Was geschah im Juli 1963

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1.7.1963, Montag

In der südfranzösischen Stadt Avignon kommt es zu schweren Zusammenstößen zwischen etwa 3000 revoltierenden Bauern und der Polizei. Die Bauernverbände fordern von der Regierung in Paris, dass diese alle Obst- und Gemüseeinfuhren bis zum 15. Oktober untersagt.

In München beginnt der bis zum 3. Juli dauernde Bundesparteitag der Freien Demokraten (FDP). Zum Vorsitzenden ihrer Partei wählen die Delegierten erneut Erich Mende.

In den Vereinigten Staaten von Amerika wird das Postleitzahlensystem eingeführt.

2.7.1963, Dienstag

Im Anschluss an seine Audienz bei Papst Paul VI. in Rom besucht der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy das Hauptquartier Europa-Süd des Nordatlantikpaktes und beendet damit seine Europareise.

Nach zwölf Tagen gehen die 13. Internationalen Filmfestspiele in Berlin (West) zu Ende. Den Goldenen Bären erhalten die beiden Filme “Schwur der Gehorsamkeit” (Japan) und “Amore in Stockholm” (Italien).

In einer Rede in Berlin (Ost) schlägt der sowjetische Staatschef Nikita S. Chruschtschow den Westmächten einen Nichtangriffspakt zwischen den Staaten des Nordatlantikbündnisses und des Warschauer Pakts vor.

In Brüssel erklärt die belgische Regierung unter Ministerpräsident Theo Lefèvre ihren Rücktritt. Die Koalition aus Christlich-Sozialer und Sozialistischer Partei scheiterte an den Differenzen zwischen Flamen und Wallonen.

3.7.1963, Mittwoch

In der DDR werden Grundsätze zur weiteren Systematisierung des polytechnischen Unterrichts in den Schulen beschlossen.

Der belgische König Baudouin lehnt das Rücktrittsgesuch der Regierung ab und fordert eine Lösung für die Sprachengesetze.

Der irakische Revolutionsrat in Damaskus gibt die Niederschlagung eines kommunistischen Aufstands bekannt.

4.7.1963, Donnerstag

In Bonn trifft der französische Staatspräsident Charles de Gaulle zu einem zwei Tage dauernden Arbeitsbesuch ein.

Der österreichische Nationalrat nimmt den Antrag der beiden Parteien SPÖ und FPÖ an, der die Rückkehr von Otto Habsburg-Lothringen als unerwünscht erklärt.

Der AFN, der Rundfunksender für die US-amerikanischen Soldaten in Europa, feiert sein 20-Jähriges Bestehen.

In Melekess in der Sowjetunion wird das erste zerlegbare und transportable Atomkraftwerk in Betrieb genommen.

5.7.1963, Freitag

In Moskau beginnen die sowjetisch-chinesischen Gespräche über die ideologischen Differenzen zwischen den beiden kommunistischen Großmächten.

Im Tennisturnier von Wimbledon gewinnt der US-Amerikaner Chuck McKinley das Finale gegen den Australier Fred Stolle 9:7, 6:1, 6:4.

Vor einem Gericht in Messina erhalten drei Kapuzinermönche wegen Unterstützung einer Mafia-Bande je 13 Jahre Freiheitsentzug.

Auf Betreiben der afrikanischen, arabischen und kommunistischen Delegationen wird Portugal wegen seiner Kolonialpolitik von der weiteren Teilnahme der in Genf tagenden Internationalen Erziehungskonferenz ganz ausgeschlossen.

Auf einer Veranstaltung in Coroubier kündigt der algerische Ministerpräsident Mohammed Ahmed Ben Bella die Abschaffung von Parteien und die Bildung einer Einheitsfront an.

Die Außenminister Frankreichs und der Bundesrepublik, Maurice Couve de Murville und Gerhard Schröder (CDU), unterzeichnen in Bonn ein Abkommen über die Errichtung des Deutsch-Französischen Jugendverbandes.

