Was geschah im März 1913

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Wetterstationen März 1913

1.3.1913, Samstag

Ein zwischen den Ländern Preußen und Oldenburg geschlossener Staatsvertrag sieht den Bau einer Eisenbahnlinie von Neustadt (Holstein) nach Schwartau vor.

Im deutschen Reichstag wird ein Notgesetz vorgeschlagen, das den noch nicht verabschiedeten diesjährigen Haushalt ersetzen soll. Es soll Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg die Finanzierung laufender Ausgaben sowie notwendiger Neuausgaben ermöglichen.

In Bremerhaven nimmt eine von der Bremer Reederei Norddeutscher Lloyd errichtete neue Abfertigungsanlage für Passagierdampfer ihren Betrieb auf. Sie ermöglicht wesentlich kürzere Abfertigungszeiten.

Vor der Elbinger Zivilkammer wird die Klage von Kaiser Wilhelm II. auf Aufrechterhaltung der Kündigung eines seiner Pächter zum 30. Juni 1913 kostenpflichtig abgewiesen. Wilhelm II. hatte dem Pächter wegen mangelnder Eignung zur Verwaltung des Gutes Cadinen vorzeitig gekündigt.

José Bordas y Valdes wird neuer Präsident der Dominikanischen Republik und löst damit Erzbischof Adolfo Nouel y Bobadilla ab.

2.3.1913, Sonntag

Anlässlich des Internationalen Frauentages finden im Deutschen Reich Demonstrationen und Versammlungen statt, die für die Gleichberechtigung der Frau eintreten.

In Magdeburg werden zwei deutsche Schwimmrekorde für Frauen aufgestellt: Grete Rosenberg aus Hannover schwimmt 100 m Freistil in 1:22,3 min, und die Hamburgerin Maria Bertram erreicht über 100 m Rücken eine Zeit von 1:42,0 min.

Am Schlustag der am 1. März im schwedischen Helsingfors begonnenen Weltmeisterschaften im Eisschnelllaufen der Männer verteidigt der dreimalige norwegische Weltmeister Oscar Mathisen seinen Titel im Vierkampf.

Die eintägige Hauptversammlung des Deutschen Rodelbundes beschließt in Leipzig die Gründung eines Mitteleuropäischen Schlittensportverbandes. Neben dem Rodelbund gehören ihm der Deutsche Bobsleigh-Verband, der Deutsche Skeleton-Verband und der Verband Deutscher Schlittensportvereine Österreichs an.

3.3.1913, Montag

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. stattet Helgoland einen Tagesbesuch ab und besichtigt militärische Anlagen der Insel. Aufgrund des schlechten Wetters reist er vorzeitig wieder ab.

Der Direktor des Lemberger Naphta-Export-Bureaus, Karl Gottfried, wird unter der Anschuldigung verhaftet, Petroleum im Wert von einer Million Kronen (848 000 Mark) unterschlagen zu haben.

Am Holmenkollen, einem Höhenzug nördlich von Oslo, gehen die am 27. Februar begonnenen, traditionellen Wintersportwettbewerbe zu Ende. Die seit 1892 durchgeführten internationalen Konkurrenzen im Skispringen und Langlauf leiden in dieser Saison unter schlechten Wetterverhältnissen.

4.3.1913, Dienstag

In den Vereinigten Staaten von Amerika tritt Thomas Woodrow Wilson (Demokratische Partei) als neuer Präsident die Nachfolge des Republikaners William H. Taft an. Wilson ernennt Thomas Riley Marshall zum Vizepräsident und William Jennings Bryan (Präsidentschaftskandidat 1896, 1900 und 1908) zum Außenminister.

Der brauschweigische Landtag beschließt einstimmig, 50 000 Mark für ein Hochzeitsgeschenk anlässlich der Vermählung von Prinz Ernst August von Cumberland mit Prinzessin Viktoria Luise von Preußen am 24. Mai 1913 zu bewilligen.

Drei Darmstädter Studenten werden zu 15 Monaten, drei Monaten sowie drei Wochen Gefängnis wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang verurteilt. Sie hatten bei einer Schlägerei einen russischen Kommilitonen tödlich verletzt.

