Was geschah im Januar 1941

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1.1.1941, Mittwoch

Das schweizerische Bürgerrecht wird dahingehend geändert, dass eine Aberkennung des Bürgerrechts künftig möglich ist.

In einem Aufruf zum Jahreswechsel kündigt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Vernichtung der “demokratischen Kriegsverbrecher” an.

In der Schweiz löst Ernst Wetter für das Jahr 1941 den bisherigen Bundespräsidenten Marcel Pilet-Golaz ab.

2.1.1941, Donnerstag

Bauern in der Ukraine erhalten erstmals Lohnzuschläge zu dem gebräuchlichen “Tagwerk” für besondere Leistungen im Getreideanbau und bei der Viehzucht, ab dem 19. Februar wird diese Regelung auch auf das Moskauer Gebiet ausgedehnt.

Starke Schneefälle und strenger Frost bringen den Verkehr insbesondere im Süden des Deutschen Reichs zum Erliegen; bis zum 5. Januar ist jede direkte Verkehrsverbindung von Bayern zum Norden unterbrochen.

3.1.1941, Freitag

111 deutsche Flugzeuge werfen 115 t Sprengbomben und 392 Brandschüttkästen über der britischen Stadt Cardiff ab.

Der Schweizer Bundesrat ordnet die Erhebung eines Auswanderer-Wehrbeitrages an; zahlungskräftige Emigranten sollen eine Sondersteuer zugunsten des Wehretats zahlen.

In Berlin wird der Film “Blutsbrüderschaft” uraufgeführt, in dem Anneliese Uhlig, Hans Söhnker, Rudolf Platte und Erich Ponto unter der Regie von Lothar Mayring die Hauptrollen spielen.

4.1.1941, Samstag

Die deutsche Luftwaffe greift mit 178 Flugzeugen die britische Stadt Bristol an.

In seinem Geburtsort Paris stirbt der am 18. Oktober 1859 geborene Philosoph Henri Bergson, der 1927 den Literaturnobelpreis erhielt.

5.1.1941, Sonntag

Britische Truppen erobern das bislang von italienischen Einheiten besetzte Bardia in Libyen, 40 000 italienische Soldaten geraten dabei in Gefangenschaft.

Bei nächtlichen Luftangriffen der deutschen Luftwaffe auf London wird das Gebäude der britischen Rundfunkgesellschaft British Broadcasting Corporation (BBC) von Bomben getroffen.

Die Zeitung “Münchner Neueste Nachrichten” berichtet, dass von den japanischen Behörden die Tanzlokale in Tokio geschlossen werden, da die europäische und US-amerikanische Form des Tanzes als unmoralisch betrachtet wird.

6.1.1941, Montag

Der US-amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt verkündet in seiner Botschaft an den Kongress der Vereinigten Staaten die “vier Freiheiten”, für die sich die USA einsetzen: Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Freiheit von Not und Freiheit von Furcht.

Die Deutsche Lufthansa AG feiert ihr 15-Jähriges Bestehen.

Erstmals werden deutsche Sturzkampfflugzeuge (Stukas) gegen britische Seestreitkräfte im Mittelmeer eingesetzt.

7.1.1941, Dienstag

In den Vereinigten Staaten wird eine Oberste Behörde zur Koordinierung der Produktion von Rüstungs- und Verteidigungsgütern eingesetzt. Die US-Regierung in Washington will die Interessen der Rüstungswirtschaft auf die Belange der gesamten Industrieproduktion abstimmen.

In München wird das Filmlustspiel “Was will Brigitte?” von Regisseur Paul Martin uraufgeführt, die Hauptdarsteller sind Leny Marenbach, Albert Matterstock und Fita Benkhoff.

8.1.1941, Mittwoch

Der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident der Regierung im unbesetzten Teil Frankreichs, Pierre Laval, stellt sich in Paris unter deutschen Schutz.

Robert Stephenson Smyth, Baron Baden-Powell, der Begründer der internationalen Pfadfinderbewegung, stirbt im Alter von 83 Jahren in Nyeri/Kenia.

9.1.1941, Donnerstag

Die deutsche Luftwaffe fliegt weiterhin schwere Angriffe auf britische Großstädte, 143 Bomber greifen Manchester und 67 London an.

