Was geschah im März 1981

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1.3.1981, Sonntag

In vielen Städten Spaniens gehen Millionen von Menschen auf die Straßen und demonstrieren für Demokratie und gegen den gescheiterten Militärputsch vom 23. Februar. Allein in Madrid nehmen 1,5 Mio. Menschen an der Kundgebung teil. Die Stadt erlebt damit die größte Demonstration in ihrer Geschichte.

Die USA verstärken ihre nach El Salvador entsandte Gruppe von Militärberatern um 20 Mann. Darüber hinaus erhöhen sie die Militärhilfe für das Land um 25 Mio. US-Dollar (55,9 Mio. DM).

2.3.1981, Montag

Die US-amerikanische Regierung gibt die Streichung der restlichen Wirtschaftshilfe im laufenden Haushaltsjahr in Höhe von 15 Mio. US-Dollar (33,5 Mio. DM) für Nicaragua bekannt. Als Grund für diese Maßnahme wird eine angebliche aktive Beteiligung Nicaraguas an Waffenlieferungen an linke Aufständische in El Salvador genannt.

Auf einem Inlandflug wird eine Maschine der pakistanischen Luftfahrtgesellschaft PIA mit 137 Passagieren und elf Besatzungsmitgliedern an Bord entführt. Die Entführer verlangen die Freilassung von 90 in Pakistan inhaftierten politischen Gefangenen.

Bei einem Banküberfall mit Geiselnahme erbeuten zwei Unbekannte im Heidelberger Rosenmontagstrubel die Rekordsumme von 2,8 Mio. DM.

3.3.1981, Dienstag

In Moskau geht der am 23. Februar eröffnete 26. Parteitag der KPdSU zu Ende. Die gesamte Parteiführung wird unverändert in ihren Ämtern bestätigt, Leonid I. Breschnew wird als Generalsekretär wiedergewählt.

In der Bibliothek der Erzdiözese Breslau wird das Manuskript zu Ludwig van Beethovens Werk “Exaudi Deus” entdeckt.

Ein Bremer Gericht weist die Klage eines 23-Jährigen Biologiestudenten auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer ab, da der Student sich weigerte seine Kfz-Fahrerlaubnis abzugeben. Als Autofahrer sei der Student ebenso von der Möglichkeit betroffen, einen Menschen zu töten, wie als Soldat.

4.3.1981, Mittwoch

Bundespräsident Karl Carstens und Außenminister Hans-Dietrich Genscher treffen zu einem fünftägigen Staatsbesuch in Indien ein. Carstens und Genscher führen Gespräche mit Ministerpräsidentin Indira Gandhi und weiteren führenden Politikern. Genscher unterzeichnet zwei Abkommen über technische Zusammenarbeit.

5.3.1981, Donnerstag

Der englische Dramatiker ungarischer Herkunft George Tabori erhält den mit 30 000 DM dotierten Kunstpreis der Stadt Berlin.

Bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Hartford, im US-Bundesstaat Connecticut, gewinnen die Stuttgarter Tina Riegel und Andreas Nischwitz die Bronzemedaille im Paarlauf.

Nach einer Demonstration von Mitgliedern der Hausbesetzer-Szene in Nürnberg nimmt die Polizei 164 Jugendliche fest. Gegen 141 von ihnen ergeht wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs Haftbefehl.

Im Berliner Abgeordnetenhaus wird ein Misstrauensantrag der CDU gegen Justizsenator Gerhard Meyer (FDP) mit den Stimmen von SPD und FDP zurückgewiesen. Meyer hatte sich für die Wahl eines Hausbesetzers in den FDP-Landesvorstand eingesetzt.

6.3.1981, Freitag

Bei dem Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder ihrer siebenjährigen Tochter erschießt Marianne Bachmeier den Angeklagten Klaus Grabowsky im Saal des Lübecker Schwurgerichts.

7.3.1981, Samstag

Bundesverteidigungsminister Hans Apel gibt in Bonn die Ergebnisse der am 4. März begonnenen Rüstungsklausurtagung bekannt. Apel will trotz eines Defizits von mehreren Mrd. DM an der Anschaffung von sechs Fregatten, 1800 Leopard-Panzern und 322 “Tornado”-Kampfflugzeugen festhalten. Nur die Beschaffung neuer Waffensysteme wird vorerst verschoben.

