Was geschah im Juli 1936

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1.7.1936, Mittwoch

Die neuen Tarife der deutschen Haftpflicht- und Kaskoversicherung treten in Kraft. Unabhängig davon, ob ein Kraftfahrer an dem Unfall schuld ist oder nicht, muss er zukünftig bei einem Schadensfall mindestens die Hälfte der Jahresprämie einer Haftpflichtversicherung selbst tragen.

Vor der Völkerbundsversammlung in Genf schlägt der britische Außenminister Anthony Eden die Aufhebung der Sanktionen gegen Italien vor und fordert, dass die Annexion Abessiniens (Äthiopien) durch Italien in keiner Weise anerkannt werden dürfe.

2.7.1936, Donnerstag

Das deutsche Luftschiff LZ 129 “Hindenburg” erreicht den New Yorker Luftschiffhafen Lakehurst in neuer Rekordzeit. Für die Strecke Frankfurt am Main- New York benötigt es 51:29 Stunden.

Das deutsche Statistische Reichsamt meldet eine Steigerung des Fremdenverkehrs aus dem Ausland. Danach wurden im Mai 1936 120 000 ausländische Touristen im Deutschen Reich gezählt, was einer Steigerung gegenüber dem Vergleichsmonat des Jahres 1935 um 35% entspricht.

Die Armeekommission des französischen Senats befasst sich mit einer Erweiterung der östlichen Befestigungsanlagen (Maginot-Linie). Es wird der Bau von Befestigungsanlagen an der Grenze zur Schweiz erwogen, um eine Umgehung der Maginot-Linie durch Angreifer zu verhindern.

Das US-amerikanische Schatzamt schließt das Haushaltsjahr 1935/36 mit einem Defizit von 5,9 Milliarden Dollar (rund 14,7 Milliarden Reichsmark/RM). Damit sind die Staatsschulden der Vereinigten Staaten auf 33,9 Milliarden Dollar (rund 84,2 Milliarden RM) gestiegen.

Gegen den Vorwurf der Schwäche, den die Konservative Partei gegen ihn erhoben hat, wendet der britische Premierminister Stanley Baldwin ein, die Regierung habe sich im italienisch-abessinischen Krieg vorsichtig verhalten, um Großbritannien vor einem Krieg zu bewahren. Im übrigen sei die britische Regierung bemüht, Frankreich und das Deutsche Reich miteinander zu versöhnen, um den Frieden in Europa zu erhalten.

Im Dom zu Quedlinburg findet die Reichsfeier zum 1000. Todestag des deutschen Königs Heinrich I. statt.

3.7.1936, Freitag

In Weimar finden vom 3. bis zum 5. Juli die Feiern der NSDAP zur zehnten Wiederkehr des Ersten Reichsparteitages vom 3./4. Juli 1926 statt.

Die österreichische Bundesregierung erlässt ein Gesetz, das die Leistungen an Personen regelt, die bei der in Bankrott gegangenen Versicherungsgesellschaft “Phönix” versichert waren. Danach werden die 300 000 Versicherungsverträge einer Pauschalregelung zugeführt. Die Erfüllung der Prämienverträge wird um zwei bis fünf Jahre hinausgeschoben, im Sterbefall wird die Prämie sofort ausgezahlt.

Auf der Jugendseite der “Kieler neuesten Nachrichten” wird das Trampen, das sich einer immer größeren Beliebtheit erfreut, als Unsitte angeprangert.

Der britische Tennisspieler Fred Perry besiegt den Deutschen Gottfried von Cramm im Endspiel um die inoffizielle Tennis-Weltmeisterschaft in Wimbledon.

4.7.1936, Samstag

Der Völkerbund befasst sich in Genf mit dem Bericht des Völkerbundskommissars für Danzig, Sean Lester, in dem auf einen unterlassenen Besuch der Offiziere des deutschen Kreuzers “Leipzig” bei Lester genauso verwiesen wird wie auf die jüngst erfolgten Unruhen in der Freien Stadt. Als Reaktion darauf fordert der Senatspräsident von Danzig, Arthur Greiser, eine Überprüfung des Verhältnisses Danzigs zum Völkerbund und die Abschaffung des Völkerbundskommissariats für Danzig.

