Was geschah im Juli 1979

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1.7.1979, Sonntag

In der Sowjetunion tritt ein neues Staatsbürgerschaftsgesetz in Kraft. Es stärkt gegenüber den bisher geltenden Regelungen aus dem Jahr 1938 die Verantwortungspflicht des Bürgers gegenüber dem Staat. Jüdische Emigranten müssen – anders als Sowjetdeutsche – vor der Ausreise auf ihre Staatsbürgerschaft verzichten. Über Ausbürgerungen entscheidet der Oberste Sowjet.

Als Nachfolger von General Alexander M. Haig übernimmt der US-General Bernard W. Rogers das Amt eines Oberbefehlshabers der US-Streitkräfte in Europa und des Alliierten Oberbefehlshabers in Europa (SACEUR).

Der 35fache Fußball-Nationalspieler Uli Hoeneß wird Manager beim Fußball-Bundesligisten FC Bayern München.

In der Bundesrepublik Deutschland wird die Mehrwertsteuer von 12% (ermäßigt 6%) auf 13% (6,5%) angehoben. Dies soll dem Bund Mehreinnahmen in Höhe von 7 Mrd. DM erbringen.

Das 110. Deutsche Galoppderby gewinnt in Hamburg-Horn “Königsstuhl” aus dem Gestüt Zoppenbroich mit Peter Alafi im Sattel durch Zielfoto-Entscheid vor “Nebos”.

2.7.1979, Montag

Mehr als 400 Ärzte aus Hamburg warnen in einer Anzeige vor Strahlenschäden. Sie fordern Bürgermeister und Senat auf, sich für die Einstellung des Betriebs aller Atomkraftwerke einzusetzen.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion nominiert den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß zum Kanzlerkandidaten der Union für die Wahlen 1980.

Hoang Van Hoan, der Stellvertretende Präsident der Nationalversammlung von Vietnam, flieht in die Volksrepublik China. Er bezichtigt die Führung Vietnams der Unterdrückung der Hoa, Vietnamesen chinesischer Abstammung. Nach der Flucht Hoangs werden in Vietnam zahlreiche höhere Parteifunktionäre unter Hausarrest gestellt.

Ein Geschworenengericht in Chiasso (Schweiz) verurteilt zwei frühere Bankangestellte wegen Devisenschiebereien zu je viereinhalb Jahren Haft.

Wegen des Verkaufs von 32 gefälschten Kunstwerken wird der frühere Tänzer und umstrittene Kunsthändler Fernand Legros von einem Pariser Gericht zu zwei Jahren Haft und umgerechnet 6600 DM Geldstrafe verurteilt.

4.7.1979, Mittwoch

In einer Regierungserklärung fordert Bundeskanzler Helmut Schmidt vor dem Deutschen Bundestag erhöhte Anstrengungen zur Einschränkung des Energieverbrauchs, lehnt aber drastische Maßnahmen wie ein Tempolimit oder Benzinrationierung ab.

Nach 14 Jahren Hausarrest wird dem früheren Ministerpräsidenten und ersten Präsidenten Algeriens, Mohammed Ahmed Ben Bella, eine beschränkte Bewegungsfreiheit zugestanden.

5.7.1979, Donnerstag

Im Iran werden nach den Banken und Versicherungsunternehmen auch Teile der Schwerindustrie verstaatlicht.

Der Brite Sebastian Coe verbessert in Oslo den Weltrekord über 800 m um 1,07 sec auf 1:42,33 min. An gleicher Stelle unterbietet Coe am 17. Juli den Meilenweltrekord mit 3:48,95 min um 0,4 sec.

Auch ohne die vorzeitig abgereiste Delegation Rumäniens billigt eine nach zweitägiger Dauer in Berlin (Ost) zu Ende gehende “Ideologiekonferenz” der kommunistischen Parteien Osteuropas und Asiens eine Verurteilung der chinesischen Invasion in Vietnam.

Mit den Stimmen der Fraktionen von CDU und FDP wählt der Saarländische Landtag den CDU-Landesvorsitzenden Werner Zeyer zum neuen Regierungschef. Er folgt dem am 26. Juni verstorbenen Franz-Josef Röder im Amt.

