Was geschah im März 1902

  • < 1901
  • 3.1902
  • 1903 >

Wetterstationen März 1902

1.3.1902, Samstag

Der Magistrat von Budapest beabsichtigt, den bisher üblichen Unterricht der deutschen Sprache an den Elementarschulen abzuschaffen.

Schwere Unwetter über Nordamerika führen zu Hochwasser. Brücken und Eisenbahngleise werden unterspült. Betroffen von der Katastrophe ist auch Prinz Heinrich von Preußen. Auf der Fahrt nach Milwaukee entgleist der Zug, so dass der Prinz zu einem unliebsamen Zwischenaufenthalt gezwungen ist.

2.3.1902, Sonntag

In Brasilien wird Francisco de Paula Rodriguez Alves zum neuen Präsidenten des Landes gewählt. Sein Amt tritt er am 15. November an.

Auf dem Vereinigungsparteitag in Tours (bis 4. 3.) schließen sich die 1898 von Jean Jaurès gegründete und von Alexandre Millerand geführte Konföderation der Unabhängigen Sozialisten sowie der 1882 von Paul Brousse geschaffene Bund der Sozialistischen Arbeiter zur Französischen Sozialistischen Partei zusammen.

3.3.1902, Montag

Vor dem Deutschen Reichstag äußert sich Kanzler Bernhard Graf von Bülow zu dem britischjapanischen Vertrag und erklärt, dass sich dadurch an der Haltung der deutschen Regierung in der Chinapolitik nichts ändere. Gleichzeitig tritt er, wie auch die Abgeordneten der bürgerlichen und konservativen Parteien, für die weitere Stationierung deutscher Truppen in China ein.

In gleichlautenden Deklarationen an die westeuropäischen Mächte sowie an die USA, China und Japan erklären Russland und Frankreich ihre Übereinstimmung mit den Prinzipien des britisch-japanischen Vertrages, behalten sich aber bei künftigen Verwicklungen in China geeignete Maßnahmen zur Sicherung der eigenen Interessen vor.

König Viktor Emanuel III. von Italien lehnt die Demission des Kabinetts ab. Nur der Rücktritt des Arbeitsministers Giuseppe Guisso wird rechtskräftig.

4.3.1902, Dienstag

Während einer Unterhaus-Debatte in London bringen mehrere Abgeordnete eine Resolution ein, worin sie Maßnahmen gegen die hohe Sterblichkeitsrate in den Konzentrationslagern Südafrikas fordern.

Zar Nikolaus II. von Russland lässt dem französischen Präsident Emile Loubet eine Einladung zu einem Besuch in Petersburg (heute: Leningrad) überreichen. Der genaue Reisetermin soll noch festgelegt werden.

5.3.1902, Mittwoch

Prinz Heinrich von Preußen besucht während seiner Reise durch die USA die Niagarafälle.

Der österreichische Arzt Sigmund Freud wird von Kaiser Franz Joseph I. von Österreich zum Professor der Universität Wien ernannt.

In Brüssel einigen sich die Teilnehmer der sog. Zuckerkonferenz mehrerer Länder über eine Internationale Zuckerkonvention.

Die Delegierten des nationalen Bergarbeiterkongresses von Frankreich beschließen den landesweiten gewerkschaftlichen Kampf für den Achtstundentag.

Ein Putschversuch von Anhängern des Kronprätendenten Peter Karadordevic gegen König Alexander von Serbien schlägt fehl. Der Führer der Revolte in Schabatz, Rade Alavanti c, wird während eines Schusswechsels mit königstreuen Offizieren erschossen.

6.3.1902, Donnerstag

Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und der Freisinnigen Partei genehmigt der Deutsche Reichstag die Forderung von 30 000 Mark für die Weiterführung der Telegraphenstrecke von Daressalam nach Tabora in der Kolonie Deutsch-Ostafrika (Tanganjika, Tansania).