Auf einer Konferenz über Flüchtlingsfragen in Genf wird eine vorläufige Konvention über Flüchtlinge aus dem Deutschen Reich beschlossen.

Die US-Amerikanerin Helen Jacobs gewinnt das Damenfinale beim Tennisturnier von Wimbledon gegen Hilde Sperling-Krahwinkel.

Die in Palästina ansässigen Ausländer unterbreiten dem britischen Oberkommissar, Sir Arthur Wauchope, einen Friedensvorschlag zur Beilegung des Konflikts zwischen Arabern und Juden. Darin ist ein vorübergehendes Einwanderungsverbot für Ausländer und die Einstellung der Streiks durch die Araber vorgesehen.

Bei der Zehnjahresfeier des Weimarer NSDAP-Parteitages äußert sich Führer und Reichskanzler Adolf Hitler über das Wesen der NSDAP-Parteitage.

5.7.1936, Sonntag

In der Schweiz “streiken” die Kraftfahrzeugbesitzer um gegen den geplanten Alkoholbeimischungszwang zum Treibstoff zu protestieren.

6.7.1936, Montag

Die Sanktionskonferenz des Völkerbunds beschließt in Genf, die Wirtschaftssanktionen gegen Italien wegen der Annexion Abessiniens (Äthiopiens) am 15. Juli zu beenden.

Nach viermonatiger Untersuchung fällt das japanische Kriegsgericht in Tokio die Urteile gegen die Offiziere und Soldaten, die am Aufstand vom 26. Februar beteiligt waren. 17 Offiziere werden zum Tode verurteilt, zwei Angeklagte erhalten lebenslängliche Haftstrafen.

7.7.1936, Dienstag

Die britische Abordnung legt auf der Konferenz über die Neuregelung der Meerengenfrage in Montreux, bei der vor allem das Durchfahrtsrecht von Kriegsschiffen durch die Dardanellen und den Bosporus strittig ist, einen veränderten Entwurf der türkischen Vorschläge vom 22. Juni vor. Danach soll die Durchfahrt von Kriegsschiffen vollständig frei sein.

8.7.1936, Mittwoch

In Frankfurt am Main wird der Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main eröffnet.

Durch das Reichskommissariat für Preisüberwachung werden im Deutschen Reich für die Zeit der Olympischen Sommerspiele Verordnungen erlassen, die Preissteigerungen – besonders bei der “Beherbergung von Gästen aus Anlass der Olympischen Spiele” – verbieten.

9.7.1936, Donnerstag

Der deutsche Reichswirtschaftsminister Hjalmar Schacht fordert die Industrie zur verstärkten Zeichnung der Reichsanleihe auf.

Reichspropagandaminister Joseph Goebbels ordnet für die NSDAP im ganzen Deutschen Reich eine Versammlungsruhe vom 1. August bis zum 7. September 1936 an.

Das Reichsgesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre vom 17. September 1935 hat nach einem Bericht des deutschen Reichsjustizministeriums “in der strafrechtlichen Praxis schon segensreiche Bedeutung erlangt”. Eine Reihe von Gründen spreche dafür, das Verbot des außerehelichen Verkehrs zwischen Juden und Ariern nicht auf den Beischlaf zu beschränken.

Das erste deutsche Erbhofdorf, Riedrode in Hessen, wird seiner Bestimmung übergeben.

In München hat der Film “Straßenmusik” mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt Premiere. Regie führte Hans Deppe.

11.7.1936, Samstag

Der deutsche Reichspropagandaminister Joseph Goebbels verliest im deutschen Rundfunk die amtliche Erklärung über ein Freundschaftsabkommen (sog. Juliabkommen), das zwischen dem Deutschen Reich und Österreich abgeschlossen worden ist.

