Was geschah im März 1978

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1.3.1978, Mittwoch

Der somalische Präsident Mohammed Siad Barre ersucht die arabischen Staaten offiziell um Beistand gegen den Kriegsgegner Äthiopien.

Die SPD/FDP-Koalition in Nordrhein-Westfalen zieht ihre Novelle zum Schulverwaltungsgesetz zur Einführung der “kooperativen Schule” zurück. In einem von der CDU unterstützten Volksbegehren hatten sich rund 30% der Wahlberechtigten mit ihrer Unterschrift gegen den neuen Schultyp ausgesprochen.

Ein Gericht in Belfast (Nordirland) verurteilt einen protestantischen Terroristen wegen Mordes an sechs Katholiken zu einer zehnmal lebenslänglichen Haftstrafe.

Der Mittelkurs des US-Dollars wird an der Devisenbörse in Frankfurt am Main mit 1,9920 DM erstmals unter der 2-DM-Grenze notiert.

In Moskau verfügt die sowjetische Regierung eine drastische Erhöhung der Preise für Kaffee, Benzin und Gold.

2.3.1978, Donnerstag

In einem Kölner Hochhaus wird eine “konspirative Wohnung” der terroristischen Rote Armee Fraktion entdeckt. Dabei werden Fehler in der polizeilichen Fahndung nach den Mördern des entführten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer bekannt. Trotz frühzeitiger Hinweise des Vermieters hatte die Polizei die Wohnung erst jetzt durchsucht.

In Addis Abeba bestätigt die äthiopische Führung erstmals Berichte, nach denen kubanische Einheiten an den Kämpfen gegen Somalia beteiligt sind.

Auf dem Friedhof von Corsier sur Vevey (Schweiz) wird der Sarg des britischen Filmschauspielers Charlie Chaplin gestohlen. Chaplin war hier im Dezember 1977 beigesetzt worden.

3.3.1978, Freitag

In der rhodesischen Hauptstadt Salisbury (Harare) unterzeichnen Vertreter der Regierung und der gemäßigten Schwarzen-Organisationen ein Abkommen über die Beteiligung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit an der Macht.

4.3.1978, Samstag

Aus den Präsidentschaftswahlen in der mittelamerikanischen Republik Guatemala geht General Romeo Lucas García als Sieger hervor.

In Den Haag erklärt der niederländische Verteidigungsminister Roelof Kruisinga seinen Rücktritt. Kruisinga gibt als Grund für diesen Schritt die abwartende Haltung der Regierung in der Frage der sog. Neutronenbombe an.

Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten öffnet das Goethehaus am Frauenplan in Weimar wieder seine Pforten für Besucher.

Der schwedische Automobilrennfahrer Ronnie Peterson gewinnt in Kyalami auf Lotus den Großen Preis von Südafrika.

5.3.1978, Sonntag

Aus den Kommunalwahlen in Bayern geht die CSU mit 53% der Stimmen als Siegerin hervor. In München stellt die CSU mit Erich Kiesl erstmals seit 1948 den Oberbürgermeister.

Die tansanische Regierung ordnet in Daressalam die Schließung aller Schulen an. Dadurch soll die weitere Verbreitung einer Choleraepidemie verhindert werden. Der Seuche sind nach offiziellen Angaben bereits 3000 Menschen zum Opfer gefallen.

In Berlin enden die 28. Internationalen Filmfestspiele. Den “Goldenen Bären” erhält der Gesamtbeitrag Spaniens.

In Vandenberg (US-Bundesstaat Kalifornien) startet die NASA den Forschungssatelliten “Landsat 3”. Der künstliche Himmelskörper soll Informationen über das Vorkommen von Bodenschätzen sowie den Grad der Umweltverschmutzung übermitteln.

Auf dem 5. Nationalen Volkskongress in Peking wird Hua Guofeng als Partei- und Regierungschef der Volksrepublik China bestätigt.

