Was geschah im Januar 1957

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1.1.1957, Dienstag

Die ägyptische Regierung erklärt den britisch-ägyptischen Vertrag von 1954 für nichtig.

Das Saarland wird als zehntes Land in die Bundesrepublik Deutschland eingegliedert.

In der DDR tritt eine neue Straßenverkehrsordnung in Kraft, mit der u.a. die Höchstgeschwindigkeiten in geschlossenen Ortschaften von bisher 40 auf 50 km/h und auf Schnellstraßen auf 60 km/h heraufgesetzt werden. Außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen Pkw und Motorräder 90, Lkw 60 km/h fahren, auf Autobahnen gilt Tempo 100 für Pkw und Motorräder, Tempo 80 für Lkw.

In Österreich beginnt der regelmäßige Fernsehbetrieb.

Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung werden in der Bundesrepublik von 3% auf 2% gesenkt.

In der Bundesrepublik und in Berlin (West) gibt es 13,8 Millionen Hörfunkteilnehmer, über ein Autoradio verfügen 230 000 Bundesbürger. Die Zahl der Fernsehteilnehmer liegt bei 682 000.

2.1.1957, Mittwoch

In einem Antwortschreiben an den sowjetischen Ministerpräsidenten Nikolai A. Bulganin lehnt US-Präsident Dwight D. Eisenhower dessen Vorschlag einer Fünfmächtekonferenz ab, teilt jedoch mit, dass die Vereinigten Staaten ihre Bemühungen um eine kontrollierte Abrüstung im Rahmen der Vereinten Nationen fortsetzen werden.

Der 25-Jährige weiße US-Amerikaner Gene Fullmer wird durch einen einstimmigen Punktsieg in einem 15-Runden-Kampf gegen seinen farbigen Landsmann “Sugar” Ray Robinson (36) Profi-Weltmeister im Mittelgewichtsboxen.

3.1.1957, Donnerstag

Bei seiner Musterung in Memphis/Tennessee wird der US-amerikanische Rock’n’Roll-Sänger Elvis Presley für tauglich befunden.

4.1.1957, Freitag

Als Vorstufe zur Wiedervereinigung Deutschlands schlägt SED-Chef Walter Ulbricht die Bildung einer Konföderation aus beiden deutschen Staaten vor.

Die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen fordert die Einführung der 40-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich für die Beschäftigten des Groß- und Außenhandels.

5.1.1957, Samstag

US-Präsident Dwight D. Eisenhower verkündet vor dem amerikanischen Kongress die nach ihm benannte Eisenhower-Doktrin, die den Staaten im Nahen Osten militärische Hilfe der USA gegen den Kommunismus zusichert.

6.1.1957, Sonntag

In Bischofshofen endet die internationale Vier-Schanzen-Tournee. In der Gesamtwertung der Springen in Oberstdorf, Innsbruck, Garmisch-Partenkirchen und Bischofshofen belegt der Finne Pentti Uotinnen vor seinem Landsmann Eino Kirjonen und Max Bolkart aus der Bundesrepublik den ersten Platz.

An der Eishockey-Weltmeisterschaft in Moskau vom 24. Februar bis 5. März wird das Team der Bundesrepublik nicht teilnehmen. Die Entscheidung wird damit begründet, dass die Nationalmannschaft in ihrer derzeitigen Verfassung einem derart harten Turnier nicht gewachsen sei.

7.1.1957, Montag

In einer Urabstimmung lehnen die seit elf Wochen streikenden Metallarbeiter in Schleswig-Holstein mit über 97% den Vermittlungsvorschlag der Schlichtungsstelle vom 31. Dezember 1956 ab. Ihre Grundforderungen – volle Lohnfortzahlung und Wegfall der Karenzzeit von drei Tagen bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit sowie ein angemessenes Urlaubsgeld für Metallarbeiter – werden durch den vorliegenden Schiedsspruch nicht erfüllt.

In Moskau beendet die Regierungsdelegation der DDR unter Führung von Ministerpräsident Otto Grotewohl ihre viertägigen Verhandlungen mit der sowjetischen Regierung. Vereinbart wurden ein Truppenstationierungsabkommen, das den Status der Sowjet-Truppen in der DDR regelt, ein Handelsvertrag, der Berlin (Ost) Käufe im Westen erleichtern soll, sowie die völlige Lufthoheit der DDR.

Nach Angaben von Bundesfinanzminister Fritz Schäffer (CSU) liegen im Bundesgebiet noch die Trümmer von 20 387 zerstörten Festungsanlagen, deren Beseitigung je Bunker etwa 25 000 bis 30 000 DM kosten würde.

8.1.1957, Dienstag

Das Institut für tropische und subtropische Landwirtschaft in Witzenhausen nimmt seinen Lehrbetrieb auf.

