Was geschah im März 1926

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Wetterstationen März 1926

1.3.1926, Montag

Das norwegische Kabinett tritt zurück. Die Opposition fordert eine Verringerung der Staatsausgaben und eine schnellere Tilgung der Schulden. Am 6. März tritt das neue Minderheitskabinett Ivar Lykke sein Amt an.

In etwa 60 Orten der deutschsprachigen Gebiete der Tschechoslowakei finden Protestversammlungen gegen die Sprachenverordnung statt, die Tschechisch als Amtssprache bestimmt.

Italienische Bärenführer und Wandermusikanten erhalten keinen Auslandspassmehr, weil ihre Darbietungen laut Meinung der Regierung das Ansehen Italiens schädigen.

Die österreichische Regierung will beim Völkerbund einen Kredit in Höhe von 12 Millionen Schilling zur Förderung der Molkereiwirtschaft beantragen. Der Kredit soll eine Laufzeit von fünf bis zehn Jahren haben.

Ein österreichisches Gericht beschließt zum ersten Mal, zur Beweisführung in einem Vaterschaftsprozess Blutproben des Kindes, der Mutter und des vermeintlichen Vaters heranzuziehen.

2.3.1926, Dienstag

Zum neuen Präsidenten von Brasilien wird Washington Luiz Pereira de Souza gewählt, am 15. November übernimmt er sein Amt von Arturo da Silva Bernardes.

Nachdem die Berliner Volksbühne das Theater am Schiffbauerdamm übernommen hat, bringt sie als erste Premiere das Drama “Der Tausch” des französischen Schriftstellers Paul Claudel heraus.

Die deutschsprachigen Bewohner des Hultschiner Ländchens, das nach dem Weltkrieg vom Deutschen Reich an die Tschechoslowakei gefallen ist dürfen ihre Kinder nicht mehr auf die deutschen Schulen in Troppau (heute Opava) schicken.

3.3.1926, Mittwoch

Im Freistaat Danzig tritt der neue Hohe Kommissar des Völkerbunds, Joost Adriaan van Hamel, sein Amt an.

Das britische Kriegsministerium kündigt eine Herabsetzung des Heeresetats um zwei Millionen Pfund Sterling an.

4.3.1926, Donnerstag

Im Deutschen Reich beginnt die Einschreibung in die Listen für das Volksbegehren zur Fürstenenteignung. Bis zum 17. März tragen sich 12 523 939 Personen in die Listen ein, die erforderliche Stimmenzahl ist damit weit überschritten.

Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage verzichtet die Stadt Hamm auf eine Feier zu ihrem 700-Jährigen Bestehen.

Der deutsche Tänzer, Tanzpädagoge und -theoretiker Rudolf von Laban gründet in Würzburg eine Hochschule für Bewegungskunst.

5.3.1926, Freitag

In einer belebten Prager Straße explodiert die Bombenladung eines von zwei Pferden gezogenen Militärlastwagens. Die Bombe zerfetzt die beiden Kutscher, mehr als 70 Personen werden verletzt.

In der Nacht zum 5. März hat die Deutsche Therese Neumann ihre ersten Visionen vom Leiden Christi erlebt und ist stigmatisiert worden.

Österreich und die Tschechoslowakei unterzeichnen einen Schiedsvertrag. Ein ständiger Vergleichsrat, der aus drei Personen besteht, soll Rechtsstreitigkeiten aufklären und einen Vergleich anstreben. Scheitert eine Einigung, soll der Haager Internationale Gerichtshof angerufen werden.

6.3.1926, Samstag

Nachdem die französische Deputiertenkammer die Erhöhung der staatlichen Ausgaben abgelehnt hat, demissioniert der französische Ministerpräsident Aristide Briand mit seinem Kabinett.

Für das Geschäftsjahr 1924/25 gibt die Friedrich Krupp AG einen Verlust von 15 Millionen Reichsmark (RM) bekannt.

In Indien breitet sich am oberen Stromgebiet des Ganges eine Pestepidemie aus, im Laufe einer Woche sind bereits 1143 Personen an der Seuche gestorben.

