Was geschah im Januar 1915

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Wetterstationen Januar 1915

1.1.1915, Freitag

In Neujahrstelegrammen an die Staatsoberhäupter der kriegführenden Staaten schlägt Papst Benedikt XV. den Austausch der kriegsunfähigen Gefangenen vor.

Bei Plymouth wird das britische Linienschiff “Formidable” von dem deutschen U-Boot “U-24” versenkt.

Auf den Eisenbahnlinien im besetzten Belgien wird der Verkehr unter deutscher Verwaltung wiederaufgenommen. 8000 Beamte aus dem Deutschen Reich sind dort beschäftigt.

Der Generalgouverneur von Belgien, Moritz Freiherr von Bissing, verbietet die Verlesung eines Hirtenbriefes des Erzbischofs von Mechelen, Kardinal Désiré Mercier. Der Kardinal kritisiert darin die Besetzung Belgiens durch deutsche Truppen als eine Verletzung der Neutralität des Landes.

Auf Island tritt ein 1912 beschlossenes Gesetz in Kraft, das jeglichen Verkauf von alkoholischen Getränken auf der Insel verbietet.

Kaiser Wilhelm II. betont bei einem Neujahrsempfang im Großen Hauptquartier die Entschlossenheit der deutschen Führung, bis zum endgültigen Sieg weiterzukämpfen.

2.1.1915, Samstag

Zwischen den Truppen des albanischen Staatspräsidenten Essad Pascha Toptani und Aufständischen kommt es in der Nähe von Durazzo (heute: Durrës) zu Kämpfen, die mehrere Tage andauern.

Eine Militärrevolte in Paraguay wird von regierungstreuen Truppenteilen niedergeschlagen.

3.1.1915, Sonntag

Der US-amerikanische Senat nimmt einen Gesetzentwurf an, der Analphabeten die Einwanderung in die USA verbietet. Präsident Woodrow Wilson legt am 27. Januar sein Veto gegen das Gesetz ein.

4.1.1915, Montag

Der Vatikan gibt bekannt, dass die kriegführenden Staaten auf die Anregung des Papstes über den Austausch schwerverwundeter Gefangener zustimmend reagiert haben.

Der Plan der US-amerikanischen Regierung, zur Schaffung einer eigenen Handelsflotte für 30 Mio. Dollar (144 Mio. Mark) ausländische Schiffe aufzukaufen, stößt im Senat auf Kritik.

5.1.1915, Dienstag

Der Bundesrat verschärft die Bestimmungen über die Streckung der Getreidevorräte; u.a. wird der Zusatz von Kartoffeln bei der Herstellung von Roggenbrot vorgeschrieben.

Für die von deutschen Truppen besetzten Teile Polens wird eine deutsche Zivilverwaltung mit Sitz in Posen eingerichtet.

6.1.1915, Mittwoch

Im Deutschen Reich wird ein Armeebefehl veröffentlicht, wonach jede Annäherung an den Feind im Schützengraben verboten ist und als Landesverrat bestraft wird. In der Presse war zuvor wiederholt von Verbrüderungen zwischen Deutschen und Franzosen an den Weihnachtstagen berichtet worden.

7.1.1915, Donnerstag

Das französische Kriegsministerium wird nach Paris zurückverlegt. Wegen des Vormarschs deutscher Truppen 1914 war Bordeaux vorübergehend französischer Regierungssitz.

Die britische Regierung übergibt dem Botschafter der USA in London die Antwort auf die Note der US-amerikanischen Regierung vom Dezember 1914. Darin hatten die USA gegen die Beeinträchtigung des Handels der neutralen Staaten durch die von Großbritannien gegen die Mittelmächte verhängte Blockade protestiert.

In Haiti beginnt ein Aufstand gegen die Regierung von Präsident Joseph Davilmare Théodore.

Der französische Ministerrat verbietet den Verkauf von alkoholischen Getränken mit mehr als 23% Alkohol.

