Was geschah im März 1941

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1.3.1941, Samstag

Reichsluftfahrtminister Hermann Göring setzt sich beim Führer und Reichskanzler Adolf Hitler gegen die Forderung der deutschen Kriegsmarine nach einer selbständigen Luftaufklärung durch.

Der bulgarische Ministerpräsident Bogdan Dimikow Filow unterzeichnet in Wien die Beitrittserklärung seines Landes zum Dreimächtepakt, einem Bündnis, das 1940 zwischen Japan, Italien und dem Deutschen Reich geschlossen wurde, um die USA von den Kriegsschauplätzen fernzuhalten.

In Paris gastiert die Mannheimer Oper mit Richard Wagners “Walküre”; wie die deutsche Propaganda betont, ist es die erste Aufführung einer deutschen Bühne in deutscher Sprache im Théâtre de l’Opéra.

Auf der Jahrestagung des Vereins Deutscher Chemiker in Wiesbaden stehen Vorträge und Gespräche über die Bedeutung der Elektronenmikroskopie im Mittelpunkt.

Britische Bomber greifen Köln an und wiederholen den Angriff in der Nacht vom 3. zum 4. März.

Der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, besichtigt das Konzentrationslager Auschwitz und befiehlt die Bereitstellung von Häftlingen für das dortige Buna-Werk der I. G. Farben.

2.3.1941, Sonntag

Britische Luftwaffeneinheiten greifen die Hafenanlagen in Brest, Calais und Rotterdam an.

In Leipzig beginnt die Frühjahrsmesse auf der über 6000 Unternehmen aus 20 Ländern ihre Produkte vorstellen; die Messe dauert bis zum 7. März.

In München geht die “Große Deutsche Kunstausstellung” zu Ende, die am 27. Juli 1940 eröffnet wurde, die Veranstalter zählten 603 895 Besucher.

Die 12. deutsche Armee rückt um 6 Uhr von Rumänien aus in Bulgarien ein; die Besetzung erfolgt mit Zustimmung der bulgarischen Regierung.

3.3.1941, Montag

Bei einer Einbürgerungsfeier in Breslau gibt der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, bekannt, dass seit dem 7. Oktober 1938 rund 550 000 Deutsche aus osteuropäischen Gebieten ins Deutsche Reich umgesiedelt wurden.

In der griechischen Stadt Larissa macht ein Erdbeben über 10 000 Menschen obdachlos.

4.3.1941, Dienstag

Fünf britische Zerstörer und zwei Landungsschiffe versenken vor den norwegischen Lofotinseln zehn deutsche Schiffe mit insgesamt 19 350 Bruttoregistertonnen und zerstören große Fischverarbeitungsanlagen; gleichzeitig werden 225 Männer gefangengenommen.

Der deutsche Botschafter in Ankara, Franz von Papen, versichert dem türkischen Präsidenten Ismet Inönü, dass die türkischen Grenzen durch den deutschen Einmarsch in Bulgarien nicht bedroht sind.

Der jugoslawische Prinzregent Paul stattet dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler einen Besuch auf dem Berchtesgadener Berghof ab; im Laufe der Gespräche erklärt er die Bereitschaft der jugoslawischen Führung, dem Dreimächtepakt mit dem Deutschen Reich Japan und Italien beizutreten.

Die britische Armee beginnt mit der Operation “Lustre”, bei der bis zum 24. April 58 000 britische Soldaten in Griechenland stationiert werden.

5.3.1941, Mittwoch

Adolf Hitler erlässt die Weisung Nr. 24 über eine Zusammenarbeit mit Japan; Ziel der deutschen Politik ist es, Japan zu schnellem Handeln im Fernen Osten zu bewegen, um die Vereinigten Staaten vom europäischen Kriegsschauplatz und dem geplanten deutschen Angriff auf die Sowjetunion abzulenken.

Großbritannien bricht die diplomatischen Beziehungen zu Bulgarien ab nachdem der Balkanstaat dem Dreimächtepakt mit dem Deutschen Reich, Japan und Italien beigetreten ist.

Reichserziehungsminister Bernhard Rust gibt eine Neuordnung der Volksschullehrerausbildung bekannt, derzufolge Kandidaten nach dem erfolgreichen Hauptschulabschluss im Rahmen eines fünfjährigen Ausbildungsganges auf ihre Tätigkeit vorbereitet werden.

