Was geschah im März 1925

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Wetterstationen März 1925

1.3.1925, Sonntag

Bei den Wahlen in Luxemburg erhalten die Parteien, die eine Eisenbahnkonvention mit Belgien befürworten, Stimmenmehrheit. Die Eisenbahnkonvention war Anlass für die Auflösung des Parlaments im Januar.

Zum ersten Mal wird im Deutschen Reich der Volkstrauertag im Gedenken an die Gefallenen des Krieges von 1914 bis 1918 begangen.

Im Rahmen der Technischen Mustermesse in Leipzig, die vom 1. bis zum 11. März stattfindet, wird die zweite Braunkohlenfachmesse veranstaltet.

Die Schauspielerin und Regisseurin Hermine Körner, die seit 1919 das Münchener Schauspielhaus leitete, übernimmt die Direktion des Dresdener Albert-Theaters.

In Österreich tritt die am 12. Dezember 1924 neu eingeführte Schilling-Währung in Kraft. Ein Schilling hat etwa den Wert von 10 000 Papierkronen.

Die sowjetische Regierung erlässt eine Verordnung, woraufhin künftig jede Frau bei der Eheschließung ihren künftigen Familiennamen selbst bestimmen kann.

2.3.1925, Montag

In Japan wird das allgemeine Wahlrecht für die Männer eingeführt. Das bisherige war abhängig von den erbrachten Steuerleistungen.

Die “New York Times” berichtet über den Versuch eines Tauchers im Hafen von Atlantic City, vom Meeresboden aus einen Rundspruch zu verbreiten. Es glückte mit Hilfe eines Telefonkabels.

In Miami (US-Bundesstaat Florida) verbessert der Schwede Arne Borg den Schwimmweltrekord über 300 m Freistil von dem US-Amerikaner Johnny Weißmuller um 6,8 sec auf 3:28,2 min.

3.3.1925, Dienstag

Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) stellt Ernst Thälmann als ihren Kandidaten für die Reichspräsidentenwahl auf.

In einem von der UdSSR-Regierung herausgegebenen Dekret wird die Enteignung der Großgrundbesitzer in der Sowjetunion bestimmt.

In Konstantinopel tritt die türkische Regierung unter Fethi Bei infolge des kurdischen Aufstandes zurück. Tags darauf übernimmt Ismet Pascha die Nachfolge Fethi Beis.

Das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels veröffentlicht die neuesten Zahlen über das Druckgewerbe. Danach existieren in Deutschland 7308 Buch- und Zeitungsverlage, davon 785 in Berlin. Die Zahl der Beschäftigten beträgt 148 997 Personen.

Mit einer Gala-Vorstellung gedenkt man in der Pariser Opéra Comique des 3. März 1875. An diesem Tag wurde die Oper “Carmen” des französischen Komponisten Georges Bizet uraufgeführt.

4.3.1925, Mittwoch

Der am 4. November 1924 gewählte Präsident der USA, Calvin Coolidge, tritt in Washington sein Amt an. Am selben Tag beschließt der US-amerikanische Senat, sich am Weltgerichtshof in Den Haag zu beteiligen.

Die Sozialdemokratische Partei (SPD) gibt die Gründung einer Stiftung zu Ehren des verstorbenen Friedrich Ebert bekannt. Sie soll jungen befähigten Menschen Studienbeihilfen gewähren.

Der parteilose Reichskanzler Hans Luther hält die Gedenkrede auf den verstorbenen Reichspräsidenten Friedrich Ebert bei der offiziellen Trauerfeier im Präsidentenpalais in Berlin. Anschließend wird der Leichnam Eberts nach Heidelberg überführt.

5.3.1925, Donnerstag

In seinem Geburtsort Heidelberg findet die feierliche Beisetzung des am 28. Februar verstorbenen Reichspräsidenten Friedrich Ebert statt.

Bei den Stadtratswahlen in London erzielen die Konservativen die Mehrheit.

Im Deutschen Reich kommt eine neue Reichsbanknote zu 1000 Reichsmark in den Verkehr. Auf der Vorderseite mit hellbrauner Färbung ist ein dunkelbraun getöntes Porträt des Patriziers Hillebrand Wedigh nach einem Bildnis von Hans Holbein abgebildet.

