Was geschah im März 1958

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1.3.1958, Samstag

Der Bischof der italienischen Stadt Prato Monsignore Pietro Fiordelli, wird von einem Gericht in Florenz zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er ein nur standesamtlich getrautes Ehepaar als “im Konkubinat lebende öffentliche Sünder” bezeichnet hat.

Der griechische Ministerpräsident Konstandinos Karamanlis gibt den Rücktritt seiner Regierung bekannt, nachdem ihm mehrere Abgeordnete der Regierungspartei aus Protest gegen ein neues Wahlgesetz die Unterstützung entzogen haben Nachfolger wird am 5. März Konstandinos Georgakopulos.

Vor 6000 Zuschauern sichert sich der EV Füssen in eigener Halle durch ein 7:3 über den EC Bad Tölz zum sechsten Mal in Folge den Titel eines Deutschen Eishockeymeisters.

In Mailand ist die Uraufführung der tragischen Oper “Mord in der Kathedrale” von Ildebrando Pizzetti zu sehen.

Nach einwöchiger Dauer geht in Nürnberg die 9. Spielwarenmesse zu Ende, an der erstmals auch ausländische Aussteller teilnahmen. Auffallend sind Raketen und Erdsatelliten zum Spielen sowie der hohe Anteil an Plastikspielzeug.

Beim Untergang des türkischen Fährschiffes “Usküdar” bei schwerem Sturm in der Ismitbucht des östlichen Marmarameeres kommen mehr als 400 Menschen ums Leben.

2.3.1958, Sonntag

Nach einem 3360 km langen Marsch beendet die britische Südpolexpedition unter Leitung von Vivian Fuchs die erste Durchquerung der Antarktis.

Im Brüsseler Heysel-Stadion schlägt die Fußballnationalmannschaft der Bundesrepublik Belgien 2:0.

Die Ulmerin Hannelore Basler ist bei den Deutschen Alpinen Meisterschaften in Rottach-Egern in allen drei Wettbewerben erfolgreich und sichert sich so auch den Kombinationstitel. Bei den Herren gewinnt Ludwig Leitner (Kleinwalsertal) Slalom, Riesenslalom und Kombination; im Abfahrtslauf siegt Fritz Wagnerberger aus Traunstein.

3.3.1958, Montag

In einem Schreiben an US-Präsident Dwight D. Eisenhower spricht sich der sowjetische Ministerpräsident Nikolai A. Bulganin für eine Gipfelkonferenz aus, auf der alle Fragen erörtert werden sollten, die zur weltpolitischen Entspannung beitragen. Dies gelte jedoch nicht für die Wiedervereinigung Deutschlands und das Problem der osteuropäischen Staaten, da durch die Behandlung dieser Fragen die internationale Spannung verschärft werde.

Nach dem Rücktritt des bisherigen Ministerpräsidenten Abdel Wahab Mirjan wird Nuri As Said neuer irakischer Regierungschef.

In Köln wird das Theaterstück “Onkel, Onkel” von Günter Grass uraufgeführt.

Eine Ausstellung mit 75 Gemälden von Lovis Corinth im Schloss Charlottenburg in Berlin (West), die seit dem 18. Januar zu sehen ist, schließt ihre Pforten.

4.3.1958, Dienstag

In Polen werden Maßnahmen zum Abbau staatlicher Wirtschaftslenkung beschlossen.

Der Ständige Rat der Nordatlantikpakt-Organisation NATO erklärt zu den neuesten sowjetischen Vorschlägen zur Einberufung einer Gipfelkonferenz, der Westen halte an seiner Bedingung fest, die Sicherheitsfragen nur in Verbindung mit der Wiedervereinigung Deutschlands zu behandeln.

5.3.1958, Mittwoch

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß (CSU), der sich zu Gesprächen in den USA aufhält, erklärt, die Bundeswehr werde US-amerikanische Raketen vom Typ “Matador” erhalten, die sowohl mit herkömmlichen wie mit atomaren Sprengköpfen ausgerüstet werden können.

