Was geschah im Januar 1942

  • < 1941
  • 1.1942
  • 1943 >

1.1.1942, Donnerstag

Der britische Premierminister Winston Churchill appelliert vor dem kanadischen Parlament in Ottawa an den Zusammenhalt der Alliierten zur Niederringung der nationalsozialistischen Herrschaft über Europa.

Vertreter von 26 Staaten unterzeichnen in der US-Hauptstadt Washington den Pakt der “Vereinten Nationen”, in welchem sie sich zu den Prinzipien der Atlantikcharta vom 14. August 1941 bekennen und sich verpflichten, keinen Separatfrieden mit dem Deutschen Reich Italien oder Japan zu schließen.

Der Staatschef des unbesetzten Frankreich, Marschall Philippe Pétain, appelliert in seinem Neujahrsaufruf an das Nationalgefühl der Franzosen und beschwört die Einheit des französischen Volkes.

Venezuela bricht die diplomatischen Beziehungen zum Deutschen Reich, zu Italien und Japan ab.

In einem Fußball-Länderspiel unterliegt die Schweiz in Lissabon der portugiesischen Nationalmannschaft 0:3.

Der Bau der deutschen Reichsautobahn wird eingestellt. Seit 1933 sind 3860 km fertiggestellt worden.

Durch die Einführung einer Kleiderkarte werden in Schweden mit sofortiger Wirkung sämtliche Textilien rationiert.

In der US-amerikanischen Stadt New York wird eine umfassende Ausstellung mit Werken des niederländischen Malers Piet Mondrian eröffnet.

In einem Aufruf an die deutsche Bevölkerung zum Jahreswechsel betont Führer und Reichskanzler Adolf Hitler seine Bereitschaft zum Frieden und bezeichnet den US-amerikanischen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt als “Kriegshetzer”.

2.1.1942, Freitag

Im Mittelabschnitt der Ostfront durchbricht die sowjetische 39. Armee die Stellungen der deutschen 9. Armee nordwestlich von Rschew und stößt in Richtung Wjasma vor.

Die in der libyschen Stadt Bardijja seit mehreren Wochen eingeschlossenen deutschen und italienischen Truppen kapitulieren vor den Briten.

Teile der japanischen 48. Division besetzen Manila, die Hauptstadt der Philippinen. Die japanische Luftwaffe beginnt am gleichen Tag mit der Bombardierung der britischen Kronkolonie Singapur an der Südspitze von Malakka.

3.1.1942, Samstag

Auf Anweisung des Leiters der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel im Deutschen Reich müssen (in Ergänzung der Bestimmungen über Schaufenstergestaltung) Waren, die nicht mehr auf Lager sind, spätestens einen Monat später aus den Schaufenstern entfernt werden, um den Kunden keine nicht vorhandene Warenfülle vorzutäuschen.

In der Royal Albert Hall in London rufen der anglikanische Erzbischof von Canterbury und Kardinal Hinsley, das Oberhaupt der britischen Katholiken, die Gläubigen zum Widerstand gegen jegliche Art von Unterdrückung auf und erklären sich mit dem Kampf des sowjetischen Volkes solidarisch.

Um der deutschen Wehrmacht in großem Umfang Skier und Sportgerät zur Verfügung stellen zu können, sagt Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten alle für diesen Winter angesetzten skisportlichen Veranstaltungen einschließlich der in Garmisch-Partenkirchen geplanten Ski-Weltmeisterschaften ab.

4.1.1942, Sonntag

In einer gemeinsamen Erklärung geben der US-amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill in Washington die Ernennung des britischen Generals Archibald Percival Wavell zum Oberkommandierenden der alliierten Streitkräfte im Südwestpazifik bekannt.

Durch einen Erlass der US-amerikanischen Regierung wird in den Vereinigten Staaten die Automobilproduktion um 76% gesenkt; der Verkauf von Privatwagen wird verboten; die gesamte Autoindustrie soll auf die Erfordernisse der Rüstung umgestellt werden.

