Was geschah im Januar 1902

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Wetterstationen Januar 1902

1.1.1902, Mittwoch

In der Schweiz tritt Joseph Zemp das Amt des Bundespräsidenten an und löst damit Ernst Brenner ab.

Im Königlichen Schloss zu Berlin empfängt Kaiser Wilhelm II. wie alljährlich zu Beginn eines Jahres die Gesandten der Länder sowie Mitglieder der Regierung zur Gratulationscour.

Das Berliner Licht-Luft-Sport-Institut eröffnet seinen ersten Sportplatz in Charlottenburg.

Ringer-Champion Georg Hackenschmidt gewinnt in Paris die WM-Revanche gegen Constant le Boucher, den belgischen Titelträger.

Im Madrider Prado findet erstmals nach etwa 300 Jahren eine Sonderausstellung mit Gemälden des fast vergessenen spanisch-griechischen Malers El Greco (eigtl. Dominikos Theotokopulos) statt.

Nikolaus II., Zar von Russland, und Emile Loubet, Präsident der Französischen Republik, beglückwünschen einander in Depeschen aufs herzlichste zum neuen Jahr. Der Depeschenwechsel stößt international auf großes Interesse, da künftig allgemein eine engere Zusammenarbeit beider Staaten angenommen wird.

Die Schweizerischen Bundesbahnen nehmen ihren Betrieb auf. Ihr Streckennetz umfasst die Nordostbahn, die Centralbahn, die aargauische Südbahn sowie die Bötzenbergbahn und die Bahn Wohlen- Bremgarten.

Während eines Empfangs von Abgeordneten der liberalen Partei in Budapest äußert sich der ungarische Ministerpräsident Koloman Széll über die ökonomischen Beziehungen zu Österreich und betont die Abhängigkeit der künftigen Wirtschaftspolitik von der übrigen europäischen Entwicklung, insbesondere von der Zollpolitik des Deutschen Reiches.

2.1.1902, Donnerstag

Unbekannte – wahrscheinlich russische Anarchisten – verüben auf das Gouvernementsgebäude in Kiew einen Bombenanschlag. Weder der hier residierende Großfürst Konstantin Konstantinowitsch noch andere Personen werden jedoch verletzt.

Die lokale Schulkommission in München diskutiert die Frage, ob geschiedene Frauen, die vor der Eheschließung als Lehrerinnen tätig waren, wieder in den Schuldienst aufgenommen werden können. Nach einer längeren Auseinandersetzung entscheiden sich die Kommissionsmitglieder für die Festlegung, dass kinderlose Frauen auf eine Wiederanstellung hoffen könnten.

3.1.1902, Freitag

In Rom fordert die Tochter des am 11. August 1901 verstorbenen italienischen Politikers Francesco Crispi die Veröffentlichung von Dokumenten aus dessen Nachlass. Da Crispis Witwe dies “aus Staatsinteresse” verhindern möchte, versucht die Tochter, ihre Forderung auf gerichtlichem Wege durchzusetzen. Crispi musste sich infolge eines Vorwurfs der Bigamie 1878 vorübergehend aus der öffentlichen Politik zurückziehen.

4.1.1902, Samstag

Aus Washington wird bekannt, dass Alice Roosevelt, die Tochter des US-amerikanischen Präsidenten, die Einladung des deutschen Kaisers angenommen habe, seine neue Rennjacht zu taufen.

Fürst Ferdinand von Bulgarien nimmt die Demission des Ministerpräsidenten Petko Karawelow an und beauftragt den bisherigen Außenminister Stojan Petrow Danew mit der Neubildung des Kabinetts.

Lebendige Stunden”, ein Einakter-Zyklus von Arthur Schnitzler, wird im Deutschen Theater Berlin uraufgeführt.

5.1.1902, Sonntag

Das bisher von der Zensur verbotene Stück “Frau Warrens Gewerbe” von George Bernard Shaw erlebt in der Londoner Stage Society seine erste Aufführung.