6.3.1925, Freitag

Der Hauptvorstand und Reichsausschuss des Verbandes der Sozialistischen Arbeiterjugend trifft in Hamburg zusammen. Der Verband besteht aus 2500 Ortsvereinen mit insgesamt 90 000 Mitgliedern.

In Sachsen und Thüringen sind über 3000 Beschäftigte der Reichsbahn in den Streik getreten. Sollten ihre Verhandlungen in Berlin um höhere Löhne erfolglos bleiben, wollen sich auch die Beschäftigten der Direktion Breslau dem Ausstand anschließen.

Die Gemeindewahlen in Nordschleswig (Dänemark) gewinnen die Deutschen mit erheblicher Stimmenmehrheit.

Durch einen New Yorker Gerichtsbeschluss haben die Prohibitionsgesetze in den USA eine wesentliche Verschärfung erfahren. Nach diesem Beschluss ist es den US-amerikanischen Behörden erlaubt, auch außerhalb der Zwölfmeilenzone Schiffe, die des Alkoholschmuggels verdächtigt werden, zu durchsuchen.

Zu Massenentlassungen kommt es in den Münchener Großbrauereien, weil die Arbeitnehmerverbände nicht auf die neuneinhalb und zehnstündige Arbeitszeit eingehen wollen.

Mit dem Stück “Liebeslust und -leid” von William Shakespeare werden in Frankfurt am Main die “Kammerspiele” eröffnet.

7.3.1925, Samstag

Die Sozialdemokratische Partei (SPD) nominiert Otto Braun als Präsidentschaftskandidaten.

Die seit Monaten auf der Strecke Hamburg- Berlin durchgeführten Versuche zwecks Einrichtung eines Zugtelefons sind abgeschlossen. Die Zugtelefon AG beginnt nun mit dem Aufbau eines eigenen Telefonnetzes.

In Paris beenden der französische und der britische Außenminister, Édouard Herriot und Austen Chamberlain, ihre zweitägigen Beratungen u.a. über das deutsche Sicherheitsangebot von Gustav Stresemann.

Die Soldaten der sowjetischen Roten Armee räumen die Äußere Mongolei, nachdem die Bolschewisierung des Landes gewährleistet scheint.

8.3.1925, Sonntag

Zu einer totalen Arbeitseinstellung in den Kohlenminen von Neuschottland führt der Streik von 12 000 kanadischen Bergleuten um höhere Löhne.

9.3.1925, Montag

Die bayerische Regierung erteilt Adolf Hitler Redeverbot in der Öffentlichkeit, da er in Versammlungen zu Gewalttätigkeiten aufgerufen hatte. Die meisten anderen Länder des Reiches, darunter auch Preußen, schließen sich diesem Verbot an.

Im Reichstag kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen wegen der Übernahme der Beerdigungskosten (ca. 200 000 Reichsmark) für den verstorbenen Reichspräsidenten Friedrich Ebert. Kommunisten und Nationalsozialisten wenden sich gegen eine Kostenübernahme durch das Deutsche Reich.

In Genf beginnt die 23. Tagung des Völkerbundes (bis 14.3.)

Vertreter der US-amerikanischen Kabelgesellschaften “Western Union” und “Commercial Cable Co.” kommen nach Berlin, um mit dem Reichspostministerium letzte Vereinbarungen über die Errichtung eines direkten Telefonverkehrs zwischen Amerika und Deutschland zu treffen.

Im Malik-Verlag erscheint von George Grosz und Wieland Herzfelde das Buch “Die Kunst ist in Gefahr”.

10.3.1925, Dienstag

Die französischen Kardinäle und Bischöfe veröffentlichen einen Hirtenbrief gegen die von der Regierung in Paris angestrebte endgültige Trennung von Kirche und Staat.

In Wien verübt der fanatische Nationalsozialist Otto Rothstock ein Revolverattentat auf den jüdischen Schriftsteller und Publizisten Hugo Bettauer. Dieser stirbt am 26. März an den Folgen seiner Verletzungen.