Das britische Bombenflugzeug “Lancaster” wird erstmals eingesetzt; es wird zu einem wichtigen Bestandteil der britischen Luftwaffe Royal Air Force.

Im gesamten Deutschen Reich und den besetzten Gebieten kommt es zu Engpässen in der Kohleversorgung; so reichen z. B. in Litzmannstadt (Lódž) die Kohlevorräte der Industriebetriebe nur noch für zehn Tage. Staatliche Behörden können durch Umverteilungsmaßnahmen größere Produktionsausfälle vermeiden.

10.1.1941, Freitag

Im Bereich Düsseldorf werden von britischen Flugzeugen Flugblätter abgeworfen, in denen es u.a. heißt: “Die Naziherren Europas haben keinen Zweifel daran gelassen, dass sie nicht nur das ganze Leben und Denken in Deutschland beherrschen, sondern ganz Europa knechten wollen …”

Im US-amerikanischen Kongress in Washington wird die Vorlage des Pacht- und Leihgesetzes eingebracht, das eine Unterstützung aller Staaten ermöglichen soll, deren Verteidigung im Interesse der USA liegt.

In Moskau werden ein deutsch-sowjetischer Grenzvertrag und ein Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. Gleichzeitig vereinbaren Regierungsvertreter beider Staaten die Umsiedlung von volks- und reichsdeutschen Bevölkerungsgruppen aus den baltischen Sowjetrepubliken ins Deutsche Reich.

11.1.1941, Samstag

Reichserziehungsminister Bernhard Rust verfügt, dass der Schuljahresbeginn im Deutschen Reich an das Ende der Sommerferien zu legen ist; bislang gab es regional unterschiedliche Regelungen.

Die deutsche Luftwaffe fliegt schwere Luftangriffe auf die britische Hauptstadt London, bei denen 299 t Sprengbomben abgeworfen werden.

Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in Berlin, die größte Forschungsgesellschaft der Welt, feiert ihr 30-Jähriges Bestehen. Die Vereinigung hat es sich zur Aufgabe gemacht, “die Wissenschaften insbesondere durch Gründung und Erhaltung naturwissenschaftlicher Forschungsinstitute zu fördern” (1 der Satzung).

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnet in der Weisung Nr. 22 an, dass deutsche Truppen im Mittelmeerraum und in Nordafrika zur Unterstützung der italienischen Verbände eingesetzt werden.

12.1.1941, Sonntag

Britische Bomberstaffeln greifen in der Nacht Ziele in Süddeutschland an und dringen bis Garmisch-Partenkirchen vor.

Die britische Armee entsendet einen Truppenkonvoi von 40 000 Mann auf dem Seeweg nach Nordafrika.

Reichsluftfahrtminister Hermann Göring erhält anlässlich seines 48. Geburtstages vom italienischen Ministerpräsidenten und Duce, Benito Mussolini, den Sterzinger Altar zum Geschenk.

13.1.1941, Montag

In Zürich stirbt der aus Irland stammende Dichter James Joyce im Alter von 58 Jahren. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören “Ulysses” (1922) und “Finnegans Nachtwache” (1939).

Die Rheinmetall-Borsig AG, Berlin, wird in den Reichswerke Hermann Göring-Konzern eingegliedert.

Der Sicherheitsdienst der SS berichtet über große Lücken in der Versorgung der Bevölkerung mit Kohle.

Martin Bormann, Stabsleiter beim “Stellvertreter des Führers”, Rudolf Heß, gibt einen Geheim-Erlass an alle Gauleiter zum sog. Klostersturm heraus, vorhandene Klöster sollen demzufolge in nationalpolitische Erziehungsanstalten, Erholungsheime u. ä. umgewandelt werden.

Der bulgarische König Boris III. trifft mit dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler auf dessen Berghof bei Berchtesgaden zusammen.

14.1.1941, Dienstag

Der rumänische Ministerpräsident Ion Antonescu bietet Adolf Hitler während eines Besuches auf dem Berchtesgadener Berghof Unterstützung für den Fall einer militärischen Auseinandersetzung mit der Sowjetunion an.