Das 1835 von Georg Büchner geschriebene Schauspiel “Dantons Tod” wird im Belle-Alliancetheater Berlin durch die Neue freie Volksbühne erstmals aufgeführt.

Infolge der Regierungskrise, die durch die erfolglose Budget-Beratung im Parlament ausgelöst wurde, löst Fürst Ferdinand von Bulgarien die Sobranje, das Parlament in Sofia, auf.

6.1.1902, Montag

In Budapest demonstrieren magyarische Studenten gegen die Aufführung deutscher Stücke in ungarischen Cafés und Theatern der Stadt.

7.1.1902, Dienstag

Nach dem Wiedereinzug des kaiserlichen Hofes in die Verbotene Stadt von Peking übernimmt die aus dem Exil zurückgekehrte Kaiserinwitwe Tz’u Hsi wieder die Regierungsgewalt über China.

8.1.1902, Mittwoch

In seiner Rede vor dem Deutschen Reichstag gibt Kanzler Bernhard Graf von Bülow eine Einschätzung der innen- und außenpolitischen Lage; dabei bezeichnet er die finanzielle Lage des Reiches als ungünstig.

Bernhard Graf von Bülow, deutscher Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident, eröffnet mit der von Wilhelm II. verfassten Thronrede die neue Sitzungsperiode des preußischen Abgeordnetenhauses.

9.1.1902, Donnerstag

In einem Schreiben an den Berliner Magistrat bedankt sich Wilhelm II. für die ihm dargebrachte Neujahrsgratulation und äußert sich zugleich erfreut über die Tatsache, dass die Arbeiten an den Denkmälern der Siegesallee im Berliner Tiergarten nun beendet sind.

In Berlin startet Alfred Berson in einem Ballon in Richtung Osten. Nach einem Flug von 1400 km landet er in der Nähe von Kiew.

10.1.1902, Freitag

Die Regierung Venezuelas sichert die Erfüllung der vom Deutschen Reich gestellten Forderung zu. Sie betreffen u.a. den Ersatz für Schäden, die der Großen Venezuela-Eisenbahn beim Transport von Revolutionären entstanden sind.

Auf der Tagesordnung des US-amerikanischen Repräsentantenhauses in Washington steht die Regierungsvorlage über den Bau des Panamakanals.

Bei Zusammenstößen zwischen demonstrierenden Arbeitslosen und der Polizei in Frankfurt am Main werden mehrere Personen verhaftet.

11.1.1902, Samstag

Der Deutsche Reichstag diskutiert die Besetzung einer Professur für Geschichte an der Universität Straßburg mit einem katholischen und einem protestantischen Gelehrten.

Der britische Kolonialminister Joseph Chamberlain verteidigt in einer in Birmingham gehaltenen Rede das Vorgehen britischer Soldaten im Burenkrieg.

Auf Initiative des Fürsten Karl zu Löwenstein wird in Kassel die Antiduell-Liga gegründet.

12.1.1902, Sonntag

Der britische Schatzminister Arthur James Balfour beklagt in einer Rede vor dem Unterhaus in London eine allgemeine feindliche Haltung gegenüber Großbritannien in Europa. Er wendet sich gegen die “öffentliche Meinung”, die sich in einer so “schmutzigen, widrigen Gestalt” zeige.

Die “Finnische Zeitung” veröffentlicht einen Befehl des russischen Gouverneurs, aus dem hervorgeht, dass finnische Armee-Einheiten demnächst aufgelöst oder dem russischen Befehl unterstellt werden sollen.

13.1.1902, Montag

In einer Rede vor dem preußischen Abgeordnetenhaus bezeichnet Bernhard Graf von Bülow, Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident, die Polenpolitik als die wichtigste Frage der gegenwärtigen Politik.

Die dänische Regierung in Kopenhagen beschließt die Ernennung eines für die Insel Island zuständigen Ministers, der die isländische Sprache beherrscht. Sein Ministerium wird in Reykjavík eingerichtet.

Mit einem Festvortrag im Roten Rathaus von Berlin eröffnet der Philosoph und Publizist Bruno Wille die “Freie Hochschule”.