Zwei Abgesandten der kämpfenden Buren-Armee in Südafrika teilt US-Präsident Theodore Roosevelt in Washington mit, dass die Vereinigten Staaten sich in den südafrikanischen Krieg weder einmischen könnten noch wollten.

In feierlicher Audienz im Vatikan überbringt der deutsche Botschafter in Rom Papst Leo XIII. Geschenk und Glückwunschschreiben Kaiser Wilhelms II. zum 25. Jubiläum des Pontifikats. Als Präsent wählte Wilhelm II. eine Stutzuhr aus Porzellan.

An der US-amerikanischen Universität Harvard in Cambridge erhält Prinz Heinrich von Preußen die Ehrendoktorwürde verliehen.

Die neue kaiserliche Segeljacht “Meteor” verlässt den Hafen von New York in Richtung Plymouth (Großbritannien), wo der Innenausbau des Bootes erfolgen soll. Die Jacht wird vom Hamburger Dampfer “Alexandria” begleitet.

7.3.1902, Freitag

Im österreichischen Abgeordnetenhaus in Wien kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen über den Generalstreik in Triest im Februar. Ein Großteil der Abgeordneten kritisiert das aufgrund einer ministeriellen Anordnung erfolgte militärische Vorgehen gegen die Streikenden, dem mehrere Menschen zum Opfer fielen.

Die sächsische Regierung lehnt die von einigen Fraktionen im Landtag geforderte Warenhaussteuer ab, da deren Wirkung sozialpolitisch und wirtschaftlich zweifelhaft sei.

Die Regierung des Osmanischen Reiches, die Pforte in Konstantinopel (heute: Istanbul) verbietet den Geschichtsunterricht in armenischer Sprache an den armenischen Schulen des Reiches.

8.3.1902, Samstag

Der dänische Friedensverein fordert die Regierung in Kopenhagen auf, die Initiative des norwegischen und schwedischen Parlaments für eine Neutralität der Länder Skandinaviens zu unterstützen.

In Helsinki wird erstmals die Sinfonie Nr. 2 D-dur op. 43 von Jean Sibelius aufgeführt. Der finnische Komponist dirigiert selbst sein Werk.

In Düsseldorf wird das neue Kunstausstellungsgebäude, der sog. Kunstpalast, feierlich eingeweiht. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Industrieausstellung statt.

9.3.1902, Sonntag

Das 3. Bataillon des britischen Suffolk-Regiments erhält den Befehl, nach Irland abzugehen. Die Regierung in London fürchtet erneute Unruhen auf der Nachbarinsel.

Durch eine Vereinbarung zwischen der Regierung und den Eisenbahnergewerkschaften in Italien kann ein Streik der Transportarbeiter abgewendet werden. Die Regierung erklärt sich bereit, mehr Gelder für höhere Löhne zur Verfügung zu stellen.

10.3.1902, Montag

Der Rücktritt des spanischen Finanzministers Urzaiz löst eine Regierungskrise in Madrid aus. Ministerpräsident Práxedes Mateo Sagasta reicht daraufhin seine Demission ein, übernimmt aber am 18. März wiederum die Bildung des Kabinetts. Neu in die Regierung aufgenommen wird u.a. José Canalejas y Méndez für das Ressort öffentliche Arbeiten.

Ein Erdbeben zerstört die Stadt Tochangri am Schwarzen Meer (Osmanisches Reich). Etwa 20 000 Menschen werden obdachlos.

11.3.1902, Dienstag

Eine Hilfsaktion für die in Lagern Südafrikas internierten burischen Frauen und Kinder läuft im Deutschen Reich unter der Bezeichnung “Concentrations camp relief stores” an.

An Bord der “Deutschland” tritt Prinz Heinrich von Preußen nach Beendigung seiner Amerikareise die Heimfahrt an.

An der Mailänder Scala wird Alberto Franchettis Werk “Germania” uraufgeführt.

12.3.1902, Mittwoch

Die Mehrheit der Abgeordneten im britischen Unterhaus in London lehnt einen Antrag auf die Einführung des Achtstundentages für die Bergarbeiter ab.

