Was geschah im Juni 1976

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1.6.1976, Dienstag

Aufgrund anhaltender Unruhen im Libanon marschiert die syrische Armee in das Land ein, um – wie die Regierung in Damaskus verkündet – den Bürgerkrieg im Nachbarland zu beenden.

Die thailändische Regierung verfügt in Bangkok die Schließung der letzten US-amerikanischen Radarstationen im Land.

Bei einem Sprengstoffanschlag auf das US-amerikanische Hauptquartier in Frankfurt/Main werden 16 Menschen verletzt. Der Sprengkörper explodiert in einer Bar des von US-Streitkräften seit Ende des Krieges benutzten Gebäudekomplexes der früheren I. G. Farben.

Das japanische Kabinett verabschiedet in Tokio eine Gesetzesvorlage, nach der Japan als 100. Staat dem Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen beitritt.

2.6.1976, Mittwoch

Auf seiner konstituierenden Sitzung wählt der 7. Landtag von Baden-Württemberg in Stuttgart mit 69 von 121 Stimmen Hans Filbinger (CDU) erneut zum Ministerpräsidenten.

Der spanische König Juan Carlos fordert anlässlich eines Besuchs der USA die Rückkehr seines Landes zu einer demokratischen Regierungsform.

Nach monatelangen Verhandlungen beenden Großbritannien und Island in Oslo den Fischereistreit, der 1975 aufgrund einer einseitigen Ausdehnung der isländischen Fangzone von 50 auf 200 Seemeilen ausgebrochen war. Die beiden Länder nehmen die seit dem 19. Februar unterbrochenen diplomatischen Beziehungen wieder auf.

3.6.1976, Donnerstag

Der ehemalige Präsident Boliviens, Juan José Torres Gonzales, wird in seinem argentinischen Exil von Terroristen entführt und erschossen.

Der schwedische Reichstag beschließt in Stockholm mit großer Mehrheit ein Gesetz, das den Arbeitnehmern mehr Mitbestimmung am Arbeitsplatz einräumt.

4.6.1976, Freitag

Der Bundesrat in Bonn billigt die Erhöhung der Tabaksteuer um 18% und der Branntweinsteuer um 20%.

Borussia Mönchengladbach ist nach Beendigung der 13. Bundesligasaison Deutscher Fußballmeister.

Beim Start vom Flugplatz der Pazifikinsel Guam verunglückt eine philippinische Verkehrsmaschine vom Typ “Electra”. Alle 45 Insassen kommen ums Leben.

Die Zahl der Arbeitslosen in der Bundesrepublik ist zum ersten Mal seit Dezember 1974 unter die Millionengrenze gesunken. Nach Angaben der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit sind z. Z. 953 500 Menschen ohne Arbeit.

Aufgrund von monatelangen Ermittlungen des Bundesverfassungsschutzes und des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) können in der Bundesrepublik 16 DDR-Spione festgenommen werden, darunter mehrere Angestellte des Bundesverteidigungsministeriums.

Die argentinische Militärregierung verfügt in Buenos Aires ein Betätigungsverbot für 48 linksgerichtete Organisationen und droht bei Zuwiderhandlungen mit Gefängnisstrafen.

Bei einem Treffen in Paris betonen die KP-Chefs Italiens und Frankreichs, Enrico Berlinguer und Georges Marchais, das Recht auf Eigenständigkeit der westeuropäischen Kommunisten gegenüber dem Führungsanspruch der KPdSU.

5.6.1976, Samstag

In Madrid hält die bisher unter der Franco-Diktatur verbotene oppositionelle Sozialistische Volkspartei erstmals seit Beendigung des Spanischen Bürgerkrieges (1936-39) eine offiziell genehmigte Parteiveranstaltung ab.

Nach schweren Ausschreitungen gegen die ägyptische Botschaft in Damaskus bricht die ägyptische Regierung die diplomatischen Beziehungen zu Syrien ab.

Die chinesische Regierung kauft in München vier Hubschrauber des Typs “Bo 105” der Firma Messerschmitt-Bölkow-Blohm mit einer Option auf 16 weitere Maschinen. Die Helikopter werden bei der Bundeswehr zur Panzerbekämpfung eingesetzt.

