Was geschah im März 1949

  • < 1948
  • 3.1949
  • 1950 >

1.3.1949, Dienstag

In der birmanischen Hauptstadt Rangun veröffentlicht die neugegründete Kommunistische Partei ein Manifest, in dem als Ziel der Partei ihre Vereinigung mit den vietnamesischen und chinesischen Kommunisten an der Seite der Sowjetunion angegeben wird.

In einem Bericht an den UN-Sicherheitsrat beschuldigt die Indonesienkommission der Vereinten Nationen die Niederlande, entgegen der Resolution des Sicherheitsrates vom 28. Januar die Kriegshandlungen nicht eingestellt zu haben.

Der 35-Jährige farbige US-Amerikaner Joe Louis, seit 1937 Schwergewichtsweltmeister der Profiboxer, erklärt seinen Rücktritt.

Fast 50 Todesopfer fordert ein schwerer Orkan über Mitteleuropa.

Der Franzose Jules Basdevant wird für die Amtszeit von drei Jahren zum Präsidenten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag gewählt.

In den drei deutschen Westzonen wird die Fleischration für Normalverbraucher um 100 g auf 500 g monatlich erhöht. Zugleich wird in allen Ländern der britischen Zone mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen die Tabakrationierung aufgehoben.

2.3.1949, Mittwoch

In Rumänien werden Großgrundbesitzer, deren Landbesitz 50 ha überschreitet, enteignet. Die Regierung will damit angeblichen Plänen zur Sabotage der landwirtschaftlichen Produktion begegnen.

Der kommunistische Rundfunk in China teilt mit, 25 Divisionen mit rund 300 000 Soldaten der nationalchinesischen Streitkräfte seien der Roten Armee angegliedert worden.

Der US-amerikanische Bomber Boeing B 50 “Lucky Lady II” beendet den ersten Nonstopflug um die Erde.

Die Militärgouverneure der drei Westzonen teilen dem Parlamentarischen Rat in Bonn die alliierten Abänderungsvorschläge zur bisherigen Fassung des Grundgesetzes mit. Sie betreffen u.a. die Gewaltenteilung zwischen Bund und Ländern, die Finanzhoheit der Länder, die Unabhängigkeit der Justiz sowie die Stellung Berlins.

3.3.1949, Donnerstag

US-Präsident Harry S. Truman gibt den Rücktritt von Verteidigungsminister James V. Forrestal zum 31. März bekannt. Nachfolger wird der frühere stellvertretende Kriegsminister Louis A. Johnson.

4.3.1949, Freitag

Nach Angaben der Balkankommission der Vereinten Nationen mussten infolge des Bürgerkriegs während der letzten zwei Jahre etwa 660 000 Griechen flüchten.

Der UN-Sicherheitsrat befürwortet mit neun Stimmen gegen die Stimme Ägyptens und bei Enthaltung Großbritanniens die Aufnahme Israels in die UNO.

Der britische Premierminister Clement Richard Attlee trifft zu einem Besuch in Berlin ein. Er informiert sich u.a. über die sog. Luftbrücke zur Versorgung der Berliner Bevölkerung. Seit dem 24. Juni 1948 blockiert die UdSSR die Zufahrtswege nach Berlin durch die sowjetische Zone.

Auf Befehl des Militärgouverneurs der sowjetischen Zone, Wassili D. Sokolowski verlässt die sowjetische Repatriierungskommission Frankfurt am Main, nachdem die US-amerikanische Militärpolizei das Kommissionsgebäude seit dem 2. März blockiert hatte.

In der Sowjetunion werden Außenminister Wjatscheslaw M. Molotow und Außenhandelsminister Anastas I. Mikojan ohne Angabe von Gründen von ihren Ämtern entbunden.

5.3.1949, Samstag

Nach einer Umfrage des deutschen Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” befürworten 54% der Leser die Bildung eines separaten westdeutschen Staats.

Das Militärgericht von Lodz verurteilt zwei katholische Priester wegen Unterstützung einer Untergrundbewegung zum Tode ein weiterer Priester erhält acht Jahre Gefängnis. Die polnische Untergrundorganisation soll in den vergangenen zwei Jahren 55 Sicherheitsbeamte und kommunistische Funktionäre ermordet haben.

