Was geschah im Januar 1939

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1.1.1939, Sonntag

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wendet sich mit seinem traditionellen Neujahrsaufruf an die Mitglieder der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP).

Das im Februar 1938 im Deutschen Reich eingeführte Pflichtjahr für unbeschäftigte weibliche Jugendliche in der Land- und Hauswirtschaft wird für alle ledigen Frauen unter 25 Jahren obligatorisch.

Das Jugendschutzgesetz und die Arbeitszeitverordnung vom 30. April 1938 treten im Deutschen Reich in Kraft.

Im Deutschen Reich treten die Namensänderungsverordnung für Juden vom 17. August 1938 (Annahme von Israel bzw. Sara als zweiten Vornamen) und die Verordnung über den Ausschluss von Juden aus dem Wirtschaftsleben vom 12. November 1938 in Kraft.

Als Schweizer Bundespräsident für 1939 amtiert der katholisch-konservative Bundesrat Philipp Etter aus Zug, Vorsteher des Departements des Innern.

Im Deutschen Reich werden fortan auch Kleinstbetriebe zu einer regelmäßigen Buchführung verpflichtet. Bis dahin waren bei Kleinunternehmen die Steuern vom Finanzamt geschätzt worden.

Wegen der Kaffeeknappheit als Folge der brasilianischen Exportbeschränkungen dürfen deutsche Kaffeeproduzenten nur noch die von der Kaffee-Überwachungsstelle vorgeschriebenen Mengen rösten.

Im Saarbergbau wird unter Tage der neunstündige und über Tage der zehnstündige Arbeitstag eingeführt. Für die Hüttenarbeiter gilt der Zwölfstundentag.

Die Deutsche Lufthansa AG nimmt den Flugverkehr nach Chile auf. Die Länge der Flugstrecke Berlin-Santiago de Chile beträgt 15 039 km.

2.1.1939, Montag

Im gesamten Reichsgebiet wird ein Postsparkassendienst eingerichtet. Ein- und Rückzahlungen sind bei über 80 000 Amtsstellen der Deutschen Reichspost möglich.

Bei den Unruhen im britischen Mandatsgebiet Palästina wurden seit dem 1. Januar 1938 insgesamt 3720 Personen getötet oder verwundet.

3.1.1939, Dienstag

Aufgrund einer Anordnung des Reichswirtschaftsministeriums werden Juden zu den Prüfungen der Industrie-, Handwerks- und Handelskammern nicht mehr zugelassen.

Das Präsidium des Obersten Sowjet der UdSSR bestätigt den neuen Fahneneid für die Rote Armee und die Rote Marine. Auf alle weltrevolutionären Verpflichtungen wird dabei verzichtet.

4.1.1939, Mittwoch

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) in Wien gibt bekannt, dass im ehemaligen Österreich (Ostmark) 47 768 Juden ein Vermögen von insgesamt 2,041 Milliarden Reichsmark angemeldet haben.

In seiner Botschaft an den Kongress warnt US-Präsident Franklin Delano Roosevelt vor einer Bedrohung der Demokratie und des Weltfriedens durch aggressive Staaten in Europa.

In Rumänien wird von der Regierung eine für den 6. Januar geplante Erhebung des faschistischen Geheimbundes Eiserne Garde aufgedeckt. Der Bund war offiziell am 10. Februar 1938 aufgelöst worden.

Mit einem Kinostreik protestieren die Besitzer von über 300 Kinos in Paris und Umgebung bis zum 7. Januar gegen eine neue städtische Zusatzsteuer.

5.1.1939, Donnerstag

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler empfängt in Berchtesgaden den polnischen Außenminister Oberst Józef Beck und wiederholt die deutschen Wünsche nach Rückgabe Danzigs.