6.7.1963, Samstag

Auf ihrer Landesversammlung in München wählen die Delegierten der CSU Franz Josef Strauß zum Vorsitzenden.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilt mit, dass sich die Zahl der Millionäre seit 1957 in der Bundesrepublik mehr als verdoppelt hat.

Vor 30 000 Zuschauern gewinnt die Reiter-Equipe der Bundesrepublik den Preis der Nationen des diesjährigen 27. Aachener CHIO.

7.7.1963, Sonntag

In Peking unterzeichnen Delegationen aus Rumänien und der Volksrepublik China ein Kulturabkommen.

Bei den Wahlen in Argentinien erleiden die Perónisten, die zu einem Wahlboykott durch Abgabe eines weißen Stimmzettels aufgefordert hatten, eine Niederlage. Ihr Stimmenanteil aus dem Jahre 1960 sinkt um 10% auf 15%.

In Laos kommt es zu erneuten Kämpfen zwischen kommunistischen Pathet-Lao-Verbänden und neutralistischen Truppen. Kurz zuvor lehnten die Kommunisten ein Waffenstillstandsangebot des Ministerpräsidenten Suvanna Phuma ab.

8.7.1963, Montag

Aufgrund eines Beschlusses der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) vom 3. Juli in New York ordnet das US-amerikanische Finanzministerium die Sperrung aller kubanischen Guthaben in den USA an.

In Brüssel einigen sich die Regierungsparteien auf eine Kompromissformel für die Lösung des Sprachenstreits zwischen Flamen und Wallonen.

Das zweimillionste Auto der Firma Ford verlässt drei Wochen vor dem 100. Geburtstag von Henry Ford I. das Montageband in Köln.

In dem wegen starker Regenfälle verschobenen Finale im Damen-Einzel von Wimbledon besiegt die Australierin Margaret Smith die US-Amerikanerin Billie Moffitt 6:3, 6:4.

9.7.1963, Dienstag

Der Bundesverteidigungsrat in Bonn verabschiedet einen Gesetzentwurf, der den Aufbau eines geplanten Zivilschutzkorps zum Inhalt hat.

In London treffen König Paul von Griechenland und seine Frau, Königin Friederike, zu einem dreitägigen Staatsbesuch ein.

Der z.Zt. im selbstgewählten Exil in Paris lebende Katanga-Präsident Moïse Tschombé wird vom kongolesischen Präsidenten Joseph Kasavubu aller Ämter und Würden entkleidet.

In London wird das Abkommen über die Gründung einer Föderation Malaysia unterzeichnet. Ihr gehören die Malaiische Föderation, Singapur und die Protektorate Nordborneo sowie Sarawak an.

10.7.1963, Mittwoch

Der österreichische Nationalrat verabschiedet in Wien einstimmig den Entwurf eines Volksbegehrensgesetzes.

Für den Fall neuer Angriffe chinesischer Truppen in dem indisch-chinesischen Grenzgebiet schließt Indien in Neu-Delhi mit den USA und Großbritannien ein Abkommen über Luftverteidigung.

11.7.1963, Donnerstag

Das italienische Abgeordnetenhaus spricht in Rom dem neuen Minderheitenkabinett unter dem Christdemokraten Giovanni Leone mit 255 gegen 225 Stimmen bei 119 Enthaltungen das Vertrauen aus. Für Leone stimmen nur die Christdemokraten.

Die Hauptjury des Arbeitskreises für Jugendschrifttum vergibt in Frankfurt am Main den Jugendbuchpreis für 1963 an Josef Lada für sein Buch “Kater Mikesch” und Scott O’Dell für “Insel der blauen Delphine”.

In Ecuador stürzt eine Militärjunta unter General Ramón Castro Jijón den Präsidenten Carlos Julio Arosemena Monroy.

