Was geschah im Juni 1958

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1.6.1958, Sonntag

Bei den Wahlen zum schwedischen Reichstag erreicht die bisherige Minderheitsregierung unter dem Sozialdemokraten Tage Erlander durch die Unterstützung der Kommunisten eine knappe Mehrheit im Parlament.

Mit 329 gegen 224 Stimmen billigt die französische Nationalversammlung in Paris die Ernennung von General Charles de Gaulle zum Ministerpräsidenten.

Stirling Moss (Großbritannien) und Jack Brabham (Australien) auf Aston-Martin gewinnen das 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring in der Eifel vor dem britischen Gespann Mike Hawthorn und Peter Collins auf Ferrari.

35 der 71 Sitze erhält die konservative Regierungspartei bei den Wahlen zur Legislativversammlung in Ecuador. Die Unabhängigen – sie unterstützen die Regierung – erhalten zehn Mandate. Die Opposition hat 26 Sitze inne.

Auf ihrem Kongress in München fordert die Arbeitsgemeinschaft deutscher Lehrerverbände in einem Manifest eine grundlegende Reform für das Erziehungs- und Bildungswesen in der Bundesrepublik.

2.6.1958, Montag

In einer Erklärung zur Ernennung des französischen Ministerpräsidenten Charles de Gaulle kündigt die Bundesregierung an, sie werde alles tun, um die bisherige freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem westlichen Nachbarland Frankreich fortzusetzen.

In Botschaften an den tunesischen Staatspräsidenten Habib Burgiba und den marokkanischen König Muhammad V. erklärt der französische Ministerpräsident Charles de Gaulle, die gegenwärtigen Schwierigkeiten in den Beziehungen Frankreichs zu den nordafrikanischen Ländern sollten baldmöglichst beseitigt werden.

3.6.1958, Dienstag

In einem Schreiben an den US-amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower schlägt der sowjetische Parteiführer und Ministerpräsident Nikita S. Chruschtschow die Aufnahme von Verhandlungen über einen amerikanisch-sowjetischen Handelsvertrag vor.

Nach einer Meldung der Zeitschrift “Die Volksarmee”, dem Organ der DDR-Truppe, ist es in der Sowjetunion gelungen, Hartbenzin herzustellen, das sich auf Antarktisstationen bereits bewährt haben soll.

4.6.1958, Mittwoch

Der französische Ministerpräsident Charles de Gaulle bricht zu einer Reise nach Algerien auf. Er erklärt bei einer Ansprache in Algier, es werde von nun an nur noch Franzosen mit gleichen Rechten und Pflichten geben.

Bei der Rückkehr von einem zehntägigen Aufenthalt in der Sowjetunion erklärt der Generaldirektor des Essener Krupp-Konzerns, Berthold Beitz, seine Firma habe in der UdSSR Abschlüsse über die Lieferung von Maschinen und Industrieausrüstungen in Höhe von 50 Millionen DM getätigt.

5.6.1958, Donnerstag

Léon Delbecque, stellvertretender Vorsitzender des Wohlfahrtsausschusses für Algerien und die Sahara erklärt in einer Rundfunkansprache, die Ausschüsse wollten die am 13. Mai mit dem Putsch in Algier begonnene Revolution gegen die französische Regierung bis zur Vollendung fortsetzen.

6.6.1958, Freitag

Während seines Staatsbesuchs in den Vereinigten Staaten, der nach viertägiger Dauer endet, betont Bundespräsident Theodor Heuss, dass die Bundesrepublik zum Westen gehöre und es in diesem Punkt keine Neutralität geben könne.

Der Rat der Arabischen Liga beendet eine mehrtägige Sitzung in der libyschen Hafenstadt Bengasi, auf der es nicht gelang, eine Einigung über die Beilegung des Konflikts zwischen dem Libanon und der Vereinigten Arabischen Republik zu erzielen.