Der Etatvorschlag von US-Präsident Franklin Delano Roosevelt für das Haushaltsjahr 1939/40 sieht bei Gesamtausgaben von 8,9 Milliarden US-Dollar (rund 22 Milliarden Reichsmark) insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar (rund 3,2 Milliarden Reichsmark) für Verteidigung vor.

Kiichiro Freiherr Hirunama löst Fumimaro Fürst Konoe (im Amt seit 1937) als japanischer Ministerpräsident ab.

6.1.1939, Freitag

Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop konferiert in München mit seinem polnischen Amtskollegen Oberst Józef Beck über die Danzig-Frage.

Heinrich Himmler begeht sein zehnjähriges Dienstjubiläum als Reichsführer SS.

In der Zeitschrift “Naturwissenschaft” erscheint der Bericht von Otto Hahn und Friedrich Straßmann “Über den Nachweis und das Verhalten der bei der Bestrahlung von Uran mittels Neutronen entstehenden Erdalkalimetalle”. Damit wird die Fachwelt über die erste erfolgreiche Kernspaltung informiert.

7.1.1939, Samstag

In Wilhelmshaven wird das 1936 vom Stapel gelaufene 26 000-t-Schlachtschiff “Scharnhorst” in Dienst gestellt.

Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht und einige seiner Direktoren warnen in einer Denkschrift an Führer und Reichskanzler Adolf Hitler vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems durch die forciert Hochrüstung.

Deutschen Rechtsanwälten wird die Vertretung von Juden verboten. Ausnahmen gelten u.a. für die Abwicklung von Konkursen und Vermögensübertragungen.

In Stockholm einigen sich Schweden und Finnland grundsätzlich auf eine Wiederbefestigung der seit 1920 neutralisierten finnischen Alandinseln.

In Leipzig wird die Oper “Die pfiffige Magd” des deutschen Komponisten Julius Weismann uraufgeführt.

In Berlin trifft die Besatzung der am 28. November 1938 nach Tokio gestarteten Focke Wulf Fw 200 “Condor” ein. Auf dem Rückflug war im Dezember eine Notwasserung in Manila auf den Philippinen notwendig geworden.

8.1.1939, Sonntag

In Znojmo werden die neuerworbenen südmährischen und südböhmischen Gebiete an die Ostmark-Reichsgaue Nieder- und Oberdonau übergeben.

Frankreichs Ministerpräsident Edouard Daladier beendet seine am 2. Januar begonnene Reise durch Korsika, Tunesien und Algerien. Gegenüber Ansprüchen Italiens betonte Daladier die Bindung dieser Gebiete an Frankreich.

Im Finale um den deutschen Fußballpokal schlägt vor 40 000 Zuschauern im Berliner Olympia-Stadion Rapid Wien den FSV Frankfurt 3:1 (0:1).

9.1.1939, Montag

Die von Albert Speer konzipierte Neue Reichskanzlei wird mit einer Feier im Berliner Sportpalast eingeweiht.

10.1.1939, Dienstag

Der linkssozialistische Publizist und Politiker Ernst Niekisch wird vom Berliner Volksgerichtshof wegen Gründung einer Widerstandsbewegung zu lebenslänglich Zuchthaus verurteilt.

In der Berliner Universität wird die nach dem fränkischen NS-Gauleiter benannte Julius-Streicher-Schule eröffnet. Lehrbeauftragter ist Peter Deeg, Autor des Buches “Die Hofjuden” (1938).

11.1.1939, Mittwoch

Das Sozialamt der Deutschen Arbeitsfront (DAF) ruft alle “schaffenden” Volksgenossen” dazu auf, sich mit ihrer ganzen Kraft an jedem Ort zur Verfügung zu stellen und nicht durch selbsteingelegte Feierschichten gegen den Gedanken der Volksgemeinschaft zu verstoßen.

In einer Note an die deutsche Reichsregierung verlangen die USA erneut die Beachtung der Rechte von jüdischen US-Bürgern im Deutschen Reich.

