Was geschah im Juli 1958

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1.7.1958, Dienstag

Nach Angaben von US-Außenminister John Foster Dulles wollen die Vereinigten Staaten nur im äußersten Notfall im Libanon eingreifen, falls die Bemühungen der Vereinten Nationen um eine Lösung des innenpolitischen Konflikts scheitern sollten.

In Genf beginnt die “Konferenz von Experten zum Studium der Möglichkeiten der Aufdeckung von Verletzungen eines möglichen Abkommens über die Einstellung nuklearer Versuche”, an der Vertreter der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Kanadas, der UdSSR, Polens, Rumäniens und der Tschechoslowakei teilnehmen.

In der Bundesrepublik tritt das 1957 verabschiedete Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts in Kraft.

2.7.1958, Mittwoch

Der Bundestag beschließt einstimmig, die Bildung eines Vier-Mächte-Gremiums zur Lösung der deutschen Frage zu beantragen.

Vor einer Gruppe US-amerikanischer Touristen bricht ein Wachsoldat der berittenen britischen Garde eine uralte Tradition seiner Truppe – er spricht die Passanten an.

Amintore Fanfani von den Christlichen Demokraten wird neuer italienischer Ministerpräsident nach den Neuwahlen vom 25. Mai. In seinem Kabinett sind auch die Sozialdemokraten mit vier Ministern vertreten.

3.7.1958, Donnerstag

Zum Abschluss einer zweiten dreitägigen Reise durch Algerien kündigt der seit dem 1. Juni amtierende französische Ministerpräsident Charles de Gaulle umfangreiche finanzielle Hilfen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes an.

Der ehemalige SS-Hauptscharführer und Arrestverwalter des Konzentrationslagers Buchenwald, Gerhard Martin Sommer, wird wegen Mordes in 25 Fällen zu lebenslanger Zuchthausstrafe und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt. Gerhard Martin Sommer wurde nachgewiesen, dass er mindestens 25 KZ-Häftlinge durch Injektionen getötet hat.

Fritz Thiedemann aus Elmshorn wird auf Meteor Europameister der Springreiter beim Championat in Aachen vor dem Italiener Piero d’Inzeo auf The Rock und Titelverteidiger Hans Günter Winkler auf Halla.

4.7.1958, Freitag

Mit den Stimmen der Regierungsparteien CDU/CSU und DP verabschiedet der Bundestag den Haushalt 1958 mit einem Gesamtvolumen von 36,8 Milliarden DM.

Die UN-Beobachtertruppe im Libanon erklärt in einem ersten Bericht, dass sie keine Infiltration von Ausländern und keinerlei Waffenschmuggel habe feststellen können. Der libanesische Staatspräsident Kamil Schamun bezeichnet die Stellungnahme als “tief enttäuschend” und wirft den UN-Beobachtern Untätigkeit vor.

Das Parlament von Formosa (Taiwan) billigt die Ernennung Tschen Tschengs zum Ministerpräsidenten.

5.7.1958, Samstag

Das Internationale Tennisturnier in Wimbledon, das am 23. Juni begonnen hat, endet mit einem Zweisatzsieg der Vorjahressiegerin Althea Gibson (USA) über die Britin Angela Mortimer. Bei den Herren setzt sich der Australier Ashley Cooper in vier Sätzen gegen seinen Landsmann Neale Fraser durch.

Zum Abschluss ihrer viertägigen Sitzung in Paris erklärt die Versammlung der Westeuropäischen Union (WEU), der vom polnischen Außenminister Adam Rapacki vorgeschlagene Plan einer atomwaffenfreien Zone in Mitteleuropa stelle eine tödliche Gefahr für den Westen dar.

6.7.1958, Sonntag

Bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen erzielt die CDU mit 104 von 200 Parlamentssitzen die absolute Mehrheit.

