Was geschah im Januar 1958

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1.1.1958, Mittwoch

In der Schweiz beginnt das Fernsehen mit dem ordentlichen Sendebetrieb.

Die am 25. März 1957 geschlossenen Verträge über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) treten in Kraft.

Nach einer Verfügung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Ruhrort müssen die Seilfähren auf dem Niederrhein ihren Betrieb einstellen. Wegen ihrer Schwerfälligkeit gefährden sie den Schiffsverkehr.

Im indischen Madras gründet Maharischi Mahesch Jogi die Schule der Transzendentalen Meditation.

Mit einem Skandal endet die Premiere der Oper “Norma” von Vincenzo Bellini in Rom, nachdem die Starsopranistin Maria Callas ihren Auftritt als Darstellerin der Titelrolle wegen “Indisposition” abgebrochen hat.

Beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg wird die 1957 gesetzlich verankerte sog. Verkehrssünderkartei in Gebrauch genommen.

3.1.1958, Freitag

Eine neuseeländische Expedition unter Führung des Mount-Everest-Erstbesteigers Sir Edmund Hillary erreicht nach einem 82-tägigen Marsch über fast 2000 km den Südpol.

4.1.1958, Samstag

Der britische Premierminister Harold Macmillan schlägt einen Nichtangriffspakt zwischen dem westlichen Militärblock NATO und der Sowjetunion vor.

Nach Angaben des US-Außenministeriums haben die Ostblockstaaten von Juli 1955 bis Dezember 1957 den Entwicklungsländern wirtschaftliche und militärische Hilfeleistungen in Höhe von 1,9 Milliarden US-Dollar (rund acht Milliarden DM) gewährt bzw. zugesagt.

Der am 4. Oktober 1957 gestartete erste künstliche Himmelskörper, der sowjetische Satellit “Sputnik 1”, verglüht in der Erdatmosphäre.

5.1.1958, Sonntag

In einer Rundfunkansprache unterstreicht der österreichische Bundeskanzler Julius Raab den Willen seines Landes zur Neutralität und bietet die Dienste Österreichs bei künftigen Abrüstungsverhandlungen an.

Als indirekten Beitrag zur Wiedervereinigung Deutschlands bezeichnet der polnische Außenminister Adam Rapacki seinen Plan einer atomwaffenfreien Zone in Mitteleuropa in einem Interview mit der britischen Zeitung “Sunday Times”.

6.1.1958, Montag

Als getarnte Enteignungen bezeichnet der niederländische Ministerpräsident Willem Drees die Übernahme niederländischer Unternehmen in Indonesien durch die Militärbehörden des Landes. Die Beschlagnahmungen stehen im Zusammenhang mit dem Konflikt um West-Neuguinea (Irian Jaya), auf das sowohl Indonesien wie seine frühere Kolonialmacht Niederlande Anspruch erheben.

Die sowjetische Regierung beschließt die Reduzierung ihrer Streitkräfte um 300 000 Soldaten, davon 41 000 in der DDR stationierte.

Die Sowjetunion protestiert bei den Vereinten Nationen in New York gegen die Einbeziehung von Berlin (West) in internationale Verträge der Bundesrepublik. Berlin sei die Hauptstadt der DDR.

7.1.1958, Dienstag

Der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Walter Hallstein, wird zum ersten Präsidenten der Europäischen Wirtschaftskommission ernannt.

9655 Frauen, darunter Ina Seidel, Gertrud von Le Fort und Marianne Dirks, haben eine Erklärung gegen Atomkrieg, Atomrüstung und Krieg unterschrieben, die der Bundesregierung sowie allen weiblichen Bundestagsabgeordneten zugeleitet wird.

Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard (CDU) führt in Frankfurt am Main Karl Blessing als Präsidenten der Deutschen Bundesbank in sein Amt ein. Vizepräsident wird Heinrich Tröger.

Der israelische Ministerpräsident David Ben Gurion, der am 31. Dezember 1957 zurückgetreten war, übernimmt mit unveränderter Regierungsmannschaft wieder sein bisheriges Amt.

