Was geschah im März 1946

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1.3.1946, Freitag

Die Chefs der Länder- und Provinzregierungen der britischen und der US-amerikanischen Besatzungszone Deutschlands beenden in Bremen eine zweitägige Konferenz zu Fragen des wirtschaftlichen Wiederaufbaus.

In Neheim-Hüsten (Arnsberg/Westfalen) endet nach sechstägiger Dauer der Zonenparteitag der Christlich Demokratischen Union (CDU) der britischen Besatzungszone Deutschlands. Die Delegierten beschlossen die Zusammenlegung der CDU-Landesverbände Westfalen und Rheinland zum Zonenverband und wählten Konrad Adenauer zu ihrem Vorsitzenden.

Ein Gericht in der ungarischen Hauptstadt Budapest verurteilt den ehemaligen Führer der faschistischen Pfeilkreuzler-Partei, Ferenc Szálasi, und sechs weitere Mitglieder der von ihm geführten ehemaligen Regierung zum Tode.

Im Berliner Admiralspalast fordert eine Versammlung führender Sozialdemokraten der Stadt eine Urabstimmung über die geplante Fusion mit den Kommunisten.

Der Alliierte Kontrollrat in Deutschland verfügt die Verdoppelung aller Postgebühren; im Ortsverkehr kostet die Beförderung eines Standardbriefes nunmehr 16 Reichspfennig.

2.3.1946, Samstag

Der Rückzug der britischen Truppen aus dem Iran, die dort seit 1941 stationiert waren, wird nach sechsmonatiger Dauer beendet.

In Berlin tagt die erste Reichskonferenz der Kommunistischen Partei Deutschlands seit Kriegsende; auf dieser Tagung wird vor allem die Frage eines Zusammengehens mit den Sozialdemokraten erörtert.

Eine in Washington tagende Ernährungskonferenz, an der sich Vertreter aus 21 Staaten beteiligen, setzt ein Notstandskomitee zur Bekämpfung des Hungers in Europa ein, zum Vorsitzenden wird der ehemalige US-Präsident Herbert Clark Hoover ernannt.

Der finnische Staatspräsident Carl Gustaf Emil Freiherr von Mannerheim erklärt in Helsinki seinen Rücktritt; sein Nachfolger wird der bisherige Ministerpräsident Juho Kusti Paasikivi.

3.3.1946, Sonntag

Nach einer Meldung von Radio Moskau hat der Abzug sowjetischer Truppen aus dem Norden des Iran begonnen; gleichzeitig protestiert die iranische Regierung bei den Vereinten Nationen gegen die Truppenpräsenz der Sowjetunion in ihrem Land.

Auf Initiative der Redaktion der “Neuen Zeitung” beginnt in München eine dreitägige Konferenz, auf der heimgekehrte deutsche Kriegsgefangene über ihre Probleme diskutieren.

In Bayern wird das erste größere Exportgeschäft seit Kriegsende abgeschlossen es umfasst die Lieferung von 1500 t Hopfen im Wert von rund 1,4 Millionen US-Dollar nach Belgien und in die USA.

4.3.1946, Montag

Nach Angaben der britischen Regierung wurde seit Kriegsende die Truppenstärke des Landes auf 1,1 Millionen Mann reduziert.

Der SPD-Bezirksvorstand in Berlin beschliest gegen den Willen des Zentralausschusses der Partei für die Sowjetzone eine Urabstimmung über die Fusion der Kommunistischen Partei Deutschlands und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

5.3.1946, Dienstag

Auf seiner sechsten Tagung in München beschließt der Länderrat der US-amerikanischen Besatzungszone Deutschlands das “Gesetz Nr. 104 über die Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus” und schafft damit die rechtliche Grundlage zur Einrichtung von deutschen Spruchkammern, die über die Mitverantwortung von Einzelpersonen an nationalsozialistischen Verbrechen zu befinden haben.

