Was geschah im Januar 1962

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1.1.1962, Montag

Als erstes Inselgebiet erhält Westsamoa, das bisher unter neuseeländischer Verwaltung stand, seine Unabhängigkeit.

Die neue Sendeanstalt “Deutschlandfunk” in Köln beginnt mit einer Ansprache des Bundespräsidenten Heinrich Lübke die Ausstrahlung ihres Programm.

Mehrere hunderttausend Liter Wein sind in pfälzischen Betrieben als “nicht verkehrsfähig” sichergestellt worden, da sie chemisch behandelt wurden.

Zum Jahreswechsel wird Großbritannien von einer Kältewelle heimgesucht. In Deutschland herrschen frühlingshafte Temperaturen.

2.1.1962, Dienstag

Indonesien bricht den Post-, Telegramm- und Telefonverkehr zu den Niederlanden ab. Am selben Tag erklärt der niederländische Ministerpräsident Jan Eduard de Quay die Bereitschaft zu Verhandlungen mit Indonesien über das noch von den Niederlanden verwaltete Westneuguinea.

In Portsmouth (US-Staat Virginia) wird die 18. Zerstörer-Flottille in Dienst gestellt. Es ist die erste Einheit der US-Marine, bei der die Zerstörer komplett mit Luftabwehr-Raketen ausgerüstet sind.

3.1.1962, Mittwoch

Der Deutsche Beamtenbund fordert eine Regelung über eine Weihnachtszuwendung für Beamte, er widerspricht damit der Auffassung der Bundesregierung, solche Zuwendungen seien dem Beamten- und Besoldungsrecht “systemfremd”.

Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro wird wegen der Übergriffe auf kirchliche Amtsträger und Einrichtungen in Kuba von Papst Johannes XXIII. exkommuniziert.

4.1.1962, Donnerstag

Der seit Beginn des Jahres andauernde Streik der Pariser Metzger gegen die von der Regierung festgesetzten Höchstpreise wird ohne Ergebnis beendet, da eine Dienstverpflichtung durch die Regierung droht.

Der West-Berliner Langstreckenläufer Peter Kubicki siegt beim Internationalen Leichtathletik-Fest in São Paulo. Im 5000-m-Lauf bezwingt er den Gewinner des Silvesterlaufs, den erfolgreichen Briten Martin Hymann in 14:28,7 min.

5.1.1962, Freitag

Während eines Interviews mit der US-amerikanischen Fernsehgesellschaft “Columbia” kündigt DDR-Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht die Einführung des Visumzwanges für Ausländer bei Besuchen von Berlin (Ost) an.

Die OAS (Organisation Amerikanischer Staaten) beschließt, die 1960 gegen die Dominikanische Republik verhängten wirtschaftlichen und diplomatischen Sanktionen aufzuheben.

Auf der Tagung der Vereinigung deutscher Strahlenschutzärzte in Essen hebt Professor Hans Meyer aus Marburg die steigende Bedeutung des Strahlenschutzes hervor.

6.1.1962, Samstag

Der argentinische Präsident Arturo Frondizi ist überraschend in Uruguay eingetroffen, um über eine gemeinsame Politik gegen Kuba zu verhandeln.

In Conakry, der Hauptstadt Guineas, wird der sowjetische stellvertretende Ministerpräsident Anastas I. Mikojan von Präsident Sékou Touré empfangen. Mikojan eröffnet eine sowjetische Konsumgüter- und Industrieausstellung.

Der Kabinettsausschuss für Wirtschaft in Bonn beschließt, die Flugpreise im Luftverkehr zwischen Berlin (West) und der Bundesrepublik zu senken.

7.1.1962, Sonntag

Zwei der vier großen Zeitungen von Los Angeles, der “Mirror” des Chandler-Konzerns und der “Examiner” des Hearst-Konzerns, stellen ihr Erscheinen wegen Unrentabilität ein.

In seinem Urlaubsort Lech am Arlberg feiert das niederländische Königspaar, Königin Juliana und Prinz Bernhard, im kleinen Kreis seine Silberhochzeit.