Bei den Schwimm-Meisterschaften der DDR in Berlin (Ost) stellen die Damen insgesamt 14 neue Weltrekorde auf, fünf davon erkämpft sich die 17-Jährige Kornelia Ender.

6.6.1976, Sonntag

Im US-Bundesstaat Idaho bricht bei der Indienstnahme der gerade fertiggestellte Teton-Staudamm. 40 000 Menschen müssen evakuiert werden, mehr als 150 ertrinken in den Fluten.

Der US-amerikanische Ölmilliardär Jean Paul Getty stirbt 83jährig in Sutton Place (Großbritannien).

7.6.1976, Montag

Großbritannien erhält von den zehn westlichen Industrienationen (sog. Zehnerclub) einen Kredit von umgerechnet 12,5 Mrd. DM zur Stützung der britischen Währung, die im internationalen Vergleich in den letzten Monaten starke Verluste erlitten hat.

Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums in Bonn forderte der Pfingstverkehr auf bundesdeutschen Straßen 109 Unfalltote und über 4000 Verletzte.

Der Generalstaatsanwalt von Genua, Francesco Coco, der mit der Bekämpfung der terroristischen “Roten Brigaden” betraut war, wird zusammen mit einem Leibwächter erschossen.

Bei Terroranschlägen der irischen Untergrundorganisation IRA werden über die Pfingstfeiertage in Nordirland elf Menschen getötet, 48 z.T. schwer verletzt. Die britische Regierung beschließt daraufhin, ihre Polizei- und Armeeverbände in der immer wieder von heftigen Unruhen geschüttelten Provinz zu verstärken.

8.6.1976, Dienstag

Der Erste Sekretär der polnischen KP, Edward Gierek, schließt anlässlich eines fünftägigen Staatsbesuchs in der Bundesrepublik mehrere Wirtschaftsabkommen ab.

Im “Theater an der Wien” kommt das Stück “Die Berühmten” des österreichischen Dramatikers Thomas Bernhard zur Uraufführung.

9.6.1976, Mittwoch

Die Vertreter der Arabischen Liga beschließen in Damaskus, eine gemeinsame Streitmacht aufzustellen, die die syrischen Besatzungstruppen im Libanon ersetzen soll.

Das spanische Parlament (Cortes) billigt in Madrid einen Gesetzentwurf über die Zulassung politischer Parteien in Spanien. Die sozialistischen Oppositionsgruppen lehnen das Gesetz als antidemokratisch ab.

Um der kommunistischen Untergrundbewegung im Lande Herr zu werden, verhängt die bolivianische Regierung in La Paz den Belagerungszustand über das Land.

10.6.1976, Donnerstag

Bundespräsident Walter Scheel eröffnet in Berlin (West) das 17. Chorfest des Deutschen Sängerbundes, bei dem drei Tage lang 55 000 Teilnehmer aus 22 Ländern gemeinsam musizieren.

Nach einem missglückten Attentatsversuch auf den ugandischen Staatschef Idi Amin Dada in der Hauptstadt Kampala richten Armee und Polizei ein Blutbad unter oppositionellen Kräften an. Mehr als 200 Menschen werden getötet, Tausende wahllos verhaftet.

Der Bundestag in Bonn beschließt ein Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität.

11.6.1976, Freitag

Die Innenminister der Bundesländer bestätigen auf einer Sitzung in Bonn die Weisung für die Polizei, den “Todesschuss” gegen Straftäter weiterhin nur bei Lebensgefahr für die Beamten anzuwenden.

Die Verteidigungsminister der NATO beschließen auf ihrer Frühjahrstagung in Brüssel, auf die verstärkten Rüstungsanstrengungen der Sowjetunion mit Qualitätsverbesserungen der eigenen Streitkräfte zu reagieren. u.a. sollen die atomaren Streitkräfte der USA modernisiert werden, außerdem wird die kanadische Brigade in der Bundesrepublik mit 128 deutschen “Leopard”-Panzern ausgerüstet.

