Was geschah im Januar 1925

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Wetterstationen Januar 1925

1.1.1925, Donnerstag

In Berlin empfängt Reichspräsident Friedrich Ebert (SPD) die Chefs der ausländischen Vertretungen zur Neujahrsgratulation. Die Glückwünsche des diplomatischen Korps überbringt traditionsgemäß der apostolische Nuntius, Monsignore Pacelli.

In Portugal beschließen Regierungsdelegationen des Gastgeberlandes und des Deutschen Reiches die Fortsetzung des 1923 geschlossenen Handelsvertrages.

Durch die Zusammenlegung von drei Elektrizitätswerken entstehen in Dortmund die Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen GmbH (VEW).

Norwegens Hauptstadt Christiania wird wieder in Oslo umbenannt.

Auf der elektrifizierten Bahnlinie München- Garmisch-Partenkirchen finden erste Probefahrten statt.

Aus Anlass der Inbetriebnahme des ersten Wiener Wasserkraftwerks in Opponitz erstrahlt das Rathaus der österreichischen Metropole in festlicher Beleuchtung. Das Kraftwerk soll jährlich 50 Millionen Kilowattstunden liefern.

Mit Beginn dieses Jahres treten Änderungen in der deutschen Reitturnierordnung in Kraft.

2.1.1925, Freitag

Die Regierung des jugoslawischen Königreiches der Serben, Kroaten und Slowenen gibt in Agram (Zagreb) das Verbot der von Stjepan Radic 1904 gegründeten kroatischen republikanischen Bauernpartei bekannt.

Im Wiener Landgericht durften die Häftlinge erstmals Radiosendungen hören. Der Eindruck, den die Musik auf die Gefangenen machte, war äußerst positiv. Wachpersonal und Gefängnisleitung erwägen daher, das Radio als Erziehungsmittel einzusetzen.

3.1.1925, Samstag

Der italienische Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini kündigt eine verstärkte Unterdrückung antifaschistischer Organisationen an.

Im Schauspielhaus von Frankfurt am Main findet die Aufführung des Stückes “Der Kreidekreis” von dem deutschen Autor Klabund statt.

Das alljährlich in der britischen Stadt Hastings zur Weihnachtszeit stattfindende Schachturnier geht mit dem Sieg des Meisters Maroczy zu Ende.

Heftige Schneefälle in New York bringen den Verkehr der Stadt für zwei Tage völlig zum Erliegen.

4.1.1925, Sonntag

Der Vertreter Italiens im Völkerbund und Vorsitzende der Nationalliberalen Partei, Antonio Salandra, kündigt seinen Rücktritt aus der internationalen Organisation an, da seine liberalen Auffassungen mit der Regierungspolitik Benito Mussolinis nicht mehr übereinstimmten.

Wegen der milden Witterung in Europa müssen die meisten geplanten Wintersportwettkämpfe verschoben werden. Lediglich das erste große Skispringen in Davos (Schweiz) kann stattfinden. Hier siegen bei den Senioren Kaspar Buol und bei den Junioren Christian Meißer. Meißer erreicht mit 35 m die größte Weite.

5.1.1925, Montag

Auf seiner ersten Sitzung berät der am 7. Dezember 1924 neu gewählte Reichstag in Berlin den Reichshaushaltsplan für 1925. Der Reichsrat hatte ihn bereits im November 1924 verabschiedet.

Die Botschafter Großbritanniens, Frankreichs und Japans sowie der belgische Gesandte überreichen in Berlin der Regierung des Deutschen Reiches eine Kollektivnote zur Frage der Räumung des nördlichen Rheingebietes. Darin lehnen sie die vereinbarte Räumung vorerst ab, da Deutschland die Entwaffnungsbedingungen verletzt habe.

Die polnische Post lässt in der Freien Stadt Danzig eigene Briefkästen aufstellen. Daraufhin kommt es zu heftigen Protesten seitens der Stadtverwaltung bei der Regierung in Warschau sowie beim Völkerbund in Genf.

