Was geschah im Juli 1946

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1.7.1946, Montag

Die britische Militärregierung in Deutschland genehmigt die Gründung des Deutschen Städtetages; der Zusammenschluss von 58 Städten der britischen Besatzungszone unter dem Vorsitz des Kölner Oberbürgermeisters Hermann Pünder repräsentiert rund 11 Millionen Einwohner.

Nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel sind bislang rund 6,5 Millionen Deutsche aus den jetzt polnischen Gebieten östlich von Oder und Neiße sowie aus Ost- und Südosteuropa vertrieben worden.

In Leningrad wird die Oper “Krieg und Frieden” des russischen Komponisten Sergei S. Prokofjew nach dem gleichnamigen Roman von Lew N. Graf Tolstoi (1828 – 1910) uraufgeführt.

In Oberursel bei Frankfurt am Main erscheint die erste Ausgabe der politischen Zeitschrift “Europa-Archiv”.

Mit Beginn des Sommerfahrplans werden die drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands wieder in den internationalen Zugverkehr einbezogen.

In der niederländischen Hauptstadt Den Haag stellt Louis Beel von der Katholischen Volkspartei sein neues Kabinett vor, dem Volkskatholiken, Sozialdemokraten und Parteilose angehören.

Mit einem britischen Großflugzeug vom Typ “Bristol” wird der regelmäßige zivile Luftverkehr einer britischen Fluggesellschaft zwischen London und New York aufgenommen.

2.7.1946, Dienstag

Der stellvertretende US-amerikanische Militärgouverneur in Deutschland, General Lucius DuBignon Clay, stimmt einer Amnestie deutscher Jugendlicher, die nach dem 1. Januar 1919 geboren worden sind, zu.

In der tschechoslowakischen Hauptstadt Prag stellt der kommunistische Ministerpräsident Klement Gottwald sein Kabinett vor, dem Kommunisten, Sozialdemokraten und Volkssozialisten angehören.

Auf einer Pressekonferenz in der polnischen Hauptstadt Warschau protestiert der Vorsitzende der polnischen Volkspartei, Stanislaw Mikolajczyk, gegen angebliche Manipulationen bei der Volksabstimmung im Juni über grundsätzliche politische Fragen.

3.7.1946, Mittwoch

In der französischen Hauptstadt Paris gründen Anhänger des früheren Ministerpräsidenten General Charles de Gaulle die “Gaullistische Union”.

Der US-amerikanische Präsident Harry Spencer Truman erklärt in Washington die Bereitschaft seiner Regierung, insgesamt 100 000 jüdische Einwanderer auf Kosten der USA nach Palästina zu transportieren.

In einem Kommentar der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS werden die US- amerikanischen Atombombenversuche auf dem Bikiniatoll im Südpazifik als Untergrabung des Abrüstungswillens bezeichnet.

4.7.1946, Donnerstag

Auf Beschluss des Obersten Sowjet der UdSSR wird die Stadt Königsberg in Kaliningrad umbenannt. Die gesamte Nordhälfte Ostpreußens heißt in Zukunft Gebiet Kaliningrad.

In Anwesenheit von Delegationen aus über 50 Staaten wird in Manila die Unabhängige Republik Philippinen proklamiert.

5.7.1946, Freitag

In Paris tritt die Außenministerkonferenz der Grosmächte (USA, Großbritannien, Frankreich und UdSSR), die im Juni unterbrochen worden war, wieder zusammen.

Im Berliner Hebbel-Theater findet eine vielbeachtete Aufführung von Thornton Wilders “Wir sind noch einmal davongekommen” unter der Regie von Karlheinz Stroux statt.

6.7.1946, Samstag

In Erfurt findet der Parteitag der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands statt, auf dem der Parteivorsitzende Wilhelm Külz in seinem Amt bestätigt wird.

7.7.1946, Sonntag

Die britische Regierung übergibt den im Zweiten Weltkrieg von britischen Militärangehörigen in der Nähe der isländischen Hauptstadt Reykjavik gebauten Flughafen offiziell an Island.