12.1.1939, Donnerstag

In der Neuen Reichskanzlei empfängt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler das in der Reichshauptstadt akkreditierte diplomatische Korps zum traditionellen Neujahrsempfang.

Der deutsche Gesandte in Den Haag protestiert bei der niederländischen Regierung gegen Revolveranschläge auf deutsche Diplomaten am 6. und 9. Januar in Amsterdam und Den Haag.

Der Großdeutsche Rundfunk strahlt eine 90minütige Sendung mit klassischer Musik und Reden von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels und Italiens Botschafter Bernardo Attolico aus.

US-Präsident Franklin Delano Roosevelt fordert zusätzliche Verteidigungsausgaben in Höhe von 525 Millionen US-Dallar (rund 1,3 Milliarden Reichsmark), die vor allem zur Stärkung der US-Luftwaffe verwandt werden sollen.

Der britische Außenminister Edward Frederick Lindley Wood Halifax erhält ein Ultimatum der Irisch-Republikanischen Armee (IRA), die mit Anschlägen droht, falls Großbritannien seine Truppen nicht innerhalb von vier Tagen aus Nordirland zurückzieht.

In Palästina tritt das von der britischen Verwaltung verhängte Fahrverbot für arabische Fahrzeughalter in Kraft.

13.1.1939, Freitag

Willy Bertuleit, stellvertretender Führer der Nationalsozialisten im Memelland, wird vom litauischen Generalgouverneur mit der Bildung des Memeldirektoriums beauftragt.

Auf dem Gebiet der Freien Stadt Danzig wird allen arischen Zahnärzten die Behandlung von jüdischen Patienten untersagt. Der einzig zugelassene jüdische Zahnarzt wohnt in Zoppot.

Mit einer Ansprache von Walter Frank, Präsident des Reichsinstituts für die Geschichte des neuen Deutschland, beginnt in der Universität Berlin die Vortragsreihe “Judentum und Judenfrage”.

In Berlin eröffnet Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten die erste Tagung des Nationalsozialistischen Reichsbundes für Leibesübungen.

14.1.1939, Samstag

Die “Nationalsozialistische Korrespondenz” veröffentlicht einen Erlass von Reichsführer SS Heinrich Himmler und Reichsjugendführer Baldur von Schirach über den Landdienst der Hitlerjugend (HJ) und der Heranziehung von Wehrbauern aus HJ- bzw. SS-Leuten.

In der Pressekonferenz beim Reichspropagandaministerium ergeht die Mitteilung an die Schriftleiter der deutschen Presse, wonach Adolf Hitler nicht mehr als “Führer und Reichskanzler”, sondern nur noch als “Führer” zu bezeichnen ist.

Großbritanniens Premierminister Arthur Neville Chamberlain und Außenminister Edward Frederick Lindley Wood Halifax beenden einen dreitägigen Besuch in Rom. Thema war u.a. die Abgrenzung der Kolonialinteressen in Nordafrika.

15.1.1939, Sonntag

In Detmold fordert Reichsleiter Alfred Rosenberg die westlichen Demokratien auf, den Juden ein Gebiet außerhalb Palästinas zuzuweisen, um dort “ein jüdisches Reservat einzurichten”.

Zur Hebung der Produktivität in der sowjetischen Landwirtschaft beschließt das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Sowjetunion u.a. die Einführung eines Prämiensystems.

16.1.1939, Montag

Das Deutsche Reich und die Türkei unterzeichnen ein Kreditabkommen über 150 Millionen Reichsmark.

In mehreren britischen Städten explodieren in Einrichtungen der Energiewirtschaft Bomben der illegalen Irisch-Republikanischen Armee (IRA).

110 Menschen wurden in Australien Opfer der wochenlangen Hitze.

17.1.1939, Dienstag

Die zweite allgemeine Volkszählung in der UdSSR ergibt eine Gesamtpopulation von 170,5 Millionen Menschen.