6.3.1941, Donnerstag

Japanische Truppen besetzen mehrere große Hafenstädte an der Küste der chinesischen Provinz Kwangtung.

7.3.1941, Freitag

Der Rat der Volkskommissare in der UdSSR und das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) ordnen Maßnahmen zur Trockenlegung und Urbarmachung von rund vier Millionen Hektar Sumpfgebiet in Weißrussland innerhalb der nächsten 15 Jahre an.

Deutsche und finnische Regierungsvertreter unterzeichnen in Finnlands Hauptstadt Helsinki ein Abkommen über den zwischenstaatlichen Warenverkehr. Beide Delegationen geben dem Bemühen Ausdruck, den Handel der beiden Staaten in diesem Jahr auszuweiten.

Nach einem Beschluss des Schweizer Bundesrats wird in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai in der Schweiz die Sommerzeit eingeführt.

8.3.1941, Samstag

Wegen fortgesetzter Proteste der Bevölkerung in den Niederlanden gegen Terror- und Gewaltmaßnahmen der nationalsozialistischen Machthaber wird über Nordholland das Kriegsrecht verhängt.

Die deutsche Luftwaffe fliegt zwei schwere Angriffe auf die britischen Städte London und Coventry, bei denen insgesamt rund 440 t Sprengbomben und 1400 Brandschüttkästen abgeworfen werden.

Bei Kämpfen im Atlantik wird das U-Boot des im Deutschen Reich als Kriegsheld verehrten Kapitänleutnant Günther Prien versenkt.

9.3.1941, Sonntag

Vorausabteilungen der deutschen Truppen auf dem Balkan erreichen die bulgarisch-griechische Grenze. Die Truppen Griechenlands räumen Westthrakien bis auf eine Brigade und konzentrieren sich im Raum um Saloniki.

Die italienische Armee startet eine neue Offensive an der Front in Albanien, nachdem ein erster Invasionsversuch im Vorjahr gescheitert war.

In Wien wird die Frühjahrsmesse eröffnet, wo auf über 8000 m² Bedarfsgüter und Produkte der Landwirtschaft gezeigt werden.

In der Schweiz findet eine Volksabstimmung zur sog. Reval-Initiative statt; schweizerische Obstbauern hatten ein Volksbegehren eingebracht, mit dem die Verwendung von Obst aus heimischem Anbau zur Erzeugung von Alkohol zugelassen werden soll.

In Stuttgart schlägt die deutsche Fußballnationalmannschaft die schweizerische Auswahl 4:2; zwei Tore schießt der Dresdner Helmut Schön.

10.3.1941, Montag

238 deutsche Flugzeuge werfen bei einem Angriff auf die britische Stadt Portsmouth 193 t Sprengbomben und 1291 Brandschüttkästen ab.

Bei einem britischen Luftangriff auf die französische Stadt Le Havre werden erstmals viermotorige Bomber vom Typ Handley Page “Halifax” eingesetzt.

11.3.1941, Dienstag

In Berlin findet die Premiere des von dem Schauspieler Victor De Kowa gedrehten Films “Kopf hoch, Johannes” statt, in dem Albert Schoenhals, Dorothea Wieck, Klaus Detlef Sierck und Leo Peukert die Hauptrollen spielen.

In Tokio wird ein Abkommen zwischen Thailand und Französisch-Indochina unterzeichnet, das Gebietsabtretungen im westlichen Kambodscha an Thailand vorsieht.

Mit der Unterzeichnung durch US-Präsident Franklin D. Roosevelt tritt der Lend-and-Lease-Act (Leih- und Pachtgesetz) in den USA in Kraft. Er ermächtigt den Präsidenten, Kriegsmaterial an befreundete Staaten zu verleihen oder zu verpachten.

12.3.1941, Mittwoch

Aus Anlass des dritten Jahrestages der Angliederung Österreichs finden in Linz und Wien Festveranstaltungen statt, auf denen u.a. Adolf Hitler und Joseph Goebbels sprechen.

Während deutsche Luftwaffeneinheiten einen Angriff auf den britischen Hafen Liverpool-Birkenhead fliegen, bombardieren britische Bomberstaffeln Hamburg und Bremen.