Papst Pius XIl. spricht im Vatikan Francesca Saveria Cabrini, die Gründerin des Ordens vom Heiligen Herzen, als erste US-Amerikanerin heilig.

In Berlin erscheint die erste Ausgabe der Zeitschrift “Sonntag”, die vom Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands herausgegeben wird.

8.7.1946, Montag

Die sowjetische Militärregierung in Österreich weist aus ihrer Besatzungszone 54 000 Deutsche mit der Begründung aus, es handele sich bei ihnen um Volksdeutsche, die aus diesem Grund in der sowjetischen Besatzungszone kein Wohnrecht besäßen.

Im Londoner Stadtteil Wimbledon enden die internationalen englischen Tennismeisterschaften. Sieger im Herren-Einzel wird Yvon Petra aus Frankreich. Das am 24. Juni begonnene Turnier wurde zum ersten Mal seit sieben Jahren ausgetragen.

9.7.1946, Dienstag

Auf der Außenministerkonferenz in Paris lehnt der sowjetische Außenminister Wjatschelaw M. Molotow einen Friedensvertragsentwurf der USA für Deutschland ab.

Der Christdemokrat Peter Altmeier wird vom rheinland-pfälzischen Landtag in Koblenz zum Ministerpräsidenten des Landes gewählt.

In der albanischen Hauptstadt Tirana unterzeichnen Albaniens Ministerpräsident Enver Hoxha und der jugoslawische Außenminister Stanoje Simic einen Freundschafts- und Beistandspakt zwischen beiden Ländern.

In Stockholm gewinnt die Fußballnationalmannschaft Schwedens ein Länderspiel gegen die Schweiz mit 7:2 Toren.

10.7.1946, Mittwoch

Der sowjetische Außenminister Wjatscheslaw M. Molotow legt in einer Rede auf der in Paris tagenden Außenministerkonferenz der Großmächte die Grundzüge der sowjetischen Deutschlandpolitik dar.

Der Alliierte Kontrollrat in Deutschland erlässt ein Gesetz, das die Beschäftigung von Frauen bei Bau- und Aufräumungsarbeiten gestattet, um damit den Mangel an männlichen Arbeitskräften auszugleichen.

Der Zonenbeirat der britischen Besatzungszone Deutschlands beschliest in Hamburg die Einrichtung eines Flüchtlingsausschusses, der die Integration der Vertriebenen koordinieren soll.

Auf Anordnung der Oberpostdirektion in der US-Zone wird die “Deutsche Reichspost” in der US-Zone in “Deutsche Post” umbenannt.

Der Generaldirektor der Hilfsorganisation United Nations Relief and Rehabilitation Administration, Fiorello La Guardia, verfügt die Einstellung der Lieferungen nach China, weil die nationalchinesische Regierung von Präsident Chiang Kai-shek die Güter zu politischen Zwecken im Kampf gegen die Kommunisten missbrauche.

11.7.1946, Donnerstag

Tagelange Regenfälle führen im Gebiet von Garmisch-Partenkirchen zu schweren Überschwemmungen. Sämtliche Straßen- und Eisenbahnverbindungen sind unterbrochen.

Ein britischer Militärpilot stellt in Südengland mit einem Strahlturbinenflugzeug vom Typ Gloster “Meteor” mit 1013 km/h einen Geschwindigkeitsweltrekord auf.

12.7.1946, Freitag

Die US-amerikanische Militärregierung in Deutschland veröffentlicht eine rund 1000 Titel umfassende Liste von nationalsozialistischer Literatur, die aus öffentlichen Bibliotheken zu entfernen ist.

In Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania) stellen Wissenschaftler den ersten mit Elektronenröhren arbeitenden Rechner vor.

13.7.1946, Samstag

Die Südpazifikinseln Borneo und Celebes werden wieder unter niederländische Verwaltung gestellt.

In Ungarn werden durch einen Erlass der Regierung im Rahmen der Bekämpfung bürgerlicher und klerikaler Organisationen der ungarische Pfadfinderverband und die katholische Studentenorganisation verboten.