Mit großem Erfolg wird am Wiener Akademietheater das Schauspiel des tschechischen Schriftstellers Pavel Kohout “Maria kämpft mit den Engeln” unter der Regie von Leopold Lindtberg uraufgeführt.

8.3.1981, Sonntag

In Briefen an die Regierungschefs einiger führender westlicher Länder, darunter die USA, Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland, regt der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid I. Breschnew eine gemeinsame Abrüstungsinitiative an. Breschnew erklärt die Bereitschaft der UdSSR zu “aktiven Gesprächen”, und er fordert die Fortsetzung der SALT-Gespräche ohne Vorbedingungen.

Im Berliner Schlossparktheater wird das Stück “Das Treibhaus” des zeitgenössischen englischen Dramatikers Harold Pinter als deutsche Uraufführung gezeigt. Regie führt Klaus Emmerich.

9.3.1981, Montag

Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher beginnt einen dreitägigen USA-Aufenthalt, bei dem er zu Gesprächen mit seinem Amtskollegen Alexander Haig zusammentrifft. In einer gemeinsamen deutsch-amerikanischen Erklärung sichern beide Länder der UdSSR zu, an den ihr 1979 angebotenen Abrüstungsverhandlungen festhalten zu wollen.

Auf dem Mannheimer Bundesparteitag der CDU wird Helmut Kohl für weitere zwei Jahre als Parteivorsitzender bestätigt. Der Parteitag verabschiedet das Thesenpapier “Grundlagen für eine zeitgerechte Wohnungsbau- und Städtepolitik”.

10.3.1981, Dienstag

In Abidjan, der Hauptstadt des afrikanischen Staates Elfenbeinküste, ersticken in einer Zelle des Polizeigefängnisses 46 Häftlinge.

Nach 273 Fahrstunden bei insgesamt neun verschiedenen Fahrlehrern, etlichen nichtbestandenen Prüfungen und der Ablehnung durch drei Fahrschulen gibt die Britin Betty Tudor nach 19 Jahren den Versuch auf, die Fahrerlaubnis für PKW zu bekommen. Nach eigenen Angaben will die 50-Jährige nun aufs Moped umsteigen.

Der deutsche Rennfahrer Jochen Mass, der zwischen 1973 und 1980 insgesamt 97 Grand-Prix-Rennen fuhr, erklärt seinen Rücktritt aus der Formel 1. Mass errang seinen einzigen Sieg bei einem Grand-Prix-Rennen 1975 in Spanien.

Schneeschmelze und starke Regenfälle führen besonders in Niedersachsen zu Überschwemmungen, die sechs Todesopfer fordern.

Die 1831 von König Louis Philippe gegründete französische Fremdenlegion feiert ihr 150-Jähriges Bestehen.

11.3.1981, Mittwoch

Nach dem Scheitern der Verhandlungen im EG-Ministerrat über ein Fischerei-Abkommen beschließt die Bundesregierung der gefährdeten deutschen Fischerei-Fiotte 30 Mio. DM Überbrückungsgeld zu zahlen.

Die Hamburger Polizei stellt bei einer Routinekontrolle eine Wagenladung mit 2500 kg Haschisch zu einem Schwarzmarktwert von rund 10 Mio. DM sicher.

Der seit dem Militärputsch von 1973 als Chef einer Junta regierende chilenische General Augusto Pinochet wird für seine zweite achtjährige Amtszeit als Präsident vereidigt.

12.3.1981, Donnerstag

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) beschließt auf seinem vierten außerordentlichen Bundeskongress ein neues Grundsatzprogramm.

Die Sowjetunion startet das Raumschiff “Sojus T 4” mit den Kosmonauten Wladimir Kowaljonok und Viktor Sawinych an Bord. Sawinych ist nach sowjetischen Angaben der 100. Mensch im All.

Eine in Italien zu 16 Jahren Gefängnis verurteilte Terroristin bringt in Messina eine Tochter zur Welt. Zur Zeit der Empfängnis war die 28-Jährige im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses untergebracht. Nur bei den Hauptverhandlungen war die Frau mit ihrem Freund im Gerichtssaal zusammengekommen.

13.3.1981, Freitag

Die Schweizerin Marie-Theres Nadig siegt im japanischen Furano im Riesenslalom vor der Weltcup-Titelverteidigerin Hanni Wenzel aus Liechtenstein. Die 27-Jährige gewinnt auch die Gesamtwertung im Ski-Weltcup.