Einen großen Wahlerfolg kann die mexikanische Regierungspartei, die Revolutionäre Institutionelle Partei, bei den Präsidenten- und Kongresswahlen erringen. Ihr Kandidat Adolfo Lopez Mateos erhält 6,7 Millionen Stimmen, für den Kandidaten der oppositionellen Nationalen Aktion, Luis Hector Alvarez, stimmen 0,7 Millionen Mexikaner.

Die Stimmbürger der Schweiz billigen in einer Volksabstimmung zwei neue Verfassungsartikel, den Filmartikel und den Straßenbauartikel.

7.7.1958, Montag

Bei den finnischen Reichstagswahlen, die am Sonntag und Montag abgehalten werden, kann die Kommunistische Partei 50 (bisher 43) der 200 Sitze erreichen und wird damit stärkste Fraktion; am 29. August bilden die Sozialdemokraten und die Agrarpartei, die über je 48 Mandate verfügen, gemeinsam mit der Sammlungspartei (29 Sitze) sowie der finnischen (8) und der schwedischen Volkspartei (14) eine Koalitionsregierung unter dem Sozialdemokraten Karl August Fagerholm.

Mit Wirkung zum 1. Januar 1959 verzichtet die UdSSR auf die Zahlung der Stationierungskosten für ihre in der DDR befindlichen Truppen.

In der DDR werden die Preise für Milch, Quark, verschiedene Käsesorten sowie Schweinefleisch herabgesetzt, was nach amtlichen Angaben die Kaufkraft der Bevölkerung um jährlich 400 Millionen Mark steigert.

Im Belgrade Theatre in Coventry wird das Drama “Hühnersuppe mit Graupen” des sozialkritischen Autors Arnold Wesker uraufgeführt.

8.7.1958, Dienstag

Die Internationalen Filmfestspiele in Berlin (West), die am 27. Juni begonnen haben, gehen zu Ende.

Der ehemalige französische Ministerpräsident Georges Bidault gibt die Gründung einer neuen Partei, der Christlich-Demokratischen Bewegung Frankreichs, bekannt. Ihre Ziele sind der Zusammenschluss Europas, die Verteidigung Algeriens und die Weiterführung der Aufgabe Frankreichs in seinen überseeischen Besitzungen.

9.7.1958, Mittwoch

Dem ehemaligen Arzt des Konzentrationslagers Buchenwald, Hans Eisele, der per Haftbefehl gesucht wird, gelingt die Flucht ins Ausland.

Die US-amerikanische Luftwaffe schießt eine “Thor-Able”-Rakete mit einer Maus an Bord ins Weltall. Die Raketenspitze kehrt nach amerikanischen Angaben am folgenden Tag unversehrt zur Erde zurück, kann jedoch nicht aufgefunden werden.

10.7.1958, Donnerstag

Die Nationalversammlung von Kambodscha billigt einstimmig die Einsetzung von Prinz Norodom Sihanouk als Ministerpräsident.

In seiner letzten Sitzung vor den Parlamentsferien billigt der österreichische Nationalrat in Wien u.a. ein Ladenschlussgesetz, das einen allgemeinen Geschäftsschluss für 18 Uhr bzw. 18.30 Uhr für die Lebensmittelgeschäfte sowie die Einhaltung eines freien Nachmittags pro Woche festlegt.

11.7.1958, Freitag

Der Schweizer Bundesrat entscheidet sich grundsätzlich für die Ausrüstung der Armee mit Atomwaffen.

Ausgezeichnet werden zwei am Putsch vom 13. Mai in Algier beteiligte französische Generäle: Brigadegeneral Jacques Massu wird zum Disivionsgeneral befördert, General Raoul Salan wird mit der Militärmedaille geehrt.

12.7.1958, Samstag

Die EWG-Landwirtschaftsminister beenden eine zehntägige Konferenz im italienischen Stresa, auf der Grundlagen für eine gemeinsame Agrarpolitik festgelegt werden.