In der Stadt Agram (Zagreb) wird der Führer der kroatischen Bauernpartei Stjepan Radic verhaftet.

6.1.1925, Dienstag

Die Minister der Deutschen Volkspartei (DVP) verlassen die preußische Regierung in Berlin und beenden damit die Große Koalition.

Das in Paris tagende Internationale Komitee der Metallarbeiter hat u.a. eine Resolution angenommen, worin die Durchführung des Achtstundentages in allen Ländern gefordert wird.

Beim Fischer-Verlag erscheint Bernhard Kellermanns Drama “Die Wiedertäufer von Münster”.

7.1.1925, Mittwoch

In einer Antwortnote an die alliierten Regierungen spricht sich die deutsche Regierung gegen die Nichträumung der Rheinlandzone aus.

Der im Dezember 1924 gewählte Reichstag wählt mit 231 Stimmen den Sozialdemokraten Paul Löbe zum neuen Reichstagspräsidenten.

In Moskau fordert der Volkskommissar der Finanzen Grigóri Sókólnikow eine aktivere Handelsbilanz. Aus diesem Grunde gibt er eine Erhöhung der diesjährigen Einfuhren auf eine Milliarde Rubel bekannt.

Die “Emden”, der erste seit der Unterzeichnung des Versailler Vertrages in Deutschland gebaute Kreuzer, läuft in der Wilhelmshavener Marinewerft vom Stapel. Es ist zugleich das 100. in dieser Werft gebaute Schiff.

8.1.1925, Donnerstag

In Darmstadt beginnt der vierte Deutsche Hochschultag (bis 10.1.) des Verbandes der Deutschen Hochschulen.

Nur zwei Wochen nach der Erstausgabe erscheint bei dem im Jahr 1919 in Berlin gegründeten Rowohlt-Verlag der Roman “Napoleon” von Emil Ludwig in der zweiten Auflage.

Der Antrag auf Aufnahme Deutschlands in den Internationalen Eishockey-Verband wird von dem 12. Kongress des Verbandes in Prag (7.- 9.1.) abgelehnt, da das Deutsche Reich nicht Mitglied des Völkerbundes und des Internationalen Olympischen Komitees sei.

9.1.1925, Freitag

Wegen des Korruptionsskandals um Julius Barmat tritt Reichspostminister Anton Höfle (Zentrum) zurück. Der Reichstag setzt einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Affäre ein.

Der neue Münchner Stadtrat beschließt, die vom früheren Stadtrat aus Repräsentations- und Sitzungssälen sowie aus Schulgebäuden entfernten Bilder der bayerischen Fürsten und Könige wieder aufzuhängen.

Die August-Thyssen-Hütte erhält von dem New Yorker Bankhaus Dillon, Read & Co. eine Anleihe in Höhe von zwölf Millionen US-Dollar.

In einer Auflage von 50 000 Exemplaren erscheint das “Radiobastelbuch” mit detaillierten Anleitungen zum Selbstbauen von Rundfunkempfängern.

10.1.1925, Samstag

Die Bestimmungen des Versailler Vertrages über die meistbegünstigte Zollbehandlung tritt außer Kraft. Gleichzeitig wird das Saargebiet aus dem deutschen Zollsystem herausgenommen und gezwungen, mit Frankreich eine Zollunion einzugehen.

Die Nationalsozialistische Freiheitspartei bringt im Reichstag einen Antrag ein, worin sie die Absetzung von Reichspräsident Friedrich Ebert (SPD) fordert. Als Begründung führt sie ein Urteil des Magdeburger Schöffengerichts vom Dezember 1924 an, das Ebert des Landesverrats bezichtigt.

In Südtirol führt die italienische Regierung eine Vorzensur für die Presse ein.

Im Stadttheater Dortmund wird das Drama “Die Gesteinigten” von Karl Irmler uraufgeführt.

11.1.1925, Sonntag

Die wegen des milden Wetters in Prag auf den Zzorbasee in der Hohen Tatra verlegten Eishockey-Europameisterschaften (9.- 11.1.) enden mit einem Sieg der Tschechoslowakei vor Österreich, der Schweiz und Belgien.