Ein Brand in einem Tunnel der New Yorker Untergrundbahn löst eine Panik aus. Mehrere tausend Fahrgäste erleiden Rauchvergiftungen. Der gesamte U-Bahn-Verkehr wird für mehrere Tage eingestellt.

8.1.1915, Freitag

Im Deutschen Reich wird damit begonnen, russische Kriegsgefangene bei der Urbarmachung von Moorgebieten einzusetzen.

Einem Bericht des Deutschen Ärztevereinsbundes zufolge ist die ärztliche Versorgung des Heeres und der Marine gesichert, während für die Versorgung der Zivilbevölkerung nicht genügend Ärzte zur Verfügung stehen.

9.1.1915, Samstag

Admiral Hugo von Pohl, Chef des deutschen Admiralstabes, fordert die Verschärfung des Seekrieges und den Einsatz von Unterseebooten beim Kampf gegen die Handelsschifffahrt in der Nordsee.

Die französische Regierung veröffentlicht einen Bericht über Menschenrechtsverletzungen durch deutsche Truppen in den besetzten Gebieten Frankreichs und Belgiens.

Schweden verbietet den Transport jeglichen Kriegsmaterials über sein Territorium. Diese Maßnahme richtet sich besonders gegen die Waffen- und Munitionslieferungen der Alliierten an Russland.

10.1.1915, Sonntag

Ein deutsches Flugzeuggeschwader wirft mehrere Bomben auf Dover, Dünkirchen und Ostende. Ein zunächst geplanter Luftangriff auf London scheitert am dichten Nebel.

In einer Rede in Indianapolis erklärt der US-amerikanische Präsident Woodrow Wilson, die USA beabsichtigten nicht, erneut in den Bürgerkrieg in Mexiko einzugreifen. Im April 1914 hatten Truppen der USA in Mexiko interveniert.

Das französische Kriegsministerium kündigt als Vergeltung für die angeblich schlechte Behandlung französischer Kriegsgefangener im Deutschen Reich Gegenmaßnahmen für deutsche Gefangene in Frankreich an.

11.1.1915, Montag

Aufständische Araberstämme aus Oman, die gegen den dortigen von Großbritannien unterstützten Sultan kämpfen, greifen die Stadt Maskat an. 500 der 3000 Angreifer werden getötet.

Das Wodkaverbot in Russland verursachte nach Angaben des Finanzministeriums bisher staatliche Mindereinnahmen von monatlich umgerechnet 185 Mio. Mark.

In Berlin und der Provinz Brandenburg wird der Verkauf von Wolldecken verboten. Die vorhandenen Bestände werden für den Heeresbedarf beschlagnahmt.

Der Nationale Frauendienst veranstaltet in verschiedenen Stadtteilen Berlins Vorträge über die Haushaltsführung im Krieg.

12.1.1915, Dienstag

An der Westfront erzielen deutsche Truppen in dreitägigen Kämpfen (bis 14. 1.) bei Soissons Geländegewinne und erobern mehrere Ortschaften.

Das Monopol des Bundes für die Getreideeinfuhr in der Schweiz tritt in Kraft. Diese Maßnahme soll die Getreideversorgung des Landes sichern und gewährleisten, dass Importe nicht wieder ausgeführt werden.

Dänemark verpflichtet sich in einem Handelsabkommen mit Großbritannien, bestimmte Waren nicht ins Deutsche Reich auszuführen. Großbritannien sichert zu, auf Kontrollen des dänischen Imports zu verzichten.

13.1.1915, Mittwoch

Im Hauptquartier des deutschen Ostheeres informieren Vertreter des Deutschen Städtetages Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg über das Ergebnis der sog. Hindenburg-Spende, einer Sammlung der Städte für das Ostheer. Für die bisher zusammengekommenen zwei Mio. Mark sollen 50 000 Pelzjacken angeschafft werden.

Ein schweres Erdbeben in Rom und in den Abruzzen fordert 30 000 Todesopfer.

