Was geschah im Juni 1989

  • < 1988
  • 6.1989
  • 1990 >

1.6.1989, Donnerstag

Mit der Mehrheit der Koalitionsparteien setzt der Bundestag die erst am 17. Januar beschlossene Verlängerung der Wehrdienstzeit für drei Jahre aus.

Die Ergebnisse des NATO-Gipfels vom 30. Mai in Brüssel lösen im Bundestag eine kontroverse Debatte aus. Der Grünen-Abgeordnete Otto Schily vertritt die Ansicht, die Bundesrepublik Deutschland habe sich bei dem ausgehandelten Raketenkompromiss “matt setzen lassen”.

2.6.1989, Freitag

In Österreich tritt ein Gesetz in Kraft, das Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe stellt.

Der japanische Ministerpräsident Noboru Takeshita tritt wegen eines seit Monaten eskalierenden Korruptionsskandals zurück. Nachfolger wird Außenminister Sosuke Uno.

Hark Bohms Film “Yasemin” wird in West-Berlin das mit 80 000 DM dotierte Filmband in Gold zuerkannt.

Der Bundestag in Bonn verabschiedet das umstrittene Gesetz zur Einführung eines Dienstleistungsabends.

In München treten die ersten 32 Sanitätsoffiziers-Anwärterinnen ihren Dienst an.

3.6.1989, Samstag

In der Sowjetrepublik Usbekistan beginnen blutige Pogrome von Usbeken an türkischstämmigen Mescheten. Nach offiziellen Angaben werden 99 Menschen getötet und 1000 verletzt.

Der geistliche und politische Führer des Iran, Ajatollah Ruhollah Khomeini, stirbt in Teheran.

Die Innenminister von Bund und Ländern einigen sich auf die Einrichtung von zentralen Ausländerstellen zur Beschleunigung der Asylverfahren.

Durch die Explosion einer Flüssiggasleitung am Ural verunglücken zwei Personenzüge. 607 Passagiere kommen ums Leben.

Mit einer kilometerlangen Autodemonstration protestieren Westberliner gegen die auf der Stadtautobahn Avus eingeführte Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h.

4.6.1989, Sonntag

In Montreal beginnt die 5. internationale Aids-Konferenz. an der 11 000 Experten aus 87 Ländern teilnehmen. Diskutiert werden vor allem Fragen der Prävention, der Übertragungswege und der Testmöglichkeiten.

Den Großen Preis der USA für Formel-1-Rennwagen gewinnt in Phoenix der Franzose Alain Prost auf McLaren.

Beim Umwelttag kirchlicher Gruppen in Ost-Berlin fordern etwa 700 Demonstranten ein Ende der Müllimporte aus dem Westen, die der DDR beträchtliche Deviseneinnahmen verschaffen.

Bei den polnischen Parlamentswahlen sind erstmals Oppositionsparteien zugelassen.

In Peking richtet das Militär ein Blutbad unter Studenten an, die seit Wochen auf dem Platz des Himmlischen Friedens für mehr Demokratie demonstrieren.

5.6.1989, Montag

Jugoslawien und die Bundesrepublik unterzeichnen in Belgrad ein Abkommen über die Rückführung von Gastarbeitern. Die Kosten in Höhe von 5 Mio. DM übernehmen beide Länder zu gleichen Teilen.

Das SPD-Präsidium beschließt, die PLO anzuerkennen.

6.6.1989, Dienstag

Bundesumweltminister Klaus Töpfer und sein französischer Amtskollege Roger Fauroux unterzeichnen in Bonn eine Vereinbarung über die Entsorgung abgebrannter Nuklearbrennelemente aus westdeutschen Atomkraftwerken in der französischen Anlage von La Hague.

Der erste bundesdeutsche Fernmeldesatellit Kopernikus 1 wird mit der Europarakete Ariane 4 in eine Erdumlaufbahn geschossen.

7.6.1989, Mittwoch

Im gesamten Stadtgebiet von Berlin beginnt der 23. Deutsche Evangelische Kirchentag unter dem Motto “Unsere Zeit in Gottes Händen”.