Während eines Staatsbesuchs in Moskau lehnt die indische Premierministerin Indira Gandhi eine Ausdehnung des sowjetischen Einflussgebietes in den Bereich des Indischen Ozeans ab.

12.6.1976, Samstag

Nach einem Putsch der Armee in Uruguay wird der wegen seiner Unterdrückungspolitik zunehmend kritisierte Staatspräsident Juan M. Bordaberry abgesetzt. Als seinen Nachfolger setzen die Streitkräfte A. Demicheli ein.

13.6.1976, Sonntag

Der US-amerikanische Senat beschließt in Washington die Einstellung von Militärlieferungen an Chile. Zur Begründung wird auf die Unterdrückungspolitik der chilenischen Militärjunta verwiesen, die 1973 durch einen Putsch gegen den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende Gossens an die Macht gekommen war.

Sieger des Giro d’Italia für Radprofis wird der Italiener Felice Gimondi in einer Gesamtzeit von 119:57:50 h vor dem bis zur Schlussetappe führenden Belgier Johan De Muynck.

Die deutsche Leichtathletin aus der Bundesrepublik Deutschland, Inge Helten, läuft in Fürth mit 11,04 sec Weltrekord über 100 m.

14.6.1976, Montag

Der italienische KP-Chef Enrico Berlinguer befürwortet bei einer Rede in Rom die NATO-Mitgliedschaft Italiens, in der er auch einen Schutzschild für die Autonomie seiner Partei gegenüber dem Führungsanspruch der Sowjetunion sieht.

Der Bundestag in Bonn verabschiedet das 1. Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts. Die Reform beinhaltet u.a. ein neues Scheidungsrecht mit der Ablösung des Schuldprinzips durch das Zerrüttungsprinzip und die Einführung eines Versorgungsausgleiches für die Frau im Scheidungsfall.

Die sowjetische Regierung gestattet der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO die Eröffnung eines Ständigen Büros in Moskau, dem quasi Botschaftsfunktionen eingeräumt werden.

15.6.1976, Dienstag

Bundesverkehrsminister Kurt Gscheidle eröffnet in Uelzen den 115 km langen Elbeseitenkanal, der nach acht Jahren Bauzeit fertiggestellt wurde und die Elbe mit dem Mittellandkanal verbindet. Damit sind Hamburg und Lübeck an das mitteleuropäische Kanalnetz angeschlossen.

An der innerdeutschen Grenze bei Eschwege bringen DDR-Grenztruppen zwei Beamte des Bundesgrenzschutzes in ihre Gewalt, die bei einem Streifengang auf das Gebiet der DDR geraten waren. Nach dreitägigen Verhören werden die beiden BGS-Beamten abgeschoben.

Der Ernährungsbericht 1976 des Bundesgesundheitsministeriums stellt u.a. fest, dass jeder zweite Bundesbürger übergewichtig ist. 20% der Menschen liegen dabei um mehr als ein Drittel über dem Normalgewicht.

Der finnische Staatspräsident Urho Kaleva Kekkonen empfängt in Helsinki Bundespräsident Walter Scheel und Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher.

16.6.1976, Mittwoch

In Soweto, einer überwiegend von Schwarzen bewohnten Vorstadt von Johannesburg in Südafrika, brechen blutige Unruhen aus. Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Protestveranstaltungen durch die südafrikanische Polizei kommen bis Ende Juni 176 Menschen zu Tode, über 1100 Personen werden verletzt.

In der Nähe der süditalienischen Stadt Paestum entdecken Archäologen bei Ausgrabungen eine antike Grabstätte mit 64 Gräbern aus dem 6. und 5. Jh. v. Chr.

In Basel (Schweiz) wird die 7. Internationale Kunstmesse “Art 7’76” eröffnet. Gleichzeitig zeigt das Baseler Nationalmuseum die bisher größte Picasso-Ausstellung mit mehr als 90 Werken des spanischen Künstlers.