Die mexikanische Regierung gibt bekannt, dass sie in Zukunft gegen Sympathisanten der Nationalsozialisten mit drastischen Strafen vorgehen werde. Sie reagiert auf wachsende Aktivitäten der NSDAP-Auslandsorganisation in Mittel- und Südamerika.

Die Dampfbootgesellschaft Zürichsee muss auf dem gesamten See wegen starker Vereisung die Schifffahrt einstellen.

15.1.1941, Mittwoch

Der deutsche Hilfskreuzer “Pinguin” kapert in der Antarktis drei norwegische Walkochereien und elf Fangboote mit zusammen 39 000 Bruttoregistertonnen.

Reicherziehungsminister Bernhard Rust erklärt anlässlich einer Rektorenkonferenz in Prag, dass es Aufgabe der Wissenschaft sei, “die Waffen des Sieges schmieden zu helfen”.

Das Ensemble der Frankfurter Bühnen führt in Barcelona den gesamten Opernzyklus “Der Ring des Nibelungen” von Richard Wagner auf.

In Wien wird eine Franz Grillparzer-Woche zum Gedächtnis an den 150. Todestag des Dichters eröffnet, bis zum 22. Januar werden u.a. die Stücke “Des Meeres und der Liebe Wellen” und “Libussa” aufgeführt.

Bei einem Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf die Mittelmeerinsel Malta wird der britische Flugzeugträger “Illustrious” getroffen und schwer beschädigt.

Das Reichspropagandaministerium bewilligt 1,5 Millionen Reichsmark (RM) zur Errichtung eines Deutschen Theaters in der norwegischen Hauptstadt Oslo.

17.1.1941, Freitag

In München wird das Filmlustspiel “Das himmelblaue Abendkleid” uraufgeführt; unter der Regie von Erich Engel spielen Albert Matterstock, Elfie Mayerhofer, Georg Alexander und Käthe Haack die Hauptrollen.

Der sowjetische Außenminister Wjatscheslaw M. Molotow erklärt, dass die Sowjetunion Bulgarien als Sicherheitszone betrachte; diese Erklärung ist eine Warnung an die deutsche Reichsregierung in Berlin, die Wehrmachtstruppen in Bulgarien stationieren will.

Der Film “The Philadelphia Story” (“Die Nacht vor der Hochzeit”) von George Cukor wird in den USA uraufgeführt; die Hauptrolle spielen Cary Grant, Katherine Hepburn und James Stewart.

18.1.1941, Samstag

In San Francisco kommt es zu Ausschreitungen vor dem deutschen Konsulat, in deren Verlauf die dort gehisste deutsche Fahne von Demonstranten entfernt und zerrissen wird.

Das Schauspiel “Veit Stoß” von Hermann Heinz Ortner wird in Nürnberg uraufgeführt.

19.1.1941, Sonntag

Der italienische Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini trifft zu einem zweitägigen Besuch auf dem Berchtesgadener Berghof ein, wo er mit Adolf Hitler über eine gemeinsame Kriegführung der Achsenmächte im Mittelmeerraum verhandelt.

Mit der Einnahme des seit dem 4. Juli 1940 von den Italienern besetzten Kassala durch britische Truppen beginnt eine Offensive zur Befreiung Äthiopiens (Abessinien) von italienischer Herrschaft.

20.1.1941, Montag

Die deutsche Reichsregierung vergibt umfangreiche Aufträge zum Bau neuer U-Boote an deutsche Werften.

In Bukarest unternimmt die faschistische Eiserne Garde einen Putschversuch; Ministerpräsident Ion Antonescu kann den Aufstand mit Hilfe von regierungstreuen Truppen innerhalb von drei Tagen niederschlagen.

Der am 5. November 1940 wiedergewählte US-Präsident Franklin Delano Roosevelt tritt in Washington seine dritte Amtsperiode an.

Die argentinische Fluggesellschaft Aeroposta Argentina nimmt die südlichste Fluglinie der Welt von Buenos Aires nach Rio Grande auf Feuerland mit einer Gesamtlänge von rund 2000 km in Betrieb.