In den Kammerspielen in Berlin (Ost) wird das Schauspiel “Der Müller von Sanssouci” von Peter Hacks uraufgeführt.

6.3.1958, Donnerstag

Gamal Abd an Nasser, Präsident der neugegründeten Vereinigten Arabischen Republik (VAR), gibt seine Kabinettsliste bekannt; der Regierung gehören 24 ägyptische und 14 syrische Politiker an.

Eine deutliche Verschlechterung im Verhandlungsklima zwischen Geschäftsleuten aus der DDR und der Bundesrepublik konstatieren Besucher der diesjährigen Leipziger Frühjahrsmesse.

Nachdem der baden-württembergische Landtag Zahlenlotto bislang aus moralischen Gründen abgelehnt hatte, billigt er nun die Einführung des Gewinnspiels. Baden-Württemberg war der letzte “lottofreie” Teil der Bundesrepublik.

7.3.1958, Freitag

40 Persönlichkeiten aus dem politischen, kulturellen und kirchlichen Leben der Bundesrepublik gründen in Frankfurt am Main den Arbeitsausschuss “Kampf dem Atomtod”.

Die französische Nationalversammlung spricht Ministerpräsident Félix Gaillard, der im Zusammenhang mit der Erhöhung des Verteidigungsbudgets für Algerien die Vertrauensfrage gestellt hat, das Vertrauen aus.

In Uruguay wählt der Nationalrat Carlos Fischer als Nachfolger von Arturo Lezama zum Präsidenten der Republik.

8.3.1958, Samstag

Die aus Syrien und Ägypten gebildete Vereinigte Arabische Republik (VAR) schließt sich mit dem Jemen, der seine staatliche Eigenständigkeit behält, zu den Vereinigten Arabischen Staaten zusammen.

In Berlin (Ost) endet die Hallenhandball-Weltmeisterschaft, die am 27. Februar begonnen hatte, mit dem Titelgewinn Schwedens vor der Tschechoslowakei und der gesamtdeutschen Mannschaft.

Das Schwurgericht in Steyr verurteilt den 38-Jährigen Hilfsarbeiter Alfred Engleder zu lebenslanger verschärfter Kerkerhaft. Der “Unhold von Steyr”, der im Sommer 1957 gestellt werden konnte, hat zwei Sexualmorde und vier Vergewaltigungsversuche begangen.

9.3.1958, Sonntag

Gartenzwerge sind der Verkaufsrenner auf der Norddeutschen Gärtnerbörse in Hamburg. Der Verkauf der Gartendekorationen ist in jüngster Zeit sprunghaft angestiegen, Abnehmerländer sind u. a Japan und südamerikanische Staaten.

Bei den 23. internationalen Arlberg-Kandahar-Skirennen, den nach den olympischen und den Weltmeisterschaftsläufen wichtigsten alpinen Skiwettkämpfen, kommt es zu einem österreichischen Doppelerfolg. Karl Schranz aus Sankt Anton und Josefine “Putzi” Frandl aus Radstadt werden Kombinationssieger.

10.3.1958, Montag

In feierlicher Zeremonie wird Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) in der Kölner St.-Andreas-Kirche durch Hochmeister Marian Tumler zum Ehrenritter des Deutschen Ordens ernannt.

Die erste Niederlage in seiner Berufsboxerkarriere muss der Deutsche Mittelgewichtsmeister Gustav “Bubi” Scholz in Paris hinnehmen. Er unterliegt Europameister Charles Humez (Frankreich) nach Punkten.

Bei der Eishockeyweltmeisterschaft in Oslo wird Kanada zum 16. Mal Titelträger.

11.3.1958, Dienstag

Ein Düsenbomber der US-amerikanischen Luftstreitkräfte verliert bei einem Übungsflug in South Carolina eine ungeschärfte Atombombe. Der Zünder der Kernwaffe, in die kein Sprengkopf eingebaut war, detoniert beim Aufschlag und beschädigt sechs Häuser und eine Kirche.

