Was geschah im Januar 1919

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Wetterstationen Januar 1919

In Berlin geht der Gründungsparteitag der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) zu Ende.

Gustave Ador löst turnusgemäß Felix Calonderals Bundespräsident der Schweiz ab.

Die Weißrussische Sowjetrepublik wird gegründet. Sie ist schon am 25. Dezember 1918 in Moskau proklamiert worden, doch gelingt es der sowjetischen Führung erst im Januar, sich nach dem Abzug der deutschen Truppen in ganz Weißrussland zu etablieren.

Die ungarische Stadt Preßburg (Bratislava) wird von tschechoslowakischen Truppen besetzt.

2.1.1919, Donnerstag

In Hohensalza (Inowroclaw) an der Netze einigen sich die Vertreter der preußischen Städte Posen (Poznan), Gnesen (Gniezno), Hohensalza und Bromberg (Bydgoszcz) mit den Vertretern Polens auf die sofortige Einstellung aller Feindseligkeiten. Der polnische Vormarsch geht trotz dieser Vereinbarung weiter. Bis Ende Januar besetzen die Polen fast die gesamte preußische Provinz Posen.

3.1.1919, Freitag

In Paris wird zwischen Arabern und Juden das Faisal-Weizmann-Abkommen unterzeichnet.

Der US-amerikanische Präsident Woodrow Wilson (Demokrat) trifft, aus Paris kommend, zu einem fünftägigen Besuch in Italien ein. In Rom wird er von König Viktor Emanuel III. empfangen.

Oberst Walther Reinhardt wird preußischer Kriegsminister als Nachfolger von Heinrich Scheüch.

Die Mitglieder der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) treten aus der preußischen Regierung aus. Ihr Austritt löst eine Kettenreaktion in allen deutschen Ländern aus.

Der Freistaat Schwarzburg-Sondershausen genehmigt die Abfindung des Fürsten Günther.

In der lettischen Hauptstadt Riga wird die Sowjetverfassung eingeführt.

4.1.1919, Samstag

Die preußische Regierung, der Zentralrat und das Kriegsministerium beschließen die Verstärkung des Grenzschutzes gegenüber Polen.

Der provisorische preußische Ministerpräsident und Innenminister Paul Hirsch (MSPD) verfügt die Entlassung des Berliner Polizeipräsidenten Emil Eichhorn (USPD).

5.1.1919, Sonntag

In Berlin beginnt der Spartakusaufstand der u.a. von den Kommunisten und der USPD initiiert wurde.

Die Wahlen zur badischen Verfassunggebenden Nationalversammlung enden mit dem Sieg der bürgerlichen Parteien Zentrum (41 Abgeordnete), Mehrheitssozialdemokraten (MSPD) (36) und Deutsche Demokratische Partei (DDP) (25). Die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) erhält kein Mandat, die Deutschnationale Volkspartei (DNVP) erringt sechs Sitze.

Karl Harrer und Anton Drexler gründen in München die (Nationalsozialistische) Deutsche Arbeiterpartei (DAP). Sie versteht sich als “eine aus allen geistig und körperlich schaffenden Volksgenossen zusammengesetzte sozialistische Organisation, die nur von deutschen Führern geleitet sein darf, welche alle eigennützigen Ziele zur Seite stellen und nationale Notwendigkeiten als höchsten Programmsatz gelten lassen”.

Der Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord-Ostsee-Kanal, Kieler Kanal) wird als internationaler Schifffahrtskanal für den Friedensbetrieb neueröffnet.

US-Präsident Woodrow Wilson besucht im Vatikan Papst Benedikti XV. zu Gesprächen über die Lage in Europa.

6.1.1919, Montag

Spartakisten, revolutionäre Obleute und Mitglieder der USPD bilden in Berlin einen Revolutionsausschuss.

Gustav Noske (MSPD) übernimmt den Oberbefehl über alle Regierungstruppen im Raum Berlin.