Anlässlich des 200. Geburtstages des Architekten und Malers Karl Friedrich Schinkel wird im Berliner “Martin-Gropius-Bau” eine Ausstellung unter dem Titel “Werke und Wirkung” eröffnet.

Bei einem Brandanschlag auf das Berliner Reichstagsgebäude entsteht ein Sachschaden von 50 000 DM. Zwei der drei mutmaßlichen Täter werden festgenommen.

14.3.1981, Samstag

Bei einem Überfall auf das Hauptpostamt in Gütersloh werden 667 000 DM geraubt. Zwei Postbeamte werden als mutmaßliche Täter ermittelt.

15.3.1981, Sonntag

Aus umstrittenen Präsidentschaftswahlen in der Zentralafrikanischen Republik geht der bisherige Staatspräsident David Dacko als Sieger hervor.

In Leipzig wird die Frühjahrsmesse eröffnet. Rund 9000 Aussteller aus mehr als 60 Ländern nehmen an der Messe teil, die bis zum 21. März dauert. 75 Besuchern aus dem Westen wird die Einreise in die DDR verweigert.

Die Oper des deutschen Komponisten Karlheinz Stockhausen “Donnerstag aus Licht” wird an der Mailänder Scala nur unvollständig uraufgeführt. Wegen finanzieller Forderungen streiken die Chormitglieder im dritten Akt.

16.3.1981, Montag

Bei einem misslungenen Putschversuch – Hintergrund ist das offene Westsahara-Problem – in Mauretanien kommen 85 Putschisten ums Leben.

DDR-Grenzposten schießen einen Mann nieder, der von Berlin (West) aus die Grenzanlagen in Richtung DDR überwinden wollte. Die drei alliierten Stadtkommandanten protestieren gegen diesen in der Geschichte der Berliner Mauer einmaligen Zwischenfall.

Der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin (West) und deutsche Botschafter in Israel, Klaus Schütz, wird zum neuen Intendanten der Deutschen Welle gewählt.

17.3.1981, Dienstag

Dem britischen Philosophen Sir Karl Popper wird der mit 25 000 DM dotierte Dr.-Leopold-Lucas-Preis zugesprochen.

In Polen beginnen die gemeinsamen Manöver der Streitkräfte des Warschauer Paktes “Sojus ’81”, die sich auch auf die DDR, die CSSR und die UdSSR ausdehnen. Das Manöver wird im Westen und in polnischen Oppositionskreisen als Versuch gewertet, die unabhängige Gewerkschaft “Solidarität” einzuschüchtern.

In Aachen wird ein Attentat auf den syrischen Moslem-Führer Issam El-Attar verübt. Da EI-Attar sich wegen eines Kuraufenthaltes nicht zu Hause aufhält, fällt seine Ehefrau dem Attentat zum Opfer.

Im Revisionsverfahren vor dem Frankfurter Landgericht werden gegen drei ehemalige Angestellte der Deutschen Bundesbank Freiheitsstrafen zwischen drei und dreieinhalb Jahren verhängt. Die Verurteilten hatte sich 1974/75 an zur Vernichtung bestimmten Geldscheinen “bedient” und 2,4 Mio. DM für sich abgezweigt.

18.3.1981, Mittwoch

Auf Sizilien bricht nach mehreren kleineren Erdstößen der Vulkan Ätna aus und richtet die seit Jahren größten Schäden an.

Der unbekannte Ire Stephen Roche gewinnt das erste große Etappenrennen der Radsport-Saison, Paris- Nizza. Klaus-Peter Thaler ist bester deutscher Fahrer auf Platz 16.

Eine Volkszählung in Indien ergibt, dass sich die Bevölkerung seit dem Unabhängigkeitsjahr 1947 verdoppelt hat. Seit 1971 nimmt die Bevölkerung jährlich durchschnittlich um 13,5 Mio. Bewohner zu und beträgt heute 683 Mio.

19.3.1981, Donnerstag

Bei einem Sitzstreik im polnischen Bydgoszcz (Bromberg) werden drei Gewerkschaftsmitglieder von der Polizei zusammengeschlagen. Als Reaktion auf diese Ereignisse kommt es in mehreren Städten Polens zu Warnstreiks der unabhängigen Gewerkschaft “Solidarität”.

Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) trifft zu einem zweitägigen Besuch in Warschau ein. In Gesprächen mit der polnischen Regierung erklärt Genscher die Bereitschaft der Bundesrepublik Deutschland, die Wirtschaftshilfe an Polen fortzusetzen.

Im Austausch gegen Häftlinge aus der DDR lässt die Bundesregierung mehrere DDR-Spione frei, darunter auch die Ehefrau des Kanzleramtsspions Günther Guillaume.

20.3.1981, Freitag

Die frühere argentinische Staatspräsidentin María Estela Perón wird wegen der betrügerischen Aneignung öffentlicher Gelder im Laufe ihrer Amtszeit zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.

Das Fernsehspiel “Septemberweizen” (ZDF) von Peter Krieg und die Sendung “Grabbes letzter Sommer” (Radio Bremen), bei der Sohrab Shahid Saless Regie führte, werden mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet.

21.3.1981, Samstag

Auf dem Parteitag der Berliner CDU wird Richard von Weizsäcker als Nachfolger von Peter Lorenz zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Der Parteitag verabschiedet einstimmig das neue Wahlprogramm mit dem Titel “Berlin will den Wechsel”.

In der letzten Pause des Schauspiels “Iphigenie auf Tauris” dringen Demonstranten in das Frankfurter Schauspielhaus ein und verlesen auf der Bühne eine Erklärung zum Hungerstreik von inhaftierten Mitgliedern der Rote-Armee-Fraktion (RAF).

Unbekannte verüben in München einen Bombenanschlag auf das Gebäude der Sender “Radio Free Europe” und “Radio Liberty”, wobei acht Menschen zum Teil schwer verletzt werden.

22.3.1981, Sonntag

Bei den hessischen Kommunalwahlen verbucht die CDU im Vergleich zu 1977 leichte, die SPD schwere Verluste. Die FDP gewinnt im Landesdurchschnitt hinzu. Die Grünen erzielen zum Teil spektakuläre Gewinne.

Die italienische Regierung beschließt, die Lira innerhalb des europäischen Währungssystems um 6% abzuwerten.

Durch einen 7:4-Sieg im Entscheidungsspiel gegen die Düsseldorfer EG wird der SC Rießersee neuer deutscher Eishockey-Meister.

23.3.1981, Montag

Bundesverteidigungsminister Hans Apel besucht bis zum 26. März die USA. Im Mittelpunkt seiner Gespräche mit Regierungsmitgliedern stehen die Fragen des deutschen NATO-Beitrages sowie Fragen der Nach- und Abrüstung.

Aus Protest gegen das schwedische Steuersystem verbrennt sich der 60-Jährige Schauspieler Per-Axel Arosenius vor dem Stockholmer Finanzamt.

24.3.1981, Dienstag

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe spricht das Sorgerecht für nichteheliche Kinder allein der Mutter zu. Mit dem Urteil wird die Verfassungsklage von drei Vätern abgewiesen.

In der niederländischen Stadt Maastricht endet eine zweitägige Konferenz der EG-Regierungschefs ohne eine Einigung in den strittigen Fragen des Fischereirechts und der europäischen Stahlpolitik.

Der pakistanische Präsident General Mohammad Ziaul Haq erlässt eine “provisorische Verfassungsverordnung 1981”, die den Präsidenten bevollmächtigt, alle politischen Parteien aufzulösen, die “gegen die Integrität und Sicherheit des Landes wirken”. Von dem Erlass ist besonders die größte Partei Pakistans betroffen, die Pakistanische Volkspartei (PPP) des vor zwei Jahren hingerichteten ehemaligen Ministerpräsidenten Zulfikar Ali-Khan Bhutto.

25.3.1981, Mittwoch

Nach vierjährigen Verhandlungen unterzeichnen die Ministerpräsidenten von Norwegen und Schweden, Gro Harlem-Brundtland und Thorbjörn Fälldin, ein Rahmenabkommen über wirtschaftliche und industrielle Zusammenarbeit.

26.3.1981, Donnerstag

Vier aus der britischen Labour Party ausgetretene Politiker gründen die Sozialdemokratische Partei Großbritanniens (SDP).