Im Westminster College in Fulton (US-Bundesstaat Missouri) hält der frühere britische Premierminister Winston Churchill eine Rede, in der er u.a. mit Blick auf die Außenpolitik der UdSSR davon spricht, dass sich zwischen Stettin an der Ostsee und Triest an der Adria ein “Eiserner Vorhang” über Europa gesenkt habe.

In Berlin erscheint die erste Nummer des “Spandauer Volksblatts”, es ist dies die erste deutsche Zeitung in der Stadt die mit britischer Lizenz erscheint.

6.3.1946, Mittwoch

Gemäß der Anweisung der britischen Militärregierung in Deutschland vom 15. Februar 1946 konstituiert sich in Hamburg der Zonenbeirat der britischen Zone, dem die Ministerpräsidenten bzw. Oberpräsidenten der Länder, Provinzen und Stadtstaaten des britischen Besatzungsgebietes angehören.

Die britische Regierung in London nimmt zur Rede des früheren Premierministers Winston Churchill in Fulton (US-Bundesstaat Missouri) Stellung, die dieser am Vortag gehalten hatte, und erklärt, Churchill habe sich lediglich als Privatmann geäußert.

Der iranische Ministerpräsident Ahmad Qawam os-Saltana beendet einen zweiwöchigen Besuch in der UdSSR, in dessen Verlauf auch Fragen des Abzuges sowjetischer Truppen aus dem Iran zur Sprache kamen.

Kanada gewährt Großbritannien eine Anleihe in Höhe von 1,25 Milliarden US-Dollar zum Wiederaufbau der britischen Wirtschaft.

In Hanoi, der Hauptstadt der unabhängigen Republik Vietnam, unterzeichnen Vertreter der französischen Regierung und der Regierung von Vietnam einen Vertrag, in dem Frankreich die Souveränität des im September 1945 gegründeten Staates anerkennt.

Die sowjetische Besatzungsmacht in Deutschland ordnet die Wiederabhaltung der Leipziger Frühjahrsmesse an.

7.3.1946, Donnerstag

Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland erteilt die Erlaubnis zur Bildung eines einheitlichen Jugendverbandes, der “Freien Deutschen Jugend”, in der Sowjetzone.

Am Züricher Schauspielhaus wird die Romanze “Santa Cruz”” von Max Frisch uraufgeführt.

8.3.1946, Freitag

Grose Teile der deutschen Handelsflotte werden an Großbritannien, die USA und die UdSSR übergeben. Betroffen sind Schiffe mit insgesamt rund 1,2 Millionen Bruttoregistertonnen.

Auf der im Hafen von Southampton liegenden “Queen Elizabeth”, dem größten Passagierschiff der Welt, richtet ein Großfeuer beträchtlichen Sachschaden an.

9.3.1946, Samstag

Auf Veranlassung des US-Kriegsministeriums dürfen Mitglieder der kommunistischen Partei der USA nicht länger in sicherheitsempfindlichen militärischen Bereichen arbeiten.

Beim Einsturz einer Tribüne in einem Fußballstadion in Bolton (Großbritannien) kommen 38 Menschen ums Leben.

10.3.1946, Sonntag

Die französische Militärregierung in Deutschland verfügt in ihrer Zone die Kürzung der durchschnittlichen Lebensmittelrationen von 1350 auf 1075 Kalorien pro Tag.

In Essen tritt der erste Nachkriegsparteitag des 1945 wiedergegründeten Zentrums in der britischen Zone in Deutschland zusammen und wählt Wilhelm Hamacher zum Vorsitzenden.

Großbritannien beginnt mit dem Abzug seiner Streitkräfte aus dem Libanon.

11.3.1946, Montag

In Brighton beginnt der diesjährige Parteitag der britischen Labourpartei, der bis zum 19. März dauert, während der Zusammenkunft kommt es zu Protesten gegen die Rede des früheren britischen Premierministers Winston Churchill am 5. März in Fulton (US-Bundesstaat Missouri).

In der kanadischen Hauptstadt Ottawa werden mehrere Angestellte des Kriegsforschungamtes unter dem Verdacht der Spionage für die Sowjetunion festgenommen.