Vor dem Völkerbundrat in Genf betont der Vertreter der Republik China, Wellington Vi Kynin Koo, den Willen seiner Regierung, den Kampf gegen Japan fortzusetzen. Er fordert die Völkerbundstaaten zum Wirtschaftsboykott Japans auf.

In Brest läuft das 35 000-t-Schlachtschiff “Richelieu” vom Stapel.

18.1.1939, Mittwoch

Zum Abschluss seines dreitägigen Besuchs in Berlin lobt der ungarische Außenminister István Graf von Csáky das neue Deutsche Reich.

In Preßburg hält der Landtag der Slowakei seine erste Sitzung ab.

Aufgrund von positiven Tests sollen bei der Verkehrspolizei im Deutschen Reich Lautsprecherwagen bei der Verkehrsregelung eingesetzt werden.

19.1.1939, Donnerstag

Reichswirtschaftsminister Walther Funk wird anstelle von Hjalmar Schacht Präsident des Reichsbankdirektoriums.

In Bremen läuft der Schwere Kreuzer “Seydlitz” vom Stapel (10 000 t).

In Berlin-Dahlem wird eine deutsch-italienische Studienstiftung eröffnet.

Zur Förderung der “Geistigen Landesverteidigung” wird in Zürich die private Gesellschaft “Res publica” gegründet.

Das Hamburger Seeamt erklärt zur Ursache des Verlustes des Segelschulschiffs “Admiral Karpfanger” im März 1938 im Südatlantik der Untergang sei vermutlich eine Folge höherer Gewalt.

Ein Führer-Erlass erhebt das SA-Sportabzeichen zum SA-Wehrabzeichen.

20.1.1939, Freitag

Die Verordnung über die Beschäftigung Jugendlicher in bergbaulichen Betrieben gibt die Möglichkeit zur Ausweitung der Arbeitszeit für noch nicht 16-Jährige.

Der Schweizer Bundesrat beschließt den Visumzwang für alle Emigranten.

21.1.1939, Samstag

Der Außenminister der Tschechoslowakei, Franti Chvalkovsky, bietet der Reichsregierung weitgehende Einflussmöglichkeiten auf sein Land an. Dafür erwartet er eine Grenzgarantie.

In Tokio verlangt der japanische Regierungschef Kiichiro Freiherr Hirunama die Ausrottung des Kommunismus in China. In dem von Japan zu schaffenden neuen Ostasien behielten auch China und Mandschukuo ihr Eigenleben.

22.1.1939, Sonntag

Reichsjugendführer Baldur von Schirach spricht in Dresden auf der ersten Veranstaltung des BDM-Werkes (Bund Deutscher Mädel) “Glaube und Schönheit”.

Im “Völkischen Beobachter” erklärt Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, noch nie habe die deutsche Presse US-Präsident Franklin Delano Roosevelt beleidigt.

In der Schweiz wird mit 346 024 gegen 155 032 Volksstimmen (21 gegen 1 Standesstimme) ein Verfassungsartikel angenommen, wonach der Erlass dringlicher Bundesbeschlüsse eine Mehrheit in beiden Räten erfordert.

Mit 6:4, 7:5, 6:4 über Henner Henkel wird Roderich Menzel in Bremen internationaler deutscher Hallentennismeister.

23.1.1939, Montag

Der Regierungschef der Republik Spanien, Juan Negrín, verlässt mit der Regierung Barcelona.

Mit einer Radiorede von Premierminister Arthur Neville Chamberlain beginnt in Großbritannien die Werbung für den freiwilligen Hilfsdienst.

In Rom heiraten die Königstochter Prinzessin Maria von Savoyen und Prinz Ludwig von Bourbon-Parma.

Der 43fache österreichische Fußballnationalspieler Matthias Sindelar stirbt in Wien an einer Gasvergiftung.