Zum neuen US-amerikanischen Botschafter im Deutschen Reich bestimmt die Regierung in Washington Jakob Gould Schurmann. Seit 1921 war der 71-Jährige Botschafter in Peking.

Die Fraktionen der Weimarer Koalition (Zentrum, Sozialdemokraten und Demokraten) stimmen bei der Wahl des preußischen Ministerpräsidenten für Wilhelm Marx (Zentrum). Damit ist Marx wiedergewählt.

11.3.1925, Mittwoch

Aufgrund gesetzlicher Regelungen wird der Präsident des Reichsgerichts, Walter Simons, als stellvertretender Reichspräsident vereidigt. Er ist bis zum 30. April im Amt.

Adolf Hitler beauftragt Gregor Strasser mit dem Aufbau der norddeutschen Organisation der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP).

12.3.1925, Donnerstag

Wegen des seit Anfang März andauernden Eisenbahnerstreiks bei der Deutschen Reichsbahn, an dem sich inzwischen ca. 10 000 Arbeiter beteiligen, setzt die Bahn auf einigen Bahnhöfen die Technische Nothilfe ein.

In Peking stirbt im Alter von 68 Jahren der erste Präsident der Republik China, Sun Yat-sen.

13.3.1925, Freitag

Auf einer Wahlkundgebung der KPD in Halle kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei, wobei zehn Menschen sterben.

Das Unterhaus in London genehmigt einen Gesetzesvorschlag über die Annahme der ständigen Sommerzeit noch in diesem Jahr.

14.3.1925, Samstag

Im Städtischen Opernhaus Köln wird die Oper “Die Liebe zu den drei Orangen” in Anwesenheit des russischen Komponisten Sergei Prokofjew erstmals in Deutschland aufgeführt.

Erfolgreich für die deutschen Fahrer endet in Köln die am 1. März begonnene “Internationale Deutschlandfahrt 1925”, ein Vergleichskampf in zehn Motorradklassen.

15.3.1925, Sonntag

Nach dem für ihn ungünstig ausgegangenen Wahlen am 13. März reicht der ägyptische Ministerpräsident Ziwar Pascha seinen Rücktritt ein.

Anlässlich der in Breslau stattfindenden Frühjahrsmesse wird der regelmäßige Flugverkehr zwischen Berlin und Breslau eröffnet.

16.3.1925, Montag

In Elsass-Lothringen werden etwa 90% der Schulen bestreikt. Zu dieser Aktion rief die katholische Kirche aus Protest gegen die Einführung der interkonfessionellen Schulen in Colmar auf.

Aufträge für den Bau von 100 Flugzeugen, in der Hauptsache Jagd- und Beobachtungsflugzeuge, vergibt das US-amerikanische Kriegsministerium in Washington an die Industrie. Die Kosten werden auf etwa 1,4 Millionen US-Dollar veranschlagt.

Im Berliner Ufa-Palast am Zoo wird der neueste Ufa-Film “Wege zu Kraft und Schönheit” uraufgeführt.

17.3.1925, Dienstag

Mehrere Fraktionen des Reichstages reichen im Parlament einen Antrag ein, worin sie die Erhaltung gefährdeter Waldgebiete im Ruhrkohlenbezirk fordern.

Der US-amerikanische Senat in Washington lehnt den von Präsident Calvin Coolidge vorgeschlagenen ehemaligen Trustanwalt Charles W. Warren als neuen Justizminister ab. Hierauf ernennt Coolidge Oberstaatsanwalt John G. Sargent. Ihn akzeptiert der Senat.

18.3.1925, Mittwoch

Zu einer eindrucksvollen Kundgebung gegen den reaktionären Kurs der Regierung unter Hans Luther (parteilos) in der Sozial-, Wirtschafts- und Finanzpolitik gestaltet sich die gemeinsame Sitzung der Bundesausschüsse des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes, des Afa-Bundes und des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes in der Reichshauptstadt Berlin.

In München beschäftigt sich der bayerische Landtag mit dem neuesten Finanzskandal bei der Bayerischen Girozentrale. Die Zentrale verlor einen Sieben-Millionen-Kredit an den Lehrer-von-Siemens-Konzern.

