Was geschah im Juni 1928

  • < 1927
  • 6.1928
  • 1929 >

Wetterstationen Juni 1928

1.6.1928, Freitag

Die italienische Regierung ordnet die stufenweise Einführung des Religionsunterrichts in italienischer Sprache in Südtirol an. Bisher war für dieses Fach noch die deutsche Sprache geduldet worden, während in allen anderen Fächern von der 5. Klasse an italienisch gesprochen wird.

General Tschang Tso-lin beginnt mit der Räumung Pekings vor den anstürmenden Kuomintang-Truppen.

In München wird die Kunstausstellung im Glaspalast eröffnet (bis 30.9.).

Die Zusammenlegung von 887 Arbeitsnachweisstellen zu 363 Arbeitsämtern soll die Voraussetzung für eine bessere Vermittlung Arbeitsloser schaffen.

2.6.1928, Samstag

Der nationalsozialistische Politiker Julius Streicher wird in München seines Dienstes als Lehrer enthoben. Streicher war, als er im Zusammenhang mit dem Hitler-Putsch 1923 dem Unterricht fernblieb, suspendiert worden. Die nun vollzogene Amtsenthebung erfolgt unter Zubilligung einer Pension.

Die italienischen Piloten Arturo Ferrarin und Majar del Prete stellen, vom römischen Flugfeld Monte Celio am 31. Mai gestartet, mit 58:30 h einen Dauerflug-Weltrekord auf.

In Hamburg wird das volkstümliche Stück “1000 Jahre Hamburg” von Paul Möhring uraufgeführt.

3.6.1928, Sonntag

Der rechtsgerichtete paramilitärische Verband Stahlhelm hält in Hamburg seinen Frontsoldatentag ab. Von dem Bundesführer der Organisation, Franz Seldte, wird in der Innenstadt eine Parade abgenommen.

Erstmals seit 15 Jahren findet im Deutschen Reich – in Berlin – wieder ein Bergmannstag statt. Reichspräsident Paul von Hindenburg schickt ein Grußtelegramm.

Im Rahmen des Olympischen Fußballturniers in Amsterdam verliert die deutsche Nationalmannschaft ein Länderspiel gegen Uruguay 1:4.

Sieger der Radrundfahrt Giro d’Italia ist wie im Vorjahr – der italienische Radsportler Alfredo Binda.

4.6.1928, Montag

In Genf wird die 50. Tagung des Völkerbundsrats eröffnet (bis 9.6.). Auf der Tagesordnung stehen u.a. Beschwerden der deutschen Minderheit im polnischen Oberschlesien über Einschränkungen ihrer Rechte.

Der Berliner Droschkenkutscher Gustav Hartmann erreicht nach zweimonatiger Fahrt mit der Pferdekutsche das Ziel seiner Reise, Paris.

Zypriotische Politiker fordern am 50. Jahrestag des Übergangs der Mittelmeerinsel an Großbritannien die Londoner Regierung auf, Zypern an Griechenland zurückzugeben.

5.6.1928, Dienstag

Die Reichsregierung weist den Antrag der Reichsbahn auf Erhöhung der Beförderungstarife zunächst einstimmig zurück.

Der Landtag von Hessen beschließt, das ehemals, bis zur Novemberrevolution 1918, regierende Fürstenhaus mit neun Millionen Reichsmark für das dem Staat übereignete Gebiet zu entschädigen.

In Washington wird ein Freundschafts-, Handels- und Konsularvertrag zwischen den Vereinigten Staaten und Norwegen unterzeichnet, der die Meistbegünstigung zusichert. Am 7. Juni folgt die Unterzeichnung eines US-amerikanisch-finnischen Schiedsvertrags.