In Nürnberg besiegt der ungarische Fußballmeister MTK Budapest den deutschen Meister 1. FC Nürnberg mit 4:2.

In Berlin wird die Radrennbahn am Kaiserdamm eingeweiht.

12.1.1925, Montag

In der chinesischen Stadt Schanghai kommt es zu heftigen Kämpfen zwischen den Truppen des ehemaligen Militärgouverneurs der Provinz Kiangsu, Schi Sie-juin und ausländischen Soldaten.

Auf der Sitzung der Stadtverordneten Leipzigs stimmen die Teilnehmer für die Schließung aller öffentlichen Häuser. Zur Zeit gibt es in Leipzig noch 31 Bordelle mit 135 Beschäftigten.

In Berlin erscheint der 42. Band “Kürschners Deutscher Literaturkalender” und erstmals als Ergänzung “Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender”.

In einem Freundschaftsspiel in Halberstadt besiegt der deutsche Wasserballmeister Hellas Magdeburg den sächsischen Meister SC Stern Leipzig mit 6:2.

13.1.1925, Dienstag

Die vollständige Unabhängigkeit Ägyptens ist das erklärte Ziel der in Kairo neugegründeten Partei Al Ittehad.

Bei Herne verunglückt der D-Zug Berlin- Köln. 23 Menschen kommen dabei ums Leben, viele werden verletzt.

14.1.1925, Mittwoch

In Paris geht die am 7. Januar begonnene Konferenz der interalliierten Finanzminister mit der Unterzeichnung eines Abkommens zu Ende, das u.a. die weiteren Reparationszahlungen durch das Deutsche Reich modifiziert.

Die sowjetische Regierung verabschiedet ein Gesetz, das die Freiheit des Arbeitsmarktes wiederherstellt.

Der evangelische Arzt und Theologe Albert Schweitzer wird 50 Jahre alt.

15.1.1925, Donnerstag

In Berlin stellt der parteilose Reichskanzler Hans Luther sein neues Kabinett vor; es ist das zwölfte seit der Gründung der Weimarer Republik im Jahr 1919. Der Regierungskoalition gehören erstmals auch Abgeordnete der rechten extrem nationalistisch ausgerichteten Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) an.

Der bayerische Landtag nimmt mit 73 gegen 52 Stimmen das Mantelgesetz zum Konkordat und zu den Staatsverträgen mit der evangelischen Kirche an.

Im Frankfurter Neuen Theater werden die Stücke “Wollust der Ehrlichkeit” und “Der Musikant” des Italieners Luigi Pirandello uraufgeführt.

16.1.1925, Freitag

Die Aufführung des Films “Wilhelm Tell” wird von den alliierten Besatzungstruppen in allen Kinos der Stadt Duisburg verboten.

Bei einem Hallenwettkampf in New York verbessert der finnische Langstreckenläufer Paavo Nurmi den inoffiziellen Hallenrekord des US-Amerikaners Joe Ray über 3000 m um vier Sekunden. Der 27-Jährige Paavo Nurmi läuft diese Strecke in 8:26,8 min.

17.1.1925, Samstag

In Paris beschließt die französische Regierung die Gründung eines Sachlieferungsamtes. Ein solches Amt sei durch den erhöhten Anteil der Sachlieferungen bei den deutschen Reparationszahlungen in letzter Zeit notwendig geworden.

Die US-Regierung gibt den Rücktritt des Außenministers Charles E. Hughes bekannt. Sein Nachfolger wird der bisherige Botschafter in London, Frank Billings Kellogg.

Von Josef W. Stalin gezwungen, tritt in Moskau der sowjetische Politiker und Revolutionär Leo Trotzki von seinem Amt als Volkskommissar für Verteidigung zurück.

Das italienische Parlament in Rom lehnt einen Gesetzentwurf über die künftige Einführung des Frauenstimmrechts ab.