Gesamtsieger der deutsch-österreichischen Vierschanzentournee ist der Finne Eino Kirjonen mit 865,1 Punkten. Den zweiten Platz belegt der Sieger vom Springen in Bischofshofen Willi Egger aus Österreich.

8.1.1962, Montag

Ein Attentatsversuch auf den indonesischen Präsidenten Achmed Sukarno in Makassar fordert drei Tote, der Präsident ist unverletzt.

Aus Anlass des Sprengstoffanschlages auf das Haus des Philosophen Jean-Paul Sartre in Paris am Vortag, treffen sich in der französischen Hauptstadt die Vertreter der Linksparteien. Sie beraten über die Bildung einer demokratischen Selbstschutzgruppe.

Ein schweres Eisenbahnunglück im niederländischen Woerden, in der Nähe von Utrecht, fordert 91 Tote und viele Verletzte.

9.1.1962, Dienstag

Die Beschlagnahme der neuesten Nummer der in München erscheinenden Illustrierten “Quick” ordnet der Bundesgerichtshof an. Den Redakteuren der “Quick” wird fahrlässiger Landesverrat vorgeworfen.

Der von der Postgewerkschaft in Großbritannien proklamierte Dienst nach Vorschrift legt den dortigen Postbetrieb lahm. Allein im Londoner Hauptverteilungsamt lagern zwei Millionen Briefe, die nicht weiterbefördert werden können.

10.1.1962, Mittwoch

Im Weißen Haus in Washington trifft Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard mit dem US-amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy zusammen. Sie beraten u.a. über die Stärkung der politischen und moralischen Stellung von Berlin (West) und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und den europäischen Staaten.

Eine Grippeepidemie breitet sich auf den Britischen Inseln aus. In Coventry wird ein Automobilwerk wegen des übermäßig hohen Krankenstandes geschlossen.

Bundespräsident Heinrich Lübke beginnt seine Reise (bis 21. 1.) in die drei afrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Senegal. Vor seinem Abflug erklärt er der Presse, er freue sich auf die Reise; das einzige, was ihm auf “dem Magen liege”, seien die großen Temperaturunterschiede.

11.1.1962, Donnerstag

In seiner Botschaft über die Lage der Nation vor dem US-amerikanischen Kongress in Washington bekräftigt der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy seinen Glauben an eine friedliche und für alle Seiten annehmbare Berlin-Lösung.

Der sowjetische stellvertretende Ministerpräsident, Anastas I. Mikojan, trifft in der ghanesischen Hauptstadt Accra zu einem Staatsbesuch ein. Ghanas Präsident Kwame Nkrumah bereitet seinem Gast einen herzlichen Empfang.

Ein Erdrutsch in Peru, am Fuße des 6768 m hohen Huascaron, fordert über 3000 Tote.

Der Vatikan tadelt offiziell das Buch des Jesuitenpaters Riccardo Lombardi, “Das Konzil – für eine Reform in der Liebe”. Darin greift der Pater u.a. die Bürokratie der päpstlichen Kurie an.

Zum ersten Mal seit 1941 unterliegt die schwedische Handball-Nationalmannschaft auf heimischem Boden. In Hälsingborg verliert sie gegen die Mannschaft aus der DDR 14:17.

12.1.1962, Freitag

Der italienische Ministerpräsident Amintore Fanfani und sein Außenminister Antonio Segni beenden den viertägigen Staatsbesuch in Marokko. Gemeinsam mit ihrem Gastgeber König Hassan II. beschließen sie, die wirtschaftliche, kulturelle und technische Zusammenarbeit beider Länder auszubauen.

Auf Anweisung des Oberbürgermeisters von Baden-Baden wird das Stück “Mutter Courage und ihre Kinder” von Bertolt Brecht vom Spielplan des Baden-Badener Theaters gestrichen. Die Streichung hatte die CDU-Stadtratsfraktion beantragt, da der Autor Kommunist ist.