Aus Protest gegen die geplante Erhöhung der Staatsausgaben tritt der britische Schatzkanzler George Edward Peter Thorneycroft zurück. Sein Nachfolger wird Derick Heathcoat-Amory.

8.1.1958, Mittwoch

Nach vierjähriger Haft wird der ehemalige Premierminister von Jammu und Kaschmir, Scheich Mohammed Abdullah, bekannt als “Löwe von Kaschmir” auf freien Fuß gesetzt.

Als zweite bundesdeutsche Rundfunkanstalt nach dem Bayerischen Fernsehen (seit 1956) nimmt der Hessische Rundfunk Werbesendungen in sein TV-Programm auf. Im halbstündigen Vorabendprogramm sind jeweils sechs Minuten lang Reklamesendungen zu sehen. Am 13. Januar beginnt auch der Südwestfunk mit Werbesendungen.

9.1.1958, Donnerstag

In seiner Jahresbotschaft an den Kongress vertritt US-Präsident Dwight D. Eisenhower die Ansicht, das mächtigste Mittel zur Abschreckung vor einem Krieg sei die Schlagkraft der US-amerikanischen strategischen Luftwaffe.

Die DDR-Volkskammer beschließt den zweiten Fünfjahresplan für 1955 bis 1960, der eine vorrangige Entwicklung der Grundstoffindustrien vorsieht. Stärker gefördert werden sollen auch die landwirtschaftliche Produktion, der Wohnungsbau und die Konsumgüterindustrie.

10.1.1958, Freitag

Die sowjetische Regierung richtet an alle Mitgliedsstaaten des westlichen Militärblocks NATO, der Vereinten Nationen sowie an die Schweiz eine Note, in der sie die Einberufung einer Konferenz der führenden Staatsmänner zur internationalen Verständigung vorschlägt.

Der jugoslawische Vizepräsident Svetozar Vukmanovic-Tempo erklärt, dass sein Land künftig auf nicht rückzahlbare Wirtschaftshilfe der USA verzichten und stattdessen langfristige Kredite in Anspruch nehmen wolle.

Die Schweizer haben im Vergleich zu anderen europäischen Staaten einen sehr hohen Lebensstandard: Dies ist das Ergebnis einer Erhebung über Einkommen und Ausgaben von 212 Arbeiter- und 101 Beamtenfamilien in der Eidgenossenschaft.

Berlin feiert den 100. Geburtstag des Zeichners Heinrich Zille.

11.1.1958, Samstag

Vier Mitglieder der südrhodesischen Regierung treten zurück. weil sie mit der Rassenpolitik von Ministerpräsident Garfield Todd unzufrieden sind. Ihrer Ansicht nach wird die schwarze Bevölkerung zum Nachteil der Weißen zu sehr begünstigt.

Beim Lauberhornrennen in Wengen (Schweiz) gewinnt der österreichische Skiläufer Toni Sailer, Olympiasieger von 1956, die Abfahrt, sein Landsmann Josl Rieder den Slalomwettbewerb.

12.1.1958, Sonntag

Bei den Deutschen Eiskunstlaufmeisterschaften in München verteidigen die Vorjahressieger Ina Bauer (Krefeld) und Manfred Schnelldorfer (München) erfolgreich ihre Titel in den Einzelwettbewerben. Paarlaufmeister werden Marika Kilius (Frankfurt am Main) und ihr neuer Partner Hans-Jürgen Bäumler (Garmisch-Partenkirchen).

In der Sonntagsmesse wird ein Hirtenwort der deutschen katholischen Bischöfe verlesen, in dem diese vor den “Folgen und Gefahren einer Mischehe mit Andersgläubigen” warnen.

Auf einer zweitägigen Veranstaltung in München mit dem Titel “Christentum und demokratischer Sozialismus” kommt es zum Meinungsaustausch zwischen je 50 Vertretern der SPD und der katholischen Kirche.