14.1.1902, Dienstag

Wilhelm II. empfängt die Präsidiumsmitglieder der beiden preußischen Häuser (Abgeordnetenhaus und Herrenhaus) zu einer Audienz. Wie Journalisten berichten, unterhält sich der Kaiser in bester Stimmung mit den Herren, ohne das Gebiet der Politik zu berühren.

Bei einem Wassereinbruch in der Kohlengrube “Jupiter” bei Seestadt in Böhmen finden 44 Bergleute den Tod.

Das britische Nachrichtenbüro Reuter veröffentlicht ein Interview mit Kapitän Guy Burrows, der von Greueltaten an der einheimischen Bevölkerung des Kongo durch Mitglieder der britischen Armee berichtet. Trotz sehr genauer Berichte Burrows’ leugnet die Regierung in London solche Vorfälle.

In Schensia wird General Tung Fuhsian hingerichtet. Er war einer der Führer des “Boxeraufstandes”.

Die Mehrheit des bayerischen Abgeordnetenhauses spricht sich gegen die Vereinheitlichung der Postmarken im Deutschen Reich und für die Beibehaltung des Post-Reservatrechts im Königreich aus.

15.1.1902, Mittwoch

In der spanischen Stadt San Sebastian kommt es zu blutigen Unruhen, weil der Stadtrat die traditionellen Karnevalsfestspiele verboten hat. Die Regierung befürchtete, dass die Festlichkeiten zu einer Demonstration separatistischer Bestrebungen ausarten.

Yüan Shih-k’ai, General der kaiserlichen Armee Chinas, lässt in Tientsin 100 000 Mann zusammenziehen, um die Stadt vor rebellierenden chinesischen Nationalisten zu schützen.

Papst Leo XIII. genehmigt die Errichtung einer katholisch-theologischen Fakultät an der Universität im deutschen Straßburg.

Der italienische Senat genehmigt mit 117 gegen 35 Stimmen die von der Kammer angenommene Vorlage über die Schaffung eines Arbeitsamtes. Die Einrichtung ist durch die in Italien herrschende Arbeitslosigkeit zu einer dringenden Notwendigkeit geworden.

16.1.1902, Donnerstag

Der Sultan des Osmanischen Reiches, Abd Al Hamid II., unterzeichnet die endgültige Konzession für den Bau der Bagdadbahn. Die von der Deutschen Bank kontrollierte Anatolische Eisenbahngesellschaft erhält damit für 99 Jahre die Berechtigung zum Bau und Betrieb der Hauptbahn von Konya über Bagdad nach Basra am Persischen Golf sowie einiger Nebenlinien.

Mit einer Thronrede eröffnet in London Eduard VII., König von Großbritannien, die neue Sitzungsperiode des Parlaments. In seinem Vortrag betont er den Willen zu freundschaftlichen Beziehungen mit den übrigen Mächten Europas und lobt den erfolgreichen Einsatz britischer Truppen in Südafrika.

17.1.1902, Freitag

Im Reichstag fordert der Abgeordnete Franz Zubeil (SPD) von der Regierung Maßnahmen zur Unterstützung der Arbeitslosen. Eine Möglichkeit sieht er in der Einführung einer Arbeitslosenversicherung.

Bei einem Erdbeben in Mexiko kommen etwa 600 Menschen ums Leben.

Vor dem britischen Unterhaus in London gibt Arthur James Balfour eine Stellungnahme zu der “Chamberlain-Affäre” ab. Er kritisiert hierbei die Äußerungen des deutschen Reichskanzlers Bernhard Graf von Bülow gegenüber der von Kolonialminister Joseph Chamberlain verteidigten Südafrika-Politik und stellt fest, dass dadurch die deutsch-britischen Beziehungen belastet würden.

Nach der Eröffnung des schwedischen Parlaments in Stockholm durch König Oskar II. wird beantragt, die Neutralität Schwedens und Norwegens durch eine internationale Abmachung festzuschreiben.