Sowjettruppen ziehen in der litauischen Hauptstadt Wilna ein.

Der serbische Prinzregent Alexander erlässt die Proklamation über die Gründung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen.

Der frühere US-Präsident Theodore Roosevelt stirbt in Sagamore Hill (New York) im Alter von 60 Jahren.

7.1.1919, Dienstag

Während des Spartakusaufstands in Berlin besetzen die Aufständischen die Eisenbahndirektion, das Haupttelegrafen- und das Proviantamt, das Brandenburger Tor und den Schlesischen Bahnhof. Auch in anderen deutschen Städten kommt es zu Unruhen, Spartakisten besetzen Zeitungsredaktionen.

Die deutsche Regierung erteilt den im Deutschen Reich lebenden Angehörigen der deutsch-österreichischen Republik das Recht, an den Wahlen zur Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar teilzunehmen.

In Buenos Aires kommt es zu Massenstreiks und Barrikadenkämpfen.

US-Präsident Woodrow Wilson (Demokrat) trifft, aus Italien kommend, in Paris ein. Am 12. Januar beginnen dort die Vorbesprechungen der Alliierten für die Friedenskonferenz.

8.1.1919, Mittwoch

Großbritannien lässt der deutschen Reichsregierung eine Note überreichen mit der Aufforderung, jede Provokation der polnischen Bevölkerung in Ost- und Westpreußen, Posen und Schlesien zu unterlassen. Die Zukunft der deutschen Ostgrenze werde von den Entscheidungen der Friedenskonferenz abhängen.

Die deutsche Reichsregierung in Berlin, in der die Sozialdemokraten die Mehrheit haben, erlässt während des Spartakusaufstands einen Aufruf an die Bevölkerung der Stadt, in dem sie versichert, alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, um die spartakistische “Schreckensherrschaft zu zertrümmern und ihre Wiederkehr ein- für allemal zu verhindern”.

Deutsche Regierungstruppen und Freikorps beginnen mit der Rückeroberung der von den Spartakisten besetzten öffentlichen Gebäude in Berlin.

Der Polnische Oberste Volksrat übernimmt die Regierungsgewalt in der preußischen Provinz Posen.

Die badische provisorische Volksregierung beruft die am 5. Januar gewählte Verfassunggebende Nationalversammlung für den 15. Januar ein. Am selben Tag treten die Mitglieder der USPD, die bei den Wahlen kein Mandat erringen konnte, aus der Regierung aus.

10.1.1919, Freitag

Deutsche Regierungstruppen besetzen Spandau. Die Spartakisten halten weiterhin Stellungen im Berliner Zeitungsviertel und im Polizeipräsidium am Alexanderplatz.

Während einer von Kommunisten und der USPD veranstalteten Massenversammlung auf dem Bremer Marktplatz wird der Senat für abgesetzt erklärt und die Unabhängige sozialistisch-kommunistische Republik Bremen ausgerufen. Die Regierungsgewalt übernimmt ein Rat der Volksbeauftragten.

Die katholischen Pfarrer von Münster warnen in einem Wahlaufruf die Gläubigen vor der Sozialdemokratie.

Der britische Premierminister David Lloyd George bildet sein Kabinett um.

11.1.1919, Samstag

Regierungstruppen erstürmen das von bewaffneten Spartakisten besetzte Gebäude des SPD- Zentralorgans “Vorwärts” in Berlin.

Rumänien annektiert Siebenbürgen, das bisher zu Ungarn gehört hatte; große Teile der Bevölkerung begrüßen den rumänischen Einmarsch.

Die Alliierten verlegen das Oberkommando ihrer Ostarmee von Belgrad nach Konstantinopel (Istanbul).

Mihály Graf Károlyi von Nagykárolyi wird ungarischer Staatspräsident.

In der französischen Hauptstadt Paris konstituiert sich der alliierte Oberste Rat für die allgemeine Hilfeleistung.