7.3.1926, Sonntag

Mit einer Feier im Festsaal der Neuen Hofburg zu Wien wird die Zehnte Wiener Internationale Messe eröffnet. Sie geht bis zum 13. März. Der Abschluss der Geschäfte übertrifft die geringen Erwartungen. Bedarfsartikel werden bevorzugt, Luxuswaren sind kaum gefragt.

Die rheinhessische Bauernschaft protestiert gegen die geplante Aufführung des Lustspiels “Der fröhliche Weinberg” von Carl Zuckmayer in Mainz. Am 6. März haben sich bereits die Mainzer Bischöfe gegen die Aufführung gewandt. Am 10. März geht das Stück ohne Störungen über die Mainzer Bühne.

8.3.1926, Montag

Der österreichische Bundespräsident Michael Hainisch eröffnet in Wien die erste “Agrarische Woche”, die als jährlich wiederkehrende Einrichtung geplant ist.

Der Landesverband Schleswig der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) protestiert gegen den Plan der preußischen Regierung, für die dänische Minderheit im Grenzgebiet Volksschulen einzurichten, an denen in dänischer Sprache unterrichtet wird.

In Genf wird die 39. Tagung des Völkerbundes eröffnet, das wichtigste Verhandlungsthema ist die Aufnahme des Deutschen Reiches in den Völkerbund.

Alle Abgeordneten der indischen Svaraj-Partei verlassen vor der Abstimmung über das Budget das Parlament in Delhi. Die Svaraj-Partei tritt für die Unabhängigkeit Indiens von Großbritannien ein und verfolgt die Taktik, das Parlament von innen durch Obstruktion (Verzögerung) zu bekämpfen.

9.3.1926, Dienstag

Chinesische regionale Heerführer nehmen im chinesischen Bürgerkrieg das Taku-Fort von Tientsin ein.

Im Staatlichen Schiller-Theater in Berlin findet die deutsche Erstaufführung des Dramas “Spiel des Lebens” des norwegischen Dichters Knut Hamsun statt.

In New York benutzen Banken und Juweliere zunehmend Panzerwagen mit Schießscharten, um Geld und Wertpapiere zu transportieren. Die New Yorker Panzerwagengesellschaft verfügt bereits über einen ansehnlichen Wagenpark. Auf dem bisher größten Transport haben vier Panzerautos mit 30 schwer bewaffneten Begleitern Wertpapiere im Betrag von 75 Millionen Dollar vom New Yorker Rathaus zur National City Bank gebracht.

10.3.1926, Mittwoch

Der französische Ministerpräsident Aristide Briand stellt sein neues Kabinett vor.

Die diplomatischen Vertreter von Frankreich, Großbritannien, Japan, den USA und dem Deutschen Reich protestieren in Peking gegen die Sperrung des Peiho-Flusses bei Tientsin und die Beschießung ausländischer Schiffe während der Kämpfe um die Hafenstadt Tientsin.

Auf der Nordsee und an der Elbemündung herrscht ein Sturm mit Windstärke 10 bis 11. Die Keller in den niedrig gelegenen Stadtteilen von Hamburg sind überflutet.

Kowno, die Hauptstadt Litauens, ist von einer Überschwemmung bedroht.

Die New Yorker Philharmoniker unter der Leitung des deutschen Dirigenten Wilhelm Furtwängler geben in Washington ein Konzert mit den Werken deutscher Komponisten, das großen Beifall erhält.

11.3.1926, Donnerstag

Eamon de Valera tritt als Vorsitzender der irischen Partei Sinn Féin zurück, weil sein Antrag, die im letzten Wahlkampf errungenen Mandate auszuüben, falls die britische Regierung keinen Treueid verlange, von der eigenen Partei abgelehnt worden ist. Die Sinn Féin hat bislang ihre Oppositionspolitik nur außerhalb des Parlaments ausgeübt.

Aus einem Probenzimmer der Mailänder Scala wird eine Orchesterpartitur und ein Auszug für Gesang und Klavier der Oper “Nachtigall” des russischen Komponisten Igor Strawinsky gestohlen.