In Bonn trifft der brasilianische Staatspräsident Ernesto Geisel zu einem fünftägigen Staatsbesuch ein. Während seines Aufenthalts werden zwischen Regierungsvertretern Brasiliens und der Bundesrepublik mehrere Vereinbarungen über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit unterzeichnet.

Die Kommunalwahlen in Schleswig Holstein gewinnt die CDU mit 49,2%. Damit bleibt sie stärkste Partei vor der SPD (40,5%).

6.3.1978, Montag

Im Nordwesten Mexikos fordern Überschwemmungen 19 Todesopfer. Nach offiziellen Angaben werden rund 100 000 Menschen obdachlos.

Bei einem Hubschrauberabsturz in Libyen verunglücken Werner Lamberz, Sekretär für Agitation und Propaganda des SED-Politbüros, und ZK-Mitglied Paul Markowski.

In Moskau erlässt die sowjetische Regierung eine Reihe von Gesetzen zum Schutz wildlebender Tiere. Vor allem der Sibirische Tiger und das Goral, eine Rotwildart, sollen dadurch vorm Aussterben bewahrt werden.

Der somalische Präsident Siad Barre ordnet in Mogadischu den Rückzug seiner Truppen aus der äthiopischen Provinz Ogaden an.

In Berlin (Ost) trifft Staats- und Parteichef Erich Honecker mit führenden Vertretern der evangelischen Kirche der DDR, darunter Bischof Albrecht Schönherr, zu einem Gespräch zusammen.

Zum Nachfolger des 1977 von der Rote Armee Fraktion ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer wird in Köln Nikolaus Fasolt gewählt.

7.3.1978, Dienstag

Rhodesische Einheiten überschreiten die Grenze zu Sambia und zerstören ein Lager der linksgerichteten Befreiungsorganisation “Simbabwe African People’s Union”.

Aus den Regional- und Kommunalwahlen in Dänemark gehen die Linksparteien mit 48,9% als Sieger hervor.

Mit Funksignalen setzen Techniker der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA das Weltraumlabor “Skylab” wieder in Betrieb. Dadurch soll ein unkontrollierter Absturz des stillgelegten 85 t schweren Raumfahrzeugs verhindert werden.

8.3.1978, Mittwoch

In Bonn verabschiedet die Bundesregierung das 21. Rentenanpassungsgesetz. Es sieht die Anhebung der Sozialrenten für das Jahr 1979 – abweichend vom bisherigen bruttolohnbezogenen Verfahren – um 4,5% und für 1980 und 1981 um jeweils 4,0% vor.

Mehrere Schulen der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart werden wegen einer Hirnhautentzündungs-Epidemie geschlossen.

In Remagen beginnt der Verkauf von Bruchstücken der legendären, im Zweiten Weltkrieg hart umkämpften “Brücke von Remagen”.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft schlägt die UdSSR in Frankfurt am Main 1:0. In Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) gewinnt die Auswahl der DDR mit 3:1 gegen die Schweiz.

9.3.1978, Donnerstag

In Moskau gibt die sowjetische Regierung die Ausbürgerung des Dissidenten Piotr Grigorenko bekannt.

Bei den Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf in Ottawa (Kanada) gewinnt der US-Amerikaner Charles Tickner den Titel.

Der Deutsche Bundestag verabschiedet in Bonn ein Gesetz, das die parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste verbessern soll.

Der griechische Ministerpräsident Konstantin Karamanlis und sein türkischer Amtskollege Bülent Ecevit treffen in Montreux (Schweiz) zu einem Gespräch zusammen. Das Treffen soll einer Verbesserung der seit Jahren gespannten Beziehungen zwischen den beiden Staaten dienen.

In Belgrad endet das Folgetreffen der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE).

10.3.1978, Freitag

In Washington unterzeichnet US-Präsident Jimmy Carter das am 9. Februar vom Senat verabschiedete neue Atomgesetz. Es sieht u.a. strenge Kontrollauflagen für Lieferungen angereicherten Urans an die Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft vor. Bei Missachtung dieser Vorschriften können die USA künftig die Lieferungen einstellen.