In einer Presseerklärung nach seiner Rückkehr aus der sowjetischen Hauptstadt Moskau nimmt der britische Außenminister Robert Anthony Eden zum Verhältnis Großbritanniens zur UdSSR und zur Notwendigkeit gemeinsamer Kriegsanstrengungen Stellung.

Einer Meldung der “Neuen Zürcher Zeitung” zufolge wird die Türkei gegenwärtig von der schlimmsten Kältewelle seit 25 Jahren heimgesucht.

5.1.1942, Montag

In der Nacht zum 6. Januar werfen 140 von 154 gestarteten britischen Flugzeugen 205 t Bomben auf die französische Hafenstadt Brest.

Im Rahmen einer vom sowjetischen Staatschef Josef W. Stalin befohlenen Offensive an der gesamten Ostfront landen sowjetische Truppen bei Jewpatorija an der Westküste der Krim.

Als neue kommunistische Partei wird unter sowjetischer Federführung auf Initiative des Warschauer Parteisekretärs Wladyslaw Gomulka die Polska Partia Robotnicza (Polnische Arbeiterpartei) gegründet, die kurz darauf mit der Aufstellung der Gwardia Ludowa (Volksgarde) beginnt.

6.1.1942, Dienstag

Der US-amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt verkündet als Kriegsziel der USA die Vernichtung des Nationalsozialismus und fordert in diesem Zusammenhang die Produktion von 60 000 Flugzeugen, 45 000 Panzern, 20 000 Flugabwehrgeschützen und 6 Millionen Tonnen neuen Handelsschiffsraums.

In den von deutschen Truppen besetzten Gebieten auf dem Balkan und an der Ostfront werden deutsche Polizeigerichte zur Aburteilung von Partisanen gebildet.

Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop reist zur Erörterung militärischer und wirtschaftlicher Fragen für vier Tage in die ungarische Hauptstadt Budapest.

7.1.1942, Mittwoch

In Frankreich wird die Höchstgeschwindigkeit für Automobile auf Landstraßen auf 80 km/h und in Ortschaften auf 40 km/h begrenzt.

8.1.1942, Donnerstag

Generaloberst Erich Hoepner, Oberbefehlshaber der 4. Panzerarmee, wird vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wegen eigenmächtiger Zurücknahme seiner Verbände in Mittelrussland aus der deutschen Wehrmacht ausgestoßen.

In einem Telegramm aus Washington unterrichtet der britische Premierminister Winston Churchill Außenminister Robert Anthony Eden davon, dass nach einem alliierten Sieg über den Nationalsozialismus für die Neuordnung Europas die Grundsätze der Atlantikcharta vom 14. August 1941 Gültigkeit hätten. Damit weist Churchill die territorialen Forderungen des sowjetischen Staatschefs Josef W. Stalin zurück.

Bei “Säuberungsaktionen” deutscher Truppen im eroberten Jewpatorija auf der Krim werden 1200 Zivilisten, die sich am Häuserkampf gegen die deutschen Einheiten beteiligt hatten, standrechtlich erschossen.

In Gegenwart von Reichswirtschaftsminister Walther Funk findet in Bochum das Staatsbegräbnis für den am 4. Januar verstorbenen Walter Adolf Borbet, Wehrwirtschaftsführer und Generaldirektor des Stahlkonzerns Bochumer Verein, statt.

In dem in Danzig uraufgeführten Film “Der Strom”, einem norddeutschen Liebesdrama, spielen unter der Regie von Günther Rittau, Lotte Koch und Hans Söhnker die Hauptrollen. Der Film erhält die Auszeichnung “staatspolitisch und künstlerisch wertvoll, volkstümlich wertvoll”.

9.1.1942, Freitag

Sowjetische Einheiten treten aus dem Raum Ostaschkow zu einer Offensive gegen die Nahtstelle zwischen den beiden deutschen Heeresgruppen Mitte und Nord an, durchschneiden die Verbindung der beiden Heeresgruppen und dringen bis in den Raum östlich von Smolensk vor.