Drei Tage nach der Umbildung des niederländischen Kabinetts gibt der neue Ministerpräsident Dirk Jan de Geer seine Regierungserklärung ab.

12.3.1926, Freitag

Die Tarifverhandlungen in der Metallindustrie im Bezirk Schlesien sind gescheitert. Die Gewerkschaftsverbände lehnen die Forderungen der Arbeitgeber ab, die Löhne für Akkordarbeit herabzusetzen.

Der Verband der Berliner Bühnenleiter fordert die Abschaffung der Vergnügungssteuer oder ihre Herabsetzung auf 3%, weil die Berliner Theater, die 10% Vergnügungssteuer zahlen müssen, vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch stehen.

13.3.1926, Samstag

Auf einer Fahrt von Triest nach Buenos Aires sind auf dem Dampfer “Belvedere” 30 Personen an Masern oder Lungenentzündung gestorben. Die überwiegende Zahl der Erkrankten waren Auswanderer.

14.3.1926, Sonntag

Auf der Eisenbahnbrücke über den Virillafluss in Costa Rica ereignet sich ein Eisenbahnunglück.

Vor mehr als 40 000 Zuschauern gewinnt die österreichische Mannschaft in Wien mit 2:0 ein Fußball-Länderspiel gegen die Tschechoslowakei.

15.3.1926, Montag

Der handvermittelte Fernsprechverkehr zwischen London und Berlin, Bremen, Frankfurt am Main, Hamburg und Köln wird aufgenommen.

Das diplomatische Korps in Peking versichert, dass die Westmächte nicht im chinesischen Bürgerkrieg intervenieren wollen.

Der britische Premierminister Stanley Baldwin eröffnet in London die internationale Arbeitskonferenz.

16.3.1926, Dienstag

Dem amerikanischen Raketenforscher Robert Hutchinson Goddard gelingt der Start der ersten Flüssigkeitsrakete.

Die Deutschnationalen (DNVP) und die Deutsche Volkspartei (DVP) erklären in einer Sitzung des bayerischen Landtags, dass Adolf Hitler (NSDAP) früher in nationalen Kreisen auf Sympathien gestoßen wäre, er jedoch durch den Putsch vom November 1923 jeden politischen Kredit verloren und sich als Gegner des Staates erwiesen hätte.Beide Parteien verlangen die Aufrechterhaltung des Redeverbotes für Adolf Hitler.

17.3.1926, Mittwoch

In Genf scheitern die Verhandlungen des Völkerbundes über die Aufnahme des Deutschen Reiches, weil die Delegierten keine Einigung über die Erweiterung und Verteilung der Ratssitze erzielen können.

18.3.1926, Donnerstag

Das deutsche Reichskabinett billigt einstimmig die Haltung der deutschen Delegation bei der Völkerbundtagung in Genf.

Die amerikanische Regierung hält es für unwahrscheinlich, dass der Völkerbund in den nächsten zwei Jahren über Abrüstung verhandelt, und sieht auch keine Möglichkeit, eine eigene Abrüstungskonferenz einzuberufen. Washington behauptet, keine europäische Nation sei an der Abrüstung interessiert.

Im Berliner Tauentzien-Palast findet die Uraufführung des Films “Die letzte Droschke von Berlin” statt, bei dem Carl Boese Regie geführt hat.

19.3.1926, Freitag

Eine Feuersbrunst zerstört den Justizpalast in Gent (Belgien). Das Archiv mit zahlreichen wertvollen Dokumenten verbrennt.

Im Sugamo-Viertel in Tokio bricht durch eine Explosion in einer Feuerwerksfabrik ein Großfeuer aus. Das Feuer zerstört 800 Häuser, 7000 Menschen werden obdachlos.

Die deutsche Uraufführung des Kriegsstücks “Das Grab des unbekannten Soldaten” des französischen Dramatikers Paul Raynal findet im Kleinen Theater Berlin statt. Die Inszenierung, die der deutsche Dichter und Regisseur Berthold Viertel herausgebracht hat, leitet die Aufführungen einer Reihe von Kriegsstücken im Deutschen Reich ein.