Nach einer Aufnahmeempfehlung des Bundesvorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) wird die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in den DGB aufgenommen.

Die sowjetischen Kosmonauten Georgi M. Gretschko und Juri Romanenko kehren nach einem Rekordaufenthalt von 96 Tagen und 10 Stunden mit dem Raumschiff “Sojus 28” zur Erde zurück.

In Frankfurt am Main erhält der deutsche Maler Richard Oelze den Max-Beckmann-Preis.

11.3.1978, Samstag

Ein palästinensisches Terrorkommando bringt in Jerusalem zwei Busse mit israelischen Ausflüglern in seine Gewalt. Bei der Befreiung der Geiseln durch die Polizei kommen 37 Menschen ums Leben.

Auf einer Entomologen-(Insektenkunde-)Tagung in Karlsruhe wird mitgeteilt, dass von den rund 36 000 Insektenarten Mitteleuropas etwa ein Drittel vom Aussterben bedroht sind.

Nach einem 32-tägigen Flug trifft der britische Pilot David Cyster mit einem 37 Jahre alten Doppeldecker in der australischen Stadt Darwin ein.

12.3.1978, Sonntag

Mit einer Weltbestleistung im Hochsprung durch Wladimir Jaschtschenko (UdSSR) endet die Europäische Hallenmeisterschaft der Leichtathleten in Mailand.

In Leipzig wird die Frühjahrsmesse eröffnet. Auf seinem traditionellen Messerundgang besucht DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker u.a. den Stand der Thyssen AG.

Die spanische Regierung gewährt den Regionen Aragonien, Valencia und den Kanarischen Inseln die “vorläufige Autonomie”.

Die Viermastbarke “Passat”, der letzte deutsche Großsegler der legendären “Flying P-Liner”, wird unter Denkmalschutz gestellt.

13.3.1978, Montag

Bei einem Aufstand im Villa-Devoto-Gefängnis der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires kommen 55 Menschen ums Leben.

14.3.1978, Dienstag

In der niederländischen Stadt Assen stürmen Armee- und Polizeieinheiten ein von südmolukkischen Terroristen besetztes Verwaltungsgebäude.

Die israelische Armee überschreitet die Grenze zum Libanon. Ziel der Aktion ist die Zerstörung von Stützpunkten palästinensischer Terroristen.

In Berlin (Ost) wird der 22-Jährige DDR-Bürger Nico Hübner verhaftet. Unter Berufung auf den entmilitarisierten Status von Groß-Berlin hatte Hübner sich einer Einberufung zum Wehrdienst in der Nationalen Volksarmee widersetzt.

15.3.1978, Mittwoch

In Rom erklärt die kommunistisch geführte italienische Gewerkschaft CGIL ihren Austritt aus dem Weltgewerkschaftsbund. Als Grund gibt die vier Millionen Mitglieder starke Gewerkschaft an, der Weltverband werde von der sowjetischen Regierung kontrolliert.

16.3.1978, Donnerstag

Der frühere italienische Ministerpräsident Aldo Moro wird in Rom von einem Kommando der terroristischen “Roten Brigaden” entführt. Seine fünf Leibwächter werden bei dem Überfall erschossen.

Der unter liberianischer Flagge fahrende Supertanker “Amoco Cadiz” strandet vor der bretonischen Küste. Rund 220 000 t auslaufendes Rohöl verursachen eine verheerende Ölpest im Atlantik.

Papst Paul VI. ernennt Weihbischof Oskar Saier zum Erzbischof der Diözese Freiburg im Breisgau. Saier tritt die Nachfolge des 1977 verstorbenen Erzbischofs Hermann Schäufele an.

Beim Absturz eines bulgarischen Verkehrsflugzeugs vom Typ “TU-134” im Nordwesten des Landes kommen alle 73 Insassen ums Leben.