Im Prozess gegen die Teilnehmer an einer nationalen Erhebung unter Führung von Raschid Al Gailani werden in der irakischen Hauptstadt Bagdad zahlreiche Minister und Militärs zum Tode bzw. zu langen Haftstrafen verurteilt.

Der französische Passagierdampfer “Lamoricière” gerät in der Nähe der Baleareninsel Menorca in einen schweren Sturm und sinkt.

Der US-amerikanische Boxer Joe Louis verteidigt in New York seinen Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Buddy Baer durch einen K. o.-Sieg in der ersten Runde.

10.1.1942, Samstag

Flugzeuge der Royal Air Force werfen über zwei Millionen US-amerikanische Flugblätter über dem besetzten Frankreich ab, davon etwa die Hälfte über dem Großraum Paris.

Durch die neugegründete Ufa-Film GmbH werden alle Unternehmen der deutschen Filmwirtschaft unter einer Dachgesellschaft zusammengefasst.

Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler lässt den Schwerpunkt der deutschen Rüstung erneut auf das Heer verlegen, nachdem er am 14. Juli 1941 angeordnet hatte, die Rüstungsschwerpunkte auf Luftwaffe und Marine zu setzen.

In der Nacht zum Sonntag bombardieren 91 britische Flugzeuge Wilhelmshaven, 63 weitere Maschinen greifen Emden an. Im Gegenzug fliegt die deutsche Luftwaffe Angriffe auf Liverpool und Merseyside.

11.1.1942, Sonntag

Mit der Operation “Paukenschlag” beginnt im Atlantik eine neue deutsche U-Boot-Offensive. Erstmals operieren deutsche U-Boote vor der US-amerikanischen Küste.

Japanische Truppen erobern Kuala Lumpur, die Hauptstadt von Britisch-Malaya (Malaysia), und landen auf der Insel Borneo, der Ölinsel Tarakan sowie bei Manado an der Nordostspitze der Insel Celebes.

In der Schweiz wird das vorläufige Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dezember 1941 bekanntgegeben: Die Schweiz hat 4,25 Millionen Einwohner, die Bevölkerungszahl hat sich seit 1930 um 0,184 Millionen oder 4% vermehrt.

In einem Handelsabkommen vereinbaren Argentinien und Peru Zollermäßigungen und Importerleichterungen für argentinischen Weizen, Mais und für Fleisch. Im Gegenzug verpflichtet sich die argentinische Regierung zum Bezug von Erdöl und Baumwolle aus Peru.

In einem Eishockey-Länderspiel schlägt die Schweiz die deutsche Auswahl im Münchner Prinzregentenstadion 4:1.

12.1.1942, Montag

Auf Anweisung der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbungsgewerbe wird in deutschen Restaurants ein sog. Feldküchenessen angeboten.

Im Zuge eines Streites um die Verwendung der Erbschaftssteuer des bolivianischen Zinnmillionärs Patiajo wird über ganz Bolivien der Ausnahmezustand verhängt: Während das Parlament die Gelder zur Finanzierung öffentlicher Arbeiten in den Minendistrikten Potosi und Osuro verwenden möchte, favorisiert die Regierung in La Paz den Bau einer Eisenbahnlinie nach Cochabamba.

In der Londoner Zeitung “Sunday Times” wendet sich der Präsident des griechischen Roten Kreuzes mit der Bitte um Entsendung von Lebensmitteln in das von einer Hungerkatastrophe heimgesuchte Griechenland an die britische Öffentlichkeit.

Die deutsch-italienische Panzergruppe Afrika räumt die Cyrenaika in Libyen. Die Verluste belaufen sich auf 33 000 Soldaten und 300 Panzer. Die Briten verlieren 17 000 Mann und 280 Panzer.

In einer Thronrede zur Eröffnung der diesjährigen Sitzungsperiode des Reichstages betont der schwedische König Gustav V. im Stockholmer Schloss die Wahrung der schwedischen Neutralität als außenpolitische Leitlinie.

13.1.1942, Dienstag

Am Opernhaus in Frankfurt am Main wird das szenische Oratorium “Columbus” des deutschen Komponisten Werner Egk uraufgeführt.