5.3.1913, Mittwoch

Carl Stemheims 1911 entstandene Komödie “Bürger Schippel” wird in den Kammerspielen des Deutschen Theaters in Berlin unter der Regie von Max Reinhardt uraufgeführt.

Bei einer nächtlichen Übung in der Nähe von Helgoland rammt der deutsche Kreuzer “York” das deutsche Torpedoboot “S 178”. Als das Torpedoboot anschließend sinkt, kommen 55 der 70 Besatzungsmitglieder ums Leben.

Ein Großfeuer in der ägyptischen Hauptstadt Kairo zerstört 250 Häuser und kostet vier Menschen das Leben. Ein heftiger Sturm begünstigt die Ausbreitung des Feuers und erschwert die Löscharbeiten.

6.3.1913, Donnerstag

Griechische Truppen erobern nach dreitägigen Kämpfen die zum Osmanischen Reich gehörende Festung Janina (heute Ioannina). Dabei geraten 22 000 osmanische Soldaten und 550 Offiziere in Gefangenschaft, während 11 000 osmanische Truppenangehörige fliehen können.

Bei einer Dynamitexplosion im Hafen der US-amerikanischen Stadt Baltimore (Bundesstaat Maryland) kommen 100 Menschen ums Leben.

7.3.1913, Freitag

In Kasibib (Deutsch-Südwestafrika) ist die erste Fleischkonservenfabrik gegründet worden. Neben der Produktion für den Inlandsmarkt soll sie künftig auch für den Export in das Deutsche Reich produzieren. Die Fabrik bezieht ihr Fleisch von den Rinderherden in Deutsch-Südwestafrika.

Der seit dem 12. Dezember 1912 amtierende Prinzregent Ludwig von Bayern trifft zu seinem offiziellen Antrittsbesuch in Berlin ein, wo er bis zum folgenden Tag bleibt.

Die Oder-Regulierungs-Kommission des preußischen Abgeordnetenhauses vereinbart, die Oder zwischen Swinemünde (heute Swinoujscie) und Stettin (heute Szczecin) zu begradigen und auf mindestens acht Meter zu vertiefen.

8.3.1913, Samstag

Die Luftschiffswerft Schütte-Lanz in Mannheim verpflichtet sich beim Verkauf des Luftschiffes “SL I” an die Reichsmilitärverwaltung, keine Patente an ausländische Firmen abzugeben.

Der als Militärluftschiff konzipierte Zeppelin “Z 4” wird in Dienst gestellt. Sein zukünftiger Standort ist Königsberg (heute Kaliningrad).

In einem Staatsvertrag vereinbaren die Regierungen von Oldenburg und Bremen, die Unterweser zu verbreitern und von bisher fünf Meter auf nunmehr sieben Meter zu vertiefen.

9.3.1913, Sonntag

Eine Versammlung von Gegnern des Gotthardvertrages beschließt in Olten (Schweiz), die Agitation gegen den Gotthardvertrag in den nächsten zwei Wochen landesweit nachdrücklich zu betreiben.

Aus Anlass des 300-Jährigen Regierungsjubiläums der Romanow-Dynastie verfügt der russische Zar Nikolaus II. eine Amnestie, von der allerdings politische Vergehen ausgenommen bleiben.

In einem Fußball-Länderspiel in Genf besiegt Frankreich die Schweiz 4:1.

10.3.1913, Montag

Anhängerinnen des Frauenstimmrechts legen in der Londoner Bahnstation Saunderton (Great Western und Great Central Railways) einen Brand. Er zerstört die Bahnstation vollständig.

Zum 100. Jahrestag des Beginns der preußischen Befreiungskriege gegen die napoleonische Herrschaft findet im Berliner Lustgarten am Denkmal König Friedrich Wilhelm II. eine Gedenkfeier mit einer Ansprache des deutschen Kaisers Wilhelm II. statt.

In Berlin verständigen sich die einzelnen Länder des Deutschen Reiches auf die Notwendigkeit einer Heeresverstärkung. Zur Deckung der Kosten sehen sie eine Vermögensabgabe vor.

11.3.1913, Dienstag

Die Regierungen von Österreich-Ungarn und Russland vereinbaren ein Demobilisierungs-Abkommen. Dadurch werden bereits vollzogene Truppenverstärkungen in den Grenzgebieten wieder rückgängig gemacht.