Die Tank-Automaten GmbH in Hagen teilt mit, dass nun auch bald Tanken per Selbstbedienung möglich sein wird. Zunächst werden in den drei Versuchszentren Ruhrgebiet, Frankfurt am Main und München entsprechende Säulen aufgestellt.

Der US-Spielfilm “Frühstück bei Tiffany” mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle wird zum ersten Mal in den Kinos der Bundesrepublik aufgeführt.

13.1.1962, Samstag

90 Südtiroler Häftlinge in den Gefängnissen von Bozen und Trient beginnen einen Hungerstreik. Sie protestieren damit gegen die von der italienischen Polizei verübten Misshandlungen.

Albanien und China unterzeichnen in Peking ein Abkommen über wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit.

14.1.1962, Sonntag

Nach langwierigen Verhandlungen beschließt der Ministerrat der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) den schrittweisen Übergang zur Integration der Landwirtschaft der Mitgliedsländer in den Gemeinsamen Markt.

Nach dem Angriff von Truppen der kongolesischen Zentralregierung auf seine Leibwache in Stanleyville erklärt sich der Anhänger des 1961 ermordeten Ex-Ministerpräsidenten Patrice Lumumba, der stellvertretende Ministerpräsident Antoine Gizenga, bereit, in die Hauptstadt Léopoldville (Kinshasa) zurückzukehren.

In Indonesien melden sich auf einen Aufruf des Präsidenten Achmed Sukarno mehrere tausend Freiwillige, um militärische Aktionen für die Befreiung Niederländisch-Westguineas zu unterstützen.

Das US-amerikanische Außenministerium ordnet an, keine amerikanischen Pässe mehr an Mitglieder von kommunistischen Organisationen auszugeben.

15.1.1962, Montag

Im Streit zwischen den Niederlanden und Indonesien über Niederländisch-Westguinea kommt es erstmals zu bewaffneten Auseinandersetzungen bei einer Seeschlacht südlich der Insel.

In Paris beginnen die Gespräche zwischen Tunesien und Frankreich zur Lösung des Problems um den französischen Militärstützpunkt Biserta in Nordafrika.

Für den Film “Cleopatra” ist die US-amerikanische Filmschauspielerin Elizabeth Taylor in einer Höhe von 2,5 Millionen US-Dollar (umgerechnet zehn Millionen DM) versichert. Versicherungsnehmer ist die 20th Century Fox.

16.1.1962, Dienstag

Die kongolesische Zentralregierung in Leopoldville (Kinshasa) gibt die Absetzung des stellvertretenden Ministerpräsidenten Antoine Gizenga bekannt.

In der Dominikanischen Republik kommt es zu blutigen Demonstrationen gegen den Staatsrat und den amtierenden Präsidenten Joaquín Videla Balaguer. Zunächst übernimmt eine Militärjunta die Macht.

17.1.1962, Mittwoch

In Berlin (West) zieht die US-Armee die in der Nähe des Ausländerübergangs Friedrichstraße stationierten Panzer ab.

Scheich Abdallah As Salim As Sabah wird Ministerpräsident und Außenminister des ersten selbständigen Kabinetts in Kuwait.

Der italienische Ministerpräsident Amintore Fanfani und sein Außenminister Antonio Segni treffen zu Gesprächen mit dem britischen Premierminister Harold Macmillan auf dem Londoner Flughafen ein.

Bei einem Großbrand in dem ehemaligen Nürnberger “Kaufhaus am Ring” kommen 20 Menschen um.

Das Deutsche Fernsehen strahlt die letzte Folge des Kriminal-Fernsehspiels “Das Halstuch” von Francis Durbridge aus.

18.1.1962, Donnerstag

Die Unter den Linden in Berlin (Ost) stationierten sowjetischen Panzer werden in der Nacht abgezogen.

Nach Mönchengladbach und Münster sagt nun auch die Stadt Essen wegen der ernsten politischen Lage in Berlin den Rosenmontagszug für dieses Jahr ab.