17.3.1978, Freitag

In einer Rede vor der Wake Forest Universität in Winston Salem (US-Bundesstaat North Carolina) bekennt sich US-Präsident Jimmy Carter zu einer starken Landesverteidigung. Die USA würden angesichts der übertriebenen sowjetischen Rüstung ebenfalls energische Anstrengungen auf diesem Gebiet unternehmen. Die US-amerikanischen Streitkräfte in Europa sollen verstärkt werden.

Im Potsdamer Hans-Otto-Theater wird “Des Teufels Luftschloss” uraufgeführt, eine frühe Oper des 17-Jährigen Franz Schubert.

18.3.1978, Samstag

Der 1977 durch einen Putsch gestürzte pakistanische Ministerpräsident Zulfikar Ali-Khan Bhutto wird von einem pakistanischen Gericht zum Tode verurteilt.

19.3.1978, Sonntag

Aus den französischen Parlamentswahlen gehen die bürgerlichen Mehrheitsparteien als Sieger hervor.

Die US-Behörde für Nahrungsmittel und Medikamente verbietet Spraydosen mit dem Treibgas FCKW mit Wirkung vom 15. Dezember 1978. FCKW gilt als schädlich für die Ozonschicht der Erde.

Bei den Tischtennis-Europameisterschaften in Duisburg holen bundesdeutsche Spieler eine Gold- und eine Silbermedaille.

20.3.1978, Montag

Der UN-Sicherheitsrat beschließt die Entsendung einer Friedenstruppe in den südlichen Libanon. Gleichzeitig wird von Israel die unverzügliche Räumung der Region verlangt.

Eine nationale Wissenschaftskonferenz in Peking verabschiedet einen ehrgeizigen Acht-Jahres-Plan für die technische Entwicklung in der Volksrepublik China.

21.3.1978, Dienstag

Der israelische Verteidigungsminister Ezer Weizman gibt in Tel Aviv den Befehl zur Feuereinstellung der israelischen Streitkräfte im Südlibanon bekannt.

In der rhodesischen Hauptstadt Salisbury (Harare) übernimmt eine aus schwarzen und weißen Politikern bestehende Übergangsregierung die Amtsgeschäfte. Sie soll die zum Jahresende vorgesehene Übergabe der Macht an die schwarze Bevölkerungsmehrheit vorbereiten.

In Taipeh wird Chiang Ching-kuo zum Staatspräsidenten von Taiwan gewählt. Ching-kuo, Sohn des 1975 verstorbenen Staatsgründers Chiang Kai-shek, tritt die Nachfolge von Yen Chia-Kan an.

Nach Angaben der Vereinten Nationen hat Mexico-City die japanische Hauptstadt Tokio mit rund 12 Mio. Einwohnern als bevölkerungsreichste Metropole der Welt abgelöst.

22.3.1978, Mittwoch

In Madrid wird Jesús Haddad, Generaldirektor der spanischen Gefängnisse, erschossen. Die Täter werden der linksgerichteten Untergrundorganisation Grapo zugerechnet.

23.3.1978, Donnerstag

In London beschließt das britische Unterhaus den Ausbau der Uranwiederaufbereitungsanlage in Windscale. Sie soll u.a. nukleare Abfälle aus der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland übernehmen.

Mit Beethovens “Fidelio” in einer Inszenierung von Herbert von Karajan werden die Salzburger Osterfestspiele eröffnet.

Bei einem Arbeitstreffen zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin und US-Präsident Jimmy Carter in Washington kommt es zu Meinungsverschiedenheiten über eine Friedenslösung für den Nahen Osten. Während die USA Zugeständnisse an Ägypten erwarten, beharrt Begin auf den bisherigen israelischen Positionen.

24.3.1978, Freitag

In Hanoi gibt die vietnamesische Regierung die Abschaffung der letzten privat geführten Wirtschaftsbetriebe im Süden des Landes bekannt.