Der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Thomas Woodrow Wilson, erklärt, dass er den neuen mexikanischen Präsidenten, Victoriano Huerta, nicht anerkenne. Außerdem werde er nicht länger die wirtschaftlichen Interessen US-amerikanischer Unternehmen in fremden Ländern unterstützen.

Drei französische Ballonfahrer, die am 10. März bei Soldin auf deutschem Gebiet gelandet und anschließend verhaftet worden waren, können auf behördliche Weisung nach Frankreich zurückkehren. Sie versicherten glaubhaft, dass ihre Unternehmung unter rein sportlichen Gesichtspunkten zu betrachten sei.

12.3.1913, Mittwoch

Die zukünftige australische Bundeshauptstadt wird mit einem feierlichen Akt auf den Namen Canberra getauft. Bisher trug die Stadt lediglich inoffiziell diese Bezeichnung.

13.3.1913, Donnerstag

In einer einstimmig gebilligten Resolution betont der in Berlin stattfindende Parteitag der Deutsch-Konservativen Partei, dass eines der wichtigsten Parteiziele die energische Bekämpfung der Sozialdemokratie sei.

Das ungarische Abgeordnetenhaus in Budapest beschließt nach stürmisch verlaufener Debatte eine Verschärfung der Hausordnung, die der Einschüchterung der Opposition dienen soll.

Schwere Unwetter verwüsten Teile der südlichen Bundesstaaten in den USA. Dabei wird die Stadt Provençal im Bundesstaat Louisiana völlig zerstört. In den Bundesstaaten Texas, Alabama und Tennessee kommen 13 Menschen durch die Unwetter ums Leben.

14.3.1913, Freitag

Die Intendantur der Berliner Hofoper verpflichtet ihren seit 1908 amtierenden Generalmusikdirektor Richard Strauss für weitere zwei Jahre.

Ein von der Ältestenvereinigung der Berliner Kaufmannschaft herausgegebener Leitfaden soll durch praktische Hinweise den Umgang mit der Deutschen Reichspost erleichtern.

Das deutsche Militärschiff “Z 4” führt unter Leitung seines Konstrukteurs, Ferdinand Graf von Zeppelin, in Friedrichshafen eine erste zufriedenstellende Probefahrt durch.

Die Budgetkommission des französischen Abgeordnetenhauses stimmt in Paris der Regierungsvorlage über die geplante Einführung der dreijährigen Militärdienstzeit zu.

15.3.1913, Samstag

Auf dem Berliner Flugplatz Johannisthal wird der deutsche Rekord im Dauerflug gleich zweimal gebrochen: Zunächst übertrifft ein Pilot die bisherige Bestmarke von 5:10 h um acht Minuten, später wird trotz einbrechender Dunkelheit eine Zeit von 6:07 h erreicht.

Griechische Truppen besetzen die vor der Westküste des Osmanischen Reiches liegende Insel Samos. Die Truppentransportschiffe werden dabei von einem Kreuzer und zwei Torpedozerstörern begleitet.

16.3.1913, Sonntag

In Berlin veranstaltet die Vaterländische Gesellschaft zur Verbreitung von Geschichtskenntnissen anlässlich des 100. Jahrestages des Befreiungskrieges einen Fackelzug, an dem sich 4500 Personen beteiligen. Vor dem königlichen Schloss nimmt der deutsche Kaiser Wilhelm II. den Vorbeimarsch der Teilnehmer ab.

Bei einem Einbruch in ein Pfandinstitut in der Hester Street in New York werden aus den Safes Juwelen im Wert von 250 000 US-Dollar (1 050 000 Mark) sowie Aktien der Union Pacific Railways im Wert von 70 Millionen US-Dollar (294 Millionen Mark) erbeutet.

17.3.1913, Montag

Eine Ansammlung von 10 000 Menschen behindert im Londoner Hyde Park die Durchführung einer Veranstaltung britischer Frauenrechtlerinnen. Trotz der Anwesenheit von Polizei werden die Frauenrechtlerinnen belästigt und auf der nahegelegenen Oxford Street verfolgt.