In Krakau verkünden die Gesundheitsbehörden Maßnahmen gegen die sich ausbreitende Augenkrankheit Trachom. Die vor allem in den Tropen auftretende Erkrankung, deren Ursache u.a. mangelnde Hygiene ist, wurde durch Soldaten und Umsiedler in Europa eingeschleppt und verbreitet.

21.1.1941, Dienstag

In Berlin wird auf Anweisung von Adolf Hitler ein Kriegsgefangenen-Glaserbataillon aufgestellt, das sofort nach Luftangriffen Reparaturarbeiten durchzuführen hat.

Die Vereinigten Staaten heben das Handelsembargo gegen die Sowjetunion wieder auf, das nach dem sowjetischen Angriff auf Finnland am 30. November 1939 verhängt worden war.

Das britische Innenministerium verbietet das Erscheinen zweier kommunistischer Zeitungen, die sich “gegen die Fortführung des Krieges bis zum Sieg” gewendet haben.

22.1.1941, Mittwoch

Britische Truppen erobern das nordafrikanische Tobruk und nehmen rund 25 000 italienische Soldaten gefangen.

Die deutsche Hallenhandballnationalmannschaft schlägt in Göteborg die schwedische Auswahl 15:14.

Generalfeldmarschall Wilhelm List konferiert mit einer bulgarischen Offiziersdelegation in Predeal über Vorbereitungen zur Stationierung deutscher Truppen in Bulgarien.

23.1.1941, Donnerstag

In Bern findet ein Treffen der kantonalen Landwirtschaftsdirektoren statt, die über Maßnahmen zur Lebensmittelversorgung und die sog. Anbauschlacht beraten.

Aus Anlass des Geburtstages der luxemburgischen Großherzogin Charlotte kommt es zu anti-deutschen Aktionen der Bevölkerung des besetzten Staates.

Im New Yorker Alvin Theatre findet die Uraufführung des Musicals “Lady in the Dark” (“Das verlorene Lied”) von Kurt Weill statt.

24.1.1941, Freitag

Der ehemalige Kaiser von Abessinien (Äthiopien) Haile Selassie I., der 1936 von einer italienischen Invasionsarmee vertrieben wurde, kehrt mit britischer Hilfe in seine Heimat zurück.

In Berlin wird der Film “Das Mädchen von Fanö” von Hans Schweikart mit Brigitte Horney, Joachim Gottschalk, Gustav Knuth und Paul Wegener in Hauptrollen uraufgeführt.

Der neue britische Botschafter in den USA, Lord Edward Frederick Lindley Wood Halifax, wird von US-Präsident Franklin Delano Roosevelt auf der Yacht “Potomac” vor Annapolis bei seiner Ankunft empfangen.

25.1.1941, Samstag

Die Deutschen Kriegsmeisterschaften im Eiskunstlauf der Paare, bei denen Maxi und Ernst Baier überlegen gewinnen, finden in München statt, am gleichen Wochenende werden in Spindelmühle die Deutschen Kriegsmeisterschaften in den nordischen Disziplinen ausgetragen.

In Sofia wird die Ausstellung “Neue Deutsche Baukunst” eröffnet, die von Albert Speer, dem Generalbauinspektor der Reichshauptstadt Berlin, veranstaltet wird.

In den Niederlanden wird von den nationalsozialistischen Behörden die Allgemeine Freimaurerloge verboten, die sich bis zur deutschen Besetzung um Flüchtlinge aus dem Deutschen Reich gekümmert hat.

26.1.1941, Sonntag

Britische Truppen beginnen in Afrika mit einer Offensive im italienisch besetzten Somaliland.

Der ehemalige spanische König Alfons XIII. verzichtet in einem Schreiben an den spanischen Staatspräsidenten Francisco Franco Bahamonde endgültig auf den spanischen Thron zugunsten seines Sohnes Don Juan.

27.1.1941, Montag

Der Gau Schlesien wird wegen seiner Größe durch eine Verfügung des Führers und Reichskanzlers in die Gaue Nieder- und Oberschlesien geteilt.

In Montevideo (Uruguay) wird die La-Plata-Konferenz eröffnet, auf der über eine wirtschaftliche Zusammenarbeit der südamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien, Uruguay, Paraguay und Bolivien verhandelt wird; die Konferenz geht am 6. Februar zu Ende.