Während der Reichstagsdebatte über eine Änderung des Ehescheidungsgesetzes erklärt Reichsjustizminister Josef Frenken, dass er einer Erleichterung der Ehescheidung nie zustimmen werde. Auch in der Abtreibungsfrage sei seine ablehnende Haltung unabänderlich.

Durch den Einfluss der faschistischen Gewerkschaften kann ein Metallarbeiterstreik in der Lombardei (Italien) beendet werden. Hinter der schnellen Erfüllung der Forderungen vermutet man eine Sympathiewerbung für die Faschisten. Es wird angenommen, dass die Faschisten selbst den Streik initiierten und Zugeständnisse vorher absprachen.

Durch einen Brand wird das Wachsfigurenkabinett der Madame Tussaud in London stark beschädigt.

Im Marmorhaus in Berlin findet die Uraufführung des Films “Athleten” mit Asta Nielsen in der Hauptrolle statt.

Bei einem Großbrand im Norden Tokios werden etwa 3000 Häuser zerstört, mehr als 25 000 Einwohner sind obdachlos.

19.3.1925, Donnerstag

Der preußische Ministerpräsident Wilhelm Marx (Zentrum) scheitert an der Regierungsbildung und verzichtet deshalb auf sein Amt.

Auf einer Tagung der badischen Ärztekammer fordern die Teilnehmer von der Regierung energische Maßnahmen gegen den Kokainmissbrauch.

Ein Wirbelsturm im Mittelwesten der USA fordert mehr als 1700 Todesopfer. Besonders betroffen sind die Staaten Mississippi, Indiana und Illinois.

Das Zentralkomitee der kommunistischen Partei in der Sowjetunion vergibt den Auftrag für sechs Filme zur 20-Jahr-Feier der Revolution von 1905. Darunter ist auch “Potemkin”, mit dessen Aufnahmen Regisseur Sergej M. Eisenstein am 31. März beginnt.

Da der Reichstag in Helsinki die Ausdehnung des Verhältniswahlrechtes ablehnt, tritt die finnische Regierung unter Lauri Ingmann zurück. Der konservative Antti Tulenheimo bildet am 31. März ein neues, rechtsgerichtetes Kabinett.

Den Anfang März begonnenen Streik der Eisenbahner-Gewerkschaft beendet der Reichsarbeitsminister durch die Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches vom 16. März, den die Gewerkschaften abgelehnt hatten.

20.3.1925, Freitag

Der Deutsche Reichstag verabschiedet gegen die Stimmen der Sozialdemokraten (SPD) und der Kommunisten (KPD) den Not-Etat 1925. Ein Misstrauensvotum der Linksparteien wird abgelehnt.

Nach einem Militärputsch in China wird Chiang Kai-shek führender General der Kuomintang, der Nationalchinesischen Volkspartei.

Der aus dem Exil nach Chile zurückgekehrte Arturo Alessandri y Palma übernimmt in Santiago de Chile wieder die Regierung.

In London stirbt der britische Politiker George Nathaniel Curzon. Nach ihm wurde die 1920 von ihm vorgeschlagene Demarkationslinie zwischen Sowjetrussland und Polen benannt. (Ihr Verlauf wurde im Wesentlichen nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 anerkannt.)

21.3.1925, Samstag

Die spanische Regierung gibt den Erlass eines neuen Status für die Provinzialverwaltungen heraus, der die Verwaltungsautonomie Katalaniens aufhebt.

Die Ballettoper “L’Enfant et les sortilèges” (“Das Kind und die Zaubereien”) des Franzosen Maurice Ravel gelangt in Monte Carlo zur Uraufführung.

Die “London News” berichtet in ihrer neuesten Ausgabe von Ausgrabungen in Neu-Mexico.

Das in Moskau zusammengetretene fünfte Plenum des Kominternexekutivrates übernimmt die Erklärung Josef W. Stalins über die “teilweise, relative und vorübergehende Stabilisierung” des europäischen Kapitalismus. Die Tagung endet am 6. April.

Aufgrund einer Volksabstimmung im Jahr 1913 stellen in der Schweiz sämtliche Spielbanken ihren Betrieb ein.