Der SPD-Abgeordnete und Bundestagsvizepräsident Carlo Schmid, der sich auf einer Vortragsreise durch Polen befindet, erklärt in der Warschauer Universität, jeder redliche Deutsche bedauere die an Polen während des Zweiten Weltkriegs begangenen Untaten zutiefst. Er drückt zugleich die Hoffnung auf einen Neuanfang der Beziehungen aus.

In Österreich beginnt die fünftägige Zeichnungsfrist für Volksaktien an dem chemischen Betrieb Hiag.

12.3.1958, Mittwoch

In einer Rundfunkansprache vertritt der SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer die Ansicht, eine Wiedervereinigung Deutschlands sei nur in Etappen zu erreichen. Erstes Ziel müsse es sein, eine allgemeine Abrüstung einzuleiten.

Die kubanische Regierung unter Nuñez Portuondo tritt zurück, nachdem Staatspräsident Fulgenico Batista y Zaldívar, der 1952 durch einen Staatsstreich an die Macht kam und seither diktatorisch regiert, die verfassungsmäßigen Grundrechte für die Dauer von 45 Tagen aufgehoben hat, um einem angekündigten Putschversuch Fidel Castros zu begegnen. Dem neuen Kabinett unter Gonzalo Guell gehören fast alle Minister der zurückgetretenen Regierung erneut an.

Die französische Schriftstellerin Françoise Sagan (22) heiratet den 43-Jährigen Pariser Verleger Guy Schoeller.

14.3.1958, Freitag

Die Sowjetunion lehnt es ab, sich weiterhin an Abrüstungsgesprächen im hierfür zuständigen UN-Subkomitee zu beteiligen, solange dort nur die vier Großmächte und Kanada vertreten seien. Dies erklärt das sowjetische Außenministerium in Moskau.

In einem Kommuniqué des iranischen Kaiserhofs wird die Auflösung der Ehe zwischen Schah Mohammed Resa Pahlawi und Kaiserin Soraya bekanntgegeben. Das seit 1951 verheiratete Paar ist kinderlos.

Im Deutschen Fernsehen wird die erste Folge der Krimi-Serie “Stahlnetz” ausgestrahlt, in der unter der Regie von Jürgen Roland tatsächliche Kriminalfälle dargestellt werden.

15.3.1958, Samstag

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß (CSU) kehrt von einem zweiwöchigen Aufenthalt in Washington zurück; im Anschluss erklärt er, dass in der Bundesrepublik keine Mittelstreckenraketen-Basen errichtet würden.

16.3.1958, Sonntag

Bei allgemeinen Wahlen in der UdSSR stimmen 99,98% der Wahlberechtigten für die Kandidaten der Einheitsliste zum Obersten Sowjet.

17.3.1958, Montag

Zehn Tage nach der letzten Vertrauensabstimmung spricht die französische Nationalversammlung Ministerpräsident Félix Gaillard erneut das Vertrauen aus. Zugleich wird eine von der Regierung vorgeschlagene Verfassungsänderung gebilligt, die es dem Präsidenten erleichtert, im Falle eines Regierungssturzes das Parlament aufzulösen.

Die US-Marine startet erfolgreich ihren künstlichen Erdsatelliten “Vanguard 1”.

18.3.1958, Dienstag

1500 junge Frauen aus den höheren Gesellschaftsschichten Großbritanniens werden Königin Elisabeth II. und ihrem Mann Prinz Philip als sog. Debütantinnen vorgestellt. Das im 18. Jahrhundert durch König Georg III. eingeführte Zeremoniell soll künftig nicht mehr durchgeführt werden, da es unzeitgemäß sei.

19.3.1958, Mittwoch

Die Kommunalarbeiter in der Bundesrepublik und Berlin (West) befolgen einen Aufruf der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) zu einem 24stündigen Warnstreik zur Unterstützung ihrer Lohnforderungen.