Das deutsche Kriegsministerium ordnet an, dass Juden nicht zur Wehrmacht einberufen werden dürfen.

Der deutsche Reichsjugendführer Baldur von Schirach erlässt eine Anordnung für das deutsche Jungvolk in der Hitlerjugend. Darin werden die Grenzen der Beanspruchung für die 10- bis 14-Jährigen bei HJ-Veranstaltungen festgelegt.

12.7.1936, Sonntag

Nach einem Erlass des deutschen Reichspostministers Paul Freiherr Eltz von Rübenach sollen künftig die Wünsche der Briefmarkensammler – was die Abstempelung von Sammlermarken betrifft – besonders berücksichtigt werden. Grundsätzlich soll die Marke nur von einem Stempelabdruck getroffen werden, der das Markenbild lediglich zu einem Drittel bedecken darf.

Ein Gesetz über die Vorführung ausländischer Filme im Deutschen Reich überträgt dem Propagandaministerium die alleinige Entscheidungsbefugnis über die Vorführungszulassung.

13.7.1936, Montag

In Berlin wird die Zentralstation des Olympia-Weltsenders fertiggestellt. Durch die zur Zeit größte Rundfunkübertragungsanlage im Deutschen Reich können 30 Sender gleichzeitig bedient werden.

In Madrid wird der Führer der spanischen Monarchisten, José Calvo Sotelo, ermordet. Als Motiv wird ein Racheakt für die Ermordung eines Polizeioffiziers durch Rechtsradikale in der Nacht zum 13. Juli angenommen. Da Unruhen befürchtet werden, lässt die spanische Regierung das anarcho-syndikalistische Parteihaus in Madrid und die Klubs der Monarchisten schließen.

14.7.1936, Dienstag

Die italienische Regierung plant, drei Divisionen aus der nordafrikanischen Kolonie Libyen abzuziehen.

In Österreich sollen in der nächsten Zeit keine politischen Prozesse statt finden; außerdem soll das für diesen Sommer erlassene Versammlungsverbot für die Woche bis zum 19. Juli gelockert werden, um der Vaterländischen Front die Möglichkeit zu geben die Bevölkerung über das Abkommen mit dem Deutschen Reich zu informieren.

Wegen zu hoher Kosten wird in Florida in den USA der Bau des Florida-Kanals eingestellt.

15.7.1936, Mittwoch

In ganz Italien wird das offizielle Ende der wirtschaftlichen Sanktionen gegen Italien von den Faschisten als Sieg gefeiert.

In einer Note an den österreichischen Bundeskanzler Kurt Schuschnigg bezüglich des deutsch-österreichischen Abkommens (sog. Juliabkommen) begrüßt Erzbischof Theodor Innitzer “mit aufrichtiger Freude und ehrlicher Genugtuung dieses Werk des Friedens”.

Die gesamte Bevölkerung Großbritanniens soll mit Gasmasken ausgerüstet werden.

16.7.1936, Donnerstag

Auf den britischen König Eduard VIII. wird nach einer Fahnenparade im Londoner Hydepark angeblich ein Anschlag verübt.

In Spanien verlängert die ständige Kommission des spanischen Landtags wegen der andauernden Unruhen den Alarmzustand im Lande um einen Monat.

Bei dem Antrittsbesuch des neuen italienischen Generalkonsuls in der Freien Stadt Danzig, Amadeo Ponzone, begrüßt der Danziger Senatspräsident Arthur Greiser Ponzone als Vertreter des Königreichs Italien und des Kaiserreichs Abessinien (Äthiopien), was einer Anerkennung der italienischen Annexion Abessiniens gleichkommt.

17.7.1936, Freitag

Ein Militärputsch in Spanisch-Marokko unter der Führung des Befehlshabers der Kanarischen Inseln, Francisco Franco, ist das Vorspiel zum Spanischen Bürgerkrieg.