28.1.1941, Dienstag

Vor Werftarbeitern in Bremen kündigt Erich Raeder, der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, an, dass die deutsche Flotte so ausgebaut werden soll, “wie es einer Weltmacht würdig ist”.

Das Institut für Konjunkturforschung legt eine Studie vor, derzufolge in der deutschen Landwirtschaft Investitionen in Höhe von rund 40 Milliarden Reichsmark (RM) unbedingt notwendig sind.

Die britische Heeresleitung schafft den bisher bei der Armee verwendeten Tellerhelm zugunsten eines Helmes mit verlängertem Stirn- und Nackenschutz ab.

29.1.1941, Mittwoch

Nach dem Tod des Reichsjustizministers Franz Gürtner wird dessen bisheriger Staatssekretär, Franz Schlegelberger, mit der Führung der Geschäfte des Justizministers beauftragt.

In Washington beginnen geheime Generalstabsbesprechungen zwischen Vertretern der britischen und der US-amerikanischen Armeeführung, bei denen über eine gemeinsame Kriegführung im Falle eines Kriegseintritts der Vereinigten Staaten beraten wird.

Nach dem Tod des griechischen Ministerpräsidenten Ioannis Metaxas wird Alexandros Koryzis dessen Nachfolger.

Adolf Hitler empfängt in der Berliner Reichskanzlei eine ungarische Regierungsdelegation; seit Herbst 1940 bemühen sich die nationalsozialistischen Machthaber um eine Verbesserung der Beziehungen zu den Balkanstaaten.

30.1.1941, Donnerstag

Zum achten Jahrestag der Machtübernahme sagt Adolf Hitler bei einer Festveranstaltung im Berliner Sportpalast, dass der Nationalsozialismus “die kommenden Jahrtausende der deutschen Geschichte bestimmen” wird.

Neben führenden Politikern des Nationalsozialismus werden auch deutsche Wirtschaftsführer mit dem Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet; unter ihnen sind Friedrich Flick, Albert Vögler und Ernst Poensgen.

Der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, verpflichtet in einem Festakt in der norwegischen Hauptstadt Oslo die aus Freiwilligen der nordeuropäischen Staaten gebildete SS-Standarte Nordland.

Reichspropagandaminister Joseph Goebbels erlässt eine Anordnung, in der Dialektbühnen, sog. Bauernbühnen, als wenig wünschenswert bezeichnet werden, da sie “einen Volksstamm gegen den anderen” ausspielen.

31.1.1941, Freitag

Das Oberkommando des Heeres hat die Vorbereitungen für den Angriff auf die Sowjetunion, das “Unternehmen Barbarossa”, abgeschlossen.

Die kriegerischen Aktivitäten im Luft- und Seekrieg zwischen Großbritannien und dem Deutschen Reich haben im Verlauf des Monats stark nachgelassen; deutsche U-Boote versenkten im Atlantik 17 Handelsschiffe mit insgesamt 98 702 Bruttoregistertonnen.

Die britische Tageszeitung “Daily Telegraph” berichtet über Frauen-Hilfsdiensteinheiten in der britischen Armee, die u.a. im Informations-, Sanitäts- und Transportwesen tätig sind.

Im Deutschen Reich werden 1 201 550 Kriegsgefangene in der Wirtschaft eingesetzt, von denen 631 851 in landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten müssen.

In Berlin findet die Uraufführung des Dokumentarfilms “Bali – Kleinod der Südsee” statt; zu dem Filmbericht einer Expedition unter der Leitung von Victor Baron von Plessen schrieb Richard Strauss die Musik.

Der US-amerikanische Schwergewichtsweltmeister im Boxen, Joe Louis, verteidigt seinen Titel in New York durch einen K. o.-Sieg in der 5. Runde gegen Herausforderer Red Burman.

Reichserziehungsminister Bernhard Rust und Reichsjugendführer Artur Axmann stellen Richtlinien für die Inanspruchnahme Jugendlicher durch Schule und HJ auf; dadurch hat der Nachmittag von Unterricht frei zu sein, um gänzlich für Veranstaltungen der Hitlerjugend zur Verfügung zu stehen.