7.6.1958, Samstag

DDR-Behörden lassen die Besatzung eines US-amerikanischen Militärhubschraubers festnehmen, der versehentlich auf dem Gebiet der DDR gelandet ist. Die DDR protestiert zugleich gegen die Verletzung ihres Luftraumes und macht die Freilassung der US-Soldaten von der Aufnahme von Regierungsverhandlungen abhängig.

Nach seiner Rückkehr aus Algerien ernennt der französische Ministerpräsident Charles de Gaulle den Oberbefehlshaber in Algerien, General Raoul Salan, der auch am Putsch vom 13. Mai beteiligt war, zum Generaldelegierten in der französischen Kolonie Algerien.

In Nikosia kommt es bei einer Demonstration türkischer Zyprioten für eine Teilung der Insel zu blutigen Kämpfen mit Angehörigen der griechischen Bevölkerungsgruppe, bei denen vier Menschen getötet werden. Die britischen Kolonialherren verhängen daraufhin ein Ausgehverbot für die vier größten Städte auf der Mittelmeerinsel und erlassen am 12. Juni ein völliges Versammlungsverbot für die gesamte Insel.

Nach sechstägiger Dauer endet in Sofia der 7. Parteikongress der bulgarischen Kommunistischen Partei. Der Kongress billigt die Richtlinien für den dritten Fünfjahresplan (1958- 1962), die eine Steigerung der Industrieproduktion um 60%, eine beschleunigte Entwicklung der Leicht- und Lebensmittelindustrie sowie die Verdoppelung der Elektrizitätserzeugung vorsehen.

In Diessen am Ammersee wird das erste SOS-Kinderdorf in der Bundesrepublik eingeweiht.

8.6.1958, Sonntag

Mit 76,4% der abgegebenen Stimmen wird der Kandidat der Regierung, Admiral Americo Tomas, zum neuen portugiesischen Präsidenten gewählt. Er tritt sein Amt am 9. August an.

Auf dem Bundesparteitag der Deutschen Partei (DP) in Berlin (West), der am 6. Juni begonnen hat, wird der Parteivorsitzende Heinrich Hellwege, Ministerpräsident von Niedersachsen, in seinem Amt bestätigt.

Der Italiener Ercole Baldini gewinnt den Giro d’Italia, zu dem am 18. Mai 120 Radrennfahrer in Mailand gestartet waren. Der Krefelder Hans Junkermann belegt mit 16:54 min Rückstand auf den Sieger den 13. Platz.

9.6.1958, Montag

Die Bundesregierung beantragt beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Einstweilige Verfügungen gegen die Länder Bremen und Hessen, um in diesen Ländern angesetzte Volksbefragungen zur atomaren Bewaffnung der Bundeswehr zu verschieben.

Auf der Generalversammlung der Industriegewerkschaft Bergbau in München, die noch bis zum 13. Juni dauert, fordert deren Vorsitzender Heinrich Gutermuth die Verstaatlichung des Kohlebergbaus.

In seiner Thronrede zur Eröffnung des Parlaments in Athen fordert der griechische König Paul die Gewährung des Selbstbestimmungsrechts für die Bevölkerung Zyperns. – Am selben Tag ersucht die britische Regierung in London die Türkei, auf ihre Landsleute auf der Mittelmeerinsel beschwichtigend einzuwirken.

10.6.1958, Dienstag

Der Zentrale Wohlfahrtsausschuss für Algerien und die Sahara fordert in einer Erklärung an den französischen Ministerpräsidenten Charles de Gaulle die Verschiebung der Gemeindewahlen in dem nordafrikanischen Land, die Aufhebung des Sonderstatus Algeriens sowie die Auflösung der politischen Parteien. Am folgenden Tag weist de Gaulle die Erklärung in scharfer Form zurück.

Vor dem britischen Unterhaus befürwortet Verteidigungsminister Duncan Sandys ein umfassendes Abrüstungsabkommen.

11.6.1958, Mittwoch

Der neugewählte japanische Reichstag in Tokio bestätigt den bisherigen Ministerpräsidenten Nobosuke Kischi in seinem Amt.