Die sowjetische Regierung in Moskau erlässt ein Dekret, das die Bauern verpflichtet, große Teile ihrer Ernte an staatliche Behörden abzuliefern, die Versorgungsengpässe der Roten Armee sollen so behoben werden.

Stärkste politische Kraft bei den Landtagswahlen im rechtsrheinischen Bayern wird die Bayerische Volkspartei mit 58 Mandaten vor der MSPD (52). Die USPD, der Ministerpräsident Kurt Eisner angehört, gewinnt nur drei Sitze.

Bei den Wahlen zur Verfassunggebenden Nationalversammlung in Württemberg erhalten die MSPD 52, die DDP 38 und das Zentrum 31 Mandate. Die USPD zählt mit vier Sitzen lediglich zu den Splitterparteien.

13.1.1919, Montag

Das deutsche Staatssekretariat des Auswärtigen unter Ulrich Graf von Brockdorff-Rantzau protestiert in Noten an die alliierten Siegermächte des Ersten Weltkrieges gegen die unwürdige Behandlung Deutscher im ehemaligen Reichsland Elsass-Lothringen unter französischer Besetzung. Frankreich führe einen Vernichtungsfeldzug gegen alles, was deutsch sei.

Großherzogin Adelheid von Luxemburg dankt ab nach massiver Kritik der alliierten Siegermächte an ihrer prodeutschen Haltung. Den Thron besteigt ihre 23-Jährige Schwester Charlotte.

Im Deutschen Reich tritt die Verordnung vom 12. November 1918 in Kraft, wonach der Rat der Volksbeauftragten, die provisorische deutsche Regierung, das Recht erhält, Beamte zu ernennen und in den Ruhestand zu versetzen.

15.1.1919, Mittwoch

Im KPD-Organ “Die Rote Fahne” erscheint der Artikel “Trotz alledem” von Karl Liebknecht.

Die deutschen kommunistischen Politiker Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg werden nach ihrer Verhaftung in Berlin von Soldaten ermordet.

16.1.1919, Donnerstag

Der Waffenstillstand zwischen dem Deutschen Reich und den Alliierten wird verlängert.

Nachdem 36 Bundesstaaten der USA ein Amendment über die Aufnahme des Prohibitionsgesetzes in die Verfassung ratifiziert haben, verfügen die Befürworter des Alkoholverbots über eine Dreiviertel-Mehrheit unter den US-Bundesstaaten. Das Alkoholverbotsgesetz kann am 16. Januar 1920 in Kraft treten.

Aus Protest gegen die “Willkür” und Gewaltherrschaft” des überwiegend mehrheitssozialdemokratischen Dresdener Arbeiter- und Soldatenrats scheiden die Mitglieder der USPD aus der sächsischen Regierung aus.

Der russische Admiral Alexandr W. Koltschak erhält das Oberkommando der antisowjetischen Truppen in Sibirien.

17.1.1919, Freitag

In gleichlautenden Proklamationen fordert die gesamte deutsche Presse “das Selbstbestimmungsrecht der deutschen Nation” und den Anschluss Deutschösterreichs an das Deutsche Reich.

Die deutsche Reichsregierung teilt mit, dass sie den Staatssekretär des Äußern, Ulrich Graf von Brockdorff-Rantzau, und den Volksbeauftragten Philipp Scheidemann (MSPD) zu Leitern der deutschen Delegation bei der Friedenskonferenz mit den Alliierten bestimmt hat.

Die deutsche Reichsregierung protestiert per Funkspruch in Moskau gegen die russische Unterstützung des Spartakusaufstands.

Die Alliierten verfügen die Auslieferung der deutschen Handelsflotte zur Versorgung Europas.

Die spanische Regierung unter Alvaro Figueroa y Torres Graf Romanones hebt die verfassungsmäßig garantierten Grundrechte in der Provinz Katalonien auf, um wachsenden politischen Aktivitäten innerhalb der Arbeiterschaft entgegenzuwirken.

