Was geschah im Januar 1980

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1.1.1980, Dienstag

Die türkische Armeeführung ermahnt die Parteien und Politiker des Landes, angesichts des sich verschärfenden Terrorismus und der katastrophalen Wirtschaftslage gemeinsam für die Überwindung der Krise zu kämpfen.

UN-Generalsekretär Kurt Waldheim trifft in Teheran ein, wo er sich um die Freilassung der US-amerikanischen Botschaftsangehörigen bemühen will, die von iranischen Studenten als Geiseln festgehalten werden. Er beendet seine Mission am 4. Januar ohne konkrete Ergebnisse.

Bei einem schweren Erdbeben auf den Azoren kommen 52 Menschen ums Leben, 300 werden verletzt.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), zu dem sich 20 öffentliche Nahverkehrsbetriebe zwischen Wesel und Unna, Recklinghausen und Wuppertal zusammengeschlossen haben, tritt in Kraft.

Karl Otto Pöhl übernimmt die Präsidentschaft der Deutschen Bundesbank. Vizepräsident wird Helmut Schlesinger.

Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR gilt eine neue Verkehrsvereinbarung.

In Rom stirbt der sozialistische Politiker Pietro Nenni im Alter von 88 Jahren. Er hatte in den 50er und 60er Jahren das politische Leben Italiens entscheidend mitbestimmt.

Die DDR wird turnusgemäß für zwei Jahre Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Dem Gremium gehören fünf ständige (USA, Sowjetunion Frankreich, Großbritannien, China) und zehn nicht-ständige Mitglieder an.

Frankreichs Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing spricht in seiner Neujahrsrede von einer tatsächlich bestehenden Kriegsgefahr. Er bezieht sich dabei auf die Besetzung Afghanistans durch sowjetische Truppen.

In der Bundesrepublik Deutschland tritt eine Neuregelung des elterlichen Sorgerechts in Kraft, welche die Stellung des Kindes stärkt.

2.1.1980, Mittwoch

Die sowjetischen Besatzungstruppen in Afghanistan beginnen eine Großoffensive gegen die Widerstandskämpfer.

Ein Sprecher des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen erklärt, die Organisation wolle die Nahrungsmittellieferungen für Kambodscha stoppen, solange noch unverteilte Waren im Hafen von Kompong Som und in Phnom Penh lagerten.

Mehr als 100 000 gewerkschaftlich organisierte Stahlarbeiter in den verstaatlichten britischen Stahlwerken treten für höhere Löhne in den Streik.

3.1.1980, Donnerstag

Die Sowjetunion erklärt, dass sie nicht mit dem westlichen Militärblock NATO über einen Abbau der Mittelstreckenraketen in Europa verhandeln werde, solange der Nachrüstungsbeschluss der NATO nicht aufgehoben werde.

Francisco Sá Carneiro wird als neuer portugiesischer Ministerpräsident vereidigt. Er führt eine Mitte-Rechts-Koalition, die aus den Parlamentswahlen im Dezember 1979 siegreich hervorgegangen ist.

4.1.1980, Freitag

Der mauretanische Ministerpräsident Muhammad Khouna Ould Haydallah übernimmt auch das Amt des Staatspräsidenten und vereinigt damit die ganze Macht in seiner Person.

5.1.1980, Samstag

Der Senat der USA verschiebt die Ratifizierung des SALT-II-Abkommens über Abrüstung in Ost und West auf unbestimmte Zeit.

In der Volksrepublik China werden 2,1 Mio. Bücher, die während der Kulturrevolution als “giftiges Unkraut” beschlagnahmt, aber nicht vernichtet wurden, an die Besitzer zurückgegeben.

US-Präsident Jimmy Carter verhängt wegen des Einmarsches in Afghanistan eine Reihe von Sanktionen gegen die Sowjetunion.

6.1.1980, Sonntag

Aus den vorzeitigen Kongresswahlen in Indien geht die Partei der Ex-Ministerpräsidentin Indira Gandhi als Siegerin hervor. Gandhi wird vier Tage später zur Regierungschefin ernannt.