Eine DC8 der surinamischen Luftfahrtgesellschaft SLM stürzt auf einem Inlandsflug ab. Nur zwölf der 186 Insassen überleben.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entscheidet, dass Eltern ihren Kindern auch nach einer “sinnvollen” Lehre ein Studium finanzieren müssen.

Die Organisation erdölexportierender Länder OPEC einigt sich auf ihrer Vollversammlung in Wien auf die Erhöhung der täglichen Fördermenge um 1 Mio. auf 19,5 Mio. Barrel. Am 27. September wird die Fördermenge nochmals um 1 Mio. Barrel pro Tag angehoben. Weil einige OPEC-Staaten auch ihre erhöhten Förderquoten überschreiten, kommt es Anfang 1990 auf dem Weltmarkt zu einem Preisrutsch für Rohöl.

In Ost-Berlin wird eine Protestversammlung, deren Teilnehmer die Ergebnisse der Kommunalwahl vom 7. Mai in Zweifel ziehen, von Staatssicherheitsdienst und Polizei aufgelöst. Über 120 Menschen kommen vorübergehend in Haft.

Die italienische Regierung beschließt ein Notprogramm zur Bekämpfung der Algenpest in der Adria.

8.6.1989, Donnerstag

Im südafrikanischen Pretoria werden die Todesurteile gegen drei des Mordes überführte Männer vollstreckt. Allein in den letzten zwei Wochen sind in Südafrika 13 Menschen hingerichtet worden.

In Chiasso nehmen die Schweizerischen Bundesbahnen ihr erstes elektronisches Stellwerk in Betrieb. Es ist die weltweit größte Computeranlage dieser Art.

Bundesumweltminister Klaus Töpfer erlässt zum Schutz der vom Aussterben bedrohten afrikanischen Elefanten ein Importverbot für Elfenbein.

9.6.1989, Freitag

Zum Abschluss ihrer zweitägigen Beratungen in Brüssel erklären die Verteidigungsminister der NATO-Staaten, dass sie auch weiterhin an dem Ziel festhalten wollen, die Rüstungsausgaben jährlich um 3% zu steigern. Diese Vorgabe wird jedoch 1989 von keinem Mitgliedsland eingehalten.

Die EG-Umweltminister beschließen die Einführung einer Katalysatorpflicht für alle neu zugelassenen Kleinwagen unter 1400 ccm Hubraum ab Ende 1992.

10.6.1989, Samstag

Papst Johannes Paul II. beendet eine zehntägige Skandinavienreise. Es war der erste Besuch eines Papstes in den nordischen Ländern, in denen nur ein geringer Prozentsatz der Bevölkerung katholisch ist.

In der Kieler Kunsthalle beginnt die Retrospektive “Durchsicht” des Deutschen Künstlerbundes, die einen Überblick über 40 Jahre bildende Kunst in der Bundesrepublik gibt.

Bei den Internationalen Tennismeisterschaften von Frankreich besiegt Arantxa Sanchez (Spanien) Titelverteidigerin Steffi Graf.

11.6.1989, Sonntag

Mit einem Festgottesdienst, an dem auch DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker teilnimmt, wird der Dom in Greifswald nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wieder eingeweiht.

Gewinner des Deutschen Derbys in Hamburg sind im Springreiten John Whitaker (GBR) und in der Dressur Johann Hinnemann (BRD) und Jenny Eriksson (FIN).

Der französische Radprofi Laurent Fignon wird Gesamtsieger der 72. Italienrundfahrt Giro d’Italia vor dem Italiener Flavio Giupponi und Andrew Hampston aus den USA.

12.6.1989, Montag

Der sowjetische Partei- und Staatschef Michail Gorbatschow trifft zu einem viertägigen offiziellen Besuch in der Bundesrepublik ein.

13.6.1989, Dienstag

In Ungarn nehmen Regierung und Opposition “Gespräche am runden Tisch” auf.