12.7.1963, Freitag

Der Bundesrat gibt seine Zustimmung für das neue Mietrecht, so dass die Aufhebung der Mietpreisbindung in der Bundesrepublik am 1. August in Kraft treten kann.

Ausländische Korrespondenten im Jemen berichten von Giftgaseinsätzen ägyptischer Truppen im Bürgerkrieg.

13.7.1963, Samstag

Als erstes afrikanisches Land des Commonwealth nimmt Nigeria diplomatische Beziehungen zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) auf.

Im Londoner White-Stadion verbessert der US-Amerikaner John Pennel den Weltrekord seines Landsmannes Brian Sternberg im Stabhochsprung von 5,08 m auf 5,10 m.

14.7.1963, Sonntag

Die indische Regierung in Neu-Delhi verfügt die Schließung aller Häfen und Flugplätze für südafrikanische Schiffe und Flugzeuge aus Protest gegen die dortige Apartheidpolitik.

Im ausverkauften Pariser Prinzenparkstadion gewinnt der Franzose Jacques Anquetil zum vierten Mal die Tour de France.

15.7.1963, Montag

In einem Festakt im Städtischen Saalbau Essen eröffnet der Vorsitzende des Deutschen Sportbundes (DTB), Werner Bockelmann, das 22. Deutsche Turnfest. Es wird bis zum 21. Juli dauern.

Der südafrikanische Premierminister Hendrik Frensch Verwoerd gibt den Austritt Südafrikas aus der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen (UN) für Afrika bekannt. Als Grund nennt Verwoerd die feindselige Haltung der anderen afrikanischen Staaten gegenüber seiner Regierung.

In einer Rede vor dem Politischen Klub der Evangelischen Akademie in Tutzing entwickelt Egon Bahr (SPD) sein ostpolitisches Konzept von einem “Wandel durch Annäherung”.

Der Staatsrat der DDR bestätigt die im Juni vorgelegten Richtlinien für das neue ökonomische System der Planung und Leitung der Volkswirtschaft (NöSPL).

16.7.1963, Dienstag

Das Pekinger Parteiorgan “Volkszeitung” richtet scharfe Angriffe gegen die von der sowjetischen Regierung angebotene Militärhilfe für Indien.

Die Regierung des westafrikanischen Staates Senegal bricht die konsularischen Beziehungen zu Portugal und Südafrika ab und sperrt Häfen, Flugplätze, Gewässer und Luftraum für beide Länder.

17.7.1963, Mittwoch

In der südvietnamesischen Hauptstadt Saigon kommt es zu religiösen Unruhen, da die Buddhisten, die rund 75% der Bevölkerung ausmachen, sich von der katholischen Regierung diskriminiert fühlen.

In der portugiesischen Afrika-Kolonie Guinea bricht ein Aufstand der Schwarzen gegen das Kolonialregime aus.

Die Erdölfernleitung “Freundschaft” aus der Sowjetunion wird bis nach Schwedt an der Oder (DDR) fertiggestellt und noch im Juli an das Erdölverarbeitungskombinat angeschlossen.

18.7.1963, Donnerstag

Das Foreign-Office in London bestätigt Absprachen der drei Westmächte über eine Lockerung der Visa-Bestimmungen für DDR-Bewohner.

19.7.1963, Freitag

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt in Österreich beschließt, die der DDR-Fluggesellschaft Interflug bis 31. Juli eingeräumte Landeerlaubnis in Wien nicht zu verlängern.

Die chinesische Parteiführung erklärt zu den Dreimächte-Verhandlungen in Moskau über ein Atomversuchsstopp-Abkommen, China werde sich an kein von den Atommächten geschlossenes Abkommen halten.

Der US-amerikanische Pilot Joe Walker stellt mit dem Raketenflugzeug X 15 einen neuen Höhenrekord auf. Er steigt bis zu einer Höhe von 107 km auf.

