Was geschah im März 1962

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1.3.1962, Donnerstag

Auf dem US-amerikanischen Versuchsgelände von Nevada explodiert eine britische Atomsprengladung. Das ist der erste britische Atomwaffenversuch seit vier Jahren.

Auf einer Pressekonferenz der “Gegner der Atombewaffnung” in Hamburg richtet das Kuratoriumsmitglied der Ostermärsche, der Schriftsteller Robert Jungk, scharfe Angriffe gegen die Bundeswehr.

In Pakistan erlässt General Mohammed Ayub Khan eine Verfassung für Ost- und Westpakistan.

2.3.1962, Freitag

Der Rechtsstreit zwischen dem Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß und dem Herausgeber des Hamburger Nachrichtenmagazins “Der Spiegel”, Rudolf Augstein, wird vor dem Landgericht in Nürnberg-Fürth in Anwesenheit der beiden Kontrahenten eröffnet. Strauß wehrt sich hierbei gegen den Vorwurf der Korruption im Zusammenhang mit dem Projekt Fibag.

Nach einem Staatsstreich der birmesischen Armee unter General U Ne Win werden das Abgeordnetenhaus und die Nationalitätenkammer aufgelöst. U Ne Win beabsichtigt, eine umfassende Sozialisierung der Wirtschaft einzuleiten.

3.3.1962, Samstag

Ein Düsenjägerpilot aus der Volksrepublik China flüchtet mit seiner Maschine nach der nationalchinesischen Insel Formosa (Taiwan). Dort wird er persönlich von Staatspräsident Chiang Kai-shek empfangen.

Zum dritten Mal hintereinander erringen die Niederländerin Sjoukje Dijkstra bei den Europameisterschaften im Eiskunstlauf der Damen in Genf den ersten Platz und die Österreicherin Regine Heitzer den zweiten Platz.

In der italienischen Stadt Predoppio heiratet die Schwester des Filmstars Sophia Loren, Maria Scicolone, den jüngsten Sohn des ehemaligen italienischen Diktators Benito Mussolini, Romano.

4.3.1962, Sonntag

Die Deutsche Lufthansa eröffnet vom Frankfurter Rhein-Main-Flughafen ihre erste Afrikalinie. Die vorläufig zweimal in der Woche stattfindenden Flüge nach Lagos in Nigeria sollen ab dem 15. März bis Accra in Ghana verlängert werden.

Die japanische Regierung protestiert in Noten bei den Regierungen Großbritanniens und der USA gegen die geplante Wiederaufnahme von Kernwaffenversuchen über dem Pazifik.

5.3.1962, Montag

In den frühen Morgenstunden erfolgt in Algier die bisher größte Terroraktion der OAS, bei der allein im Moslemviertel 135 Bomben explodieren.

Die Mittelmeerinsel Malta erhält eine Selbstregierung. Unklar ist jedoch die staatsrechtliche Haltung der katholischen Kirche, die sich nicht unterordnen möchte.

Die DDR und die Sowjetunion unterzeichnen in Leipzig ein neues Handelsabkommen, das die Ausweitung des beiderseitigen Außenhandels vorsieht und außerdem einen Kredit für die DDR in der Höhe von 1,3 Milliarden Mark.

6.3.1962, Dienstag

Bundeskanzler Konrad Adenauer und der persönliche Vertreter des US-Präsidenten in Berlin, General Lucius D. Clay, treffen sich in Bonn zu einem ausführlichen Gespräch über die aktuelle Situation in Berlin.

Bei den zu Ende gehenden Deutschen Alpinen Skimeisterschaften (28. 2.-6. 3.) in Hindelang beenden die beiden Skifahrerinnen Heidi Biebl und Barbi Henneberger den Abfahrtslauf zeitgleich.

7.3.1962, Mittwoch

Die USA und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) unterzeichnen ein Abkommen, das eine gegenseitige Zollsenkung von durchschnittlich 20% für bestimmte Warenpositionen festlegt.