Der österreichische Nationalrat ratifiziert den deutsch-österreichischen Vertrag zur Regelung vermögensrechtlicher Beziehungen vom 15. Juli 1957.

12.6.1958, Donnerstag

In einer Einstweiligen Verfügung untersagt das Bundesverfassungsgericht dem Land Bremen die Durchführung einer Volksbefragung zur atomaren Aufrüstung der Bundeswehr.

Gemäß dem Beschluss des UN-Sicherheitsrats trifft eine erste Beobachtergruppe in Beirut ein, um eine mögliche Einmischung von außen in den innenpolitischen Konflikt im Libanon zu überprüfen.

Auf der Mitgliederversammlung der deutsch-niederländischen Handelskammer in Wiesbaden wird ein Gutachten vorgelegt, das die Verschmutzung des Rheins als an der Grenze des Erträglichen bezeichnet.

13.6.1958, Freitag

Die Türkei und Griechenland beschuldigen in Noten an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen das jeweils andere Land, für die Unruhen auf Zypern verantwortlich zu sein.

Mit den Stimmen der Regierungsparteien CDU/CSU und DP sowie der FDP lehnt der Bundestag einen Gesetzentwurf der SPD-Fraktion ab, der eine Volksbefragung über die atomare Aufrüstung der Bundeswehr im gesamten Bundesgebiet vorsah.

14.6.1958, Samstag

Der DDR-Ministerrat beschließt Maßnahmen zur Förderung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG), die Einzelbauern zum Eintritt in die LPG bewegen sollen.

Die Rüsselsheimer Opelwerke beginnen mit der Auslieferung einer neuen Modellreihe des “Kapitän”, der vorn und hinten mit Panoramascheiben ausgerüstet ist.

Hunderttausende Münchner beteiligen sich an den offiziellen Feierlichkeiten zum 800-Jährigen Bestehen der Stadt.

In Venedig wird die 29. Kunstbiennale eröffnet, auf der noch bis Oktober neben moderner Kunst u.a. Werke von Gustav Klimt, Georges Braque und Marc Chagall zu sehen sind.

Vor 20 000 Zuschauern gewinnt der FV Hombruch 09 durch ein 3:1 über den ASV Bergedorf in Dortmund die Deutsche Fußballamateur-Meisterschaft.

15.6.1958, Sonntag

Die neue Kampagne der Ostblockstaaten gegen Jugoslawien beruhe weniger auf ideologischen Differenzen als auf der Weigerung Jugoslawiens, in das “sozialistische Lager” einzutreten. Diese Ansicht äußert der jugoslawische Staatspräsident Josip Tito in einer Rede in Labin (Istrien).

16.6.1958, Montag

In Köln geht der erste deutsche Krankenhaustag zu Ende, der am 11. Juni gleichzeitig mit einer Krankenhausausstellung von 410 Firmen begonnen hat. Nach Angaben der Teilnehmer fehlen in den Krankenhäusern Investitionen in Höhe von vier Milliarden DM.

Der Schweizer Bundesrat beschließt die Schaffung eines Landesverteidigungsrates als beratendes Organ des Bundesrats.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin (West), Willy Brandt, fordert in einem Schreiben an den Magistrat in Berlin (Ost) die Freilassung Inhaftierter, die im Zusammenhang mit dem Volksaufstand am 17. Juni 1953 verurteilt wurden, sowie die Zusammenarbeit und einen unbeschränkten Verkehr zwischen beiden Teilen der Stadt.

Die Vereinigten Staaten und Japan schließen ein Abkommen über die Zusammenarbeit bei der Nutzung der Atomenergie.

17.6.1958, Dienstag

Tunesien und Frankreich einigen sich darauf, dass die französischen Truppen innerhalb von vier Monaten aus allen Stützpunkten in Tunesien außer der Hafenstadt Biserta abgezogen werden.

Das ungarische Justizministerium gibt bekannt, dass die Führer des Volksaufstands von 1956 in einem Geheimprozess verurteilt worden seien. Der frühere Ministerpräsident Imre Nagy, der ehemalige Verteidigungsminister General Pal Maleter sowie Miklos Gimes und Josef Szilagyi seien zum Tode verurteilt und bereits hingerichtet worden. – Die Nachricht löst außerhalb der Ostblockstaaten Empörung und Proteste aus.