13.3.1941, Donnerstag

Das Oberkommando der Wehrmacht erlässt die “Richtlinien auf Sondergebieten zur Weisung 21”, die sich auf die Zeit nach dem Angriff auf die Sowjetunion beziehen; in den Richtlinien ist u.a. eine Aufteilung der zu besetzenden Gebiete in der UdSSR vorgesehen; die Einsatzgruppen der Schutzstaffel (SS) erhalten sog. Sonderaufgaben womit insbesondere Terrorakte gegen die jüdische Bevölkerung der Sowjetunion gemeint sind.

14.3.1941, Freitag

Die am 9. März begonnene Offensive italienischer Heereseinheiten in Albanien gerät wegen des Widerstands der Griechen ins Stocken und scheitert wenige Tage später.

15.3.1941, Samstag

Die deutsche Luftwaffe greift mit 203 Flugzeugen die schottische Stadt Glasgow und mit 117 Maschinen das britische Stahlzentrum Sheffield an; nahezu gleichzeitig fliegen 45 britische Bomber einen Angriff auf das Ruhrgebiet.

Der US-amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt verkündet in einer Rede vor Journalisten im Weißen Haus in Washington, die auch im britischen Rundfunk ausgestrahlt wird, dass sich die USA für die europäischen Demokratien verstärkt einsetzen werden.

In London erscheint die erste Ausgabe der Zeitschrift “Die Arbeit”, die von der Landesgruppe deutscher Gewerkschaften in Großbritannien herausgegeben wird. Am 15. November muss die Zeitschrift, die monatlich in einer Auflage von 300 bis 500 Stück erschienen ist, wegen Papiermangel eingestellt werden.

Die American Export Line, die einzige US-amerikanische Schifffahrtslinie mit regelmäßigem Europadienst, stellt vorläufig den Fahrkartenverkauf ein, da bereits 10 000 bezahlte Passagen von Lissabon in die USA vorgebucht sind.

16.3.1941, Sonntag

Der in der Wesermündung liegende ehemalige Luxusdampfer “Bremen” wird während umfangreicher Reparatur- und Umbauarbeiten durch einen Brand so schwer beschädigt, dass er abgewrackt werden muss.

Britische Seestreitkräfte setzen von Aden aus ins afrikanische Britisch-Somaliland über und starten eine Offensive zur Vertreibung der seit August 1940 bestehenden italienischen Besatzung.

In einer Rede anlässlich des Heldengedenktages in Berlin kündigt Adolf Hitler den bevorstehenden Zusammenbruch Großbritanniens an.

Die sowjetische Regierung verkündet eine Verordnung zum Patentschutz. Danach müssen alle Erfindungen den staatlichen Behörden gemeldet werden, die Erfinder erhalten eine Prämie. Die Moskauer Führung will sich so die Kontrolle über alle technischen Entwicklungen in der UdSSR verschaffen.

17.3.1941, Montag

Die deutsche Luftwaffe greift die britische Stadt Bristol-Avonmouth mit 162 Flugzeugen an; auch in der folgenden Nacht ist mit Liverpool-Birkenhead wieder ein wichtiger britischer Hafen Ziel deutscher Bombenangriffe.

Bei einer Besprechung in der Berliner Reichskanzlei zwischen Adolf Hitler, Generalfeldmarschall Walter von Brauchitsch und Generaloberst Franz Halder wird die Aufmarschanweisung für den Angriff auf die UdSSR abgeändert. Hitler will u.a. auf einen sofortigen Vorstoß aus Rumänien verzichten.

Die am 12. März von Reichswirtschaftsminister Walther Funk angekündigte Erhebung einer Steuer für Wertpapier- und Aktiendividenden führt zu einem Kursverfall um rund 5%.

18.3.1941, Dienstag

Reichspropagandaminister Joseph Goebbels eröffnet in Posen das Reichsgautheater; der Aufbau des Theaters war vom Reichsministerium für Propaganda und Volksaufklärung mit rund 1,5 Millionen Reichsmark unterstützt worden.

19.3.1941, Mittwoch

Der Exilvorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und andere aus dem Deutschen Reich emigrierte Sozialisten gründen in London die Union deutscher sozialistischer Organisationen in Großbritannien, um ihre Aktivitäten gegen die NS-Machthaber im Deutschen Reich zu koordinieren.