In Evian, am französischen Ufer des Genfer Sees, beginnen die abschließenden Friedensverhandlungen zwischen Frankreich und der algerischen Exilregierung.

Der Führer der italienischen Linkssozialisten, Pietro Nenni, erklärt vor der Abgeordnetenkammer in Rom, er werde das innenpolitische Reformprogramm der Regierung Amintore Fanfani auch gegen seine ehemaligen Verbündeten, die Kommunisten, voll unterstützen.

Zwischen der Dominikanischen Republik und den USA wird ein Abkommen über Ausbildungs- und Militärhilfe durch die USA unterzeichnet.

Der deutsche Schauspieler Heinz Rühmann feiert seinen 60. Geburtstag.

8.3.1962, Donnerstag

In Hamburg wird der erste elektronisch gesteuerte U-Bahn-Zug Europas in Betrieb genommen. Der Fahrer braucht nur noch die Kommandos Fahren und Bremsen zu schalten, den Rest übernimmt eine über Transistoren und Dioden geschaltete Anlage.

In Südvietnam werden während eines Gefechts zwischen Regierungstruppen und den kommunistischen Vietcong-Kämpfern 24 Soldaten getötet.

Jacqueline Kennedy, die Frau des US Präsidenten, tritt eine mehrwöchige Reise an, die sie nach Rom, Indien, Pakistan und London führt.

9.3.1962, Freitag

Auf dem Kongress der Deutschen Bauernpartei der DDR in Magdeburg (9.-11. 3.) kündigt der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht schärfere Maßnahmen zur Überwindung der schlechten Versorgungslage in der DDR an.

Durch eine Schlagwetterexplosion auf der Zeche “Sachsen” bei Heessen im Ruhrgebiet kommen 29 Bergleute ums Leben.

In der Festung Oran, dem Stabsquartier des französischen Armeekorps in Algerien, verübt die Terrororganisation OAS ein Bombenattentat auf den französischen Verteidigungsminister Pierre August Messmer. Messmer bleibt jedoch unverletzt.

Alle Journalisten, die an der Pressekonferenz anlässlich des Eintreffens von Jacqueline Kennedy auf dem römischen Flughafen teilnehmen wollen, müssen ein Pockenimpfzeugnis vorzeigen.

10.3.1962, Samstag

Sowjetische Militärflugzeuge stören Radarkontrollen und Funkverbindungen im Berlin-Verkehr, indem sie etwa zwei Stunden lang über den Luftkorridoren Stanniolstreifen abwerfen.

Die USA und die Sowjetunion schließen in Washington ein neues Kulturabkommen ab.

In einem Kommunique des österreichischen Unterrichtsministeriums wird die Rückkehr des Dirigenten Herbert von Karajan als künstlerischer Leiter an die Wiener Staatsoper bekanntgegeben.

11.3.1962, Sonntag

Zum ersten Intendanten der Länderanstalt Zweites Deutsches Fernsehen wählen die Mitglieder des Fernsehrates den 55 Jahre alten Universitätsprofessor Karl Holzamer (CDU). Der Sender wird voraussichtlich im Mai des Jahres 1963 in Mainz seinen Betrieb aufnehmen.

In Genf treffen sich die Außenminister Dean Rusk (USA), Andrei Gromyko (UdSSR) und Alexander Frederick Douglas-Home (Großbritannien) zu Vorbesprechungen über die am 14. März dort wieder beginnenden Abrüstungsverhandlungen.

Bei den Kommunalwahlen im Bundesland Schleswig-Holstein erhalten die CDU 42,3% die SPD 38,4% und die FDP 10,7% der abgegebenen Stimmen.

12.3.1962, Montag

Die Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg tagt wegen der Spaltung der Stadt durch die Mauer erstmals getrennt in Berlin (West) und Berlin (Ost).

Mehreren DDR-Schriftstellern, darunter Anna Seghers, wird das Visum zur Teilnahme am Internationalen Kongress der Europäischen Schriftstellervereinigung “Comes” in Florenz vom alliierten Reisebüro in Berlin (West) verweigert.