18.1.1902, Samstag

Die kaiserliche Jacht “Hohenzollern” tritt in Kiel die Fahrt nach New York an, um dort Prinz Heinrich von Preußen zur Verfügung stehen zu können. Der Bruder Wilhelms II. tritt am 15. Februar eine Fahrt in die USA auf einem Passagierschiff an.

In Springe stirbt der Landrat Adolf von Bennigsen, Sohn des bekannten Parlamentariers Rudolf Bennigsen, an den Folgen eines Duells mit dem Domänenpächter Falkenhagen. Wie es offiziell heißt, war Bennigsen gezwungen, die Ehre seiner Frau wiederherzustellen, die engere Beziehungen zu dem Domänenpächter gehabt haben soll.

In Berlin empfängt Wilhelm II. den französischen Schauspieler Benoit Constant Coquelin zu einer Audienz.

19.1.1902, Sonntag

In Graaffreinet (Kapkolonie) verurteilt ein britisches Kriegsgericht den Burenführer Scheepers zum Tode. Das Urteil wird noch am selben Tag vollstreckt.

In Berlin geht die erste sog. Schwarzweiß-Ausstellung der Berliner Secession zu Ende. Auf der Herbst/Winter-Exposition waren auch zum ersten Mal Arbeiten des Künstlers Heinrich Zille in der Öffentlichkeit zu sehen.

Bei einer Kesselexplosion in der spanischen Hauptstadt Madrid werden 30 Menschen getötet.

Der Norweger Johan Schwartz wird im schweizerischen Davos Eisschnelllauf-Europameister.

20.1.1902, Montag

In Algerien kommt es zu Kämpfen zwischen französischen Soldaten und arabischen Stämmen, die eine Unterwerfung unter die Kolonialmacht Frankreich ablehnen.

In der Nacht vom 19. zum 20. Januar bricht im Königlichen Hoftheater von Stuttgart ein Brand aus. Das Gebäude wird völlig zerstört.

Nach einem Seegefecht zwischen kolumbianischen Regierungstruppen und Aufständischen im Hafen von Panama wird der Gouverneur von Panama getötet.

Während umfangreicher Streiks in Barcelona kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Arbeitern und der spanischen Polizei.

Während einer Debatte im britischen Unterhaus über den Burenkrieg verteidigt Kolonialminister Joseph Chamberlain die Einrichtung von Lagern, in denen Frauen und Kinder der Buren interniert sind.

21.1.1902, Dienstag

Die Budgetkommission des Deutschen Reichstages beginnt ihre Beratungen über den Marineetat.

Das norwegische Parlament, der Storting in Christiania (heute: Oslo), stimmt für einen Gesetzentwurf, wonach künftig auch Frauen als Gerichtsbeisitzer zugelassen werden.

22.1.1902, Mittwoch

Der Gouverneur von Britisch-Indien ordnet die Zusammenziehung von Truppen an der afghanisch-russischen Grenze an, da er einen Einmarsch russischer Truppen nach Afghanistan befürchtet.

Am Jahrestag des Aufstandes der Polen gegen die russische Oberherrschaft, dem “Januaraufstand” von 1863, treiben in Lemberg (Lwow) Husaren demonstrierende Polen gewaltsam auseinander. Mehrere Menschen werden schwer verletzt.

Die neu ernannten Botschafter des Deutschen Reiches, Frankreichs, Großbritanniens, Russlands, Portugals und Japans überreichen der kaiserlichen Regierung Chinas in Peking ihr Beglaubigungsschreiben.

23.1.1902, Donnerstag

Albanische Vertreter fordern von der Osmanischen Regierung mit Nachdruck die Zuerkennung einer Selbstverwaltung für ihr von den Türken besetztes Land.

In Wien heiraten die Erzherzogin Elisabeth Marie von Österreich und Fürst Otto von Windischgrätz.

24.1.1902, Freitag

Die US-amerikanische Regierung unterzeichnet einen Vertrag mit dem Königreich Dänemark über die Abtretung der dänisch-westindischen Inseln an die USA.