13.7.1958, Sonntag

Zwischen Ägypten und der Suezkanalgesellschaft wird ein Entschädigungsabkommen unterzeichnet.

Das Deutsche Derby in Hamburg, das am 9. Juli begonnen hat, gewinnt der Springreiter Fritz Thiedemann (Elmshorn) auf Finale, mit seinem Pferd Meteor sichert er sich außerdem den dritten Platz. Den zweiten Platz belegt überraschend der Sowjetrusse Eduard Schabailow auf Boston.

14.7.1958, Montag

Nach einem militärischen Staatsstreich wird in Bagdad die Republik Irak ausgerufen. König Feisal II., Kronprinz Abd Allah und der Ministerpräsident der Arabischen Föderation von Irak und Jordanien, Nuri es-Said, werden getötet.

Der algerische Rebellenführer Mohammed Bellounis wird von Franzosen erschossen.

Wegen anhaltender Unruhen verhängt der britische Gouverneur von Zypern, Sir Hugh Foot, für 48 Stunden den Ausnahmezustand.

15.7.1958, Dienstag

Auf Ersuchen des libanesischen Präsidenten Kamil Schamun landen 5000 Mann einer US-amerikanischen Marineeinheit südlich von Beirut, um gemäß der Eisenhower-Doktrin von 1957 für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

Der Irak tritt aus der Arabischen Föderation mit Jordanien aus, die am 14. Februar geschlossen wurde. – Am selben Tag erkennt die Vereinigte Arabische Republik als erster Staat die Republik Irak an.

Die Südafrikanische Union wird wieder Vollmitglied der Vereinten Nationen (UN), nachdem das Land im November 1956 seine Mitwirkung in der Weltorganisation aus Protest gegen die Behandlung der Rassenfrage durch die UN fast vollständig eingestellt hat.

16.7.1958, Mittwoch

Die Sowjetunion und die Volksrepublik China protestieren gegen die US-amerikanische Intervention im Libanon am 14. Juli und fordern den sofortigen Truppenrückzug. Der indische Premierminister Jawaharlal Nehru erklärt zur Lage im Nahen Osten, dass die Einmischung Außenstehender im Libanon die Gefahr der völligen Vernichtung der Menschheit in sich berge.

Zum Abschluss des fünften SED-Parteitags, der am 10. Juli in Berlin (Ost) begonnen hat, wird der Übergang zur “Vollendung des Sozialismus” verkündet und der Beschluss gefasst, den Lebensstandard der Bundesrepublik bis 1961 zu überflügeln.

US-amerikanische Flugzeuge überfliegen Westösterreich und verletzen damit die Neutralität des Landes. Die österreichische Regierung in Wien protestiert am 17. Juli gegen die Verletzung des Luftraums; am 21. Juli schließt sich die Sowjetunion dem Protest an.

17.7.1958, Donnerstag

In Zürich wird die zweite Saffa – die Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit – eröffnet. Sie dauert bis zum 15. September.

In München gibt das Moskauer Bolschoi-Ballett sein erstes Gastspiel in der Bundesrepublik.

Auf ein Hilfegesuch König Husseins hin landen britische Fallschirmjägertruppen in Jordanien.

Zu einem Blitzbesuch trifft der Präsident der Vereinigten Arabischen Republik (VAR), Gamal Abd an Nasser, in Moskau ein, wo er mit Ministerpräsident Nikita S. Chruschtschow “die zur Erhaltung des Friedens notwendigen Maßnahmen” erörtert.

18.7.1958, Freitag

Zur britischen Intervention in Jordanien erklärt die sowjetische Regierung, die Aktion habe die Zerschlagung der arabischen Befreiungsbewegungen und die Wiedereinrichtung der Kolonialherrschaft zum Ziel.

In einer Rede in Damaskus feiert der Präsident der Vereinigten Arabischen Republik, Gamal Abd an Nasser, den Umsturz im Irak als einen Sieg des arabischen Volkes.