Das Bundesverfassungsgericht urteilt, dass ein fraktionsloser Abgeordneter Anspruch auf Mitwirkung in einem Bundestagsausschuss habe. Eine entsprechende Vorschrift der Geschäftsordnung des Parlaments sei unwirksam. Dem Abgeordneten stehen Rede- und Antragsrecht, jedoch kein Stimmrecht zu.

14.6.1989, Mittwoch

In Genf endet eine internationale Konferenz über die Indochina-Flüchtlinge, an der Vertreter aus 76 Staaten teilnahmen. Die Delegierten billigten einen Acht-Punkte-Plan, der u.a. Vorkehrungen zur Einschränkung “heimlicher Ausreisen” sowie die Einrichtung regulärer Auswanderungsverfahren vorsieht.

Das sowjetische Innenministerium teilt mit, dass die Verbrechensrate in den ersten fünf Monaten des Jahres 1989 drastisch angestiegen sei: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum habe die Zahl der Morde um 26,5% zugenommen, Eigentumsdelikte seien um 53%, die Straßenkriminalität um 83% gestiegen.

Der mit 25 000 DM dotierte Heinrich-Böll-Preis wird der Schriftstellerin Brigitte Kronauer zuerkannt.

15.6.1989, Donnerstag

Im Bremer Übersee-Museum wird die Ausstellung “Das Gold aus dem Kreml” mit 80 Objekten russischer Goldschmiedekunst eröffnet.

Nach zwölf Jahren absoluter CDU-Mehrheit wählt die Stadtversammlung von Frankfurt am Main den SPD-Politiker Volker Hauff zum Oberbürgermeister.

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Irland verfehlt die Regierungspartei Fianna Fail mit 77 von 166 Sitzen die angestrebte absolute Mehrheit. Am 12. Juli bildet Premierminister Charles Haughey erstmals in der Geschichte des Landes eine Koalitionsregierung: In seinem Kabinett sind auch zwei Minister der stark marktorientierten Progressiven Demokraten vertreten.

16.6.1989, Freitag

Das Parlament der jugoslawischen Teilrepublik Slowenien beschließt eine Verfassungsänderung, die auch das Recht zu einer Abspaltung Sloweniens von Jugoslawien beinhaltet.

Florence Griffith-Joyner, Matt Biondi (beide USA) und Fußball-Europameister Niederlande werden vom Sportjournalistenverband zu “Weltsportlern des Jahres 1988” gekürt.

Die spanische Regierung beschließt überraschend den Beitritt der Pesete zum Wechselkursmechanismus des Europäischen Währungssystems. Damit gehören alle EG-Währungen mit Ausnahme des Pfunds zum EWS.

Der Deutsche Bundestag billigt die Gründung eines Strahlenschutzamtes. Er stimmt auch der Erhöhung des Erziehungsgeldes und der Verlängerung des Erziehungsurlaubs zu.

17.6.1989, Samstag

Eine Iljuschin 62 der DDR-Fluggesellschaft Interflug stürzt nach dem Start auf dem Ostberliner Flughafen Schönefeld ab. 18 der 113 Insassen sowie zwei auf einem benachbarten Feld arbeitende Bauern werden getötet.

Mit fünf Punkten Vorsprung wird der FC Bayern München deutscher Fußballmeister vor dem 1. FC Köln und Titelverteidiger Werder Bremen.

18.6.1989, Sonntag

Bei den dritten Wahlen zum Europaparlament können die sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien, aber auch Grüne und rechtsgerichtete Gruppierungen Gewinne erzielen, während die Konservativen Verluste hinnehmen müssen.

In Griechenland erleidet die regierende sozialistische PASOK unter Ministerpräsident Andreas Papandreu bei den Parlamentswahlen eine Niederlage. Wahlgewinnerin ist die konservative Nea Demokratia.

Trotz Stimmenverlusten bleibt die regierende Christlich-Soziale Volkspartei bei den Parlamentswahlen in Luxemburg stärkste Partei.