Nach den Plänen des Bundespostministeriums soll die Umstellung des handvermittelten Ortsfernsprechdienstes auf Wählbetrieb bis 1960 abgeschlossen sein.

Bundestagsvizepräsident Max Becker wird zum Vorsitzenden der FDP-Fraktion gewählt.

Den Bau von 500 000 Wohnungen kündigt Bundeswohnungsbauminister Viktor Emanuel Preusker (CDU) für 1957 an. In der Bundesrepublik gibt es 13,8 Millionen Wohnungen, 3,6 Millionen davon wurden in den letzten sieben Jahren gebaut. Der geschätzte Bedarf liegt bei rund 16 Millionen Wohnungen.

Das Bundesverteidigungsministerium und das westliche Militärbündnis NATO vereinbaren den Bau weiterer 29 Staffelflugplätze in der Bundesrepublik über die bereits bestehenden 19 hinaus.

Gleichzeitig mit der Ankündigung weitreichender agrarpolitischer Reformen ernennt der polnische Staatsrat Edward Ochab zum neuen Landwirtschaftsminister. Die geplanten Reformen sehen eine Senkung des Ablieferungssolls um ein Drittel sowie die Wiedereinführung der freien Verfügung über Landbesitz bis zu 50 ha vor.

9.1.1957, Mittwoch

Der britische Premierminister Anthony Eden tritt aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück.

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) weist darauf hin, dass für Autoreisen von und nach dem Saarland Grenzdokumente erforderlich sind.

10.1.1957, Donnerstag

Nach dem Rücktritt des erkrankten Anthony Eden wird Harold Macmillan neuer Premierminister Großbritanniens.

In seiner alljährlichen Botschaft zur Lage der Nation warnt US-Präsident Dwight D. Eisenhower eindringlich vor der Gefahr der Inflation.

Der Zentralbankrat der Bank Deutscher Länder setzt den Diskontsatz von 5% auf 4,5% herab. Der Lombardsatz wird von 6% auf 5,5% gesenkt.

Alle Fraktionen des Bundestags in Bonn sprechen sich für gesetzliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Luftverunreinigung aus.

In Budapest demonstrieren Tausende von Arbeitern für höhere Löhne und bessere Lebensbedingungen. Die Proteste werden durch Miliz und sowjetische Panzereinheiten unterbunden.

12.1.1957, Samstag

Rund 3000 Gäste feiern in der Festhalle am Funkturm den Berliner Presse- und Funkball 1957. Den ersten Preis der Tombola – einen Volkswagen – gewinnt der Besitzer eines Mercedes 300.

Mit drei österreichischen Ski-Erfolgen endet das Lauberhornrennen in Wengen in der Schweiz.

Die amtliche sowjetische Nachrichtenagentur TASS wendet sich in scharfer Form gegen die Eisenhower-Doktrin vom 5. Januar. Wörtlich heißt es in der Erklärung: “In der Botschaft des Herrn Eisenhower tönt nicht die Stimme des Friedens, sondern des Krieges”.

Der von dem Architekten Gerhard Weber entworfene Neubau des Schiller-Nationaltheaters in Mannheim wird eröffnet.

In Köln treffen sich die Vertreter von 19 Fußball-Vereinen, um über Fragen des Vertragsspieler-Status zu beraten.

14.1.1957, Montag

Die USA legen in den Vereinten Nationen einen Fünf-Punkte-Plan zur Abrüstung vor, der u.a. ein Verbot der weiteren Anhäufung von Atomwaffen sowie eine internationale Kontrolle für ballistische Geschosse und künstliche Erdsatelliten beinhaltet.

15.1.1957, Dienstag

Die israelischen Streitkräfte räumen El Arish, die größte Stadt der Sinai-Halbinsel mit etwa 26 000 Einwohnern. Damit ist die erste Phase des israelischen Rückzugs aus Ägypten beendet.

16 Personen sind an den Folgen der Kältewelle gestorben, die den Nordosten der Vereinigten Staaten erfasst hat. Im Norden des Staates New York werden Temperaturen bis zu -45 gemessen.

16.1.1957, Mittwoch

In Duisburg-Buchholz wird nach zweieinhalbjähriger Bauzeit das modernste Unfallkrankenhaus der Bundesrepublik eröffnet.

Das Bundeskabinett beschließt einstimmig, dem geplanten Gemeinsamen Markt der sechs Montanstaaten und der Europäischen Atomgemeinschaft beizutreten.

17.1.1957, Donnerstag

Der mit 32 700t Tragfähigkeit größte Schiffsneubau, der bislang in der Bundesrepublik konstruiert wurde, der Öltanker “Caroline Oetker”, wird in der Deutschen Werft in Hamburg ausgedockt.