Im Londoner St.-James-Palast findet die dritte Interalliierte Konferenz zwischen den Verbündeten Großbritanniens, die zum Teil nur noch durch ihre Exilregierungen vertreten sind, statt.

14.1.1942, Mittwoch

Im Abschlusskommuniqué der am 22. Dezember 1941 begonnenen Arcadia-Konferenz bestätigen der US-amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill die am 27. März des Vorjahres beschlossene “Germany-First”-Strategie, d. h. die Konzentration auf die Niederwerfung des nationalsozialistischen Deutschen Reiches.

In Ergänzung zu den Besprechungen mit dem britischen Premierminister Winston Churchill formuliert der US-amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt in einer Kongressbotschaft neun Grundsätze für die Freiheit des Menschen, die u.a. das Recht auf Arbeit und die Freiheit von Furcht beinhalten.

In der Reichshauptstadt Berlin wird das Ergebnis der diesjährigen Sammlung von Wintersachen für die Soldaten an der Ostfront bekanntgegeben.

15.1.1942, Donnerstag

An der Ostfront kommt es zu einer Führungskrise. Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord, Generalfeldmarschall Wilhelm Ritter von Leeb, reicht seinen Abschied ein.

Die jugoslawische und die griechische Exilregierung beschließen in London für die Nachkriegszeit die Bildung einer Balkan-Union.

In Südostbosnien beginnen deutsche und kroatische Truppen mit einer großangelegten Offensive gegen die jugoslawische Partisanenbewegung.

16.1.1942, Freitag

Das Reichswirtschaftsministerium verbietet bis auf weiteres im gesamten Deutschen Reich Winter- und Sommerschlussverkäufe.

Der im Dezember 1941 zurückgetretene Mohandas Karamchand (Mahatma) Gandhi ernennt Jawaharlal (Pandit) Nehru zu seinem Nachfolger in der Führung des Allindischen Kongresses.

Einheiten der japanischen Armee marschieren mit thailändischer Unterstützung in Birma ein.

17.1.1942, Samstag

Die an der libysch-ägyptischen Grenze im Raum Sollum-Halfaja eingeschlossenen deutsch-italienischen Truppen kapitulieren nach der Eroberung des Halfajapasses durch die Briten.

18.1.1942, Sonntag

In einer in Berlin von Regierungsvertretern unterzeichneten deutsch-italienisch-japanischen Militärkonvention werden die gegenseitigen weltweiten Operationsgebiete abgesteckt.

Bei einem Fußball-Länderspiel besiegt die deutsche Nationalmannschaft Kroatien in Agram (Zagreb) 2:0.

19.1.1942, Montag

Infolge anhaltenden Elektrizitätsmangels werden in Paris weitere 25 Stationen der Untergrundbahn geschlossen. Die Zahl der stillgelegten Bahnhöfe beläuft sich jetzt auf 49.

Die US-amerikanische Filmschauspielerin Carole Lombard kommt bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

20.1.1942, Dienstag

Auf der sog. Wannsee-Konferenz in Berlin beraten die Staatssekretäre der wichtigsten deutschen Ministerien unter dem Vorsitz des Chefs des Reichssicherheitshauptamtes der SS und stellvertretenden Reichsprotektors von Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich, über die “Endlösung der Judenfrage”.

Unter dem Verdacht staatsfeindlicher Tätigkeit lässt die südafrikanische Regierung im ganzen Land ca. 400 Polizisten und Militärs verhaften.

21.1.1942, Mittwoch

In der Jahrhunderthalle in Breslau werden vor 5000 Zuschauern die Kriegs-Europameisterschaften der Amateurboxer ausgetragen.

Eine Schlagwetterexplosion in der Grube La Chame in der Nähe der französischen Stadt Saint Etienne fordert 33 Tote.

Die Panzergruppe Afrika unter Generalleutnant Erwin Rommel startet in Libyen eine Gegenoffensive zur Rückgewinnung der Cyrenaika.