In Madrid beginnt eine Allgemeine Bau- und Wohnungsausstellung, an der sich auch Deutschland beteiligt. Sie dauert bis zum 2. Februar.

18.1.1925, Sonntag

Bei den Landtagswahlen in Lippe-Detmold ergeben sich nur geringe Veränderungen gegenüber 1921. Stärkste Fraktion bleiben die Sozialdemokraten (SPD) mit acht, gefolgt von der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) und der Deutschvölkischen Freiheitspartei (DVFP) mit jeweils sechs Sitzen.

Etwa 25 000 Menschen nehmen in Berlin an einer Demonstration der Kommunistischen Partei teil, die zum Gedenken der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg im Januar 1919 veranstaltet wird.

In der finnischen Stadt Helsingfors (Helsinki) geht die am 15. Januar begonnene Außenministerkonferenz der ehemaligen russischen Ostseestaaten (Finnland, Polen, Estland, Lettland) mit der Willensbekundung zu einem ständigen Dialog zu Ende.

Bei einem Städtevergleichskampf der Turner aus Nürnberg, Hannover, Frankfurt am Main und Essen siegt in Hannover die Mannschaft aus Nürnberg.

19.1.1925, Montag

In der Sitzung des Deutschen Reichstages in Berlin erläutert der parteilose Reichskanzler Hans Luther das Regierungsprogramm. Die Debatte darüber endet erst am 22. Januar mit einer Billigungsformel.

Die US-amerikanische Marine präsentiert Pressevertretern eine neu entwickelte Startmöglichkeit für Militärflugzeuge, den sog. Katapultstart.

20.1.1925, Dienstag

Die ungarische Nationalversammlung beschließt die Aufhebung des Ausschlusses von 25 oppositionellen Abgeordneten. Die im linken Block vertretenen oppositionellen Parteien boykottieren jedoch weiterhin aus Protest gegenüber der Regierungspolitik das Parlament in Budapest.

In Warschau lehnt der Sejm, das polnische Parlament, einen Antrag der deutschen Abgeordneten ab, worin die Beherrschung der polnischen Sprache nicht für alle unterrichtenden Lehrer obligatorisch sein solle.

In dem Vertrag von Peking erkennt die japanische Regierung die Sowjetunion an und erklärt sich zur Rückgabe der Insel Sachalin an die UdSSR bereit.

Im US-Senat kommt es zu einer polemischen Diskussion um die Schuldenrückzahlung Frankreichs an die Vereinigten Staaten. Frankreich wird vorgeworfen, die USA übervorteilen zu wollen.

Da die Gesetzesvorlage über die Eisenbahnkonvention mit Belgien vor dem Parlament in Luxemburg gescheitert ist, erklärt die luxemburgische Regierung ihren sofortigen Rücktritt.

21.1.1925, Mittwoch

In Albanien proklamiert die Nationalversammlung feierlich die Republik. Am 31. Januar wählt sie Achmed Zogu zum Präsidenten für sieben Jahre.

Anlässlich des Todes von Wladimir I. Lenin vor einem Jahr wird in der Sowjetunion eine Lenin-Woche durchgeführt.

In Rom unterzeichnen Delegationen der italienischen und der österreichischen Regierung ein Abkommen über Eisenbahntarife im Eisenbahnverkehr.

Das 13. Berliner Sechstagerennen gewinnt die Mannschaft Walter Rütt/Jean Aerts mit 385 Punkten.

22.1.1925, Donnerstag

In Chile revoltieren die Offiziere der Garnison von Santiago de Chile gegen das Regime und fordern die Rückkehr des nach einer Militärrevolte emigrierten Präsidenten Arturo Alessandri.

Fast täglich veröffentlichen sowjetische Zeitungen Berichte über sensationelle Goldfunde in Sibirien.

23.1.1925, Freitag

Nachdem fünf Parteien des preußischen Landtages der Regierung das Misstrauen ausgesprochen haben, tritt Ministerpräsident Otto Braun (SPD) in Berlin von seinem Amt zurück.