Die mexikanische Regierung beschließt die Einführung der deutschen Sprache neben der englischen als obligatorisches Unterrichtsfach an den Gymnasien ab 1. Januar 1903.

Eine Reform des Stimmrechts sieht ein von der schwedischen Regierung vorgelegter Wahlrechtsentwurf vor. Darin ist vorgesehen, dass das kommunale Wahlrecht ohne Unterschied des Geschlechts auf alle Personen ausgedehnt wird, die in den vorausgegangenen zwei Jahren Steuer entrichtet haben.

Im Reichstag kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und den Fraktionen der Agrarparteien wegen der Erhebung von Zöllen auf Gemüse und Blumen. Im Gegensatz zur Zollkommission lehnt das Ministerium solche Zölle ab.

13.3.1902, Donnerstag

In den zu Russland gehörenden polnischen Gebieten werden mehrere Gymnasien geschlossen, da sich die Schüler weigern, an staatlichen Festtagen das russische Lied “Gott schütze den Zaren” zu singen.

Während der Debatte um die Wahlrechtsreform im belgischen Abgeordnetenhaus richten die Vertreter der Sozialisten heftige Angriffe gegen die Regierung. Die liberalen Parteien einigen sich auf ein Programm das gleiches Wahlrecht und auch die Einführung des obligatorischen Schulunterrichts vorsieht.

14.3.1902, Freitag

In Norditalien treten etwa 20 000 Landarbeiter in den Streik; ihr Arbeitskampf für Lohnerhöhungen wird von den örtlichen Militärs unterdrückt, obwohl Innenminister Giovanni Giolitti in einer Parlamentsrede erklärt, dass die wirtschaftlichen Forderungen der Landarbeiter durchaus berechtigt seien. Als sich der Streik wegen der unnachgiebigen Haltung der Arbeitgeber zu gewalttätigen Unruhen ausweitet, werden Truppen ins Krisengebiet entsandt.

15.3.1902, Samstag

Wegen der andauernden Unruhen infolge des Generalstreiks in Katalonien stoppt das spanische Kriegsministerium die Entlassung der Soldaten, deren reguläre Dienstzeit abgelaufen ist.

16.3.1902, Sonntag

Bei Zusammenstößen zwischen russischen Studenten und Polizei werden in Petersburg (heute: Leningrad) und Moskau mehrere Menschen verletzt.

17.3.1902, Montag

Kaiser Wilhelm II. ordnet die Ausrüstung deutscher Kriegsschiffe sowie deutscher Küstenstationen mit drahtloser Telegraphie nach dem Slaby-Arcoschen System an.

18.3.1902, Dienstag

Das französische Abgeordnetenhaus in Paris beschließt die Verlängerung der Legislaturperiode von vier auf sechs Jahre.

Im Abgeordnetenhaus von Zisleithanien (österreichischer Teil von Österreich-Ungarn) beschließt der Abgeordnete Georg Schönerer von der Alldeutschen Partei seine Rede mit den Worten “Hoch und Heil den Hohenzollern!”, woraufhin es zu Tumulten im Parlament kommt.

Aus Südchina treffen Nachrichten vom Ausbruch erneuter Kämpfe der Chinesen gegen die Vertreter ausländischer Mächte ein.

Beim Verlag J. H. W. Dietz Nachf. in Stuttgart erscheint erstmals Wladimir I. Lenins Schrift “Was tun?”.

19.3.1902, Mittwoch

Die Mehrheit des belgischen Parlaments stimmt gegen die Einführung des Wahlrechts für Frauen sowie gegen die Herabsetzung des Alters der Wahlberechtigten von 24 auf 21 Jahre.

Im Londoner Unterhaus spricht sich die Mehrheit der Abgeordneten gegen einen Antrag des Liberalen Campbell-Bannerman aus, der von der Regierung in London fordert, sämtliche Lieferungen für den Burenkrieg in Südafrika einzustellen.