Die Siemens AG bietet Kühlschränke von 60 bis 300 l Nutzraum ab 295 Reichsmark an.

Die Rebellion der chinesischen Südprovinzen geht nach fünf Wochen zu Ende.

Die französische Deputiertenkammer stimmt mit 484 gegen 85 Stimmen für den Gesetzentwurf über die Nationalisierung der französischen Rüstungsindustrie.

18.7.1936, Samstag

In Berlin wird die große Ausstellung “Deutschland” eröffnet (Dauer bis zum 23. 8.).

In zahlreichen Städten Spaniens bricht der Aufstand der Militärs aus.

19.7.1936, Sonntag

Der spanische Ministerpräsident Santiago Casares Quiroga gibt den Rücktritt seines linksrepublikanischen Kabinetts bekannt.

Die Bayreuther Festspiele werden mit einer Aufführung des “Lohengrin” von Richard Wagner eröffnet. Die Wagner-Festspiele sind wegen der Olympischen Spiele in zwei Abschnitte getrennt: Sie dauern vom 19. bis zum 30. Juli und vom 18. bis zum 31. August.

20.7.1936, Montag

In Montreux wird der neue Meerengenvertrag unterzeichnet. Direkt nach der Unterzeichnung des Abkommens marschieren türkische Truppen in die Meerengenzonen der Dardanellen und des Bosporus ein.

Im antiken Stadion von Olympia auf der Peloponnes wird das olympische Feuer entzündet.

21.7.1936, Dienstag

In Berlin hat der Spielfilm “Der Kaiser von Kalifornien” Premiere. Luis Trenker führte Regie und ist auch in der Hauptrolle zu sehen.

22.7.1936, Mittwoch

Der Moskauer Rundfunk richtet einen Aufruf an die Bevölkerung Spaniens und fordert sie auf, sich zu bewaffnen und den Aufständischen stärksten Widerstand zu leisten.

In München werden die Wagner- und Mozart-Festspiele eröffnet, die bis zum 31. August stattfinden.

Bei dem Versuch, die Eiger-Nordwand in den Berner Alpen zu besteigen, kommen zwei deutsche und zwei österreichische Alpinisten ums Leben.

Die USA, Großbritannien und Frankreich entsenden Kriegsschiffe nach Spanien, um die dort lebenden Staatsangehörigen zu schützen.

Die deutsche Reichsregierung sagt Abgesandten des spanischen Putschgenerals Francisco Franco die Hilfe des Deutschen Reiches zu.

23.7.1936, Donnerstag

Auf Beschluss der deutschen Reichsregierung wird die bisherige Gesandtschaft im abessinischen Addis Abeba in ein Generalkonsulat umgewandelt. Diese Maßnahme bedeutet indirekt eine Anerkennung der italienischen Annexion Abessiniens (Äthiopiens) durch das nationalsozialistische Regime.

Während einer Zusammenkunft von Regierungsvertretern Frankreichs, Belgiens und Großbritanniens einigen sich die drei Locarno-Pakt-Staaten darauf, Italien und das Deutsche Reich zu einer Konferenz aller Staaten einzuladen, die 1925 den Locarno-Pakt zur Sicherung des europäischen Grenzverlaufs unterzeichnet haben.

Im nordspanischen Burgos wird eine provisorische “nationale” Regierung unter dem Vorsitz des aufständischen Generals Miguel Cabanellas gebildet.

24.7.1936, Freitag

Aufgrund der Gerüchte über Waffenlieferungen Frankreichs an die spanische Regierung, entrüstet sich die konservative Presse gegen die Regierung Léon Blum.

Bei der Firma Auto-Union in Spandau treten 600 Arbeiter in den Streik, um gegen Lohnkürzungen zu protestieren.

Zum Schutz der deutschen Staatsangehörigen in Spanien” laufen die deutschen Panzerschiffe “Admiral Scheer” und “Deutschland” aus.