In Mailand wird das Urteil vom Sondergerichtshof des Staates gegen führende Funktionäre der Kommunistischen Partei gefällt. Gegen 16 Angeklagte werden Zuchthausstrafen zwischen 16 und 27 Jahren verhängt, zwei weitere Angeklagte erhalten Gefängnisstrafen unter zehn Jahren. Antonio Gramsci, der Mitbegründer und Vorsitzende der KPI, wird zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Den Australiern Charles Ulm und Kingsford Smith sowie den US-Amerikanern Harry Lyons und James Warner gelingt erstmals die Überfliegung des Stillen Ozeans. Sie landen 35:30 h nach dem Start in Honolulu (Hawaii) wohlbehalten mit ihrem dreimotorischen Fokker-Flugzeug auf den Fidschi-Inseln.

In Berlin wird die Filmkomödie “Flitterwochen” mit Adele Sandrock und Trude Hesterberg uraufgeführt.

6.6.1928, Mittwoch

Im Dresdner Opernhaus wird die Oper “Die ägyptische Helena” von Richard Strauss (Libretto: Hugo von Hofmannsthal) uraufgeführt.

Die Lufthansa eröffnet die Fluglinie Berlin- Danzig- Königsberg- Tallin- Leningrad. Die Flugzeit beträgt 14 h.

Der sozialdemokratische Parteiausschuss fasst – gegen den Widerstand der SPD-Linken – den Beschluss, sich nach dem Wahlerfolg vom 20. Mai an der Reichsregierung in führender Position zu beteiligen und die Regierungsbildung in die Hand zu nehmen.

7.6.1928, Donnerstag

Parker Gilbert, als Reparationsagent für die Überwachung der Reparationszahlungen des Deutschen Reichs an die Siegermächte des Weltkriegs zuständig, legt einen positiven Zwischenbericht vor. Das Deutsche Reich ist seinen Verpflichtungen nachgekommen.

General Tschang Tso-lin, der Führer der chinesischen Nordarmee, stirbt an den Verletzungen infolge eines Anschlags, der am 4. Juni von japanischer Seite auf ihn verübt worden ist.

8.6.1928, Freitag

Die nationalrevolutionären, von Tschiang Kai-schek geführten Kuomintang-Truppen erobern Peking.

Nach Ablehnung eines kommunistischen Antrags kommt es bei der Eröffnung des neugewählten preußischen Landtags in Berlin zu einer Prügelei unter den Abgeordneten.

Eugen Boltz (Zentrum) wird neuer Ministerpräsident von Württemberg. Er löst den Deutschnationalen Wilhelm Bazille in diesem Amt ab, dieser gehört dem neuen Kabinett jedoch als Kultusminister weiterhin an.

In Wilhelmsburg bei Hamburg wird ein neuer Kali-Hafen eingeweiht.

9.6.1928, Samstag

Reichspräsident Paul von Hindenburg empfängt die Spitzenvertreter der Parteien zu Gesprächen über die Regierungsbildung.

In Berlin hat das Stück “Artisten” von Gloryl Watters und Arthur Hopkins seine deutsche Premiere.

Die Operette “Die singende Venus” des deutschen Komponisten Eduard Künneke wird in Breslau uraufgeführt.

Die deutsche Schwimmerin Lotte Mühe stellt mit 1:26,3 min in Magdeburg einen Weltrekord über 100 m Brust auf.

10.6.1928, Sonntag

Bei einem Eisenbahnunglück in Nürnberg sterben 24 Menschen, 20 werden verletzt.

Mit dem “Frankfurter Wechsel” läuft die Mannschaft von Eintracht Frankfurt in Halle mit 41,0 sec einen deutschen Rekord über 4 m.

Ludwig Haymann schlägt Franz Diener durch Aufgabe in der siebten Runde in Dortmund und wird damit Deutscher Meister im Schwergewichtsboxen. Max Schmeling hat wegen einer USA-Reise auf die Verteidigung des Titels verzichtet.

11.6.1928, Montag

Hermann Müller erhält von der Reichstagsfraktion seiner Partei, der SPD, den Auftrag, ein Angebot des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zur Regierungsbildung anzunehmen.

12.6.1928, Dienstag

Reichskanzler Wilhelm Marx (Zentrum) tritt mit seiner Regierung, die bei den Reichstagswahlen am 20. Mai eine Niederlage erlitten hat, zurück.