22.1.1942, Donnerstag

Die polnische Exilregierung unter Ministerpräsident Wladyslaw Eugeniusz Sikorski bildet in der britischen Hauptstadt London ein “Kabinett der nationalen Einheit” aus Mitgliedern der Nationaldemokratischen Partei, der Sozialisten und der Unabhängigen.

Das britische Unterhaus und die Presse sprechen sich gegen eine Anregung von Premierminister Winston Churchill aus, seine Reden nach dem Vorbild des US-amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt auf Schallplatten pressen zu lassen.

23.1.1942, Freitag

In London vereinbaren Vertreter der polnischen und tschechoslowakischen Exilregierung für die Nachkriegszeit einen Staatenbund beider Länder.

24.1.1942, Samstag

Durch den Sieg in einer Seeschlacht in der Makassarstraße zwischen Borneo und Celebes sichert sich Japan den Zugang nach Niederländisch-Indien.

Nach Berechnungen der Feldpostabteilung wurden im November und Dezember 1941 135 Millionen Weihnachtspäckchen an die Front verschickt. Damit wurde der Rekord des Vorjahres eingestellt.

25.1.1942, Sonntag

Der US-amerikanische Untersuchungsbericht über die Ereignisse beim japanischen Überfall auf den Flottenstützpunkt Pearl Harbor (Hawaii) am 7. Dezember 1941 wird veröffentlicht.

Ein von der schweizerischen Sozialdemokratischen Partei eingebrachtes Volksbegehren für eine Vermehrung der Bundesratssitze und die Volkswahl des Bundespräsidenten wird mit 519 000:250 000 Stimmen abgelehnt.

26.1.1942, Montag

Das Parlament des britisch und sowjetisch besetzten Iran in Teheran ratifiziert mit 80:5 Stimmen einen britisch-iranisch-sowjetischen Bündnisvertrag.

Im Mittler-Verlag erscheint “Gärten und Straßen”, Auszüge aus den Tagebüchern des Schriftstellers Ernst Jünger aus den Jahren 1939 und 1940.

In den deutschen Kinos startet der Film “Geheimakte W. B. 1” über das Schicksal des U-Boot-Erfinders Wilhelm Bauer.

Nach einem japanischen Luftangriff auf Port Darwin sagt die australische Regierung erstmals in der Geschichte des Landes die Staatsgründungsfeier ab, um Maßnahmen zur Verteidigung einleiten zu können.

In Nordirland treffen die ersten US-amerikanischen Truppenverbände für den Einsatz in Europa ein.

27.1.1942, Dienstag

Etwa 1000 Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg werden von Dortmund aus nach Riga in Lettland deportiert.

Peru, Ecuador, Paraguay und Uruguay brechen die diplomatischen Beziehungen zum Deutschen Reich, zu Italien und Japan ab; Bolivien beendet lediglich die Beziehungen zum Deutschen Reich, am 28. Januar 1942 folgt Brasilien.

28.1.1942, Mittwoch

Die Außenstelle Essen der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) berichtet über gescheiterte Versuche verschiedener kommunistischer Gruppen, im rheinisch-westfälischen Industriegebiet eine illegale Organisation aufzubauen.

In den US-amerikanischen Kinos startet der von Vincent Sherman mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle inszenierte Spielfilm “All through the Night”, eine Spionagegeschichte mit propagandistischen Untertönen.

29.1.1942, Donnerstag

Einheiten der deutsch-italienischen Panzergruppe Afrika unter dem Oberbefehl von Generalleutnant Erwin Rommel erobern die nordafrikanische Stadt Bengasi.

In Madrid wird eine von der Kulturabteilung des spanischen Außenministeriums und der Musikabteilung des Erziehungsministeriums organisierte deutsch-spanische Musikwoche eröffnet.

30.1.1942, Freitag

Zum Jahrestag der nationalsozialistischen Machtübernahme spricht Adolf Hitler im Berliner Sportpalast; er prophezeit die Vernichtung des Judentums bis zum Kriegsende.

31.1.1942, Samstag

In einem abessinisch-britischen Vertrag erkennt Großbritannien die Unabhängigkeit Abessiniens (Äthiopien) an.