25.7.1936, Samstag

Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ernennt den Gesandten in Wien, Franz von Papen, aus Anlass des deutsch-österreichischen Vertragsabschlusses vom 11. Juli zum “außerordentlichen und bevollmächtigten” Botschafter in Wien.

Nach schweren Kämpfen nördlich der spanischen Hauptstadt Madrid wird ein Angriff aufständischer Truppen unter der Führung General Emilio Molas durch Regierungstruppen zurückgeschlagen.

Der Regierungsrat des schweizerischen Kantons Bern verbietet – unter dem Eindruck des Bergunglücks vom 22. Juli, bei dem zwei Deutsche und zwei Österreicher ums Leben kamen – bis auf weiteres das Besteigen der Eiger-Nordwand.

26.7.1936, Sonntag

In geheimer Mission transportieren italienische Flugzeuge aufständische Truppen von Marokko nach Spanien.

Nach der neuesten Bekanntgabe des deutschen Reichsverkehrsministeriums sind in der Woche vom 20. bis zum 26. Juli auf deutschen Straßen 151 Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen und 4256 verletzt worden.

Der deutsche Rennfahrer Bernd Rosemeyer gewinnt auf Auto-Union den Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring. Zweiter wird – ebenfalls auf Auto-Union – Hans Stuck vor dem Italiener Antonio Brivio auf Alfa Romeo.

27.7.1936, Montag

Der Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP, Ernst Wilhelm Bohle, richtet einen “Hilfsfonds für die geschädigten Spanien-Deutschen” ein.

Im Deutschen Reich beginnt der Sommer-Schluss-Verkauf, der bis zum 1. August dauert.

28.7.1936, Dienstag

Nach einer Mitteilung des Deutschen Reichspostministeriums wird der Paketverkehr nach Spanien ab sofort eingestellt.

Vom 28. Juli bis zum 31. August finden in Salzburg die Festspiele statt.

Die britische Mannschaft schlägt Australien im Davis-Pokal-Endspiel in Wimbledon 3:2.

In einem Abkommen zwischen dem deutschen Reichssportbund und der Hitlerjugend (HJ) wird festgelegt, dass die HJ die sportliche Ertüchtigung der 10- bis 14-Jährigen übernimmt. Entsprechende Abteilungen beim deutschen Reichssportbund sollen aufgelöst werden.

29.7.1936, Mittwoch

Nachdem es in Spanien zu Protesten gegen die deutsche und italienische Einmischung in den Spanienkonflikt gekommen ist, schreibt die deutsche Presse, dass es höchst bedauerlich sei “wenn man in Spanien duldet, dass erwiesenermaßen neutrale Länder einer Einmischung in rein innerpolitische Angelegenheiten beschuldigt werden”.

Nach einem Erlass des deutschen Reichsverkehrsministeriums werden ab dem 1. August alle Strafen wegen Verletzung der Verkehrsvorschriften in den Führerschein eingetragen.

30.7.1936, Donnerstag

Die italienische Regierung sendet zwölf Flugzeuge und einen Frachter mit Munition an die Truppen des spanischen Putschgenerals Francisco Franco.

Das französische Parlament verabschiedet einen Gesetzesvorschlag, der den Frauen in Frankreich das gleiche aktive und passive Wahlrecht wie den Männern zuerkennt.

Die Einfuhr von Rohkaffee in das Deutsche Reich hat im ersten Halbjahr 1936 gegenüber dem gleichen Zeitraum 1934 um 2,4% zugenommen. Es wurden 72 700 t Kaffee im Gesamtwert von 58,2 Millionen Reichsmark vorwiegend aus Brasilien eingeführt.

31.7.1936, Freitag

Der deutsche Reichspropagandaminister Joseph Goebbels eröffnet in Berlin die Kunstausstellung des Internationalen Kunstwettbewerbs der XI. Olympischen Spiele.

Das in Berlin tagende Internationale Olympische Komitee vergibt die XII. Olympischen Spiele an die japanische Hauptstadt Tokio.