Bei einem Bombenanschlag auf das Gebäude der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg entsteht Sachschaden in Höhe von rund 1 Mio. DM. Die Täter bleiben unerkannt.

Vor dem Kölner Dom protestiert eine Gruppe von Menschen gegen den Entzug der Lehrerlaubnis für den Theologieprofessor Hans Küng durch den Vatikan.

Der österreichische Skispringer Hubert Neuper gewinnt die Vier-Schanzen-Tournee.

7.1.1980, Montag

Bundeskanzler Helmut Schmidt trifft als erster Regierungschef der Bundesrepublik Deutschland zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Spanien ein.

Das Kernkraftwerk Gundremmingen, das seit einem Unfall 1977 abgeschaltet ist, soll abgerissen werden, weil Reparaturen und Nachrüstung zu hohe Kosten verursachen würden.

Nach 28-Jähriger Unterbrechung wird der Passagierschiffsverkehr zwischen der britischen Kronkolonie Hongkong und der chinesischen Millionenstadt Schanghai wieder aufgenommen.

8.1.1980, Dienstag

Der Chef der französischen Kommunistischen Partei, Georges Marchais, trifft zu einem dreitägigen Besuch in Moskau ein. Im Gegensatz zu den spanischen und italienischen Kommunisten hat die französische KP den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan gutgeheißen.

Der Bulgare Petar Popangelov und der Sowjetrusse Alexander Tschirow sorgen beim Weltcupslalom der Herren in Lenggries für einen unerwarteten Doppelsieg der osteuropäischen Skiläufer.

In vier bundesdeutschen Städten läuft der Film “Ashram in Poona” über die Bhagwan-Bewegung an.

9.1.1980, Mittwoch

In Saudi-Arabien werden 63 Menschen hingerichtet, die 1979 die Große Moschee in Mekka besetzt hatten.

In Ajaccio überfallen Angehörige einer korsischen Separatistengruppe ein Hotel und nehmen zehn Personen als Geiseln.

Die südafrikanische Niederlassung des Automobilherstellers Ford erklärt, alle 700 schwarzen Arbeiter, die im November 1979 für höhere Löhne in den Streik getreten und daraufhin entlassen worden waren, könnten an ihre alten Arbeitsplätze zurückkehren.

10.1.1980, Donnerstag

Auf einer Pressekonferenz in Kabul rechtfertigt der neue afghanische Regierungschef Babrak Karmal den Einmarsch sowjetischer Truppen.

Die niederländische Regierung verhängt einen zweimonatigen Lohnstopp, nachdem die Tarifverhandlungen gescheitert sind. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollen dadurch Gelegenheit erhalten, eine Lohnpolitik auszuarbeiten, die den ökonomischen Problemen des Landes Rechnung trägt.

In einem Bericht an den Kongress stellen die US-amerikanischen Gesundheitsbehörden fest, dass in den letzten Jahren die Lungenkrebsrate unter Frauen drastisch gestiegen ist. Dies wird vor allem darauf zurückgeführt, dass immer mehr Frauen rauchen.

11.1.1980, Freitag

Der kubanische Regierungschef Fidel Castro bildet seine Regierung um. Er selbst übernimmt künftig neun Ressorts, die übrigen Posten besetzt er mit Kampfgefährten aus der Zeit vor der Revolution 1959.

An der Technischen Hochschule in Berlin (West) wird ein Zentrum für Antisemitismusforschung eingerichtet.

12.1.1980, Samstag

In mehreren iranischen Provinzen kommt es zu Gefechten zwischen Oppositionellen und Separatisten einerseits sowie Revolutionären Garden andererseits. In Täbris werden elf Regimegegner hingerichtet.

13.1.1980, Sonntag

Nach dreijährigem Exil kehrt der Schwarzenführer Joshua Nkomo nach Simbabwe-Rhodesien zurück, wo ihm Hunderttausende einen begeisterten Empfang bereiten.

In Karlsruhe formieren sich die Grünen als Bundespartei.