20.3.1926, Samstag

Das Deutsche Reich schließt mit Dänemark und Portugal einen Handelsvertrag, beide Abkommen sehen Zollbegünstigungen vor.

Die Dritte Reichskonferenz des Rotfrontkämpferbundes (Verband der KPD) beginnt in Halle an der Saale. Sie beschließt, eine breite Kampffront gegen die nationalistischen Verbände herzustellen.

21.3.1926, Sonntag

Der deutsche Reichspräsident Paul von Hindenburg besucht den von der Besatzung befreiten Teil des Rheinlands.

Die “Berliner Illustrirte” stellt die ersten Hochhäuser im Deutschen Reich vor: Das Düsseldorfer Wilhelm-Marx-Haus, das Hochhaus am Hansaring in Köln, die Bremer Rolandmühle und das Lochnerhaus in Aachen.

Die Berliner Nationalgalerie feiert ihr 50-Jähriges Bestehen. 1876 wurde der nach Plänen von Friedrich August Stüler und Heinrich Strack errichtete Bau fertiggestellt.

22.3.1926, Montag

In der Aussprache des Deutschen Reichstags über den gescheiterten Beitritt des Reiches zum Völkerbund stellen die Deutschnationalen (DNVP), die Deutsch-Völkische Freiheitspartei und die Kommunisten (KPD) den Antrag, das Gesuch um Aufnahme in den Völkerbund zurückzuziehen.

Der Deutsche Reichstag will zur Förderung des Kleinwohnungsbaus 200 Millionen Reichsmark (RM) für Kredite bereitstellen.

23.3.1926, Dienstag

Der Präsident der Deutschen Reichsbank, Hjalmar Schacht, spricht sich für eine neue Kolonialpolitik des Deutschen Reiches aus.

Im Deutschen Theater Berlin findet die Uraufführung der Tragödie “Der Mord” des deutschen Schriftstellers Walter Hasenclever statt. Regie führt Erich Engel. Im Mittelpunkt des Stückes steht ein Mann, der plant, seine Frau zu ermorden, dann aber wegen eines Mordes angeklagt wird, den er nicht begangen hat.

24.3.1926, Mittwoch

Der 1925 uraufgeführte Stummfilm “Panzerkreuzer Potemkin” des sowjetischen Regisseurs Sergei M. Eisenstein wird wegen Staatsgefährdung von der Filmprüfstelle in Berlin zum ersten Mal verboten.

Im Berliner Gloria-Palast findet die Uraufführung des psychoanalytischen Films “Geheimnisse einer Seele” statt. Regie hat Georg Wilhelm Pabst geführt.

Der preußische Innenminister löst die Ortsgruppe Elmshorn des rechtsgerichteten Bundes “Werwolf” auf, weil die Mitglieder an Kriegswaffen ausgebildet worden sind, was nach dem Versailler Friedensvertrag verboten ist.

25.3.1926, Donnerstag

Die City von London verleiht dem britischen Außenminister Joseph Austen Chamberlain in Anerkennung seiner öffentlichen und politischen Verdienste in der Guildhall das Ehrenbürgerrecht.

Bei einem Grubenunglück in der Gutehoffnungshütte in Oberhausen sterben zwölf Bergleute.

26.3.1926, Freitag

Zum Schutz der Reichsbank wird in Österreich der Diskontsatz von 8% auf 7% gesenkt. Im Deutschen Reich liegt der Diskontsatz bei 7%.

In Wien findet die Uraufführung der Operette “Die Zirkusprinzessin” des ungarischen Komponisten Emmerich Kálmán statt.

Der deutsche Schriftsteller Hans Fallada (eigtl. Rudolf Dietzen) wird wegen Unterschlagung in Kiel zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Erfahrungen während der Haftzeit gehen in seinen Roman “Wer einmal aus dem Blechnapf frißt” (1934) ein.

Am ersten Zeichnungstag der Spendensammlung zum Wiederaufbau des abgebrannten Shakespeare-Gedächtnis-Theaters in Stratford-upon-Avon gehen 5000 Pfund Sterling ein. Benötigt werden 250 000 Pfund.