Aus Anlass des 100. Geburtstages des holsteinischen Dichters Friedrich Hebbel am 18. März tritt die in Kiel ansässige Friedrich-Hebbel-Stiftung an die Öffentlichkeit. Mit ihrem Kapital von zunächst 3200 Mark fördert sie talentierte schleswig-holsteinische Dichter. Als erster erhält der plattdeutsche Schriftsteller Johann Hinrich Fehrs aus Itzehoe 1200 Mark.

Da der Rheinfall bei Schaffhausen (Schweiz) den niedrigsten Wasserstand seit 1880 hat, kann der Mittelfelsen der Gesteinsrampe zu Fuß erreicht werden.

18.3.1913, Dienstag

Im Deutschen Reich wird der 100. Geburtstag des Dichters Friedrich Hebbel mit zahlreichen Veranstaltungen und Theateraufführungen gefeiert.

Die französische Regierung unter Führung von Ministerpräsident Aristide Briand scheitert bei einer zur Vertrauensfrage erklärten Abstimmung über die Wahlrechtsreform. Daraufhin demissioniert das Kabinett Briand.

In Saloniki fällt König Georg I. von Griechenland während eines Spaziergangs einem Attentat zum Opfer. Als Täter wird der als psychisch krank geltende griechische Staatsangehörige Alexander Schinas festgenommen. Konstantin, der älteste Sohn König Georg I., tritt die Thronnachfolge an. Er ist mit Sophie von Preußen verheiratet, einer Schwester des deutschen Kaisers Wilhelm II.

19.3.1913, Mittwoch

Das deutsche Luftschiff “LZ 15” wird bei einer Notlandung auf einem Exerzierplatz in Karlsruhe zerstört.

In San Giovanni di Medusa an der albanischen Küste wird der österreichische Dampfer “Skodra” von montenegrinischen Truppen völkerrechtswidrig festgehalten.

Am Galgenberg in Halle (Saale) wird ein bedeutendes bronzezeitliches Gräberfeld mit sehr gut erhaltenen Urnen sowie Skelettresten entdeckt.

20.3.1913, Donnerstag

Der Handelsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Guatemala vom 20. September 1887 wird erneut verlängert und läuft somit bis 31. März 1915.

Das bayerische Verkehrsministerium ermöglicht durch eine in Ludwigshafen veröffentlichte Anordnung jungen Frauen die Ausbildung im Kanzleidienst.

Zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall kommt es bei einer Autofahrt zwischen Neumarkt und Cavalese in Südtirol, als sieben Personen durch ausströmende Gase ihr Bewusstsein verlieren.

21.3.1913, Freitag

In Berlin endet ein Fußball-Länderspiel zwischen dem Deutschen Reich und England 0:3.

Ein in Köln gegründeter Verband deutscher Oberrealschulvereine zielt auf die weitere Ausbreitung des Realschulgedankens im Deutschen Reich.

Louis Barthou wird als Nachfolger des am 18. März zurückgetretenen Aristide Briand neuer französischer Ministerpräsident. Er beruft Stéphan Pichon in das Außenministeramt.

Die österreichische Regierung protestiert bei der Regierung Montenegros wegen des Zwischenfalles in San Giovanni di Medusa vom 19. März, als montenegrinische Militärs einen österreichischen Dampfer festhielten.

22.3.1913, Samstag

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen Österreich-Ungarn und Montenegro führt die österreichisch-ungarische Flotte eine Flottendemonstration vor der montenegrinischen Küste durch.

In Berlin ordnet die preußische Regierung ein Verbot des Imports von niederländischen Rindern an. Nach einer in den Niederlanden ausgebrochenen Maul- und Klauenseuche beschlagnahmten die städtischen Behörden in München einen Transport mit erkrankten Rindern. Weiterhin erlaubt bleibt allerdings die Einfuhr von niederländischem Rindfleisch.

23.3.1913, Sonntag

Der bayrische Wehrverein veranstaltet bei der Kelheimer Befreiungshalle die erste große Feier in Bayern zur Erinnerung an die sog. Befreiungskriege vor 100 Jahren.