Auf einem außerordentlichen Parteitag wählt die Berliner SPD den Regierenden Bürgermeister von Berlin (West), Willy Brandt, zu ihrem Vorsitzenden.

13.1.1958, Montag

Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard (CDU) schlägt eine Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit um eine Stunde vor.

Die Regierung in Den Haag bekundet ihre grundsätzliche Bereitschaft, auf niederländischem Boden Raketenabschussbasen zu errichten, falls dies vom militärischen Standpunkt aus notwendig sei.

9235 Wissenschaftler aus 4 Staaten richten einen gemeinsamen Appell an die USA, um eine Einstellung der Atombombenversuche zu erwirken.

14.1.1958, Dienstag

Per Dekret erklärt die spanische Führung die in Nordafrika gelegenen Verwaltungsbezirke Río de Oro (Westsahara) und Sagia el Hamra sowie die Enklave von Ifni zu spanischen Provinzen. 1957 hat es um diese Gebiete blutige Auseinandersetzungen zwischen der spanischen Armee und marokkanischen Freischärlern gegeben.

Im Raum Stuttgart wird ein Lebensmittelskandal aufgedeckt, in den mindestens 50 Metzgereien verwickelt sind. Sie sollen in den vergangenen Jahren ihrer Wurst den hochgiftigen Stoff Natriumnitrit beigemengt haben, der eine besonders frisch wirkende Färbung bewirkt.

15.1.1958, Mittwoch

In einer Rundfunkansprache bezeichnet Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) die Schreiben des sowjetischen Ministerpräsidenten Nikolai A. Bulganin vom 10. Januar als einen großangelegten Propagandafeldzug.

In der DDR beginnt eine dreitägige Aktion “Blitz contra Wattfraß”, mit der in Spitzenbelastungszeiten Strom gespart werden soll.

16.1.1958, Donnerstag

Zu acht Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 5000 DM wegen fahrlässiger Tötung und fortgesetzter Verstöße gegen das Heilpraktikergesetz verurteilt das Landgericht München II den “Wunderdoktor” Bruno Gröning in einer Berufungsverhandlung.

17.1.1958, Freitag

Die US-amerikanische Marine gibt die erfolgreiche Erprobung des neuen Raketentyps “Polaris” (Reichweite rund 2700 km) bekannt, der als Bewaffnung für atomgetriebene U-Boote gedacht ist.

Der Zentralbankrat der Deutschen Bundesbank senkt den Diskontsatz von 4% auf 3,5%; entsprechend werden auch der Lombardsatz (auf 4,5%) und der Zinssatz für Kassenkredite (auf 3,5%) um einen halben Prozentpunkt herabgesetzt.

18.1.1958, Samstag

Beim traditionellen Filmball in Berlin (West) ist auffällig wenig Prominenz zu sehen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die Schauspieler Hildegard Knef und Willy Fritsch sowie der Regisseur Alfred Weidenmann.

19.1.1958, Sonntag

Bei den Wahlen im Fürstentum Monaco gehen 982 der 1216 Wahlberechtigten zu den Urnen. Das Ergebnis: Zwölf Sitze erhält die Nationale Unabhängigkeitsunion (davon erreicht sie die Hälfte erst bei der Nachwahl am 26. Januar), sechs Mandate entfallen auf die Demokratisch-Nationale Allianz.

In Guatemala erreicht bei den Präsidentschaftswahlen keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit. Am 29. Januar einigen sich die Kandidaten mit den meisten Stimmen, General Miguel Ydigoras Fuentes und Oberst José Luis Cruz Salazar, auf die Bildung einer “vereinigten anti-kommunistischen Front”, der Fuentes als Präsident vorstehen soll. Er tritt sein Amt am 2. März an.

Außenminister Heinrich von Brentano (CDU) bekundet das Interesse der Bundesregierung an der Aufnahme bilateraler Beziehungen zu einzelnen Ostblockstaaten.