Zum ersten Mal seit 1933 findet der Berliner Presseball wieder statt.

6.3.1949, Sonntag

In Chile bestätigen die Stimmbürger bei den Parlamentswahlen die Regierung von Präsident Gabriel González Videla. Die Regierungskoalition aus Radikalen, Liberalen, Konservativen und Sozialisten erhält in der Abgeordnetenkammer 104 der 147 Sitze und im Senat 31 von 45 Mandaten.

Der indische Ministerpräsident Jawaharlal Nehru lehnt eine Einladung von US-Präsident Harry S. Truman zu einem Besuch in den USA mit der Begründung ab dringende Staatsgeschäfte ließen ihm in naher Zukunft dazu keine Zeit.

7.3.1949, Montag

Zum Abschluss ihrer ersten Parteikonferenz in Solingen, die am 5. März begonnen hat, spricht sich die Kommunistische Partei der Westzonen in einer Resolution gegen die Errichtung eines westdeutschen Staates aus und fordert, die Einheit und Unabhängigkeit Deutschlands zu wahren.

In Kairo unterzeichnen die ägyptische Regierung und die Suezkanalgesellschaft ein Abkommen, das Ägypten einen größeren Anteil an den Gewinnen der Gesellschaft sichert.

In Göttingen wird Wolfgang Liebeneiners Film “Liebe 47” nach Wolfgang Borcherts Stück “Draußen vor der Tür” uraufgeführt.

8.3.1949, Dienstag

Ein bulgarisches Gericht verurteilt im Prozess gegen 15 protestantische Geistliche die vier Hauptangeklagten zu lebenslanger Haft und Einzug ihres Vermögens wegen “Sammlung und Weiterleitung militärischer und wirtschaftlicher Informationen an eine fremde Macht”.

Der französische Staatspräsident Vincent Auriol und der Exkaiser von Annam, Bao-Dai, unterzeichnen eine Übereinkunft, in der die Einheit von Annam, Tonkin und Kotschinchina als Vietnam anerkannt wird. Das Land erhält im Rahmen der Französischen Union eine autonome Verwaltung.

9.3.1949, Mittwoch

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Hermann Lüdemann (SPD) erklärt in Niebüll, sein Land sei bereit, in einem größeren Land aufzugehen, da es in seiner jetzigen Form ein Land des Elends sei.

Den Appell, eine Volksabstimmung über die Bildung eines Südweststaates zuzulassen, richtet der Staatspräsident von Württemberg-Hohenzollern, Gebhard Müller, an die westlichen Militärgouverneure.

Das britische Unterhaus stimmt dem Gesetz über die Vereinigung Neufundlands mit Kanada zu.

Die Verfassunggebende Versammlung in Buenos Aires nimmt mit 101 Stimmen ohne Gegenstimme die neue argentinische Verfassung an.

Bei den Provinzialwahlen in der Südafrikanischen Union erhalten die regierenden Nationalisten 86 Mandate, die United Party 78 sowie die Unabhängigen und die Labour Party je drei Sitze.

10.3.1949, Donnerstag

Das israelische Parlament spricht der neugebildeten Regierung unter Ministerpräsident David Ben Gurion das Vertrauen aus.

Mit der Begründung, Tennis sei der Sport der Ausbeuter und Kapitalisten, verbietet die Kommunistische Partei Bulgariens ihren Mitgliedern diese Sportart.

11.3.1949, Freitag

Der französische Militärgouverneur in Deutschland, Pierre Koenig, gibt bekannt, dass 6000 Flüchtlinge in Württemberg-Baden, 8000 in Württemberg-Hohenzollern und 15 000 in Rheinland-Pfalz aufgenommen werden sollen.

Eine schwere Explosion in der Demontagehalle 11 der Stahlwerke Braunschweig in Watenstedt fordert 13 Todesopfer und 68 Verletzte.

12.3.1949, Samstag

Das britische Kriegsministerium ordnet die Entsendung von Verstärkungstruppen zu der transjordanischen Stadt Akaba an, um einer Bedrohung der Stadt durch israelische Truppen zu begegnen. Am folgenden Tag erklärt der israelische Oberstleutnant Moshe Perlman, Truppen seines Landes hätten den Küstenstreifen von Elat am Golf von Akaba besetzt.

Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Sun Fo am 8. März wird General Ho Jing-tschen neuer Chef der nationalchinesischen Regierung.

13.3.1949, Sonntag

In Leipzig geht nach einwöchiger Dauer die diesjährige Frühjahrsmesse zu Ende.

Vor 40 000 Zuschauern in Hannover besiegt die Elf Norddeutschlands in einem Fußballspiel die Auswahl Süddeutschlands 1:0. Torschütze ist der Hamburger Heinz Spundflasche.

Erstmals seit Kriegsende wird in Sankt Anton (Österreich) das Arlberg-Kandahar-Skirennen ausgetragen.

14.3.1949, Montag

Erwin Scharf, der 1948 wegen kommunistischer Tendenzen aus der Sozialistischen Partei Österreichs (SPÖ) ausgeschlossen wurde, gibt in Wien die Gründung einer Unabhängigen Sozialistischen Partei bekannt.

In den Vereinigten Staaten treten 471 000 Bergarbeiter aus Protest gegen die Bestätigung von James Boyd als Direktor des US-Bergwerksbüros in den Streik.

In New York wird die Vereinigung für die Befreiung des russischen Volkes gegründet, der 25 russische Emigranten, darunter der Präsident der provisorischen republikanischen Regierung von 1917, Alexandr F. Kerenski, angehören.

Die birmanische Regierung gibt bekannt, sie werde eine Amnestie erlassen, falls die Rebellen die Waffen bis zum 31. März niederlegten.

15.3.1949, Dienstag

Pläne der Vereinten Nationen für eine Kalenderreform werden bekannt: Demnach sollen der erste Monat eines Quartals 31, alle übrigen Monate 30 Tage haben, wobei der Silvestertag erhalten bleiben soll. Ostern soll nach den Plänen künftig stets auf den 8. April fallen.

Das neue Gebäude des Landtags von Nordrhein-Westfalen im ehemaligen Düsseldorfer Ständehaus wird seiner Bestimmung übergeben.

Die französische Nationalversammlung lehnt Anträge der Gaullisten und Kommunisten ab, der Regierung wegen ihrer Indochinapolitik das Misstrauen auszusprechen.

Mainz ist mit 4,5 m² Wohnfläche pro Einwohner die Stadt mit den schlechtesten Wohnverhältnissen in Deutschland. In Rheinland-Pfalz leben noch etwa 33 000 Menschen in Erdlöchern, Kellern und Bunkern, nachdem im Zweiten Weltkrieg 264 000 Wohnungen zerstört wurden.

16.3.1949, Mittwoch

Die israelischen und die transjordanischen Vertreter einigen sich bei den Waffenstillstandsverhandlungen auf Rhodos auf eine Demarkationslinie in Jerusalem.

Argentiniens Staatspräsident Juan Perón legt den Eid auf die neue Verfassung ab, die u.a. die Wiederwahl des Präsidenten ermöglicht.

17.3.1949, Donnerstag

Auf dem ersten Kongress der Nationalen Volksfront in Ungarn werden Vizeministerpräsident Mátyás Rákosi zum Präsidenten, Ministerpräsident István Dobi zum Vizepräsidenten und Außenminister László Rajk zum Sekretär der Organisation der Volksfront gewählt.

In Birma kontrollieren die aufständischen Karen das ganze Land mit Ausnahme der Hauptstadt Rangun.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Trygve Halvdan Lie, gibt bekannt, dass die Zahl der palästinensischen Flüchtlinge etwa 750 000 betrage.

Die siamesische (thailändische) Regierung deckt eine neue Verschwörung gegen Premierminister Marschall Luang Pibul Songgram auf.

In Bayern macht sich vor allem unter der Bevölkerung der ländlichen Gebiete eine Panikstimmung breit, weil ein Astrologe für diesen Tag den Weltuntergang vorhergesagt hat.

18.3.1949, Freitag

In den Hauptstädten der bisher beteiligten Länder wird der Wortlaut des geplanten Nordatlantikpaktes (NATO) zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Norwegen veröffentlicht. Die Vertragspartner verpflichten sich darin zu gegenseitiger Hilfeleistung im Falle eines von außen kommenden bewaffneten Angriffs.