In Straßburg konstituiert sich das Europäische Parlament, gemeinsames Organ von Montanunion, Europäischer Wirtschaftsgemeinschaft und Europäischer Atomgemeinschaft.

In Kolumbien erhalten bei allgemeinen Parlamentswahlen die Liberalen unter Laureano Gomez 1,745 Millionen Stimmen, die Konservativen unter Führung von Guillermo Valencia 1,262 Millionen.

Einen 2:0-Sieg erreicht die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft im Spiel gegen Spanien im Frankfurter Waldstadion.

20.3.1958, Donnerstag

Im Iran wird die Erdölleitung zwischen der am Persischen Golf gelegenen Hafenstadt Abadan und der Hauptstadt Teheran eröffnet.

Das Oberlandesgericht Bamberg verwirft die Berufung einer Würzburger Firma und bestätigt damit ein Urteil des Landgerichts Würzburg, wonach weder Likör noch “irgendeine andere Flüssigkeit” in sog. Bocksbeutel abgefüllt in den Handel gebracht werden darf. Die Bocksbeutelflasche sei allein dem Frankenwein vorbehalten.

21.3.1958, Freitag

Bei den Wahlen zum nordirischen Parlament gewinnen die Unionisten (Konservative) 37 Sitze, die Ulster-Labour Party vier, die Nationalisten sieben Mandate und die übrigen Parteien insgesamt vier Sitze.

22.3.1958, Samstag

Der Oberkommandierende der syrischen Armee, General Afif Bizri, erklärt seinen Rücktritt. Durch die Berufung des Generals im August 1957 wurde eine Wende zu einer panarabischen Politik in Syrien eingeleitet.

Auf einer Kundgebung in Suhl kündigt DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl Gegenmaßnahmen der Warschauer-Pakt-Staaten für den Fall an, dass die Bundeswehr mit Atomwaffen ausgerüstet wird.

23.3.1958, Sonntag

Bei allgemeinen Wahlen in Jugoslawien erhalten die Kandidaten des Sozialistischen Bundes der Werktätigen 96,7%der Stimmen.

98% der 3863 Wahlberechtigten beteiligen sich an den allgemeinen Wahlen in Liechtenstein; dabei erhält die bisherige Regierungspartei, die Progressive Bürgerpartei, neun Sitze, die Patriotische Unionspartei sechs Mandate. In Liechtenstein gibt es kein Frauenwahlrecht.

Der saudi-arabische König Saud Ibn Abd Al Asis ernennt seinen Bruder, Prinz Faisal Ibn Abd Al Asis Ibn Saud zum Ministerpräsidenten und Außenminister.

In der Sowjetunion endet eine mehrtägige nukleare Versuchsserie.

Im Wiener Praterstadion schlägt Österreich die Mannschaft Italiens in einem Fußball-Länderspiel 3:2.

24.3.1958, Montag

In Kopenhagen unterzeichnen Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm und der dänische Minister für öffentliche Arbeiten, Kai Lindberg, ein Protokoll über die sog. Vogelfluglinie, die über die Insel Fehmarn laufende kürzeste Verbindung zwischen der Bundesrepublik und Skandinavien.

Der US-amerikanische Rock-‘n’-Roll-Sänger Elvis Presley tritt in die Armee ein, um den Wehrdienst abzuleisten.

25.3.1958, Dienstag

In Chicago gewinnt der farbige US-Amerikaner “Sugar” Ray Robinson zum fünften Mal die Mittelgewichts-Weltmeisterschaft der Profiboxer.

Nach sechstägiger Debatte stimmt die Mehrheit des Bundestags einer von den Regierungsparteien CDU/CSU und DP eingebrachten Entschließung zur Ausrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen zu.

In einem Interview mit der mexikanischen Zeitung “Excelsior” bietet der sowjetische Parteisekretär Nikita S. Chruschtschow den Staaten Lateinamerikas die “selbstlose Hilfe” seines Landes durch die nicht an politische Bedingungen geknüpfte Lieferung von Gütern und Rohstoffen an.

