Was geschah im Mai 1903

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Wetterstationen Mai 1903

1.5.1903, Freitag

In vielen Industriezentren des Deutschen Reiches wird der Internationale Kampftag der Arbeiter mit Festveranstaltungen begangen. Zur Arbeitsniederlegung entschließen sich nur einige Belegschaften.

König Eduard VII. von Großbritannien kommt zu einem Staatsbesuch in die französische Hauptstadt. Der Besuch des Monarchen in der Republik dauert bis zum 4. Mai.

Theaterleiter Max Reinhardt gastiert mit dem Ensemble des Berliner Kleinen Theaters im Wiener Volkstheater. Gezeigt wird auf der Tournee u.a. das erfolgreiche Schauspiel “Nachtasyl” von dem russischen Schriftsteller Maxim Gorki.

In der Türkenstraße 57 in München-Schwabing eröffnet Kathi Kobus die Künstlerkneipe “Neue Dichtelei”, die kurze Zeit darauf in “Simplicissimus” oder kurz “Simpl” umgetauft wird.

2.5.1903, Samstag

In den Ausstellungshallen in Moabit wird die diesjährige Große Berliner Kunstausstellung feierlich eröffnet. Sie dauert bis zum 4. Oktober.

Der Deutsche Kaiser Wilhelm II. kommt zu einem fünf Tage dauernden Aufenthalt nach Rom. Nach Gesprächen mit König Viktor Emanuel III. von Italien wird er am 3. Mai von Papst Leo XIII. im Vatikan zu einer Audienz empfangen.

3.5.1903, Sonntag

Die Nationalliberale Partei veröffentlicht ihren Aufruf zu den im Juni bevorstehenden Reichstagswahlen, worin sie sich mit aller Deutlichkeit von sozialdemokratischem Gedankengut distanziert.

Nach drei Tagen enden die Einweihungsfeierlichkeiten des Weltausstellungsgeländes in St. Louis (US-Bundesstaat Louisiana). Die große internationale Show wird hier im Jahr 1904 stattfinden.

4.5.1903, Montag

Die Galerie Weill in Paris eröffnet eine bis 31. Mai dauernde Ausstellung, auf der u.a. Bilder von Henri Matisse zu sehen sind. Sie werden vom Publikum mit großem Beifall bedacht.

Um die wirtschaftlichen Interessen des Gebietes um den Wallfahrtsort Lourdes nicht zu schädigen, verspricht Frankreichs Ministerpräsident Emile Combes, die dortige Kathedrale vorerst für die Pilger offenzuhalten. Das Gotteshaus sollte im Rahmen der antiklerikalen Politik der französischen Regierung ursprünglich geschlossen werden.

Aus Wien wird gemeldet, dass die Urheber des Bombenattentats in Saloniki vom 29. April entdeckt worden seien. Es handelt sich um zwei bulgarische Anarchisten. Beide erschossen sich, bevor sie von den türkischen Polizeibehörden verhaftet werden konnten.

Infolge der wachsenden Unruhen in Makedonien und verstärkter Kämpfe gegen die türkische Oberherrschaft führen die osmanischen Behörden das Standrecht in Saloniki ein.

5.5.1903, Dienstag

Während seines Italienaufenthaltes besuchen Kaiser Wilhelm II. und seine Söhne in Begleitung von König Viktor Emanuel III. von Italien das Benediktinerkloster Monte Cassino. Dort werden sie von dem aus Fulda stammenden Erzabt Bonifazius Krug freundlich begrüßt.

Preußens Finanzminister Georg Freiherr von Rheinbaben tritt eine Studienreise in die USA an.

Vor Vertretern des bayerischen Staates erläutert der Elektroingenieur Oskar von Miller in München den Plan zur Gründung eines Deutschen Museums der Naturwissenschaften und Technik. Die Grundsteinlegung erfolgt 1906.

In Berlin beginnt der erste deutsche “Kafetierkongress”, auf dem deutsche und österreichische Kaffeehausbesitzer über gemeinsame Lösungen ihrer wirtschaftlichen Probleme beraten. u.a. wollen sie sich vereint gegen Steuererhöhungen und Beschränkungen im Alkoholausschank wehren.