Auf Betreiben der Montankonzerne im Ruhrgebiet werden die Kohlenhandels- und Kohlenbergbauunternehmen in der Reichsvereinigung Kohle zusammengeschlossen, um Förderung und Vertrieb von Kohle zentral zu steuern.

In Posen wird der Kriegsfilm “Über alles in der Welt” von Regisseur Karl Ritter uraufgeführt; die Hauptrollen spielen Carl Raddatz, Hannes Stelzer, Marina von Ditmar und Fritz Kampers.

Im Düsseldorfer Stadtbad schwimmt die Mönchengladbacherin Anni Kapell Weltrekord auf der 200-m-Bruststrecke mit 2:55,5 min.

20.3.1941, Donnerstag

Reichsjugendführer Artur Axmann besichtigt das erste Reichsausbildungslager der Hitlerjugend (HJ) für den Führernachwuchs in Dessau; bei einer Rede vor den Jugendlichen sagt Axmann, dass im Verlauf des Krieges schon 500 000 Jugendliche auf den Einsatz in der Wehrmacht und den NSDAP-Organisationen an der Front vorbereitet worden sind.

21.3.1941, Freitag

Im Hamburger Ufa-Palast wird der Hans- Albers-Film “Carl Peters” uraufgeführt; unter der Regie von Herbert Selpin spielen Karl Dannemann, Fritz Odemar und Hans Leibelt weitere Hauptrollen in dem Propagandafilm über den deutschen Kolonialpionier.

Der US-amerikanische Schwergewichtsweltmeister im Boxen, Joe Louis, besiegt seinen Herausforderer Abe Simon in Detroit durch einen K. o.-Sieg in der 13. Runde.

Der ungarische Außenminister László Bárdossy trifft in München mit Adolf Hitler und Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop zusammen, um die Lage auf dem Balkan zu erörtern.

22.3.1941, Samstag

Die deutschen Schlachtschiffe “Scharnhorst” und “Gneisenau” laufen nach Abschluss ihrer Atlantikunternehmung in Brest ein, sie haben seit ihrem Auslaufen am 4. Februar 22 Schiffe mit zusammen rund 116 000 Bruttoregistertonnen versenkt.

Die deutsche Luftwaffe unternimmt einen schweren Bombenangriff auf die britische Hafenstadt Plymouth.

Der französische Staatschef Philippe Pétain unterzeichnet ein Gesetz zum Bau einer Transsahara-Eisenbahn, die von internierten Kriegsgefangenen und Juden gebaut werden soll.

23.3.1941, Sonntag

Der japanische Außenminister Josuke Matsuoka trifft im Rahmen seiner Europareise in Moskau ein.

24.3.1941, Montag

Das Deutsche Afrika-Korps unter dem Befehl von Generalleutnant Erwin Rommel erobert bei einem Aufklärungsvorstoß in der nordafrikanischen Cyrenaika die Stadt El Agheila.

Der schweizerische Bundespräsident Ernst Wetter erklärt, dass die garantierte Neutralität der Schweiz gleichwertig mit dem Schutz der eidgenössischen Landesgrenzen ist.

25.3.1941, Dienstag

In Wien unterzeichnet der jugoslawische Ministerpräsident Dragiša Cvetkovic die Beitrittserklärung seines Landes zum Dreimächtepakt, einem Vertrag zur gegenseitigen Hilfe im Kriegsfall, der 1940 von Japan, Italien und dem Deutschen Reich geschlossen wurde.

Die Übersiedlung von 60 000 Deutschen aus den baltischen Staaten ins Deutsche Reich, die im deutsch-sowjetischen Vertrag vom 10. Januar vereinbart wurde, ist abgeschlossen.

26.3.1941, Mittwoch

Der japanische Außenminister Josuke Matsuoka trifft zu einem viertägigen Staatsbesuch in Berlin ein. Adolf Hitler hat für die Dauer des Besuchs die Einstellung der Luftangriffe auf London angeordnet.

Während einer Seeschlacht bei Matapan zwischen italienischen und britischen Marineverbänden im Mittelmeer verlieren die Italiener rund 3000 Mann und fünf Schiffe.

NSDAP-Ideologe Alfred Rosenberg eröffnet in Frankfurt am Main das Institut für die Erforschung der Judenfrage unter Leitung von Wilhelm Grau.