In Berlin verabschiedet der Reichstag das Abkommen zwischen Polen und dem Deutschen Reich über die Staatsangehörigkeiten.

Im Berliner Kino “Alhambra” wird Berthold Viertels Film “Die Perücke” mit dem Schauspieler Otto Gebühr in der Hauptrolle uraufgeführt.

In der australischen Stadt Adelaide findet das dritte Kricket-Punktspiel zwischen der australischen und der englischen Mannschaft statt.

24.1.1925, Samstag

Nach Absprache mit den Börsenvorständen in Essen und Düsseldorf stellt die Dortmunder Börse ihre Tätigkeit wegen der schlechten Wirtschaftslage in dem vergangenen Jahr ein.

In der ungarischen Nationalversammlung fordert der Abgeordnete Georg Lukács die Außerkraftsetzung des Numerus clausus.

In New York und weiten Teilen der Vereinigten Staaten ist eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten.

In Berlin entscheidet der Bezirksausschuss, dass im Freibad Wannsee keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt werden dürfen.

25.1.1925, Sonntag

Landwirte und Winzer aus den mittelrheinischen Gebieten versammeln sich in Mainz zu einer Kundgebung, auf der sie u.a. von den Politikern eine für deutsche Landwirtschaftserzeugnisse günstige Zollpolitik fordern.

Auf einer Massenversammlung in Madrid rechtfertigt der spanische Präsident Miguel Primo de Rivera y Orbaneja seine diktatorische Politik sowie den Einsatz von spanischen Truppen in Marokko.

In New York versammeln sich mehrere hundert Vertreter verschiedener US-amerikanischer Organisationen zu einer Friedenstagung.

In Luxor wird das vor elf Monaten während der Ausgrabungsarbeiten geschlossene Grab des Pharaos Tutanchamun wieder geöffnet.

Die Umbauarbeiten für ein neues Premieren-Film-Theater, den “Gloria-Palast”, beginnen in Berlin.

26.1.1925, Montag

Von einer New Yorker Bank erhält der Siemens-Konzern einen Kredit über zehn Millionen US-Dollar.

Der britische Politiker Herbert Henry Asquith tritt, nachdem er geadelt worden ist, in das britische Oberhaus als Earl of Oxford ein.

Über die Stadt Herrin (US-Staat Illinois) ist der Belagerungszustand verhängt worden, da es wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Organisation des Ku Klux Klan gekommen war.

27.1.1925, Dienstag

Themen der bis zum 29. Januar stattfindenden Tagung des Reichstages sind die Aufwertungsfrage, der Haushaltsetat sowie die Außenpolitik.

Die Rallye Monte Carlo, zu der Teilnehmer aus 15 europäischen Städten gestartet waren, endet mit dem Sieg des Franzosen François Repusseau auf Renault.

28.1.1925, Mittwoch

Im Deutschen Reichstag in Berlin kommt es zu heftigen Debatten über die Entschädigung für Ruhrindustrielle, da die Regierung ohne Kenntnis des Parlaments 715 Millionen Goldmark an die Konzerne zahlte.

In Mainz bilden deutsche und französische Lehrer eine Arbeitsgemeinschaft zum Ausbau der republikanischen und pazifistischen Schule.

29.1.1925, Donnerstag

Die “Frankfurter Zeitung” berichtet von einem Flug in die Höhen des Himalaja-Gebiets.

30.1.1925, Freitag

Die Abgeordneten des Preußischen Landtages wählen den am 23. Januar zurückgetretenen Otto Braun (SPD) wieder zum Ministerpräsidenten.

Nach dem Sieg des Führers der Rifkabylen, Abd el-Krim, über seinen Rivalen Cayd Raysuli zeichnet sich für die spanischen Truppen in Spanisch-Marokko eine kritische Situation ab.

31.1.1925, Samstag

Die nationalen Organisationen Stahlhelm, Jungdeutscher Orden und Nationalverband deutscher Berufsverbände gründen den sog. Nationalausschuss.