27.3.1926, Samstag

Auf der Themse zwischen Putney und Mortlake gewinnt die Mannschaft von Cambridge das traditionelle Ruderrennen zwischen den Achtermannschaften der britischen Universitäten Oxford und Cambridge. Die Ruderer von Cambridge benötigen für die Strecke 19:29 Minuten.

In Dresden findet die Uraufführung der Oper “Protagonist” des deutschen Komponisten Kurt Weill statt. Der Text stammt von dem deutschen Schriftsteller Georg Kaiser und ist ursprünglich als Schauspiel konzipiert gewesen.

Der dänische Reichstag in Kopenhagen nimmt das Krisenschutzgesetz an. Der Staat gewährt notleidenden Betrieben Kredite in Höhe von vier Millionen Kronen.

Der Deutsche Reichstag nimmt den Etat für 1926 an und beschließt das Steuermilderungsgesetz, das u.a. die Luxussteuer und die Weinsteuer aufhebt.

28.3.1926, Sonntag

Zu Ehren des in Berlin weilenden österreichischen Bundeskanzlers Rudolf Ramek gibt der deutsche Reichskanzler Hans Luther ein Essen. Während des Berlin-Aufenthaltes von Ramek führen die österreichische Delegation und das deutsche Auswärtige Amt Gespräche über die internationale Lage und die Beziehungen zwischen den beiden Staaten.

Die Große Nationalversammlung in Konstantinopel verabschiedet eine Petroleumverordnung. Sie spricht dem türkischen Staat das alleinige Schürf- und Ausbeutungsrecht der Erdöllager in der Türkei zu, stellt ihm jedoch frei, das Recht auf Privatpersonen und Gesellschaften zu übertragen. Das Gesetz begegnet der bislang üblichen Praxis, Konzessionen zu erwerben, um sie weiterzuverkaufen, statt die Bodenschätze zu heben.

29.3.1926, Montag

In Freiburg im Breisgau findet die Beisetzung des am 26. März verstorbenen ehemaligen deutschen Reichskanzlers Konstantin Fehrenbach statt.

30.3.1926, Dienstag

Der Gemeinderat der Stadt Stuttgart beschließt, mit einem Teil der Summe des Wohnungsbauprogramms eine Modellsiedlung, die Weißenhofsiedlung, zu finanzieren, die 1927 auf einer Werkbund-Ausstellung zu sehen sein wird. Leitender Architekt dieser Modellwohnungen wird Ludwig Mies van der Rohe.

Mit dem Beginn der warmen Witterung begibt sich ein neuer Strom von Goldsuchern aus den USA und Kanada zu den unerschlossenen Goldfeldern im Red-Lake-Distrikt (Kanada). Das bisher abgesteckte Gebiet erstreckt sich über 240 Quadratmeilen.

Der deutsche Schwimmer Erich “Ete” Rademacher stellt in Philadelphia (USA) erneut einen Weltrekord auf: Für die 500-m-Strecke benötigt er 7:35,4 Minuten. Am 27. März hat er in Buffalo mit 2:49 Minuten einen Weltrekord über 200 m Brust aufgestellt und am 9. März in New Haven mit 5:50,2 Minuten einen Weltrekord über 400 m Brust.

31.3.1926, Mittwoch

Im Deutschen Reich wird der Staatsgerichtshof aufgehoben. Er hat über Verstöße gegen das Gesetz zum Schutz der Republik verhandelt. Für derartige Strafsachen sind nunmehr die ordentlichen Gerichte zuständig.

In der Kohleförderung steht das Deutsche Reich im ersten Vierteljahr 1926 mit 33 226 000 Tonnen hinter den USA (142 454 000 Tonnen) und Großbritannien (69 060 000 Tonnen) an dritter Stelle der Weltförderung. Die Zahlen entsprechen in ihren Relationen denen von 1913.

Die “Verfassungslinde” in Nürnberg ist in der Nacht zum 31. März zerstört worden, die Täter haben sie in einer Höhe von 1,90 m durchsägt. Die Linde ist am 9. August 1925 zur Erinnerung an die Weimarer Verfassung gepflanzt worden.

Chroniknet