6.7.1979, Freitag

In Frankfurt am Main beginnt der zweitägige 13. Kongress der Internationalen Union Sozialistischer Jugend, der die Nachwuchsorganisationen der Sozialistischen Internationale angehören.

Bei einer Plutoniumexplosion auf dem französischen Südsee-Atoll Mururoa kommt ein Kerntechniker ums Leben.

7.7.1979, Samstag

Auf einem Sonderparteitag wählt die baden-württembergische CDU in Reutlingen den Ministerpräsidenten Lothar Späth zum neuen Landesvorsitzenden als Nachfolger des im April zurückgetretenen Hans Filbinger.

In Cherbourg läuft das erste französische Atom-U-Boot vom Stapel. Die “Provence” hat eine Wasserverdrängung von 2500 t und kann 14 Torpedos aufnehmen. Das Boot, das später auch nichtnukleare Raketen mit sich führen soll, wird aber erst Anfang 1982 in Dienst gestellt.

Bei den Internationalen Tennismeisterschaften von England in Wimbledon gewinnt der Schwede Björn Borg zum viertenmal in Folge; er besiegt den US-Amerikaner Roscoe Tanner. Im Damenfinale setzte sich die Exil-Tschechoslowakin Martina Navratilowa gegen die US-Amerikanerin Chris Evert-Lloyd in zwei Sätzen durch.

8.7.1979, Sonntag

Der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt reist für zwei Tage nach Rom. Er konferiert mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti und wird von Papst Johannes Paul II. zu einem Meinungsaustausch über die Lage in Osteuropa empfangen.

In Wien enden zweitägige Konsultationen zwischen dem PLO-Chef Jasir Arafat und den sozialdemokratischen Politikern Willy Brandt und Bruno Kreisky.

9.7.1979, Montag

Die FDP ernennt den früheren Bundespräsidenten Walter Scheel zu ihrem Ehrenvorsitzenden.

Das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” veröffentlicht einen Brief des SPD-Fraktionsvorsitzenden Herbert Wehner an alle SPD-Bundestagsabgeordneten zur Kanzlerkandidatur von Franz Josef Strauß. Unter Hinweis auf Strauß’ “Sonthofener Rede” (1976) schreibt Wehner, die Union habe sich für “den Weg entschieden, der demokratischen Erfordernissen am wenigsten entspricht”.

10.7.1979, Dienstag

Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) legt den Verfassungsschutzbericht 1978 vor, aus dem erstmals Terroraktivitäten von Rechtsextremisten in der Bundesrepublik hervorgehen.

Die Regierung Nordkoreas lehnt die von den USA und Südkorea vorgeschlagenen Dreiergespräche über eine Wiedervereinigung ab. Nordkorea erklärt sich aber bereit, mit beiden Regierungen getrennt zu verhandeln.

Zur Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Schweiz und der UdSSR wird in Bern ein Zehn-Jahres-Programm über wirtschaftlich-technische Zusammenarbeit unterzeichnet.

11.7.1979, Mittwoch

Wegen Rädelsführerschaft in einer kriminellen Vereinigung verurteilt das Oberlandesgericht Stuttgart einen früheren Rechtsanwalt zu 14 Jahren Haft. Gegen zwei Mitangeklagte lautet das Urteil auf zwölf Jahre bzw. zwei Jahre und acht Monate Haft.

Das US-amerikanische Weltraumlabor Skylab stürzt nach sechs Jahren im All vorzeitig ab.

12.7.1979, Donnerstag

In Rom beginnt auf Einladung der Vereinten Nationen eine von 145 Staaten besuchte achttägige Welt-Agrarkonferenz.

Der Südtiroler Reinhold Messner besteigt ohne Sauerstoffgerät den 8611 m hohen K 2 im Himalaja.

Bei einem Brand in einem Luxushotel in der spanischen Stadt Zaragoza kommen 72 Menschen ums Leben. Das Feuer deckt schwere Sicherheitsmängel im spanischen Hotelgewerbe auf.

Als erste Einrichtung dieser Art in Österreich konstituiert sich ein Volksgruppenbeirat als offizielle Vertretung für die ungarische Volksgruppe.