14.7.1946, Sonntag

Die finnische Regierung beschließt, alles deutsche Eigentum in Finnland an die Sowjetunion zu übergeben.

Nach regierungsfeindlichen Unruhen in Ägypten verfügt die Regierung des Landes in Kairo die Auflösung von elf kommunistischen Organisationen.

15.7.1946, Montag

Der britische Generalgouverneur von Birma, Sir Reginald Hugh Dorman-Smith, verbietet die Kommunistische Partei sowie die von Kommunisten geführte Gewerkschaftsorganisation des südostasiatischen Landes.

Die türkische Regierung in Ankara erlässt eine Lockerung der Zensurbestimmungen des Landes. Künftig darf das Erscheinen einer Zeitung nur noch nach vorheriger Prüfung durch ein Gericht verboten werden.

In mehreren Wojewodschaften (Regierungsbezirken) Polens kommt es zu schweren Ausschreitungen von Polen gegen jüdische Bewohner des Landes.

Die tschechoslowakische Regierung teilt in Prag mit, dass ab sofort täglich 12 000 Deutsche aus der CSR in die vier Besatzungszonen Deutschlands ausgesiedelt werden.

Draža Mihailovic, der frühere jugoslawische Kriegsminister und Führer der bürgerlichen Partisanenbewegung im Zweiten Weltkrieg, wird von einem Militärgerichtshof in Tropcider zum Tode verurteilt.

In den drei Ländern der US-Zone treten Landesversammlungen zusammen, die Verfassungen für Württemberg-Baden, Groß-Hessen und Bayern ausarbeiten sollen.

16.7.1946, Dienstag

Angesichts von Meinungsverschiedenheiten unter den Teilnehmern der Pariser Außenministerkonferenz schlägt der US-amerikanische Außenminister James Francis Byrnes eine engere wirtschaftliche Kooperation der drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands vor.

Ein US-amerikanisches Militärgericht in Dachau fällt im Prozess gegen 73 ehemalige deutsche Wehrmachtsangehörige die beschuldigt werden, während der Ardennenoffensive im Winter 1944/45 US-amerikanische Kriegsgefangene ermordet zu haben, die Urteile. 43 Angeklagte werden zum Tode, 22 zu lebenslänglich Zuchthaus, acht weitere zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt.

17.7.1946, Mittwoch

Vor dem Internationalen Gerichtshof in Nürnberg erklärt sich der frühere deutsche Reichsjugendführer und ehemalige Gauleiter von Wien, Baldur von Schirach, bereit, an der Auslöschung des von ihm verbreiteten nationalsozialistischen Gedankengutes mitzuarbeiten.

Die US-amerikanische Militärregierung in Österreich übergibt in einem offiziellen Akt die ehemaligen Hermann-Göring-Werke in Linz an der Donau, die Tauernkraftwerke sowie die Lenzinger Zellwolle- und Papierfabrik der österreichischen Regierung zur treuhänderischen Verwaltung.

18.7.1946, Donnerstag

Der britische Militärgouverneur in Deutschland, Marschall Sir Sholto Douglas, ordnet die Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen aus den preußischen Provinzen Nordrhein und Westfalen an; ein entsprechendes Gesetz tritt am 23. August in Kraft.

Die französische Besatzungsmacht in Deutschland befiehlt die Abtrennung eines Gebietes von rund 900 km² von ihrer Zone und dessen Eingliederung in das Saarland.

In Wien wendet sich der österreichische Bundeskanzler Leopold Figl gegen die Auffassung der sowjetischen Militärregierung in Österreich, von Deutschen in Österreich erworbener Besitz sei “deutsches Eigentum” und müsse als solcher an die Besatzungsmächte abgegeben werden.

19.7.1946, Freitag

Rund 100 000 Arbeiter demonstrieren in der französischen Hauptstadt Paris für eine Gewinnbeteiligung der Belegschaften an den Betrieben.