Nach dem misslungenen Putsch tritt der dominikanische Präsident des wiedereingesetzten Staatsrates, Joaquín Videla Balaguer, zurück. Der bisherige Vizepräsident Rafael Filiberto Bonnelly wird sein Nachfolger.

19.1.1962, Freitag

Die drei gegnerischen laotischen Prinzen, die nach dem Abbruch der Verhandlungen am Vortag nun doch wieder in Genf zusammenkommen, unterzeichnen ein Abkommen über die Bildung einer Dreiparteienregierung in Laos.

Eine Welle von Pockenerkrankungen in Großbritannien fordert ihr sechstes Todesopfer.

In Warschau schließen Albanien und Polen ein Handels- und Zahlungsabkommen ab. Damit durchbricht Polen das Wirtschaftsembargo der im COMECON vereinten Ostblockstaaten gegen Albanien.

20.1.1962, Samstag

Der nigerianische Ministerpräsident Sir Abubakar Tafawa Balewa kündigt das Verteidigungsabkommen mit Großbritannien auf.

Ein bulgarisches Militärflugzeug stürzt in der Nähe eines NATO-Stützpunktes bei der italienischen Stadt Bari ab. An Bord der MlG 19 befinden sich fotografische Geräte. Der Pilot ist verletzt.

Zum ersten Mal in der Bundesrepublik kommt das Drama “Andorra” von Max Frisch zur Aufführung. Die gleichzeitigen Aufführungen in Düsseldorf, Frankfurt am Main und München sind ein kulturelles Ereignis in der Bundesrepublik.

Bei den Weltmeisterschaften im Zweierbob in Garmisch-Partenkirchen siegen die Italiener Rinaldo Ruatti und Enrico de Lorenzo.

21.1.1962, Sonntag

Die Verhandlungen zwischen Frankreich und Tunesien über den Militärstützpunkt Biserta werden in Paris unterbrochen.

Drei Wochen nach dem Ausbruch der Pocken in Düsseldorf stirbt eine Krankenschwester an der Infektion.

22.1.1962, Montag

In Bonn wird die Karl-Marx-Straße in Maxstraße zurückbenannt (nach dem Kurfürsten Max-Franz).

In der persischen Hauptstadt Teheran herrschen Unruhen wegen der geplanten Landreform. Die Universität ist vorübergehend geschlossen.

In der nigerianischen Hauptstadt Lagos treffen sich die Außenminister der unabhängigen afrikanischen Staaten, um ein am 25. Januar beginnendes Gipfeltreffen vorzubereiten.

In Algier lässt der französische Generaldelegierte Jean Morin Straßensperren errichten, um die feindlichen Bevölkerungsgruppen voneinander zu trennen.

In Punta del Este in Uruguay beginnt die Konferenz der OAS, der Organisation Amerikanischer Staaten. Sie dauert bis zum 31. Januar.

Der Premierminister von Tanganjika (Tansania), Julius Nyerere, tritt zurück. Westliche Beobachter glauben an einen taktischen Schachzug Nyereres, da er von linksgerichteten Kreisen unter Druck gesetzt werde.

23.1.1962, Dienstag

Auf einer Pressekonferenz in Bonn berichten 27 Flüchtlinge aus der DDR über die Beweggründe ihrer Flucht. Während einer Kreuzfahrt im Mittelmeer auf der Rostocker “Fritz Heckert” verließen sie das Schiff.

Die Chinesische Volksrepublik gibt bekannt, dass sie nach jahrelanger regelmäßiger Beteiligung in diesem Frühjahr nicht an der Messe in Leipzig (DDR) teilnehmen wird.

24.1.1962, Mittwoch

Vor der Volkskammer der DDR wird das “Gesetz über die allgemeine Wehrpflicht” beschlossen.

Durch einen selbstgebauten Tunnel gelingt 28 Menschen aus der DDR die Flucht nach Berlin (West).