Während der Eröffnungsrede zur Sitzung des indischen Parlaments in Neu-Delhi fordert Staatspräsident Rajendra Prasad die Volksrepublik China auf, die aggressive Politik gegenüber Indien aufzugeben. Zwischen beiden Staaten kommt es immer wieder zu Grenzschwierigkeiten im Himalaja-Gebiet.

Die italienische Sängerin Maria Callas tritt eine Konzertreise durch die Bundesrepublik an (bis 23. 3.). Die erste Veranstaltung findet im Deutschen Museum in der bayerischen Metropole München statt.

13.3.1962, Dienstag

In Genf empfängt der sowjetische Außenminister Andrei A. Gromyko den Bundesaußenminister Gerhard Schröder zu einem Höflichkeitsbesuch.

Nach 96:31 Std. Twisttanzen bricht der Weltrekordhalter in dieser Disziplin, der 21-Jährige Brite Kevin O’Brien aus Harlow, völlig erschöpft zusammen.

14.3.1962, Mittwoch

Die Abrüstungsverhandlungen mit Vertretern aus 18 Nationen werden im Genfer Palast der Nationen wiederaufgenommen.

Bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Prag (8.-18. 3.) stürzen während ihrer Kür die vierfachen deutschen Europameister im Paarlauf, Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler so unglücklich, dass sie aufgeben müssen.

In vielen Teilen Deutschlands ist die Nacht zum Mittwoch die kälteste Märznacht seit Jahren. Im Sauerland werden -24 C gemessen.

Die dänische Regierung erklärt, sie wolle die Schaffung von atomwaffenfreien Zonen in allen Teilen der Erde unterstützen und lehnt damit die Teilnahme an der multilateralen Atomstreitmacht des westlichen Bündnisses NATO ab.

Mit einer ausgezeichneten Kür erobert sich der 22-Jährige kanadische Eiskunstläufer Donald Jackson in Prag den Weltmeistertitel. Von sechs der neun Kampfrichter erhält er in der B-Wertung die Note sechs.

16.3.1962, Freitag

In Stuttgart wird der ehemalige SS-Hauptscharführer Felix Landau wegen Mordes an 21 polnischen Juden zu zweimal lebenslänglich Zuchthaus verurteilt.

Ein viermotoriges US-amerikanisches Propellerflugzeug vom Typ “Super-Constellation” wird mit 107 Passagieren an Bord über dem Pazifik vermisst. Sofort eingeleitete Suchaktionen, an denen sich etwa 30 Flugzeuge beteiligen, bleiben erfolglos.

17.3.1962, Samstag

Am See Genezareth kommt es zu heftigen Artillerieduellen zwischen israelischen und syrischen Truppen. Nach israelischen Angaben handelt es sich um einen Vergeltungsangriff wegen zahlreicher syrischer Übergriffe in den letzten Tagen.

Der deutsche Schriftsteller und Historiker Golo Mann erhält den Literaturpreis der Stadt Berlin, den Fontane-Preis.

18.3.1962, Sonntag

Nach siebentägiger Dauer der Friedensverhandlungen zwischen der algerischen Exilregierung und den Franzosen im französischen Evian kommt es zu einer Einigung.

Bei den Bundes- und Provinzialwahlen in Argentinien erhalten die Peronisten den Großteil der Stimmen. Daraufhin drängen die Militärs auf die Annullierung des Wahlergebnisses.

19.3.1962, Montag

Anlässlich der Feiern des zehnjährigen Bestehens des Deutschen Goethe-Institutes weilt Bundespräsident Heinrich Lübke in München.

Nach der Verkündung des Waffenstillstandes in Algerien erklärt die rechtsextremistische Terrororganisation OAS ihre Umbenennung in den “Rat des französischen Widerstandes in Algerien” und sagt dem algerischen Nationalstaat “den Kampf bis zur Vernichtung” an.