In Minden konstituiert sich der Deutsche Wirtschaftsrat für die britische Besatzungszone Deutschlands.

Das Zentralamt für Ernährung und Landwirtschaft der britischen Besatzungszone Deutschlands, dessen Einrichtung von der Besatzungsmacht im Februar angeordnet worden war, nimmt in Hamburg unter der Leitung des Christdemokraten Hans Schlange-Schöningen seine Arbeit auf.

12.3.1946, Dienstag

Gewerkschafter aus der britischen Besatzungszone Deutschlands kommen in Hannover zu ihrer ersten Zonenkonferenz zusammen; sie fordern u.a. eine Verkürzung der Arbeitszeit.

In den Vereinigten Staaten geht nach 113-tägiger Dauer ein Streik der Arbeiter in den Automobilwerken von General Motors und in den Fabriken des Elektrokonzerns General Electric für höhere Löhne zu Ende.

13.3.1946, Mittwoch

Vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg wird der Prozess mit der Vernehmung des angeklagten früheren Reichsmarschalls Hermann Göring fortgesetzt.

In einem Interview mit der sowjetischen Parteizeitung “Prawda” reagiert der sowjetische Partei- und Staatschef Josef W. Stalin in scharfer Form auf die Rede Winston Churchills in Fulton (US-Bundesstaat Missouri) vom 5. März; Stalin bezeichnet den früheren britischen Premierminister als “Kriegsbrandstifter”.

14.3.1946, Donnerstag

In der UdSSR werden im Zuge einer Regierungsumbildung die Volkskommissariate in Ministerien umbenannt; die Streitkräfte nennen sich künftig Sowjetarmee statt Rote Armee.

Ernst Reclam erhält von der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland die Lizenz zur Wiederröffnung seines Verlages in Leipzig.

In Nürnberg stirbt der deutsche Generalfeldmarschall Werner von Blomberg (* 2.9.1878, Stargard/Pommern).

15.3.1946, Freitag

Der Philosoph Hans-Georg Gadamer wird zum Direktor der Universität von Leipzig gewählt.

In Berlin erteilt die britische Besatzungsmacht dem Publizisten Arno Scholz die Lizenz zur Herausgabe einer Tageszeitung unter dem Titel “Telegraf”; die erste Nummer des Blattes erscheint am 22. März.

Der britische Premierminister Clement Richard Attlee kündigt in London für die nähere Zukunft die Entlassung Indiens in die Unabkängigkeit an. Voraussetzung sei jedoch die Verabschiedung einer Verfassung für das Land.

Mit französischer Lizenz erscheint in Koblenz die erste Ausgabe des “Rheinischen Merkurs”.

Das französische Kabinett beschließt in Paris die Verstaatlichung aller Versicherungsunternehmen des Landes; gleichzeitig erlässt es ein Gesetz, das die Prostitution in Frankreich verbietet.

In Weimar wird der Verband Thüringer Konsumgenossenschaften mit dem langfristigen Ziel einer zentralen Lenkung der Verteilung von Lebensmitteln und Konsumgütern auf die Bevölkerung gegründet.

In Moskau tritt der Oberste Sowjet der UdSSR zu einer viertägigen Debatte über den ersten Nachkriegs-Fünfjahresplan der Sowjetunion zusammen; die Planvorgaben sehen eine Bevorzugung der Schwer- und Rüstungsindustrie vor der Konsumgüterproduktion vor.

16.3.1946, Samstag

In der italienischen Hafenstadt Triest demonstrieren rund 100 000 Einwohner für die Angliederung der Stadt an den jugoslawischen Staatsverband.

Die ungarische Nationalversammlung beschließt in Budapest ein Gesetz zur Verstaatlichung der Schwerindustrie und der Kraftwerke des Landes.

Bei der Explosion eines Munitionsdepots in einer Berliner Polizeikaserne kommen zwei Menschen ums Leben. Mehr als 80 Personen erleiden zum Teil schwere Verletzungen.