In Anwesenheit des sowjetischen stellvertretenden Ministerpräsidenten, Anastas I. Mikojan, leitet der Präsident Ghanas, Kwame Nkrumah mit der ersten Sprengung den Bau des Volta-Staudammes ein.

25.1.1962, Donnerstag

Das Gipfeltreffen der afrikanischen Staatschefs beginnt in der nigerianischen Hauptstadt Lagos. Es dauert bis 30. Januar.

Erzbischof Iakovos von Athen, Primas von Griechenland, tritt unter Druck der griechischen Regierung und Bevölkerung zurück.

Der 33-Jährige Schwede Erik Carlsson gewinnt mit Kopilot Gunnar Häggbom auf Saab die am 17. Januar gestartete 31. Rallye Monte Carlo. Den zweiten Platz belegt die deutsche Mannschaft mit Eugen Böhringer und Peter Lang auf Mercedes.

26.1.1962, Freitag

Die US-Instrumentenkapsel “Ranger III” startet zum Mond. Sie verfehlt jedoch die geplante Kreisbahn um den Mond und kann auf dem Erdtrabanten nicht landen.

In Ulan Bator beginnt die Tagung der Mongolischen Revolutionären Volkspartei. Die Parteiführung verurteilt Albanien und distanziert sich von der Volksrepublik China.

27.1.1962, Samstag

Die österreichische Regierung weist die von der italienischen Regierung überreichte Note zur Südtirol-Frage zurück.

Auf dem Parteikongress der italienischen DC (Democrazia Cristiana) in Neapel kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den fortschrittlichen Kreisen gegenüber dem konservativen Programm von Giulio Andreotti.

Der bei dem Publikum in der Bundesrepublik sehr beliebte deutsche Schauspieler Gustav Knuth erhält den Ernst-Lubitsch-Preis für seine schauspielerische Leistung in dem Film “Der Lügner” verliehen.

28.1.1962, Sonntag

Der Staatsrat der Dominikanischen Republik verfügt, alle großen Banknoten innerhalb von drei Tagen umzutauschen. So sollen die Verwandten des früheren Diktators Rafael Leonidas Trujillo, die bei der Flucht mehrere Millionen Peseten in großen Scheinen außer Landes brachten, getroffen werden.

Die Gesellschaftsversammlung der Universum-Film-AG (Ufa) in Hamburg beschließt, auf die Herstellung eigener Filme zu verzichten.

29.1.1962, Montag

Die Konferenz über die Einstellung der Kernwaffenversuche in Genf wird unterbrochen, da die Sowjetunion den Vorschlag der Westmächte ablehnt, ein Abkommen über das Verbot von Atomversuchen einer Abrüstungskonferenz der Vereinten Nationen zu übertragen.

Nach einem Streik in der spanischen Stadt Bilbao werden 3000 Arbeiter entlassen.

30.1.1962, Dienstag

Im Weißen Haus in Washington empfangen US-Präsident John F. Kennedy und seine Frau den Chefredakteur der sowjetischen Regierungszeitung “Iswestija” und Schwiegersohn Nikita S. Chruschtschows, Alexei Adschubei, zum Mittagessen.

Franz Schelle und seine Ohlstädter Crew holen mit dem Sieg im Viererbob (1:16,67 min) in Garmisch-Partenkirchen den ersten Weltmeistertitel 1962 in die Bundesrepublik.

31.1.1962, Mittwoch

Bundespräsident Heinrich Lübke trifft mit seiner Frau Wilhelmine zu einem zwölftägigen offiziellen Besuch in Berlin (West) ein.

In Punta del Este vereinbaren die Außenminister der OAS (Organisation Amerikanischer Staaten), Kuba wegen seiner prokommunistischen Haltung auszuschließen.

Von einem 15 m hohen Drahtseil stürzen vier Mitglieder der Zirkusgruppe “Die fliegenden Wallendas” während einer Vorstellung in der US-amerikanischen Stadt Detroit. Der deutsche Dieter Schöps, der erst vor zwei Monaten aus der DDR flüchtete, erliegt seinen Verletzungen.