Der ungarische Ministerrat beschließt Preiserhöhungen für Lebensmittel, Energieträger und Elektroenergie von bis zu 51%.

Die Gilbertinseln im Pazifik werden nach 90-Jähriger Zugehörigkeit zu Großbritannien unter dem Namen Republik Kiribati unabhängig.

Der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt stattet Norwegen einen eintägigen offiziellen Besuch ab, bei dem Fragen der Energiepolitik im Vordergrund stehen.

13.7.1979, Freitag

Der portugiesische Staatspräsident António dos Santos Ramalho Eanes löst das Parlament des Landes auf, nachdem alle Bemühungen um die Bildung einer neuen Regierung nach dem Sturz der Regierung von Carlos Mota Pinto am 6. Juni gescheitert sind.

Die Deutsche Bundesbank erhöht den Diskontsatz um 1% auf 5%.

Ludwig Poullain, der frühere Leiter der Westdeutschen Landesbank Girozentrale, gewinnt vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf seine Berufungsverhandlung auf Erfüllung eines Abfindungsvertrages.

14.7.1979, Samstag

50 000 äthiopische Soldaten starten einen erneuten Feldzug gegen die Rebellen in der nordäthiopischen Küstenprovinz Eritrea.

Bei einem Autounfall in der Nähe Münchens wird der Fußball-Nationaltorhüter Sepp Maier schwer verletzt und muss seine Karriere beenden.

15.7.1979, Sonntag

US-Präsident James E. “Jimmy” Carter ruft in einer landesweit übertragenen Fernsehansprache die Bürger seines Landes dazu auf, die Abhängigkeit der USA von importiertem Erdöl zu überwinden. Der Präsident stellt ein auf zehn Jahre angelegtes Energiesparprogramm vor.

Der indische Ministerpräsident Morarji Ranchhodji Desai tritt nach 27monatiger Amtszeit zurück, nachdem mehr als 60 Parlamentarier aus seiner Janata-Partei ausgeschieden sind. Nachfolger Desais wird am 28. Juli sein bisheriger Stellvertreter Charan Singh.

16.7.1979, Montag

Nachfolger von Ahmad Hasan Al Bakr als Staatspräsident des Irak wird dessen bisheriger Stellvertreter im Vorsitz des Revolutionären Kommandorates, Saddam Hussein.

Die Benzinpreise in der Bundesrepublik Deutschland überschreiten erstmals bundesweit die 1-DM-Grenze.

Der katholische Primas von Belgien, Kardinal Leo Jozef Suenens, erklärt an seinem 75. Geburtstag seinen Rücktritt. Er galt als einer der Wortführer des progressiven Flügels der Kirche.

17.7.1979, Dienstag

Die Flucht von Staatspräsident Anastasio Somoza Debayle beendet den Bürgerkrieg in Nicaragua. Eine von der revolutionären Junta eingesetzte “Regierung des Wiederaufbaus” tritt am 20. Juli ihre Arbeit an.

Die frühere französische Gesundheitsministerin Simone Veil wird zur Präsidentin des Europäischen Parlaments gewählt.

Alle US-Minister und einige seiner engsten Mitarbeiter bieten dem innenpolitisch in Bedrängnis geratenen Präsidenten James E. “Jimmy” Carter ihren Rücktritt an.

18.7.1979, Mittwoch

Auf der Krim empfängt der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid I. Breschnew den tschechoslowakischen Präsidenten Gustav Husák als ersten von sechs Ostblock-Führern.

Der Goldpreis übersteigt erstmals in der Geschichte des freien Goldmarktes die 300-Dollar-Marke und erreicht beim Fixing in London einen Kurs von 302,15 US-Dollar (517 DM) pro Unze Feingold.

19.7.1979, Donnerstag

Der portugiesische Staatspräsident António dos Santos Ramalho Eanes beauftragt die Diplomatin Maria da Lurdes Pintassilgo, die bisherige UNESCO-Botschafterin, mit der Bildung einer Übergangsregierung. Sie stellt am 31. Juli ihr Kabinett vor. Im September setzt Ramalho Eanes für den 2. Dezember Neuwahlen an.