In Paris gewinnt die französische Stute Sybilla den mit 50 000 Franc (40 000 Mark) dotierten “Prix du Président de la République”, eines der wertvollsten französischen Hindernisrennen, mit eineinhalb Längen Vorsprung.

24.3.1913, Montag

Bei einer Überschwemmungskatastrophe im Industriegebiet von Dayton und Cincinnati im US-amerikanischen Bundesstaat Ohio kommen 1000 Menschen ums Leben. 75 000 Menschen verlieren ihre Wohnungen, mehr als 100 000 ihren Arbeitsplatz.

25.3.1913, Dienstag

Die Regierung Montenegros lenkt im Streit mit Österreich-Ungarn ein und akzeptiert dessen Forderungen: Genugtuung für den Zwischenfall von San Giovanni di Medusa vom 19. März, neutrale Behandlung der unter österreichisch-ungarischem Protektorat stehenden katholischen Albaner sowie freien Abzug für die Zivilbevölkerung der Festung Skutari (heute Shkodër).

Eine in Berlin zusammengetretene Tagung deutscher Feuerbestattungsvereine kommt überein, bei der preußischen Regierung gegen die häufigen bürokratischen Hindernisse bei Feuerbestattungen zu protestieren.

26.3.1913, Mittwoch

In Berlin führt die 1912 gegründete Deutsche Gesellschaft für Meeresheilkunde ihre erste, eintägige Jahresversammlung durch.

Bulgarische Truppen erobern mit serbischer Unterstützung den Ostsektor der osmanischen Festung Adrianopel (heute Edirne).

27.3.1913, Donnerstag

In der griechischen Hauptstadt Athen geben Tausende von Menschen und das in Griechenland akkreditierte Diplomatische Korps dem am 18. März einem Attentat zum Opfer gefallenen griechischen König Georg I. das letzte Geleit. Die mit der Jacht “Amphitrite” von Saloniki überführte königliche Leiche trifft um 11.00 Uhr in Piräus ein und wird anschließend in einem Trauerzug nach Athen zur öffentlichen Aufbahrung in der dortigen Kathedrale gebracht.

In Berlin beginnt der erste Internationale Musikpädagogische Kongress. Er dauert bis zum 29. März. Die Delegierten beklagen die zunehmende Bedeutung von Unterhaltungsmusik.

28.3.1913, Freitag

Im Deutschen Reich werden Einzelheiten über die geplante Heeresvorlage bekannt. Ihr Leitgedanke ist die Durchführung einer allgemeinen Wehrpflicht, da die Armeestärke dem Bevölkerungswachstum nachhinke.

Das britische Unterhaus in London billigt den Flottenetat für den Haushalt 1913/14. Ein Antrag auf Herabsetzung der Effektivstärke der Marine wird dagegen mit einer Mehrheit von 197 gegen 28 Stimmen abgelehnt.

Die Deutsche Oper in Berlin zeigt die deutsche Erstaufführung der von 1910 stammenden Oper “Das Mädchen aus dem goldenen Westen” des italienischen Komponisten Giacomo Puccini.

29.3.1913, Samstag

Im thüringischen Fürstentum Schleiz tritt Fürst Heinrich XXVII. die Nachfolge des verstorbenen Fürsten Heinrich XXIV. als Oberhaupt des Fürstentums Reuß jüngere Linie an.

30.3.1913, Sonntag

In Kassel kommt es anlässlich eines Streiks der Möbeltransportarbeiter zu schweren Auseinandersetzungen zwischen streikenden Arbeitern und Streikbrechern. Dabei werden mehrere Personen erheblich verletzt.

Die Truppen Montenegros und Serbiens beginnen mit militärischen Angriffen auf die osmanische Festung Skutari (heute Shkodër).

31.3.1913, Montag

Der Führer der revolutionären Gruppen im Norden Mexikos (Konstitutionalistische Armee), Venustiano Carranza, tritt gegenüber dem mexikanischen Präsidenten Victoriano Huerta als Gegenpräsident auf. Carranza setzt sich für Demokratie und Agrarreform ein.

In Baden werden offiziell folgende Feiertage aufgehoben; Mariä Lichtmeß, Josephstag, Mariä Verkündigung und Mariä Geburt. Damit folgt die badische Landesregierung einer Entscheidung der katholischen Kirche.