17.6.1976, Donnerstag

Zum “Tag der deutschen Einheit” finden in vielen Städten der Bundesrepublik Kundgebungen und Kranzniederlegungen zum Gedenken an den Volksaufstand in der DDR (1953) statt. In Bonn bezeichnet Bundeskanzler Helmut Schmidt den Tag als eine “Herausforderung für die deutsche Politik, ein weiteres Auseinanderleben der deutschen Nation zu verhindern”.

In Belgrad schlägt die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft die Vertretung Jugoslawiens im Halbfinale zur Fußball-Europameisterschaft mit 4:2 nach Verlängerung.

18.6.1976, Freitag

Der Berliner Boxprofi Eckhard Dagge wird in seiner Heimatstadt Weltmeister im Junior-Mittelgewicht. Er besiegt den Titelverteidiger Elisha Obed (Bahamas) durch Aufgabe in der zehnten Runde. Dagge ist nach Max Schmeling erst der zweite Boxweltmeister aus Deutschland.

Die US-amerikanische Regierung ordnet die Evakuierung ihrer Staatsbürger aus dem Libanon an, nachdem mehrere Botschaftsangehörige, darunter Botschafter Francis Meloy, ermordet wurden.

19.6.1976, Samstag

Der 30-Jährige König Karl XVI. Gustav von Schweden heiratet in Stockholm die 32-Jährige Deutsche Silvia Sommerlath. Über 200 000 Menschen säumen die Straßen der schwedischen Hauptstadt. Die Flitterwochen verbringen die Frischvermählten auf der Pazifikinsel Hawaii.

Die Oper “Das Mädchen aus Domrémy” (nach Motiven Friedrich Schillers “Die Jungfrau von Orleans”) von Giselher Klebe wird unter der Regie von Kurt Horres in Stuttgart uraufgeführt.

20.6.1976, Sonntag

Der UN-Sicherheitsrat in New York verurteilt einstimmig die massive Gewaltanwendung der Sicherheitskräfte in Südafrika gegenüber schwarzen Demonstranten und fordert die südafrikanische Regierung in Pretoria zur Beendigung der Politik der Rassentrennung auf.

In Berlin schließt die Ausstellung über das altägyptische Königspaar Nofretete/Echnaton. Mehr als 300 000 Besucher sahen die Exponate aus Luxor, Kairo und Berlin.

Im Finale der Fußball-Europameisterschaft unterliegt in Belgrad die bundesdeutsche Elf der CSSR nach einem 2:2 nach Verlängerung im Elfmeterschießen.

Der Frankfurter Radprofi Dietrich Thurau wird in Pulheim bei Köln nach 1975 zum zweiten Mal Deutscher Meister der Berufsfahrer.

21.6.1976, Montag

Bei den Parlamentswahlen in Italien kann sich die konservative Democrazia Cristiana trotz starker Gewinne der Kommunisten als stärkste politische Kraft behaupten.

22.6.1976, Dienstag

In Ontario (Kanada) nimmt der mit 553 m höchste Fernsehturm der Welt den Betrieb auf. Von der Spitze des in achtjähriger Bauzeit errichteten Gebäudes ist eine Fernsicht von über 160 km möglich.

Die USA nehmen nach zehnjähriger Unterbrechung ihre Waffenlieferungen an Portugal wieder auf, die 1966 wegen des von Portugal in Afrika geführten Kolonialkrieges abgebrochen worden sind.

Zum ersten Botschafter der Bundesrepublik in Hanoi, der Hauptstadt des wiedervereinigten Vietnam, wird in Bonn Peter Schulz ernannt.

Vor dem Landgericht Berlin endet der Prozess um die Ermordung des Anarchisten Ulrich Schmücker, der im Juni 1974 einem Fememord zum Opfer fiel. Die Angeklagten werden zu Freiheitsstrafen zwischen vier Jahren und lebenslänglich verurteilt.

Der französische Staatspräsident Valérie Giscard d’Estaing trifft zu einem Staatsbesuch in London ein. Im Laufe der Gespräche mit Premierminister James Callaghan werden jährliche Sondierungsgespräche zwischen beiden Regierungen vereinbart.