Der mexikanische Staatspräsident Carlos Salinas de Gortari kündigt eine achtmonatige Verlängerung der seit Jahresbeginn bestehenden Lohn-, Preis- und Währungskontrollen an. Im Verein mit verringerten Staatsausgaben haben die Maßnahmen dazu geführt, dass die Inflationsrate von 15,5% im Januar auf 1,4% im Mai gesunken ist.

Aus den Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz und im Saarland geht die SPD jeweils als stärkste Partei hervor.

Mit Stars wie Stevie Wonder und Placido Domingo wird in Paris der 100. Geburtstag des Eiffelturms gefeiert.

19.6.1989, Montag

Als erster hochrangiger Politiker eines Warschauer-Pakt-Staates seit dem Bruch Tiranas mit Moskau 1961 trifft DDR-Außenminister Oskar Fischer zu einem offiziellen Besuch in Albanien ein. Beide Seiten unterzeichnen ein Abkommen über wirtschaftliche, industrielle und wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit.

Das sowjetische Kreuzfahrtschiff Maxim Gorki kollidiert im Nordmeer mit einem Eisberg.

Die irische Untergrundorganisation IRA verübt einen Anschlag auf eine Kaserne der britischen Rheinarmee in Osnabrück. Dabei wird ein deutscher Wachmann verletzt.

Erstmals seit seinem Amtsantritt im März trifft der Regierende Bürgermeister von West-Berlin, Walter Momper, mit DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker zusammen. Wichtigstes Ergebnis der Gespräche sind Reiseerleichterungen für Westberliner.

Die Militärregierung von Birma ändert den Landesnamen in Myanmar und den Namen der Hauptstadt von Rangun in Yangon.

20.6.1989, Dienstag

Nach einer Welle von Gewalttätigkeiten und Streiks wird in Sri Lanka wieder der Ausnahmezustand verhängt, der erst im Januar aufgehoben worden war.

21.6.1989, Mittwoch

Ungarische Grenzbehörden berichten, dass Rumänien an der gemeinsamen Grenze einen 2,5 m hohen Stacheldrahtzaun errichtet habe, vermutlich, um nach der Grenzöffnung Ungarns nach Westen Rumänen an der Flucht zu hindern. Nach internationalen Protesten beginnt Rumänien am 24. Juni an einigen Stellen mit dem Abbau des Zauns.

22.6.1989, Donnerstag

Die Verantwortlichen der Betreibergesellschaft der Ärmelkanalfähre “Herald Of Free Enterprise”, die im März 1987 kurz nach dem Ablegen im belgischen Zeebrügge kenterte und 193 Menschen in den Tod riß, werden des Totschlags für schuldig befunden.

Der Deutsche Bundestag erlässt ein Gesetz, mit dem Aus- und Übersiedlern ein vorläufiger Wohnsitz vorgeschrieben werden kann.

In Stockholm endet ein dreitägiger Kongress der Sozialistischen Internationale, die in ihrem neuen Grundsatzprogramm die “tiefe Verpflichtung für Frieden, Umweltschutz und die Entwicklung des Südens” verankert hat. Der SI-Vorsitzende Willy Brandt wurde im Amt bestätigt.

Die bulgarische Regierung erlässt ein Notprogramm, um den Arbeitskräftemangel nach der Massenflucht türkischstämmiger Bulgaren auszugleichen.

In Slowenien erscheint die erste Oppositionszeitung Jugoslawiens mit dem Titel “Demokratija”.

23.6.1989, Freitag

Nach über dreiwöchiger Dauer geht in Paris die erste KSZE-Menschenrechtskonferenz ohne Schlussdokument zu Ende.

Auf einer Tagung des ZK der SED erklärt ZK-Sekretär Joachim Herrmann, unter der Fahne “Erneuerung des Sozialismus” seien Kräfte am Werk, die die Beseitigung des Sozialismus anstrebten. Die SED betrachte vor allem die Entwicklung in Ungarn mit “großer Sorge”.