In München werden Katharina Thalbach und Otto Sander mit dem deutschen Darstellerpreis ausgezeichnet.

14.1.1980, Montag

Mit großer Mehrheit fordert die UN-Vollversammlung in einer Resolution den unverzüglichen Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan.

15.1.1980, Dienstag

Das 1977 eingerichtete Europäische Patentamt in München erteilt in einer feierlichen Zeremonie die ersten 13 Europapatente.

Der 49-Jährige Regisseur Götz Friedrich wird als Nachfolger von Siegfried Palm Generalintendant der Deutschen Oper Berlin (West). Der bisher in Hamburg tätige Friedrich wird sein neues Amt Mitte 1981 antreten.

16.1.1980, Mittwoch

Der Popmusiker Paul McCartney wird während einer Tournee mit seiner Gruppe “The Wings” in Tokio wegen Drogenbesitzes verhaftet. Am 25. setzen die japanischen Behörden den Ex-“Beatle” wieder auf freien Fuß, weisen ihn aber aus.

Heinz Dürr wird neuer Vorstandsvorsitzender des angeschlagenen Elektrokonzerns AEG Telefunken.

Auch am 380. Verhandlungstag im fünften Jahr ist im Majdanek-Prozess noch kein Ende abzusehen. In dem Verfahren vor dem Düsseldorfer Landgericht geht es um die Ermordung von 250 000 Menschen im Konzentrationslager Majdanek in der ostpolnischen Stadt Lublin.

Generalmajor Gert Bastian, Kommandeur der 12. Panzerdivision, wird zum Heeresamt nach Köln versetzt. Bastian hat in der Öffentlichkeit den Nachrüstungsbeschluss des westlichen Militärblocks NATO heftig kritisiert.

17.1.1980, Donnerstag

Der Bundestag in Bonn beschließt die Einführung eines maschinenlesbaren und fälschungssicheren Personalausweises.

In einer Regierungserklärung verurteilt Bundeskanzler Helmut Schmidt die Geiselnahme von US-Bürgern in Teheran und den Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan. Dennoch müsse die Entspannungspolitik fortgesetzt werden.

In der DDR hat der DEFA-Film “Solo Sunny” mit Renate Krössner in der Hauptrolle Premiere. Der Streifen findet auch im Westen viel Anerkennung und wird mehrfach ausgezeichnet.

50 US-amerikanische Journalisten werden wegen “unwahrer Berichterstattung” und “Einmischung in innere Angelegenheiten des Landes” aus Afghanistan ausgewiesen.

18.1.1980, Freitag

In Japan wird der größte Spionagefall der Nachkriegszeit aufgedeckt, in den mehrere hochrangige Offiziere verwickelt sind. Sie sollen als Agenten für die Sowjetunion gearbeitet haben.

Der britische Gouverneur in Simbabwe-Rhodesien, Lord Christopher Soames, verlängert den seit 1965 bestehenden Ausnahmezustand um ein halbes Jahr. Die Kolonie, die bis 1978 von einer weißen Minderheitenregierung geführt wurde, soll am 18. April in die Unabhängigkeit entlassen werden.

Ein liberianischer Supertanker rammt bei dichtem Nebel und Treibeis den Pfeiler einer Brücke, die nördlich der schwedischen Stadt Göteborg eine Insel mit dem Festland verbindet, und bringt sie zum Einsturz, sieben Fahrzeuge werden in die Tiefe gerissen, acht Menschen getötet.

19.1.1980, Samstag

In Syrien erschießen Angehörige der Moslembruderschaft zwei sowjetische Offiziere, die als Ausbilder für die syrische Armee tätig sind.

Volker Schlöndorffs Film “Die Blechtrommel” nach dem gleichnamigen Roman von Günter Grass wird von Bundesinnenminister Gerhart Baum mit der “Goldenen Leinwand” ausgezeichnet.