20.7.1963, Samstag

Die seit 5. Juli in Moskau stattfindenden Gespräche zwischen den Kommunistischen Parteien der Sowjetunion und Chinas zu den ideologischen Meinungsverschiedenheiten gehen ohne Ergebnis zu Ende.

In Papeete, der Hauptstadt von Tahiti treffen etwa 60 französische Ingenieure ein, um den Bau des geplanten französischen Atomversuchszentrums im Südpazifik vorzubereiten.

In Jaunde (Kamerun) wird das neue Assoziierungsabkommen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) mit 18 afrikanischen Staaten feierlich unterzeichnet.

Anlässlich der 19. Wiederkehr des Tages, an dem der Attentatsversuch deutscher Offiziere gegen Adolf Hitler misslang, werden zum ersten Mal die öffentlichen Gebäude in der Bundesrepublik beflaggt.

21.7.1963, Sonntag

Am letzten Tag der dritten Moskauer Filmfestspiele erhält der italienische Regisseur Federico Fellini den Großen Preis von Moskau für “8

Ein Teil des Wortlauts einer antiken Komödie des griechischen Dichters Menander (342-291 v. Chr.) ist in der Umhüllung einer ägyptischen Mumie gefunden worden, die sich seit Anfang des Jahrhunderts in der Pariser Sorbonne befindet.

Beim Leichtathletik-Länderkampf zwischen der USA und der UdSSR in Moskau verbessert Waleri Brumel aus der Sowjetunion seinen Weltrekord im Hochsprung auf 2,28 m.

22.7.1963, Montag

Das Bundesernährungsministerium in Bonn verhängt gegenüber den übrigen Mitgliedsländern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) eine Einfuhrsperre für Gurken und grüne Bohnen.

In New York debattiert der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen über die Politik der Apartheid in Südafrika.

Vor dem Kriminalgericht Old Bailey in der britischen Hauptstadt wird der Prozess gegen den Londoner Modearzt Stephen Ward eröffnet. Ward ist eine der Schlüsselfiguren im Skandal um den ehemaligen Heeresminister John Profumo.

Nach einem festlichen Umzug nimmt die Gemeinde Kotzenroth bei Altenkirchen im Westerwald unter Böllerschüssen ihren neuen Namen Rosenheim an.

In Las Vegas (USA) verteidigt Sonny Liston seinen Titel als Boxweltmeister im Schwergewicht durch einen K. o.-Sieg gegen Floyd Patterson in der ersten Runde.

23.7.1963, Dienstag

In Bayreuth werden die diesjährigen Festspiele eröffnet. Sie dauern bis zum 27. August.

Wegen der Mittäterschaft an Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit wird Hans Globke, Staatssekretär im Bundeskanzleramt, vom Obersten Gericht der DDR in Abwesenheit zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe verhängt gegen den ehemaligen Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes und sowjetischen Agenten Heinz Felfe eine Strafe von 14 Jahren Zuchthaus.

24.7.1963, Mittwoch

Der für drei Tage (23. 7.-25. 7.) in Berlin weilende ehemalige US-Vizepräsident Richard Nixon besucht den Ostteil der Stadt.

Auf dem Neuen Markt in Dortmund wird der elfte Deutsche Evangelische Kirchentag eröffnet (bis 28. 7.). Er steht unter der Losung “Mit Konflikten leben”.

Mit einer Aufführung der Tragödie “Die Bacchen” von Euripides durch das griechische Nationaltheater werden in Athen die achten Internationalen Festspiele eröffnet. Auf dem Programm der bis 22. September dauernden Veranstaltung steht u.a. ein deutsches Gastspiel der Oper aus Frankfurt am Main.

25.7.1963, Donnerstag

Nach den zehn Tage dauernden Verhandlungen in Moskau einigen sich die Vertreter der USA, Großbritanniens und der UdSSR über den Entwurf für das Abkommen gegen Kernwaffenversuche in der Atmosphäre, im Wasser und im Weltraum.