Kaiser Wilhelm II. fordert dazu auf, anlässlich seines Geburtstages am 27. Januar keine brieflichen und telegrafischen Glückwünsche zu senden, da dies zu einer Beeinträchtigung des Feldpostverkehrs führen könne.

In den deutschen Tageszeitungen erscheinen Spendenaufrufe für die Hilfsorganisation Roter Halbmond im Osmanischen Reich.

Osmanische Truppen erobern die aserbeidschanische Hauptstadt Täbris.

Stephan Freiherr Burián von Rajecz wird als Nachfolger von Leopold Graf Berchtold zum neuen Außenminister von Österreich-Ungarn ernannt.

14.1.1915, Donnerstag

Südafrikanische Truppen unter der Führung von General Louis Botha erobern Swakopmund in Deutsch-Südwestafrika.

In den britischen Tageszeitungen erscheinen Inserate, in denen die Frauen dazu aufgerufen werden, ihre Männer und Söhne zum Eintritt in die Armee aufzufordern.

15.1.1915, Freitag

Vor den Dardanellen wird das französische U-Boot “Saphir” durch eine Mine versenkt.

Im Deutschen Reich tritt ein Nachtbackverbot in Kraft, das zum Einsparen von Mehl beitragen soll. Da die Bäcker erst um 7 Uhr mit der Arbeit beginnen dürfen, gibt es keine frischen Frühstücksbrötchen mehr.

Der von Paul Wegener und Heinrich Galeen inszenierte Film “Der Golem” wird in den Berliner Union-Theatern uraufgeführt.

16.1.1915, Samstag

Neunwöchige, fast ununterbrochene Regenfälle haben im Themsegebiet zu verheerenden Überschwemmungen geführt. Eine britische Regierungskommission schätzt den entstandenen Schaden umgerechnet auf mehrere Millionen Mark.

Das Trauerspiel “Armut” von Anton Wildgans kommt am Deutschen Volkstheater in Wien zur Uraufführung.

Der Verein Deutscher Motorfahrzeug-Industrieller stellt seine neue Ausstellungshalle der Öffentlichkeit vor. Die Halle im Berliner Stadtteil Charlottenburg ist der größte Hallenbau Deutschlands.

Auf Kundgebungen in Mailand fordern die Sozialisten die Aufrechterhaltung der Neutralität Italiens.

Das deutsche Generalgouvernement im besetzten Belgien verordnet eine Sondersteuer für die nach Kriegsausbruch geflüchteten Belgier, die nicht bis zum 15. März in ihre Heimat zurückkehren.

Eine Zählung ergibt, dass an diesem Tag 7 989 940 Feldpostbriefsendungen aus dem Deutschen Reich ins Feld abgesandt werden.

17.1.1915, Sonntag

Seit Kriegsbeginn sind 42 deutsche Dampfer von der japanischen Flotte beschlagnahmt worden. Die Schiffe befinden sich im Hafen von Nagasaki.

Die 100. Verlustliste seit Beginn des Krieges wird in Österreich-Ungarn herausgegeben. Danach sind bisher 43 090 Angehörige der österreichisch-ungarischen Armee gefallen; 240 140 wurden verwundet, 10 130 gerieten in Gefangenschaft.

In Kopenhagen beginnt eine zweitägige Friedenskonferenz von Vertretern der sozialdemokratischen Parteien aus neutralen Staaten.

Der mexikanische Konvent wählt General Roque Gonzáles Garza zum provisorischen Staatspräsidenten.

Im Deutschen Reich werden einfachere Zeremonien für die Beerdigung von Heeresangehörigen und Kriegsgefangenen vorgeschrieben. Die Ersatztruppenteile, die bislang eine Trauerparade stellen mussten, sollen dadurch zugunsten ihrer eigentlichen Aufgabe, der Ausbildung militärischer Ersatzkräfte, entlastet werden.

18.1.1915, Montag

Japan lässt der chinesischen Regierung eine Liste von 21 Forderungen übermitteln, die Japan einen dominierenden Einfluss in China sichern sollen.