Auf der Berliner Pferderennbahn Hoppegarten wird nach zweijähriger Unterbrechung erstmals wieder ein Galopprennen ausgetragen.

Die in Moskau erscheinende sowjetische außenpolitische Zeitschrift “Neue Zeit” wirft in ihrer heutigen Ausgabe den Vereinigten Staaten vor, im Fernen Osten eine politische und wirtschaftliche Vorherrschaft anzustreben.

Der stellvertretende US-Militärgouverneur in Deutschland, General Lucius DuBignon Glay, verfasst für den US-amerikanischen Außenminister James Francis Byrnes ein Memorandum, in dem er Vorschläge für die Einrichtung einer provisorischen deutschen Zentralregierung macht.

20.7.1946, Samstag

Die Regierung der Vereinigten Staaten ermächtigt ihren Militärgouverneur in Deutschland, General Joseph T. McNarney, Maßnahmen zu ergreifen, die zu einer wirtschaftlichen Zusammenlegung der Besatzungszonen in Deutschland führen sollen.

Das jugoslawische Kabinett verabschiedet in Belgrad ein Gesetz über die Verstaatlichung und Zentralisierung der Versicherungsunternehmen des Landes.

21.7.1946, Sonntag

An Bord des US-Frachtschiffes “American Ranger” trifft in Bremerhaven die erste Ladung von 3000 Hilfspaketen ein, die für die deutsche Bevölkerung der britischen und der US-amerikanischen Zone bestimmt sind.

Bei den Parlamentswahlen in der Türkei gewinnt die Republikanische Volkspartei 395 von insgesamt 465 Sitzen; auf die Demokratische Partei entfallen 64 und auf die Unabhängigen sechs Mandate.

Der deutsche Automobilrennfahrer Hermann Lang, der vor dem Krieg bereits zahlreiche Grand-Prix-Siege errungen hatte, gewinnt im Schwarzwald das erste seit Kriegsende in Deutschland ausgetragene Bergrennen.

In der schweizerischen Stadt Genf gewinnt der italienische Automobilrennfahrer Guiseppe Farina auf einem Wagen der Marke Alfa Romeo den “Großen Nationenpreis”.

22.7.1946, Montag

Aus den Wahlen zur indischen Verfassunggebenden Versammlung geht die Kongresspartei, welche die Interessen der hinduistischen Bevölkerungsmehrheit vertritt, als Siegerin hervor; von 296 Sitzen erringt sie 202. Auf die Moslemliga entfallen 73, auf Unabhängige sieben Sitze.

Die bolivianische Regierung wird durch einen von Arbeitern und Studenten getragenen Putsch gestürzt. Bei den Kämpfen in La Paz, dem Regierungssitz, wird der seit 1943 amtierende Präsident Gualberto Villaroel von Aufständischen ermordet.

Delegationen aus 51 Ländern unterzeichnen in New York (USA) die Gründungsurkunde der World Health Organization, der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen.

Die Sowjetunion beginnt eine größere Freilassungsaktion deutscher Kriegsgefangener; ein erster Transport von 3000 Entlassenen trifft noch am selben Tag im Lager Gronenfeld bei Frankfurt an der Oder ein.

Das im Jerusalemer Hotel “King David” untergebrachte Hauptquartier der britischen Mandatstruppen in Palästina wird durch einen Bombenanschlag der jüdischen Untergrundorganisation “lrgun Zwai Leumi” zu großen Teilen zerstört; 91 Menschen kommen bei dem Attentat ums Leben.

23.7.1946, Dienstag

In den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands werden mit Beginn der 91. Zuteilungsperiode die Rationen für Fett und Fleisch drastisch gekürzt.

Im Reiseverkehr zwischen der US-amerikanischen und der britischen Besatzungszone Deutschlands bestehen vom heutigen Tage an keinerlei Beschränkungen mehr.

In White Sands (US-Bundesstaat New Mexico) erreicht eine Rakete des Typs “V 2” bei einem Test eine Flughöhe von rund 120 km.

