanz ausgesprochene Verbot der Leiharbeit im Baugewerbe. Mit dieser illegalen Praxis versuchen zahlreiche Unternehmer, Arbeiter zu untertariflichen Löhnen und häufig ohne Sozialabgaben zu beschäftigen.

19.2.1988, Freitag

Mit einem massiven Einsatz der israelischen Polizei erreichen die im Dezember 1987 ausgebrochenen Palästinenserunruhen in den besetzten Gebieten (Intifada) einen neuen Höhepunkt.

Rund 100 000 Demonstranten fordern in Vilnius, der Hauptstadt der Sowjetrepublik Litauen, politische Reformen und die Unabhängigkeit ihres Landes von Moskau. Anlass der Protestkundgebung ist der 70. Jahrestag der Proklamierung eines unabhängigen Staates Litauen. Die baltische Republik war 1940 von der Sowjetunion annektiert worden.

In der Sowjetrepublik Ukraine erlässt die oberste Gesundheitsbehörde einen Baustopp für ein Hüttenwerk, da nach den derzeitigen Plänen die Schadstoffemission des Betriebs die Gesundheit der Anwohner zu stark gefährden würde. Die Behörde verlangt eine grundlegende Überarbeitung der Pläne und die Verwendung moderner Techniken, um die Umweltbelastung in engen Grenzen zu halten.

Der Vatikan veröffentlicht eine Sozialenzyklika des Papstes. In der Enzyklika “Sollicitudo Rei Socialis” beklagt Papst Johannes Paul II. u.a. die verbreitete Not in der Welt und fordert eine Reform des internationalen Handels- und Finanzsystems.

20.2.1988, Samstag

Am Düsseldorfer Schauspielhaus wird das Stück “Der Schweinestall” des 1975 ermordeten italienischen Schriftstellers und Regisseurs Pier Paolo Pasolini uraufgeführt.

Udo Lattek, einer der erfolgreichsten deutschen Fußballtrainer, erklärt nach nur siebenmonatiger Arbeit überraschend seinen Rücktritt vom Posten des technischen Direktors beim 1. FC Köln. Lattek will sich künftig journalistisch betätigen.

21.2.1988, Sonntag

Im Rahmen seines Moskau-Besuchs trifft der US-amerikanische Außenminister George Shultz auch mit dem führenden Regimekritiker Andrei Sacharow zusammen, dem er fortdauernde Unterstützung im Kampf um die Liberalisierung der UdSSR zusagt.

Nach Bekanntwerden einer außerehelichen Affäre stellt der US-amerikanische TV-Evangelist Jimmy Swaggart seine Predigertätigkeit vorläufig ein. In einer rührseligen Bekenntnisrede bittet er in Baton Rouge (US-Bundesstaat Louisiana) für seine “Verfehlungen” um Verzeihung.

In einer Stichwahl kann sich im griechischen Teil der Mittelmeerinsel Zypern der unabhängige Präsidentschaftskandidat Jeorjios Wassiliu mit 51,6% der abgegebenen Stimmen gegen den Konservativen Glawkos Kleridis durchsetzen.

22.2.1988, Montag

Angehörige des öffentlichen Dienstes bekräftigen mit bundesweiten Warnstreiks die Forderung der Gewerkschaft ÖTV nach weiterer Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit.

23.2.1988, Dienstag

Rund 80 000 Menschen beteiligen sich an einer von der IG Metall organisierten Menschenkette durch das Ruhrgebiet, mit der sie gegen die geplante Schließung des Krupp-Stahlwerks in Duisburg-Rheinhausen protestieren.

Bei den 38. Berliner Filmfestspielen wird der chinesische Wettbewerbsbeitrag “Rotes Kornfeld” von Zhang Yimou mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Der üppig ausgestattete Film schildert den Alltag einer Familie in der chinesischen Provinz vor dem Zweiten Weltkrieg und zeigt dabei auch die Greueltaten japanischer Besatzungssoldaten.

24.2.1988, Mittwoch

Eine in Bonn unter der Leitung von Helmut Kohl (CDU) tagende Ruhrgebietskonferenz, an der Vertreter der Bundesregierung, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kommunen, der Stahlindustrie und der Gewerkschaften teilnehmen, beschließt ein Milliardenprogramm für den Strukturwandel in der Region.

Nach zweiwöchigen Unruhen wird der kommunistische Parteichef der Region Berg-Karabach, einer armenischen Enklave in der Sowjetrepublik Aserbaidschan, seines Amtes enthoben. Die Bewohner von Berg-Karabach fordern die Angliederung ihrer Region an Armenien.

In Tallinn (Reval), der Hauptstadt der Sowjetrepublik Estland, demonstrieren trotz Verbots rund 3000 Menschen aus Anlass der Unabhängigkeitserklärung Estlands vor 70 Jahren für eine Loslösung des Landes von der UdSSR.

Der südafrikanische Präsident Pieter Willem Botha untersagt rund 170 Organisationen jede “Aktivität in der Öffentlichkeit”. Betroffen sind u.a. das Komitee zur Freilassung des Schwarzenführers Nelson Mandela und mehrere schwarze Jugendverbände.

25.2.1988, Donnerstag

Aus der DDR und der CSSR werden die ersten sowjetischen Mittelstreckenraketen abgezogen. Die Regierungen der USA und der Sowjetunion hatten im Dezember 1987 den diesbezüglichen INF-Vertrag unterzeichnet.

In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul wird der neugewählte Staatspräsident Roh Tae Woo vereidigt. Er tritt die Nachfolge von Chun Doo Hwan an, der das Land seit 1980 diktatorisch regierte. Aus Anlass des Präsidentenwechsels, mit dem sich Hoffnungen auf Liberalisierungen in Südkorea verbinden, werden 125 politische Gefangene amnestiert.

26.2.1988, Freitag

Bei den Tarifverhandlungen der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Bremen und der Region Osnabrück einigen sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf Lohnerhöhungen von 2% und die Einführung der 36,5-Stunden-Woche zum 1. November 1988.

Der Staatspräsident von Panama, Eric Arturo Delvalle, wird vom Parlament abgesetzt, nachdem er den Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Panamas “starken Mann” Manuel Antonio Noriega, entlassen hatte. Damit spitzt sich der Machtkampf in Panama weiter zu.

27.2.1988, Samstag

Im Golfkrieg zwischen Irak und Iran wird nach rund viermonatiger Unterbrechung der sog. Städtekrieg wiederaufgenommen.

29.2.1988, Montag

In der aserbaidschanischen Stadt Sumgait kommt es zu schweren Zusammenstößen zwischen Armeniern und Aserbaidschanern, bei denen zahlreiche Menschen verletzt werden..

Chroniknet