Laut Lloyd’s Register unterhalten die Vereinigten Staaten die größte Handelsflotte der Welt und stellen 36,32% der Welttonnage; es folgen Großbritannien mit 22,45% und Norwegen mit 5,31%.

19.3.1949, Samstag

In Bad Homburg wird die Stuttgarterin Inge Löwenstein zur “Miss Germany 1949” gewählt.

Der Deutsche Volksrat in der sowjetischen Zone verabschiedet eine Verfassung für eine zu gründende Deutsche Demokratische Republik. Zugleich wird betont, dass der Kampf für ein geeintes Deutschland fortgesetzt werde.

20.3.1949, Sonntag

Die westalliierten Militärregierungen erklären die Deutsche Mark zum alleinigen Zahlungsmittel in den Westsektoren Berlins.

Vor 60 000 Zuschauern gewinnt die Fußballnationalelf Österreichs in Wien ein Länderspiel gegen die Türkei 1:0.

21.3.1949, Montag

Nach Zusammenstößen zwischen Mosley-Faschisten und Kommunisten verbietet der britische Innenminister James Chuter Ede für drei Monate alle politischen Aufmärsche in London.

Radio Moskau gibt den Abschluss eines auf zehn Jahre befristeten Wirtschafts- und Kulturabkommens zwischen der Sowjetunion und Nordkorea bekannt.

Nach elfmonatigen Verhandlungen einigen sich die Eisenbahnergewerkschaften und die Eisenbahngesellschaften in den USA auf die Einführung der 40-Stunden-Woche.

22.3.1949, Dienstag

Die israelische Regierung protestiert beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gegen die Anwesenheit britischer Truppen in der transjordanischen Stadt Akaba.

Der Zentralbankrat der Bank deutscher Länder beschließt die Aufhebung der Kreditrestriktionen für die drei Westzonen Deutschlands.

In Köln geht nach viertägiger Dauer die Schuhfachmesse zu Ende. Nach Aussagen der Aussteller – es waren mit 450 etwa die Hälfte mehr als auf der letzten Veranstaltung – legen die Verbraucher offenbar wieder mehr Wert auf Qualitätsschuhe mit modischem Schick.

23.3.1949, Mittwoch

Zwischen Israel und Libanon wird in Ras el Nakura ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet.

In Washington werden zwischen 42 Nationen Vereinbarungen über den internationalen Weizenhandel getroffen. Damit ist für die kommenden vier Jahre über die Hälfte des Welthandels in diesem Bereich geregelt.

Die tschechische Nationalversammlung billigt ein Gesetz über die Organisation der Landesverteidigung. Darin werden das Mobilisierungsalter auf 17 bis 60 Jahre, das Militärpflichtalter auf 19 Jahre festgesetzt. Frauen sollen künftig in Verwaltungs- und Sanitätseinheiten eingesetzt werden.

In Bern spricht der Vorsitzende des Parlamentarischen Rates in Bonn, Konrad Adenauer, vor der Schweizer Gruppe der Interparlamentarischen Union über deutsche Friedensfragen. Das britische Außenministerium fordert den Text der Rede an, weil Adenauer gesagt haben soll, am 8. Mai 1945 habe nicht das deutsche Volk, sondern lediglich die Wehrmacht bedingungslos kapituliert.

Auf einem Metallarbeiterkongress in Ljubljana wird mitgeteilt, dass Ungarn und die Tschechoslowakei die Lieferung von Produktionsmitteln an Jugoslawien völlig eingestellt hätten. Bereits bestehende Verträge würden von den osteuropäischen Staaten zwar mit großer Pünktlichkeit, jedoch mit 20- bis 50%igen Preisaufschlägen erfüllt.

24.3.1949, Donnerstag

US-Außenminister Dean Acheson bezeichnet sowjetische Behauptungen, die USA wollten den Iran in eine Militärbasis verwandeln, als unwahr.