20.7.1979, Freitag

In Düsseldorf treffen Arbeitgeberpräsident Otto Esser und DGB-Chef Heinz Oskar Vetter zu einem Spitzengespräch zusammen. Es ist der erste Kontakt seit dem Scheitern der Mitbestimmungsklage der Arbeitgeber.

Zum neuen Botschafter der USA in Moskau wird der frühere IBM-Manager Thomas Watson ernannt. Er gilt als Kritiker des SALT-II-Abrüstungsvertrages.

Der UN-Sicherheitsrat verurteilt einstimmig bei Stimmenthaltung der USA die israelische Siedlungspolitik in den seit 1967 besetzten arabischen Gebieten einschließlich von Jerusalem.

Das britische Unterhaus verwirft mit 362 gegen 243 Stimmen die von einem konservativen Abgeordneten eingebrachte Initiative auf Wiedereinführung der Todesstrafe.

21.7.1979, Samstag

In Genf endet eine zweitägige Konferenz der Vereinten Nationen über das Schicksal der Indochina-Flüchtlinge. Vietnam verpflichtet sich, die unkontrollierte Auswanderung zu stoppen. Die Teilnehmerstaaten erklären sich bereit, für insgesamt 260 000 dieser “boat-people” Asyl zu schaffen und die Finanzhilfe auf 190 Mio. US-Dollar (327 Mio. DM) zu erhöhen.

Mit einem Freundschaftsspiel des VfL Bochum gegen Wattenscheid 09 (3:0) wird das vollständig überdachte Ruhrstadion in Bochum eingeweiht.

In Moskau beginnt die bis zum 4. August dauernde 7. Völker-Spartakiade, an der die Mannschaften der 15 Sowjet-Republiken sowie Sportler aus 84 Ländern teilnehmen. Sie gilt als Generalprobe für die Olympischen Spiele 1980.

22.7.1979, Sonntag

Mit einem Vorsprung von 3:07 min gewinnt der 24-Jährige Franzose Bernard Hinault wie im Vorjahr die Tour de France.

23.7.1979, Montag

Unter der Bezeichnung “Homolulu” findet in Frankfurt am Main ein internationales Treffen von Homosexuelleninitiativen statt.

In der CSSR (heute CSFR) treten Preiserhöhungen in Kraft. Brennstoffe werden um 50% teurer, zahlreiche Vergünstigungen beim Einkauf (z. B. für Kinderbekleidung) werden aufgehoben.

Durch die fünfte Novelle zum Arbeitsförderungsgesetz wird in der Bundesrepublik Deutschland eine verstärkte Arbeitsförderung für Arbeitslose, vor allem für schwer vermittelbare und längerfristig Erwerbslose sowie arbeitslose Jugendliche, möglich gemacht.

Der schiitische Religionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini untersagt die Ausstrahlung von Musik im Radio und Fernsehen und vergleicht den schädlichen Einfluss der Musik auf die Jugend mit der Wirkung des Rauschgifts Opium. Der iranische Rundfunk umgeht am folgenden Tag dieses Verbot und spielt fortan Volksmusik, Klassik und Revolutionslieder.

24.7.1979, Dienstag

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bestätigt eine begrenzte steuerliche Abzugsfähigkeit von Parteispenden.

Die belgische Regierung gibt den Kauf von 1039 Kettenfahrzeugen für die belgische Armee in den USA bekannt. Die Panzerfahrzeuge sollen zu 70% in Belgien selbst gefertigt werden.

Wegen Steuerschulden in Höhe von etwa 340 Mio. DM muss die konzernfreie Mineralölgesellschaft Goldbach (“Goldin”) in Wanne-Eickel schließen.

25.7.1979, Mittwoch

Der Bundesgerichtshof stellt in einem Urteil fest, dass sich NS-Schriften, die vor der Gründung der Bundesrepublik publiziert wurden, nicht gegen den Bestand des Staates richten könnten und daher nicht verboten seien.

Israel gibt ein ewa 6000 km² großes Gebiet auf der Halbinsel Sinai an Ägypten zurück.

In Peking wählt eine sog. Vereinigung patriotischer Katholiken den Geistlichen Michael Fu Tieshan zum Bischof von Peking und damit faktisch zum Primas der katholischen Kirche in der Volksrepublik China. Der Vatikan erklärt am 10. August diese Wahl für nicht rechtmäßig.