Der französische Staatspräsident Raymond Poincaré fordert auf der Friedenskonferenz in Paris eine Bestrafung der Mittelmächte durch die Alliierten.

Zwischen Sowjetrussland und der Ukraine tritt der Kriegszustand ein, nachdem die sowjetische Regierung in Moskau ein Ultimatum der Ukraine, ihre Truppen zurückzuziehen, nur ausweichend beantwortet hat.

Der provisorische ungarische Staatspräsident Mihály Graf Károlyi von Nagykárolyi ernennt Desiderius Berinkey zum Ministerpräsidenten. Seit der Proklamation der Ungarischen Republik am 16. November 1918 hatte Károlyi dieses Amt selbst ausgeübt.

Das Deutsche Reich und das Königreich der Niederlande schließen ein Wirtschaftsabkommen über die Lieferung von Lebensmitteln in das Deutsche Reich im Austausch gegen deutsche Kohlen.

Die deutsche Reichsregierung unterstellt den Kohlenbergbau Reichsbevollmächtigten.

Der Personenverkehr der deutschen Eisenbahnen wird zugunsten von Versorgungsfahrten drastisch eingeschränkt.

Der frühere König Wilhelm II. von Württemberg erhält nach einer Entscheidung der vorläufigen Regierung des Landes in Stuttgart eine jährliche Rente von 200 000 Mark.

19.1.1919, Sonntag

Die Wahlen zur Verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung enden mit Erfolgen der bürgerlichen Parteien.

Bei den Wahlen zur Deutschen Nationalversammlung dürfen Frauen erstmals mitwählen und gewählt werden.

In der russischen Stadt Taschkent in Turkestan kommt es zu einem Aufstand gegen die Bolschewisten, der in drei Tagen niedergeschlagen wird.

20.1.1919, Montag

Der portugiesische Monarchistenführer Paiva Couceiro proklamiert vor dem Stadthaus in Oporto (Porto) in Gegenwart der versammelten Truppen die Monarchie und ruft den 1910 gestürzten Emanuel II. zum König aus. Die Lissabonner Regierung verhängt sofort den Kriegszustand.

Im “Deutschen Reichsanzeiger” erscheint der im Reichsamt des Innern ausgearbeitete Entwurf der künftigen Verfassung des Deutschen Reichs zusammen mit einer Denkschrift des Staatssekretärs des Innern, Hugo Preuß (DDP).

21.1.1919, Dienstag

Die deutsche Reichsregierung beruft die Verfassunggebende Deutsche Nationalversammlung für den 6. Februar nach Weimar ein, “weil dieser Ort nicht so sehr wie Berlin im Zeichen der täglich wechselnden Fragen steht”.

Der Landesrat der Arbeiter- und Soldatenräte Sachsens wählt in Dresden nach dem Ausscheiden der USPD den Rat der Volksbeauftragten neu. Die neue Regierung besteht ausschließlich aus Mitgliedern der Mehrheitssozialdemokraten (MSPD).

Im Mansion House in Dublin wird die von der nationalistischen irischen Partei Sinn Féin einberufene irische konstituierende Nationalversammlung (Dail Eireann) eröffnet mit der Verlesung einer Unabhängigkeitserklärung, in der die Errichtung der Republik Irland bekanntgegeben wird. Aus Freiwilligenverbänden entsteht die Irische Republikanische Armee (IRA).

Auf Initiative von US-Präsident Woodrow Wilson (Demokrat) laden die Alliierten die kriegführenden Parteien Russlands zu einer Friedenskonferenz auf die Prinzeninseln im Marmarameer ein.

Eine Abordnung der spanischen Arbeiterschaft trägt dem spanischen Ministerpräsidenten Alvaro Figueroa y Torres Graf Romanones die Wünsche der Arbeiterschaft vor: Achtstundentag, Mindestlohn, Abschaffung der Akkordarbeit u.a. Am 27. Januar beschließt der Ministerrat grundsätzlich, alle Forderungen anzunehmen.