Reichspräsident Paul von Hindenburg beauftragt Hermann Müller (SPD) mit der Regierungsbildung.

Der Reichsverband deutscher Buch- und Zeitschriftenhändler verabschiedet auf der Generalversammlung in Köln eine Resolution für die Aufhebung des Gesetzes zur Bewahrung der Jugend vor Schund und Schmutz. Es ist im Dezember 1926 verabschiedet worden und enthält Zensurbestimmungen für jugendgefährdende Schriften.

13.6.1928, Mittwoch

Der am 20. Mai neugewählte Reichstag kommt in Berlin zur ersten Sitzung zusammen.

Der Verein Deutscher Stahlindustrieller stellt einen Forderungskatalog an die Reichsregierung auf, der u.a. eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge und eine Ausschaltung staatlicher Organe bei Tarifverhandlungen enthält.

14.6.1928, Donnerstag

Der Parteikonvent der Republikaner nominiert in Kansas City (USA) mit 837 von 1089 Stimmen Handelsminister Herbert Hoover zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen am 6. November.

Das britische Unterhaus in London lehnt das von der anglikanischen Kirche ausgearbeitete neue Gebetbuch, das Annäherungen an den katholischen Ritus mit sich bringt, erneut ab.

Neuer Regierungschef des Landes Anhalt wird Heinrich Deist. Der Regierung gehören SPD- und DDP-Politiker an.

Der sozialdemokratische Politiker Paul Löbe wird in Berlin erneut zum Reichstagspräsidenten gewählt.

Der Preußische Landtag lehnt ein von der kommunistischen Fraktion eingebrachtes Misstrauensvotum gegen die Koalitionsregierung aus SPD, DDP und Zentrum unter Ministerpräsident Otto Braun mit 222 gegen 168 Stimmen ab.

15.6.1928, Freitag

Reichsaußenminister Gustav Stresemann fährt wegen seiner Erkrankung zu einem Kuraufenthalt nach Bühlerhöhe im Schwarzwald.

Der Sejm nimmt den Staatshaushalt mit 219 gegen 53 Stimmen an. Ministerpräsident Jósef Klemens Pilsudski kann sich, obwohl seine Partei nicht über die Majorität der Mandate verfügt, auf wechselnde Mehrheiten im polnischen Parlament stützen.

Regisseur Erwin Piscator muss aufgrund finanzieller Schwierigkeiten die Konzession für seine Bühne am Nollendorfplatz zurückgeben.

16.6.1928, Samstag

Der britische Kreuzer “Canterbury” trifft zu einem Besuch Litauens im Memeler Hafen ein.

Der schwedische König Gustav V. wird 70 Jahre alt. Die Bevölkerung hat für ihn ein Geldgeschenk von 4,7 Millionen Kronen (5,27 Millionen Reichsmark) gesammelt, das dieser einem Krebsfonds zur Verfügung stellt.

In Hannover wird das erste Deutsche Arbeiter-Sängerbundfest eröffnet (bis 18.6.). 40 000 Chorsänger, eine Vielzahl von Gesangssolisten und drei Orchester nehmen an 57 Veranstaltungen aktiv teil.

17.6.1928, Sonntag

In Duisburg tagt der Deutsche Ostbund. Er lehnt die Konstruktion des Freistaats Preußen und die gesamte Grenzziehung im Osten des Deutschen Reiches entschieden und kategorisch ab.

Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans (seit 16.6.) gewinnen die Automobilsportler Woolf Barnato (Großbritannien) und Bernard Rubin (Australien) auf Bentley mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 111,219 km/h.

Die Piloten Hermann Köhl, Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld und James C. Fitzmaurice, die am 13. April erstmals den Atlantik in Ost-West-Richtung überquert haben, werden bei ihrer Rückkehr mit dem Dampfer “Columbus” in Bremerhaven von einer begeisterten Menge empfangen.