Die Jugendkonferenz im afrikanischen Königreich Toro schlägt die Einführung einer Junggesellensteuer vor, nachdem die jungen Männer des Landes seit geraumer Zeit in Heiratsstreik getreten sind. Anlass sind die nach Ansicht der Junggesellen überhöhten Brautpreise.

18.1.1957, Freitag

Der Vorsitzende der SPD, Erich Ollenhauer, erläutert in Bonn das außenpolitische Programm seiner Partei. Zur Frage der Mitgliedschaft der Bundesrepublik im westlichen Militärblock NATO erklärt Ollenhauer, dass sie nach Ansicht der SPD die Wiedervereinigung erschwere; jedoch dürfe der NATO-Austritt nicht Vorbedingung für entsprechende Verhandlungen sein.

Die DDR-Volkskammer beschließt das Gesetz über die schrittweise Verkürzung der Arbeitszeit, nachdem zum Jahreswechsel in einigen Betrieben die 45-Stunden-Woche eingeführt worden ist. Die Arbeitszeitverkürzung soll ohne zusätzliche Arbeitskräfte und ohne Lohnreduzierung durchgeführt werden.

Drei US-amerikanischen Düsenjägern vom Typ B-52 gelingt es in Rekordzeit, die Erde ohne Zwischenlandung zu umfliegen.

19.1.1957, Samstag

Die Arbeitgeberverbände des Bauhauptgewerbes und die IG Bau, Steine und Erden einigen sich nach mehrmonatigen Verhandlungen auf eine Arbeitszeitverkürzung von 48 auf 45 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die Regelung gilt ab 1. April.

Beim 18. Internationalen Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel schneiden die österreichischen Skiläufer am besten ab. Die Abfahrt der Herren gewinnt Toni Sailer, gefolgt von drei weiteren Österreichern, Josl Rieder siegt im Slalom und in der alpinen Kombination.

Das erste nach Kriegsende von deutschen Ingenieuren und Arbeitern konstruierte Flugzeug, ein einmotoriger Hochdecker vom Typ “Do 27”, wird in Unterpfaffenhofen an Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß (CSU) übergeben.

Der Staatsratsvorsitzende und Außenminister der Volksrepublik China, Zhou Enlai, beendet eine zwölftägige Reise durch mehrere Ostblockstaaten.

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York fordert Israel ultimativ auf, die besetzten Gebiete auf dem Sinai vollständig zu räumen und sich hinter die Waffenstillstandslinie aus dem Jahr 1949 zurückzuziehen.

In Budapest werden zwei Führer des ungarischen Volksaufstandes vom Oktober 1956 hingerichtet.

20.1.1957, Sonntag

Bei den Wahlen zum polnischen Parlament, dem Sejm, erringt die Polnische Vereinigte Arbeiterpartei mit 51,7% der Stimmen – 237 von 458 Mandaten – die absolute Mehrheit. 63 Abgeordnete der neuen Volksvertretung, darunter 12 Vertreter der Katholiken, sind parteilos.

Der österreichische Bundeskanzler Julius Raab schlägt in einer Rundfunkansprache einen neutralen Status für Ungarn vor.

Die Regierungschefs von Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien und Syrien erklären ihre Ablehnung der Eisenhower-Doktrin.

Die Deutsche Partei (DP) und die Freie Volkspartei (FVP) kommen überein, eine einheitliche Partei unter dem Namen Deutsche Partei zu bilden.

In Berlin (West) gehen die Deutschen Eiskunstlaufmeisterschaften zu Ende.

21.1.1957, Montag

Das nordrhein-westfälische Innenministerium will künftig ein neuentwickeltes Radargerät zur Geschwindigkeitskontrolle einsetzen.

Nach einer privaten Vereidigungszeremonie am Vortag im Weißen Haus wird US-Präsident Dwight D. Eisenhower vor dem Kapitol in Washington öffentlich für seine zweite Amtsperiode vereidigt.

Der Bundestag verabschiedet mit großer Mehrheit die Gesetze zur Neuregelung der Rentenversicherung für Arbeiter und Angestellte, die u.a. eine Anpassung der laufenden Renten an die Entwicklung der Löhne und Gehälter vorsehen.

In rund 550 Musterungsbezirken beginnt die Musterung der ersten etwa 100 000 Wehrpflichtigen.

22.1.1957, Dienstag

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entscheidet, dass die Fünf-Prozent-Klausel im Bundeswahlgesetz von 1953 und in Kommunalwahlgesetzen nicht gegen das Grundgesetz verstößt. Die Bayernpartei und die Gesamtdeutsche Volkspartei hatten in Verfassungsbeschwerden vorgebracht, dass die Sperrbestimmungen die Wahlrechtsgleichheit beeinträchtigen.

In Waterbury/Connecticut nimmt die Polizei den 53-Jährigen Werkzeugmacher George Metesky fest, der in den vergangenen 16 Jahren mindestens 32 Zeitbomben an öffentlichen Plätzen in New York deponiert und zur Explosion gebracht hat.