6.5.1903, Mittwoch

Gegen eine sozialdemokratische Stimme genehmigt der Landesausschuss von Elsass-Lothringen den Nachtragsetat für die Errichtung einer katholisch-theologischen Fakultät an der Universität in Straßburg.

Mit der Verabschiedung eines Gesetzes zur Einführung einer einheitlichen Eigentumssteuer beschließt das dänische Abgeordnetenhaus in Kopenhagen, das Folketing, die Steuerreform.

7.5.1903, Donnerstag

Im Rahmen der internationalen meteorologischen Forschung werden in Paris, Straßburg, Friedrichshafen, Zürich, Wien, Berlin, Petersburg, Rom, Madrid und Boston bemannte und unbemannte Ballons gestartet. Um zu gewährleisten, dass Meldungen von gelandeten Ballons auch weitergegeben werden, versprechen die Institute Findern eine Belohnung.

Das britische Unterhaus genehmigt in zweiter Lesung die 42. Verordnung über eine Bodenverteilung in Irland.

In Washington unterzeichnen die Botschafter Großbritanniens, des Deutschen Reichs und Italiens sowie der US-amerikanische Diplomat Herbert W. Bowen und der Gesandte Venezuelas ein Abkommen, wonach Einzelheiten zu den venezolanischen Schuldenzahlungen aus Zolleinkünften vom Haager Schiedsgericht geklärt werden sollen.

8.5.1903, Freitag

Südlich der marokkanischen Oase Figuig nahe der Grenze zu Algerien wird ein französischer Lebensmitteltransport von Berbern überfallen, 30 französische Soldaten kommen dabei um.

In Atuona auf Hiva Oa (Marquesasinseln) stirbt der französische Maler Paul Gauguin in seinem 55. Lebensjahr.

9.5.1903, Samstag

Die venezolanische Regierung in Caracas erlässt ein Gesetz, wodurch künftig die Niederlassung von ausländischen Geschäftsleuten in dem Land erschwert wird.

Unter der Führung von Marschall Ruschdi Pascha kommt es in Nordalbanien zu Kämpfen zwischen türkischen Truppen und Albanern, die sich gegen die Durchsetzung geplanter Reformen wenden.

In der australischen Hafenstadt Melbourne treten die Eisenbahner und Transportarbeiter in den Streik. Sie verlangen von der Regierung in Victoria eine Senkung der Lebensmittelpreise sowie Lohnerhöhungen.

Wiens Bürgermeister Karl Lueger stoppt durch den Einsatz von Feuerwehrleuten die Verlegung elektrischer Leitungen in nichtöffentliche Gebäude. Mehrere private Elektrizitätsfirmen hatten von den städtischen Hauptleitungen im Straßenuntergrund eigene Stränge ohne offizielle Genehmigung abgezweigt.

Der Direktor der Hochschule der bildenden Künste in Berlin und Vorsitzende des Vereins Berliner Künstler, Anton von Werner, feiert seinen 60. Geburtstag. Werner, ein Freund des Kaiserhauses, wurde vor allem durch sein Gemälde der Kaiserproklamation in Versailles (1871) bekannt.

10.5.1903, Sonntag

Der Erbprinz von Sachsen-Meiningen gibt seinen Rücktritt vom Kommando des 6. Armeekorps bekannt. Ursache dafür sind Spannungen mit der Heeresführung in Berlin, ausgelöst durch den Erlass des Erbprinzen zum Problem der Soldatenmisshandlung. In Berlin kritisiert man das von dem Meininger propagierte Recht für die Rekruten, sich in solchen Fallen beim Kommandanten direkt zu beschweren.

Der Diplomat Hermann Freiherr von Eckardtstein weist in einer Denkschrift an den deutschen Reichskanzler Bernhard Graf von Bülow auf die Gefahr einer britisch-französisch-russischen Annäherung hin.

11.5.1903, Montag

In einem vom österreichisch-ungarischen Unterrichtsministerium in Wien veröffentlichten Erlass wird erklärt dass die Innsbrucker Universität als deutsche erhalten bleibt. Es ist beabsichtigt, die dort stattfindenden italienischen Kurse in eine Stadt außerhalb Tirols zu verlegen.