20.1.1980, Sonntag

Bei einem Bombenanschlag auf ein überwiegend von baskischen Nationalisten besuchtes Café in der Nähe von Bilbao werden vier Menschen getötet. Die Täter gehören vermutlich zu einer rechtsextremistischen Gruppe, die Vergeltung für den Tod eines ihrer Mitglieder angedroht hatte.

Dem jugoslawischen Staats- und Parteichef Josip Tito wird das linke Bein amputiert, nachdem vorangegangene Eingriffe keine Besserung seines Zustandes gebracht haben. Der 87-Jährige befindet sich seit Anfang Januar in einem Krankenhaus in Ljubljana.

US-Präsident Jimmy Carter schlägt einen Boykott der Olympischen Spiele in Moskau aus Protest gegen den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan vor.

21.1.1980, Montag

Bei der Eröffnung der dritten Generalkonferenz der UN-Organisation für wirtschaftliche Entwicklung (UNIDO) in Neu-Delhi fordert der indische Staatspräsident Neelam Sanjiva Reddy “radikale Änderungen in der Wirtschaftsstruktur, die den Menschen ins Zentrum stellen”.

Mit 850 US-Dollar (ca. 1660 DM) je Feinunze erreicht der Goldpreis den höchsten Stand seit seiner Freigabe 1968.

In ganz Griechenland bleiben die Einzelhandelsgeschäfte für einen Tag geschlossen. Die Ladeninhaber protestieren damit gegen Maßnahmen der Regierung zur Beschränkung von Importen und zur Kontrolle von Geschäftsgewinnen.

Beim Zusammenbruch einer Stierkampfarena in Sibcelejo/Kolumbien sterben 170 Menschen.

Die Große Chinesische Mauer, die im 3. Jahrhundert v. Chr. errichtet und während der Kulturrevolution zu einem Drittel zerstört wurde, wird unter Denkmalschutz gestellt.

22.1.1980, Dienstag

Mindestens 20 Menschen werden in San Salvador bei einer Schießerei mit Soldaten getötet. Sie hatten an einer Demonstration gegen die das Land beherrschende Militärjunta teilgenommen.

Der sowjetische Regimekritiker Andrei Sacharow wird in Moskau verhaftet und mit seiner Frau Jelena Bonner in ein Sperrgebiet bei Gorki gebracht.

In Dublin und anderen Städten Irlands protestieren Hunderttausende gegen das Steuersystem des Landes, das ihrer Ansicht nach Farmer und Selbständige begünstigt, während Arbeiter und Angestellte verhältnismäßig hoch belastet werden. Durch die Demonstrationen werden Wirtschaft und öffentliches Leben weitgehend lahmgelegt.

23.1.1980, Mittwoch

In der traditionellen Rede zum Stand der Union erklärt US-Präsident Jimmy Carter, die USA würden gegebenenfalls ihre Interessen in der Golfregion mit Waffengewalt verteidigen. Er reagiert damit auf Befürchtungen, dass die Sowjetunion nach ihrem Einmarsch in Afghanistan versuchen könnte, den gesamten Mittleren Osten unter ihre Kontrolle zu bringen.

Die Schauspielerin Lil Dagover stirbt 92jährig in Grünwald bei München. Sie war zunächst Star in vielen Stummfilmen und wurde 1926 von Max Reinhardt für die Bühne entdeckt. Später übernahm sie zahlreiche Filmrollen u.a. in “Buddenbrooks” (1959).

24.1.1980, Donnerstag

In Nicaragua wird die radikale Tageszeitung “El Pueblo” verboten. Die Zeitung hatte die Wirtschaftspläne der sozialistischen Regierung kritisiert, weil sie “der Bourgeoisie und den Geschäftsleuten große Vorteile” verschafften, den “ausgebeuteten Massen” aber wenig Möglichkeiten eröffneten.

Mit der “African Transport Workers’ Union” wird in Südafrika erstmals eine Gewerkschaft für schwarze Arbeitnehmer von der Regierung anerkannt.

Durch eine Dürreperiode und Bürgerkriegsschäden sind in Uganda etwa 2 Mio. Menschen vom Hungertod bedroht.