Bei den Wahlen zu den elf niederländischen Provinzialräten müssen die Sozialistische und die beiden protestantischen Parteien Verluste hinnehmen. Stärkste Partei wird die Katholische Volkspartei mit 190 der insgesamt 571 Sitze, gefolgt von der Sozialistischen Partei mit 178 Mandaten.

Mit sieben “Oscars” wird in Los Angeles-Hollywood der Film “Die Brücke am Kwai” ausgezeichnet; die Preise als beste Hauptdarsteller erhalten Alec Guinness (“Die Brücke am Kwai”) und Joanne Woodward (“Eva mit den drei Gesichtern”).

Wenige Tage nach der Rückkehr von einer zweijährigen Weltreise besucht der britische Luftwaffenoffizier Peter Townsend Prinzessin Margaret, die Schwester der britischen Königin Elisabeth II.

27.3.1958, Donnerstag

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bildung einer neuen Regierung, die sich von der atomaren Bewaffnung der Bundeswehr abwendet.

Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Nikolai A. Bulganin übernimmt der sowjetische Parteiführer Nikita S. Chruschtschow auch das Amt des Ministerpräsidenten.

Die britische Königin Elisabeth II. und ihr Mann, Prinz Philipp beenden einen dreitägigen Staatsbesuch in den Niederlanden.

28.3.1958, Freitag

In einer Note an die US-Regierung protestiert die Sowjetunion gegen die geplanten Atomwaffenversuche auf den zum Treuhandgebiet der Vereinten Nationen gehörenden Marshall-Inseln.

Das Lünerseekraftwerk, das größte Kraftwerk Österreichs und das größte Hochdruck- Pumpenspeicherkraftwerk der Welt, nimmt seinen Betrieb auf.

Vor dem britischen Unterhaus erklärt Generalzahlmeister Reginald Maudling dass ein Scheitern der gegenwärtigen Verhandlungen über die Errichtung einer europäischen Freihandelszone eine Tragödie für den Kontinent bedeuten würde.

29.3.1958, Samstag

Auf dem zweitägigen FDP-Bundesparteitag in Düsseldorf werden Reinhold Maier als Vorsitzender der Partei und Erich Mende als sein Stellvertreter wiedergewählt.

In Zürich wird das Theaterstück “Herr Biedermann und die Brandstifter” des Schweizers Max Frisch uraufgeführt.

30.3.1958, Sonntag

Während der nach dreitägiger Dauer abgeschlossenen Deutsch-Englischen Gespräche in Königswinter vertritt der britische Luftmarschall Sir John Slessor die Ansicht, dass eine Neutralisierung Deutschlands keineswegs das Ende der Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) bedeuten würde.

Die Österreichische Luftfahrtgesellschaft AUA eröffnet mit der Route Wien- London ihren Flugbetrieb.

31.3.1958, Montag

Zum Abschluss der fünftägigen Sitzung des Obersten Sowjet gibt der sowjetische Außenminister Andrei A. Gromyko bekannt, “dass die Sowjetunion einseitig als ersten Schritt die Versuche mit allen nuklearen Waffen einstellt”.

Pierre Frieden (Christlich-Sozialistische Partei) wird Nachfolger des am 26. März zurückgetretenen luxemburgischen Ministerpräsidenten Joseph Bech.

Bei den Parlamentswahlen in Kanada erzielt die konservative Regierungspartei unter Ministerpräsident John G. Diefenbaker einen überraschend großen Erfolg. Sie erhält 209 (bisher 113) der 265 Parlamentssitze.

Die Zahl der Arbeitslosen in der Bundesrepublik liegt Ende März bei 1,1 Millionen (5,7%). Damit hat die Zahl gegenüber dem Februar um 216 000 abgenommen, liegt aber um fast 400 000 über dem Wert im März 1957.

Von der Kommandobrücke der “Berta Epple” aus weiht Bundespräsident Theodor Heuss den Stuttgarter Neckarhafen ein, durch den eine schiffbare Verbindung der Stadt zum Meer geschaffen wird.