20.1.1958, Montag

In einem Antwortschreiben an den sowjetischen Ministerpräsidenten Nikolai A. Bulganin schlägt Bundeskanzler Konrad Adenauer vor, den Briefwechsel einzustellen und stattdessen diplomatische Gespräche zu führen.

45 Bundestagsabgeordnete bringen den Antrag ein, die Todesstrafe bei Mord wiedereinzuführen.

Der schweizerische Bundesrat erklärt in einem Brief an den sowjetischen Ministerpräsidenten Nikolai A. Bulganin die Bereitschaft des Landes, als Tagungsort für eine internationale Konferenz der Regierungschefs zur Verfügung zu stehen.

In Frankreich wird ein Finanzgesetz erlassen, das die Reduzierung der Streitkräfte von 1 044 000 auf 890 000 Soldaten bis zum Jahresende vorsieht.

Olaf V. wird in Oslo als norwegischer König auf die Verfassung vereidigt und damit inthronisiert.

Das Lübecker Seeamt fällt seinen Spruch über die Ursachen, die zum Untergang des Segelschulschiffs “Pamir” am 21. September 1957 geführt haben.

21.1.1958, Dienstag

Mit der exponierten Lage seines Landes und dem Wunsch, “auch nur den Anschein einer herausfordernden Geste zu vermeiden”, begründet der dänische Ministerpräsident Hans Christian Svane Hansen die ablehnende Haltung seines Landes gegenüber der Errichtung von Raketenabschussbasen auf seinem Staatsgebiet.

Frankreich, Italien und die Bundesrepublik wollen eine gemeinsame Produktion auf waffentechnischem Gebiet mit dem Ziel einer Standardisierung entwickeln.

22.1.1958, Mittwoch

DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl schlägt einen Volksentscheid in beiden deutschen Staaten über die Einbeziehung in eine atomwaffenfreie Zone vor.

Mit 334 gegen 226 Stimmen spricht die französische Nationalversammlung der Regierung unter dem Sozialisten Félix Gaillard das Vertrauen für ihre Außenpolitik aus.

Der sowjetische Parteichef Nikita S. Chruschtschow bestreitet in einer Rede vor Landarbeitern in Minsk, dass die UdSSR auf der Genfer Konferenz der Regierungschefs im Juli 1955 mit den Westmächten übereingekommen sei, die Wiedervereinigung Deutschlands durch freie Wahlen zu erreichen. Dieses Ziel sei nur auf der Basis einer Konföderation beider deutscher Staaten möglich.

23.1.1958, Donnerstag

Im Bundestag in Bonn wirft die SPD der Regierung während einer außenpolitischen Debatte vor, die Chance zur Wiedervereinigung verpaßt zu haben, und fordert den Rücktritt von Bundeskanzler Konrad Adenauer.

Nach mehrtägigen Unruhen in Venezuela flieht Staatspräsident Marcos Pérez Jiménez in die Dominikanische Republik. Die Macht im Land übernimmt eine Militärjunta, die am 25. Januar Wolfgang Larrazabal vorläufig zum Präsidenten ernennt.

In Karatschi wird Prinz Karim Al Hussain Shah als Aga Khan IV. als Oberhaupt der Ismailitensekte inthronisiert.

24.1.1958, Freitag

Britische und US-amerikanische Wissenschaftler geben bekannt, dass ihnen die kontrollierte Kernreaktion durch Fusion von Wasserstoffatomen gelungen sei. Wenige Monate später erweisen sich die Versuchsergebnisse jedoch als falsch.

Die Franzosen Guy Monraisse und Jacques Feret gewinnen auf Renault-Dauphine die am 21. Januar gestartete Rallye Monte Carlo.

25.1.1958, Samstag

In Brüssel hält der Rat der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft seine konstituierende Sitzung ab.

Im saarländischen Berus wird der französische Privat-TV-Sender Saarländisches Fernsehen AG stillgelegt, der seit zehn Tagen ein deutschsprachiges Programm mit Werbespots ausstrahlte.

26.1.1958, Sonntag

Eine Aufklärungskampagne über Gefahren und Folgen der atomaren Aufrüstung kündigt der SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer an.