Im Schauspielhaus in Frankfurt am Main wird das Schauspiel “1913” von Carl Sternheim uraufgeführt.

24.1.1919, Freitag

Die preußische Regierung regelt per Verordnung das Gemeindewahlrecht neu. Die Wahlen finden allgemein, unmittelbar und geheim nach dem Prinzip der Verhältniswahl statt.

25.1.1919, Samstag

Die alliierten Siegermächte des Ersten Weltkriegs stimmen in Paris der Gründung eines Völkerbundes zu.

Der ermordete deutsche Kommunistenführer Karl Liebknecht wird in Berlin beigesetzt.

Die Kämpfe in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon zwischen den monarchistischen Putschisten und den Regierungstruppen enden mit dem Sieg der Republikaner. Ministerpräsident João Tamagnini Barbosa tritt zurück und macht einer Allparteienregierung unter José Relvas Platz, die noch am selben Tag vereidigt wird.

In Braunschweig findet der Kongress zur Gründung einer nordwestdeutschen Bundesrepublik statt. Es nehmen Vertreter aus Braunschweig, Celle, Cuxhaven, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Hannover, Hildesheim, Leipzig, Merseburg, Oldenburg und Remscheid teil.

Eine Verordnung des bayerischen Kultusministeriums erklärt den Religionsunterricht für alle Schulen Bayerns zum Wahlfach.

Im Kleinen Theater in Berlin wird das Stück “Tabula rasa” von Carl Sternheim uraufgeführt.

26.1.1919, Sonntag

In Preußen finden die Wahlen zur Verfassunggebenden Landesversammlung statt, in Hessen die Wahlen zur Volkskammer, in Mecklenburg-Schwerin zum Verfassunggebenden Landtag, in Sachsen-Altenburg zur Gesetzgebenden Landesversammlung, in Lippe-Detmold zum Lippischen Landtag und in Schwarzburg-Sondershausen zum Landtag. Die MSPD stellt in allen Landesparlamenten die stärkste Fraktion.

27.1.1919, Montag

Der frühere deutsche Kaiser und König von Preußen, Wilhelm II., feiert in den Niederlanden seinen 60. Geburtstag.

28.1.1919, Dienstag

Die sowjetische Führung gibt den Alliierten die Schuld für den Krieg in Russland.

Im Gefängnis von Deriabinsk, einer Vorstadt von Petrograd (Leningrad), werden vier russische Großfürsten sowie 144 Männer und 281 Frauen erschossen. Die sowjetischen Behörden werfen den Hingerichteten vor, sich einer antisowjetischen britisch-französischen Organisation angeschlossen zu haben.

Der wendische Nationalausschuss in Bautzen fordert den Zusammenschluss der in Preußen und Sachsen lebenden Wenden zu einem selbständigen Wendenstaat innerhalb des Deutschen Reiches.

Die britischen Behörden übernehmen die Bagdadbahn, eine wichtige Verkehrsverbindung im Nahen Osten.

Im spanischen Parlament in Madrid, der Cortes, findet die Debatte über das Selbstbestimmungsrecht Kataloniens statt. Die Katalanen lehnen einen Regierungsentwurf vom 8. Januar als nicht umfassend genug ab, der ihnen Selbstverwaltung zusagt.

Im Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (später Jugoslawien) wird der in Europa und seit der Oktoberrevolution auch in Sowjetrussland gebräuchliche Gregorianische Kalender eingeführt.

29.1.1919, Mittwoch

In Berlin wird ein Gesetzesentwurf der deutschen Reichsregierung über die vorläufige Staatsgewalt veröffentlicht.

Die deutsche Reichsregierung gibt die Gründung einer Reichsfunkverwaltung bekannt.