Das britische Unterhaus debattiert über die Frage, ob Großbritannien mit Japan und den Vereinigten Staaten gemeinsame Maßnahmen gegen die Politik Russlands in der Mandschurei treffen solle. Auf den Wortlaut einer Resolution können sich die Abgeordneten jedoch nicht einigen.

12.5.1903, Dienstag

Das ungarische Abgeordnetenhaus in Budapest berät über Maßnahmen gegen Unruhen im zu Österreich-Ungarn gehörendem Kroatien. Dort war es in den vergangenen Wochen wiederholt zu ungarnfeindlichen Demonstrationen gekommen.

In Wien gründet sich die “Wiener Werkstätte, Productivgenossenschaft von Kunsthandwerkern in Wien”. Bereits eine Woche später erfolgt die Eintragung in das Handelsregister der österreichischen Hauptstadt.

13.5.1903, Mittwoch

Der Hilfsverein der Deutschen Juden veröffentlicht in allen großen Tageszeitungen einen Spendenaufruf für die Opfer des Judenpogroms in der russischen Stadt Kischinew. Wie aus den in den kommenden Wochen publizierten Spendenlisten hervorgeht, werden mehrere hunderttausend Mark auf diesem Weg im Deutschen Reich gesammelt.

14.5.1903, Donnerstag

Die Zweite Kammer des Landes Württemberg beschließt die Festsetzung des Höchstbetrages der Einkommensteuer auf fünf Prozent bei einem Einkommen von 200 000 Mark im Jahr.

15.5.1903, Freitag

Der Bürgerschafts-Ausschuss der Stadt Hamburg veröffentlicht einen vorläufigen Bericht über die Vorbereitungen für den Ausbau der Vorortbahnen. Die Realisierung scheiterte bisher an den unterschiedlichen Vorstellungen der beteiligten Firmen.

In einer Rede in Birmingham äußert sich der britische Kolonialminister Joseph Chamberlain über die wirtschaftlichen Probleme zwischen dem Mutterland und den Kolonien. Insbesondere geht er hier auch auf den Zollkrieg zwischen dem Deutschen Reich und Kanada ein und erklärt die deutschen Forderungen für unangemessen.

16.5.1903, Samstag

Während der Antrittsvorlesung eines italienischen Dozenten an der Universität Innsbruck kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen italienischen und deutschen Studenten. Letztere fordern, dass alle Lehrveranstaltungen in Deutsch gehalten werden müssten.

Vertreter der Arbeitgeberverbände an der Unterweser drohen mit der vorübergehenden Schließung der Werft von Tecklenborg in Geestemünde und der Bremer Vulkanwerft in Vegesack, wenn es zu keiner Einigung mit den Gewerkschaften über anstehende Lohn- und Arbeitszeitfragen kommen sollte. Damit wollen die Unternehmer offensichtlich einem angedrohten Streik zuvorkommen. Hauptforderung der Arbeitnehmer ist die Abschaffung der Akkordarbeit. Im Laufe der folgenden Woche einigen sich die Parteien auf eine Kompromisslösung.

Die Abgeordnetenkammer von Württemberg beschließt die obligatorische Einführung einer kommunalen Warenhaussteuer.

17.5.1903, Sonntag

Die Amerikanerin Agnes Wood läuft in Poughkeepsie (US-Bundesstaat New York) 220 Yards in 30,6 sec. Es ist dies die erste registrierte Laufleistung einer Frau.

Die im Vorjahr vom Allgemeinen Verband deutscher Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften wegen ihrer sozialen Ziele ausgeschlossenen Konsumvereine gründen in Dresden den “Zentralverband Deutscher Konsumvereine”.

18.5.1903, Montag

König Alfons XIII. von Spanien eröffnet in Madrid die neugewählte Cortes, das spanische Parlament.

Trotz bereits erfolgter Disziplinarmaßnahmen und vorübergehender Schließung der Wiener Universität kommt es an der Technischen Hochschule in der österreichischen Hauptstadt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen klerikalen und alldeutschen Studentenvereinigungen. Gleichzeitig fordern demonstrierende kroatische, serbische, slowenische und tschechische Studenten die Errichtung einer eigenen, slawischen Universität.