Auf der vom 24. bis 26. Juli stattfindenden Tagung des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (COMECON) in Moskau lehnt Rumänien eine Änderung der Statuten ab, wodurch alle Entscheidungen des Rates für sämtliche Mitglieder bindend würden.

26.7.1963, Freitag

Ein schweres Erdbeben in der makedonischen Hauptstadt Skopje richtet starke Verwüstungen an und fordert 1070 Todesopfer.

Nach mehrmaligem Aufschub ist ein neuer US-amerikanischer Nachrichtensatellit, “Syncom II”, in Cape Canaveral gestartet worden. Der sogenannte stationäre Satellit soll über dem Atlantik zwischen Amerika und Afrika in 35 900 km Höhe ständig “parken”.

Der österreichische Bundespräsident Adolf Schärf eröffnet in einem Festakt die bis 31. August dauernden diesjährigen Salzburger Festspiele.

27.7.1963, Samstag

Vertreter des Iran und der Sowjetunion unterzeichnen in Teheran ein Abkommen, das die Ausführung gemeinsamer Projekte, z. B. das eines Staudammbaues am Fluss Arax, zum Inhalt hat.

Der Chef des Generalstabes der indonesischen Marine, Konteradmiral Edala Martadinata, gibt bekannt, dass der Indische Ozean in amtlichen Publikationen und Karten des Landes künftig Indonesischer Ozcan heißt.

28.7.1963, Sonntag

Zur ersten Europareise nach dem Zweiten Weltkrieg verlässt ein japanischer Flottenverband Tokio. Die Schiffe werden auf ihrer Freundschaftsreise Häfen in Frankreich, der Bundesrepublik, Großbritannien und Italien anlaufen.

29.7.1963, Montag

Das DDR-Presseamt dementiert Gerüchte über die Einführung eines Visumzwanges für den Interzonenverkehr und den Besuch von Berlin (Ost).

Auf einer Pressekonferenz in Paris lehnt der französische Staatspräsident Charles de Gaulle den Beitritt zu dem am 25. Juli in Moskau paraphierten Atomteststopp-Abkommen ab.

Anlässlich ihres 100-Jährigen Bestehens am 1. August schenken die Farbenwerke Bayer AG 25 Hochschulen eine Mikrofilm-Bibliothek.

Mit der Aufführung der Oper “Die Hochzeit des Figaro” von Wolfgang Amadeus Mozart wird das Festspielhaus in Salzburg eingeweiht.

30.7.1963, Dienstag

In Anwesenheit des italienischen Ministerpräsidenten Antonio Segni und des Bundespräsidenten Heinrich Lübke (CDU) wird in Dachau die Kapelle Regina Pacis eingeweiht.

Auf der Ministerratstagung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) in Brüssel (seit 29. Juli) lehnen die Delegierten die von den USA geforderte Senkung der Abschöpfungsbeiträge für Geflügel ab.

Die Regierungen von Dänemark, Finnland und Österreich geben die Absicht bekannt, dem Moskauer Teststoppabkommen beizutreten.

Die niederländischen Gemüsebauern, die infolge des bundesdeutschen Einfuhrverbotes ihre Gurken nicht mehr absetzen können, beginnen mit der Vernichtung ihrer Gurkenernte. 300 000 Früchte landeten bereits auf den Komposthaufen.

31.7.1963, Mittwoch

Der Staatsratsvorsitzende der DDR, Walter Ulbricht, stellt in einer Rede vor der Volkskammer in Berlin (Ost) fest, dass in der Bundesrepublik lebende Flüchtlinge noch immer Bürger der DDR seien.

Arturo Umberto Illía wird zum neuen Staatspräsidenten Argentiniens gewählt. Er tritt am 1. Oktober sein Amt an.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) in New York fordert Portugal auf, alle seine afrikanischen Kolonien in die Unabhängigkeit zu entlassen.