Der Generalsekretär des westlichen Militärpaktes NATO, Paul-Henri Spaak, lehnt in einer Rede in Brüssel den Plan einer atomwaffenfreien Zone in Mitteleuropa des polnischen Außenministers Adam Rapacki ab, weil dadurch die Verteidigung Westeuropas preisgegeben werde.

Mit fast 75% der abgegebenen Stimmen lehnen die Schweizer in einer Volksbefragung ein Volksbegehren gegen den Missbrauch wirtschaftlicher Macht (sog. Kartellverbotsinitiative) ab.

Mit 44 188 gegen 40 001 Stimmen sprechen sich die wahlberechtigten Bürger Zürichs in einer Volksabstimmung gegen die Verlängerung der Polizeistunde über Mitternacht hinaus aus.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag des Schriftstellers Rudolf Alexander Schröder wird Paul Celan mit dem Bremer Literaturpreis 1958 ausgezeichnet.

Vorjahressieger Eugenio Monti (Italien) sichert sich den Titel bei der Zweierbob-Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen.

27.1.1958, Montag

Der ungarische Ministerpräsident János Kádár gibt vor der Nationalversammlung seinen Rücktritt bekannt; er will sich künftig ausschließlich seinen Aufgaben als Parteisekretär widmen.

Zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion wird in Washington ein Abkommen über einen Kulturaustausch und vermehrte Kontakte auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs unterzeichnet.

28.1.1958, Dienstag

Die Bundesregierung zeigt sich befremdet darüber, dass im “Päpstlichen Jahrbuch für 1958” auf die Nennung der deutschen Namen für die Diözesen östlich der Oder-Neiße-Linie verzichtet wird.

29.1.1958, Mittwoch

Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) weist in einer Rundfunkansprache die von den Abgeordneten Thomas Dehler (FDP) und Gustav Heinemann (SPD) gegen ihn in der Debatte am 23. Januar erhobenen Vorwürfe zurück. Der SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer äußert daraufhin am 31. Januar sein Befremden darüber, dass Bundeskanzler Adenauer nicht im Parlament, sondern via Rundfunk antworte.

Radio Moskau gibt bekannt, dass sowjetische Wissenschaftler an einer “elektrischen Schlafmaschine” arbeiten, mit deren Hilfe das menschliche Schlafbedürfnis auf zwei Stunden täglich reduziert werden könne.

Ägypten und die UdSSR vereinbaren ein Abkommen über eine wirtschaftlich-technische Zusammenarbeit.

Einer Reduzierung der britischen Streitkräfte auf dem europäischen Kontinent um 8500 Soldaten im kommenden Haushaltsjahr stimmt der Rat der Westeuropäischen Union (WEU) zu.

30.1.1958, Donnerstag

In Ankara beenden die Staaten des prowestlichen Bagdadpaktes ihre viertägigen Beratungen, an denen auch US-Außenminister John Foster Dulles teilgenommen hat. Beschlüsse wurden auf der Konferenz nicht gefasst.

Anlässlich des 25. Jahrestages der nationalsozialistischen “Machtergreifung” wird das Motto im Lichthof der Münchner Universität geändert.

Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes legt die ersten Bildsuchlisten vor, die zur Aufklärung von Vermisstenschicksalen aus dem Zweiten Weltkrieg beitragen sollen.

31.1.1958, Freitag

Den Vereinigten Staaten gelingt mit dem Abschuss des “Explorer 1” erstmals der Start eines Erdsatelliten.

Die französische Nationalversammlung billigt endgültig das Wahlgesetz und die Rahmengesetzgebung für Algerien. Die nordafrikanische Kolonie bleibt damit Bestandteil Frankreichs.

Im Januar liegt die Arbeitslosenquote in der Bundesrepublik um 219 000 über dem Wert vom Dezember 1957 und steigt damit auf 7,4% an. Im Januar 1957 waren jedoch noch rund 44 000 Bundesbürger zusätzlich arbeitslos gemeldet.