Der Bundesrat in Bonn lehnt einen Gesetzentwurf über den Ehrenschutz für ausländische Staatsoberhäupter – die sog. Lex Soraya – einstimmig ab.

Der UN-Sicherheitsrat stimmt über drei Resolutionsentwürfe zur Lage im Nahen Osten ab, von denen jedoch keiner angenommen wird.

19.7.1958, Samstag

Die Besatzung eines US-Hubschraubers, die seit ihrer Notlandung auf dem Gebiet der DDR am 7. Juni festgehalten wurde, ist wieder auf freiem Fuß.

Der britische Außenminister Selwyn Lloyd, der sich seit dem 16. Juli in den USA aufhält, teilt mit, dass Großbritannien und die Vereinigten Staaten übereingekommen seien, nicht im Irak militärisch zu intervenieren.

Die Vereinigte Arabische Republik und der Irak schließen einen Vertrag, der gegenseitigen militärischen Beistand und eine enge politische, wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit vorsieht.

20.7.1958, Sonntag

Der Luxemburger Charly Gaul gewinnt die 45. Tour die France, zu der am 26. Juni in Brüssel 120 Radrennfahrer gestartet sind, von denen nun 78 das Pariser Prinzenparkstadion erreichen.

Bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Hannover laufen Armin Hary (Bayer Leverkusen), Manfred Germar (ASV Köln) und Heinz Fütterer (Karlsruher SC) mit 10,2 sec über 100 m Jahresweltbestzeit.

In Recklinghausen gehen die am 14. Juni eröffneten Ruhrfestspiele zu Ende. Beim Publikum besonderen Anklang fand die diesjährige Festspielinszenierung von William Shakespeares “Der Sturm” in der Regie von Gustav Rudolf Sellner.

Die Vereinigten Staaten von Amerika gewähren Jordanien eine Wirtschaftshilfe in Höhe von 12,5 Millionen US-Dollar (rund 52,4 Millionen DM).

21.7.1958, Montag

Franz Meyers (CDU) wird zum nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten gewählt.

Zwischen der DDR-Regierung und der evangelischen Kirche wird ein Stillhalteabkommen geschlossen.

Das Passagierschiff “Hanseatic”, das für 20 Millionen DM umgebaut wurde und nun 1250 Passagieren Platz bietet, bricht von Hamburg zu seiner Jungfernfahrt nach New York auf.

22.7.1958, Dienstag

Im UN-Sicherheitsrat wird ein japanischer Resolutionsentwurf abgelehnt, der vorschlägt, der UN-Generalsekretär solle mit der Lösung der Krise im Nahen Osten beauftragt werden.

Israel und am 19. Juli bereits Saudi-Arabien ersuchen die USA und Großbritannien, Militärflugzeuge nicht mehr über ihr Gebiet fliegen zu lassen.

23.7.1958, Mittwoch

Die Bundesregierung drückt ihr Verständnis für die US-amerikanische und britische Intervention im Nahen Osten aus.

Mit der Oper “Lohengrin” werden die diesjährigen Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth eröffnet, die bis zum 25. August dauern.

24.7.1958, Donnerstag

Frauen werden zum ersten Mal Mitglieder des britischen Oberhauses, nachdem durch ein 1957 erlassenes Gesetz verdiente Männer und Frauen auf Lebenszeit zu Peers ernannt werden können.

Zum Abschluss eines viertägigen Staatsbesuchs in der Sowjetunion gibt der österreichische Bundeskanzler Julius Raab bekannt, dass die Reduzierung der von Österreich als Reparation zu liefernden Ölmengen um 50% und die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen vereinbart worden seien.

25.7.1958, Freitag

In einem Abkommen wird vereinbart, dass der italienische Staatskonzern ENI das Recht zur Erdölsuche und -ausbeute im südlichen Marokko erhält.