Im Deutschen Reich beginnt die vom Kriegsausschuss für warme Unterkleidung veranstaltete Reichswollwoche. Bis zum 24. Januar soll warme Kleidung für die deutschen Truppen gesammelt werden.

Der deutsche Generalgouverneur in Belgien ordnet an, dass feine Backwaren dort nur noch am Mittwoch und Samstag jeder Woche hergestellt werden dürfen.

Im Osmanischen Reich wird eine Verfassungsänderung verabschiedet, mit der die Stellung des Sultans und der Regierung gegenüber dem Parlament gestärkt wird.

19.1.1915, Dienstag

Drei deutsche Marineluftschiffe greifen in der Nacht zum Mittwoch erstmals Orte an der britischen Ostküste an.

Die Nahrungsmittelpreise in Großbritannien sind seit Kriegsbeginn durchschnittlich um 19% gestiegen. Brot kostet 50% mehr als vor dem Krieg, die Fleischpreise sind um 35% gestiegen.

20.1.1915, Mittwoch

Der Generalstabschef des deutschen Feldheeres, General Erich von Falkenhayn, wird in seinem Amt als preußischer Kriegsminister von Generalleutnant Erich Wild von Hohenborn abgelöst.

Eine Versammlung von Kleiderfabrikanten, Schneidern und Modefachleuten in Frankfurt am Main befasst sich mit der Schaffung einer deutschen Herrenmode, die von ausländischen Einflüssen unabhängig werden soll.

Im Deutschen Reich wird ein Telegrammverkehr zwischen dem Feldheer und der Heimat für dringende private Mitteilungen eingeführt.

General Jean Velbrun-Guillaume wird in Haiti von Aufständischen zum Präsidenten ausgerufen. Seine Truppen marschieren auf die Hauptstadt Port-au-Prince, um die Regierung von Präsident Joseph Davilmare Théodore zu stürzen.

In Lissabon wird eine Offiziersrevolte gegen die portugiesische Regierung niedergeschlagen.

21.1.1915, Donnerstag

Die portugiesische Kammer bewilligt einen Kredit für die Anschaffung von Kriegsmaterial, um die Voraussetzungen für ein mögliches Eingreifen in den Weltkrieg zu schaffen.

Das russische Unterrichtsministerium legt dem Ministerrat einen Gesetzentwurf über die Einführung der allgemeinen Schulpflicht vor.

Auf Sizilien kommt es wegen einer starken Verteuerung des Brotes in mehreren Städten zu Protesten und gewalttätigen Ausschreitungen.

Die Militär-Paketpost nimmt im Januar keine Feldpakete mehr an, da sie noch durch die etwa 8,5 Mio. Weihnachtspakete überlastet ist.

Der Bundesrat beschließt, dass der Kriegsdienst bis zur Dauer eines halben Jahres auf die medizinische Ausbildungszeit angerechnet werden kann.

22.1.1915, Freitag

Auf die Kriegsanleihe in Österreich-Ungarn werden 3306 Mio. Kronen (2215 Mio. Mark) gezeichnet; davon entfallen 2136 Mio. (1431 Mio. Mark) auf Österreich und 1170 Mio. (784 Mio. Mark) auf Ungarn.

Der Schweizer Bundesrat erlässt ein Ausfuhrverbot für verschiedene Produkte, u.a. für Schokolade, Essig, Weißblech, Kupferkabel und Kalk.

23.1.1915, Samstag

An der Karpatenfront beginnt eine Offensive der österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen gegen die russischen Stellungen.

Die australische Hauptstadt wird vorübergehend von Melbourne nach Sydney verlegt. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die Regierung mit der Lage in allen australischen Bundesstaaten vertraut zu machen.

Die französische Regierung beschließt, eine neue Armee aus senegalesischen Soldaten aufzustellen.

24.1.1915, Sonntag

Bei einem Seegefecht zwischen einem deutschen und einem britischen Schlachtkreuzergeschwader an der Doggerbank, 120 Seemeilen vor Helgoland, wird der deutsche Panzerkreuzer “Blücher” versenkt.