23.6.1976, Mittwoch

Nach sechsjähriger Bauzeit wird der Atomreaktor in Brunsbüttel “kritisch” und beginnt den ersten Probelauf. Das Kernkraftwerk soll mit 805 Megawatt Leistung das Stromnetz in Niedersachsen verstärken.

Die Uraufführung der Oper “Der Tempelbrand” (Kinkakuji) von Toshiro Mayuzumi findet an der Deutschen Oper in Berlin (West) statt.

24.6.1976, Donnerstag

Der Bundestag in Bonn verabschiedet das sog. Anti-Terrorismus-Gesetz. Die Bildung einer terroristischen Vereinigung wird dabei als neuer Straftatbestand in das Strafgesetzbuch aufgenommen.

Das Veto der USA im New Yorker UN-Sicherheitsrat verhindert die Aufnahme Angolas in die Vereinten Nationen. Die USA begründen ihre Entscheidung mit der fortgesetzten Präsenz kubanischer Truppen in der ehemaligen portugiesischen Kolonie.

Die am 25. April gewählte vietnamesische Nationalversammlung tritt in Hanoi zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen.

25.6.1976, Freitag

Nach der Ankündigung von drastischen Preiserhöhungen für Grundnahrungsmittel kommt es in mehreren polnischen Städten zu Unruhen. Die Regierung in Warschau nimmt daraufhin ihren Beschluss zurück.

Der Verteidigungsrat von Uganda proklamiert in Kampala Staatschef Idi Amin Dada zum Präsidenten auf Lebenszeit mit der Begründung, der Feldmarschall habe in wenigen Jahren mehr erreicht als ein normaler Mensch in einem Jahrhundert schaffen könne.

Bundesinnenminister Werner Maihofer übergibt in Berlin (West) die diesjährigen Bundesfilmpreise.

26.6.1976, Samstag

Die argentinische Militärregierung beschließt in Buenos Aires die Wiedereinführung der Todesstrafe bei bestimmten Straftaten, z.B. Terrorismus. Die Todesstrafe war 1920 aus dem zivilen Strafgesetzbuch Argentiniens gestrichen worden.

In Frankfurt am Main gewinnt der Hamburger SV durch einen 2:0-Sieg über den 1. FC Kaiserslautern den deutschen Fußballpokal.

27.6.1976, Sonntag

Ein Airbus der Air France wird von palästinensischen Terroristen entführt und zur Landung in Entebbe (Uganda) gezwungen.

Aus den ersten freien und direkten Präsidentschaftswahlen in Portugal seit 50 Jahren geht der Kandidat der Sozialisten, Generalstabschef des Heeres, General Antonio Ramalho Eanes, mit 61,5% der Stimmen als klarer Sieger hervor.

Der Schnellzug Amsterdam-Paris entgleist auf freier Strecke bei Brüssel. Elf Menschen kommen bei dem Unglück ums Leben.

Die Dortmunderin Annegret Richter läuft in Gelsenkirchen mit 10,8 sec über 100 m Weltrekord.

28.6.1976, Montag

Nach 182-Jähriger britischer Kolonialherrschaft wird die Inselgruppe der Seychellen im Indischen Ozean in die Unabhängigkeit entlassen.

In Luanda (Angola) werden zehn US-amerikanische und drei britische Söldner von einem Militärgericht verurteilt. Über vier der Angeklagten wird die Todesstrafe verhängt, die übrigen erhalten Freiheitsstrafen zwischen 16 und 30 Jahren.

29.6.1976, Dienstag

In Berlin (Ost) beginnt eine zweitägige Gipfelkonferenz der kommunistischen Parteien Europas. Die westlichen Kommunisten fordern erneut Unabhängigkeit von Moskau.

Als Angestellte einer Geldtransportgesellschaft verkleidet, erbeuten zwei Männer auf dem Londoner Flughafen Heathrow umgerechnet neun Millionen DM.

30.6.1976, Mittwoch

Die Entführer der Air-France-Maschine verlangen in Entebbe die Freilassung von 53 in Israel und der Bundesrepublik inhaftierten Terroristen. Andernfalls drohen sie mit der Ermordung ihrer Geiseln.