Nach vierwöchiger Treibjagd wird die Berberlöwin “Cora” in 2200 m Höhe auf der Zugspitze von bundesdeutschen und österreichischen Grenzsoldaten eingekreist und erschossen.

Das Moskauer Gebietsgericht verurteilt den langjährigen Mittelstürmer der sowjetischen Fußballnationalmannschaft, Eduard Strelzow, zu zwölf Jahren Freiheitsentzug. Er hatte kurz vor der Fußballweltmeisterschaft in Schweden unter Alkohol-Einfluss eine Frau vergewaltigt.

26.7.1958, Samstag

Der neue irakische Ministerpräsident Abd Al Karim Kasim erklärt vor der Presse, der Irak werde mit allen Staaten freundschaftliche Beziehungen unterhalten. Die Ölförderung werde im Interesse seines Landes und der ganzen Welt weitergehen.

Die letzten sowjetischen Truppen aus Rumänien werden abgezogen.

Die Beobachtertruppe der Vereinten Nationen nimmt ihre Tätigkeit im Libanon wieder auf.

Bundespräsident Theodor Heuss begnadigt den ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Otto John, der am 22. Dezember 1956 wegen Landesverrat zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. John hatte sich im Juli 1954 in die DDR abgesetzt, war aber im Dezember 1955 zurückgekehrt.

Königin Elisabeth II. von Großbritannien ernennt den britischen Thronfolger, den neunjährigen Prinz Charles, zum Prinzen von Wales.

Mit einer Aufführung des “Don Carlos” von Giuseppe Verdi (Inszenierung Gustaf Gründgens, musikalische Leitung Herbert von Karajan, Bühnenbild Caspar Neher) werden in der Felsenreitschule die Salzburger Festspiele eröffnet (bis zum 31.8.).

In Long Beach/Kalifornien wird die 19-Jährige Kolumbianerin Lux Marina Zuloaga zur “Miss Universum” gekürt.

27.7.1958, Sonntag

Der Irak erhält eine provisorische Verfassung, die den Staat als Republik sowie als einen Teil der Arabischen Nation festlegt.

Der 15-Jährige Schüler Lutz Springer aus Gevelsberg gewinnt vor 25 000 Zuschauern in Duisburg das Deutsche Seifenkistenderby.

Nach einwöchiger Dauer geht in München das 21. Deutsche Turnfest zu Ende, an dem 40 000 Turner aus über 4000 Vereinen teilgenommen haben.

28.7.1958, Montag

US-Verteidigungsminister Neil McElroy erklärt, man müsse zwischen sauberen, normalen und “gesalzenen” Atombomben unterscheiden je nach der Art ihrer radioaktiven Strahlung.

Mit dem mehrsprachigen Hinweis “preisgünstiger St.-Pauli-Betrieb” will der Hamburger Bürgerverein St. Pauli künftig gastronomische Betriebe auszeichnen, die von einem achtköpfigen Gremium als preiswürdig befunden wurden.

29.7.1958, Dienstag

In London beginnt eine zweitägige Konferenz der Bagdadpakt-Staaten mit Ausnahme des Irak, auf der die US-amerikanische und britische Intervention im Nahen Osten gebilligt wird.

Die Vereinigten Staaten errichten die National Aeronautics and Space Administration (NASA).

30.7.1958, Mittwoch

Das Bundesverfassungsgericht erklärt die von Hamburg und Bremen geplanten Volksbefragungen über die atomare Bewaffnung der Bundeswehr für verfassungswidrig.

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung wird eigenständige Bundesbehörde.

31.7.1958, Donnerstag

Zum neuen Präsidenten des Libanon wählt das Parlament mit großer Mehrheit den Generalstabschef der Armee, Generalmajor Fuad Schihab.

Mit rund 356 000 Erwerbslosen (entsprechend 1,8%) erreicht die Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik den tiefsten Stand seit zehn Jahren.