18.6.1958, Mittwoch

Das Schreiben des Regierenden Bürgermeisters von Berlin (West), Willy Brandt (SPD), vom 16. Juni wird vom Magistrat in Berlin (Ost) zurückgewiesen.

Das Zentralkomitee der sowjetischen Kommunistischen Partei beschließt die Aufhebung der Pflichtablieferungen von landwirtschaftlichen Produkten durch die Kolchosen. Arbeiten der Maschinen-Traktoren-Stationen sollen künftig nicht mehr durch Naturalien entlohnt werden.

Die Algerische Befreiungsfront FLN gibt bekannt, dass sie auch mit der neuen französischen Regierung unter Charles de Gaulle keine Kompromisse schließen wolle, sondern weiterhin für die Unabhängigkeit Algeriens kämpfen werde.

Die am 11. Juni begonnene Radrundfahrt Tour de Suisse endet in Zürich mit dem Gesamtsieg des Italieners Pasquale Fornara. Mit 7:06 min Rückstand wird der Krefelder Hans Junkermann Zweiter vor den Italienern Antonio Catalano und Nino Defilippis.

19.6.1958, Donnerstag

Die ARD-Anstalten beschließen, bis 1960 ein zweites Fernsehprogramm für die Bundesrepublik einzurichten.

Im britischen Unterhaus legt Premierminister Harold Macmillan einen Plan zur Lösung der Zypernfrage vor.

Nach Angaben von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß soll die Bundeswehr bis 1963 so umorganisiert werden, dass sie sowohl den Anforderungen eines atomaren wie eines konventionell geführten Krieges entspricht.

20.6.1958, Freitag

Der Bundestag verabschiedet eine Steuerreform, die u.a. die Möglichkeit des sog. Splitting für Ehegatten vorsieht. Nach den Worten von Finanzminister Franz Etzel (CDU) ist die neue Gesetzgebung, die zum 1. September gültig wird, mittelstands- und familienfreundlich.

Als schwächstes Glied der großen demokratischen Gemeinschaft bezeichnet der brasilianische Präsident Juscelino Kubitschek de Oliveira die Staaten Lateinamerikas.

Der Ungarn-Ausschuss der Vereinten Nationen erörtert die Hinrichtung des ehemaligen ungarischen Ministerpräsidenten Imre Nagy.

UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld verhandelt mit den Regierungen Israels und Jordaniens, um eine Lösung im Konflikt um die israelische Enklave am Scopusberg bei Jerusalem herbeizuführen.

Auf einem Schönheitswettbewerb in Baden-Baden wird die 19-Jährige Hotelsekretärin Marlies Behrens aus München zur “Miss Germany 1958” gewählt.

22.6.1958, Sonntag

Mit 1,80 stellt die Rumänin Jolanda Balas in Bukarest einen Weltrekord im Hochsprung auf.

Olivier Gendebien (Belgien) und Phil Hill (USA) gewinnen auf Ferrari das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Wegen anhaltender Unruhen schiebt der Bundesrichter des US-Staates Arkansas, Harry J. Lemley, die Rassenintegration in der Schule von Little Rock für zweieinhalb Jahre auf. Die schwarzen Schüler waren ab September 1957 teils von Bundessoldaten zum Unterricht begleitet worden.

Zum Abschluss einer zweitägigen Konferenz verabschieden Politiker der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) ein “Straßburger Manifest”, das den politischen Zusammenschluss der EWG-Staaten vorsieht.

Sieger des Deutschen Galopp-Derbys in Hamburg-Horn wird Wilderer aus dem Gestüt Ravensberg mit Werner Gassmann im Sattel mit einer Kopflänge vor Ozean mit Jockey Hein Bollow und Agio unter Ferdinand Drechsler.