Der norwegische Polarforscher Roald Amundsen kommt bei einem Rettungsflug für den abgestürzten Umberto Nobile ums Leben.

In Wien werden Verhandlungen zwischen dem Deutschen Reich und Österreich über den Abschluss eines Handelsvertrags aufgenommen.

19.6.1928, Dienstag

Der Redakteur Bruno Wolf wird in Wien im Gerichtssaal von seinem Kollegen und Widersacher Oskar Pöffel mit drei Revolverschüssen getötet.

20.6.1928, Mittwoch

Im Parlament des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (heute Jugoslawien) werden drei Abgeordnete durch Schüsse getötet, zwei weitere schwer verletzt.

Die Hindenburgschleuse bei Hannover wird im Rahmen der Eröffnung eines 30 km langen Teilstücks des Mittellandkanals – von Hannover nach Peine – feierlich eingeweiht.

In Oslo wird die Jahrestagung des internationalen PEN-Clubs eröffnet. Im Mittelpunkt des Schriftstellerkongresses steht die Diskussion über das Sprachproblem kultureller Minderheiten.

21.6.1928, Donnerstag

Die thüringische Landesregierung erklärt auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag, dass sie an der Todesstrafe festhalte. In Eisenach war kürzlich ein 1924 wegen Mordes zum Tode Verurteilter freigesprochen und rehabilitiert worden.

Der bayerische Landtag tritt in München zur ersten Sitzung nach den Landtagswahlen am 20. Mai zusammen. Die Deutschnationalen, die mit vier Abgeordneten keine Fraktion mehr bilden, schließen sich in einer losen Arbeitsgemeinschaft dem Bayerischen Bauernbund an.

Die erste Abendrealschule eröffnet in Berlin den Unterrichtsbetrieb.

22.6.1928, Freitag

Reichspräsident Paul von Hindenburg beauftragt den SPD-Politiker Hermann Müller, weitere Verhandlungen über die Regierungsbildung zu führen.

Die Ozeanflieger Hermann Köhl, James C. Fitzmaurice und Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld werden von der Reichsregierung feierlich empfangen.

23.6.1928, Samstag

Der US-amerikanische Botschafter in Berlin, Jacob Gould Schurman, überreicht der Reichsregierung einen revidierten Entwurf für den Kriegsächtungsvertrag. Die US-Regierung legt den Vertragsentwurf zugleich 13 weiteren Staaten vor.

Bei einer Explosionskatastrophe in der belgischen Stadt Brügge kommen acht Menschen ums Leben, 30 werden z.T. erheblich verletzt.

Der am 25. Mai mit seinem Luftschiff über dem Nordpol abgestürzte italienische General Umberto Nobile wird von dem schwedischen Flieger Einar Lundborg an Bord genommen.

In der Nähe von Hannover wird eine erste Testfahrt mit einem Raketenwagen der Opelwerke auf Schienen durchgeführt. Der unbemannte Waggon erreicht auf der 2000 m langen Teststrecke eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 180 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 254 km/h.

24.6.1928, Sonntag

Am sechsten Todestag des deutschen Politikers und Industriellen Walther Rathenau, der einem Attentat zum Opfer fiel, wird in Berlin die Walther-Rathenau-Gesellschaft gegründet.

Der totgeglaubte deutsche Asienforscher Wilhelm Filchner kehrt von einer zweieinhalbjährigen Expeditionsreise nach Tibet, China und Nordindien ins Deutsche Reich zurück.

25.6.1928, Montag

Der 26. internationale Friedenskongress der pazifistischen Internationale wird in Warschau eröffnet (bis 29.6.). Die Friedensnobelpreisträger von 1927, Ludwig Quidde (Deutsches Reich) und Ferdinand Buisson (Frankreich), sind auf der Tagung anwesend.

Vor dem Parlamentsgebäude in Paris demonstrieren anlässlich der Stabilisierungsdebatte des Senats mehrere hundert Frauenrechtlerinnen für die Einführung des Frauenwahlrechts. Der Senat hatte kürzlich selbst einen Antrag, über das Stimmrecht für Frauen lediglich zu debattieren, abgelehnt.