Als erster nicht in den USA produzierter Film wird “Hamlet” (Regie: Laurence Olivier) mit dem “Oscar” für den besten Film des Jahres ausgezeichnet. Den Preis für die beste Regie erhält John Huston (“Der Schatz der Sierra Madre”), für ihre Rolle in “Johnny Belinda” wird Jane Wyman als beste Hauptdarstellerin geehrt.

25.3.1949, Freitag

Nikolai A. Bulganin, sowjetischer Verteidigungsminister und Oberkommandierender der Sowjetarmee, wird von seinem Posten abberufen, Nachfolger wird Alexandr M. Wassilewski.

Der Landtag von Südbaden lehnt mit 31 gegen 19 Stimmen einen von der SPD-Fraktion eingebrachten Misstrauensantrag gegen Staatspräsident Leo Wohleb (CDU) ab, bei dem es um die Frage eines südwestdeutschen Staates ging.

26.3.1949, Samstag

In London einigen sich die USA, Großbritannien, Frankreich und die Beneluxländer über Veränderungen der deutschen Grenze zugunsten der Beneluxländer und Frankreichs. Vorgesehen sind 31 Berichtigungen, die ein Gebiet von etwa 135 km² mit 13 500 Einwohnern betreffen.

Der Staatsrat von Siam (Thailand) verkündet die Ratifizierung einer neuen Verfassung, die u.a. einen Ausbau der königlichen Machtbefugnisse vorsieht.

In München wird die Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung gegründet.

Im traditionellen Ruderwettkampf zwischen den britischen Universitäten Cambridge und Oxford auf der Themse gewinnt Cambridge mit einer Viertelbootslänge Vorsprung.

27.3.1949, Sonntag

Bei den Gemeinderatswahlen im Saargebiet erhält die Christliche Volkspartei (CVP) fast die Hälfte aller abgegebenen Stimmen.

Bei den Kantonalwahlen in Frankreich können die Regierungsparteien 51,12% der abgegebenen Stimmen für sich gewinnen. Die Kommunisten erhalten 23,4%,

28.3.1949, Montag

Der US-amerikanische Militärgouverneur in Deutschland, General Lucius D. Clay, erklärt, der westdeutsche Staat werde gebildet, wenn die Deutschen es wollten. Daran ändere sich auch nichts wenn die Sowjetunion die Berlin-Blockade aufhebe.

Das Parlament der Südafrikanischen Union billigt den Abschluss eines interimistischen Zollunionsvertrages mit Südrhodesien.

29.3.1949, Dienstag

US-Präsident Harry S. Truman stimmt einem Gesetz zu, das die Regierung ermächtigt, die Hälfte der für den Sonderfonds der UNO vorgesehenen 32 Millionen US-Dollar (rund 107 Millionen DM) zur Hilfeleistung für Flüchtlinge in Palästina zu verwenden.

Die Regierung Paraguays unter Präsident Felipe Molas López ordnet die Freilassung aller politischen Gefangenen an.

Der sowjetische Militärgouverneur in Deutschland, Wassili D. Sokolowski, wird zum ersten stellvertretenden Minister für die Streitkräfte ernannt. Sein Nachfolger in Deutschland wird General Wassili I. Tschuikow.

30.3.1949, Mittwoch

Der britische Militärgouverneur Sir Brian Robertson und sein US-amerikanischer Kollege Lucius D. Clay kritisieren in einer Konferenz mit den Ministerpräsidenten der Bizone, dass von deutscher Seite noch immer nicht mit einem großzügigen Wohnungsbauprogramm begonnen worden sei.

Der Chef des syrischen Armeestabes Oberst Husni Az Zaim, stürzt die Regierung unter Ministerpräsident Khalid el Azem.

31.3.1949, Donnerstag

Die sowjetische Regierung bezeichnet in einem Memorandum den geplanten Atlantikpakt als Verstoß gegen die Satzung der Vereinten Nationen, gegen den sowjetisch-britischen und sowjetisch-französischen Freundschaftspakt von 1942 und 1944 sowie gegen die Abkommen von Jalta und Potsdam.

Wegen häufiger Grenzzwischenfälle ordnet die jugoslawische Regierung die Aufhebung des mit Bulgarien 1940 abgeschlossenen gegenseitigen Eisenbahn-Grenzabkommens an.