Für einen dreifachen Schweizer Triumph sorgen die Radprofis Beat Breu (als Erster) sowie Daniel Steiger und Jörg Müller (auf den Plätzen) bei der 53. Tour de Suisse über elf Etappen mit insgesamt 1825,5 km.

24.6.1989, Samstag

Nach 14 Jahren einigen sich die Bürgerkriegsparteien in Angola auf einen Waffenstillstand.

Der bisherige Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas, Zhao Ziyang wird vom ZK der Partei für abgesetzt erklärt. Seine Nachfolge tritt der 63-Jährige Technokrat Jiang Zemin an.

Die Führungsstruktur der ungarischen Kommunistischen Partei wird geändert. Der Reformpolitiker Rezsö Nyers wird zum Vorsitzenden des neugeschaffenen Parteipräsidiums gewählt.

Die Fußballmannschaft von Borussia Dortmund sichert sich im Endspiel um den DFB-Pokal in West-Berlin mit einem 4:1 über Werder Bremen den Cup.

25.6.1989, Sonntag

Bundesarbeitsminister Norbert Blüm trifft als erstes Bonner Regierungsmitglied seit elf Jahren zu einem privaten Besuch in Südafrika ein. Im Gespräch mit Staatspräsident Pieter Willem Botha bekräftigt Blüm seine Forderung nach Aufhebung der weißen Alleinherrschaft in Südafrika. Ein Treffen mit dem inhaftierten Schwarzenführer Nelson Mandela wird ihm verwehrt.

Bei den ersten freien Präsidentenwahlen in Äquatorialguinea seit der Unabhängigkeit vor 21 Jahren wird der seit 1979 diktatorisch regierende Staatschef Oberst Teodoro Obiang Nguema Mbasogo mit überwältigender Mehrheit in seinem Amt bestätigt.

26.6.1989, Montag

Der Irak kündigt an, er werde entlang seiner 1200 km langen Grenze zum Iran und zur Türkei eine 30 km breite unbewohnte Zone einrichten. Dafür müssen Zehntausende Menschen umgesiedelt werden.

Ein sowjetisches Atom-U-Boot havariert vor der Küste Norwegens, kann aber aus eigener Kraft wieder in seinen Heimathafen zurückkehren.

27.6.1989, Dienstag

Der sowjetische Ministerpräsident Nikolai Ryschkow streicht sechs Ministerkandidaten von seiner Vorschlagsliste, nachdem erstmals in der Geschichte der UdSSR Bewerber in Parlamentsausschüssen abgelehnt wurden.

Auf einer EG-Gipfelkonferenz in Madrid beschließen die Teilnehmer, den Beginn der ersten Phase einer europäischen Wirtschafts- und Währungsunion am 1. Juli 1990.

Aus Protest gegen die zahlreichen von der Mafia begangenen Entführungen und die Untätigkeit der Regierung treten die Bürgermeister von 42 Gemeinden in der süditalienischen Provinz Kalabrien zurück.

28.6.1989, Mittwoch

Weit über eine Million Serben feiern in der Nähe der Stadt Pri den 600. Jahrestag der Schlacht auf dem Amselfeld, in der die Serben von den Osmanen geschlagen wurden. Die Kundgebung gilt als Zeichen für ein Erstarken des serbischen Nationalismus, der sich vor allem gegen die Albaner in der Provinz Kosovo richtet.

29.6.1989, Donnerstag

Die umstrittene Ausstellung “Bilderstreit” in Köln schließt vier Tage früher als geplant ihre Tore. Statt der erhofften 250 000 Besucher waren nur 72 500 gekommen.

30.6.1989, Freitag

Mit überwältigender Mehrheit billigt das österreichische Parlament die EG-Beitrittsverhandlungen der Regierung.

Im Sudan übernimmt das Militär in einem Putsch die Macht.

Die Synode der Reformierten Kirche in den Niederlanden erklärt es für unzulässig, homosexuelle Männer und Frauen als Bewerber für das Pfarramt oder andere Kirchenämter zurückzuweisen.

Chroniknet