Die ehemalige US-amerikanische Filmschauspielerin Grace Kelly, die Fürstin Gracia Patricia von Monaco will demnächst wieder in einem von dem Regisseur Alfred Hitchcock geplanten Film mitwirken.

20.3.1962, Dienstag

Bei Umbauarbeiten am Gebäude der britischen Premierminister in der Londoner Downing Street Nr. 10 wird unter dem Haus der Schädel eines Hingerichteten gefunden. Nach Ansicht von Historikern handelt es sich um die Überreste eines gewissen Herzogs von Mommonth aus dem 17. Jahrhundert.

Der argentinische Präsident Arturo Frondizi ersetzt fünf am 18. März gewählte peronistische Provinzgouverneure durch Regierungsbeauftragte. Diese Maßnahme führt zu einer Regierungskrise.

21.3.1962, Mittwoch

In einer Rundfunkrede warnt Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard vor zu hohen Erwartungen an den Staat und die Wirtschaft. Er fordert zum Maßhalten auf.

Wie offiziell bekannt wird, müssen Westberliner, die aus dem Ausland durch die DDR nach Berlin (West) zurückfahren wollen, an den Grenzkontrollpunkten zur DDR ein Visum für 5 DM erwerben.

Das Modehaus Dior in Paris muss laut Gerichtsbeschluss seinem ehemaligen Chefdesigner Yves Saint Laurent Abfindung und Schadenersatz zahlen, da Saint Laurent nach einem beim Militär erlittenen Nervenzusammenbruch in dem renommierten Haus nicht mehr eingestellt wurde.

Die einstige österreichische Sängerin und Schauspielerin Fritzi Massary feiert in München ihren 80. Geburtstag.

22.3.1962, Donnerstag

Der Versuch der Atommächte USA, Großbritannien und Sowjetunion, ein Übereinkommen zur Einstellung der Kernwaffenversuche zu erreichen, ist nach dreitägigen Verhandlungen in Genf gescheitert.

Während der Gespräche der Außenminister der USA, Großbritanniens und der Sowjetunion wird der sowjetische Vorschlag Andrei Gromykos, die Zugangswege nach Berlin (West) den DDR-Behörden zu unterstellen, von den Westmächten abgelehnt.

In Südkorea tritt Staatspräsident Yun Poson aus Protest gegen die Militärjunta zurück, sein Amt übernimmt zunächst General Park Chung Hee, der Chef der Junta.

23.3.1962, Freitag

Der österreichische Bundeskanzler Alfons Gorbach beendet seinen dreitägigen Staatsbesuch in London.

Die Suche nach der am 16. März über dem Pazifik verschollenen “Super Constellation” mit 107 Passagieren an Bord wird aufgegeben.

24.3.1962, Samstag

Der Präsident der DDR-Volkskammer, Johannes Dieckmann, lehnt die Einladung des Verbandes der Kriegsdienstverweigerer zu einer Podiumsdiskussion in München ab. Die Begründung: Der Verband könne keine ausreichende Garantie für seine persönliche Sicherheit geben.

Bei dem Weltmeisterschaftskampf im New Yorker Madison Square Garden zwischen dem Kubaner Benny “Kid” Paret und Emile Griffith muss Benny Paret nach seiner K. o.-Niederlage hinausgetragen werden. Seine Schädelverletzung löst eine Diskussion über die sportlichen Bedingungen des Berufsboxens aus.

Mit insgesamt 126 Aufführungen ist das Stück “Schweyk im Zweiten Weltkrieg” von Bertolt Brecht, unter der Regie von Giorgio Strehler, das bisher erfolgreichste Stück des Piccolo Teatro in Mailand.

25.3.1962, Sonntag

In der DDR wird das “Nationale Dokument” veröffentlicht, in dem u.a. Maßnahmen zur Überwindung der schlechten Wirtschaftslage festgelegt sind.