17.3.1946, Sonntag

Der ehemalige Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz, Rudolf Höß, wird von Offizieren des britischen Fahndungsdienstes in einem Dorf bei Flensburg festgenommen; Höß war dort unter dem Namen Franz Lang als Landarbeiter untergetaucht.

In Bremerhaven trifft erstmals seit Kriegsende ein US-amerikanisches Frachtschiff mit einer Lieferung von Baumwolle für Deutschland ein.

Die Sowjetarmee beginnt mit ihrem Rückzug von der dänischen Insel Bornholm, die sie seit den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges besetzt hält.

In Washington kündigt das US-amerikanische Verteidigungsministerium die Unterstützung der japanischen Exportwirtschaft an.

18.3.1946, Montag

In der jugoslawischen Hauptstadt Belgrad unterzeichnen Vertreter der Regierungen Polens und Jugoslawiens einen Freundschafts- und Beistandspakt zwischen beiden Ländern.

Auf der Eisenbahnstrecke zwischen Berlin und Leipzig verkehrt erstmals seit Kriegsende wieder ein Schnellzug; für die rund 180 km lange Strecke benötigt er etwa drei Stunden.

19.3.1946, Dienstag

Auf einer Veranstaltung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) in München erklärt der frühere Reichstagsabgeordnete der SPD, Kurt Schumacher, Deutschland werde eine “sozialistische oder gar keine Demokratie sein”.

Die Regierung des Iran ruft wegen der fortgesetzten Präsenz sowjetischer Streitkräfte in ihrem Land erneut den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an.

In Moskau konstituiert sich der neue Ministerrat der UdSSR, dieses Gremium hieß bisher “Rat der Volkskommissare”. Am selben Tag tritt das sowjetische Staatsoberhaupt Michail I. Kalinin von seinem Amt zurück. Kalinins Nachfolger wird Nikolai M. Schwernik.

Der kanadische Premierminister William Lyon Mackenzie King äußert sich erstmals vor der Öffentlichkeit zum Fall des übergelaufenen sowjetischen Agenten Igor Gusenko. Mackenzie King spricht in diesem Zusammenhang davon, dass Kanada das Zentrum eines ausgedehnten Spionagenetzes der UdSSR sei.

Der Zentralausschuss der Sozialdemokraten der Sowjetzone beschließt den Ausschluss der Wortführer derjenigen Berliner Parteimitglieder, die sich für eine Urabstimmung über die Forderungen der Fusion mit den Kommunisten aussprechen.

20.3.1946, Mittwoch

Die Sowjetunion und die Schweiz vereinbaren in Moskau die Wiederaufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen.

In einer Rede in New York bezieht der US-amerikanische Handelsminister Henry Agard Wallace indirekt Stellung gegen die Äußerungen des früheren britischen Premierministers Winston Churchill, die dieser in seiner Rede am 5. März in Fulton (US-Bundesstaat Missouri) gemacht hatte.

Im Berliner Hebbel-Theater findet die Uraufführung des Theaterstücks “Die Illegalen” von Günther Weisenborn statt, das sich mit dem deutschen Widerstand gegen das NS-Regime befasst.

21.3.1946, Donnerstag

Vor dem Sicherheitsrat der United Nations Organization (UNO) in London nimmt der sowjetische UNO-Botschafter Andrei A. Gromyko zur andauernden Präsenz sowjetischer Truppen im Iran Stellung. Er fordert, dieses Thema von der Tagesordnung abzusetzen, da inzwischen die Truppen der UdSSR abgezogen würden.

22.3.1946, Freitag

In Münster stirbt der Bischof von Münster und Kardinal Clemens August Graf von Galen (* 16.3.1878, Dinklage).

Transjordanien wird nach Beendigung des britischen Mandates ein selbständiger Staat, der von den Briten eingesetzte Emir Abd Allah Ibn Al Hussein nimmt den Titel eines Königs an.

Zwischen der Sowjetunion und dem Iran kommt es zum Abschluss eines Abkommens über den Abzug der Besatzungstruppen der UdSSR aus Persien.