24.7.1946, Mittwoch

Auf dem Bikiniatoll im Südpazifik wird von den Streitkräften der Vereinigten Staaten ein zweiter Nuklearsprengsatz zur Explosion gebracht; die Zündung erfolgt 35 m unter dem Wasserspiegel.

Der österreichische Nationalrat verabschiedet in Wien ein Gesetz über die Behandlung ehemaliger Nationalsozialisten, das abgestufte Sanktionen gegen die betroffenen Personen nach dem Grad ihrer Verstrickung in nationalsozialistische Verbrechen vorsieht.

25.7.1946, Donnerstag

Die Militärregierungen Großbritanniens und Frankreichs in Deutschland schließen ein Interzonen-Handelsabkommen, das einen Warenaustausch im Wert von zunächst rund 86 Millionen Reichsmark vorsieht.

In Ungarn werden rund 300 Beamte des Außenministeriums, davon rund 150 Diplomaten, unter dem Vorwurf antidemokratischer Tätigkeit aus dem Staatsdienst entlassen.

26.7.1946, Freitag

Im Züricher Schauspielhaus findet die deutschsprachige Erstaufführung des Theaterstücks “Die Irre von Chaillot” des französischen Dramatikers Jean Giraudoux statt.

Vertreter der britischen und der US-amerikanischen Regierungen legen in London einen Plan zur Beilegung des Palästina-Konflikts vor, der die Teilung des Landes vorsieht.

Der US-amerikanische Präsident Harry Spencer Truman bekundet in einer Erklärung sein Festhalten an den Plänen der Vereinigten Staaten zur Atomenergie.

27.7.1946, Samstag

Das rumänische Innenministerium gibt in Bukarest die Verhaftung von 73 Personen, darunter der ehemalige Ministerpräsident General Nicolae Radescu, bekannt. Sie werden der Vorbereitung eines faschistischen Putsches gegen die Regierung beschuldigt.

In einer Rede vor dem britischen Unterhaus in London spricht sich der frühere Premierminister Winston Churchill für eine Rückgabe des britischen Mandats über Palästina für den Fall aus, dass eine Lösung des Konflikts zwischen Juden und Arabern nicht gefunden werden könne.

28.7.1946, Sonntag

Die sowjetische Besatzungsmacht in Deutschland veröffentlicht eine Gemeindewahlordnung für ihre Zone.

Das Finale im Herreneinzel der Internationalen Tennismeisterschaften von Frankreich in Paris gewinnt der Franzose Marcel Bernard gegen Jaroslaw Drobny aus der CSR.

Servette Genf wird durch einen 3:1-Sieg über Xamax Neuchâtel schweizerischer Fußballmeister.

29.7.1946, Montag

In Paris beginnt eine Konferenz, auf der die Friedensverträge mit den ehemaligen Verbündeten des Deutschen Reiches ausgehandelt werden. Sie dauert bis zum 15. Oktober.

Der ehemalige französische Ministerpräsident Charles de Gaulle spricht sich in einer Rede in Bar-Le-Dux für die Schaffung eines deutschen Staatenbundes aus. Die Westgrenze dieser Konföderation soll am Rhein, seine Ostgrenze an der Oder verlaufen.

Die britische Militärverwaltung ernennt den bisherigen Oberpräsidenten der Provinz Westfalen, Rudolf Amelunxen, zum Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das Obstbaugebiet Altes Land, das seit geraumer Zeit ein bevorzugtes Ziel für Hamsterfahrten ist, wird von der britischen Militärregierung in Deutschland zum Sperrgebiet erklärt.

Die Fédération Internationale de Football Association schließt in Luxemburg auf ihrer ersten Sitzung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Verbände von Deutschland und Japan aus und bestimmt Brasilien als Austragungsort für die Weltmeisterschaft 1950.

30.7.1946, Dienstag

Die britischen Vertreter im Alliierten Kontrollrat in Deutschland stimmen dem Vorschlag der USA zur Zusammenlegung der US-amerikanischen und britischen Besatzungszonen zu.

31.7.1946, Mittwoch

Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. wird aufgelöst.