Der neugegründete “Deutsche Verein für Gasthaus-Reform” informiert in einem Schreiben an Wilhelm II. den Kaiser über Ziel und Zweck der Organisation. Demnach wird angestrebt, die Gaststätten zu entprivatisieren und gemeinnützigen Gesellschaften zu übergeben, die eine Kontrolle über den Alkoholkonsum der Gäste ausüben. Von einer solchen Maßnahme verspricht man sich ein erfolgreiches Vorgehen gegen den Alkoholismus im Deutschen Reich.

20.3.1902, Donnerstag

Bei der Reichstagsersatzwahl in Breslau-West wird der Sozialdemokrat Eduard Bernstein zum neuen Abgeordneten im Reichstag gewählt.

In den südrussischen Gouvernements Poltawa und Charkow kommt es zu Protesthandlungen gegen die Hungersnot in dem Gebiet.

21.3.1902, Freitag

Der deutsche Reichskanzler Bernhard Graf von Bülow empfängt in Berlin eine Delegation weiblicher Organisationen, geleitet vom Verein für Frauenstimmrecht.

Der preußische Staat erwirbt mehrere Zechen von bisherigen privaten Eigentümern im Ruhrgebiet.

Der US-amerikanische Senat in Washington stimmt für ein Gesetz zum Schutz des Präsidenten. Nach dem sog. Anarchistengesetz kann künftig auch ein Mordversuch am Präsidenten mit dem Tod bestraft werden.

Bei Arbeiterunruhen in der südrussischen Stadt Batum werden 30 Arbeiter von zaristischen Soldaten erschossen.

22.3.1902, Samstag

Großbritannien und Persien unterzeichnen einen Vertrag über den Ausbau einer Telegraphenstrecke. Sie soll eine schnelle Nachrichtenverbindung zwischen Europa und Indien garantieren.

Während einer zweitägigen außenpolitischen Debatte im italienischen Parlament dementiert die Regierung in Rom Gerüchte von Vorbereitungen einer militärischen Expedition in Tripolis.

Mit 93 gegen sieben Stimmen verabschiedet das belgische Parlament den Gesetzentwurf über das Verbot aller Spielhäuser im Land. Danach müssen auch die berühmten Spielsäle in Ostende und Spa schließen.

Die Regierung der Niederlande genehmigt eine Telegraphenkonvention mit dem Deutschen Reich. Das Abkommen sieht die Einrichtung von Telegraphenstrecken in Asien vor.

23.3.1902, Sonntag

Vertreter landwirtschaftlicher Interessengruppen in den USA beginnen eine Propagandakampagne gegen die Einfuhr von deutschen Weinen, Bieren etc. Damit reagieren sie auf das vom Deutschen Reich verfügte Verbot von Fleischimporten aus den USA.

Im Anschluss an eine nationalistische Wählerversammlung in St. Maur bei Paris kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Sozialisten und Nationalisten. Mehr als 20 Personen werden verwundet.

In Brüssel veranstalten mehrere hundert liberale, christlich-demokratische und sozialistische Vereine und Organisationen eine Massenkundgebung für die Durchsetzung des allgemeinen Wahlrechts.

Die italienische Kammer genehmigt mit 186 gegen 50 Stimmen ein Gesetz über Beschränkungen der industriellen Kinder- und Frauenarbeit.

Vertreter der Transvaalregierung treffen im britischen Hauptquartier in Pretoria zu Gesprächen über Friedensverhandlungen ein. Horatio Herbert Lord Kitchener hatte ihnen sicheres Geleit garantiert.

24.3.1902, Montag

Nach seiner Rückkehr aus den USA übernimmt Prinz Heinrich von Preußen wieder das Kommando über das aus acht Linienschiffen und den dazugehörigen Aufklärungskreuzern bestehende erste Geschwader der kaiserlichen Marine.

Mit 469 gegen 32 Stimmen genehmigt das französische Parlament einen Kredit in Höhe von 500 000 Franc (125 000 Mark) für die geplante Reise von Staatspräsident Emile Loubet nach Petersburg.