25.1.1980, Freitag

Bei Präsidentschaftswahlen im Iran siegt Abol Hassan Banisadr mit 75,7% der Wählerstimmen.

In Berlin (West) muss zum zweiten Mal innerhalb einer Woche Smogalarm der Stufe 1 gegeben werden.

Zum ersten Mal seit 20 Jahren gibt es bei der Rallye Monte Carlo mit dem Erfolg von Walter Röhrl und Christian Geistdörfer auf Fiat wieder einen deutschen Sieg.

26.1.1980, Samstag

Die dänische Regierung teilt mit, dass sie ihre Entscheidung über den Einstieg in die friedliche Nutzung der Atomenergie auf unbestimmte Zeit zurückstellen werde, weil die Frage der Entsorgung für radioaktive Abfälle noch ungeklärt sei. Nach Ansicht von Experten bedeutet dies, dass Dänemark vor Ende des Jahrhunderts über keinen funktionierenden Atomreaktor verfügen wird.

27.1.1980, Sonntag

In Göteborg gehen die Eiskunstlauf-Europameisterschaften zu Ende. Den Titel bei den Herren holte sich der Brite Robin Cousins, die Damenkonkurrenz entschied die DDR-Läuferin Anett Pötzsch für sich. Im Paarlauf siegten zum sechsten Mal Irina Rodnina und Alexandr Saizew aus der UdSSR.

Einen Skandal löst die Verleihung des Bremer Literaturpreises 1980 aus. Einer der Preisträger, Peter Paul Zahl, verbüßt wegen versuchten Mordes an einem Polizisten eine 15-Jährige Gefängnisstrafe.

Die Grenzen zwischen Israel und Ägypten werden offiziell geöffnet. Beide Länder haben sich nach mehr als 30 Jahren der Feindseligkeit 1978 in den Vereinbarungen von Camp David auf Schritte zu einer friedlichen Nachbarschaft geeinigt. – Nach der Grenzöffnung kommt es im Westjordanland, in Beirut und Damaskus zu heftigen Protestaktionen.

28.1.1980, Montag

In Islamabad verurteilt eine Konferenz von 36 islamischen Staaten den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan.

Die Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW) bestätigen, dass sie – wie die Stadtwerke in anderen Großstädten auch – gerichtlich gezwungen wurden, Kundendaten zur Terroristenfahndung herauszugeben.

29.1.1980, Dienstag

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entscheidet, dass alleinstehenden Männern ebenso wie Frauen ein Hausarbeitstag pro Monat zugestanden werden muss.

In San Francisco kommt eine Zigarette mit dem Namen “Free” auf den Markt, die statt Tabak Weizen, Kakaobohnenschalen, Zitrone und Melasse enthält.

30.1.1980, Mittwoch

Der DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker sagt ein für 1980 vereinbartes Treffen mit Bundeskanzler Helmut Schmidt wegen der Ost-West-Spannungen ab.

Bundesinnenminister Gerhart Baum verbietet die rechtsextreme “Wehrsportgruppe Hoffmann”, weil sie eindeutig gegen das Grundgesetz gerichtete Ziele verfolge.

Die US-Gesundheitsbehörden heben entgegen den Warnungen vieler Wissenschaftler die Beschränkungen für die Genforschung weitgehend auf.

31.1.1980, Donnerstag

Trotz anhaltender Spannungen werden in Wien die Ost-West-Gespräche über einen Truppenabbau in Mitteleuropa wieder aufgenommen.

33 Bauern aus dem Norden Guatemalas besetzen die spanische Botschaft in Guatemala City, um gegen die Politik des Präsidenten zu protestieren und die Freilassung politischer Gefangener zu erzwingen. Die Polizei stürmt das Gebäude am 1. Februar; dabei kommen 39 Menschen ums Leben.

Im Auftrag von US-Präsident Jimmy Carter besucht Ex-Boxweltmeister Muhammad Ali afrikanische Staaten, um sie für einen Boykott der Olympischen Spiele in Moskau zu gewinnen.