24.1.1939, Dienstag

Auf Anweisung von Hermann Göring, dem Beauftragten für den Vierjahresplan, wird im Reichsministerium des Innern eine Reichszentrale für jüdische Auswanderung gegründet.

Das Deutsche Reich und Nationalspanien unterzeichnen in Burgos ein umfangreiches Kulturabkommen.

Das Deutsche Reich und Italien vereinbaren den Einsatz von 37 000 italienischen Landarbeitern im Deutschen Reich.

Reichsjugendführer Baldur von Schirach weiht in Potsdam 140 Bannfahnen der Hitlerjugend (HJ) aus dem ehemaligen Österreich und dem Sudetenland.

25.1.1939, Mittwoch

Im Berliner Sportpalast richten der fränkische NS-Gauleiter Julius Streicher und der italienische Staatsminister Roberto Farinacci heftige Angriffe gegen das Judentum und die angeblich judenfreundliche katholische Kirche.

In einem 14seitigen Zirkular des Auswärtigen Amtes an die deutschen diplomatischen Vertretungen über “Die Judenfrage als Faktor der Außenpolitik” heißt es u.a.: “Das letzte Ziel der deutschen Judenpolitik ist die Auswanderung aller im Reichsgebiet lebenden Juden.”.

Ein Erdbeben in Chile fordert über 10 000 Tote. Besonders betroffen sind die Städte Chillan und Concepción.

Durch k. o. in der 1. Runde über John H. Lewis im New Yorker Madison Square Garden bleibt der US-Amerikaner Joe Louis Schwergewichts-Boxweltmeister.

Frankreichs Außenminister Georges Bonnet unterstreicht vor der Kammer das gute Verhältnis zu Großbritannien. Das Parlament billigt mit 374 gegen 228 Stimmen die Außenpolitik der Regierung des Radikalsozialisten Edouard Daladier.

In einem Brief an den katholischen Bischof von Berlin, Konrad Graf von Preysing, kritisiert Reichskirchenminister Hanns Kerrl, dass sich die Kirche infolge der Verkennung von Weltanschauung und Religion in die Politik einmische.

Laut “Frankfurter Zeitung” sind von den 3750 jüdischen Einzelhandelsunternehmen, die es am 1. August 1938 in Berlin gab, 700 in deutsche Hände übergegangen. Die übrigen wurden geschlossen.

Mit Heinrich Gretler in der Titelrolle führt das Zürcher Schauspielhaus Friedrich von Schillers “Wilhelm Tell” auf. Am Schluss erheben sich die Besucher und singen die Schweizer Landeshymne “Rufst Du, mein Vaterland”.

27.1.1939, Freitag

Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop beendet seinen zweitägigen Staatsbesuch in Polen. Über den Anschluss Danzigs an das Deutsche Reich wurde keine Einigung erzielt.

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnet den verstärkten Ausbau der deutschen Kriegsmarine an.

Reichsbauernführer Richard Walther Darre eröffnet in Berlin die Landwirtschaftsschau “Grüne Woche”.

28.1.1939, Samstag

Am Staatlichen Opernhaus Berlin wird die Oper “Die Bürger von Calais” von Rudolf Wagner-Régeny (Text von Caspar Neher) uraufgeführt.

Höhepunkt des Berliner Presseballs ist das erste öffentliche Auftreten von Zarah Leander als Sängerin.

29.1.1939, Sonntag

Vor 45 000 Zuschauern schlägt in Brüssel die deutsche Fußballnationalmannschaft die Elf von Belgien 4:1 (2:1).

30.1.1939, Montag

Vor dem “Großdeutschen Reichstag” in der Berliner Krolloper würdigt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Leistungen des Jahres 1938 und droht für den Fall eines erneuten Krieges mit der “Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa”.

Der Reichstag billigt die Verlängerung des Ermächtigungsgesetzes (“Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich” vom 24. 3. 1933) bis zum 10. Mai 1943. Die Wahlperiode des Reichstags wird auf vier Jahre festgesetzt.