Der französische Franc wird um 80% abgewertet.

26.6.1928, Dienstag

Der österreichische Justizminister Franz Dinghofer (großdeutsch) tritt nach Auseinandersetzungen über die Auslieferung des ungarischen Revolutionärs Béla Kun an Ungarn zurück.

Der sozialdemokratisch orientierte Arbeiter-Turn- und Sportbund beschließt auf der Bundestagung in Leipzig mit 168 gegen 66 Stimmen, künftig keine Beziehungen mehr zur KPD und ihr nahestehende Organisationen zu unterhalten.

27.6.1928, Mittwoch

Neuer Ministerpräsident von Ägypten wird Muhammad Mahmud Pascha. Er folgt Mustafa Nahhas Pascha nach, der am 25. Juni wegen eines Bestechungsskandals zurückgetreten ist.

In Budapest wird Baron Ludwig Hatvany wegen Angriffen auf das herrschende politische System in Ungarn in letzter Instanz zu eineinhalb Jahren Gefängnis und 150 000 Pengö (109 000 Reichsmark) Geldstrafe verurteilt. Gegenüber den Urteilen vorheriger Instanzen bedeutet dies eine erhebliche Strafminderung.

In Genf wird die dritte Tagung des Sicherheitskomitees des Völkerbundes eröffnet (bis 4.7.). Auf der Tagesordnung steht u.a. die Erarbeitung von Musterverträgen für die friedliche Regelung von Streitfragen sowie für Schieds- und Vergleichsverfahren.

Kasimierz Bartel löst Marschall Jósef Klemens Pilsudski als polnischer Ministerpräsident ab. Pilsudski bleibt jedoch Kriegsminister und bestimmt von dieser Position aus faktisch weiterhin die Politik des Landes.

Der scheidende britische Botschafter in Berlin, Sir Ronald Lindsay, wird von Reichspräsident Paul von Hindenburg in Berlin zu einer Abschiedsaudienz empfangen. Sein Nachfolger wird Sir Horace Rumbold, der bisher britischer Botschafter in Madrid war.

28.6.1928, Donnerstag

Die neue Reichsregierung, eine große Koalition unter dem Sozialdemokraten Hermann Müller als Reichskanzler, wird vereidigt. Gustav Stresemann (DVP) bleibt Außenminister.

Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Alexander Zaimis erklärt nach heftigen Angriffen des Vorsitzenden der Liberalen Partei, Eleftherios Weniselos, ihren Rücktritt. Sie bleibt bis zum 4. Juli geschäftsführend im Amt.

Der Parteikonvent der Demokraten in Houston/Texas (USA) nominiert Gouverneur Alfred E. Smith zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen am 6. November.

Die Genfer Opiumkonvention von 1925, die Bestimmungen zur Bekämpfung des Missbrauchs und des Schmuggels von Opium und anderen Rauschgiften enthält, tritt nach der Ratifikation durch Kanada in Kraft.

29.6.1928, Freitag

In La Sarraz (Schweiz) geht eine Tagung international anerkannter Architekten zu Ende, in deren Verlauf die Gründung der Architektenvereinigung CIAM vollzogen wird.

30.6.1928, Samstag

Die kommunistische Fraktion im Reichstag legt einen Gesetzentwurf zum Schutz von Mutter und Kind vor, der die Abschaffung des Abtreibungsparagraphen 218 im Strafgesetzbuch enthält.

Die Tagung der Saardeutschen, die in Heidelberg eröffnet wird (bis 1.7.), steht unter dem Motto “Vaterland, Saardeutschland ruft dich!”. Das Saargebiet steht seit 1920 unter treuhänderischer Verwaltung des Völkerbunds.

Im Haag wird der zwölfte Kongress des Weltverbands der Völkerbundgesellschaften eröffnet. Hauptgegenstand der Beratungen ist das Problem nationaler Minderheiten (bis 7.7.)

Chroniknet