Zur Eröffnung der neuen Sitzungsperiode der Kammer von Kreta in Chalepa wird Oberkommissar Prinz Georg von Griechenland von der christlichen Bevölkerung mit Begeisterung empfangen. Sie befürworten eine Vereinigung der Insel mit Griechenland.

19.5.1903, Dienstag

Nach dem Rücktritt des bulgarischen Ministerpräsidenten Stojan Petrow Danew am 15. Mai bildet Radul Petrow ein neues Kabinett in Sofia.

Der österreichische Ministerpräsident Ernest von Koerber weist die Vorwürfe zurück, österreichisch-ungarische Behörden seien in Laibach (Ljubljana) ungerechtfertigterweise gegen Slowenen und Kroaten vorgegangen. Koerber verteidigt diese Maßnahmen mit den Protestaktionen der Slowenen und Kroaten gegen die ungarische Bevormundung.

20.5.1903, Mittwoch

Anlässlich des 44. Todestages von Josef Graf von Jelacic kommt es in der Österreich-Ungarn gehörenden kroatischen Stadt Agram (Zagreb) zu Unruhen nationalistischer Gruppen. Jelacic war 1848 zum Ban – obersten Amtsträger – des Vereinigten Königreichs von Kroatien, Slawonien und Dalmatien ernannt worden.

Auf dem Gelände des ständigen Ausstellungspalastes in Dresden eröffnet König Georg von Sachsen die diesjährige deutsche Städteausstellung, die bis zum Oktober dauern wird. Im Rahmen dieser Exposition finden in Dresden zahlreiche Kongresse und Veranstaltungen statt.

In der von Arbeiterunruhen gezeichneten Stadt Ufa in Südostrussland wird Generalgouverneur Nikolai Modestowitsch Bogdanowitsch Opfer eines Attentats. Der Gouverneur war u.a. verantwortlich für die Erschießung von 63 demonstrierenden Arbeitern im Februar.

Nur mit knapper Mehrheit gelingt im britischen Unterhaus die Verabschiedung eines neuen Schulgesetzes. Die Vorlage stieß aufgrund des darin fixierten größeren Einflusses der Kirche auf breite Kritik im Land.

Die Abgeordneten des französischen Parlaments im Paris billigen nach einer am Vortag begonnenen Diskussion über die antiklerikale Politik der Regierung mit 313 gegen 237 Stimmen das Vorgehen des Ministeriums. Regierungsschef Emile Combes verteidigt das Verbot für Mitglieder der aufgelösten Kongregationen, öffentlich zu predigen.

21.5.1903, Donnerstag

Das “Berliner Tageblatt” berichtet über Initiativen für eine frühere Schließung der Unternehmen an den Samstagen. Dabei wird festgestellt, dass es in verschiedenen deutschen Städten bereits zahlreiche Banken, Buchhandlungen Getreidehandlungen und Rechtsanwaltsbüros gibt, die an den Samstagen bereits um 15 oder 16 Uhr schließen. Die Kaufhäuser z. B. haben jedoch wie an jedem Werktag von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

Der Brite Alfred Shrubb läuft in London Weltrekord über drei Meilen in 14:17,6 min. In den folgenden 17 Monaten gelingen Shrubb noch weitere sieben Weltrekorde.

22.5.1903, Freitag

Deutsche Zeitungen veröffentlichen einen Brief des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi an einen befreundeten Musiker, worin er seinem Protest gegen das Judenpogrom in Kischinew Ausdruck verleiht. Tolstoi weist insbesondere auf die verbrecherische Haltung der russischen Behörden hin, die das Massaker nicht nur nicht verhindert, sondern sogar unterstützt hatten. Zur gleichen Zeit lässt Maxim Gorki einen in Russland verbotenen Aufsatz im Ausland veröffentlichen, worin er zu Hilfsaktionen für die Juden von Kischinew aufruft.

Aus Petersburg wird bekannt, dass Russland seine Truppen in der Mandschurei verstärkt, vor allem in Port Arthur und in Niutschwang. Die Zarenregierung begründet diese Maßnahme mit erneuten Unruhen in der Mandschurei.