23.3.1946, Samstag

In Hannover wird die Niedersächsische Landespartei/Deutsche Partei gegründet, zu ihrem ersten Vorsitzenden wählen die Delegierten Heinrich Hellwege.

24.3.1946, Sonntag

Der französische Ministerpräsident Félix Gouin fordert in einer Rede in Straßburg eine langandauernde Besetzung Deutschlands sowie die Internationalisierung des Ruhrgebiets.

25.3.1946, Montag

Der Alliierte Kontrollrat in Deutschland beschließt in Berlin die Wiederaufnahme des Postverkehrs zwischen Deutschland und dem Ausland mit Ausnahme von Spanien und Japan.

In Lübeck erscheint unter der Lizenz der britischen Militärregierung die erste Ausgabe der “Lübecker Nachrichten”.

26.3.1946, Dienstag

Die alliierten Besatzungsmächte in Deutschland legen den ersten Industrieplan für Deutschland vor; er sieht die Demontage von 1300 Industriebetrieben und eine Produktionskapazität der deutschen Wirtschaft vor, die rund 65% des Standes von 1936 betragen soll.

In der französischen Besatzungszone Deutschlands erscheint eine von der Regierung in Paris herausgegebene Liste, in der die Namen sämtlicher in Frankreich internierten deutschen Kriegsgefangenen verzeichnet sind.

Die niederländische Schwimmerin Hanne Termevlen stellt in Den Haag mit 1:01 min einen Weltrekord über 110 Yards (rund 100 m) Brust auf.

27.3.1946, Mittwoch

Das Essener Stadtparlament wählt den Christdemokraten Gustav W. Heinemann zum Oberbürgermeister der Stadt.

Die britische Besatzungsmacht in Deutschland erteilt Heinrich Mohn die Lizenz zur Wiedereröffnung des Verlages C. Bertelsmann in Gütersloh.

28.3.1946, Donnerstag

Das argentinische Parlament in Buenos Aires wählt den bisherigen Innenminister Juan Domingo Perón zum Staatspräsidenten des Landes.

In München wird eine bewaffnete deutsche Polizeitruppe aufgestellt, die zur Bewachung von Lebensmitteltransporten und Versorgungsanlagen, z. B. Kraftwerken, eingesetzt wird.

29.3.1946, Freitag

Der Oberste Chef der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland, Marschall Georgi K. Schukow, wird von Armeegeneral Wassili D. Sokolowski abgelöst.

Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland ordnet die sofortige Demontage sämtlicher elektrischer Eisenbahn-Streckeneinrichtungen in der Sowjetzone an. Auch alle Elektrolokomotiven müssen an die UdSSR abgeliefert werden.

In Hannover konstituiert sich der Landesverband der liberalen Demokratischen Union.

30.3.1946, Samstag

Auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers Dachau bei München wird vor einem US-amerikanischen Militärgericht der Prozess gegen 61 frühere Angehörige der SS-Wachmannschaften des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen bei Linz in Österreich eröffnet.

Nach einer Mitteilung des stellvertretenden US-Militärgouverneurs in Deutschland, General Lucius DuBignon Clay, wird die seit Kriegsende bestehende nächtliche Ausgangssperre in der US-amerikanischen Besatzungszone Deutschlands ab sofort aufgehoben.

Im Land Baden wird die Demokratische Partei von der französischen Militärregierung zugelassen.

Die 95. traditionelle britische Ruderregatta zwischen den Universitätsmannschaften von Oxford und Cambridge gewinnt die Oxforder Crew mit drei Längen Vorsprung in 19:54 min.

31.3.1946, Sonntag

Unter den Berliner Mitgliedern der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands findet eine Urabstimmung über die geplante Fusion ihrer Partei mit der Kommunistischen Partei Deutschlands statt; die Abstimmung wird im sowjetischen Sektor der Stadt auf Geheiß der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland untersagt.

In Griechenland finden Parlamentswahlen statt, aus denen die Royalisten unter Konstandinos Tsaldaris als stärkste politische Kraft hervorgehen.