In Venedig dreht der deutsche Filmregisseur Helmut Käutner einen Film nach dem Roman “Die Rote” von dem deutschen Schriftsteller Alfred Andersch. In den Hauptrollen spielen u.a. Ruth Leuwerik und Gert Fröbe.

26.3.1962, Montag

Bei einer Razzia im algerischen Oran gelingt den Franzosen die Verhaftung von Edmond Jouhaud, einem hohen Offizier der OAS. Der von einem französischen Gericht in Abwesenheit zum Tode verurteilte Ex-General wird in Paris noch einmal vor ein Militärgericht gestellt werden.

Die Anerkennung der algerischen Exilregierung durch die Sowjetunion führt zu schweren Spannungen zwischen Paris und Moskau und zieht den vorübergehenden Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den Ländern nach sich.

27.3.1962, Dienstag

Bundespräsident Heinrich Lübke trifft zu einem Staatsbesuch in der österreichischen Hauptstadt Wien ein (bis 31. 3.).

Bei dem Versuch, Flüchtlinge aus der DDR durch einen Tunnel nach Berlin (West) zu schleusen, wird der 28-Jährige Westberliner Heinz Jecha von Grenzposten der DDR erschossen.

Die erste Phase der Genfer Abrüstungsverhandlungen geht mit der Rückkehr der Außenminister in ihre Heimatländer ohne nennenswerte Ergebnisse zu Ende.

Anlässlich des von der Kulturorganisation der Vereinten Nationen, der UNESCO, angeregten Welt-Theatertages, an dem der Bedeutung des Theaters für den Frieden gedacht werden soll, wird an fast allen Bühnen der Welt eine Botschaft des französischen Künstlers Jean Cocteau verlesen.

28.3.1962, Mittwoch

Auf einer Versammlung der britischen Labour Party in London kommt es zu heftigen Angriffen gegen Berlins Regierenden Bürgermeister Willy Brandt, der sich zu einem offiziellen Besuch in Großbritannien aufhält.

Anlässlich seines 65. Geburtstages wird dem bundesdeutschen Fußball-Bundestrainer Sepp Herberger das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

In Syrien kommt es zu einem Staatsstreich der Armee. Die Militärjunta kündigt eine künftige Politik des konstruktiven arabischen Sozialismus an.

Auf der Genfer Abrüstungskonferenz bringt der polnische Außenminister Adam Rapacki eine neue Fassung des nach ihm benannten Planes für eine atomwaffenfreie Zone in Mitteleuropa ein.

In der Bundeshauptstadt Bonn konstituiert sich ein parlamentarischer Ausschuss zur Untersuchung der Fibag-Affäre, in die auch Bundesminister Franz Josef Strauß verwickelt ist.

29.3.1962, Donnerstag

Nach der schon elf Tage andauernden Regierungskrise übernimmt das Militär in Argentinien die Macht und verhaftet Staatspräsident Arturo Frondizi.

Die Londoner Hafenpolizei beschlagnahmt an Bord eines indischen Frachters 50 kg Opium.

30.3.1962, Freitag

Der neue Botschafter der Sowjetunion in den USA, Anatoli F. Dobrynin, überreicht dem US-Präsidenten John F. Kennedy in Washington sein Beglaubigungsschreiben.

Die südkoreanische Militärregierung veröffentlicht die Namen von 2904 politisch engagierten Personen, denen auf sechs Jahre politische Betätigung untersagt ist.

31.3.1962, Samstag

Angesichts des wachsenden Drucks durch das Militär, das den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Kuba fordert, tritt die Regierung der südamerikanischen Republik Ecuador in Quito zurück.

In Hamburg wird die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft gegründet. Die neue Gesellschaft steht in der Tradition der 1907 gegründeten Gesellschaft gleichen Namens, die 1936 zum letzten Mal in der Hansestadt getagt hatte.

Mit den Stimmen aller Parteien beschließt der Landtag der italienischen Insel Sizilien eine Untersuchung der Verbrecherorganisation Mafia.