27.3.1941, Donnerstag

Bei einem Staatsstreich in Jugoslawien wird die Regierung des Ministerpräsidenten Dragiša Cvetkovic gestürzt; an die Stelle des bisherigen. Prinzregenten Paul tritt der 17-Jährige König Peter II., der eine Regierung unter dem Luftwaffengeneral Dušan Simovic beruft.

Nach dem Putsch in Jugoslawien unterzeichnet Adolf Hitler die Weisung Nr. 25, die einen Blitzkrieg gegen Jugoslawien zeitgleich mit dem Angriff auf Griechenland vorsieht.

In Washington werden geheime Generalstabsbesprechungen der britischen und der US-amerikanischen Armeeführung beendet. Für den Fall eines US-amerikanischen Kriegseintritts ist eine Strategie des Zwei-Ozean-Kriegs vereinbart worden, bei dem zunächst das Deutsche Reich Ziel des gemeinsamen Vorgehens sein soll.

Nach der Eroberung von Keren können die britischen Truppen ihren Vormarsch zur Eroberung des italienisch besetzten Abessinien (Äthiopien) fortsetzen.

Der rumänische Militärdiktator General Ion Antonescu unterzeichnet ein Judengesetz, das die Enteignung jüdischen Besitzes in den Städten vorsieht sowie eine Trennung der jüdischen Bürger von anderen Bevölkerungsgruppen.

Das Deutsche Reich und die deutsche Erdölindustrie gründen die Kontinentale Öl-AG, die für 99 Jahre das Monopol für die Verarbeitung und den Vertrieb des sowjetischen Erdöls erhält, in dessen Besitz sich die nationalsozialistische Führung durch einen erfolgreichen Russlandfeldzug bringen will.

Die Berliner Lokomotivfabrik Borsig liefert die 15 000. Dampflokomotive an die Deutsche Reichsbahn aus, es ist eine stromlinienverkleidete 2-C-1 Schnellzuglokomotive.

28.3.1941, Freitag

Adolf Hitler zeichnet die deutsche Fliegerin Hanna Reitsch als erste Frau im Zweiten Weltkrieg mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse für ihre Flugeinsätze aus.

Die Schriftstellerin Virginia Woolf nimmt sich unweit ihres Wohnsitzes im britischen Lewes das Leben.

29.3.1941, Samstag

In vielen Städten des Deutschen Reiches finden Schulentlassungsfeiern statt, am folgenden Tag werden vielerorts Feiern zur Verpflichtung zur Hitlerjugend veranstaltet.

30.3.1941, Sonntag

In einer Rede vor über 200 Befehlshabern der deutschen Wehrmacht in der Berliner Reichskanzlei kündigt Adolf Hitler einen rassenideologischen Vernichtungskrieg ohne Bindung an kriegsrechtliche Normen gegen die Sowjetunion an.

Das Deutsche Afrika-Korps eröffnet in Nordafrika unter dem Befehl von Generalleutnant Erwin Rommel eine Offensive gegen die Briten, in deren Verlauf die deutschen Truppen bis zum 13. April die gesamte Cyrenaika bis auf die Festung Tobruk einnehmen.

Im westlichen Mittelmeer kommt es zu einem Zwischenfall, als britische Streitkräfte vier französische Handelsschiffe, die von einem Zerstörer eskortiert werden, angreifen.

Die US-amerikanische Regierung lässt Schiffe der Achsenmächte, die in US-Häfen liegen, beschlagnahmen.

In Königsberg gewinnt die Auswahl des Deutschen Reiches einen Boxländerkampf gegen Schweden 12:4; der einzige K. o.-Sieger des Turniers ist der Schwergewichtsboxer Hein ten Hoff.

31.3.1941, Montag

Die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich und Jugoslawien werden infolge des Staatsstreichs vom 27. März abgebrochen. Am Vortag hatte die reichsdeutsche Kolonie die Hauptstadt Belgrad verlassen.

Die deutsche Luftwaffe hat seit dem 1. August 1940 insgesamt 3363 Gefallene, 2117 Verwundete und 2641 Gefangene und Vermisste zu verzeichnen.

Im Deutschen Reich sind 1 217 420 Kriegsgefangene in der Wirtschaft eingesetzt, davon 628 500 in der Landwirtschaft.

In den Vereinigten Staaten kommt es in 28 Unternehmen der Rüstungsindustrie zu Streiks.

Chroniknet