23.1.1957, Mittwoch

Als Antwort auf das Ultimatum der UN-Vollversammlung gibt Israel bekannt, dass es das Gebiet am Golf von Akaba sowie den Gasastreifen nur räumen werde, wenn es zuvor ausreichende Garantien für seinen Schiffsverkehr vom Roten Meer zum Hafen Eilat erhalte.

24.1.1957, Donnerstag

Auf dem 8. Bundesparteitag der FDP in Berlin (West) wird der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Reinhold Maier, zum Parteivorsitzenden gewählt.

Der SPD-Vorstand beschließt für den Bundestagswahlkampf zur Wahl am 15. September die zentrale Parole “Sicherheit für alle”. Zugleich spricht sich der Parteivorstand dafür aus, die Bundeswehr als Freiwilligenheer zu belassen.

25.1.1957, Freitag

Mit 544 gegen 32 Stimmen stimmt die französische Nationalversammlung für den Bau des seit Jahren geplanten Straßentunnels durch den Montblanc.

26.1.1957, Samstag

In der Mailänder Scala wird die Oper “Les dialogues des Carmélites” (“Die Dialoge der Karmelitinnen”) des französischen Komponisten Francis Poulenc uraufgeführt.

Auf einer Feier zum 50-Jährigen Bestehen der ersten deutschen Gartenstadt Essen-Margaretenhöhe wird die beabsichtigte Erweiterung des Geländes um rund 70 ha bekanntgegeben. Die geplante Siedlung, deren Bau rund 24 Millionen DM kosten soll, wird in 1200 Häusern etwa 4000 Menschen Platz bieten. Bisher zählt die Gartenstadt fast 10 000 Einwohner.

Der von indischen Truppen besetzte Teil Kaschmirs wird dem indischen Staatsgebiet angegliedert, obwohl der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen Indien zuvor aufgefordert hat, den gegenwärtigen Status Kaschmirs nicht zu verändern.

Zum Abschluss ihres dreitägigen Parteitages in Berlin (West) verabschiedet die FDP zehn Leitsätze für ihre künftigen Zielsetzungen (“Berliner Programm”).

27.1.1957, Sonntag

Nach Mitteilung des US-amerikanischen Abrüstungsbeauftragten Harold Stassen arbeiten die USA an der Entwicklung einer kleinen Atombombe, bei deren Einsatz sich keine folgenschwere Radioaktivität einstellen kann. Die Neuentwicklung ist als Defensivwaffe bei Atomangriffen auf die USA gedacht.

Der 20-Jährige Konrad “Konny” Freundorfer wird zum fünften Mal hintereinander Deutscher Tischtennismeister.

28.1.1957, Montag

Zu Unmutsäußerungen der Käufer kommt es zu Beginn des Winterschlussverkaufs, da nach den Bestimmungen des neuen Ladenschlussgesetzes die Geschäfte in den meisten Großstädten erst um 10 Uhr öffnen.

General a. D. Reinhard Gehlen wird zum ersten Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) ernannt.

In Österreich beginnt der Verkauf der “Volksaktien”.

Im deutschen Fernsehen wird die erste Sendung der Reihe “Panorama” ausgestrahlt, die von dem Journalisten Josef Müller-Marein geleitet und moderiert wird.

29.1.1957, Dienstag

Die 83. Zivilkammer des Landgerichts Berlin (West) entscheidet in einer seit 20 Jahren umstrittenen Erbschaftsangelegenheit, dass es sich bei der in Unterlengenhardt bei Bad Liebenzell lebenden Anna Anderson nicht um die Tochter des Zaren Nikolaus II., die Großfürstin Anastasia, handelt.

30.1.1957, Mittwoch

Unter dem Druck französischer Zwangsmaßnahmen nehmen in Algier die meisten öffentlichen Betriebe ihre Arbeit im gewohnten Umfang wieder auf, zahlreiche private Geschäfte bleiben jedoch geschlossen. Die Nationale Befreiungsfront Algeriens (FLN) hatte am Montag zu einem achttägigen Generalstreik aufgerufen, der zunächst auch weitgehend befolgt wurde.

31.1.1957, Donnerstag

Die Zahl der Arbeitslosen in der Bundesrepublik beträgt im Januar 1 476 416, davon 1 128 933 Männer und 347 483 Frauen. Die erhebliche Zunahme der Arbeitslosen – es sind rund 223 700 mehr als im Januar 1956 – wird auf das winterliche Wetter zurückgeführt.

In Hannover wird der Film “Rose Bernd” des deutschen Regisseurs Wolfgang Staudte nach dem gleichnamigen Drama von Gerhart Hauptmann uraufgeführt. Die Titelrolle spielt Maria Schell.