Das französische Parlament in Paris genehmigt mit 272 gegen 260 Stimmen die Verstaatlichung der West- und Südbahn Frankreichs. Die der Nord-Ost-Orléans- sowie der Mittelmeerbahn wird abgelehnt.

Während eines Spaziergangs in den Königlichen Gärten von Athen verübt ein als Geistesgestörter bezeichneter Mann ein Attentat auf den griechischen König Georg I. Der König bleibt unverletzt; der Garteninspektor, der sich schützend vor den Monarchen warf, wird durch einige Messerstiche verwundet.

25.1.1902, Samstag

Anlässlich des Hochzeitstages seiner Eltern (25. 1. 1858) enthüllt Kaiser Wilhelm II. im Kunstgewerbemuseum Berlin ein Glasfenster mit der Darstellung Kaiser Friedrichs I. und seiner Frau.

In Berlin trifft der britische Thronfolger Prinz Georg von Wales zu einem Besuch bei dem deutschen Kaiser Wilhelm II. ein.

Mit 64 gegen 17 Stimmen spricht sich die württembergische Abgeordnetenkammer für das Abkommen mit der Reichspostverwaltung und für die Einführung einer einheitlichen Briefmarke im Deutschen Reich aus.

26.1.1902, Sonntag

Während der Kämpfe in Transvaal nehmen britische Truppen die Burenführer Ben Viljoen und Hans Botha gefangen.

Die etwa 100 000 Delegierten auf dem Kongress katholischer Gewerkschaften Italiens in Mailand beschließen die Gründung eines katholischen Gewerkschaftsverbandes für Italien.

Das große Bismarck-Denkmal-Komitee in Hamburg votiert bei der Auswertung des Wettbewerbs für ein Bismarck-Denkmal für den Entwurf von Hugo Lederer.

27.1.1902, Montag

In einer Denkschrift an die italienischen Bischöfe fordert Papst Leo XIII. zu einer Zusammenarbeit mit den christlichen Gewerkschaften Italiens auf, um so den Einfluss auf die Arbeiter nicht zu verlieren.

Vertreter Großbritanniens und Persiens schließen ein Abkommen über die Errichtung einer Telegraphenlinie zwischen beiden Ländern durch ein britisches Unternehmen.

In Berlin feiert Kaiser Wilhelm II. seinen 43. Geburtstag.

28.1.1902, Dienstag

In einer Reichstagsdebatte über das Jesuitengesetz fordert der Zentrumsabgeordnete Peter Spahn die Aufhebung des bestehenden Verbots dieses Ordens.

Der Bundesrat des Deutschen Reiches veröffentlicht eine Anordnung, wodurch die Mindestruhe- und Höchstarbeitszeiten für Lehrlinge und Gehilfen im Gaststätten- und Schankgewerbe in allen Bundesstaaten gesetzlich geregelt werden.

In Wien wird der Betrieb der letzten noch existierenden Pferdebahnlinie eingestellt.

29.1.1902, Mittwoch

Einen Skandal zieht die Veröffentlichung eines Geheimerlasses von Marineminister Alfred von Tirpitz in der sozialdemokratischen Zeitung “Vorwärts” nach sich.

Während der Debatte um den Marineetat von Transleithanien kommt es im ungarischen Abgeordnetenhaus zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen deutschen und ungarischen Abgeordneten.

30.1.1902, Donnerstag

In London unterzeichnen Vertreter Großbritanniens und Japans einen Bündnisvertrag.

Im Auftrag Kaiser Wilhelms II. werden in der Wandelhalle des Reichstagsgebäudes drei neue, vom Kaiser gezeichnete Schiffstafeln aufgestellt. Sie stellen die Flottenstärke Russlands, Japans sowie der USA dar.

Für 38 000 Mark erwirbt die Dresdener Gemäldegalerie das Bild “Der Krieg” von Arnold Böcklin.

31.1.1902, Freitag

Aus London wird bekannt, dass die britische Regierung die bisherigen Friedensvorschläge der niederländischen Regierung für den Burenkrieg abgelehnt hat.