In Berlin beraten Sachverständige über die Möglichkeiten des Anbaus von Baumwolle in den deutschen Kolonien und beschließen die Entsendung einer Kommission in die USA, um dort eine landwirtschaftliche Expertise zu erstellen.

Das britische Unterhaus beschließt die Unterstellung von Elementarschulen und durch freiwillige Beiträge unterhaltene Schulen unter die Aufsicht der städtischen Behörden.

25.3.1902, Dienstag

In Berlin wird eine Verfügung über Änderungen der Beamtenverhältnisse und Titelbezeichnungen bei der Post- und Telegraphenverwaltung veröffentlicht. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Vereinheitlichung des Postwesens im Deutschen Reich – eine Folge des Abkommens mit der Post Württembergs.

Im Stadttheater Barmen bricht in der Nacht ein Feuer aus; das Gebäude brennt bis auf die Grundmauern nieder.

In mehreren Kasernen der italienischen Armee protestieren Soldaten gegen die verzögerte Entlassung. Die Regierung hatte diese Maßnahme wegen der Landarbeiterunruhen in Norditalien angeordnet.

26.3.1902, Mittwoch

In Kapstadt stirbt der britisch-südafrikanische Kolonialpolitiker und Präsident der Kapkolonie, Cecil Rhodes, im Alter von 48 Jahren.

27.3.1902, Donnerstag

Während eines Erholungsaufenthaltes in Italien trifft Reichskanzler Bernhard Graf von Bülow in Venedig mit dem italienischen Außenminister Giulio Prinetti zu Gesprächen zusammen. Auf der Tagesordnung steht u.a. die Erneuerung des Dreibundes.

Die Regierung von Portugal schließt ein Abkommen mit den Staatsgläubigern aus Großbritannien, dem Deutschen Reich und Frankreich, wonach die Kontrolle der Staatseinkünfte künftig durch Vertreter der Gläubiger erfolgt.

28.3.1902, Freitag

Die “Hamburger Nachrichten” fordern das Einschreiten des Bundesrats des Deutschen Reiches gegen den Großherzog von Hessen, da dieser an einem parlamentarischen Abend sozialdemokratische Abgeordnete ins Gespräch gezogen habe.

29.3.1902, Samstag

40 polnische Kinder der katholischen Schule in Wreschen (zu Preußen gehörend) werden wegen ungenügender Leistungen und mangelnder Reife nicht versetzt. Sie hatten sich geweigert, im Religionsunterricht auf die Fragen des Lehrers in Deutsch zu antworten.

Papst Leo XIII. erlässt eine Enzyklika, worin er “moderne Irrlehren” und Ehescheidungen verurteilt. Er fordert die katholische Welt auf, sich aus dem gesetzlosen Zustand zu retten.

30.3.1902, Sonntag

Vor dem Westportal des Bonner Münsters wird der Martinsbrunnen fertiggestellt. Er ist ein Werk des Bildhauers Heinrich Goetschmann.

Die Zeitschrift “Woche” berichtet über die Eröffnung eines Kinderspielplatzes in London, der nach einer Romanfigur von Charles Dickens, “Little Dorrit” benannt wurde.

31.3.1902, Montag

Zum Abschluss des am Vortag begonnenen belgischen Sozialistenkongresses in Brüssel verabschieden die Delegierten eine Resolution zum Wahlrecht unter dem Motto: “Ein Mann, eine Stimme”.

Die Delegierten des über Ostern in Groningen stattfindenden Kongresses der niederländischen Sozialisten verabschieden einen Beschluss über die Schulfrage. Darin fordern sie die Verbesserung des Unterrichts an den Elementarschulen.

Die Deutsche Orientgesellschaft beendet den ersten Abschnitt ihrer Grabungen in Abu Sir (Ägypten), die unter der Leitung des Forschers Ludwig Borchardt stehen.

In seinem Heimatort Camberg bei Wiesbaden stirbt der Führer der Zentrumspartei, Ernst Lieber, im Alter von 63 Jahren.