Benito Mussolini, Wortführer der interventionistischen sozialistischen Bewegung in Italien, fordert auf einem Kongress von 46 revolutionären Gruppen in Mailand den Kriegseintritt des Landes an der Seite der Alliierten.

In Italien gilt erstmals ein Verkaufsverbot an Sonn- und Wahltagen für alkoholische Getränke, die mehr als 21% Alkohol enthalten.

Im Berliner Sportpalast wird der wegen des Krieges zeitweise unterbrochene Bahnradrennbetrieb wieder aufgenommen.

25.1.1915, Montag

An der Westfront erobern deutsche Truppen bei Craonne mehrere französische Stellungen.

Der deutsche Bundesrat verabschiedet Maßnahmen zur Sicherung der Brot- und Fleischversorgung: Die Getreidevorräte werden beschlagnahmt, Mehl und Brot rationiert; die Städte müssen einen Vorrat an Dauerfleischwaren anlegen.

Nach dem Ende des Burenaufstands in Südafrika verstärken die südafrikanischen Truppen unter General Louis Botha ihre Angriffe auf Deutsch-Südwestafrika.

Zwischen New York und San Francisco wird die weltweit erste transkontinentale Fernsprechverbindung in Betrieb genommen.

26.1.1915, Dienstag

Österreichisch-ungarische Truppen erobern den Uzsoker Passin den Karpaten.

Das US-amerikanische Repräsentantenhaus verabschiedet ein Programm zum Ausbau der Kriegsflotte der USA.

27.1.1915, Mittwoch

Das Versdrama “Preußengeist” von Paul Ernst wird im Weimarer Hoftheater uraufgeführt.

Aus Anlass des 56. Geburtstages von Kaiser Wilhelm II. finden im ganzen Reich Festveranstaltungen statt, die wegen des Krieges jedoch stiller und ernster verlaufen als üblich.

28.1.1915, Donnerstag

Das US-amerikanische Segelschiff “William P. Frye” wird auf der Fahrt nach Großbritannien von dem deutschen Hilfskreuzer “Prinz Eitel Friedrich” versenkt.

In Portugal tritt General Joaquim Pereira Pimenta de Castro die Nachfolge des am 25. Januar zurückgetretenen Ministerpräsidenten Vízor Hugo de Azevado Coutinho an.

29.1.1915, Freitag

Der Kriegsausschuss für Volksernährung beschließt eine Aufklärungskampagne für Hausfrauen über nahrhafte und preiswerte Ernährung im Krieg.

30.1.1915, Samstag

In der Irischen See und im Ärmelkanal versenken zwei deutsche U-Boote vier britische Frachtschiffe. Im Deutschen Reich wird dies als Beweis für die Verwundbarkeit der britischen Flotte durch Unterseeboote gewertet.

Die Mitgliederzahl der deutschen Gewerkschaften ist aufgrund der Einberufungen zum Kriegsdienst auf 1,508 Millionen gesunken. Ende 1913 hatten die Gewerkschaften 2,519 Millionen Mitglieder.

Im Schweizerischen Wintersportort St. Moritz beginnen zweitägige Skiwettkämpfe.

31.1.1915, Sonntag

Karl Helfferich übernimmt als Nachfolger von Hermann Kühn die Leitung des Reichsschatzamtes.

An der Ostfront setzen die Deutschen bei Bolynow erstmals Giftgasgranaten ein.

Die britische Admiralität fordert die Handelsschiffe ihres Landes in einem Geheimbefehl auf, wegen der Gefahr durch deutsche U-Boote neutrale Flaggen zu hissen.

In Washington wird eine deutschfreundliche sog. Neutralitätsliga gegründet, die der US-amerikanischen Regierung vorwirft, Partei für die Alliierten zu ergreifen und dadurch die Neutralität des Landes zu verletzen.

In einem Fußball-Länderspiel in Turin besiegt die italienische Nationalmannschaft das Team der Schweiz 3:1.