Mit Peter Hofmann und Karan Armstrong in den Hauptrollen von “Lohengrin” in der Neuinszenierung von Götz Friedrich beginnen die Bayreuther Festspiele.

26.7.1979, Donnerstag

In Berlin (West) wird die 41-Jährige Ilse Jandt zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht hält sie für schuldig, an der Ermordung des Studenten Ulrich Schmücker im April 1974 beteiligt gewesen zu sein. Dieser hatte 1973 in einem Prozess wegen Beteiligung an Anschlägen Mitangeklagte belastet und hatte später versucht, wieder Kontakte zu linksextremen Kreisen zu knüpfen.

Der US-Senat billigt mit 64 gegen 30 Stimmen die Regierungsvorlage über die Übergabe des Panama-Kanals am 1. Oktober. Das Repräsentantenhaus hatte die Gesetzesvorlage am 21. Juli mit 224 gegen 202 Stimmen gebilligt.

27.7.1979, Freitag

Die spanische Polizei gibt die Verhaftung von zwei führenden Mitgliedern der Terrororganisation GRAPO bekannt, denen die Teilnahme an einem Bombenanschlag am 26. Mai zur Last gelegt wird, dabei haben in Madrid acht Menschen ihr Leben verloren.

28.7.1979, Samstag

In Polen wird ein Energiesparprogramm bekanntgegeben: Danach werden die Preise für Kraftstoffe um bis zu 25% angehoben und die Höchstgeschwindigkeit für Pkw auf den Fernstraßen auf 90 km/h und auf anderen Straßen auf 80 km/h reduziert.

Die britische Rockgruppe “Boomtown Rats” erklettert für vier Wochen Platz 1 der britischen Hitparade mit dem Song “l Don,t Like Mondays”. Der Song wurde inspiriert durch die Aussage einer britischen Schülerin, sie habe ihre Schule angezündet, weil sie die Montage nicht leiden könne.

29.7.1979, Sonntag

Fünf Tote und 113 Verletzte fordert ein Bombenanschlag der baskischen Untergrundorganisation ETA auf zwei Bahnhöfe in Madrid und den Flughafen der spanischen Hauptstadt.

Trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten bekräftigen das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei und der Ministerrat der UdSSR in einem Grundsatzbeschluss die bisherigen Prinzipien der Zentralverwaltungswirtschaft.

Wegen des schädigenden Einflusses von Tabak und Alkohol auf die Volksgesundheit verhängt die Regierung Jugoslawiens ein totales Verbot für Alkohol- und Tabakwerbung.

30.7.1979, Montag

Klaus Bölling, der Sprecher der Bundesregierung, weist die Kritik des Iran an der Bundesrepublik zurück. Ein Sprecher der iranischen Führung hatte westdeutschen Medien und Politikern eine “beleidigende Haltung” gegenüber der Revolution im Iran vorgeworfen.

31.7.1979, Dienstag

Die bundesdeutsche Kraftwerk Union AG kündigt wegen ausstehender Zahlungen in Höhe von 0,9 Mrd. DM die Verträge über die Lieferung von zwei Atomkraftwerken für das geplante iranische Kernenergiezentrum Bushihr.

Der frühere US-Ausenminister Henry A. Kissinger äusert vor dem Ausenpolitischen Ausschuss des US-Senats seine bedingte Zustimmung zum SALT-II-Vertrag, weil er den sowjetischen Vorsprung der konventionellen Rüstung nicht beenden und sich das militärische Gleichgewicht der Kräfte zunehmend zugunsten der UdSSR verschieben würde.

Die Regierung Chiles sagt nach einem Gespräch mit Arbeitnehmervertretern eine Überprüfung der restriktiven Gewerkschaftsgesetze zu.

Die US-Autofirma Chrysler gibt bekannt, dass sie wegen der Absatzkrise 1 Mrd. US-Dollar (ca 1,725 Mrd. DM) Zuschuss von der US Regierung benötigt, um einen Konkurs abzuwenden. Chrysler ist der drittgrößte Automobilproduzent der USA und beschäftigt etwa 250 000 Arbeitnehmer.