23.6.1958, Montag

Der libanesische Ministerpräsident Sami as-Sulh erklärt in einem Interview, man könne nicht mehr von einer Infiltration sprechen, sondern Syrien und Ägypten führten offenen Krieg gegen sein Land.

Zum Abschluss eines am 4. Juni begonnenen Staatsbesuchs des nepalesischen Königs Mahendra in der UdSSR erklärt sich die Regierung der Sowjetunion zur technischen Hilfeleistung gegenüber dem Himalaja-Staat bereit.

Während einer vom 21. bis 27. Juni dauernden Sitzungsperiode stimmt das Europäische Parlament in Straßburg über die künftige Europa-Hauptstadt ab.

24.6.1958, Dienstag

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erklärt die Steuerbegünstigungen für private Spenden an politische Parteien für grundgesetzwidrig.

Auf Antrag der Bundesregierung erlässt das Bundesverfassungsgericht eine Einstweilige Verfügung, die es der hessischen Landesregierung untersagt, Volksbefragungen über die Aufrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen in den hessischen Gemeinden zuzulassen.

25.6.1958, Mittwoch

Nachdem die belgische Koalitionsregierung aus Sozialisten und Liberalen bei den Parlamentswahlen am 1. Juni ihre Mehrheit verloren hat, bildet Gaston Eyskens eine Minderheitsregierung aus Mitgliedern der Christlich-Sozialen Partei, die über 104 der 212 Abgeordnetensitze in Brüssel verfügt.

26.6.1958, Donnerstag

In der Schweizer Bürgergemeinde Riehen im Halbkanton Basel-Stadt wird den Frauen per Volksabstimmung das Stimmrecht eingeräumt.

Das Direktorium der Weltbank verlängert die Amtszeit des Präsidenten Eugene R. Black bis zum 1. Mai 1963.

27.6.1958, Freitag

In einer Rundfunkrede bezeichnet der französische Ministerpräsident Charles de Gaulle die Algerienfrage, die wirtschaftliche Lage des Landes und die Staatsreform als dringlichste Aufgaben seiner Regierung.

Die vom österreichischen Nationalrat verabschiedete Novelle zum Kartellgesetz legt fest, dass künftig als Kartell nicht nur vertragliche Bindungen gelten, sondern auch sog. Gentleman-Agreements, also informelle Absprachen zwischen Unternehmern.

In der Bundesrepublik wird der Diskontsatz um 0,5% auf 3% gesenkt.

28.6.1958, Samstag

In einer Rede vor Danziger Werftarbeitern erkennt der polnische Parteiführer Wladyslaw Gomulka die führende Rolle der Sowjetunion und die Unantastbarkeit des “Sozialistischen Lagers” an.

In einer Feierstunde werden den ersten Bewohnern der neugegründeten Ortschaft Sennestadt bei Bielefeld ihre Wohnungen übergeben.

Erfolgreichster Segler bei der Kieler Woche, die am 21. Juni eröffnet wurde, ist der Schwede Kurt Ribbhagen, der in der 5,5-m-Klasse sieben Tagessiege schaffte.

29.6.1958, Sonntag

Im Endspiel um die Fußballweltmeisterschaft unterliegt Gastgeber Schweden in Stockholm der Mannschaft von Brasilien 2:5. Der mit 17 Jahren jüngste Teilnehmer, der Brasilianer Pelé, erzielt zwei Treffer.

30.6.1958, Montag

Der Senat der Vereinigten Staaten beschließt mit 64 gegen 20 Stimmen, das bisherige Territorium Alaska als 49. Staat in die Union aufzunehmen.

In den USA erreicht die Zahl der Arbeitslosen mit rund 5,437 Millionen den höchsten Stand seit August 1941.

Um knapp 70 000 auf rund 400 000 sinkt die Arbeitslosenquote in der Bundesrepublik; dies sind 2,1% der Erwerbstätigen. Im Vorjahr waren etwa 52 000 Bundesbürger mehr arbeitslos.

Nach Angaben der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO ist die Landwirtschaftsproduktion im Wirtschaftsjahr 1957/58 erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg rückläufig.