22.3.1925, Sonntag

Die Delegierten des Alldeutschen Verbandes beenden ihr zweitägiges Treffen in Dresden mit einer Resolution gegen die Politik von Außenminister Gustav Stresemann (DVP). Seine Politik in Sicherheits- und Völkerbundsfragen verstoße gegen die Ehre des deutschen Volkes.

Die Kommunistische Internationale in Moskau spricht gegenüber den deutschen Kommunisten Karl Radek, Heinrich Brandler und August Thalheimer einen scharfen Verweis wegen versuchter Fraktionsbildung innerhalb der Kommunistischen Partei (KPD) aus.

23.3.1925, Montag

In Kairo löst König Fuad das Parlament unter Sad Saghlul auf, da dessen Programm – sein Ziel ist u.a. die Unabhängigkeit – den Vorstellungen des Königs widerspricht.

Der Kriegskommissar in der sowjetischen Regierung und Nachfolger Leo Trotzkis, Michail Frunse, erlässt einen Befehl, der die Rechte der Politkommissare innerhalb der Roten Armee einschränkt.

Das Reichshandelsministerium verfügt ein Einfuhrverbot für Milch und Sahne aus den Niederlanden.

Das Reichsfinanzministerium beschließt, zur Erhaltung des Mainzer Doms 250 000 Reichsmark bereitzustellen.

24.3.1925, Dienstag

Der hessische Landtag wählt den Sozialdemokraten Carl Ulrich wieder zum Staatspräsidenten von Hessen. Ulrich bildet eine Regierung mit der “Weimarer Koalition” (Zentrum, DDP, SPD).

25.3.1925, Mittwoch

Im Drei-Masken-Verlag München erscheint der historische Roman “Jud Süß” von Lion Feuchtwanger.

26.3.1925, Donnerstag

Bei einem Grubenunglück im saarländischen Merlebach kommen 51 Bergleute ums Leben.

Der sowjetische Autor Wladimir Majakowski schließt mit dem sowjetrussischen Verlag “Gosisdat” einen Vertrag über die Edition einer vierbändigen Ausgabe seiner gesammelten Werke.

27.3.1925, Freitag

In Jerusalem kommt es anlässlich des Besuchs von Arthur James Earl of Balfour (25.3.- 2.4.), des ehemaligen britischen Außenministers, zu Protestdemonstrationen, da die christliche und mohammedanische Bevölkerung eine Besitzergreifung Palästinas durch die zionistische Bewegung fürchtet.

28.3.1925, Samstag

Auf der Sitzung des französischen Parlaments in Paris kommt es zu Auseinandersetzungen um die Einführung der interkonfessionellen Schule. Ministerpräsident Édouard Herriot lehnt jede Änderung der Schulpolitik ab.

Der Österreichische Verfassungsgerichtshof bestätigt das von der Regierung ausgesprochene Verbot der Internationalen Roten Hilfe, einer Organisation der kommunistischen Parteien.

Die alljährlich stattfindende Ruderregatta zwischen den Achter-Booten der britischen Universitäten Cambridge und Oxford gewinnt die Mannschaft aus Cambridge.

29.3.1925, Sonntag

Bei den Reichspräsidentenwahlen erhält Karl Jarres (DVP), der gemeinsame Kandidat der Deutschen Volkspartei (DVP) und der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) vor dem Sozialdemokraten Otto Braun und den übrigen Kandidaten zwar die relative, jedoch nicht die notwendige absolute Mehrheit.

30.3.1925, Montag

In Dornach bei Basel in der Schweiz stirbt Rudolf Steiner, Schöpfer der Anthroposophie und Gründer der Anthroposophischen Gesellschaft.

Im Berliner Mozartsaal erfolgt die Uraufführung des Films “Hedda Gabler” nach dem gleichnamigen Stück des norwegischen Schriftstellers Henrik Ibsen. In den Hauptrollen spielen Asta Nielsen, Albert Steinrück und Käte Haack.

31.3.1925, Dienstag

Bei einer Felddienstübung der Reichswehr ertrinken 81 Soldaten, als eine Pontonfähre auf der Weser verunglückt.

Der preußische Landtag wählt Hermann Höpker-Aschoff von der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) zum neuen Ministerpräsidenten.