Das Fernsehen der DDR strahlt erstmals eine kirchliche Sendung aus. Bischof Albrecht Schönherr erläutert im Anschluss an die Übertragung eines Gottesdienstes die Johannespassion.

Die Gefangenenhilfsorganisation Amnesty International legt in Bern einen Bericht über Menschenrechtsverletzungen in Argentinien vor. Darin wird die Zahl der politischen Häftlinge auf mehr als 10 000 geschätzt.

25.3.1978, Samstag

Das indonesische Parlament bestätigt in Jakarta General Achmed Suharto für eine weitere fünfjährige Amtsdauer im Präsidentenamt. Ein Gegenkandidat wurde nicht aufgestellt.

26.3.1978, Sonntag

In Rom ermahnt Papst Paul VI. die Gläubigen in seiner Osteransprache, festgefahrene Ideologien zu überwinden und zum wahren Glauben vorzustoßen. Skepsis und Ablehnung, die das moderne Denken kennzeichneten, müssten überwunden werden.

In der Bundesrepublik und in sechs weiteren Ländern läuft ein Großversuch mit freiwilligen Testpersonen zur Erprobung der “Pille für den Mann” an.

Nach 63-tägiger Gefangenschaft wird der entführte belgische Großindustrielle Baron Edouard-Jean Empain von seinen Entführern freigelassen.

27.3.1978, Montag

In Washington stellt US-Präsident Jimmy Carter ein umfassendes Programm zur Sanierung der vom Zerfall bedrohten Metropolen vor. Danach sollen 8,3 Mrd. US-Dollar (16,6 Mrd. DM) an Bundesmitteln aufgebracht werden, um “Amerikas Städte zum Arbeiten und Wohnen” attraktiver zu machen und die Abwanderung gehobener Einkommensschichten zu stoppen.

Nach Angaben der Polizei hat der Osterverkehr in der Bundesrepublik Deutschland die Rekordzahl von 160 Todesopfern gefordert.

Aufgebrachte Demonstranten zerstören in Tokio die wichtigsten technischen Einrichtungen im Kontrollturm des umstrittenen neuen Großflughafens Narita.

Der Herero-Häuptling Clemens Kapuuo, der Vorsitzende der namibischen “Turnhallenallianz”, wird in Windhuk tot aufgefunden.

28.3.1978, Dienstag

Das Bundesverkehrsministerium verfügt eine Geschwindigkeitsbegrenzung für den unteren Luftraum bis zu einer Höhe von 3000 Metern. In diesem Bereich dürfen Flugzeuge eine Geschwindigkeit von 250 Knoten (460 km/h) künftig nicht überschreiten. Dadurch soll die Sicherheit des stark gestiegenen Flugverkehrs erhöht werden.

29.3.1978, Mittwoch

In Frankfurt am Main tagt das 3. Internationale Russell-Tribunal, das Menschenrechtsverletzungen in der Bundesrepublik Deutschland anprangert und die sog. Berufsverbote erörtert.

Bei den ersten freien Betriebsratswahlen in Spanien erringen die kommunistisch gelenkten Arbeiterkommissionen die meisten Stimmen.

30.3.1978, Donnerstag

Als erster westlicher Regierungschef trifft Österreichs Bundeskanzler Bruno Kreisky in Ost-Berlin zu einem Staatsbesuch der DDR ein.

In Wien kündigt die Organisation der Erdöl exportierenden Länder OPEC Preiserhöhungen in Höhe von rund 10% an. Als Grund werden Mindereinnahmen durch den sinkenden Kurs des US-Dollars genannt.

31.3.1978, Freitag

Staatspräsident Giscard d’Estaing beauftragt in Paris den bisherigen Premierminister Raymond Barre mit der Bildung der neuen französischen Regierung.

In mehreren iranischen Städten kommt es zu Demonstrationen gegen die autoritäre Politik des Staatsoberhauptes Schah Resa Pahlawi.

In Nordindien kommt es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Hindus und Muslimen.