Zum Ausbau der internationalen Sportbeziehungen schließen sich in Melbourne/Australien 44 nationale Sportverbände zur “Versammlung der Nationalen Dachorganisation des Sports” zusammen, der auch der Deutsche Sportbund angehört.

27.3.1981, Freitag

Eine Boeing 737 der honduranischen Luftfahrtgesellschaft SAHSA wird auf dem Flug nach New Orleans, USA, von Mitgliedern einer linksgerichteten Befreiungsorganisation entführt. Die Entführer verlangen die Freilassung von 13 in Honduras inhaftierten Guerilleros aus El Salvador. Zwei Tage später entlassen sie die Geiseln und ergeben sich der Polizei.

Mehr als 25 000 Bauern demonstrieren in Bonn für eine Erhöhung der EG-Agrarpreise um 15%.

Die SPD-Kommission “Medienfragen” legt ein “Aktionsprogramm zu den neuen Technologien im Medienbereich” vor. Darin wird vor allem die Förderung technischer Individualkommunikation gefordert. Die Kommission bekräftigt den Widerstand der SPD gegen das Kommerzfernsehen.

Auf der 45. Physikertagung in Hamburg wird bekanntgegeben, dass es Physikern der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt gelungen ist, die Existenz des Elementes 107 nachzuweisen, die bislang umstritten war.

Jürgen Becker erhält den Kritikerpreis des Verbands deutscher Kritiker im Bereich Literatur. Weitere Preisträger sind: Wolfgang Petrick (bildende Kunst), Ernst Wendt (Theater), die “Junge deutsche Philharmonie” (Musik), Bill T. Jones (Tanz), die “Freunde der Deutschen Kinemathek” (Film) und Gertrud Pinkus (Fernsehen).

28.3.1981, Samstag

Auf einem Inlandflug wird eine DC-9 der indonesischen Luftfahrtgesellschaft von moslemischen Extremisten entführt und zur Landung in Bangkok gezwungen. Die Entführer fordern die Freilassung von 84 politischen Gefangenen in Indonesien. In der Nacht stürmt ein Elite-Kommando das Flugzeug und befreit die Geiseln, die fünf Geiselnehmer werden erschossen.

Auf der Hochgebirgsbahn in Medeo/ UdSSR stellt Jewgeni Kulikow (UdSSR) einen sensationellen Weltrekord im Eisschnelllauf auf. Als erster Läufer bleibt Kulikow mit 36,91 sec auf der 500-m-Strecke unter 37 sec.

Im letzten Rennen der Saison, beim Riesenslalom in Laax/Schweiz, entscheidet der Amerikaner Phil Mahre den alpinen Ski-Weltcup für sich.

In München wird die Neue Pinakothek feierlich eröffnet.

moslemischen Extremisten entführt und zur Landung in Bangkok gezwungen. Die Entführer fordern die Freilassung von 84 politischen Gefangenen in Indonesien. In der Nacht stürmt ein Elite-Kommando das Flugzeug und befreit die Geiseln, die fünf Geiselnehmer werden erschossen.

29.3.1981, Sonntag

Unbekannte Täter verüben Brandanschläge auf das Büro des Erkennungsdienstes der US-amerikanischen Armee in Gießen und einen Tag später auf das amerikanische Arbeitsamt in Frankfurt am Main und richten dabei erheblichen Sachschaden an.

In der Bundesrepublik Deutschland und in den meisten anderen europäischen Ländern beginnt die Sommerzeit. Bis zum 27. September werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt.

30.3.1981, Montag

Der US-amerikanische Präsident Ronald Reagan wird nach einer Ansprache vor Gewerkschaftern in Washington bei einem Attentat durch einen Schuss in den linken Lungenflügel verletzt.

Der seit 1971 amtierende Chef des Bundeskriminalamtes, Horst Herold, tritt von seinem Amt zurück. Zu seinem Nachfolger bestimmt Bundesinnenminister Gerhard Baum den ehemaligen Polizeipräsidenten von Hannover, Heinrich Boge.

31.3.1981, Dienstag

Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland unterzeichnen ein Abkommen, wonach Elsässer, die während des Zweiten Weltkrieges zwangsweise von der Wehrmacht rekrutiert wurden, pauschal mit insgesamt 250 Mio. DM entschädigt werden.

Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff eröffnet die Hannover-Messe, an der über 6100 Firmen aus 52 Ländern bis zum 8. April ihre Erzeugnisse ausstellen.