23.5.1903, Samstag

Auf den Müggelbergen bei Köpenick in der Nähe Berlins findet die feierliche Grundsteinlegung für eine Bismarckwarte statt.

In Wien beginnt ein dreitägiges Gastspiel von John Philip Sousa, dem US-amerikanischen “March King” und dessen Militärkapelle im Wiener Sommertheater.

24.5.1903, Sonntag

Prinz Heinrich von Preußen, ein Bruder von Kaiser Wilhelm II., trifft zu Gesprächen mit der spanischen Regierung und mit König Alfons XIII. von Spanien in Madrid ein.

In Stuttgart gründen Motorsportler die “Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung” (DMV), die im gesamten Deutschen Reich wirksam werden soll. Der DMV ist der Vorläufer des späteren ADAC.

In Bordeaux muss das Automobilrennen Paris- Madrid vorzeitig abgebrochen werden, da es mehrere Tote und Verletzte gegeben hat.

25.5.1903, Montag

Auf der Tagung der Kreissynode Berlin-Köln-Stadt, kommt es zu einer lebhaften Debatte über Maßregeln, die von der Synode gegen Unsittlichkeit und Prostitution zu ergreifen seien. Anträge gegen das Überhandnehmen der Varietés hatten dem Gremium bereits vor Jahresfrist vorgelegen, wurden aber zwecks Beratung zurückgestellt. Auch in diesem Jahr endet die Diskussion mit dem gleichen Ergebnis.

26.5.1903, Dienstag

In einem Erlass ordnet Papst Leo XIII. an, dass der 50. Jahrestag der Verkündigung des Dogmas von der unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria gebührend gefeiert werden soll.

Ergebnis der Departementswahlen in Rumänien ist ein eindeutiger Sieg für die Liberalen.

Bayerns Ministerpräsident Klemens Freiherr von Podewils trifft zu politischen Gesprächen mit Reichskanzler Bernhard Graf von Bülow in Berlin zusammen. Beide Politiker dementieren Gerüchte von ernsthaften Verstimmungen zwischen dem Bundesland Bayern und der Reichsregierung.

27.5.1903, Mittwoch

Die britische Regierung informiert das Unterhaus in London über Absprachen zwischen Großbritannien, Russland und Persien betreffs der Einflusssphären in Persien.

In Berlin schließen sich die funktechnischen Studiengruppen Professor-Slaby-Graf-Arco-AEG und Professor-Braun-Siemens & Halske zur “Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.H.” (Telefunken) zusammen.

28.5.1903, Donnerstag

Großbritanniens Premierminister Arthur James Balfour und Kolonialminister Joseph Chamberlain nehmen vor dem britischen Unterhaus Stellung zu den Zollstreitigkeiten mit dem Deutschen Reich.

29.5.1903, Freitag

Auf dem Truppenübungsplatz Döberitz bei Spandau nahe Berlin enthüllt Kaiser Wilhelm II. einen Obelisken zum Andenken an Preußenkönig Friedrich den Großen.

Mit mehrtägigen Festen feiert Petersburg den 200-Jährigen Gründungstag der Stadt.

30.5.1903, Samstag

Im Königlichen Kunstausstellungsgebäude am Münchener Königsplatz und in Anwesenheit von Prinzregent Luitpold wird die diesjährige Sommerausstellung der Münchener Secession eröffnet. Zu sehen sind neben Werken der Münchener Fritz Uhde, Franz von Stuck u.a. auch Bilder von auswärtigen Künstlern, wobei die Berliner jedoch gänzlich fehlen.

31.5.1903, Sonntag

Während einer Inspektionsreise an der algerisch-marokkanischen Grenze wird der französische Gouverneur in Algerien, General Jonnart, von arabischen Kämpfern aus der Oase Figuig angegriffen. Frankreich entsendet daraufhin eine Strafexpedition in das Gebiet.

Sieger im Endspiel um die erste Deutsche Fußballmeisterschaft wird in Altona bei Hamburg der VfB Leipzig. Er schlägt die Mannschaft des DFC Prag 7:2.